Federal Council's EU Accession Negotiations and Swiss Independence
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis parliamentary initiative argued that the Federal Council's decision to seek accession to the European Community violated Article 2 of the Federal Constitution, which mandates the preservation of Swiss independence. The initiative proposed that any negotiations toward joining a supranational organization, which would inherently compromise independence, should require the explicit approval of the people and cantons. The majority of the commission, however, disagreed, stating the Federal Council had the right to initiate negotiations that would ultimately be submitted for parliamentary and popular approval, and recommended not pursuing the initiative.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 68 GRN, Art. 68 RCN, Art. 2 BV, Art. 93 Absatz, Art. 47bis LREC, Art. 102 Ziff. 9 BV; Federal Council's EU Accession Negotiations and Swiss Independence: The initiative proposed that any negotiations toward joining a supranational organization, which would inherently compromise independence, should require the explicit approval of the people and cantons. The majority of the commission, however, disagreed, stating the Federal Council had the right to initiate negotiations that would ultimately be submitted for parliamentary and popular approval, and recommended not pursuing the initiative.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited as a basis for the argument that the Federal Council's actions in initiating accession negotiations violated the principle of maintaining the country's independence.
Cited to state that the Federal Council must act within the framework of the constitution, specifically regarding the pursuit of independence and neutrality.
Volltext
27. April 1993 N 725 Parlamentarische Initiative. Aussenwirtschaftspolitik
sont conférées par la constitution, et auxquelles appartient la sung» explizit «für die Behauptung der Unabhängigkeit und
décision qu'il a prise le 18 mai 1992 de déposer une demande Neutralität der Schweiz» zu wachen.
d'ouverture de négociations en vue de l'adhésion de la Suisse Der Beitritt zur supranationalen, zentralistischen EG, die eine
à la Communauté. politische Union anstrebt und aus den verschiedensten euro-
On a également relevé au sein de la commission que s'il existe päischen Völkern einen Eintopf machen will, würde für unser
vraiment une contradiction entre la démarche du Conseil fédé- Land zwingend den Verlust der Unabhängigkeit - und damit
ral et l'article 2 de la Constitution fédérale, cet article devrait der «Entscheidungsfreiheit über sein Schicksal» - bedeuten.
être modifié; car, même avec l'accord du peuple et des can- Durch die Aufnahme von Verhandlungen, deren Ziel in der Auf-
tons, toute démarche en vue d'une adhésion à une organisa- gabe der Unabhängigkeit liegt, hat der Bundesrat somit ganz
tion supranationale serait, dans la logique de l'initiative, con- klar die Bundesverfassung verletzt!
traire à la disposition invoquée. Or, l'initiative ne demande pas Ob die Schweiz wirklich den Weg in Richtung Preisgabe der
de modifier l'article 2. A quoi bon servirait cependant l'accord Unabhängigkeit beschreiten soll, darf aus verfassungsrechtli-
du peuple et des cantons si l'auteur de l'initiative considère chen und aus staatspolitischen Gründen keinesfalls die Regie-
l'article 2 de la Constitution fédérale intangible? rung beschliessen. Eine für die Zukunft unseres Landes derart
La majorité de la commission s'est insurgée aussi clairement existentielle Entscheidung, die gleichzeitig eine Umgehung
contre le reproche fait à rencontre du Conseil fédéral d'avoir der Bundesverfassung bedeutet, darf nur vom Verfassungsge-
trahi le pays. Le Conseil fédéral a le droit d'entamer des négo- ber selbst, d. h. von Volk und Ständen, getroffen werden.
ciations en vue de l'adhésion dont le résultat serait ensuite Die vorliegende parlamentarische Initiative schlägt daher ei-
soumis, en tout cas pour approbation au Parlement, au peuple nen neuen Artikel 20 der Uebergangsbestimmungen der Bun-
et aux cantons. desverfassung vor, mit dem Inhalt, sämtliche vor der Abstim-
Vu que la présente initiative aurait un effet rétroactif, la commis- mung über diese Uebergangsbestimmung eingeleiteten Ver-
sion a traité aussi brièvement de cette question. L'avis exprimé handlungen über einen Beitritt der Schweiz zur EG abzubre-
avant tout a été qu'un consentement accru à de telles initiati- chen und neue Verhandlungen nur mit Zustimmung von Volk
ves conduirait finalement à la paralysie de l'Etat. und Ständen aufzunehmen.
Der Bundesrat müsste also zuerst den Souverän befragen, ob
Antrag der Kommission dieser letztlich - dies wäre ja die Konsequenz des entspre-
Die Kommission beantragt mit 17 zu 2 Stimmen chenden Schrittes - den Grundsatz der Unabhängigkeit auf-
(beh Enthaltung): geben wolle. Wir sind sicher - vor allem nach dem 6. Dezem-
Mehrheit ber 1992 -, dass der Bundesrat mit einem solchen Ansinnen
Der Initiative keine Folge geben eine gewaltige Abfuhr erleiden würde.
Minderheit Wir bestreiten - dies möchte ich klar betonen - die grundsätzli-
(Steffen, Moser) che Kompetenz des Bundesrates nicht, im Bereich der Aus-
Der Initiative Folge geben senpolitik federführend zu wirken. Nur muss er dies - ich halte
dies mit aller Klarheit fest - im Rahmen der geltenden Bundes-
verfassung tun, d. h. insbesondere unter Einhaltung des Un-
Proposition de la commission abhängigkeitszieles!
La commission propose, par 17 voix contre 2 et avec Uns ist klar, dass diese Initiative und ihr Anliegen in diesem
1 abstention: Saale keine Chance haben. Aber glauben Sie mir, beim Sou-
Majorité verän, wenn es um die Abstimmung über die Volksinitiative ge-
Ne pas donner suite à l'initiative hen wird, wird es anders sein!
Minorité
(Steffen, Moser) Abstimmung - Vote
Donner suite à l'initiative Für den Antrag der Mehrheit offensichtliche Mehrheit
Für den Antrag der Minderheit Minderheit
Ruf: Die parlamentarische Initiative «Für eine freie Schweiz.
EG-Beitrittsverhandlungen vors Volk» ist die politische Antwort
auf den Beschluss des Bundesrates vom Mai 1992, bei der EG
ein Gesuch der Schweiz um Aufnahme von Beitrittsverhand- #ST# 89.241
lungen einzureichen. Der Text dieser parlamentarischen Initia-
tive ist weitgehend identisch mit demjenigen der Volksinitiative Parlamentarische Initiative
«EG-Beitrittsverhandlungen vors Volk», die in Bälde einge- (Zbinden Hans)
reicht werden wird. Schweizerische Aussenwirtschaftspolitik.
Wir haben im Rahmen der verschiedenen Europadiskussio- Vermehrte parlamentarische Einbettung,
nen in diesem Saal die Frage der Berechtigung des Bundesra- Transparenz und öffentliche Abstützung
tes, das besagte Gesuch bei der EG einzureichen, eingehend
erörtert Es ist Ihnen bekannt, dass die Fraktion der Schweizer Initiative parlementaire
Demokraten und der Lega dei Ticinesi sowohl einen EWR- als (Zbinden Hans)
auch einen EG-Beitritt der Schweiz entschieden ablehnt, weil Politique économique extérieure.
damit existenzbedrohende Nachteile für unser Land verbun- Participation du Parlement, transparence
den wären. et formation de l'opinion publique
Mit der parlamentarischen Initiative und dem Volksbegehren
wenden wir uns jedoch nicht bloss gegen den bundesrätli- Kategorie IV, Art. 68 GRN - Catégorie IV, art. 68 RCN
chen EG-Kurs im allgemeinen, sondern besonders auch ge-
gen die Verfassungsverletzung, die der Bundesrat durch die
eigenmächtige Einreichung des Gesuchs begangen hat.
Der Bund hat laut Artikel 2 der Bundesverfassung u. a die
«Behauptung der Unabhängigkeit des Vaterlandes gegen Wortlaut der Initiative vom 6. Oktober 1989
aussen» zum Zweck. Der Kommentar Aubert zu Artikel 2 BV Gestützt auf Artikel 93 Absatz 1 BV und auf Artikel 21 bis GVG
hält fest - ich zitiere diese Passage hier einmal mehr -: «Er reiche ich folgende parlamentarische Initiative in der Form ei-
(dieser Zweck) stellt.... den vordringlichsten Zweck des Staa- ner allgemeinen Anregung ein:
tes dar: Der Staat muss zuerst bestehen und nach Möglichkeit Der Bund, das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement
die Entscheidungsfreiheit über sein Schicksal bewahren, be- und das Bundesamt für Aussenwirtschaft (Bawi) haben zu-
vor er sich andere Zwecke vornehmen kann. » künftig in ihrer Aussenwirtschaftspolitik neben den partikulär
Gemäss Artikel 102 Ziffer 9 der Bundesverfassung hat der wirtschaftlichen Interessen vermehrt auch allgemein gesamt-
Bundesrat «innert den Schranken der gegenwärtigen Verfas- gesellschaftliche Aspekte zu berücksichtigen.
Initiative parlementaire. Politique économique extérieure 726 N 27 avril 1993
In diesem Sinne sind 2. Les Chambres fédérales, la Commission des affaires éco-
- die Meinungsbildung und die Entscheidungsabläufe durch- nomiques du Conseil national et la Commission du commerce
sichtiger, extérieur du Conseil des Etats ne se borneront plus à approu-
- die Ankoppelung an das Parlament enger und ver les traités internationaux, les tarifs douaniers et les crédits
- die Zusammenarbeit zwischen der Aussen- und Aussenwirt- destinés au financement de mesures de politique commer-
schaftspolitik intensiver und umfassender auszugestalten. ciale ou économique. A l'avenir, le Conseil fédéral devra aussi
Diese allgemein formulierte Forderung müsste u. a folgende soumettre, sur demande, ses intentions dans les négociations
Auswirkungen zeigen: importantes, qu'elles soient entreprises dans le cadre d'orga-
1. Der Bundesrat ergänzt seine regelmässige Berichterstat- nisations multilatérales ou d'entretiens bilatéraux, de manière
tung im Bereich der Aussenwirtschaft zuhanden des Parla- que le Parlement puisse déterminer la marge de manoeuvre
mentes mit Tätigkeitsprogrammen, die er zur Stellungnahme des négociations.
unterbreitet. 3. Les attributions, les activités, les fonds alloués, ainsi que les
2. Das Parlament und seine vorbereitenden Aussenwirt- intérêts représentés dans les principaux organes de l'OFAEE
schafts- und Wirtschaftskommissionen des Stände- respek- comprenant des membres extérieurs à l'administration, seront
tive des Nationalrates haben nicht nur wie bis anhin Staatsver- réglés de manière à pouvoir être contrôlés par le Parlement
träge, Zolltarife und Kredite für handels- und wirtschaftspoliti- Cette exigence s'applique en particulier à la Délégation per-
sche Massnahmen zu genehmigen. In Zukunft hätte der Bun- manente et aux groupes de travail (notamment «l'état-major
desrat - auf Begehren des Stände- und Nationalrates - auch de crise» et l'état-major interdépartemental pour les questions
wesentliche Verhandlungspositionen im Rahmen multilatera- conjoncturelles). Etant donné que la politique économique ex-
ler Organisationen und bilateraler Gespräche vorgängig dem térieure est aujourd'hui davantage conçue comme partie inté-
Parlament zur Bestimmung des Verhandlungsspielraums zu grante d'un tout comportant des aspects économiques, so-
unterbreiten. ciaux, culturels et écologiques, il convient d'établir sa concep-
3. Die Kompetenzen, Arbeiten, zugewiesenen Mittel sowie die tion sur une assise plus large. L'éventail des intérêts pris en
personellen Interessenvertretungen der wichtigen Organe considération devra s'étendre des petites et moyennes entre-
des Bawi mit verwaltungsexternen Mitgliedern sind derart zu prises exportatrices aux organisations d'aide au développe-
regeln, dass sie für das Parlament kontrollierbar werden. ment, en passant par les organisations de protection des
Diese Forderung bezieht sich namentlich auf die ständige consommateurs. Tout cumul de fonctions de la part des mem-
Wirtschaftsdelegation und die Arbeitsgruppen (z. B. «Krisen-» bres de l'OFAEE extérieurs à l'administration devra être évité.
und «Konjunkturstab»). Da die Aussenwirtschaftspolitik heute 4. Les canaux d'information et les structures de décision des
vermehrt als integraler Teil eines umfassenden ökonomi- organes du Parlement et de l'administration seront réexami-
schen, sozialen, kulturellen und ökologischen Ganzen ver- nés et modifiés de manière à coordonner plus étroitement la
standen wird, sind bei ihrer Ausgestaltung auch breitere Per- politique étrangère et la politique économique extérieure. La
spektiven zu entwickeln. Der Bogen der Interessen wäre dabei nécessité de cette coordination est notamment mise en évi-
von kleineren und mittleren Exportunternehmen über den dence par révolution de la Communauté européenne.
Konsumentenschutz bis zu den Entwicklungsorganisationen 5. Aux délégations chargées des négociations en matière d'af-
zu schlagen. faires économiques extérieures, et qui sont composées de re-
Aemterkumulationen von verwaltungsexternen Mitgliedern in présentants de l'administration et de l'économie, peuvent éga-
den Organen des Bawi sind zu vermeiden. lement être incorporés - à la demande d'une des commis-
4. Sowohl im Parlament als auch in der Verwaltung sind die In- sions mentionnées plus haut - un ou plusieurs députés ou dé-
formationskanäle und Entscheidungsstrukturen der Organe in putées ayant le statut d'observateurs.
dem Sinne zu überprüfen und zu ändern, dass die Aussenwirt-
schafts- und die Aussenpolitik stärker aufeinander abge- Herr Rychen unterbreitet im Namen der Kommission den fol-
stimmt werden. Die EG-Frage zeigt die Notwendigkeit dieser genden schriftlichen Bericht:
wechselseitigen Abstimmung.
5. Den Verhandlungsdelegationen im Aussenwirtschaftsbe- Die parlamentarische Initiative 89.241 wurde von der früheren
reich, die aus Vertretern der Verwaltung und der Wirtschaft zu- Wirtschaftskommission vorberaten und mit Bericht vom
sammengesetzt sind, können - auf Wunsch der Aussenwirt- 25. April 1990 dem Plenum zugeleitet Die Wirtschaftskommis-
schafts-oder Wirtschaftskommission-auch Parlamentarierin- sion beantragte damals dem Plenum mit 8 zu 5 Stimmen (bei
nen und Parlamentarier im Beobachterstatus beigeordnet 1 Enthaltung), der parlamentarischen Initiative sei keine Folge
werden. zu geben.
Im Hinblick auf dessen Traktandierung anlässlich der Sonder-
session vom April 1993 befasste sich die Aussenpolitische
Texte de l'initiative du 6 octobre 1989 Kommission als Nachfolgekommission der Wirtschaftskom-
En vertu des articles 93 alinéa premier de la Constitution fédé- mission am 23. März 1993 noch einmal mit diesem Vorstoss
rale et 21 bis de la loi sur les rapports entre les conseils, je dé- und stellte fest, dass in der Zwischenzeit die meisten Punkte
pose l'initiative parlementaire suivante conçue en termes gé- der parlamentarischen Initiative im Rahmen der Parlamentsre-
néraux: form wie folgt erfüllt worden sind:
La Confédération, le Département fédéral de l'économie publi- - Der Bundesrat wurde im Zusammenhang mit der Einfüh-
que et l'Office fédéral des affaires économiques extérieures rung von Artikel 47bis (neu) GVG aufgefordert, den Bericht zur
(OFAEE) poursuivront davantage dans leur politique écono- Aussenwirtschaftspolitik künftig zukunftsorientierterzu gestal-
mique extérieure des buts tenant compte de l'intérêt de l'en- ten (Punkt 1);
semble de la société et non seulement des intérêts spécifique- - Einführung generell von Artikel 47bis (neu) GVG (Punkt 2);
ment économiques. -Zusammenlegung der Bereiche Aussen- und Aussen-
Dans cet esprit, ils s'efforceront: wirtschaftspolitik in den Aussenpolitischen Kommissionen
- d'améliorer la transparence dans la formation de l'opinion et (Punkt 4).
le déroulement des processus de décision; Die in Punkt 5 enthaltene Idee der Entsendung parlamentari-
-d'entretenir des rapports plus étroits avec l'Assemblée scher Beobachter in bundsrätliche Verhandlungsdelegatio-
fédérale; nen steht nach deren Ablehnung durch die Räte im Zusam-
-d'intensifier et d'élargir la collaboration entre la politique menhang mit der Parlamentsreform nicht mehr zur Diskus-
étrangère et la politique économique extérieure. sion.
Outre ces buts généraux, les efforts devront porter sur les
points suivants: Begründung des Initianten
1. Le Conseil fédéral complétera ses rapports périodiques au Kommentar und Erläuterungen zum Vorstoss
Parlement sur la politique économique extérieure en soumet- Im Bereich der Aussenwirtschaftspolitik ist der demokratische
tant des programmes d'activité pour avis. Einfluss des Parlamentes sehr beschränkt Die bestehenden
27. Aprili 993 N 727 Parlamentarische Initiative. Aussenwirtschaftspolitik
Referendumsmöglichkeiten (Staatsverträge, Zolltarife u. a.) Ad-hoc-Expertenkommissionen, die zur Bewältigung einzel-
haben im Verlaufe der Geschichte letztlich nicht das Parlament ner Probleme zum Einsatz gelangen. Auffallend ist im wei-
als Volksvertretung gestärkt, sondern die von starken wirt- teren, dass einflussreiche Verbandsvertreter gleichzeitig in
schaftlichen Interessen geleitete korporatistische Verbands- mehreren Organen der Aussenwirtschaftspolitik Einsitz neh-
macht. Trotz wachsender Wechselwirkungen zwischen der men. Die praktizierte Entscheidungskultur der Gremien ba-
Aussenwirtschaft und anderen gesellschaftlichen Bereichen siert in erster Linie auf Konsensfindung und weniger auf Mehr-
(z. B. Oekologie, Kultur, Medien, Entwicklungszusammenar- heitsentscheidungen. Die formelle Verankerung und die
beit) blieben die Wahrnehmungs- und Problemlösungsoptik Transparenz der wichtigen Managementinstitutionen (stän-
der schweizerischen Aussenwirtschaftspolitik auf das rein dige Wirtschaftsdelegation, Arbeitsgruppen wie der «Krisen-
Wirtschaftliche eingeengt. stab») sind relativ klein.
Der Widerspruch zwischen der Bedeutung, den die Aussen- Notwendige Erweiterung des Blickwinkels
wirtschaft für unser Land einnimmt, und der geringen Kon- Die von Partikularinteressen bestimmte und gegen das Parla-
trolle durch die politischen Institutionen soll mit diesem Vor- ment hin abgeschirmte Aussenwirtschaftspolitik konnte lange
stoss einmal grundsätzlich zur Diskussion gestellt werden. Zeit ihre gesamtwirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufga-
Nachfolgend werden Vorschläge unterbreitet, wie die Aussen- ben in der Rolle eines Treuhänders gegenüber der Oeffentlich-
wirtschaftspolitik als Domäne der Verbände und parastaatli- keit erfolgreich wahrnehmen. Die in den letzten Jahren stark
cher Organe in der Verwaltung vermehrt transparent gemacht forcierte Dynamik der internationalen Waren-, Geld- und Per-
und demokratisiert werden könnte. sonenströme mit ihren Nebenwirkungen nahm Dimensionen
Zurückgebliebene Demokratisierung an, die über das Aussenwirtschaftliche hinaus weit in das aus-
In Anlehnung an das Modell des liberalen Ordnungsstaates senpolitische (EG- und Efta-Entwicklungen), in die Entwick-
wurde die früher praktisch ausschliesslich von Privaten ausge- lungszusammenarbeit (Verteilung der Direktinvestitionen,
übte Aussenwirtschaftspolitik seit Beginn unseres Jahrhun- Schuldenkrise, Exportrisikogarantie, usw.), in das Oekologi-
derts vermehrt auch vom Bund mitgetragen. In die damalige sche (z. B. Zollvergünstigung für tropische Hölzer) und in den
Zeit fielen die Schutzzollbewegung -welche zu sogenannten Medienbereich (transnationale TV-Programme) hinausrei-
Kampfzolltarifen führte, die weitgehend vom Vorort des Han- chen. Zudem fühlen sich vermehrt kleinere und mittlere Ex-
dels- und Industrievereins geprägt waren - und die nach ei- portunternehmen und Banken im Auslandgeschäft durch die
nem heftigen Referendumskampf ebenfalls in den Details fast politisch einflussreichen Grossexporteure und Universalban-
ausschliesslich vom Vorort bestimmte Gründung der (priva- ken benachteiligt. Alle diese Konflikte bahnen sich erst richtig
ten) Nationalbank. Regierung, Verwaltung und Exportwirt- an. Mit den bestehenden Entscheidungsstrukturen - verengt
schaft arbeiteten zunehmend informell zusammen, während in der Optik und losgelöst vom Parlament - wird der Aussen-
ein gesetzgeberisch zurückhaltendes Parlament sie weitge- wirtschaftsbereich zukünftige Probleme weder befriedigend
hend gewähren Hess. Zahlreiche Arbeitsgruppen, Kommissio- sachgerecht noch auf demokratische Art lösen können. Wohl
nen und Gremien operieren seither, weitgehend unabhängig wächst der Druck der von der Aussenwirtschaft tangierten
von den eidgenössischen Räten, in staatlich und privatwirt- Gruppen in den Räten. Sie deponieren dort ihre Anliegen.
schaftlich gemischter Personenzusammensetzung bei inter- Doch fehlen dem Parlament, wie beschrieben, die notwendi-
nationalen Verhandlungen und Kooperationen. Die auf Bun- gen Transmissionsriemen, um diesen Druck erfolgreich in die
desseite zuständige ehemalige Handelsabteilung und das Aussenwirtschaftspolitik hineinzutragen. Besonders deutlich
heutige Bawi verstanden und verstehen sich als eine Art exter- wird das zurzeit in der Europa-Frage, wo es kaum möglich ist,
ritoriale Zone mit parastaatlichem Charakter. So blieb die Aus- über die aussenwirtschaftlichen Interessen hinaus eine umfas-
senwirtschaftspolitik stärker im Einflussbereich der Exportwirt- sende Europa-Aussenpolitik zu definieren.
schaft als in demjenigen des Parlamentes. Bei allen zentralen Zum Schluss sei noch eine Bemerkung angefügt: Mit den
Fragen kann dieses nur noch die Verhandlungsergebnisse bisherigen Strukturen und Entscheidungsverfahren ver-
sanktionieren, es sei denn, es handle sich um Staatsverträge, mochte die Aussenwirtschaftspolitik flexibel und kompetent
Zolltarife oder umfangreiche Kredite. Zudem waren und blie- auf die binnen- und weltwirtschaftlichen Entwicklungen zu
ben öffentliche Aufgaben der Aussenwirtschaft bis heute beim reagieren. Diese Merkmale müssten auch bei einer demokra-
Vorort ausgelagert tischen, transparenten Entscheidungsfindung mit breiterem
Entscheidungen im vorparlamentarischen Raum Gesichtswinkel bestehen bleiben. Mehr Interessenberück-
Jahrzehntelang haben die in den namhaften aussenwirt- sichtigung, mehr Konfliktverarbeitung und mehr Koordination
schaftspolitischen Gremien vertretenen Interessengruppen - bedingen wohl mehr Mittel und mehr Zeit. Längerfristig gese-
vom Vorort, über die Bankiervereinigung und die Bauern, bis hen ist dies aber ebenso ökonomisch, weil weniger Rei-
hin zu den oft mit Alibifunktionen völlig minoritär vertretenen bungsverluste mit Nachbarverwaltungen (EDA, EDI, EVED,
Gewerkschaften - beinahe immer gleiche aussenwirtschaftli- usw.) erzeugt werden und sich durch ganzheitlichere Lösun-
che Standpunkte vertreten. Es ging nämlich dabei nicht um gen Folgeprobleme, die früher externalisiert wurden, verhin-
die binnenwirtschaftlich üblichen Verteilungskämpfe und da- dern lassen. Vor allem aber vergrössert sich die demokrati-
mit um die Lösung von Konflikten, denn letztlich profitierten sche Legitimität.
alle mehr oder weniger von einem stets wachsenden Export-
volumen. Nach und nach bildete sich eine Art Verbandskon- Erwägungen der Kommission
kordanz mit korporatistischen Zügen heraus. In ihrem Die Wirtschaftskommission ist einhellig der Meinung, dass
Schosse wird in vorparlamentarischen Verfahren - unter Aus- dem Parlament mehr Mitwirkungsrechte in der Ausgestaltung
schluss der Oeffentlichkeit - das Wesen der Aussenwirt- der schweizerischen generellen Aussen-, Europa- und Aus-
schaftspolitik bestimmt senwirtschaftspolitik einzuräumen sind. Nur so könne sie breit
Ihr machtmässiger Aufbau istoligarchisch: Die «grossen Vier», abgestützt und ins Volk getragen werden. Dennoch hat die
Vorort, Bankiervereinigung, Nationalbank und Bawi dominie- Kommission mit 8 zu 5 Stimmen (bei 1 Enthaltung) beschlos-
ren die Entscheidungen aufgrund ihrer eigenen Handlungska- sen, dem Nationalrat zu beantragen, der Initiative keine Folge
pazitäten, während die «kleinen Drei», der Bauernverband, der zu geben.
Gewerbeverband und die Gewerkschaften effektiv nur konsul- Zweifel erhoben sich bei der Kommissionsmehrheit, ob der
tativ und aus Rechtfertigungsgründen beigezogen werden. vom Initianten vorgezeichnete Weg zu mehr Mitbestimmung
Die Parteien, welche die demokratischen Institutionen des geeignet sei, um das angestrebte Ziel zu erreichen. Als proble-
Bundesstaates ausfüllen und seine Politik nicht nur gegen matisch wurde z. B. die Vermengung zwischen Exekutiv- und
aussen mittragen, sondern eigentlich auch umfassend prägen parlamentarischer Kontrollfunktion (Punkt 2 der Initiative)
sollten, sind hier, wo so wesentliche Lösungen erarbeitet wer- empfunden. Ebenfalls als problematisch wurde die Einfüh-
den, völlig ausgeschlossen. So ist es denn auch nicht erstaun- rung eines Beobachterstatus für Parlamentarier bei Verhand-
lich, wenn Vernehmlassungen beinahe ausschliesslich in den lungsdelegationen des Bundesrates im Aussenwirtschaftsbe-
erwähnten Gremien durchgeführt werden. Im Unterschied zu reich (Punkt 5 der Initiative) bewertet; die Gefahr ist gross,
anderen Departementen agieren hier auch auffallend wenige dass damit die Verhandlungsposition des Bundesrates institu-
Initiative parlementaire. Politique économique extérieure 728 N 27 avril 1993
tionell geschwächt und eine Kompetenzvermischung ge- politiques peuvent exercer devrait, suite à la présente interven-
schaffen werden könnte. tion, faire l'objet d'un débat de fond. Les propositions suivan-
Es wurde auch die Befürchtung geäussert, dass mit einer An- tes indiquent de quelle manière la politique économique exté-
nahme der Initiative der jetzt schon langsame Entscheidungs- rieure, en tant que domaine des associations et des institu-
prozess im Integrationsbereich noch verlängert würde. tions paraétatiques, peut être rendue plus transparente dans
Die Kommissionsmehrheit ist der Auffassung, dass mehr Mit- l'administration et plus démocratique.
wirkungsrechte in der Ausgestaltung der schweizerischen Démocratisation oubliée
Aussen-, Europa- und Aussenwirtschaftspolitik über die fol- Parallèlement à l'émergence du modèle de l'Etat libéral, la
genden Wege erreicht werden können: Confédération a pris un nombre croissant de responsabilités
- Das Parlament ist besser, und nicht erst im nachhinein, über vis-à-vis d'une politique économique extérieure qui, jusqu'à la
aussenwirtschaftliche und integrationspolitische Belange zu fin du siècle dernier, était presque exclusivement conduite par
orientieren. les milieux privés. Le début de ce siècle a été marqué par les
- Die Funktionsweise der betroffenen Kommissionen (Wirt- droits de douane protecteurs - qui ont abouti aux trafics dits
schaftskommission/Kommission für auswärtige Angelegen- de combat largement influencés par le Vorort de l'Union
heiten) muss verbessert und eine vermehrte Koordination zwi- suisse du commerce et de l'industrie - et l'instauration de la
schen diesen beiden Gremien erreicht werden. Banque nationale (privée) dont la création et les caractéristi-
- Die Anzahl der Sitzungen ist den aktuellen Gegebenheiten ques ont également été presque exclusivement définies par le
und der Bedeutung des Problembereichs anzupassen. Die Vorort suite à un dur combat référendaire. De plus en plus, le
Kommissionsmehrheit verkennt die Aufgabenteilung zwi- gouvernement, l'administration et l'économie d'exportation
schen Parlament und Bundesrat nicht. Ebensowenig über- ont collaboré de manière informelle, alors que la retenue légi-
sieht sie die Tatsache, dass in wichtigen aussen- als auch aus- slative du Parlement leur laissait une grande marge de ma-
senwirtschafts- sowie entwicklungspolitischen Fragen das noeuvre. Depuis lors, de nombreux groupes de travail, com-
Volk entscheidet Darauf ist vermehrt Rücksicht zu nehmen. missions et organes - réunissant des représentants de l'Etat
- Mit der Anpassung der Arbeitsmethoden von Parlament, Re- et de l'économie privée - affichent une large indépendance
gierung und Verwaltung, dann aber auch der stärkeren Be- vis-à-vis des Chambres fédérales dans les négociations et de
achtung der Stellung des Volkes - Initiativ- und Referendums- la coopération internationales. Au sein de l'administration fé-
recht-sollten wir in der Lage sein, die Aufgaben zu erkennen dérale, l'ancienne division du commerce et l'actuel OFAEE se
und zu lösen. considéraient et se considèrent encore comme une sorte
d'enclave extraterritoriale à caractère paraétatique. La politi-
M. Rychen présente au nom de la commission le rapport écrit que économique extérieure est ainsi demeurée plus fortement
suivant: soumise à la zone d'influence de l'économie d'exportation
qu'à celle du Parlement. Ce dernier en est réduit à entériner les
L'initiative parlementaire 89.241, traitée en son temps par la résultats des négociations portant sur des questions vitales,
Commission des affaires économiques, a été transmise au sauf s'il s'agit de traités internationaux, de tarifs douaniers ou
Conseil national accompagnée du rapport du 25 avril 1990. de crédits importants. En outre, des tâches publiques impor-
Ladite commission avait décidé par 8 voix contre 5 (et avec tantes concernant l'économie extérieure ont été et sont encore
1 abstention) de proposer au plénum de ne pas donner suite à assumées par le Vorort
l'initiative parlementaire. Décisions extraparlementaires
Vu que cette initiative figurera à l'ordre du jour de la session Durant des décennies, les groupements d'intérêts représen-
spéciale d'avril 1993, la Commission de politique extérieure, tés dans les organes importants de la politique économique
en tant que successeur de la Commission des affaires écono- extérieure - du Vorort, en passant par l'Association des ban-
miques, a examiné à nouveau cet objet et a constaté que, dans quiers et les paysans, jusqu'aux syndicats tout à fait minoritai-
l'intervalle, la plupart des points de l'initiative parlementaire res qui servent souvent d'alibi - ont défendu des avis presque
ont été réalisés par l'intermédiaire de la réforme du Parlement invariables sur l'économie extérieure. Il ne s'agissait pas, en
de la manière suivante: effet, du combat habituel au sein de l'économie nationale, vi-
1. Le Conseil fédéral a été invité, dans le contexte de l'introduc- sant une répartition équitable et la solution de conflits,
tion du nouvel article 47bis LREC, à mettre à l'avenir dans son puisqu'on fin de compte tout le monde profite plus ou moins
rapport de politique économique extérieure davantage l'ac- de l'accroissement du volume des exportations. En réalité, il
cent sur les développements futurs dans ce domaine s'est peu à peu formé une sorte d'association d'intérêts de
(point 1); type consensuel à caractère corporatiste, au sein de laquelle
2. application générale du nouvel article 47bis LREC (point 2) ; l'essentiel de la politique économique extérieure est décidé
3. fusion des domaines de politique étrangère et de politique lors de procédures extraparlementaires qui excluent du même
économique extérieure au sein des commissions de politique coup le peuple.
extérieure (point 4). Il s'agit d'un pouvoir de type oligarchique. Les «quatre
L'idée, contenue dans le point 5, d'envoyer des parlementai- grands» - le Vorort, l'Association suisse des banquiers, la Ban-
res en mission d'observation dans les négociations conduites que nationale et l'OFAEE - orientent les décisions du fait de
par des délégations du Conseil fédéral n'est plus d'actualité leur marge de manoeuvre, alors que les «trois petits» - l'Union
après son refus par les conseils dans le cadre de la réforme du suisse des paysans, l'Union suisse des arts et métiers, les syn-
Parlement. dicats - ne sont associés qu'à titre consultatif et en tant
qu'alibi. Les partis sont totalement exclus de ces procédures
Développement de l'auteur de l'initiative de décision importantes, alors qu'ils constituent les institu-
En matière de politique économique extérieure, l'influence dé- tions démocratiques de la Confédération et qu'ils devraient in-
mocratique du Parlement est très restreinte. Les possibilités fléchir l'ensemble de la politique de la Suisse au lieu de n'en
de référendum (traités internationaux et tarifs douaniers, entre partager la responsabilité que vis-à-vis de l'extérieur. Il n'est
autres) n'ont finalement pas conduit au renforcement du rôle dès lors pas surprenant que les procédures de consultation
du Parlement en tant que représentant du peuple, mais plutôt s'adressent presque exclusivement aux organes cités.
à celui de la puissance des associations corporatives dans la Contrairement aux habitudes en vigueur dans d'autres dépar-
défense de leurs intérêts économiques. Malgré la multiplica- tements, il est rarement fait appel à des commissions d'ex-
tion des synergies entre l'économie extérieure et d'autres sec- perts ad hoc chargées de résoudre des problèmes particu-
teurs de la société (p. ex l'écologie, la culture, les médias, la liers. De plus, il est frappant de constater que des représen-
coopération au développement), la perspective dans laquelle tants influents d'associations siègent simultanément dans plu-
sont appréhendés et résolus les problèmes de politique éco- sieurs organes en charge de la politique économique exté-
nomique extérieure reste strictement économique. rieure. Les processus de décision de ces organes recherchent
La contradiction entre l'importance que l'économie extérieure d'abord le consensus et non la majorité.
revêt pour notre pays et le contrôle restreint que les institutions L'institutionnalisation formelle et la transparence des organes
27. April 1993 N 729 Petitionen
de gestion importants (délégation permanente, groupes de que l'acceptation de l'initiative ralentisse encore plus le pro-
travail tels l'état-major de crise) sont relativement faibles. cessus de décision déjà laborieux en rapport avec l'intégration
Pour une optique élargie européenne.
Longtemps, la politique économique extérieure - déterminée La majorité estime possible de renforcer la participation de
par des intérêts particuliers et abritée de l'influence du Parle- l'assemblée fédérale à la définition de la politique extérieure
ment - a pu assumer vis-à-vis du public ses tâches économi- par les voies suivantes:
ques et sociales nationales comme l'aurait fait une fiduciaire. - meilleure information préalable du Parlement sur les ques-
Ces dernières années, l'augmentation marquante des flux de tions de politique économique extérieure et d'intégration;
biens, de capitaux et de personnes, ainsi que les effets se- - meilleur fonctionnement des commissions concernées (af-
condaires qui ont accompagné cette dynamique, ont pris une faires économiques, affaires étrangères) et coordination ren-
dimension telle qu'ils dépassent largement le cadre de l'éco- forcée entre ces deux organes;
nomie extérieure pour toucher la politique extérieure (évolu- - ajustement du nombre de séances aux nécessités du mo-
tion au sein de la CE et de l'AELE), la coopération au dévelop- ment et à l'importance du problème traité; la majorité ne
pement (répartition des investissements directs, crise de l'en- conteste pas le partage des tâches entre exécutif et législatif,
dettement, garantie des risques à l'exportation, etc.), l'écolo- pas plus qu'elle n'ignore le fait que la décision dans les ques-
gie (p. ex. tarifs douaniers préférentiels en faveur des bois tro- tions de politique étrangère, de relations économiques exté-
picaux) et les médias (programmes de télévision transfrontiè- rieures et de coopération au développement appartient en fin
res). En outre, les petites et moyennes entreprises d'exporta- de compte au peuple; il convient d'en tenir mieux compte;
tion et les banques de moindre importance se sentent de plus - l'adaptation des modes de travail du Parlement, du gouver-
en plus fréquemment désavantagées, dans leurs relations nement et de l'administration et une plus grande prise en
commerciales avec l'étranger, par l'influence politique consi- considération de l'opinion publique (droit d'initiative et de réfé-
dérable qu'exercent les grands exportateurs et les grandes rendum) devrait permettre une meilleure appréciation et exé-
banques. De véritables conflits se préparent. Les processus cution des tâches.
de décision en vigueur - s'inspirant d'un point de vue trop
étroit et échappant à l'influence du Parlement - ne pourront ré- Antrag der Kommission
pondre de manière adéquate et démocratique aux problèmes Die einstimmige Kommission beantragt Ihnen, die parlamen-
qui se présenteront dans le secteur de l'économie extérieure. tarische Initiative abzuschreiben.
Certes, les groupes concernés par l'économie extérieure aug-
mentent leur pression sur les conseils, auxquels ils font Proposition de la commission
connaître leurs préoccupations. Toutefois, comme indiqué, le La commission, à l'unanimité, vous propose de classer l'initia-
Parlement ne dispose pas des courroies de transmission in- tive parlementaire.
dispensables qui lui permettraient d'infléchir la politique éco-
nomique extérieure dans le sens de ces pressions. La ques- Angenommen -Adopté
tion européenne est significative à cet égard: il n'est en effet
guère possible de définir une véritable politique extérieure eu-
ropéenne d'ensemble au-delà des intérêts de l'économie ex-
térieure. #ST# Petitionen - Pétitions
Une dernière remarque en guise de conclusion: les structures
et processus de décision en vigueur ont permis à la politique
économique extérieure de réagir de manière souple et adé-
quate aux évolutions des économies nationale et mondiale,
ces caractéristiques devront se retrouver dans une solution
démocratique, basée sur la transparence et se plaçant dans
une perspective élargie. Une meilleure prise en compte des in-
térêts en présence, davantage d'efforts visant à régler les 92.2013
conflits et une coordination accrue nécessitent certainement
plus de temps et de moyens. Toutefois, à long terme, une telle Petition Aktionskomitee «Euro-Initiative»
solution sera tout aussi économique du fait qu'elle produira Unterstützung der Europapolitik des Bundesrates
moins de frictions avec les administrations apparentées Pétition Comité d'action «Euro-Initiative»
(DFAE, DPI, DFEP, etc.); d'autre part, des solutions globales Soutien de la politique du Conseil fédéral
éviteront des effets secondaires dont les conséquences à l'égard de l'Europe
étaient auparavant exportées. Mais avant tout, la légitimité dé-
mocratique en sera renforcée. Kategorie V, Art 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN
Considérations de la commission
La Commission des affaires économiques est unanimement
d'avis que le Parlement devrait participer plus largement à la
définition générale de la politique étrangère de la Suisse, no- Herr Rychen unterbreitet im Namen der Kommission den fol-
tamment quant aux relations avec l'Europe, ainsi qu'en ma- genden schriftlichen Bericht:
tière de politique économique extérieure, car ce n'est qu'à
cette condition que ces politiques auront une véritable assise Im Oktober 1991 kündigte der Bundesrat eine aktive Beteili-
populaire. La commission a cependant décidé, par 8 voix gung der Schweiz am Aufbau Europas und namentlich auch
contre 5 et avec une abstention, de ne pas donner suite à l'ini- das Fernziel eines Beitritts unseres Landes zur Europäischen
tiative. Gemeinschaft an. Im Anschluss an diese Erklärung stellte das
La majorité doute que la voie proposée par l'initiateur permette Aktionskomitee «Euro-Initiative» (diese Initiative verlangte als
vraiment d'atteindre le but souhaité, à savoir un plus grand Kernpunkt die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen der
pouvoir de codécision du Parlement. Elle juge problématique Schweiz mit der Europäischen Gemeinschaft) die Unterschrif-
l'imbrication des fonctions de contrôle par l'exécutif et le légis- tensammlung mit der Begründung ein, das Ziel der Initiative
latif qui résulte du point 2 de l'initiative. De même, l'institution vorzeitig erreicht zu haben.
d'un statut d'observateur pour les députés (point 5) auprès de Das Aktionskomitee «Euro-Initiative» überreichte dann am
délégations gouvernementales chargées de négocier dans le 21. November 1991 der Bundesversammlung die bis Ende
domaine des relations économiques extérieures a suscité des Oktober 1991 gesammelten 62 355 Unterschriften als Petition
objections au sein de la commission. En effet, on craint par là zur Unterstützung der Europapolitik des Bundesrates.
d'affaiblir le pouvoir de négocier conféré au Conseil fédéral en Die Kommission befasst sich mit der Petition am 15. Oktober
accroissant la confusion des compétences. On craint aussi 1992.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Parlamentarische Initiative (Zbinden Hans) Schweizerische Aussenwirtschaftspolitik.
Vermehrte parlamentarische Einbettung, Transparenz und öffentliche Abstützung
Initiative parlementaire (Zbinden Hans) Politique économique extérieure. Participation du
Parlement, transparence et formation de l'opinion publique
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1993
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Aprilsession
Session Session d'avril
Sessione Sessione di aprile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 02
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 89.241
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 27.04.1993 - 08:00
Date
Data
Seite 725-729
Page
Pagina
Ref. No 20 022 644
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung.
Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.
Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.