13th Pension Payment Rejected, but Supplementary Payments to be Examined
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis case concerns a parliamentary initiative to provide a 13th pension payment to recipients of old-age and survivors' insurance (AHV) and disability insurance (IV) pensions, arguing that many pensioners face financial hardship due to rising living costs and inflation. The court considered that while a general 13th pension payment might benefit those not in need, a more targeted approach to assist the most vulnerable pensioners could be achieved through additional supplementary benefits. Therefore, the initiative was rejected, but a postulate was forwarded to examine the possibility of annual additional supplementary payments for eligible recipients starting in 1991.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 33ter AHVG, Art. 33terAbs. 4 AHVG, Art. 68 GRN, Art. 68 RCN; 13th Pension Payment Rejected, but Supplementary Payments to be Examined: The court considered that while a general 13th pension payment might benefit those not in need, a more targeted approach to assist the most vulnerable pensioners could be achieved through additional supplementary benefits. Therefore, the initiative was rejected, but a postulate was forwarded to examine the possibility of annual additional supplementary payments for eligible recipients starting in 1991.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited as the basis for the proposed change regarding the threshold for automatic rent adjustments due to inflation.
Volltext
Initiatives parlementaires. Rentes AVS/AI 1574 N 26 septembre 1990
#ST# 90.676 Rentnerinnen und Rentner in arge finanzielle Schwierigkeiten,
wenn diese monatelang nicht ausgeglichen wird. Der Anpas-
sungsmechanismus in Artikel 33ter AHVG ist deshalb in dieser
Dringliche Interpellation Richtung dringlich zu überprüfen.
Reimann Fritz
Anpassung der AHV/IV-Renten Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann, Bäumlin Ursula,
an die Teuerung Bircher Silvio, Bodenmann, Borei, Braunschweig, Brügger,
Interpellation urgente Carobbio, Danuser, Eggenberger Georges, Fankhauser, Hae-
Reimann Fritz ring Binder, Hafner Ursula, Hubacher, Jeanprêtre, Lanz, Le-
dergerber, Leuenberger Moritz, Longet, Matthey, Mauch Ur-
Rentes AVS et Al. sula, Neukomm, Pitteloud, Rechsteiner, Stappung, Uchtenha-
Adaptation au renchérissement gen, Ulrich, Vollmer, Ziegler, Züger (30)
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 24. September 1990
Rapport écrit du Conseil fédéral du 24 septembre 1990
Wortlaut der Interpellation vom 17. September 1990 Der Bundesrat ist sich der Probleme bewusst, welche sich für
Der Bundesrat wird angefragt, ob er bereit sei, das Nötige vor- die Rentner aufgrund der starken Teuerung der zweiten Jah-
zukehren, damit den AHV- und IV-Rentnerinnen und Rentnern reshälfte ergeben. Zurzeit prüft er die Möglichkeit einer ausser-
sowie den Bezügerinnen und Bezügern von Ergänzungslei- ordentlichen Teuerungsanpassung für das nächste Jahr. Für
stungen auf den 1. Januar 1991 oder in den ersten Monaten diesen Entscheid wird aber letztendlich das Parlament zustän-
des Frühjahrs 1991 die rückständige Teuerung auf ihren Ren- dig sein, falls die Teuerung dieses Jahr die Schwelle von 8 Pro-
ten ausgeglichen wird. Bei den Ergänzungsleistungen ist zu- zent (Art. 33terAbs. 4 AHVG) nicht überschreitet. Für den Bun-
sätzlich der Abzug für Mietkosten real zu erhöhen und den desrat ist im weiteren auch klar, dass die Bezüger von Ergän-
heutigen Verhältnissen anzupassen. Der Bundesrat wird zu- zungsleistungen in den Genuss der Verbesserungen für Rent-
dem darum ersucht, Artikel 33ter AHVG zu überprüfen und die ner kommen müssen. In welcher Form dies zu geschehen hat,
hohe Anspruchsschwelle von «8 Prozent Teuerung innerhalb wird von der Art der Teuerungsanpassung abhängen, es kann
eines Jahres» herabzusetzen. aber bereits heute gesagt werden, dass der Bundesrat für
nächstes Jahr eine Erhöhung der Mietzinsabzüge um jährlich
Texte de l interpellation au 17 septembre 1990 2400 Franken in Kraft setzen wird.
Le Conseil fédéral est-il disposé à faire le nécessaire pour que Der Bundesrat teilt die Ansicht, wonach die Schwelle von
les personnes touchant une rente AVS ou Al et celles qui béné- 8 Prozent zu hoch ist, welche überschritten werden muss, da-
ficient de prestations complémentaires voient leur rente rattra- mit er die Renten jährlich anpassen kann. Der Bundesrat wird
per le retard pris dans l'ajustement au coût de la vie, ce dès le daher auch eine Aenderung von Artikel 33ter AHVG vorschla-
1er janvier 1991 ou au cours des premiers mois de l'année? gen.
Dans le cas des prestations complémentaires, il convient en
outre de majorer en termes réels la déduction applicable au Diskussion siehe unten
loyer et de l'adapter aux conditions actuelles. Le Conseil fédé- Discussion voir ci-après
ral est aussi prié de revoir l'article 33ter de la LAVS et de ré-
duire le seuil, élevé, fixé à l'alinéa 4, selon lequel l'indice suisse
des prix à la consommation doit avoir marqué, en une année,
une hausse de plus de 8 pour cent.
Schriftliche Begründung - Développement par écrit #ST# 89.231
Gemäss Artikel 33ter AHVG passt der Bundesrat die ordentli-
chen Renten von AHV und IV und damit verbunden die Ergän- Parlamentarische Initiative
zungsleistungen der Lohn- und Preisentwicklung an. Er kann
die Renten früher anpassen, wenn der Landesindex der Kon-
(Spielmann)
sumentenpreise innerhalb eines Jahres um mehr als 8 Pro- 13.AHV/IV-Rente
zent ansteigt. Die letzte Anpassung erfolgte auf den 1. Januar Initiative parlementaire
1990 und gründete auf einem Index der Konsumentenpreise (Spielmann)
von 117,4 Punkten. Effektiv lag dieser aber Ende Dezember Versement d'une 13ème rente AVS/AI
1989 bereits bei 118,4 Punkten.
Die sich zurzeit abzeichnende Teuerungswelle, fussend auf Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN
den Auswirkungen der Golfkrise, der neuen Hypothekarzins-
runde und ab 1991 den Preiserhöhungen im öffentlichen Sek-
tor, lässt befürchten, dass die Teuerung bis Ende Jahr-sicher
aber im Vergleich zum Dezember 1989 bis ins Frühjahr 1991 -
auf 7 bis 8 Prozent anwachsen könnte. Diese Prognose wurde Wortlaut der Initiative vom 8. Juni 1989
beispielsweise vom Preisüberwacher gemacht. Für die Rent- Zuviele AHV/IV-Rentner leben in finanziellen Nöten. Die nicht
nerinnen und Rentner würde damit die gesetzliche Schwelle kompensierte Zunahme der Lebenshaltungskosten, die wach-
für eine Anpassung erreicht, und es wäre unzumutbar, ihnen sende Inflation und die steigenden Mietpreise, die unaus-
den Teuerungsausgleich während Monaten vorzuenthalten. weichlich auf die Erhöhungen der Hypothekarzinse durch die
Dies insbesondere auch deshalb, weil sich gerade Mietzinser- Banken folgen, werden die Schwierigkeiten der AHV/IV-Rent-
höhungen, die eine der Hauptursachen der heutigen Teue- ner nur noch vergrössern. Diese Situation bedarf um so mehr
rung sind, in den Budgets der Rentnerinnen und Rentner be- einer Korrektur, als die allgemeine wirtschaftliche Lage in der
sonders stark niederschlagen. Dieser Hinweis zeigt auch, Schweiz glänzend ist und die Finanzen der AHV/IV Einnah-
warum bei den Ergänzungsleistungen die Abzüge für Mietko- menüberschüsse aufweisen, die eine Verbesserung der Le-
sten zusätzlich erhöht werden müssen. Die heutigen Limiten bensbedingungen der Rentner ermöglichen.
entsprechen ganz einfach nicht den realen Gegebenheiten. Gestützt auf Artikel 27 Ziffer 2 des Geschäftsverkehrsregle-
Die starke Teuerungsrunde dieses Jahres zeigt aber auch, mentes reiche ich in der Form der allgemeinen Anregung fol-
dass die in Artikel 33ter gesetzte Schwelle von 8 ProzentTeue- gende Initiative ein:
rung für eine Zwischenanpassung zu hoch angesetzt ist. Ein Allen Empfängern von AHV/IV-Renten ist vor dem Monat De-
Rückstand schon von 5 und mehr Prozent Teuerung bringt zember 1989 eine 13. Rente auszuzahlen.
26. September 1990 N 1575 Parlamentarische Initiativen. AHV/IV-Renten
Texfe de l'initiative du 8 juin 1989 Considérations de la commission
De trop nombreux rentiers AVS/AI vivent dans une situation fi- L'auteur de l'initiative souligne la situation financière difficile
nancière difficile. Le renchérissement du coût de la vie non que connaissent les rentiers devant vivre exclusivement du
compensé, l'inflation qui s'aggrave et les hausses de loyer qui 1er pilier. Il faut remarquer que différentes composantes du
suivront fatalement les hausses de taux hypothécaires déci- coût de la vie - notamment les loyers - ont tellement renchéri
dées par les banques, vont encore accentuer les difficultés ces dernières années que même l'augmentation de 6,66 pour
des rentiers AVS/AI. Cette réalité mérite d'autant plus d'être cent des rentes AVS et Al prévue pur le 1 er janvier 1990 ne per-
corrigée que la situation générale de notre économie est floris- met guère d'améliorer réellement la situation financière de ces
sante et que les finances de l'AVS/AI enregistrent des excé- personnes.
dents de recettes qui permettent d'améliorer les conditions La commission rejette l'initiative et propose à l'unanimité de ne
des rentiers. pas lui donner suite. Pour des raisons de temps, le versement
Conformément à l'article 27, chiffre 2, du règlement du Con- d'une 13e rente AVS/AI avant le mois de décembre 1989 n'est
seil national, je dépose l'initiative suivante, conçue en termes pas réalisable. En outre, il présupposerait une révision de la loi
généraux: sur l'AVS. Or, comme le Conseil fédéral a transmis au Parle-
Une 13e rente est versée à tous les bénéficiaires de rente ment, le 5 mars 1990, le message concernant la 10e révision
AVS/AI avant le mois de décembre 1989. de l'AVS, même un mandat ne fixant pas de dates et deman-
dant qu'on examine le principe du versement d'une 13e rente
Herr Allenspach unterbreitet im Namen der Kommission für entraînerait des chevauchements dans le cadre de la procé-
soziale Sicherheit den folgenden schriftlichen Bericht: dure.
Par ailleurs, la commission a estimé que le versement généra-
Gemäss Artikel 21 ter des Geschäftsverkehrsgesetzes unter- lisé d'une 13e rente ne constituait pas le meilleur moyen
breiten wir den Bericht der vorprüfenden Kommission über die d'améliorer la situation financière des rentiers les plus dému-
von Nationalrat Spielmann am 8. Juni 1989 eingereichte parla- nis. Une 13e rente AVS/AI profiterait en effet à beaucoup de
mentarische Initiative, die die Form einer allgemeinen Anre- rentiers qui ne sont pas du tout tributaires de prestations socia-
gung hat. les supplémentaires. En versant un supplément de presta-
Am 15. November 1989 hat die Kommission den Initianten an- tions complémentaires, on pourrait aider de manière plus ap-
gehört und hat einstimmig beschlossen, der Initiative sei keine propriée le groupe de rentiers visé, et les coûts resteraient en
Folge zu geben. An einer zweiten Sitzung am 26. Februar 1990 outre dans des limites acceptables.
hat die Kommission beschlossen, dem Rat zu beantragen, ein La commission prie donc le Conseil fédéral d'examiner s'il y
Postulat zu überweisen. aurait moyen, dès 1991, de verser chaque année une
13e prestation complémentaire aux personnes qui bénéficient
déjà de ce type de prestations.
Erwägungen der Kommission
Der Initiant machte auf die schwierigen finanziellen Verhält- Antrag der Kommission
nisse von Rentnern aufmerksam, die ausschliesslich von der Die Kommission beantragt einstimmig, der Initiative keine
1. Säule zu leben haben. Verschiedene Lebenshaltungsko- Folge zu geben und das Postulat zu überweisen.
sten, insbesondere die Mieten, seien in den letzten Jahren der-
art angestiegen, dass auch die für den 1. Januar 1990 vorge- Antrag Spielmann
sehene Erhöhung der AHV- und IV-Renten um 6,66 Prozent Der Initiative Folge geben
kaum eine echte Verbesserung der finanziellen Lage bringe.
Die Kommission lehnt die Initiative ab und beantragt einstim- Proposition de la commission
mig, ihr keine Folge zu geben. Die verlangte Ausrichtung einer La commission propose à l'unanimité de ne pas donner suite à
13. AHV/IV-Rente vor dem Monat Dezember 1989 ist aus zeitli- l'initiative et de transmettre le postulat.
chen Gründen nicht realisierbar. Sie setzt zudem eine Revi-
sion des AHV-Gesetzes voraus. Nachdem der Bundesrat am Proposition Spielmann
5. März 1990 die Botschaft zur AHV-Revision dem Parlament Donner suite à l'initiative
zugeleitet hat, hätte auch ein Auftrag, ohne zeitliche Fixierung
generell die Ausrichtung einer 13. Rente zu prüfen, verfahrens-
mässig unerwünschte Doppelspurigkeit zur Folge.
Die Kommission befand auch, dass eine generelle Ausrich- Ad 89.231
tung einer 13. Rente nicht das richtige Mittel sei, um die finan-
zielle Situation der Schwächsten unter den Rentnern zu ver- Postulat der Kommission für soziale Sicherheit
bessern. Eine 13. AHV/IV-Rente käme vielen Rentnern zugute, 13. Ergänzungsleistung
die zusätzlicher Sozialleistungen gar nicht bedürfen. Mit der
Auszahlung zusätzlicher Ergänzungsleistungen könnte der Postulat de la commission de la sécurité sociale
anvisierten Gruppe von Rentnern besser geholfen werden, die 13ème prestation complémentaire
Kosten würden zudem in annehmbaren Grenzen bleiben.
In diesem Sinne ersucht die Kommission den Bundesrat um Wortlaut des Postulates vom 26. Februar 1990
Prüfung, ob ab 1991 den Empfängern von Ergänzungsleistun- Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen, ob ab 1991 den Emp-
gen jährlich zusätzlich eine 13. EL ausgerichtet werden fängern von Ergänzungsleistungen jährlich zusätzlich eine
könnte. 13. Ergänzungsleistung ausgerichtet werden könnte.
M. Allenspach présente au nom de la Commission de lasécu- Texfe du postulat du 26 février 1990
Le Conseil fédéral est chargé d'examiner si les bénéficiaires
rité sociale le rapport écrit suivant:
de prestations complémentaires pourraient, dès 1991, rece-
voir une 13ème prestation complémentaire annuelle.
Nous fondant sur l'article 21 ter de la loi sur les rapports entre
les conseils, nous vous soumettons le rapport de la commis- Diskussion siehe unten
sion chargée de l'examen préliminaire de l'initiative parlemen- Discussion voir ci-après
taire déposée le 8 juin 1989 par le conseiller national Spiel-
mann, initiative conçue en termes généraux.
Le 15 novembre 1989, la commission a entendu l'auteur de
l'initiative et a décidé à l'unanimité de ne pas donner suite à
cette dernière. Le 26 février 1990, lors d'une deuxième séance,
la commission a décidé de proposer au conseil de transmettre
un postulat.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Parlamentarische Initiative (Spielmann) 13.AHV/IV-Rente
Initiative parlementaire (Spielmann) Versement d'une 13ème rente AVS/AI
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1990
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 08
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 89.231
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 26.09.1990 - 08:00
Date
Data
Seite 1574-1575
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Ref. No 20 018 985
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