Civil Servants' Election Ineligibility
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis case concerned a parliamentary initiative proposing to make federal civil servants ineligible for election to the Council of States, mirroring the existing ineligibility for the National Council. The core of the debate centered on the principle of separation of powers, arguing that civil servants should not hold legislative office where they might oversee their own employers. While the commission agreed on the principle, it differed on the method, with the majority recommending a postulat for the Federal Council to examine the issue during constitutional reform, and a minority advocating for a motion to compel immediate action. Ultimately, the initiative was rejected, but a postulat was approved to explore harmonizing ineligibility rules for both chambers.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 68 GRN, Art. 68 RCN, Art. 81 BV, Art. 71 davon, Art. 81 devra, Art. 89 diese; Civil Servants' Election Ineligibility: The core of the debate centered on the principle of separation of powers, arguing that civil servants should not hold legislative office where they might oversee their own employers. While the commission agreed on the principle, it differed on the method, with the majority recommending a postulat for the Federal Council to examine the issue during constitutional reform, and a minority advocating for a motion to compel immediate action. Ultimately, the initiative was rejected, but a postulat was approved to explore harmonizing ineligibility rules for both chambers.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited as a basis for analogy to extend ineligibility rules for federal officials to the Council of States.
The core provision being discussed for amendment to include federal officials in the ineligibility rules for the Council of States.
Volltext
Initiative parlementaire. Conseil des Etats 710 N 21 mars 1991
zug der Uebernachtungsentschädigung. Da diese auch bei heutige System doch einigermassen bewährt hat und der Ge-
Nichtbedarf automatisch voll ausbezahlt wird, stellt sie für die rechtigkeit recht nahe kommt.
Betroffenen ein willkommenes und steuerfreies Zusatzein- Herr Ruf hat es vorhin gesagt: Im Umkreis von 25 km um Bern
kommen dar. Dies wird teilweise auch offen zugegeben. bekommt man keine Uebernachtungsentschädigung. Diesen
Diese Situation ist jedoch von der Zweckbestimmung der Spe- Umkreis haben wir seinerzeit von 15 auf 25 km ausgedehnt,
senentschädigungen her und unter dem Gesichtspunkt einer um den Transportmöglichkeiten Rechnung zu tragen. Sie wis-
gleichen Behandlung aller Parlamentarier in keiner Weise ge- sen auch, dass jeder Parlamentarier Anrecht hat auf ein Gene-
rechtfertigt. Nach meinen vorsichtigen Schätzungen - Namen ralabonnement, das er nicht zurückgeben und sich das Geld
möchte ich keine nennen - dürften mindestens 20 Parlamen- auszahlen lassen kann.
tarier in den Genuss einer nicht benötigten Uebernachtungs- Ich komme darauf zurück, was Herr Ruf gesagt hat: Wir haben
entschädigung kommen. Obschon stets von Einsparungen eine parlamentarische Initiative Petitpierre, die Parlamentsre-
im Bundeshaushalt gesprochen wird, verschleudert der Bund form, die ja sehr umfassend ist. Ich bin, wie auch das Büro, der
damit jährlich über 100 000 Franken für überflüssige Entschä- Meinung, dass wir für eine eventuelle Aenderung dieser Ent-
digungen an das Parlament. Das ist unsinnig und entspricht in schädigungen - die wir wie gesagt erst 1988 eingeführt haben
keiner Weise dem Sinn der Spesenentschädigungen. Die heu- - dann im Schosse der Kommission für die Parlamentsreform
tige starre Regelung bedeutet auch eine Ungerechtigkeit ge- eine umfassende Lösung vorschlagen können. Absolute Ge-
genüber all jenen Parlamentariern, die innerhalb des 25-Bahn- rechtigkeitwird es wahrscheinlich auch dann nicht geben.
kilometer-Umkreises um Bern wohnen und leer ausgehen. Ich bitte Sie, dem Büro zuzustimmen und der Initiative keine
Ich schlage deshalb die Einführung eines konkreten Bedürf- Folge zu leisten.
nisnachweises vor, der ohne übermässigen administrativen
Aufwand nach jeder Session in pauschaler Form erfolgen Abstimmung - Vote
könnte, nämlich durch Bestätigungen der Hotels für die An- Für den Antrag des Büros
zahl der in Bern logierten Nächte, durch analoge Bestätigun- (keine Folge geben) offensichtliche Mehrheit
gen für die Anzahl der gegen Bezahlung gewährten Ueber- Für den Antrag Ruf
nachtungen bei Privatpersonen oder durch den Nachweis von (Folge geben) 2 Stimmen
Kosten für eigene Mietobjekte. Dabei schwebt mir vor, dass
die Parlamentarier selbst aktiv werden müssten, um ihre
Uebernachtungsentschädigungen zu erhalten. Wer also keine
Belege einreichen würde, bekäme nichts. Administrativ wäre
diese Regelung problemlos zu bewältigen.
Dieses Modell ist selbstverständlich nur eine Möglichkeit, um
die genannten Ungerechtigkeiten und Missbräuche in diesem #ST# 89.230
Bereiche soweit als möglich zu beseitigen. Wenn es andere,
effizientere gibt, dann um so besser. Parlamentarische Initiative
Ungerechtigkeiten bestehen ebenfalls bei den Reiseentschä- (Ruf)
digungen. Aus zeitlichen Gründen kann ich jedoch hier nicht Ständerat. Nichtwählbarkeit
auf Details eingehen, sondern muss Sie auf den schriftlichen von Bundesbeamten
Bericht verweisen. Das Hauptanliegen der Initiative betrifft -
wie gesagt - die Uebernachtungsentschädigungen. Initiative parlementaire
Das Büro des Nationalrates lehnt die Initiative mit wenig über- (Ruf)
zeugenden Argumenten ab und schreibt, die Parlamentsre- Conseil des Etats. Inéligibilité
formkommission werde die gesamte Entschädigungsrege- des fonctionnaires fédéraux
lung für Parlamentarier überprüfen. Ich hoffe mit Ihnen sehr,
dass diese Ueberprüfung zu einem in jeder Hinsicht befriedi- Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN
genden Ergebnis führen wird. Noch wissen wir aber nicht, was
letztlich das Ergebnis der Beratungen sein wird, insbesondere
welche Regelungen in diesem Rat und in der Kleinen Kammer
mehrheitsfähig sein werden.
Unter diesem Gesichtspunkt möchte ich Ihnen dringend na- Wortlaut der Initiative vom 7. Juni 1989
helegen, die Initiative anzunehmen, damit die Parlamentsre- In Analogie zu Artikel 77 der Bundesverfassung (betreffend
formkommission, die mit der weiteren Prüfung beauftragt wer- der Nichtwählbarkeit von Bundesbeamten in den Nationalrat)
den könnte, mindestens einen klaren Auftrag erhält, in welcher ist Artikel 81 der Bundesverfassung wie folgt zu ergänzen:
Richtung sie vorzugehen hat, wenn sie an Spesenentschädi- Die Mitglieder des Nationalrates, des Bundesrates und von
gungen festhält, nämlich dass sie sich um eine Beseitigung letzterem gewählte Beamte können nicht zugleich Mitglieder
bestehender Missbräuche und Ungerechtigkeiten bemühen des Ständerates sein.
muss.
Ich beantrage Ihnen deshalb, die Initiative anzunehmen und Texte de l'initiative du 7 juin 1989
sie zur weiteren Bearbeitung der zuständigen Kommission zu Par analogie avec l'article 77 de la constitution relatif à l'inéligi-
überweisen. bilité des fonctionnaires fédéraux au Conseil national,
l'article 81 de celle-ci est à compléter comme suit:
Les députés au Conseil national, les membres du Conseil fé-
Früh, Berichterstatter: Für den Fall, dass Sie die hochinteres- déral et les fonctionnaires nommés par ce conseil ne peuvent
santen Erwägungen des Büros nicht gelesen haben, möchte être simultanément membres du Conseil des Etats.
ich Ihnen in aller Kürze noch mitteilen, wieso wir zu diesem
Entscheid gekommen sind. Herr Schmid unterbreitet im Namen der Kommission den fol-
Das geltende System kennen Sie. Sie bekommen 130 Fran- genden schriftlichen Bericht:
ken für die Uebernachtungsentschädigung, 85 Franken für
Speise und Trank und 300 Franken für die Tagesspesen, für Wir unterbreiten Ihnen hiermit gemäss Artikel 21ter des Ge-
Rats- und Kommissionssitzungen. Wir haben im Jahr 1988 schäftsverkehrsgesetzes (GVG) den Bericht der vorprüfenden
eine Umfrage gemacht, und aufgrund der Wünsche der Parla- Kommission über die von Nationalrat Ruf am 7. Juni 1989 ein-
mentarier sind wir auf diese Regelung gekommen. Sie ist ad- gereichte parlamentarische Intiative, welche Unvereinbarkeit
ministrativ einfach, sicher einfacher als eine Regelung, wo zwischen Ständeratsmandat und Bundesbeamtung verlangt.
man mit Spesenzetteln vortraben muss. Das Büro betont, Die Kommission hat am 16. Februar 1990 den Initianten ange-
dass wirklich keine Entschädigung eine absolute Gerechtig- hört und zu ihren Beratungen einen Vertreter der Bundeskanz-
keit aufweisen kann. Aber wir sind der Meinung, dass sich das lei beigezogen.
21. März 1991 711 Parlamentarische Initiative. Ständerat
Schriftliche Begründung des Initianten teilung verlangt, dass Bundesbeamte weder dem Nationalrat
(leicht gekürzt) noch dem Ständerat angehören dürfen, da sie sonst bei der
Meine parlamentarische Initiative möchte die Unvereinbarkei- parlamentarischen Kontrolle ihrer eigenen Tätigkeit mitwirken
ten für die Wahl in den Ständerat, geregelt in Artikel 81 der können. Die Kommission ist der Ansicht, dass heute im Ge-
Bundesverfassung, denjenigen anpassen, die gemäss Arti- gensatz zur Zeit der Gründung des Bundesstaates das Prinzip
kel 77 BVfür die Wahl in den Nationalrat gelten, und dadurch der Gewaltenteilung höher einzustufen ist als das in diesem
auch die Bundesbeamten miteinbeziehen. Artikel 81 BV soll, Fall dazu in Konkurrenz stehende Recht der Kantone, ihre Ab-
in Analogie zu Artikeî 77, wie folgt formuliert werden: «Die Mit- geordneten im Bundesparlament frei zu bestimmen.
glieder des Nationalrates, des Bundesrates und von letzterem Einige Kommissionsmitgliederweisen darauf hin, dass bei der
gewählte Beamte können nicht zugleich Mitglieder des Stän- Regelung der Unvereinbarkeiten zwischen Ratsmandat und
derates sein.» Bundesbeamtung allenfalls zu unterscheiden wäre zwischen
Nach Erneuerungswahlen tritt immer wieder die offensichtli- höheren, direkt vom Bundesrat gewählten Beamten und den
che Rechtsungleichheit in den Konsequenzen der Wahl von übrigen Bundesbeamten. Es wäre zu erwägen, die letzteren
Bundesbeamten in den National- bzw. in den Ständerat zu- von den Unvereinbarkeitsbestimmungen auszunehmen. An-
tage. Die Einschränkung der Unvereinbarkeiten des Ständera- dere Kommissionsmitglieder lehnen jedoch jede Abweichung
tes mag bei der Gründung des Bundesstaates noch verständ- vom Prinzip der Gewaltenteilung strikte ab.
lich gewesen sein. Man wollte den Kantonen bei der Bestim- Anderer Auffassung als der Initiant ist die Kommission in der
mung der Standesvertreter die völlige Freiheit der Wahl über- Frage, auf welchem Wege sein Anliegen verwirklicht werden
lassen. Diese Einschränkung der Unvereinbarkeit gegenüber soll. Die fehlende Unvereinbarkeit zwischen Ständeratsman-
dem Nationalrat muss heute vor allem unter den Gesichts- dat und Bundesbeamtung stellt nach Ansicht der Mehrheit der
punkten der Gewaltenteilung und des Zweikammersystems Kommission ein eher theoretisches Problem ohne grosse
als überholt bezeichnet werden. Die klassischen Unvereinbar- praktische Bedeutung dar. Die Fälle von Einsitznahme von
keiten zwischen den Gewalten basieren auf dem Grundsatz Bundesbeamten in den Ständerat sind selten; konkrete Pro-
der Gewaltenteilung. Wird dieser, wie im vorliegenden Falle, bleme oder Missstände haben sich daraus bisher nie erge-
verletzt, so bedeutet dies eine Beeinträchtigung der Unabhän- ben. Es drängt sich daher nicht auf, dass der Nationalrat bzw.
gigkeit einzelner Gewalten, vorliegend vorab der Legislative. eine von ihm beauftragte Kommission eine Vorlage zur Aende-
Der Kommentar von Professor Jean-François Aubert zu Arti- rung von Artikel 81 der Bundesverfassung ausarbeitet, welche
kel 77 BV nennt drei Gründe für die Unvereinbarkeit zwischen nach Zustimmung des Ständrates Volk und Ständen zur Ab-
dem Amt des Nationalrates und demjenigen des Bundesbe- stimmung unterbreitet werden müsste. Die Kommission bean-
amten: tragt daher (mit 6 zu 1 Stimmen, bei 6 Enthaltungen), der par-
1. Will sie das Parlament vor einer zu grossen Beeinflussung lamentarischen Initiative keine Folge zu geben.
durch die Regierung schützen, welche unmittelbar auf be- Die Kommission möchte hingegen den Bundesrat mit einem
stimmte Abgeordnete einwirken könnte. Ebenso richtet sie Postulat (mit 9 zu 0 Stimmen, bei 4 Enthaltungen) einladen zu
sich gegen eine Beeinflussung durch die Verwaltung selber, prüfen, wie die Unvereinbarkeitsbestimmungen der Bundes-
welche auf ihre eigenen Leute in der legislativen Behörde zu- verfassung im Sinne einer Gleichstellung von National- und
rückgreifen könnte, um sich diese gewogen zu machen. Ständerat unter Einhaltung des Gewaltenteilungsprinzips an-
2. Unvereinbarkeit will aber auch die Regierung schützen, wel- gepasst werden können. Damit soll erreicht werden, dass die
che allenfalls von ihren eigenen Untergebenen überwacht Frage im Rahmen der Totalrevision der Bundesverfassung ge-
werden könnte. Das gleiche gilt auch für die Verwaltung sel- klärt wird; sollte sich diese stark verzögern, so wäre der Bun-
ber, wo die Kandidatur und die Wahl ihrer Mitglieder einige desrat gehalten, darüber Bericht zu erstatten, ob und wie das
Verwirrung stiften könnte. Problem auf andere Weise gelöst werden kann.
3. Die Unvereinbarkeit erklärt sich ganz einfach durch die An- Eine Minderheit der Kommission befürchtet, dass auf diesem
forderungen der Verwaltungsarbeit. Die Beamten müssen ihre Wege die Behebung dieses ihrer Ansicht nach doch gravieren-
ganze Zeit ihrem Amt widmen und können sich wohl nur den Missstandes über Gebühr verzögert wird. Sie möchte da-
schwerlich die drei oder vier Monate davon frei machen, wel- her den Bundesrat mit einer Motion verbindlich beauftragen,
che die Aufgabe eines Abgeordneten beansprucht. eine entsprechende Vorlage auszuarbeiten.
Dass diese Gründe natürlich auch für den Ständerat gelten, er-
gibt sich zwingend aus dem in der Schweiz weitgehend voll- M. Schmid présente au nom de la commission le rapport écrit
kommenen Zweikammersystem. Die Standesvertreter werden suivant:
zwar nach kantonalem Recht gewählt, was grundsätzlich un-
bestritten ist. Dem Ständerat fallen aber dieselben Kompe- Nous vous soumettons par la présente,, conformément à
tenzen und Aufgaben zu wie der Volksvertretung. Eine unglei- l'article 21 ter de la loi sur les rapports entre les conseils
che Regelung ist auch unter diesem Gesichtspunkt nicht ge- (LREC), le rapport de la commission chargée de l'examen pré-
rechtfertigt. Die Meinung in der Literatur zu dieser Frage ist ein- liminaire de l'initiative parlementaire déposée par le conseiller
deutig. national Ruf le 7 juin 1989 et qui prévoit d'interdire l'élection de
Der Expertenentwurf 1977 für eine neue BV geht deshalb auch fonctionnaires fédéraux au Conseil des Etats.
in Artikel 71 davon aus, dass die klassischen Unvereinbarkei- La commission a entendu l'auteur de l'initiative le 16 février
ten für die obersten Bundesbehörden in gleicher Weise gelten 1990 et a consulté un représentant de la Chancellerie fédérale
sollen. Er vereinheitlicht sie und bezieht auch den Ständerat, lors de la discussion.
als Bundesbehörde, in gleicherweise wie den Nationalrat mit
ein. Auch das EJPD möchte in seiner Modellstudie 1985 in Arti- Développement de l'auteur de l'initiative
kel 89 diese Frage regeln. Aus den Stellungnahmen des Bun- (légèrement abrégé)
desrates geht hervor, dass er grundsätzlich diese Auffassung Par mon initiative parlementaire, je désire étendre aux fonc-
teilt (Antwort des Bundesrates auf meine Motion aus dem tionnaires fédéraux les dispositions concernant les incompati-
Jahre 1983, die 1984 als Postulat überwiesen wurde). bilités avec l'exercice du mandat de député au Conseil des
Da die Materie über Jahrzehnte ohne fruchtbares Resultat dis- Etats, qui sont visées par l'article 81 de la constitution, en les
kutiert wurde, sollte nun von seilen des Nationalrates aus, adaptant à celles qui règlent, conformément à l'article 77 de
nicht zuletzt im Blick auf die bevorstehende Verfassungsrevi- cette même constitution, l'élection au Conseil national. Par
sion, Druck aufgesetzt werden. Dies wäre sicher auch in Form analogie avec l'article 77 de la constitution, l'article 81 devra
eines anderen parlamentarischen Vorstosses möglich, zum avoir la teneur suivante: «Les députés au Conseil national, les
Beispiel mit einer Motion. membres du Conseil fédéral et les fonctionnaires nommés par
ce conseil ne peuvent être simultanément membres du
Erwägungen der Kommission Conseil des Etats.»
Die Kommission kann sich der Begründung des Initianten in Après chaque élection de renouvellement, l'inégalité juridique
materieller Hinsicht anschliessen. Das Prinzip der Gewalten- manifeste des conséquences que comporte l'élection de fonc-
Initiative parlementaire. Conseil des Etats 712 21 mars 1991
tionnaires fédéraux au Conseil national ou au Conseil des Certains membres de la commission font remarquer qu'il fau-
Etats apparaît clairement. On peut comprendre que la régle- drait le cas échéant distinguer, dans la réglementation tou-
mentation des incompatibilités n'ait pas été aussi sévère pour chant les incompatibilités entre l'exercice du mandat parle-
le Conseil des Etats que pour le Conseil national lors de la mentaire et le statut de fonctionnaire fédéral, entre les fonc-
création de l'Etat fédéral. Les cantons devaient à l'époque être tionnaires supérieurs nommés par le Conseil fédéral lui-
entièrement libres dans le choix de leurs représentants. Ac- même, et les autres. On pourrait envisager de permettre à ces
tuellement, la réglementation différente des incompatibilités derniers d'exercer un mandat parlementaire. Mais d'autres
pour le Conseil national et pour celui des Etats doit être consi- membres de la commission rejettent toute dérogation au prin-
dérée comme surannée, compte tenu de la séparation des cipe de la séparation des pouvoirs.
pouvoirs et du bicamérisme. Les incompatibilités essentielles En revanche, la commission ne partage pas l'opinion de l'au-
entre les pouvoirs se fondent sur la séparation de ceux-ci. Une teur de l'initiative au sujet de la façon dont sa demande doit
dérogation, comme dans le cas qui nous intéresse, constitue être réalisée. Le fait que l'exercice du mandat de député au
une atteinte à l'indépendance d'un des pouvoirs, en l'occur- Conseil des Etats ne soit pas incompatible avec le statut de
rence du législatif. fonctionnaire fédéral a une portée surtout théorique, sans
Dans son commentaire à l'article 77 de la constitution, le pro- grande importance pratique. Il est rare que des fonctionnaires
fesseur Jean-François Aubert cite trois raisons pour justifier fédéraux siègent au Conseil des Etats; il n'en est jamais résulté
l'incompatibilité du mandat au Conseil national et le statut de de difficultés, et encore moins d'abus. Il n'est donc pas indis-
fonctionnaire fédéral: pensable que le Conseil national ou une commission créée
1. L'incompatibilité tend d'abord à protéger le Parlement par lui élabore un projet pour la révision de l'article 81 de la
contre une influence trop forte du gouvernement, qui pourrait constitution, qui serait soumis au vote du peuple et des can-
agir directement sur certains députés, et aussi contre l'in- tons, après avoir été approuvé par le Conseil des Etats. La
fluence de l'administration elle-même, qui, lorsqu'elle entre- commission (par 6 voix contre 1 et 6 abstentions) recom-
prendrait de convaincre l'autorité législative, aurait des intelli- mande en conséquence de ne pas donner de suite à l'initiative
gences dans la place. parlementaire.
2. Mais l'incompatibilité tend également à protéger le gouver- Cependant, la commission désire que le Conseil fédéral soit
nement, qui, à défaut, risquerait d'être surveillé par ses pro- invité, par un postulat (par 9 voix et sans opposition, et 4 abs-
pres subordonnés, ainsi que l'administration elle-même, à l'in- tentions), à examiner comment il serait possible, afin de satis-
térieur de laquelle la candidature et l'élection de certains de faire au principe de la séparation des pouvoirs, d'harmoniser
ses membres ne manqueraient pas d'apporter quelque trou- les dispositions constitutionnelles réglant les incompatibilités
ble. de manière à placer le Conseil national et le Conseil des Etats
3. Enfin, l'incompatibilité trouve une explication simple dans sur un pied d'égalité. Cela permettra de régler l'affaire dans le
les nécessités du travail administratif: les fonctionnaires doi- cadre de la révision totale de la Constitution fédérale; si celle-ci
vent tout leur temps à leur fonction et on voit mal comment ils est trop longtemps retardée, le Conseil fédéral devra être tenu
pourraient distraire les trois ou quatre mois que réclame la tâ- de faire savoir s'il convient de résoudre le problème d'une au-
che du député. tre manière et, le cas échéant, comment.
Il est évident que les mêmes raisons peuvent être nécessaire- Une minorité de la commission craint que le règlement de
ment invoquées dans le cas du Conseil des Etats, compte tenu cette question assez importante à son avis, ne soit exagéré-
de l'application rigoureuse du bicamérisme en Suisse. Certes, ment retardé. Aussi souhaite-t-elle que l'on donne au Conseil
il faut que les cantons règlent l'élection de leurs représentants, fédéral, par une motion, le mandat impératif d'élaborer un pro-
ce que nul ne conteste en principe. Cependant, le Conseil des jet correspondant.
Etats a les mêmes tâches que le Conseil national, qui exprime
plus spécialement la volonté unique du peuple. De ce point de Antrag der Kommission
vue aussi, un traitement inégal ne se justifie donc pas. L'opinion Der Initiative keine Folge geben.
des commentateurs est unanimeàcesujet. Mehrheit
Le projet de constitution fédérale rédigé en 1977 par des ex- Ueberweisung des Postulates der Kommission.
perts prévoyait aussi, dans son article 71, que la réglementa- Minderheit
tion des incompatibilités devait être la même pour toutes les (Fischer-Seengen, Aubry, EppenbergerSusi, Rychen)
autorités fédérales supérieures. C'est pourquoi, il la rendait Ueberweisung des Postulates in der verbindlicheren Form ei-
uniforme et appliquait le même traitement au Conseil des ner Motion.
Etats, en tant qu'autorité fédérale, qu'au Conseil national. Le
Département fédéral de justice et police voudrait également Antrag Brügger
régler cette question à l'article 89 de son modèle de 1985. Il Sowohl Postulat der Mehrheit als auch Motion der Minderheit
ressort des avis formulés par le Conseil fédéral que le gouver- sind abzulehnen.
nement partage en principe cette opinion (réponse du conseil Schriftliche Begründung
fédéral à ma motion de 1983, qui a été transmise en 1984 sous Die Ständeratswahlen werden ausschliesslich durch das Kan-
forme de postulat). tonsrecht geregelt. Der Bund begnügt sich damit, von den
Etant donné que la question a été discutée pendant des dé- Wahlergebnissen in den Kantonen Kenntnis zu nehmen.
cennies sans résultat, le Conseil national devrait à présent Ein Eingriff des Bundes in das Kantonsrecht, mit dem die für
exercer une certaine pression, en prévision notamment de la den Nationalrat geltende Einschränkung des Wahlrechtes von
prochaine révision de la constitution. Cela serait certainement Bundesangestellten auch auf den Ständerat ausgedehnt wer-
aussi possible sous une autre forme, par exemple par l'adop- den soll, würde die Wahlfreiheit des Wählers und der Wählerin
tion d'une motion. in den Kantonen einschränken.
Jeder Eingriff des Bundes in ausschliessliches Kantonsrecht
Considérations de la commission ist per Definition eine Einschränkung föderalistischer Lösun-
Quant au fond, la commission se rallie à l'argumentation de gen.
l'auteur de l'initiative. Le principe de la séparation des pou- Die Annahme einer der beiden Kommissionsanträge hätte zur
voirs interdit aux fonctionnaires fédéraux de siéger au Conseil Folge, Parlamentarier aus dem Bundeshaus zu verbannen,
national comme au Conseil des Etats, étant donné qu'ils pour- welche sich bewährt haben und mehrmals vom Volk bei Wie-
raient autrement participer à l'exercice du contrôle parlemen- derwahlen in voller Kenntnis der beruflichen Situation bestä-
taire sur leur propre activité. La commission estime qu'actuel- tigt worden sind.
lement, à la différence de ce qui était le cas lors de la fondation
de l'Etat fédéral, le principe de la séparation des pouvoirs doit Proposition de la commission
avoir la priorité sur le droit concurrent des cantons de pouvoir Ne pas donner suite à l'initiative.
choisir en toute liberté leurs représentants à l'Assemblée fédé- Majorité
rale. Transmettre le postulat de la commission.
21. März 1991 713 Parlamentarische Initiative. Ständerat
Minorité richtet sie sich gegen eine Beeinflussung durch die Verwal-
(Fischer-Seengen, Aubry, EppenbergerSusi, Rychen) tung selber, welche auf ihre eigenen Leute in der legislativen
Donner à ce postulat la forme plus imperative de la motion. Behörde zurückgreifen könnte, um sich diese gewogen zu
machen.
Proposition Brügger 2. Unvereinbarkeit will aber auch die Regierung schützen, wel-
Rejeter aussi bien le postulat de la majorité que la motion de la che allenfalls vor ihren eigenen Untergebenen überwacht wer-
minorité. den könnte. Das gleiche gilt für die Verwaltung, wo die Kandi-
datur und die Wahl einzelner ihrer Mitglieder einige Verwirrung
stiften könnten.
3. Die Unvereinbarkeit erklärt sich ganz einfach durch die An-
forderungen der Verwaltungsarbeit. Die Beamten müssen ihre
Ad 89.230 ganze Zeit ihrem Amt widmen und können sich wohl nur
schwerlich die drei oder vier Monate davon freimachen, wel-
Postulat der Kommission che die Aufgabe eines Abgeordneten im Minimum - ich be-
Unvereinbarkeit tone: im Miminum-beansprucht.
zwischen Ständeratsmandat und Bundesbeamtung Soweit zusammengefasst der «Kommentar Aubert» zur Unver-
Postulat de la commission einbarkeit zwischen dem Amt des Nationalrates und der Stel-
Incompatibilité lung des Bundesbeamten. Dass diese Gründe natürlich auch
entre le mandat au Conseil des Etats uneingeschränkt für den Ständerat gelten, ergibt sich zwin-
et le statut de fonctionnaire fédéral gend aus dem in der Schweiz weitgehend vollkommenen
Zweikammersystem. Die Standesvertreter werden zwar nach
kantonalem Recht gewählt, was grundsätzlich unbestritten ist
und durch die Initiative nicht tangiert werden soll. Dem Stände-
rat fallen aber dieselben Kompetenzen und Aufgaben zu wie
Wortlaut des Postulates vom 16. Februar 1990 der Volksvertretung, und zwar in jeder Hinsicht. Eine unglei-
Der Bundesrat wird eingeladen zu prüfen, ob den eidgenössi- che Regelung ist vor allem auch unter diesem Gesichtspunkt
schen Räten eine Vorlage unterbreitet werden soll, welche die nicht gerechtfertigt.
Unvereinbarkeitsbestimmungen der Bundesverfassung im Die Meinung zu dieser Frage ist in der juristischen Literatur
Sinne einer Gleichstellung von National- und Ständerat unter denn auch eindeutig. Der Expertenentwurf 1977 für eine neue
Einhaltung des Gewaltenteilungsprinzips anpasst. Bundesverfassung geht deshalb in Artikel 71 davon aus, dass
die klassischen Unvereinbarkeiten für die obersten Bundesbe-
Texte du postulat du 16 février 1990 hörden in gleicher Weise gelten sollen. Er vereinheitlicht sie
Le Conseil fédéral est invité à examiner s'il est opportun de und bezieht auch den Ständerat als Bundesbehörde in glei-
soumettre aux Chambres fédérales une proposition visant à cher Weise mit ein wie den Nationalrat.
harmoniser, pour le Conseil national et le Conseil des Etats, Ebenfalls das EJPD möchte in seiner Modellstudie von 1985
les dispositions de la Constitution fédérale sur les incompatibi- für eine neue Bundesverfassung in Artikel 89 diese Frage re-
lités, en tenant compte du principe de la séparation des pou- geln. Aus verschiedenen Stellungnahmen des Bundesrates
voirs. geht hervor, dass er grundsätzlich diese Auffassung teilt, bei-
spielsweise aus der Antwort auf meine entsprechende Motion
Ruf: Worum geht es bei dieser Initiative? Ihr Stellenwert ist si- aus dem Jahre 1983, die 1984 als Postulat überwiesen wurde -
cherlich höher als jener der vorherigen. Sie möchte die Unver- seither ist allerdings leider nichts mehr geschehen. Da die Ma-
einbarkeiten für die Wahl in den Ständerat, geregelt in Arti- terie über Jahrzehnte hinweg ohne fruchtbares Resultat disku-
kel 81 der Bundesverfassung, denjenigen anpassen, die ge- tiert wurde, sollte nun von Seiten des Nationalrates - nicht zu-
mäss Artikel 77 BVfür die Wahl in den Nationalrat gelten, und letzt mit Blick auf die in Vorbereitung stehende Totalrevision
dadurch auch die Bundesbeamten miteinbeziehen. Sie wis- der Bundesverfasung - Druck aufgesetzt werden.
sen, dass Bundesbeamte nicht in den Nationalrat wählbar Ich beantrage Ihnen deshalb, der Initiative zuzustimmen. Der
sind, hingegen sehr wohl in den Ständerat. Artikel 81 BVsoll Kommission danke ich, dass sie das Anliegen immerhin
deshalb - in Analogie zu Artikel 77 - wie folgt formuliert wer- grundsätzlich aufnehmen und an den Bundesrat überweisen
den: «Die Mitglieder des Nationalrates, des Bundesrates und will - die Mehrheit als Postulat, die Minderheit als Motion.
von letzterem.gewählte Beamte können nicht zugleich Mitglie- Herr Brügger beantragt Ihnen nun, sowohl Motion als auch
der des Ständerates sein.» Postulat abzulehnen. Ich habe ein gewisses Verständnis da-
Nach Erneuerungswahlen der eidgenössischen Räte tritt im- für, dass gerade er - als Sozialdemokrat aus dem Kanton Frei-
mer wieder die offensichtliche Rechtsungleichheit in den Kon- burg - diesen Antrag stellt. Dabei denkt er wohl vor allem an
sequenzen der Wahl von Bundesbeamten in den National- seinen Freiburger Parteikollegen im Ständerat, Herrn Piller.
bzw, in den Ständerat zutage. Die Zulassung von Bundesbe- Am Schluss seiner schriftlichen Begründung befürchtet Kol-
amten in den Ständerat mag bei der Gründung des Bundes- lege Brügger: «Die Annahme einer der beiden Kommissions-
staates noch verständlich gewesen sein. Man wollte den Kan- anträge hätte als Folge, Parlamentarier aus dem Bundeshaus
tonen bei der Bestimmung der Standesvertreter die Freiheit zu verbannen, welche sich bewährt haben und mehrmals vom
der Wahl überlassen. Die Einschränkung der Unvereinbarkei- Volk bei Wiederwahlen in voller Kenntnis der beruflichen Situa-
ten für die Wahl in den Ständerat, verglichen mit dem National- tion bestätigt worden sind.»
rat, muss allerdings heute -vor allem unter den Gesichtspunk- Ich möchte deshalb betonen, dass sich der Vorstoss gegen
ten der Gewaltenteilung und des Zweikammersystems - als niemanden persönlich richtet. Dahinter stehen grundsätzliche
überholt bezeichnet werden. staatspolitische Ueberlegungen, wie ich sie dargelegt habe.
Die klassischen Unvereinbarkeiten zwischen den Staatsge- Keine Angst, Herr Brügger, man kann annehmen, dass sich
walten basieren auf dem Grundsatz der Gewaltenteilung. Wird die von Ihnen aufgeworfene Frage beim Inkrafttreten einer ge-
dieser verletzt, so bedeutet dies eine Beeinträchtigung der Un- änderten Verfassungsbestimmung kaum mehr stellen wird
abhängigkeit einzelner Gewalten, im hier vorliegenden Fall ei- bzw. dass dank Uebergangsregelungen wohl kein amtieren-
nes Teils der Legislative. der Parlamentarier deswegen über die Klinge springen
Der Kommentar von Professor Jean-François Aubert zu Arti- müsste.
kel 77 BV nennt drei Gründe für die Unvereinbarkeit zwischen
dem Amt des Nationalrates und demjenigen des Bundesbe- Fischer-Seengen, Sprecher der Minderheit: Sie haben es ge-
amten: hört, die Kommission ist materiell mit dem Anliegen von Herrn
1. Die Unvereinbarkeit will das Parlament vor einer zu grossen Ruf einverstanden: Das Gewaltenteilungsprinzip erlaubt es
Beeinflussung durch die Regierung schützen, welche unmit- tatsächlich nach heutiger Auffassung nicht, dass ein Mitglied
telbar auf bestimmte Abgeordnete einwirken könnte. Ebenso der Bundesversammlung zugleich auch Bundesbeamter ist.
Initiative parlementaire. Conseil des Etats 714 N 21 mars 1991
Dazu kommt ein Problem der Rechtsgleichheit: Bei einem Na- parlementaire sur leur propre activité. La commission estime
tionalrat ist zugleich eine Bundesbeamtung nicht möglich, ein qu'actuellement le principe de la séparation des pouvoirs doit
Ständerat dagegen hat diese Möglichkeit, weil er nach kanto- avoir la priorité sur le droit concurrent des cantons de pouvoir
nalem Recht gewählt wird. Auch diese Ungleichheit zwischen choisir en toute liberté le représentant à l'Assemblée fédérale.
den Mitgliedern der Bundesversammlung ist an und für sich En revanche, la commission ne partage pas l'opinion de l'au-
stossend. Man ist also in der Kommission zur Auffassung ge- teur de l'initiative au sujet de la façon dont sa demande doit
langt, eine Gleichstellung von National- und Ständerat sei hier être réalisée. Le fait que l'exercice du mandat de député au
geboten. Conseil des Etats ne soit pas incompatible avec le statut de
Umstritten war lediglich der Weg: Während sich die Kommis- fonctionnaire fédéral a une portée surtout théorique, sans
sionsmehrheit mit einem Postulat in dem Sinne begnügen will, grande importance pratique. Il n'en est jamais résulte de gran-
dass dieses Problem im Rahmen der Totalrevision der Bun- des difficultés. Il n'est donc pas indispensable que le Conseil
desverfassung gelöst werden sollte, sind wir von der Kommis- national ou une commission créée par lui élabore un projet
sionsminderheit der Meinung, man dürfe es nicht auf die lange pour la révision de l'article 81 de la constitution qui serait sou-
Bank schieben, wie es passieren würde, wenn man die Total- mis au vote du peuple et des cantons.
revision der Bundesverfassung abwarten würde. Wir sind der La commission recommande, en conséquence, de ne pas
Meinung, dass dem Bundesrat ein konkreter, verbindlicher donner suite à l'initiative populaire. Par contre, la commission
Auftrag erteilt werden müsse, dass er sich dieses Problems désire que le Conseil fédéral soit invité par un postulat à exami-
anzunehmen habe, un,d haben deshalb gefunden, diesem An- ner comment il serait possible, afin de satisfaire au principe de
liegen sei auf dem Weg der Motion Rechnung zu tragen, damit la séparation des pouvoirs, d'harmoniser les dispositions
nicht zugewartet wird bis dereinst die Bundesverfassung viel- constitutionnelles réglant les incompatibilités, de manière à
leicht revidiert oder doch nicht revidiert wird, sondern dass die- placer le Conseil national et le Conseil des Etats sur un pied
ses Problem nun speditiv an die Hand genommen, geregelt d'égalité. Cela permettrait de régler l'affaire dans le cadre de la
und nicht ad calendas graecas verschoben wird. révision totale de la constitution. Vous avez entendu tout à
Ich bitte Sie deshalb, der Motion der Kommissionsminderheit l'heure M. Fischer qui propose d'accepter cette proposition
zuzustimmen. sous forme de motion, alors que la majorité de la commission
propose de l'accepter sous forme de postulat. Nous sommes
Schmid, Berichterstatter: Die parlamentarische Initiative Ruf également en présence d'une proposition de M. Brügger de
möchte Artikel 81 BV dahingehend ergänzen, dass nebst Mit- renvoyer à la commission aussi bien le postulat de la majorité
gliedern des Nationalrates und des Bundesrates auch von que la motion de la minorité. Au nom de la majorité de la com-
letzterem gewählte Beamte nicht zugleich Mitglieder des Stän- mission, je vous invite à accepter la proposition de la commis-
derates sein können. Es trifft zu, dass gegenwärtig zwei Stan- sion sous forme de postulat.
desvertreter im engeren oder weiteren Sinne vom Bundesrat
gewählte Beamte sind, nämlich Ständerat Otto Piller als Chef Parlamentarische Initiative
des Bundesamtes für Messwesen und Ständerat Jagmetti als Initiative parlementaire
Professor für Staatsrecht an der ETH Zürich. Sie sehen, das
Problem ist überschaubar, und wir wollen aus einer Mücke kei- Abstimmung - Vote
nen Elefanten machen. Wenn Herr Brügger in seinem Antrag Für den Antrag der Kommission
darauf hinweist, dass die Wahl von Ständeräten durch das (keine Folge geben) 64 Stimmen
Kantonsrecht geregelt ist, so ist das das eine, und das andere Für den Antrag Ruf
ist die Tatsache, dass der Ständerat, ebenso wie der National- (Folge geben) 8 Stimmen
rat, die Aufsicht über die Bundesverwaltung ausübt, so dass in
den erwähnten Fällen streng genommen die Parlamentarier Postulat der Kommission
sich selber beaufsichtigen oder aber die Interessen der Bun- Postulat de la commission
desbetriebe dem Parlament auf direktem Wege beliebt ma-
chen könnten. Das Prinzip der Gewaltenteilung steht dem Abstimmung - Vote
Recht der Kantone, ihre Ständeräte frei zu bestimmen, entge-
gen. Von daher haben wir durchaus Verständnis dafür, dass Eventuell-A titre préliminaire
man diese Frage einmal klären muss. Für den Antrag der Mehrheit 42 Stimmen
Darum ist die Kommissionsmehrheit der Auffassung, dass im Für den Antrag Brügger 30 Stimmen
Interesse der Wahrung der Gewaltenteilung, die heute wieder
mehr Gewicht erhält, und im Interesse der Gleichbehandlung Definitiv - Définitivement
von Nationalräten und Ständeräten zu prüfen wäre, was zu un- Für den Antrag der Minderheit
ternehmen sei. (Ueberweisung als Motion) 39 Stimmen
Eine Kommissionsminderheit- Herr Fischer-Seengen hat be- Für den Antrag der Mehrheit
reits referiert-will in einer verbindlichen Motion fordern, dass (Ueberweisung als Postulat) 32 Stimmen
dieser Gewaltenteilung vermehrt Rechnung getragen wird. Ich
bitte Sie im Namen der Kommissionsmehrheit, das Postulat zu
überweisen; wenn einmal eine Prüfung vorgenommen ist,
können wir beide Seiten abwägen, einerseits das Recht der
Kantone, anderseits aber die Gewaltenteilung.
Im Namen der Kommissionsmehrheit lehnen wir daher die
Motion ab. Wir lehnen auch den Antrag Brügger ab, der weder
Motion.noch Postulat überweisen will.
Mme Déglise, rapporteur: Nous sommes en face d'une initia-
tive de M. Ruf qui propose la modification de l'article 81 de la
constitution, demandant que les députés au Conseil national,
les membres du Conseil fédéral et les fonctionnaires nommés
par ce conseil ne puissent être simultanément membres du
Conseil des Etats. La commision a examiné ce problème et a
estimé que, quant au fond, elle pouvait se rallier à l'argumenta-
tion de l'auteur de l'initiative. Le principe de la séparation des
pouvoirs interdit aux fonctionnaires fédéraux de siéger au
Conseil national, comme au Conseil des Etats, étant donné
qu'ils pourraient, autrement, participer à l'exercice du contrôle
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Parlamentarische Initiative (Ruf) Ständerat. Nichtwählbarkeit von Bundesbeamten
Initiative parlementaire (Ruf) Conseil des Etats. Inéligibilité des fonctionnaires fédéraux
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1991
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 89.230
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 21.03.1991 - 15:00
Date
Data
Seite 710-714
Page
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Ref. No 20 019 738
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