Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 89-227 KI-generiert

Swiss National Day as Statutory Holiday

Geschäftsnummer VPB 89-227
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

This case concerns a parliamentary initiative proposing to make August 1st, Swiss National Day, a statutory public holiday. The initiative's proponent argued that this would strengthen national consciousness and honor the founding of the nation, aligning with practices in neighboring countries and popular opinion. However, the commission's majority rejected the initiative, asserting that the issue of public holidays falls under cantonal jurisdiction, regional traditions are better served by cantonal regulations, and no new aspects warranted a federal constitutional amendment since the matter was recently debated. A minority argued that August 1st was a special case justifying federal intervention and that an amendment was economically responsible and politically desirable. Ultimately, the initiative was not adopted, reflecting a preference for cantonal authority and the view that federal intervention was unnecessary.

Legislator-Regeste

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Art. 68 GRN-Catégorie, Art. 116bis binnen, Art. 116bis en, Art. 21quinquies ches, Art. 21 quater, Art. 96 ZGB; Swiss National Day as Statutory Holiday: The initiative's proponent argued that this would strengthen national consciousness and honor the founding of the nation, aligning with practices in neighboring countries and popular opinion. However, the commission's majority rejected the initiative, asserting that the issue of public holidays falls under cantonal jurisdiction, regional traditions are better served by cantonal regulations, and no new aspects warranted a federal constitutional amendment since the matter was recently debated. A minority argued that August 1st was a special case justifying federal intervention and that an amendment was economically responsible and politically desirable. Ultimately, the initiative was not adopted, reflecting a preference for cantonal authority and the view that federal intervention was unnecessary.

Schlagwörter

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gesetzlicher Feiertag Verfassungsinitiative parlamentarische Beratungen Verfassungsgerichtsbarkeit Gesetzesreferendum Staatsorgane
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 116bis BV

This article is the core of the initiative, proposing the addition of a new article to the Federal Constitution to establish August 1st as a national holiday.

Art. 19 (neu) Abs. 1

This transitional provision mandates the Federal Council to bring Article 116bis into force within three years of its acceptance by the people and cantons.

Art. 19 (neu) Abs. 2

This transitional provision states that the Federal Council will regulate the details by ordinance until the new federal legislation comes into force.

Art. 19 (neu) Abs. 3

This transitional provision clarifies that the national holiday will not be counted towards the number of holidays as per Article 18, paragraph 2 of the Labour Act of March 13, 1964.

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Volltext

26. September 1990 N 1607 Parlamentarische Initiative. Bundesfeiertag

handel überhöhte Preise und eine entsprechende Kriminalität. teurs, ce serait accepter l'inacceptable à nos yeux, autrement

Gleichzeitig würde die Faszination des Illegalen verlorenge- dit de vivre avec la drogue de façon continue.

hen. En Suisse romande, les responsables qui s'occupent de la ré-

Ein weiterer wichtiger Punkt im politischen Massnahmenpaket habilitation des drogués estiment que l'assouplissement des

ist die Senkung des Strafmassês für Süchtige, wie es Herr mesures pénales est une erreur et je ne sache pas que la situa-

Rechsteiner in seiner parlamentarischen Initiative formuliert tion, en Suisse romande, soit plus mauvaise que dans d'au-

hat. Wir haben heute ein sehr drastisches Strafmass, und trotz- tres parties du pays.

dem steigt die Zahl der Süchtigen immer weiter an. Das Ziel Les arguments qui ont été évoqués lors du débat ne sont pas

wird ganz klar verfehlt. nouveaux par rapport à ceux qui ont été rapportés tout à

Ein dritter wichtiger Punkt für die grüne Fraktion ist, dass auf l'heure. Comme je l'ai dit, problème il y a, il doit être étudié, no-

dem Gebiet des gewinnträchtigen Handels auf gesetzgeberi- tamment l'équilibre entre la répression et la prévention. L'ini-

scher Ebene Massnahmen zur Drogenbekämpfung eingelei- tiative est trop éloignée de l'avis de la majorité pour servir de

tet werden müssen. Vermehrte Anstrengungen sind unerläss- base à nos discussions, d'où le dépôt d'une motion. Nous

lich. vous demandons d'accepter cette motion et nous ne pouvons

Ein weiterer humanitärer Punkt bestünde in dezentralen Hilfs- nous rallier à l'idée du postulat.

und Behandlungsstellen, die szenenah sein müssen, die Kon- Je précise qu'en m'exprimant en tant que rapporteur de lan-

takte, Betreuung und Beratungsstellen ermöglichen-auch für gue française je me suis également exprimé au nom du

die Entzugswilligen. groupe radical de l'assemblée.

Um diese Ziele zu erreichen, ist die parlamentarische Initiative

von Herrn Rechsteiner ein möglicher Weg. Eine Revision des Abstimmung - Vote

Betäubungsmittelgesetzes ist eine unabdingbare Vorausset-

zung, das wissen alle beteiligten Kreise. Aus diesen Gründen Für den Antrag der Mehrheit

stimmt die grüne Fraktion dieser parlamentarischen Initiative (keine Folge geben) 94 Stimmen

zu. Für den Antrag der Minderheit

Die Motion der Kommission findet ebenfalls die aktive Unter- (Folge geben) 35 Stimmen

stützung der grünen Fraktion, allerdings nur in der Form einer

Motion, ganz sicher nicht in der Form eines Postulates. Es ist Motion der Kommission

der grünen Fraktion sehr wichtig, dass bald etwas geschieht. Motion de la commission

Es ist ein sehr wichtiges Problem. Die Zeit drängt. Ich glaube,

dass die Form des Postulates hier wirklich nicht mehr ange- Abstimmung - Vote

bracht ist.

Für Ueberweisung als Motion 84 Stimmen

Für Ueberweisung als Postulat 37 Stimmen

Hari, Berichterstatter: Es war recht interessant, wie Frau Danu-

ser in die Zeit der Antike zurückblendete. Ich muss zugeben,

dass es immer Leute gab und heute noch gibt, die sich der

Drogen bedienen wollen. Es ist aber sicher an uns, diesen ge-

mäss Frau Danuser nicht zu umgehenden Drogenkonsum in

Schranken zu halten. In diesem Punkt war sich die Kommis-

#ST# 89.227

sion einig: dass wir helfen wollen und helfen müssen. Sie sah

aber diese Hilfe nicht im Sinne der Initiative Rechsteiner. Frau Parlamentarische Initiative

Danuser vertritt weiter die Auffassung, die parlamentarische (Ruf)

Initiative Rechsteiner decke sich mit dem Bericht der Subkorn- 1. August. Arbeitsfreier Bundesfeiertag

mission «Drogenfragen». Dem ist nicht so. Die Kommission Initiative parlementaire

vertritt die Auffassung, dass die Ziele der Initiative Rechsteiner

stark vom erwähnten Bericht abweichen, und lehnt deshalb

(Ruf)

die Initiative ab. 1er août. Fête nationale fériée

Zu Herrn Rechsteiner: Auch wenn der Bundesrat die Motion

Kategorie III, Art. 68 GRN-Catégorie III, art. 68RCN

der Kommission nur als Postulat entgegennehmen will, heisst

dies noch lange nicht, dass er nichts zu tun gedenkt. Immerhin

haben wir heute im Parlament noch Gelegenheit, darüber zu

befinden, ob der Kommissionsvorstoss als Motion oder als Po-

stulat überwiesen werden soll.

Wortlaut der Initiative vom 7. Juni 1989

Zu Herrn Wiederkehr nur eine kleine Bemerkung : Die fehlende

Ziff. l

Krawatte und die Kleidung unseres Kollegen, des Initianten

Die Bundesverfassung wird wie folgt ergänzt:

Rechsteiner, spielte bei den Erwägungen der Kommission ab-

Art. 116bis(neu) -

solut keine Rolle. Empfangen, das muss ich zugeben, wird der

Abs. 1

Mensch nach seiner Kleidung und nach seinem Auftreten; ent-

Der 1. August ist in der ganzen Eidgenossenschaft Bundesfei-

lassen wird er aber nach seinem Verstand.

ertag.

Abs. 2

M. Martin, rapporteur: Le débat est dramatique dans le sens Er ist arbeitsrechtlich den Sonntagen gleichgestellt. Einzelhei-

que tous ceux qui se sont exprimés poursuivent en fait le ten regelt das Gesetz.

même objectif, c'est-à-dire lutter contre ce fléau qu'est la dro- Ziff. II

gue. En revanche, nous sommes fondamentalement séparés Die Uebergangsbestimmungen der Bundesverfassung wer-

sur les moyens qu'il s'agit de mettre en oeuvre pour aboutir au den wie folgt ergänzt:

résultat que nous recherchons. Prévention, répression, ces Art. 19 (neu)

mots reviennent, associés, opposés avec passion par les uns Titel

et par les autres. On prétexte que la répression n'a pas abouti à Uebergangsbestimmungen

un excellent résultat. Croit-on sérieusement que la libéralisa- Abs. 1

tion va aboutir à un résultat meilleur? Der Bundesrat setzt Artikel 116bis binnen drei Jahren nach

En tout cas, la majorité de la commission n'accepte pas cette Annahme durch Volk und Stände in Kraft.

idée. Elle n'accepte pas non plus l'idée qu'il y a un lien de cau- Abs. 2

salité entre l'augmentation de la délinquance et la répression Bis zum Inkrafttreten der geänderten Bundesgesetzgebung

du trafic. Dire que la réduction de la répression aboutirait aune regelt der Bundesrat die Einzelheiten auf dem Wege der Ver-

baisse des prix et à une diminution du drame des consomma- ordnung.

Initiative parlementaire. Fête nationale fériée 1608 N 26 septembre 1990

Abs. 3 Sie: Die Nationale Aktion hat eine Volksinitiative für einen ar-

Der Bundesfeiertag wird der Zahl der Feiertage nach Artikel 18 beitsfreien Bundesfeiertag lanciert der Text ist identisch mit

Absatz 2 der Arbeitsgesetzes vom 13. März 1964 nicht ange- demjenigen meiner parlamentarischen Initiative -, sie wird im

rechnet. Herbst eingereicht. Ueber alle Parteigrenzen hinweg und in al-

len Kantonen lässt sich plötzlich ein erfreuliches Umdenken

Texte cte l'intitiative du 7 juin 1989 feststellen, das vielleicht auch auf die Volksinitiative zurück-

Ch.l geht. Im Parlament wurde ein vom Bundesrat entgegenge-

La Constitution fédérale est modifiée comme suit: nommenes Postulat Ruf überwiesen, welches die Einführung

Art. 116bis (nouveau) des I.August als Feiertag über 1991 hinaus anregt. Ende

AI.1 März 1990 hat sich im weiteren der Präsident der Arbeits-

Le 1 er août est fête nationale dans toute la Confédération. gruppe zur Vorbereitung der Präsenz des Parlamentes im Jahr

Al. 2 1991, Herr Ständerat Affolter, gemäss Berichten an einer Pres-

Pour le droit du travail, ce jour est assimilé au dimanche. La loi sekonferenz diesem Anliegen gegenüber sehr positiv geäus-

règle les modalités de détail. sert.

Ch.ll Vor allem aber wurde im Rahmen der vor kurzem abgeschlos-

Les dispositions transitoires de la Constitution fédérale sont senen Vernehmlassung zur Revision des Arbeitsgesetzes

complétées comme suit: auch die Frage 1. August als arbeitsfreier Arbeitstag angetippt

Art. 19 (nouveau) und ist laut Presseberichten bei den Kantonen auf ein mehr-

Titre heitlich positives Echo gestossen.

Dispositions transitoires Im Hinblick auf das Jahr 1991 und aufgrund der NA-Volksin-

Al. 1 itiative ist demnach einiges in Bewegung geraten. Ich habe

Le Conseil fédéral met l'article 116bis en vigueur dans les trois meine Initiative im letzten Juni vor allem eingereicht, um dem

ans qui suivent son acceptation par le peuple et les cantons. Parlament die Chance zu geben, Volk und Stände noch 1991,

Al. 2 im Jahr des 700sten Geburtstages der Eidgenossenschaft,

Jusqu'à l'entrée en vigueur de la modification de la législation über die dauerhafte Verankerung des 1. August in der Bun-

fédérale, le Conseil fédéral règle les modalités de détail par desverfassung abstimmen zu lassen. Eine Annahme des ent-

voie d'ordonnance. sprechenden Verfassungsartikels kann kaum ernsthaft be-

Al. 3 zweifelt werden, so dass dem Land zur Feier seines 700jähri-

Le jour de la fête nationale n'est pas compté dans le nombre gen Bestehens endlich ein richtiger Nationalfeiertag ge-

des jours fériés fixés à l'article 18, 2e alinéa, de la loi du schenktwürde.

13 mars 1964 sur le travail. Eine kurze Erläuterung meines Initiativtextes, der in Zusam-

menarbeit mit einem bekannten Staatsrechtsprofessor und ei-

Frau Jeanprêtre unterbreitet im Namen der Petitions- und Ge- nem weiteren kompetenten Juristen ausgearbeitet wurde:

währleistungskommission den folgenden schriftlichen Be- Angesichts der geltenden Rechtslage kann das Anliegen ei-

richt: nes arbeitsfreien 1. August nur mit einer Ergänzung der Bun-

desverfassung sowie den daraus folgenden gesetzlichen An-

Am 7. Juni 1989 reichte Nationalrat Ruf eine parlamentarische passungen des Arbeitsrechtes in klarer und befriedigender

Initiative in der Form des ausgearbeiteten Entwurfs ein. Weise geregelt werden. Nach derverfassungsmässigen Kom-

petenzordnung, die grundsätzlich unbestritten ist, sind für die

Begründung des Initianten Gesetzgebung über öffentliche Feiertage nämlich aus-

Die Petitions- und Gewährleistungskommission des National- schliesslich die Kantone zuständig. Der Bundesgesetzgeber

rates, welcher dieses Geschäft zur Prüfung zugewiesen ist nicht befugt, Bestimmungen über allgemeine Feiertage zu

wurde, gab am 25. April 1990 dem Initianten Gelegenheit, sich erlassen. Schon deshalb ist für den Sonderfall des Bundesfei-

zu seinem Vorstoss zu äussern (Art. 21quinquies des Ge- ertages eine Verfassungsnorm notwendig. Die Lösung, die

schäftsverkehrsgesetzes). der Bundesrat im Rahmen der Revision des Arbeitsgesetzes

Nationalrat Ruf begründete seine Initiative wie folgt (Zusam- vorgeschlagen hat, wäre eine Notlösung, die der effektiven Be-

menfassung): deutung des Bundesfeiertages nicht gerecht würde. Die ver-

Dass der Bundesfeiertag ein den Sonntagen gleichgestellter fassungsmässige Verankerung hingegen ist von grundsätzli-

Feiertag sein soll, ist eine staatspolitische Notwendigkeit. Auf cher staatspolitischer Tragweite.

diesen materiellen Aspekt komme ich nicht zurück, da ich Daneben enthält der Initiativtext arbeitsrechtliche Vorschriften

mich im Parlament bereits mehrfach dazu geäussert habe und und Uebergangsvorschriften. Der 1. August wird arbeitsrecht-

auch auf die ausführliche Begründung meiner ersten parla- lich den Sonntagen gleichgestellt und ist damit arbeitsfrei, ab-

mentarischen Initiative hierzu verweisen kann; diese wurde im gesehen von jenen Dienstleistungsbereichen, in denen auch

Oktober 1988 mit 65 zu 18 Stimmen abgelehnt. an Sonntagen gearbeitet werden darf.

Ein Zitat aus meinem damaligen Votum: «Die Tatsache, dass Der 1. August wird zum zusätzlichen und zum einzigen ge-

der 1. August in den meisten Kantonen kein Feiertag ist - dies samtschweizerischen Feiertag. Die Kantone werden in ihrer

im Gegensatz zur Regelung in praktisch sämtlichen Nachbar- Kompetenz hinsichtlich der übrigen Feiertage nicht beschnit-

ländern-, wird der wesentlichen staatspolitischen Bedeutung ten. Jene wenigen Stände, die den 1. August bereits als kanto-

unseres Staatsfeiertages nicht gerecht. Am Bundesfeiertag nalen Feiertag eingeführt haben, können aufgrund von Ab-

wird nämlich der Entstehung und der Geschichte unseres satz 3 der Uebergangsbestimmungen einen weiteren kanto-

Staates gedacht, der mit seiner direkten Demokratie beispiel- nalen Feiertag bestimmen. Artikel 18 des Arbeitsgesetzes

los dasteht. Aufgabe des Nationalfeiertages in jedem Lande ist räumt den Kantonen nämlich ein Kontingent von höchstens 8

es, das gemeinsame Staatsbewusstsein zu stärken und zur Feiertagen ein, die den Sonntagen arbeitsrechtlich gleichge-

Lösung der künftigen Probleme zu fördern. Dies wäre auch bei stellt werden können. Für sie entsteht dann ein freier Platz für

uns wünschenswert, vor allem wäre es eine gebührende pa- einen anderen Feiertag, falls sie einen wollen. Für die erforder-

triotische Ehrenbezeugung gegenüber dem Gründungsakt liche Anpassung der Gesetzgebung haben Bund und Kan-

unseres Staatswesens. tone nach Annahme der Initiative durch Volk und Stände drei

Zudem will das Volk schon lange den 1. August als Feiertag, Jahre zur Verfügung, was für die relativ einfachen Anpassun-

und zwar eine erdrückende Mehrheit des Volkes, wie Mei- gen sicher genügt. Damit wird auch den Vertragspartnern auf

nungsumfragen immer wieder belegen konnten. Leider haben dem Arbeitsmarkt genügend Spielraum eingeräumt, um die

die politischen Behörden und die Mehrheitsträger im Parla- bescheidene Arbeitszeitreduktion - verglichen mit den ver-

ment die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt, denn ansonsten schiedenen Freitagen, die heute ausserhalb der Feiertage gel-

wäre jene Initiative vor eineinhalb Jahren nicht abgelehnt wor- ten-zu regeln.

den. Es wurde bewusst auf irgendwelche Bestimmungen über die

Die politische Antwort auf den damaligen Entscheid kennen Gestaltung der Bundesfeier verzichtet. Die bewährte bisherige

26. September 1990 N 1609 Parlamentarische Initiative. Bundesfeiertag

Regelung der Organisation durch Gemeinden, Vereine und La réponse politique à ce rejet, vous la connaissez: l'Action

Private, die auch den föderalistischen Bedürfnissen unseres Nationale a lancé une initiative populaire demandant que le

Landes Rechnung trägt, soll beibehalten werden. jour de la Fête nationale soit férié. Sa teneur est identique à

Die Wege, die der Kommission offenstehen, um dieses Begeh- celle de mon intervention. Elle sera déposée en automne. Le

ren möglichst rasch durchzusetzen, kennen Sie. Ich bitte Sie revirement que l'on constate au-delà des différences partisa-

um Zustimmung.« nes et des frontières cantonales est peut-être aussi dû à l'initia-

tive populaire. Un postulat Ruf invitant à déclarer le Premier

Erwägungen der Kommission Août jour férié dès 1991 a été accepté par le Conseil fédéral et

Die Kommission hält dazu folgendes fest: transmis au Parlement. Fin mars 1990, le président du groupe

1. Die Frage, ob der 1. August ein arbeitsfreier Feiertag ist oder du travail chargé de préparer la participation du Parlement aux

nicht, ist für die Geisteshaltung der Schweizerinnen und célébrations de 1991, le conseiller aux Etats Affolter, s'est ex-

Schweizer nicht entscheidend. Staatspolitisch gesehen würde primé de manière très favorable à notre initiative lors d'une

der freie Tag gar nicht oder höchstens sehr wenig zur Berei- conférence de presse. Surtout, cette question a été soulevée à

cherung oder zur Besinnung beitragen. Bundesfeiern, die sich l'occasion de la révision de la loi sur le travail et ici aussi, à en

gesamtschweizerisch auf den Abend konzentrieren, werden croire la presse, l'idée aurait rencontré un écho largement po-

nach Auffasssung der Kommission eher besser besucht, sitif dans les cantons.

wenn nicht ein staatlich verordneter Feiertag schon von vorn- Ainsi, en raison de l'approche de 1991 et de l'initiative de l'AN,

herein dazu einlädt, die Freizeit fern vom eigenen Wohnort zu on perçoit une évolution sensible dans les esprits. J'ai déposé

verbringen. mon initiative en juin dernier pour permettre au Parlement d'of-

2. Heute sind die Kantone allein zuständig, Vorschriften über frir au peuple et aux cantons la possibilité de se prononcer, au

Feiertage zu erlassen. Sie haben denn auch die Möglichkeit, cours de l'année où nous célébrerons le 700e anniversaire de

den 1. August arbeitsfrei zu erklären. Die Kommission vertritt la naissance de la Confédération, quant à l'inscription perma-

die Ueberzeugung, dass kantonale Feiertagsregelungen bes- nente du premier août comme fête nationale dans la Constitu-

ser auf die regionalen und örtlichen Bedürfnisse und Traditio- tion fédérale. On ne peut guère douter que l'article constitu-

nen Rücksicht zu nehmen vermögen. Vielerorts wurde zudem tionnel sera approuvé, de sorte qu'une fête nationale digne de

auch ohne besondere Vorschriften auf partnerschaftlichem ce nom serait offerte en cadeau à la nation alors même qu'elle

Wege vereinbart, zumindest nachmittags freizugeben. fêterait ses 700 ans d'existence.

3. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass das Thema erst Bref commentaire du texte de mon initiative, rédigé avec la col-

kürzlich im Parlament erörtert wurde. Die Kommission ist der laboration d'un constitutionnaliste réputé et d'un autre juriste

Auffassung, dass sich seither keine neuen Aspekte ergeben compétent:

haben, aufgrund derer man darauf zurückkommen müsste. En raison de la situation juridique actuelle, il n'est possible de

4. Demgegenüber vertrat ein Teil der Kommission die Auffas- régler de manière claire et satisfaisante la question d'un

sung, dass es wirtschaftlich zu verantworten wäre, zusätzlich 1er Août férié que par un complément à la Constitution fédé-

einen solchen Feiertag festzulegen. Zudem stelle der 1. Au- rale accompagné d'un amendement de la loi sur le travail. Se-

gusteinen Sonderfall dar, der einen eidgenössischen Feiertag lon le régime constitutionnel des compétences, qui reste fon-

rechtfertige. damentalement incontesté, les cantons sont seuls habilités à

légiférer sur les jours fériés. Le législateur fédéral n'est pas au-

torisé à édicter des dispositions sur les fêtes générales. Ne se-

Mme Jeanprêtre présente au nom de la Commission des pé- rait-ce que pour ce motif, un article constitutionnel est donc in-

titions et de l'examen des constitutions cantonales le rapport dispensable. La solution proposée par le Conseil fédéral en

écrit suivant: rapport avec la révision de la loi sur le travail serait un dernier

ressort, qui ne correspondrait pas à la signification particulière

Le 7 juin 1989, le conseiller national Ruf a déposé une initiative d'une fête nationale. L'inscription de cette dernière dans la

parlementaire conçue en termes généraux. constitution lui donnerait en revanche une portée politique

fondamentale. En outre, le texte de l'initiative contient des

prescriptions touchant le droit du travail ainsi que des disposi-

Développement de l'auteur de l'initiative tions transitoires. En droit du travail, le 1 er août serait assimilé

La Commission des pétitions et de l'examen des constitutions à un dimanche, donc déclaré non ouvrable, hormis les presta-

cantonales, chargée d'étudier cet objet, a invité l'auteur à s'ex- tions relevant des secteurs où le travail est autorisé les diman-

primer sur son intervention le 25 avril 1990 (art. 21quinquies ches.

loi sur les rapports entre les conseils). Ainsi, le 1er août deviendrait un jour férié supplémentaire, le

Le député Ruf a motivé son initiative comme suit (résumé): seul qui soit déclaré tel dans l'ensemble de la Suisse. Les can-

Déclarer la fête nationale jour férié assimilé à un dimanche ré- tons conserveraient toutes leurs compétences quant aux au-

pond à un impératif de politique nationale. Je ne reviens pas à tres fêtes publiques. Les rares cantons ayant déjà déclaré le

cet aspect étant donné que je me suis déjà exprimé à plusieurs 1 er août jour férié pourraient, en vertu de l'alinéa 3 des dispo-

reprises sur ce sujet au Parlement. Je renvoie à ce propos au sitions transitoires, décider d'un jour férié supplémentaire au

développement de ma première initiative en la matière, la- plan cantonal. L'article 18 de la loi sur le travail permet en effet

quelle a été rejetée par 65 voix contre 18 en octobre 1988. aux cantons de décréter jusqu'à huit jours fériés assimilés à

Voici ce que je faisais valoir alors (traduction): Le fait que le des dimanches. La proclamation de la fête nationale libérerait

1er août ne soit pas, dans la plupart des cantons, jour férié - donc un jour en leur faveur, au cas où ils souhaiteraient en faire

contrairement à ce qui est la règle dans presque tous les pays usage. Les cantons et la Confédération disposeraient de trois

voisins - n'est pas digne de la signification politique qui revient ans pour adapter leur législation après l'acceptation de l'initia-

à notre fête nationale. En effet, ce jour commémore la nais- tive par le peuple et les cantons, ce qui devrait suffire, vu la rela-

sance de notre Etat, dont la démocratie directe reste inégalée. tive simplicité des amendements nécessaires. Cette période

Dans tout pays, la fête nationale a pour but de renforcer la co- laisserait aussi une marge de manoeuvre suffisante aux parte-

hésion nationale et d'encourager à faire face aux problèmes à naires sociaux pour régler cette réduction du temps de travail,

venir. Une telle commémoration est souhaitable chez nous assurément modeste si on la compare au temps libre déjà ac-

aussi. Surtout, elle serait un témoignage digne de l'honneur cordé actuellement.

dû à l'acte de fondation de notre Etat. On a sciemment renoncé à toute disposition sur la manière de

D'ailleurs, le peuple souhaite depuis longtemps marquer le marquer la fête nationale. L'actuelle organisation par les com-

1 er août comme jour férié, et ce à une forte majorité, comme le munes, les sociétés et les particuliers, qui a donné toute satis-

prouvent les sondages d'opinion. Malheureusement, les auto- faction et qui sied à la structure fédéraliste de notre pays, serait

rités politiques et la majorité du Parlement n'ont pas encore re- maintenue. Les voies à disposition de votre commission pour

connu ces signes manifestes, sinon l'initiative que je présen- un traitement rapide de cette initiative vous sont connues. Je

tais il y a un an et demi n'aurait pas été repoussée. sollicite votre approbation.

Initiative parlementaire. Fête nationale fériée 1610 N 26 septembre 1990

Considérations de la commission le Conseil fédéral et transmis au Parlement. A fin mars 1990, le

La commission constate ce qui suit: président du groupe de travail chargé de préparer la participa-

1. Déclarer ou non le 1 er août jour férié n'a pas une influence tion du Parlement aux célébrations de 1991, le Conseiller aux

déterminante pour la conscience nationale des citoyennes et Etats Affolter s'est, semble-t-il, exprimé de manière favorable à

des citoyens suisses. Du point de vue politique, cette fête ne cette initiative lors d'une conférence de presse. Cette question

contribuerait pas, ou du moins fort peu, à l'enrichissement et à a surtout été soulevée à l'occasion de la révision de la loi sur le

la réflexion. La commission est d'avis que les manifestations travail et, ici aussi, à en croire la presse, l'idée aurait rencontré

fixées dans toute la Suisse plutôt le soir sont mieux fréquen- un écho largement positif dans les cantons (j'ai cité ici M. Ruf).

tées si elles ne sont pas précédées d'une journée de congé of- Toujours en faveur de l'initiant, on peut citer le fait que l'on

ficiel invitant à être passée loin du propre lieu de domicile. pourrait offrir au peuple suisse, dans la continuité d'un

2. Les cantons sont actuellement seuls compétents pour pren- 1 er août férié décrété pour 1991, un 1 er août août férié officiel

dre des dispositions concernant les jours fériés. Ils ont donc dès 1992, puisqu'il aurait pu être entériné par le vote d'une

toute latitude pour proclamer le 1er août fête publique. La majorité du peuple et des cantons. Toujours selon l'initiant,

commission est persuadée qu'une réglementation cantonale une procédure de consultation à ce sujet, entreprise dans le

des jours fériés est mieux à même de tenir compte des besoins cadre de la révision de la loi sur le travail, serait favorable à ce

régionaux et des traditions locales. Maintes localités ont d'ail- jourférié. La modification constitutionnelle aurait certes l'avan-

leurs décidé, par voie de négociations et sans prescriptions tage d'offrir un jour de congé supplémentaire à toutes les ci-

cantonales, d'accorder au moins un après-midi de congé. toyennes et les citoyens, ce qui n'est pas le cas actuellement.

3. Enfin, il y a lieu de rappeler que ce thème vient d'être dé- J'en viens maintenant aux arguments de la majorité de la com-

battu au Parlement. La commission estime qu'aucun aspect mission qui, par 11 voix contre 6 a refusé l'initiative de M. Ruf.

nouveau ne vient justifier une réouverture du débat à ce sujet. Tout d'abord, la majorité a constaté qu'aucun élément nou-

4. Par contre, une partie de la commission était d'avis que veau n'était intervenu depuis octobre 1988, date à laquelle par

l'institution d'un tel jour férié supplémentaire est économique- un vote clair de 65 voix contre 18 une même initiative de l'ini-

ment admissible. De plus, le 1er août représente un cas parti- tiant avait été refusée par votre conseil. En droit, selon le ré-

culier qui justifie un jour férié fédéral. gime constitutionnel du partage des compétences, les can-

tons sont seuls habilités à légiférer sur les jours fériés. Le

Antrag der Kommission législateur fédéral n'est pas autorisé à édicter des dispositions

Die Kommission beantragt mit 11 zu 6 Stimmen, der parlamen- sur les fêtes générales. Les cantons ont donc toute latitude

tarischen Initiative von Herrn Ruf keine Folge zu geben. pour proclamer le 1er août fête publique. La majorité de la

commission est persuadée qu'une réglementation cantonale

Antrag Ruf des jours fériés est mieux à même de tenir compte des us et

Der Initiative Folge geben coutumes régionaux et des traditions locales. Maintes locali-

tés ont d'ailleurs décidé, par voie de négociations, et sans

Proposition de la commission prescriptions cantonales, d'accorder au moins un après-midi

La commission propose par 11 contre 6 voix de ne pas donner de congé. Ainsi la loi fédérale sur le travail, à son article 18, per-

suite à l'initiative Ruf. met aux cantons de décréter jusqu'à huit jours fériés assimilés

à des dimanches.

Proposition Ruf Votre commission dans sa majorité a aussi estimé qu'il s'agi-

Donner suite à l'initiative rait d'introduire cette disposition lors de la modification de la

loi sur le travail actuellement en révision et elle n'est pas d'avis

Mme Jeanprêtre, rapporteur: Vous avez reçu un rapport écrit qu'il faille introduire une disposition constitutionnelle plus cen-

sur cet objet, mais j'apporterai encore quelques éléments d'ar- tralisatrice et qui engage une procédure plus lourde.

gumentation.

M. Ruf, dans son initiative, demande une révision partielle de Frau Stamm, Berichterstatterin: Sie haben über die Arbeit der

la Constitution fédérale. Ce point a été une pierre d'achoppe- Petitions- und Gewährleistungskommission zur parlamentari-

ment au sein de la commission. L'initiative de M. Ruf décrète schen Initiative von Herrn Kollege Ruf einen schriftlichen Be-

ainsi que le 1er août est fête nationale dans toute la Confédé- richterhalten.

ration et, à ce titre, jour férié. L'argumentation de l'initiant est la Ich erinnere Sie daran, dass wir bereits im Oktober 1988 aus-

suivante: «Déclarer la fête nationale jour férié assimilé à un di- führlich über die Idee des 1. August als Staatsfeiertag gespro-

manche répond à un impératif de politique nationale. Le fait chen und der damaligen parlamentarischen Initiative von

que le 1er août ne soit pas, dans la plupart des cantons, jour Herrn Ruf mit 65 zu 18 Stimmen und einigen Enthaltungen

férié, contrairement à ce qui est la règle dans presque tous les keine Folge gegeben haben. Herr Ruf vertritt nun die Meinung,

pays voisins, n'est pas digne de la signification politique qui dass sich in der Zwischenzeit ein gewisser Sinneswandel er-

revient à notre fête. En effet, ce jour commémore la naissance eignet habe, der seinem Anliegen förderlich sei.

de notre Etat, dont la démocratie directe reste inégalée. Dans So hat die Nationale Aktion eine entsprechende Volksinitiative

tout pays, la fête nationale a pour but de renforcer la cohésion lanciert, die entsprechende Unterschriftenzahl erreicht, und

nationale et d'encourager à faire face aux problèmes à venir. die Volksinitiative kann demnächst eingereicht werden. Im

Une telle commémoration est souhaitable chez nous aussi. Parlament wurde ein vom Bundesrat entgegengenommenes

Surtout, elle serait un témoignage digne de l'honneur dû à Postulat Ruf überwiesen, welches die Einführung des 1. Au-

l'acte de fondation de notre Etat.» gust als Feiertag über 1991 hinaus anregt.

Je ne m'étendrai pas en considérations sur la signification Die parlamentarische Initiative Ruf, die heute zur Diskussion

d'une fête patriotique, chacun y apportant sont lot de juge- steht, ist als Partialrevision der Bundesverfassung konzipiert.

ments de valeur, soit qu'il considère la symbolique de cette Sie soll also eine Ergänzung der Kompetenz der Kantone,

date historique digne d'un jour de réflexion, mêlé aux flons- über die Feiertage zu legiferieren, darstellen.

flons de la fête, ou qu'il craint l'exode en voiture des bénéficiai- Die Kommission hat folgende Ueberlegungen gemacht:

res de ce jour de congé supplémentaire. Zunächst hat sie festgestellt, dass seit der Debatte im Parla-

L'auteur postule, à l'appui de sa proposition, qu'il se dégage- ment, im Herbst 1988, keine neuen Aspekte hinzugekomm-

rait actuellement une majorité dans l'opinion publique pour men seien, die es rechtfertigen würden, heute eine andere Ent-

voir ce jour-là férié. On peut bien le croire car qui refuserait un scheidung als damals zu treffen.

jour de congé supplémentaire? D'ailleurs, l'Action nationale a Die Kommission war auch der Meinung, dass die Gestaltung

lancé une initiative populaire demandant que le jour de la fête des 1. August als Feiertag von Staates wegen den Gehalt die-

nationale soit férié. Sa teneur est identique à celle de l'interven- ses Tages nicht verbessern würde. Sie hat sogar die Befürch-

tion de M. Ruf. Elle sera déposée probablement munie des tung geäussert, dass ein Feiertag die Schweizerinnen und

cent mille signatures cet automne. Un postulat de M. Ruf, invi- Schweizer eher dazu bringen würde, diesen Tag fernab von ih-

tant à déclarer le 1 er août jour férié dès 1991, a été accepté par rem Wohnort zu verbringen und eben nicht des 1. August zu

26. September 1990 N 1611 Parlamentarische Initiative. Bundesfeiertag

gedenken, im Gegensatz zu heute, wo die Bundesfeiern, die abklären, ob und auf welche Weise wir dem Gedanken der

am Abend organisiert werden, recht gut besucht sind. dauernden Verankerung eines arbeitsfreien Bundesfeiertages

Heute sind, wie bereits erwähnt, die Kantone zuständig, Vor- Schützenhilfe geben können.»-Soweit Ständerat Affolter.

schriften über Feiertage zu erlassen. Es gibt Kantone, die den Vor allem haben sich auch verschiedene Kantone in diesem

1. August bereits zum Feiertag erklärt haben. Die Kommission Jahr positiv zum Anliegen vernehmen lassen. Ich zitiere als

vertritt die Ueberzeugung, dass es besser ist, diese Kompe- Beispiel aus einer Stellungnahme des Kantons Bern: «Einige

tenz bei den Kantonen zu belassen, welche auf die örtlichen Kantone haben den 1. August bereits zum Feiertag erklärt. In

Bedürfnisse und Traditionen besser Rücksicht nehmen anderen Kantonen sind die Betriebe wohl geschlossen, die Ar-

können. beitszeit wird jedoch vorgeholt. In weiteren Kantonen gilt der

Die Mehrheit der Kommission beantragt Ihnen mit 11 zu 6 1. August nur für das Staatspersonal als Feiertag. Diese Situa-

Stimmen, der parlamentarischen Initiative keine Folge zu tion ist unbefriedigend.» Und die «Appenzeller Zeitung» be-

geben. richtete anfangs April: »Von den Bundesratsparteien haben

Die Minderheit der Kommission war der Meinung, dass der sich bisher die CVP und die FDP für einen 1. August als Natio-

1. August als Feiertag immerhin ein Sonderfall sei, der unser nalfeiertag ausgesprochen.» Und weiter: «Der Kanton Appen-

ganzes Land betreffe, so dass es sich durchaus rechtfertigen zell-Ausserrhoden spricht sich für eine Feiertagsregelung aus

würde, hier einen Feiertag via Partialrevision der Bundesver- mit der Begründung, dass sich damit vielleicht eine zusätzli-

fassung einzuführen. che Motivation verbinden lasse, 'um - wenigstens einmal jähr-

lich - über den Zustand, die Chancen und die Gefährdungen

der eigenen Heimat etwas intensiver als bisher nachzuden-

Ruf: Dass der 1. August als Bundesfeiertag ein den Sonnta- ken'.»

gen gleichgestellter, arbeitsfreier, also ein vollwertiger Feier- Im Hinblick auf das Jubiläumsjahr 1991 - und wohl auch auf-

tag werden soll, entspricht nicht nur seit langem einem breiten grund der Volksinitiative - ist einiges in Bewegung geraten.

Wunsch des Volkes, sondern stellt meines Erachtens auch Wenn ich meine parlamentarische Initiative eingereicht habe,

eine staatspolitische Notwendigkeit dar! deren Text mit jenem der Volksinitiative identisch ist, so vor al-

Ich gehe auf diesen Aspekt, zu dem ich mich hier bereits bei lem deshalb, weil das Parlament damit die Chance erhält, Volk

anderer Gelegenheit geäussert habe, nicht mehr näher ein. und Stände noch 1991, im Jahr des 700. Geburtstages der

Ich erinnere Sie an die ausführliche Begründung meinerfrühe- Eidgenossenschaft also, über die dauerhafte Verankerung

ren parlamentarischen Initiative, die bekanntlich im Okto- des 1. August in der Verfassung abstimmen zu lassen. Eine

ber 1988 bei sehr vielen Enthaltungen abgelehnt wurde. Annahme des entsprechenden Verfassungsartikels kann wohl

Aus meinem damaligen Votum gestatte ich mir nur folgendes nicht ernsthaft bezweifelt werden, so dass dem Land zur Feier

kurzes Zitat: «Die Tatsache, dass der 1. August in den meisten des 700jährigen Bestehens endlich ein richtiger Nationalfeier-

Kantonen kein Feiertag ist - dies im Gegensatz zur Regelung tag geschenkt würde!

in praktisch sämtlichen Nachbarländern - wird der wesentli- Damit komme ich zur kurzen Erläuterung des Initiativtextes,

chen staatspolitischen Bedeutung unseres Nationalfeiertages der in enger Zusammenarbeit mit einem Staatsrechtsprofes-

nicht gerecht. Am Bundesfeiertag wird nämlich der Entste- sor sowie einem weiteren kompetenten Juristen ausgearbeitet

hung und der Geschichte unseres Staates gedacht, der mit wurde.

seiner direkten Demokratie beispiellos dasteht. Aufgabe des Angesichts der geltenden Rechtslage kann das Anliegen des

Nationalfeiertages in jedem Lande ist es, das gemeinsame arbeitsfreien 1. August nur mit einer Ergänzung der Bundes-

Staatsbewusstsein zu stärken und den Willen zur Lösung der verfassung sowie den daraus folgenden gesetzlichen Anpas-

künftigen Probleme zu fördern.» sungen des Arbeitsrechts in klarer und befriedigender Weise

Gerade im Hinblick auch auf ein diskutiertes verstärktes Enga- geregelt werden. Nach derverfassungsmässigen Kompetenz-

gement der Schweiz in Europa kommt dem Bundesfeiertag ordnung, die auch aus unserer Sicht völlig unbestritten ist,

vermehrt Bedeutung zu, will man doch sicherlich vermeiden, sind für die Gesetzgebung über öffentliche Feiertage aus-

dass unser Land der vier Sprachkulturen im europäischen In- schliesslich die Kantone zuständig. Der Bundesgesetzgeber

tegrationsprozess auseinanderbricht. ist nicht befugt, Bestimmungen über allgemeine Feiertage zu

Das Volk wünscht den 1. August schon seit langem als Feier- erlassen. Das soll im Grundsatz auch so bleiben. Aber schon

tag - und zwar mit erdrückender Mehrheit, wie entsprechende deshalb braucht es eine Verfassungsnorm für den einen Son-

Meinungsumfragen über Jahre hinweg immer wieder bele- derfall des Bundesfeiertages. Die verfassungsmässige Veran-

gen. Ich erinnere Sie namentlich an die Ihnen erneut verteilte kerung ist vor allem aber von grundsätzlicher, staatspoliti-

Umfrage der «Coop-Zeitung» vom Juli 1987. 81,8 Prozent der scher Tragweite und Symbolik! In einem neuen Artikel

Befragten sprachen sich dafür aus, dass der Nationalfeiertag 116bis BV soll der bisher weitgehend gewohnheitsrechtliche

ein wirklicher, arbeitsfreier Feiertag werde. Nur 2,4 Prozent wa- Bundesfeiertag überhaupt erst in der Bundesverfassung ver-

ren dagegen. ankert werden. Daneben enthält der Initiativtext arbeitsrechtli-

Leider hatten die politischen Behörden die Zeichen der Zeit bis che Vorschriften und Uebergangsbestimmungen.

vor kurzem noch nicht erkannt. Sonst wären frühere Vorstösse Der 1. August wird arbeitsrechtlich den Sonntagen gleichge-

nicht abgelehnt worden. Immerhin ist seit einigen Monaten stellt und damit arbeitsfrei, abgesehen von den üblichen

durch praktisch alle Parteien hindurch und in mehreren Kanto- Dienstleistungsbereichen, in denen an Sonntagen gearbeitet

nen ein deutlicher Gesinnungswandel, ein relativ plötzliches werden darf. Dadurch wird er zum zusätzlichen und einzigen

und sehr erfreuliches Umdenken festzustellen, das vielleicht gesamtschweizerischen Feiertag. Kein einziger bisheriger Fei-

auch etwas durch die Lancierung der Volksinitiative der ertag in den Kantonen - also auch nicht etwa der 1. Mai -wird

Schweizer Demokraten «für einen arbeitsfreien Bundesfeier- gefährdet. Es bleibt alles beim alten; der 1. August kommt als

tag» zu erklären ist. zusätzlicher Tag dazu.

Im Parlament wurde ein vom Bundesrat akzeptiertes Postulat Am 1. August wird der Geburtstag des ganzen Landes gefei-

überwiesen, das die Einführung des I.August als Feiertag ert. Deshalb braucht es dafür als einzige Sonderregelung ei-

über 1991 hinaus anregt. Im weiteren hat sich Ende März 1990 nen gesamtschweizerischen Feiertag! Die Kantone sollen ihre

- Madame Jeanprêtre hat darauf hingewiesen - der Präsident Kompetenz behalten, alle übrigen Feiertage wie bisher selbst

der Arbeitsgruppe zur Vorbereitung der Präsenz des Parla- festzulegen; sie werden in keiner Weise in ihren Befugnissen

ments im Jahre 1991, Ständerat Affolter, an einer Pressekonfe- eingeschränkt. Jene Stände, die den 1. August bereits als kan-

renz gegenüber dem Anliegen positiv geäussert. Einem Mit- tonalen Feiertag eingeführt haben, können aufgrund von Ab-

glied unserer Partei hatte er bereits im Januar dieses Jahres satz 3 der Uebergangsbestimmungen anstelle des 1. August

auf einen entsprechenden Brief hin geschrieben: «Schliess- einen weiteren kantonalen Feiertag bestimmen, wenn sie dies

lich darf ich Ihnen aber noch mitteilen, dass die Vorstösse aus wollen. Sie müssen dies natürlich nicht.

Ihrer Partei, den 1. August zum arbeitsfreien, gesamtschwei- Die Initiative enthält absichtlich keinerlei Bestimmungen über

zerischen Bundesfeiertag zu erklären, in meiner Arbeits- die Gestaltung der Bundesfeier. Die bewährte bisherige Rege-

gruppe auf Sympathie gestossen sind. Wir werden noch näher lung der Organisation durch Gemeinden, Vereine und Private,

Initiative parlementaire. Fête nationale fériée 1612 N 26 septembre 1990

die auch den föderalistischen Bedürfnissen unseres Landes Mme Antille: Dans sa majorité, le groupe radical se déclare fa-

Rechnung trägt, soll beibehalten werden. Auch in jenen Kanto- vorable aux conclusions de la Commission des pétitions et re-

nen, die den 1. August bereits als vollwertigen Feiertag ken- pousse l'initiative de M. Ruf par esprit fédéraliste. En d'autres

nen, werden mit grossem Erfolg Bundesfeiern durchgeführt. termes, il vous propose de laisser le pouvoir aux cantons. Tou-

Die Teilnahme ist dort nicht schlechter als anderswo. Entspre- tefois, sur un plan personnel et suivie par une importante mi-

chende Befürchtungen für den Fall, dass man den Tag ge- norité, je vous engage à soutenir l'initiative qui vous est propo-

samtschweizerisch zum Feiertag erklärt, sind unbegründet. sée.

Die parlamentarische Initiative ebnet den Weg, um das Ziel am En effet, comment expliquer que dans la plupart des cantons

schnellsten zu erreichen. Im Falle einer Zustimmung könnte le 1er mai soit un jour férié alors que notre fête nationale ne

die Kommission rasch zur Tat schreiten, wobei sie bekanntlich l'est pas? Il faut saisir l'occasion du 700e anniversaire de la

gemäss Artikel 21 quater Absatz 1 des Geschäftsverkehrsge- Confédération pour corriger cette anomalie et redonner à no-

setzes einen eigenen Text vorschlagen kann. tre fête nationale toute son importance. C'est économique-

Bei einer zügigen Beratung in beiden Kammern wäre eine ment supportable et politiquement souhaitable.

Volksabstimmung frühestens im Dezember 1991 möglich. Da-

mit könnte dem Schweizervolk der Bundesfeiertag noch im

Schmid: Ob sich bei einem zeitlich fixierten Anlass Festlich-

symbolträchtigen Jubiläumsjahr geschenkt werden, und dem

keit oder Feierlichkeit einstellt, liegt nicht daran, ob ein solcher

Initiativkomitee der 1. August-Initiative würde die Möglichkeit

Tag teilweise oder ganz schul- bzw. arbeitsfrei ist. Diese Stim-

eröffnet, das Volksbegehren zurückzuziehen. Zudem wären

mung hängt von etwas ganz anderem ab, und dies wurde uns

auch die Parlamentswahlen bereits vorbei, der Termin also un-

um so bewusster, als wir auch sichtlich Mühe bekunden, das

ter parteitaktischen Gesichtspunkten völlig problemlos. Vor al-

700jährige Bestehen der Eidgenossenschaft zu feiern. Könnte

lem aber könnte ein nahtloser Uebergang zwischen dem

es sein, dass der historische Rückblick auf die Verdienste un-

1. August 1991, der bekanntlich auf freiwilliger Basis arbeitsfrei

serer Vorfahren desto mehr bedrückt, je weniger wir selbst be-

sein soll, und dem Bundesfeiertag derfolgenden Jahre herbei-

reit sind, die gegenwärtigen Probleme befriedigend für die Zu-

geführt werden.

kunft zu lösen? Ich bin überzeugt, die Verdriesslichkeit rührt

Ich appelliere zum Schluss an Sie: Machen Sie doch dem

daher, dass wir nicht den Mut aufbringen, die Aufgaben unse-

Schweizervolk zum 700-Jahr-Jubiläum der Eidgenossen-

rer Zeit ebenso entschlossen und umfassend anzugehen wie

schaft das Geschenk eines arbeitsfreien 1. August! Es wird Ih-

unsere Vorfahren, die uns die Verwantwortung für dieses Land

nen dafür dankbar sein!

einmal übertragen haben.

Die wachsende Zahl der ungelösten und unentschiedenen

Probleme, die wir vor uns herschieben, rauben uns die Heiter-

Reimann Fritz: Ich muss vorausschicken, dass die SP-Frak-

keit und Gelassenheit, ohne die wir nicht in der Lage sind, Fe-

tion keinen Beschluss gefasst hat, aber ich kann die Meinung

ste zu feiern. Das ist die Situation, die wir eigentlich ändern

unserer Fraktion bekanntgeben. Man könnte - wie das Herr

müssten. Da bringt es uns auch nicht weiter, wenn der besagte

Ruf auch feststellt - die Meinung vertreten, dass es nach 700

I.August als Feiertag bezeichnet und für arbeitsfrei erklärt

Jahren Eidgenossenschaft an der Zeit wäre, den 1. August als

wird. Es bleibt aber auch, wie es ist, wenn wir mit unserem cal-

Nationalfeiertag auch tatsächlich als arbeitsfreien Tag zu fei-

vinistischen Arbeitseifer dokumentieren, dass wir am Vormit-

ern. Dabei stellt sich allerdings die Frage, ob es den Befürwor-

tag noch beschäftigt sein wollen oder gar erst nach Feier-

tern in der Umfrage tatsächlich um unseren Nationalfeiertag

abend zum 1 .-August-Funken aufbrechen. Wir debattieren

geht oder einfach um einen arbeitsfreien Tag. Auf jeden Fall

hier also über ein eher marginales Problem, bei dessen Beant-

finde ich es etwas überrissen, wenn Herr Ruf von einer staats-

wortung wir uns um keine Fraktionsdoktrin bemüht haben. Wir

politischen Notwendigkeit spricht. Ich fände noch viele andere

werden nach persönlichem Gutdünken unterschiedlich votie-

Notwendigkeiten, die staatspolitisch von grösserer Wichtigkeit

ren.

wären als der 1. August. Es sind tatsächlich diese etwas patrio-

tischen Töne, die mir und auch vielen Fraktionsmitgliedern

Mühe bereiten. M. Ducret: Dans la grande majorité des pays, la fête nationale

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund hat sich in der Frage n'est pas un jour de travail. La raison en est double. D'une part,

des arbeitsfreien 1. August vernehmen lassen. Wir haben dem un jour férié se distingue des autres jours du calendrier an-

Bundesrat mitgeteilt, dass wir grundsätzlich nichts dagegen nuel, car il marque un événement qui mérite d'être mis en évi-

einzuwenden haben, wenn man den Arbeitnehmern zu einem dence et, d'autre part, il s'agit d'une véritable fête qui justifie

zusätzlichen arbeitsfreien Tag mit Lohnzahlung verhelfen will. que la population puisse être disponible pour y participer.

Es stellt sich dabei die Frage, Herr Ruf, wer wem ein Geschenk Dans notre pays, comme on l'a rappelé tout à l'heure, ce sont

bereitet. Meines Erachtens muss es sich dann aber auch tat- les cantons qui détiennent la compétence de fixer les jours fé-

sächlich um einen zusätzlichen Feiertag handeln. Wir müssten riés, et l'article 18 de la loi sur le travail détermine un maximum

uns in aller Form dagegen wehren, wollte man bereits beste- de huit jours fériés par an qui peuvent être assimilés à un di-

hende Feiertage gegen den 1. August eintauschen. Damit manche. Ce sont donc les cantons, en l'état de la législation,

wäre wahrscheinlich niemandem, am allerwenigsten den Ar- qui peuvent décider de décréter le 1 er août férié, et non la Con-

beitnehmern, geholfen, wenn man einen Feiertag um die fédération.

Weihnachtszeit wegnehmen würde, um einen während der Lors de l'examen de la première initiative parlementaire de M.

Ferienzeit zu gewähren. Ruf, la Commission des pétitions avait rapporté qu'une en-

Wir sind aber auch der Meinung, dass es noch andere Tage quête, opérée auprès des gouvernements cantonaux, avait

gibt, die uns als arbeitsfreier Feiertag wohl anstehen würden. montré qu'à l'instar du Conseil fédéral les cantons étaient de

Ich meine dabei den 1. Mai. Wenn wir hier schon den 1. Au- l'opinion que la célébration du 1er août devait être laissée à

gust als arbeitsfreien Tag beschliessen, sollten wir auch den l'initiative des cantons et des communes. Depuis cette épo-

1. Mai als arbeitsfreien Tag ins Auge fassen. Im Gegensatz que et à ma connaissance, six cantons ont décrété le 1 er août

zum 1. August wird nämlich der 1. Mai heute schon landesweit jourférié, àsavoir: Zurich, Schaffhouse, Thurgovie, Tessin, So-

während des Tages und nicht erst am Abend gefeiert. Es leure (l'après-midi) et, tout récemment, Genève. Les autres

würde gewissermassen einem politischen Gleichgewicht ent- n'ont pas ou n'ont pas eu cette possibilité pour avoir épuisé

sprechen, beide Tage als arbeitsfreie Tage einzubeziehen, leur quota de huit jours.

den 1. August als Nationalfeiertag und den 1. Mai als Feiertag, Cela étant, il est évident que la fête nationale suisse est un évé-

der an die sozialen Errungenschaften in diesem Land erinnern nement important de la vie politique et sociale de notre pays. Il

soll. s'agit, par ce jour privilégié, de commémorer des valeurs es-

In diesem Sinn könnte ich der parlamentarischen Initiative zu- sentielles de notre démocratie, de leur marquer notre attache-

stimmen, in der Hoffnung, die Befürworter des 1. August als ment et de chercher à les inscrire dans une perspective d'ave-

arbeitsfreien Tag werden gleiches Recht halten, wenn es ein- nir. La fête du 1 er août permet également aux habitants de no-

mal in diesem Rat um den 1. Mai gehen sollte. tre pays de se retrouver, dans nos différentes communes, à

26. September 1990 N 1613 Parlamentarische Initiative. Bundesfeiertag

l'occasion de manifestations au caractère à la fois simple et desfeiern statt. Dank langjähriger, bewährter Tradition können

chaleureux. dort unsere Vereine noch auf ihre Mitglieder zählen. In diesen

Le groupe démocrate-chrétien, bien que partagé et hésitant Gemeinden ist das Staatsbewusstsein beiden meisten Bürge-

quant à la procédure à suivre, considère qu'il serait excessif rinnen und Bürgern gut verankert, und die Kinderfreuen sich

d'apporter une adjonction à la Constitution fédérale sur un su- bereits am 2. August auf die nächste Feier.

jet somme toute mineur. Il est ainsi favorable à une solution fé- Daran sollte nichts geändert werden. Persönlich bitte ich Sie,

déraliste qui laisse aux cantons le soin de décider sous quelle die Initiative abzulehnen.

forme et dans quelles conditions ils entendent célébrer l'anni-

versaire de la création de la Confédération, en tenant compte

de leurs propres traditions et coutumes. Ainsi, je viens d'ap- M. Jeanneret: Le groupe libéral-je crois qu'il l'a déjà démon-

prendre que, dans certains cantons, de plus en plus nombreu- tré - tient à apporter sa contribution au fait que nos travaux ne

ses sont les communes qui renoncent à organiser une fête ou durent pas trop longtemps en considérant que, lorsqu'il y a un

un feu à cette occasion, faute d'engouement des communiers. rapport écrit de commission, il n'est pas nécessaire de parler.

A Genève, en revanche, chaque commune se fait un devoir de Malheureusement, le fait que M. Ruf ait pu convaincre 29 de

marquer cet événement par une manifestation, par ailleurs nos collègues de déposer une propositio'n d'appel nominal,

très fréquentée, qui donne notamment la possibilité aux autori- nous oblige à dire pourquoi après d'autres nous voterons non.

tés de délivrer à la population un message patriotique et civi- Nous considérons que c'est un peu une sorte de piège et nous

que. aimerions dire, pour mettre la conscience à l'aise de tous ceux

Dès lors, il devrait être possible, par une modification de la loiqui auraient des doutes, que voter non ne signifie d'aucune

sur le travail et l'adjonction d'un jour férié supplémentaire, de manière ne pas accorder d'importance à la fête nationale du

permettre à tous les cantons qui le désirent d'introduire dans 1er août, bien au contraire. Il n'y aura pas tout à l'heure les

bons Suisses qui voteront oui et les mauvais Suisses qui vote-

leur législation le 1 er août dans la liste des jours assimilés à un

dimanche. ront non, bien au contraire aussi. Nous souscrivons pleine-

Le Conseil fédéral ayant accepté le postulat Ruf du 7 octobre ment aux arguments de la commission, résumés dans les trois

1988, visant à examiner si et par quels moyens on pourrait points que vous avez sous les yeux, de manière à la fois con-

adapter notre législation dans ce sens, il convient d'attendre vaincante et courte.

cette révision, étant précisé que rien ne devrait s'opposer à ce J'aimerais dire à M. Ruf que l'histoire de la Suisse ce n'est pas

que ce jour férié supplémentaire soit réservé exclusivement au seulement ce qui s'est passé dans les trois petits cantons le

1er août, sans obligation toutefois pour les cantons qui ne le 1 er août 1291. L'histoire de la Suisse c'est aussi ce qui se pas-

sait ce même jour dans la ville de Baie, dans l'Etat de Vaud,

souhaitent pas d'utiliser cette faculté. Par ailleurs, il est égale-

ment possible pour les cantons, je le rappelle, de considérer le chez les paysans jurassiens, etc. Et c'est cet ensemble qui

1er août comme un jour chômé, non assimilable à un diman- constitue la vie de la Suisse et c'est pour cela que nous som-

che. mes fédéralistes et que, même si nous sommes représentants

En conclusion, le groupe démocrate-chrétien vous invite à re- de plusieurs cantons qui n'ont rejoint la Confédération

qu'après, nous fêtons maintenant le 1 er août 1291.

jeter l'initiative de M. Ruf dans l'attente de la suite qui sera don-

née par le Conseil fédéral à son postulat. La commission l'a rappelé très justement, il n'y a aucun fait

nouveau.

Wyss William: In der SVP-Fraktion haben wir uns an der letz- Le deuxième argument est un problème de fédéralisme, le troi-

ten Sitzung mit der vorliegenden Initiative befasst. Eine . sième étant celui que la commission a précisé à son point 3 et

knappe Mehrheit unserer Fraktion ist der Auffassung, dieser qui me paraît être le plus convaincant: finalement, cette cou-

parlamentarischen Initiative sei Folge zu geben. tume très libre où on laisse aux familles, à l'entreprise, aux

In den Kantonen Zürich, Schaffhausen, Thurgau und Tessin ist communes, aux cantons le soin d'organiser la journée et de se

der 1. August bereits ein arbeitsfreier Feiertag, und im Kanton réunir-même si l'on a travaillé toute la journée-en fin de jour-

Solothurn ist der Nachmittag des 1. August offiziell arbeitsfrei. née pour fêter, c'est une coutume parfaitement conforme aux

Die Mehrheit unserer Fraktion ist der Auffassung, dass hier im traditions de ceux qui, en 1291, se sont justement réunis le soir

Interesse einer guten Koordination eine eidgenössische Re- après avoir travaillé toute la journée.

gelung nötig wäre. Restons-en donc à notre système; n'ayons pas mauvaise

Persönlich empfehle ich Ihnen hingegen aus staatspolitischen conscience en votant non tout à l'heure. Nous accordons pour

Gründen, der parlamentarischen Initiative Ruf keine Folge zu autant une grande importance à la fête nationale.

geben. Kollege Markus Ruf hat in der Kommissionssitzung fol-

gendes erklärt: «Aufgabe des Nationalfeiertages in jedem Namentliche Abstimmung - Vote par appel nominal

Lande ist es, das gemeinsame Staatsbewusstsein zu stärken

und den Willen zur Lösung der künftigen Probleme zu fördern.

Dies wäre auch bei uns wünschenswert, vor allem wäre es Für den Antrag Ruf (Folge geben) stimmen die folgenden Rats-

eine gebührende patriotische Ehrenbezeugung gegenüber mitglieder:

dem Gründungsakt unseres Staatswesens.>> Votent pour le proposition Ruf (donner suite) :

Ich unterstütze natürlich alle Bestrebungen, unser Staatsbe- Aguet, Aliesch, Antille, Aubry, Baggi, Béguelin, Berger, Biel,

wusstsein zu fördern. Ob aber der 1. August generell ein ar- Bircher Peter, Bircher Silvio, Blatter, Bodenmann, Bonny,

beitsfreier Tag ist oder nicht, ist für die Geisteshaltung der Brügger, Bühler, Bundi, Büttiker, Caccia, Carobbio, Cavadini,

Schweizerinnen und Schweizer nicht entscheidend. In sehr Cincera, Danuser, David, Diener, Dietrich, Dormann, Dünki,

vielen Gemeinden unseres Landes konzentriert sich die Bun- Eggenberg-Thun, Eggenberger Georges, Eisenring, Eppen-

desfeier auf den Abend. Fackelzüge und Höhenfeuer haben bergerSusi, Fäh, Fischer-Seengen, Frey Walter, Früh, Grassi,

auch nur am Abend einen Sinn. Diese bewährte Regelung der Haering Binder, Hafner Rudolf, Hafner Ursula, Hänggi, Hari,

Organisation durch die Gemeinden, Vereine und Private trägt Hildbrand, Hösli, Hubacher, Jaeger, Jeanprêtre, Keller, Koh-

den unterschiedlichen kantonalen, regionalen und damit fö- ler, Kühn, Kühne, Ledergerber, Leuenberger-Solothurn,

deralistischen Bedürfnissen bestens Rechnung. Ein staatlich Leuenberger Moritz, Leutenegger Oberholzer, Maeder,

verordneter Ruhetag lädt von vornherein dazu ein, den freien Massy, Matthey, Mauch Ursula, Meier Fritz, Meier-Glattfelden,

Tag fern vom eigenen Wohnort zu verbringen, dies hat übri- Meizoz, Mühlemann, Müller-Aargau, Müller-Meilen, Müller-

gens auch die Sprecherin deutscher Zunge bereits gesagt. Wiliberg, Nabholz, Neuenschwander, Neukomm, Portmann,

Wenn in kommenden Jahren der 1. August zum Beispiel auf Reich, Reimann Fritz, Reimann Maximilian, Rohrbasser, Ruf,

einen Freitag oder Montag fällt, gibt es zusätzlich ein verlän- Salvioni, Scheidegger, Scherrer, Schnider, Schule, Segmül-

gertes Wochenende. Staus auf den Autobahnen würden an ei- ler, Segond, Seiler Hanspeter, Seiler Rolf, Spielmann,

nem solchen Wochenende nicht ausbleiben. Wollen wir dies? Spoerry, Stappung, Steffen, Stocker, Uchtenhagen, Ulrich,

Sind Staus ein Beitrag zur Besinnung? Sicher nicht. Vor allem Vollmer, Wanner, Weder-Basel, Widmer, Wiederkehr, Wyss

in ländlichen Gebieten finden jedes Jahr gutbesuchte Bun- Paul, Zbinden Hans, Züger, Zwingli, Zwygart (100)

Initiative parlementaire. Majorité civile à 18 ans 1614 N 26 septembre 1990

Für den Antrag der Kommission (keine Folge geben) stimmen Schriftliche Begründung des Initianten

die folgenden Ratsmitglieder: (leicht gekürzt)

Votent pour la proposition de la commission (ne pas donner Die beiden Vorstösse zur Senkung des Stimm- und Wahl-

suite): rechtsalters sowie des Mündigkeitsalters sind als Einheit zu

Allenspach, Ammano, Aregger, Auer, Bär, Basler, Braun- betrachten. Nachdem von anderer Seite die Herabsetzung

schweig, Burckhardt, Cevey, Columberg, Coutau, Daepp, des Stimm- und Wahlrechtsalters bereits begründet wurde,

Darbellay, Déglise, Dubois, Ducret, Eggly, Engler, Euler, Fank- möchte ich zusätzlich zur wahrscheinlich konsensfähigen

hauser, Fierz, Fischer-Hägglingen, Fischer-Sursee, Frey Senkung des Wahl- und Stimmrechtsalters auch die Senkung

Claude, Friderici, Gardiol, Giger, Graf, Gros, Guinand, Hess der zivilrechtlichen Mündigkeit nach Artikel 14 des Zivilgesetz-

Otto, Hess Peter, Iten, Jeanneret, Jung, Lanz, Leuba, Luder, buches (ZGB) und damit verbunden der Ehemündigkeit nach

Maître, Mauch Rolf, Nebiker, Nussbaumer, Paccolat, Perey, Artikel 96 ZGB auf 18 Jahre beantragen.

Philipona, Pidoux, Rebeaud, Rechsteiner, Reichling, Ruck- Zweifellos sind junge Menschen heute als Folge veränderter

stuhl, Rutishauser, Rüttimann, Rychen, Savary-Vaud, Schmid, gesellschaftlicher Gegebenheiten wesentlich früher selbstän-

Schwab, Stamm, Steinegger, Stucky, Thür, Tschuppert, We- dig und entscheidungsfähig als vor Jahrzehnten; hauptsäch-

ber-Schwyz, Wellauer, Wyss William, Zbinden Paul, Zölch, lich aufgrund eines gut ausgebauten Bildungswesens und ei-

(66) nes umfassenden Informationsangebotes durch die Medien

verfügen sie über einen vertieften Einblick in die staatlichen

Der Stimme enthält sich - S'abstient: Zusammenhänge und politischen Entscheidungsprozesse.

Dreher 0) Dieser Tatsache wird auch in anderen Rechtsbereichen Rech-

nung getragen, und umso mehr sollten bei einer Senkung der

Abwesend sind die folgenden Ratsmitglieder - Sont absents: Altersgrenze das Stimm- und Wahlrechtsalter einerseits und

Baerlocher, Bäumlin, Blocher, Borei, Bürgi, Cotti, Couchepin, die zivilrechtliche Mündigkeit andererseits aufeinander abge-

Etique, Feigenwinter, Grendelmeier, Günter, Gysin, Haller, stimmt werden.

Herczog, Houmard, Loeb, Longet, Loretan, Martin, Oehler, In Beantwortung zweier parlamentarischer Vorstösse führte

Ott, Petitpierre, Pini, Pitteloud, Ruffy, Sager, Savary-Fribourg, der Bundesrat am S.September 1979 aus, es entspreche

Schmidhalter, Spalti, Theubet, Widrig, Ziegler (32) «über weite Strecken einer jüngeren schweizerischen Tradi-

tion», in der Diskussion über das Stimm- und Wahlrechtsalter

Vizepräsident Bremi stimmt nicht einerseits und das Mündigkeitsalter andererseits «von einer

M. Bremi, vice-président, ne vote pas notwendigen Uebereinstimmung»zu sprechen. In ihrem über-

wiesenen Postulat «Mündigkeits- und Stimmrechtsalter» vom

18. Juni 1979 betonte die damalige Nationalrätin Bauer, «Mün-

digkeits- und Stimmrechtsalter müssen zusammenfallen». Zu-

letzt führte der Bundesrat im März 1987 bei der Antwort auf die

#ST# 89.229 Motion von Ständerat Schoch zur Herabsetzung des Mündig-

keitsalters aus, es sei sinnvoll, die Frage des Stimm- und Wahl-

Parlamentarische Initiative rechtsalters miteinzubeziehen. Die Motion wurde als Postulat

(Ruf) überwiesen.

Mündigkeits- und Ehemündigkeitsalter 18 Nach Artikel 14 Absatz 1 ZGB ist bekanntlich mündig, wer das

20. Lebensjahr vollendet hat. Die Mündigkeit bildet zusam-

Initiative parlementaire men mit der Urteilsfähigkeit die Voraussetzung für die volle

(Ruf) rechtliche Handlungsfähigkeit, die vor allem den Abschluss

Majorité civile et capacité de contracter von Verträgen erst ermöglicht.

mariage à 18 ans Urteilsfähigkeit wiederum bedeutet nach ZGB die Fähigkeit zu

vernunftgemässem Handeln. An die Ausübung der politi-

Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN schen Rechte können dieselben Anforderungen geknüpft wer-

den wie an die zivilrechtliche Handlungsfähigkeit. Das Stimm-

und Wahlrechtsalter auf 18 Jahre zu senken, die zivilrechtliche

Mündigkeit als Voraussetzung der vollen rechtlichen Hand-

lungsfähigkeit dagegen bei 20 Jahren zu belassen, wäre unlo-

Wortlaut der Initiative vom 7. Juni 1989 gisch und inkonsequent. Dies umso mehr, da in vielen Rechts-

Das Schweizerische Zivilgesetzbuch vom 10. Dezember 1907 bereichen 18jährige den Erwachsenen seit langem gleichge-

ist dahingehend zu ändern, dass die Mündigkeit und die Ehe- stelltsind.

mündigkeit erhält, wer das 18. Altersjahr vollendet hat. Einige Beispiele: Im strafrechtlichen Bereich unterstehen Ju-

gendliche ab 18 Jahren grundsätzlich den Bestimmungen

Texte de l'initiative du 7 juin 1989 des Erwachsenenstrafrechts, abgesehen von einer Sonder-

Le Code civil suisse du 10 décembre 1907 est à réviser de fa- norm für junge Erwachsene von 18 bis 25 Jahren. Die Religi-

çon à octroyer la majorité civile et la capacité de contracter ma- onsmündigkeit ist bereits mit 16 Jahren gegeben. Mit 18 dür-

riage à quiconque a atteint l'âge de 18 ans révolus. fen Jugendliche Personenwagen lenken und die damit ver-

bundene Verantwortung übernehmen. Ab dem Kalenderjahr,

Herr Schmid unterbreitet im Namen der Kommission den fol- in dem sie 18 Jahre alt werden, müssen Arbeitnehmer AHV-,

genden schriftlichen Bericht: IV- und EO-Beiträge bezahlen. Bereits heute kann übrigens in

besonderen Fällen nach Artikel 15 Absatz 1 ZGB die Mündig-

Wir unterbreiten Ihnen hiermit gemäss Artikel 21 ter des Ge- keitserklärung ab 18 Jahren erfolgen. Die Ehemündigkeit liegt

schäftsverkehrsgesetzes (GVG) den Bericht der vorprüfenden für Frauen heute generell bei 18 Jahren (für Männer bei 20).

Kommission über die von Nationalrat Ruf am 7. Juni 1989 ein- Sie kann auf 18 bzw. 17 Jahre gesenkt werden, wenn die El-

gereichte parlamentarische Initiative, welche die Herabset- tern zustimmen und eine behördliche Zustimmung vorliegt.

zung des Mündigkeitsalters auf 18 Jahre verlangt. Die Kom- Unmündige wiederum werden durch Heirat mündig, was im

mission hat am 14. November 1989 den Initianten angehört Extremfall für eine 17jährige Frau gelten kann. Der urteilsfä-

und zu ihren Beratungen eine Vertreterin des Eidgenössi- hige Unmündige kann selbständige Rechtsgeschäfte ab-

schen Justiz- und Polizeidepartementes beigezogen. schliessen und Rechte ausüben, die ihm um seiner Persön-

Die Kommission hat mit 11 zu 0 Stimmen (bei 5 Enthaltungen) lichkeit willen zustehen. Seit der Revision des Zivilrechts ist er

beschlossen, dem Nationalrat zu beantragen, der parlamenta- nach Artikel 323 ZGB voll handlungsfähig, soweit es um sei-

rischen Initiative sei keine Folge zu geben. nen Arbeitsverdienst und das daraus Ersparte geht.

Die Kommission beantragt mit 16 zu 0 Stimmen, ihre Motion zu In den siebziger Jahren haben unsere Nachbarländer ihr Mün-

überweisen, die das Anliegen des Initianten aufnimmt. digkeitsalter angepasst, nur Liechtenstein hält noch an 20 Jäh-

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Parlamentarische Initiative (Ruf) 1. August. Arbeitsfreier Bundesfeiertag

Initiative parlementaire (Ruf) 1er août. Fête nationale fériée

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1990

Année

Anno

Band IV

Volume

Volume

Session Herbstsession

Session Session d'automne

Sessione Sessione autunnale

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 09

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 89.227

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 26.09.1990 - 16:00

Date

Data

Seite 1607-1614

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Ref. No 20 018 989

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