Lowering Voting Age and Expanding Postal Voting
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe legislature addressed two separate proposals concerning political participation. The first, a cantonal initiative, proposed lowering the voting and eligibility age to 18. The legislature approved this initiative, agreeing that granting younger citizens the right to vote would better reflect demographic shifts and encourage their integration into civic life. The second proposal, a motion, sought to allow postal voting without requiring a specific reason. The legislature also approved this motion, reasoning that it would accommodate modern lifestyles and increase voter participation by removing barriers to casting a ballot.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 93 Absatz, Art. 21ter Absatz, Art. 93 Abs. 2 der Bundesverfassung; Lowering Voting Age and Expanding Postal Voting: The first, a cantonal initiative, proposed lowering the voting and eligibility age to 18. The legislature approved this initiative, agreeing that granting younger citizens the right to vote would better reflect demographic shifts and encourage their integration into civic life. The second proposal, a motion, sought to allow postal voting without requiring a specific reason. The legislature also approved this motion, reasoning that it would accommodate modern lifestyles and increase voter participation by removing barriers to casting a ballot.
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KI-generiertThis provision is cited as the legal basis for the Canton of Jura submitting its cantonal initiative for the introduction of the voting and eligibility age of 18 at the federal level.
Volltext
7. März 1990 N 283 Standesinitiative Jura
zusammen mit dem Stimm- und Wahlrechtsalter 18 auch die Was die Volksabstimmung betrifft - die Frage ist hier gestellt
zivilrechtliche Mündigkeit auf 18 Jahre gesenkt werden worden -, ist es denkbar, dass sie im nächsten März stattfinden
könnte. Für die Senkung des Stimm- und Wahlrechtsalters be- kann, sofern der Ständerat im Juni oder spätestens im Septem-
nötigen wir eine Verfassungsänderung. Im Bereich der zivil- ber dieser Vorlage ebenfalls seinen Segen gibt.
rechtlichen Mündigkeit ist lediglich eine Gesetzesänderung Bezüglich des Mündigkeitsalters kann ich Ihnen sagen, dass
erforderlich, die ohne Volksabstimmung über die Bühne geht, der Bundesrat der Motion ebenfalls zustimmt, aber mit Ihrer
wenn nicht das Referendum ergriffen wird. Von daher betrach- Kommission der Auffassung ist, dass dieses Problem nicht mit
tet, wäre es auch zeitlich noch durchaus möglich, mit einer be- dem Stimm- und Wahlrechtsalter 18 gekoppelt werden sollte.
förderlichen Behandlung der erwähnten Kommissionsmotion Eine Vorlage für die Revision des Artikels 14 des Zivilgesetz-
im kommenden Sommer sowie einem raschen Handeln auch buches ist separat in Vorbereitung.
des Bundesrates die nötigen Weichen zu stellen und an-
schliessend die entsprechenden Beschlüsse zu fassen. Bundesbeschluss über die Herabsetzung des Stimm- und
Wahlrechtsalters auf 18 Jahre
Büttiker: Ich danke dem Präsidenten, dass ich als Erstinitiant Arrêté fédéral abaissant à 18 ans l'âge requis pour
zum Stimm- und Wahlrechtsalter 18 auch noch ein paar Be- l'exercice du droit de vote et d'éligibilité
merkungen machen kann.
Ich glaube, es ist richtig, dass nach zehn Jahren jetzt wieder Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen
ein Anlauf genommen wird, das Stimm- und Wahlrechtsalter Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière
18 hoffentlich bis .1991 zu verwirklichen. In der Zwischenzeit
haben nämlich verschiedene Kantone mit der Partizipation der Detailberatung - Discussion par articles
Jugendlichen Ernst gemacht und haben das Stimm- und
Wahlrechtsalter auf 18 Jahre herabgesenkt. Es sind nun Titel und Ingress, Ziff. I, II
15 Kantone, die das Stimm- und Wahlrechtsalter gesenkt ha- Antrag der Kommission
ben. Man kann also eigentlich von einem Ständemehr spre- Zustimmung zum Entwurf der Kommission
chen. Auch haben die meisten unserer westlichen Nachbar-
staaten das Stimm- und Wahlrechtsalter 18 bereits eingeführt. Titre et préambule, eh. l, II
Mein Hauptargument zur Einführung des Stimm- und Wahl- Proposition de la commission
rechtsalters 18 ist die Alterspyramide der Schweizer Bevölke- Adhérer au projet de la commission
rung. Die ist nämlich längst keine Birne mehr, sondern viele
Leute sagen, eben in bezug auf die Altersstruktur: ein fauler Angenommen -Adopté
Apfel. Der Anteil der jüngeren Leute nimmt stetig ab, während
die älteren Jahrgänge zahlenmässig an Bedeutung zuneh- Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
men.
Diese Tendenz verschiebt natürlich auch die Gewichte inner- Für Annahme des Beschlussentwurfes 121 Stimmen
halb der stimm- und wahlberechtigten Bevölkerung, indem (Einstimmigkeit)
die ältere Generation ständig wächst und damit die Ent-
scheide an der Urne immer deutlicher beeinflusst. An den Ständerat-Au Conseil, des Etats
Diese Entwicklung muss aus staatspolitischen Gründen ge-
bremst bzw. korrigiert werden, weil vor allem die Jugendlichen
die grundlegenden Entscheide von heute in der Zukunft tra-
gen müssen. Deshalb ist es zweifellos sinnvoll, durch die Ein- #ST# 89.206
führung des Stimm- und Wahlrechtsalters 18 den Schwer-
punkt der Altersstruktur etwas zum Jugendpol hin zu verschie- Standesinitiative Jura
ben und den jungen Schweizerinnen und Schweizern - etwa Stimmrechtsalter 18
160 000 bis 170 000-das Stimm- und Wahlrecht zu geben.
Ein weiteres Argument gegen das Stimm- und Wahlrechtsalter Initiative du canton du Jura
18, das man häufig hört, ist, dass damit die Stimm- und Wahl- Droit de vote à 18 ans
beteiligung nicht steigen würde. Das ist klar. Aber es ist ein
bisschen unfair, wenn man von den Jungen eine höhere
Stimm- und Wahlbeteiligung erwartet als ihnen die älteren Vor-
bilder vordemonstrieren.
An unseren Gewerbe- und Mittelschulen wird Staatskundeun- Herr Schmid unterbreitet im Namen der Kommission den fol-
terricht erteilt. Aber das sind meistens eben Trocken- oder genden schriftlichen Bericht:
Sandkastenübungen. Und der Lehrerfolg bleibt meistens aus,
weil der Staatskundelehrer die Dinge nicht im Massstab 1 zu 1 1. Am 11. Dezember 1989 reichte der Regierungsrat des Kan-
vordemonstrieren kann. tons Jura im Auftrag des jurassischen Kantonsparlamentes
Ich komme zum Schluss: Es gibt sehr viele Ziele einer Jugend- gestützt auf Artikel 93 Absatz 2 der Bundesverfassung eine
politik. Für mich bedeutet aber Jugendpolitik vor allem, den Standesinitiative ein, welche die Einführung des Stimm- und
jungen Menschen für die Oeffentlichkeit, für die Gemeinschaft Wahlrechtsalters 18 auf Bundesebene fordert.
zu interessieren und ihn in diese Gemeinschaft in positivem 2. Das Büro überwies die Standesinitiative der Kommission,
Sinne hineinwachsen zu lassen, hineinwachsen zu lassen in welcher bereits die fünf parlamentarischen Initiativen der Natio-
die Uebernahme von Pflichten. Pflichten zu übernehmen nalräte Büttiker, Brelaz.Segond, Ziegler und Ruf zur Einführung
heisst aber auch, Rechte zu haben und bei der Gestaltung die- des Stimm, und Wahlrechtsalters 18 (89.223, 89.224, 89.225,
ser Pflichten mitsprechen zu können. 89.226 und 89.228) zur Vorprüfung zugeteilt worden waren.
Ich betrachte das Herabsetzen des Stimmrechtsalters auf 3. Die Kommission hat an ihrer Sitzung vom 14. November
18 Jahre als ein Mittel, um integrativ zu wirken in bezug auf un- 1989 die genannten parlamentarischen Initiativen beraten.
sere junge Generation. Mir scheint, wir sollten zu unserer jun- Das Anliegen der Initianten stiess in der Kommission auf ein-
gen Generation Vertrauen haben. Das Vertrauen können wir hellige Zustimmung. Die Kommission beschloss, gemäss Ge-
nur beweisen, indem wir ihr das Recht geben, in einem Alter an schäftsverkehrsgesetz Artikel 21ter Absatz 3 in dieser Sache
die Urne zu gehen, in dem sie nach meiner Meinung auch reif selbst die Initiative zu ergreifen und ohne Vorprüfung eine Vor-
und fähig ist. lage auszuarbeiten. Mit ihrem Bericht vom 30. Januar 1990
legt die Kommission dem Nationafrat einen Entwurf zu einem
Bundeskanzler Buser: Der Bundesrat hat sich vor einer Wo- Bundesbeschluss über die Herabsetzung des Stimm- und
che mit dem Geschäft befasst und beantragt Ihnen, der Vor- Wahlrechtsalters auf 18 Jahre vor (90.220). Damit wird das An-
lage der Kommission zuzustimmen. liegen der jurassischen Standesinitiative verwirklicht.
Motion du Conseil des Etats (Rhinow) 284 N 7 mars 1990
M. Schmid presente au nom de la commission le rapport écrit Im erläuternden Bericht der erwähnten Studienkommission
suivant: wird die Erleichterung der brieflichen Stimmabgabe wie folgt
begründet:
1. Le 11 décembre 1989 le Conseil d'Etat du Canton du Jura «Nach dem geltenden Recht dürfen nur Personen ihre Stimme
déposait, sur mandat du Parlement cantonal jurassien et selon brieflich abgeben, die aus bestimmten Gründen am persön-
l'article 93, alinéa 2 de la Constitution fédérale, une initiative lichen Gang zur Urne verhindert sind. Die Kantone können je-
cantonale demandant que soit introduit le droit de vote et d'éli- doch die voraussetzungslose briefliche Stimmabgabe zulas-
gibilité à 18 ans sur le plan de la Confédération. sen. In manchen Kantonen ist diese Möglichkeit bereits ge-
2. Le Bureau a soumis l'initiative du canton à la commission schaffen worden. Erfahrungen aus diesen Kantonen zeigen,
déjà chargée de l'examen des cinq initiatives parlementaires dass damit einem weit verbreiteten Bedürfnis entsprochen
des conseillers nationaux Büttiker, Brélaz, Segond, Ziegler et wird. In der Tat ist die heutige Lösung des BPR nicht mehr zeit-
Ruf (89.223, 89.224, 89.225, 89.226 et 89.228) demandant gemäss. Weite Bevölkerungskreise verbringen die Wochen-
l'introduction de la majorité politique à 18 ans. enden regelmässig mit diversen Freizeitaktivitäten und sind
3. Le 14 novembre 1989 cette commission avait traité les initia- daher ortsabwesend. Auch dies mag ein Grund sein für die zu-
tives parlementaires. La demande des initiants a trouvé l'ap- nehmende Stimm- und Wahlabstinenz. Mit der Zulassung der
probation unanime de la commission. Selon l'article 21 ter, ali- voraussetzungslosen brieflichen Stimmabgabe wird jeder-
néa 3 de la loi sur les rapports entre les conseils, celle-ci a mann ermöglicht, an einem Urnengang teilzunehmen, ohne
décidé de prendre elle-même l'initiative et d'élaborer une pro- auf andere Lebensgewohnheiten verzichten zu müssen. Miss-
position sans effectuer de préexamen. Dans son rapport du brauchsmöglichkeiten können, wie die einschlägige kanto-
30 janvier 1990, la commission du Conseil national présente nale Praxis zeigt, mit geeigneten Verfahrensvorschriften weit-
un projet d'arrêté fédéral sur l'abaissement de l'âge du droit de gehend ausgeschlossen werden.»
vote et d'éligibilité à 18 ans (90.220). Ainsi, la demande for-
mulée dans l'initiative cantonale jurassienne sera réalisée. M. Schmid présente au nom de la commission le rapport écrit
suivant:
Antrag der Kommission
Die Kommission beantragt, die Standesinitiative abzuschrei- M. Rhinow a déposé au Conseil des Etats, le 3 octobre 1988,
ben. une motion.
Le Conseil des Etats a transmis cette motion à l'unanimité le
Proposition de la commission 15 décembre 1988. Le chancelier de la Confédération s'est
La commission propose de classer l'initiative cantonale. déclaré prêt, au nom du Conseil fédéral, à accepter le texte en
question.
Angenommen -Adopté On a déjà tenu compte des desiderata du motionnaire dans le
projet présenté par une commission d'étude concernant la
révision de la loi fédérale sur les droits politiques (LDP). La
procédure de consultation y relative s'est achevée en mars
#ST# 88.739 1989; un message sera, selon toute vraisemblance, soumis
prochainement aux conseils législatifs.
Motion des Ständerates (Rhinow) Dans le rapport explicatif de la commission d'étude susmen-
tionnée, l'assouplissement que constitue le vote par corres-
Briefliche Stimmabgabe
pondance est justifié de la manière suivante: «Selon le droit en
Motion du Conseil des Etats (Rhinow) vigueur, seules les personnes qui, pour des raisons bien préci-
Vote par correspondance ses, n'ont pas la possibilité de se rendre aux urnes sont autori-
sées à voter par correspondance. Les cantons peuvent toute-
fois introduire le vote par correspondance pour tous les élec-
teurs sans condition. Certains l'ont d'ailleurs fait et ont cons-
taté que cette mesure répondait à un besoin réel.
Wortlaut der Motion vom 15. Dezember 1988 Il faut bien admettre que la solution proposée actuellement
Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament eine Aende- dans la LDP n'est plus adaptée à notre époque. Les personnes
rung des Bundesgesetzes über die politischen Rechte vorzu- qui quittent leur domicile pour le week-end sont en effet de
legen, damit bei Wahlen und Abstimmungen des Bundes in al- plus en plus nombreuses. Il est très vraisemblable que ce soit
len Kantonen von der brieflichen Stimmabgabe ohne Angabe là l'une des raisons qui font que le nombre des abstentionnis-
von Gründen Gebrauch gemacht werden kann. tes ne cesse de s'accroître. En donnant à chaque électeur la
possibilité de voter par correspondance sans condition, on
Texfe de la motion du 15 décembre 1988 permettrait aux citoyens de concilier activités de loisir et parti-
Le Conseil fédéral est chargé de soumettre au Parlement un cipation aux scrutins. Quant aux abus, les expériences faites
projet de révision de la loi fédérale sur les droits politiques dans différents cantons ont montré qu'ils pouvaient être évités
prévoyant que l'on peut, dans tous les cantons, faire usage du dans une très large mesure au moyen de prescriptions de
droit de vote par correspondance sans indiquer de motif, lors procédure.»
d'élections et de votations au niveau fédéral.
Antrag der Kommission
Herr Schmid unterbreitet im Namen der Kommission den fol- Ihre Kommission beschlossan ihrer Sitzung vom 6. April 1989
genden schriftlichen Bericht: ohne Diskussion und einstimmig, dem Nationalrat zu beantra-
gen, die Motion des Ständerates zu überweisen.
Am 3. Oktober 1988 hat Herr Rhinow im Ständerat eine Motion
eingereicht. Proposition de la commission
Am 15. Dezember 1988 hat der Ständerat diese Motion ein- Votre commission a décidé, au cours de sa séance du 6 avril
stimmig überwiesen. Der Bundeskanzler erklärte sich namens 1989, sans discussion et à l'unanimité, de proposer au Conseil
des Bundesrates bereit, die Motion entgegenzunehmen. national de transmettre la motion du Conseil des Etats.
Das Anliegen des Motionärs wurde bereits in den Entwurf ei-
ner Studienkommission für die Revision des Bundesgesetzes Ueberwiesen - Transmis
über die politischen Rechte (BPR) aufgenommen. Die Ver-
nehmlassung zu diesem Entwurf wurde Ende März 1989 ab-
geschlossen; eine entsprechende Botschaft wird voraussicht-
lich demnächst den eidgenössischen Räten unterbreitet wer-
den.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Standesinitiative Jura Stimmrechtsalter 18
Initiative du canton du Jura Droit de vote à 18 ans
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1990
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 03
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 89.206
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 07.03.1990 - 08:00
Date
Data
Seite 283-284
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Ref. No 20 018 346
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