Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 89-065 KI-generiert

Federal Council Proposal for Swiss History Museum Extension in Schwyz Approved

Geschäftsnummer VPB 89-065
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Swiss Federal Council proposed establishing a historical museum, "Panorama of Swiss History," as an extension of the Swiss National Museum in Schwyz, requesting a credit of 13 million Swiss Francs for its construction and furnishings, funded by commemorative coin premiums. The Federal Council emphasized that the Federal Office of Culture would be responsible for ensuring the project stayed within budget and met quality standards, while the canton of Schwyz would retain ownership of the building. Parliament approved the proposal, recognizing the museum's potential to foster historical awareness and address shortcomings in previous museum projects, while also debating the allocation of preparatory costs and ensuring a balanced representation of cultural and political history.

Legislator-Regeste

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Art. 85 ch. 10 Cst; Federal Council Proposal for Swiss History Museum Extension in Schwyz Approved: The Federal Council emphasized that the Federal Office of Culture would be responsible for ensuring the project stayed within budget and met quality standards, while the canton of Schwyz would retain ownership of the building. Parliament approved the proposal, recognizing the museum's potential to foster historical awareness and address shortcomings in previous museum projects, while also debating the allocation of preparatory costs and ensuring a balanced representation of cultural and political history.

Schlagwörter

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Projektfinanzierung Kulturgüter politische Vertretung Zweitwohnungsinitiative Begleitbeistandschaft politische Kultur
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 85 ch. 10 Cst.

Cited as the legal basis for the federal resolution concerning the establishment of a Swiss National Museum.

Loi fédérale du 27 juin 1890 sur la création d'un Musée national suisse

Cited as the legal basis for the federal resolution concerning the establishment of a Swiss National Museum.

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Volltext

Panorama de l'histoire suisse 786 12 décembre 1989

#ST# 89.034 #ST# 89.065

Soziale Sicherheit. Abkommen Panorama der Schweizer Geschichte

mit dem Fürstentum Liechtenstein Panorama de l'histoire suisse

Sécurité sociale. Convention

avec la Principauté de Liechtenstein Botschaft und Beschlussentwurf vom 6. September 1989 (BBI III, 857)

Message et projet d'arrêté du 6 septembre 1989 (FF III, 817)

Botschaft und Beschlussentwurf vom 26. April 1989 (BBIII, 625)

Message et projet d'arrêté du 26 avril 1989 (FF II, 597)

Beschluss des Nationalstes vom 21. September 1989

Décision du Conseil national du 21 septembre 1989

Antrag der Kommission

Eintreten

Proposition de la commission

Entrer en matière

Antrag der Kommission

Eintreten und Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Hänsenberger, Berichterstatter: Mit der Ihnen vorgelegten

Botschaft wird beabsichtigt, in Schwyz im alten Zeughaus ein

Proposition de la commission historisches Museum als Aussenstelle des Schweizerischen

Entrer en matière et adhérer à la décision du Conseil national Landesmuseums zu errichten, genannt Panorama der

Schweizer Geschichte, und dafür einen Kredit von 13 Millio-

Gadient, Berichterstatter: Die sozialversicherungsrechtlichen nen Franken zu sprechen, zahlbar aus dem Prägegewinn der

Beziehungen mit dem Fürstentum Liechtenstein werden zur- Gedenkmünzen zur 700-Jahrfeier der Gründung der Eidge-

zeit durch drei gesonderte Verträge geregelt. Es sind dies die nossenschaft.

Abkommen über die AHV und IV (1965), über die Unfallversi- Ihre Kommission Wissenschaft und Forschung hat die Vorlage

cherung (1932) sowie über die Familienzulagen (1969). Seit geprüft. Sie empfiehlt Ihnen mit 9 Stimmen, ohne Gegen-

dem Abschluss dieser Abkommen sind im inner- wie im zwi- stimme und bei einer Enthaltung, die Vorlage des Bundesra-

schenstaatlichen Recht beider Länder Aenderungen eingetre- tes zu genehmigen.

ten, die eine Revision aller drei Abkommen erforderlich ge- Für die Beratung standen der Kommission der Direktor des

macht haben. Das vorliegende Abkommen berücksichtigt Schweizerischen Landesmuseums, Dr. Furger, sowie der be-

diese Aenderungen. Die erwähnten Versicherungszweige auftragte Architekt Steiner aus Schwyz neben dem Verantwort-

werden neu in einem einzigen Vertrag geregelt und durch Er- lichen Dr. Defago, Direktor des Bundesamtes für Kultur, zur

leichterungen beim Krankenversicherungsübertritt ergänzt. Verfügung.

Allfällige Mehrkosten für Versicherungsleistungen und zusätz- Sie werden begreifen, dass die Kommission unter dem Ein-

lichen Verwaltungsaufwand werden sich für Bund und Kan- druck der massiven und unverzeihlichen Fehlberechnungen

tone in einem bescheidenen Rahmen bewegen. für das Zweigmuseum Prangins grossen Wert darauf gelegt

Der Nationalrat hat diese Vorlage am 21. September diskussi- hat, einwandfrei die Verantwortlichkeiten festzulegen, um die

onslos und einstimmig angenommen. Kostenberechnungen als seriös betrachten zu können.

Die einstimmige Aussenwirtschaftskommission beantragt Ih- Zur Verantwortung: Trotz der nicht einfachen Aufgabe - das

nen, auf die Vorlage einzutreten und dem Bundesbeschluss Gebäude bleibt nämlich im Eigentum des Kantons Schwyz -

betreffend das Abkommen mit dem Fürstentum Liechtenstein ist klar, dass das Bundesamt für Kultur und damit Dr. Defago

über Soziale Sicherheit zuzustimmen. die Verantwortung dafür tragen, dass Bau und Einrichtung zu

den vorgesehenen 13 Millionen Franken möglich sind.

Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Die Kommission hat das Amt für Bundesbauten - es war an der

Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière Beratung nicht vertreten - noch schriftlich angefragt: Kann das

Amt für Bundesbauten den vorgelegten Berechnungen vorbe-

Detailberatung - Discussion par articles haltlos zustimmen? Wir haben folgende Antwort erhalten:

«Das Amt für Bundesbauten kann den vorgelegten Berech-

Titel und Ingress, Art. 1,2 nungen vorbehaltlos zustimmen, nachdem das Projekt und

Titre et préambule, art. 1,2 der Kosten Voranschlag einer Nachprüfung durch unabhän-

gige Fachleute durchaus standgehalten haben. Das Amt für

Angenommen - Adopté Bundesbauten ist das zuständige Baufachorgan und ist im

wesentlichen verantwortlich für das Projektmanagement, d. h.

Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble für die Einhaltung der Kosten, der Termine und für die Qualität

sowie Ausschreibung und Vergabe von Bauarbeiten. Bedingt

Für Annahme des Beschlussentwurfes 30 Stimmen durch die etwas unüblichen Voraussetzungen (Eigentümer

(Einstimmigkeit) des Gebäudes bleibt der Kanton Schwyz) und aus Effizienz-

gründen wird der Vorsteher des Hochbauamtes des Kantons

An den Bundesrat -Au Conseil fédéral Schwyz in unserem Auftrag und im gegenseitigen Einverneh-

men als Ortsansässiger die Leitung des Projekts wahrneh-

men. Die Vergabe der Bauarbeiten und die Verpflichtungskon-

trolle wird das Amt für Bundesbauten übernehmen.«

Zum Zweck und zur Aufgabe des neuen Museums verweise

ich Sie auf die ausführliche Botschaft. Ich halte hier nur fest,

dass - wenn auch nicht ganz ohne lokale Opposition in

Schwyz selber- ein sich indie bisherige Museumsstruktur des

Ortes Schwyz einfügendes Museum entstehen soll. Dieses

Museum soll auf eine neuartige Weise - unter Ausnützung der

gegenwärtigen Erkenntnisse für zweckmässigen Bau und Be-

trieb von Museen - den Weg der Schweiz von der Gründung

bis ins 18. Jahrhundert zeigen; es wird neben Dauerausstel-

lungen auch Wechselausstellungen bieten, und dank ihm wer-

den auch andere Museen ihre Attraktivität stark steigern kön-

nen.

12. Dezember 1989 787 Panorama der Schweizer Geschichte

Das Panorama der Schweizer Geschichte bildet eine Aussen- an das Vergangene oder nur an die Zukunft hält, verliert die

steile des Schweizerischen Landesmuseums und wird von bleibende Gültigkeit und die Fähigkeit zur Dauer.» Soweit

dort aus betreut. An Personal werden etwas mehr als vier volle Burckhardt.

Stellen geschaffen werden müssen - für den Museumsbe- Aber gerade für die Zukunftsbewältigung brauchen wir ein Ge-

treuer, den Hausmeister und Stellvertreter, Garderobe und schichtsbewusstsein. Wir wissen heute um die Geschichtlich-

Verkauf sowie die konservatorischen Aufgaben und die Oef- keit der Geschichte. Jedes Zeitalter hat seine besondere Ge-

fentlichkeitsarbeit. schichtsauffassung. Es ist deshalb zu begrüssen, wenn in

Der Kanton Schwyz wird sich mit einer pauschalen Summe Schwyz der Wandel des Geschichtsbildes dargestellt wird. Es

von 100 000 Franken im Jahr am Betriebsaufwand beteiligen. soll aufgezeigt werden, wie ein Aegidius Tschudi, später ein

Die Summe wird alle fünf Jahre an die Betriebsergebnisse an- Johannes von Müller, noch später Dierauer oder dann Edgar

gepasst werden können. Das ist in einem Vertrag zwischen Bonjour die Geschichte im Verlaufe der Zeit immer wieder an-

der Eidgenossenschaft und dem Kanton Schwyz geregelt. ders gesehen haben. Zu vermeiden ist dabei allerdings ein to-

Nun noch kurz zu den Kommissionsbeschlüssen von Stände- taler Relativismus. Bestimmte Ereignisse bleiben Tatsache,

und Nationalrat. Die Kommission des Ständerats hat bloss und zwar unabhängig davon, wie man sie wertet oder gewich-

den Ingress ergänzt, nämlich noch einen Verweis auf das Ge- tet.

setz über das Landesmuseum aufgenommen. Das scheint mir Mit dem Gewichten stehen wir bei der Auswahl der histori-

richtig, und ich empfehle Ihnen dies zur Genehmigung. schen Fakten. Im 19. Jahrhundert und in der ersten Hälfte un-

Obschon in keiner Weise unter Zeitdruck gearbeitet werden seres Jahrhunderts bestand Schweizer Geschichte - minde-

muss und auch eine nur teilweise Fertigstellung auf 1991 aus- stens in der Schule - vornehmlich aus der politischen und der

drücklich als unmöglich bezeichnet wird und nach unserer damit verbundenen militärischen Geschichte. Dann verlager-

Kommissionsmeinung nicht anzustreben ist, ist die Vorlage ten sich die Aktivitäten auf die Kulturgeschichte, insbesondere

doch zeitlich dringlich, damit überhaupt begonnen werden auf die Sozialgeschichte. Bei der Durchsicht der Botschaft

kann. Deshalb hat auch die Kommission des Nationalrates be- kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass das vorlie-

reits getagt. Sie hat sich zwar der Ingressänderung unserer gende Projekt Gefahr läuft, die Kultur- und Sozialgeschichte

Kommission angeschlossen, aber eine weitere sachliche Dif- ebenso einseitig zu betonen, wie in unserem Schulunterricht

ferenz geschaffen, indem sie - durch Dazuschlagung dee so- seinerzeit die politisch-militärische Geschichte einseitig be-

genannten Vorlaufkosten - mit Mehrheitsbeschluss den Kredit tontwurde.

um rund 2 Millionen auf 14,948 Millionen aufgestockt hat. Auf Seite 8 der Botschaft ist die Rede von der Geschichte als

Unter diesen knapp zwei Millionen Franken Kosten sind nach kulturbildendem Prozess. Die Entstehungsgeschichte der

der Botschaft - ich verweise auf Ziffer 43 - die im Verlaufe der Eidgenossenschaft - und die feiern wir ja 1991 - ist aber vor al-

Jahre 1990 und 1991 entstehenden Vorbereitungskosten ver- lem ein staatsbildender, also ein politischer Prozess. Es reicht

standen, also vor der Eröffnung, die im Zusammenhang mit also nicht aus, wenn man mit einer nationalen Ikonographie

der wissenschaftlichen Grundlagenarbeit, mit Publikationen ein paar Mythen darstellt.

und der Oeffentlichkeitsarbeit stehen. Die Botschaft führt aus, Im Wandel des Geschichtsbildes läuft man immer wieder Ge-

dass für diese Kosten - soweit möglich - private Geldgeber fahr, von einem Extrem ins andere zu fallen, und zwar in der

gewonnen werden sollten. Auswahl der Themen wie in ihrer Betrachtung. So sprach

Die Kommission des Nationalrates hat dieses Sponsoring als Meinrad Lienert noch, wenn er die alten Eidgenossen er-

zu wenig bestimmt bestritten und diese Vorlaufkosten dem wähnte, von den «frommen Heldenvätern». In unserer Zeit

Kredit beigefügt. wurde es üblich, diese alten Eidgenossen als halbstarke Sau-

Unsere Kommission hatte auch Bedenken, aber grundsätzlich bannerzügler zu bezeichnen. Das waren ungefähr zwei Ex-

nichts dagegen einzuwenden, wenn sich für die Vorbereitung treme. Sehr wahrscheinlich hat es beide Ausgaben der alten

des Betriebes dieses Museums auch private Geldquellen er- Eidgenossen gegeben.

schliessen Hessen. Das scheint nicht völlig unmöglich zu sein, Prangins wurde eine bautechnische und damit eine finanzielle

auch wenn Dr. Defago meint, dass dieser Markt im Zusam- Enttäuschung. Wir erwarten vom Bundesrat, dass er dafür

menhang mit den Feiern 1991 recht ausgetrocknet sein sorgt, dass Schwyz keine sachliche Enttäuschung wird. Wir er-

könnte. warten, dass Kulturgeschichte und politische Geschichte in ei-

Aber man kann nicht nach dem Beschluss - wie das die Kom- nem ausgewogenen Verhältnis dargestellt werden. Ich hoffe,

mission des Nationalrates gemacht hat - unter dem Titel «Ob- dass der Bundesrat das Projekt in diesem Sinne auch beglei-

jektkredit» einfach zwei Millionen Franken Betriebskosten bei- tet.

fügen, denn diese Vorbereitungskosten sind Betriebskosten.

Die gehören nicht in den Objektkredit und können meines Huber: Mein verehrter Vorredner hat mit einem sehr fundier-

Erachtens nicht einfach zur Bausumme geschlagen werden. ten Zitat seine ebenso fundierten Ausführungen eingeleitet.

Sie fallen auch zum Teil bereits 1990 an und werden - soweit Ich möchte Ihnen ein sehr viel kürzeres Zitat vorlegen, das

nötig, man redet von 400 000 Franken - auf dem Weg des aber ebenfalls einschlägig ist: «Wer die Vergangenheit nicht

Nachkredites geltend gemacht werden. Für die späteren kennt, der begreift die Gegenwart nicht und kann die Zukunft

Jahre sind sie dann zu budgetieren. Ob dabei auch private nicht gestalten.» Damit ist meines Erachtens ebenso plastisch

Geldgeber für solche absolut notwendigen Vorlaufkosten ge- gesagt, dass wir gerade heute gut daran tun, Institutionen zu

funden werden können, ist keineswegs Voraussetzung für errichten, die einen Beitrag leisten zur Förderung des Ge-

diese Kosten. Sie müssen auf alle Fälle getragen werden. schichtswissens, aber auch des Geschichtsbewusstseins,

Ich empfehle Ihnen im Namen der Kommission, dem Bundes- und zwar als Gesamtes und als Ganzes.

beschluss mit der einzigen Ergänzung zuzustimmen, dass im Ich glaube auch, dass uns derartige Institutionen befähigen,

Ingress zu «gestützt auf.Artikel 85 Ziffer 10 der Bundesverfas- die Geschichte nicht nachzubeten, sondern Geschichte kon-

sung» noch beigefügt wird: «und auf das Bundesgesetz über trovers zu erleben. Denn auch das halte ich für einen wesent-

die Errichtung eines Schweizerischen Landesmuseums». lichen Beitrag für die Bewältigung der Vergangenheit, die

auch bei uns hie und da nicht zur Vollreife gebiert.

Ruesch: Die Idee eines Panoramas der Schweizer Ge- Unter diesen Gesichtspunkten befürworte ich dieses Vorha-

schichte ist an und für sich sehr begrüssenswert; denn es ist ben, um so mehr, als es an einen Ort zu stehen kommt, der mir

staatspolitisch dringend notwendig, das Geschichtsbewusst- von ganzem Herzen sympathisch und liebenswert ist.

sein der schweizerischen Bevölkerung, insbesondere der jun- Wir haben drei Bedenken gehabt, wir haben sie ausgeräumt.

gen Generation, zu stärken. Diese Stärkung ist ganz beson- Was die Vorlaufkosten angeht, bitte ich Sie, dem Referenten

ders im Hinblick auf die Bewältigung der Zukunftsprobleme zuzustimmen. Wir haben sodann selbstverständlich einen kur-

wichtig. Von Carl Jacob Burckhardt stammt der berühmte zen Abstecher im Geist nach Prangins gemacht. Wir haben es

Satz: «Allem höheren Denken eignet Gemeinschaft in Vergan- bedauert, dass der Vertreter des Bundesamtes für Bauten

genheit, Gegenwart und Zukunft. Wer dieser Dreiheit wider- nicht anwesend war. Er hat uns auf dem Korrespondenzweg

strebt und sich einzig an die vermeintliche Gegenwart, allein versichert, es wäre alles sehr gründlich und sehr gut abgeklärt,

Panorama de l'histoire suisse 788 12 décembre 1989

wir dürften uns in diesem Falle auf die Zahlen verlassen und ware sind gleichwertig und sollen gleich behandelt werden.

wir würden keine Ueberraschungen erleben. Ich kann mich Die nationalrätliche Kommission stellt deshalb den Antrag,

dieser Intervention durchaus anschliessen, um so mehr, als diese 1,9 Millionen in die Baubotschaft aufzunehmen. Mir hat

auch der entsprechend verantwortliche Architekt anwesend das an und für sich eingeleuchtet. Ich musste mir dann aber

war und uns mit seiner Fachkenntnis in die Dinge eingeführt sagen lassen, das sei nicht möglich, und ich verzichte deshalb

hat. In einem dritten Punkt haben wir dafür gesorgt, dass wir darauf, den entsprechenden Antrag zu stellen. Es steht für

eine saubere rechtliche Abstützung haben. mich aber ausser Zweifel, dass diese Ausgaben ein integrie-

Ich bitte Sie, dem Kommissionsergänzungsbeschluss zuzu- render Bestandteil des Projektes sind.

stimmen. Das Gute ist da, das Ungenügende an der Vorlage Nur in Klammern möchte ich noch bemerken, dass bereits

ist behoben oder behebbar. Ich kann Ihnen daher aus Ueber- heute eine Ueberfülle von Gesuchen im Zusammenhang mit

zeugung Eintreten und Zustimmung empfehlen. den verschiedensten Aktivitäten für 1991 auf die potentiellen

Spender einstürmt. Die Chancen, für eine so unspektakuläre

Frau Simmen: Die Errichtung eines Panoramas der Schwei- Sache wie Inbetriebnahmekosten, einen Sponsor zu finden,

zer Geschichte ist eine willkommene Gelegenheit, in einer we- sind nicht gross. Ich wäre deshalb froh, wenn in diesem Saal

nig geschichtsbewussten Zeit das Verständnis für historische die Bereitstellung der Mittel aus dem Prägegewinn zugesi-

Zusammenhänge und Sachverhalte zu wecken und zu festi- chert werden könnte.

gen. Der Standort Schwyz eignet sich hervorragend für ein Auch ich empfehle Ihnen mit diesen beiden Bemerkungen

Museum, das hauptsächlich die frühen Jahrhunderte der Eid- Eintreten auf die Vorlage.

genossenschaft, das heisst das späte Mittelalter und die frühe

Neuzeit, umfasst. Affolter: Ich bin nicht Kommissionsmitglied, ich werde Sie

Die Trägerschaft, die für das Museum vorgesehen ist, ist eine auch nicht sehr lange aufhalten. Ich bin aber Vorsitzender der

interessante Partnerschaft zwischen Bund, Kanton und Ge- Arbeitsgruppe beider Räte für die Vorbereitungen der

meinde Schwyz: Der Bund ist Bauherr, der Kanton bleibt Ei- 700-Jahrfeier aus Parlamentssicht. In diesem Gremium be-

gentümer, das Landesmuseum ist Benutzer, und die Ge- schäftigen wir uns auch mit der Frage - Herr Bundesrat Cotti

meinde Schwyz befasst sich im Zusammenhang mit dem Kul- weiss es -, wie das Parlament mit seinen Möglichkeiten sinn-

turgüterschutzraum damit. Diese nicht ganz einfachen Bezie- fällige Beiträge an diesen Markstein unserer Geschichte bei-

hungen zwischen den Beteiligten werden dazu führen, dass steuern könnte. Verschiedene Abklärungen sind im Gang. Die

immer wieder die Details der Zusammenarbeit abgesprochen Räte werden zu gegebener Zeit mit unseren Vorstellungen

werden müssen. Das Ausstellungsgut soll nach Angabe des konfrontiert.

Landesmuseums in moderner didaktischer Form gezeigt wer- Die hier zu beratende Vorlage wurde nicht von uns instigiert.

den und so vor allem auch Schulen für den Unterricht dienen. Ich möchte Ihnen aber wärmstens empfehlen, sie gutzuheis-

Das bedingt die Bereitstellung von entsprechendem Doku- sen, denn sie fügt sich praktisch nahtlos in die Ueberlegungen

mentationsmaterial vom ersten Tag des Betriebes an. Ich ein, die auch wir in der Arbeitsgruppe über eine sinnvolle Dar-

werde auf diesen Punkt noch kurz zu sprechen kommen. stellung unseres Landes im Hinblick auf die 700-Jahrfeier an-

Bei aller Berechtigung des Anliegens, die Geschichte der gestellt haben.

Schweiz vermehrt auch vom kulturgeschichtlichen Stand- In letzter Zeit stand man gelegentlich unter dem Eindruck, ge-

punkt aus zu zeigen, sollte aber diese Art der Präsentation wisse Kreise rümpften merklich die Nase über alles, was nach

doch nicht dazu führen, dass sich die Geschichte zu Ge- Geschichte riecht, nach dem Motto: «Der Mensch berauscht

schichten atomisiert. Vielmehr muss das Aufzeigen der gros- sich an Rückblicken, wenn er nichts mehr vor sich sieht.»

sen zeitlichen und räumlichen Zusammenhänge auch in die- Ich bin gar nicht dieser Meinung. Ein Land kann das Gewand

sem Museum seinen Platz finden. Obwohl das Panorama ein seiner Geschichte nicht einfach weglegen wie ein ausgetrage-

Teil der 700-Jahrfeiern ist, braucht es nicht notwendigerweise nes Kleidungsstück. Geschichtsbewusstsein und geschicht-

1991 eröffnet zu werden. Im Gegenteil, es käme noch besser liche Besinnung braucht vorwärtsgerichtetes Denken über-

zur Geltung, wenn die Eröffnung nicht auch im reich befrachte- haupt nicht auszuschliessen. Die Vorlage scheint mir sicherzu-

ten Jahre 1991 stattfände. Damit wäre eine sorgfältige Vorbe- stellen, dass mit geschickt dargestellten geschichtlichen

reitung ohne Zeitdruck besser gewährleistet. Rück- und Einblicken auch die Herausforderung zu Aus-

Ich habe noch zwei Detailbemerkungen anzubringen: Die blicken verbunden ist. Geschichtsbilder sind auch für die

eine betrifft die Rollstuhlgängigkeit des Projektes. Das Ge- Schweiz nicht unverrückbar, sondern Wandlungen unterwor-

bäude, das alte Zeughaus, welches zum Museum wird, behält fen, was zu betonen offenbar eine der Zielsetzungen dieses

nur seine Aussenmauern und wird innen völlig neu gestaltet. Panoramas ist.

Es ist also ohne weiteres möglich, das ganze Museum roll- Wenn es mit diesem Projekt nur schon gelingen könnte, un-

stuhlgängig zu machen, insbesondere auch die vertikale Er- sere Jugend zu einem vorurteilsfreien Geschichtsbewusstsein

schliessung, die in der Botschaft als das Rückgrat der ganzen heranzuführen, wäre sehr viel gewonnen. Die Vorlage schafft

Ausstellung bezeichnet wird. Im vorliegenden Projekt ist die- die Voraussetzungen dazu; die Pädagogen müssten nun

ses Problem noch nicht zufriedenstellend gelöst. Ich erwarte, diese Chance zu nützen wissen.

dass hier Abhilfe geschaffen wird. Was den Zeitplan betrifft, bin ich nicht ganz mit meiner Vorred-

Die zweite Bemerkung betrifft den Kredit von gut 1,9 Millionen nerin einverstanden. Ich würde es sehr begrüssen, wenn die

Franken für die Vorbereitung der Inbetriebnahme; der Herr Ausbauarbeiten im Schwyzer Zeughaus so vorangetrieben

Präsident hat bereits darauf hingewiesen. Diese Vorbereitun- werden könnten, dass eine Eröffnung eventuell doch noch im

gen, also die wissenschaftliche Grundlagenarbeit, das Doku- Jubeljahr der Eidgenossenschaft möglich wäre, vielleicht

mentationsmaterial und die Oeffentlichkeitsarbeit sollen laut auch erst gegen Ende.

Botschaft soweit möglich aus privaten Spenden finanziert wer- Ich bitte Sie, durch Ihre möglichst geschlossene Zustimmung

den, das heisst: Die Kosten sollen durch Sponsoring gedeckt diesem Projekt Ihre Sympathie zu bezeugen.

werden. Gestatten Sie mir in diesem Zusammenhang einen

Vergleich: Wenn Sie ein Informatiksystem einrichten, dann Bundesrat Cotti: Ich bin der Kommission sehr dankbar - und

brauchen Sie dort einerseits die Hardware - den Rechner, die wenn mich nicht alles täuscht, darf ich meinen Dank bereits

Zentraleinheit und was es alles braucht -, andererseits die auch dem Rat aussprechen - für die gute Aufnahme dieser

Software, also die Programme, welche die Hardware über- Botschaft des Bundesrates.

haupt erst zum Funktionieren bringen. Im vorliegenden Pro- Es geht darum, dem Schweizervolk als Geschenk - man darf,

jekt ist die Hardware der Baukörper und die Inneneinrichtun- Herr Affolter, das Wort wohl gebrauchen - eine sinnvolle und

gen; die Software, das sind die Vorleistungen für die Inbetrieb- bleibende Stätte der geschichtlichen Erörterung der Zeiten

nahme und später die Betriebskosten. Es käme wohl nieman- der Eidgenossenschaft, und zwar vor allem der alten Eidge-

dem in den Sinn, bei einem Informatiksystem die Software auf nossenschaft, zu machen.

dem Weg des Sponsorings zu beschaffen. Genauso wenig Ob das Geschenk eine Idee des Bundesrates oder des Parla-

sollten wir das im vorliegenden Falle tun. Hardware und Soft- mentes ist, ist meines Erachtens zweitrangig. Sie entscheiden

12. Dezember 1989 789 Panorama der Schweizer Geschichte

ja über die Kredite. Wenn ich Herrn Hänsenberger recht ver- Stichtag das Panorama einzuweihen. Aber wir werden keine

standen habe, sind Sie sogar der Meinung, man müsste - ich Zeit verlieren, das ist selbstverständlich.

teile übrigens diese Auffassung - etwas grosszügig sein, auch Als Folge von Prangins ist natürlich die Berechnung der Ko-

in bezug auf die sogenannten Einführungskosten, die ja nicht sten besonderer Aufmerksamkeit unterzogen worden. Ich

nur über Gaben Dritter finanziert werden sollen. kann Ihnen sagen, dass alles darauf hindeutet, dass die Ko-

Sie rennen bei mir offene Türen ein, Herr Ruesch, Frau Sim- sten eingehalten werden. Herr Direktor Defago, ein Mann der

men, Herr Huber, wenn Sie auf die Bedeutung der Geschichte Kultur, dem aber der praktische Sinn nicht abgeht, hat sich be-

hinweisen. Ich teile Ihre Auffassung vorbehaltlos. Wenn wir sonders verpflichtet, hier ganz genau an die Arbeit zu gehen.

jetzt einen Blick werfen auf das, was im Jahre 1991 geschehen Es sollte doch einmal möglich sein, auch bei diesen Aufgaben

wird, so sehen wir wohl die Gefahr, dass ein geschichtlicher die finanziellen Vorgaben zu respektieren. Für mich ist das so-

Anlass - es geht ja darum, diesen Anlass zu begehen - im Tau- wieso ein grosses Problem bei den Bundesbauten. Wie Sie

mel des grossartigen Blicks in die Zukunft in Vergessenheit wissen, unterziehen wir jetzt diese ganze Organisation gewis-

gerät. sen Verbesserungen, von denen wir einiges erwarten.

Es ist unsere Pflicht - Ihre Pflicht als Parlament, aber auch un- Ich möchte zum Schluss folgendes festhalten, das auch

sere Pflicht -, dem Schweizervplk seine Geschichte näherzu- schon erwähnt worden ist: Diese Botschaft ist ein gutes Bei-

bringen, es mit seiner Geschichte zu konfrontieren. Und diese spiel der Zusammenarbeit zwischen lokaler Behörde und

Botschaft bringt - wenn mich nicht alles täuscht - eines der Bund. Ich möchte insbesondere dem Kanton Schwyz und sei-

wenigen Elemente, die in direkter Beziehung stehen mit der ner Regierung herzlich für die Bereitschaft danken, die er im-

Begehung eines geschichtlichen Anlasses. mer wieder an den Tag gelegt hat. Wir wollen hoffen, dass ne-

Herr Ruesch hat hochinteressante Ausführungen gemacht ben dem vielen sicher Vergänglichen, dem wir im Jahre der

über die verschiedene Art und Weise, wie man die Geschichte 700-Jahrfeier der Eidgenossenschaft begegnen werden, sich

sieht und interpretiert, und er hat von der Geschichtlichkeit der dieses Panorama als eine bleibende Stätte durchsetzt, die

Geschichte gesprochen. Nichts ist richtiger als das. Damit nicht nur der Erbauung, sondern auch dem Denken und

müssen wir uns abfinden. Es ist sicher die Idee von nieman- Nachdenken des Schweizervolkes in dieser und den künfti-

dem unter uns, aus diesem neuen, modernen Denkmal unse- gen Generationen dienen möge.

rer Geschichte etwas Hagiographisches zu machen, etwas,

das in allzu starrem Sinne die Glorien der Vergangenheit ver- Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen

herrlicht. Wir wollen eine wahre Geschichte haben, und wenn Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière

ich das Wort «wahr» gebrauche, bin ich mir sofort der Relativi-

tät dieses Wortes bewusst. Es ist sogar nötig, dass die Inter- Detailberatung - Discussion par articles

pretationen der Geschichte in verschiedener Art und Weise

angeboten werden. Niemand glaubt mehr an eine einseitig Titel, Art. 1,2

dargelegte, nur einseitig zu interpretierende Geschichte. Aber Antrag der Kommission

eines steht fest, Herr Ruesch, und da haben Sie absolut recht: Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Fakten sind Fakten.

Uebrigens bedürfte auch diese Behauptung eingehenderer Titre, art. 1,2

Erklärungen. Aber bei den Fakten müsste man bleiben. Ich Proposition de la commission

verspreche Ihnen, dass ich mich selber auch -wie Sie es wün- Adhérer au projet du Conseil fédéral

schen - mit der Entwicklung der Gedanken und der Konzep-

tionen dieses Panoramas abgeben werde. Ich möchte Sie Angenommen -Adopté

gleich jetzt auffordern: Kommen Sie in zwei, drei Monaten zu

mir! Wir lassen uns direkt informieren, nicht etwa im Sinne ei- Ingress

ner Kontrolle, aber doch im Sinne jener sinnvollen Vorberei- Antrag der Kommission

tung und Gestaltung, die wir uns alle wünschen. .... der Bundesverfassung und auf das Bundesgesetz vom 27.

Wir müssen unseren Jungen in bezug auf unsere Geschichte Juni 1890 über die Errichtung eines Schweizerischen Landes-

nichts predigen. Sie hat - wie die Geschichte aller Völker - museums, nach Einsicht....

Stärken und Schwächen. Aber die Geschichte an sich, die Ver-

gangenheit, die Leute, die uns vorausgegangen sind, mit ih- Préambule

ren Fehlern und ihren Tugenden, sind Werte, die es gilt, ein Proposition de la commission

bisschen in die Mentalitäten einfliessen zu lassen; Werte, die .... de la constitution et la loi fédérale du 27 juin 1890 concer-

leider in der modernen Welt vielleicht manchmal vergessen nant la création d'un Musée national suisse; vu le message ....

werden.

Das ist für mich auch das Sinnvollste an der ganzen Uebung, Präsident: Der Bundesrat ist mit der von der Kommission vor-

die in Schwyz jetzt durchgeführt wird. geschlagenen Aenderung einverstanden.

In bezug auf die 2 Millionen Franken Einführungskosten teile

ich Ihre Meinung, Herr Kommissionspräsident. Wir werden na- Angenommen - Adopté

türlich den redlichen Versuch unternehmen, dort, wo wir allfäl-

lige Drittmittel finden, sie auch aufzunehmen. Ich habe grund- Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble

sätzlich keine diesbezüglichen Einwendungen. Aber verges-

sen Sie nicht, die Botschaft sagt das ja mit dem Wörtchen Für Annahme des Beschlussentwurfes 32 Stimmen

«nach Möglichkeit», wenn mich nicht alles täuscht. Deshalb (Einstimmigkeit)

hat sich der Bundesrat nicht verpflichtet. Er hätte es nicht tun

können, denn es braucht dazu auch die Geber, nicht wahr? Er An den Nationalrat-Au Conseil national

hat sich nicht verpflichtet, alle Mittel über diesen Weg zu über-

nehmen. Ich teile auch Ihre Auffassung, Frau Simmen. Wir

werden uns also hier nicht in die Haare geraten. Wenn es nicht Schluss der Sitzung um 19.40 Uhr

anders geht, werden wir über den von Ihnen erwähnten Weg La séance est levée à 19 h 40

der normalen Budgetkredite wieder vor das Parlament gelan-

gen.

Ich glaube nicht, Frau Simmen oder Herr Affolter, dass man

mit viel Optimismus an eine Einweihung im Jahre 1991 den-

ken kann. Denken Sie objektiv an die Zeiten, die auch solche

Arbeiten benötigen. Der Bundesrat hat sich in der Botschaft

nicht verpflichtet, die Arbeiten zu überstürzen. Er ist also

durchaus bereit, auch mit einiger Verspätung gegenüber dem

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Panorama der Schweizer Geschichte

Panorama de l'histoire suisse

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1989

Année

Anno

Band V

Volume

Volume

Session Wintersession

Session Session d'hiver

Sessione Sessione invernale

Rat Ständerat

Conseil Conseil des Etats

Consiglio Consiglio degli Stati

Sitzung 09

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 89.065

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 12.12.1989 - 17:00

Date

Data

Seite 786-789

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