Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 89-031 KI-generiert

Federal Council Closes Fuel Tax Compensation Talks with Cantons

Geschäftsnummer VPB 89-031
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Council proposed to close discussions regarding the partial compensation for additional federal expenditures resulting from the redistribution of fuel taxes, as the cantons were unwilling to participate. The parliamentary commission, after hearing from the director of finance for the canton of St. Gallen, agreed with the Federal Council's recommendation to close the matter, finding no basis for compensation, even indirect.

Legislator-Regeste

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Art. 36ter Absatz, Art. 55 BV; Federal Council Closes Fuel Tax Compensation Talks with Cantons: The parliamentary commission, after hearing from the director of finance for the canton of St. Gallen, agreed with the Federal Council's recommendation to close the matter, finding no basis for compensation, even indirect.

Schlagwörter

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Treibstoffsteuer indirekte Steuer steuerliche Zusammenarbeit in Europa Gemeindesteuern Herabsetzung von Unterhaltsbeiträgen Steuersubstitution
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 55 BV

This provision is cited as the constitutional basis for the mandate of the independent complaints authority for radio and television, which the decision aims to reinforce.

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Volltext

Droits d'entrée sur les carburants 1118 N 23 juin 1989

88.020 Gemperli, directeur des finances du canton de Saint-Gall et

landammann. La commission maintient sa décision de rejeter

#ST#

toute compensation, même sous une forme indirecte. Elle pro-

Treibstoffzölle pose de classer les projets susmentionnés.

Droits d'entrée sur les carburants

Präsident: Die Kommission hat Ihnen am 5. April einen schrift-

Siehe Jahrgang 1985, Seite 762-Voir année 1985, page 762 lichen Bericht zugestellt. Sie beantragt, die Geschäfte im Zu-

sammenhang mit der Kompensation der Treibstoffzölle ab-

zuschreiben. - Ein anderer Antrag ist nicht gestellt. Sie haben

so beschlossen.

Herr Oehler unterbreitet im Namen der Kommission den fol-

genden schriftlichen Bericht: Zustimmung - Adhésion

Zusammen mit dem Treibstoffzollgesetz, das von den eid- An den Ständerat-Au Conseil des Etats

genössischen Räten am 22. März 1985 verabschiedet wurde,

beantragte der Bundesrat mit der Botschaft vom 13. März

1984 (BB119841,986) folgende zwei Bundesbeschlüsse:

1. Bundesbeschluss über die Beteiligung der Kantone an der

Abgeltung der gemeinwirtschaftlichen Leistungen der SBB im

regionalen Personenverkehr.

2. Bundesbeschluss über den Leistungsauftrag 1982 an die

Schweizerischen Bundesbahnen und über die Abgeltung ih- #ST# 89.031

rer gemeinwirtschaftlichen Leistungen.

Der Ständerat beschloss am 21. Juni 1984, auf diese zwei Ent- Unabhängige Beschwerdeinstanz

würfe nicht einzutreten. für Radio und Fernsehen.

Der Nationalrat beschloss hingegen am 4. März 1985 «Rück- Verlängerung des Bundesbeschlusses

weisung an den Bundesrat, mit dem Auftrag, zusammen mit

den Kantonen eine teilweise Kompensation der Mehrleistun- Autorité indépendante d'examen

gen des Bundes aus der Neuverteilung der Treibstoffzölle er- des plaintes en matière de radio-télévision.

neut zu prüfen und den eidgenössischen Räten in absehbarer Prorogation de l'arrêté

Zeit wiederum Antrag zu stellen». Der Ständerat nahm am

7. März 1985 vom Beschluss des Nationalrats Kenntnis.

Mit Schreiben vom 17. Mai 1985 teilte der Bundesrat den Präsi-

denten des National- und Ständerats mit, dass er auf eine

Kompensationsvorlage verzichte und empfahl, die Vorlage ab- Frau Uchtenhagen unterbreitet im Namen der Kommission

zuschreiben. Das Büro des Nationalrats überwies dieses den folgenden schriftlichen Bericht:

Schreiben des Bundesrats der vorberatenden Kommission

mit der Bitte, dem Plenum Antrag zu stellen. Die Geltungsdauer des Bundesbeschlusses über die Unab-

Die Kommission hörte am 5. April 1989 zur Frage der Kompen- hängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen wird

sation den Finanzdirektor des Kantons St. Gallen, Landam- am 31. Januar 1990 auslaufen. Die Tätigkeit dieser Instanz soll

mann Paul Gemperli, an. Die Kommission bleibt bei ihrer kla- inskünftig im neuen Bundesgesetz über Radio und Fernsehen

ren Ablehnung einer Kompensation auch in irgendwelcher in- geregelt werden. Diese Vorlage wird voraussichtlich im Verlauf

direkten Form. Sie beantragt, die oben erwähnten Geschäfte der Septembersession 1989 vom Nationalrat beraten werden.

abzuschreiben. Anschliessend wird sich der Ständerat mit dem Gesetzesent-

wurf zu befassen haben. Die Differenzbereinigung und die

M. Oehler présente au nom de la commission le rapport écrit dreimonatige Referendumsfrist werden noch einige Zeit bean-

suivant: spruchen. Unterdiesen Umständen ist nicht damit zu rechnen,

dass das betreffende Gesetz noch vor dem 1. Februar 1990 in

Le Conseil fédéral a présenté, avec son message du 13 mars Kraft treten wird. Um eine allenfalls über längere Zeit dauernde

1984 (FF 19841 993) concernant la loi sur l'utilisation des Gesetzeslücke im Bereich der Programmaufsicht zu vermei-

droits sur les carburants, adoptée par les Chambres le den, muss die Geltungsdauer des Bundesbeschlusses über

22 mars 1985, les deux projets d'arrêtés suivants: die unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernse-

1. Arrêté sur la participation des cantons à l'indemnisation des hen bis zum 31. Januar 1996 verlängert werden.

prestations de service public fournies par les CFF dans le Die Kommission hofft, dass das Bundesgesetz über Radio

transport régional des voyageurs. und Fernsehen vor Ablauf des verlängerten Bundesbeschlus-

2. Arrêté fixant les principes du mandat 1982 des Chemins de ses in Kraft treten wird. Sie schlägt ihrerseits ein neues Kon-

fer fédéraux et l'indemnisation de leurs prestations de service zept für die Unabhängige Beschwerdeinstanz (UBI) vor. Die

public. Aenderungen sollen insgesamt eine Verwesentlichung der Tä-

Le Conseil des Etats a décidé le 21 juin 1984 de ne pas entrer tigkeit der UBI im Sinne des Verfassungsauftrages von Artikel

en matière sur ces deux arrêtés. 55bis BV bewirken. Neu setzt jeder Veranstalter eine Schied-

Le Conseil national a décidé le 4 mars 1985 de les renvoyer au stelle zur gütlichen Schlichtung von Programmbeschwerden

Conseil fédéral avec mandat de «réétudier, de concert avec les ein. Neben der eigentlichen Beschwerde kann nach dem Vor-

cantons, une compensation partielle des prestations sup- schlag der Kommission jedermann eine schriftliche und be-

plémentaires de la Confédération consécutives à la nouvelle gründete Beanstandung einreichen. Besteht ein öffentliches

répartition du produit des droits sur les carburants» et de Interesse an einem Entscheid, kann die Beschwerdeinstanz

«présenter dès que possible une nouvelle proposition aux solche Beanstandungen als Beschwerde behandeln. Durch

Chambres». Le Conseil des Etats a pris acte le 7 mars 1985 de das Instrument der Beanstandung wird für die Radio- und

la décision du Conseil national. Fernsehkonsumenten der Zugang zur UBI erleichtert. Neu er-

Par lettre du 17 mai 1985, le Conseil fédéral a informé les prési- hält die UBI zusätzliche verfahrensrechtliche Kompetenzen

dents des deux Chambres qu'il renonçait a présenter un projet zur Abklärung des Sachverhalts. So kann sie den Beschwer-

de compensation et qu'il recommandait de classer le projet. deführer, den Veranstalter, seine Mitarbeiter sowie Dritte vorla-

Le Bureau du Conseil national a transmis cette lettre du Con- den, anhören und zur Herausgabe von Akten verpflichten.

seil fédéral à la commission chargée d'examiner le projet en lui Werden Entscheide der UBI an das Bundesgericht weiterge-

demandant de donner un préavis au conseil. zogen, ist das Bundesgericht neuerdings an die Sachverhalts-

La commission a entendu le 5 avril 1989 à ce sujet M. Paul feststellung der Beschwerdeinstanz gebunden.

23. Juni 1989 N 1119 Parlamentarische Initiative (Béguelin)

Mme Uchtenhagèn présente au nom de la commission le rap- #ST# 88.230

port écrit suivant:

La validité de l'arrêté fédéral sur l'autorité indépendante d'exa-

Parlamentarische Initiative (Béguelin)

men des plaintes en matière de radio-télévision expirera le 31 Revision von Artikel 36ter Absatz 1

janvier 1990. L'activité de cette autorité devrait ensuite être der Bundesverfassung

réglée par la nouvelle loi sur la radio et la télévision qui sera Initiative parlementaire (Béguelin)

vraisemblablement examinée par le Conseil national au cours Révision de l'article 36ter, 1er alinéa,

de la session de septembre 1989, puis ultérieurement par le

de la Constitution fédérale

Conseil des Etats. Ensuite, il y aura lieu d'éliminer les diver-

gences, puis s'écoulera le délai référendaire de trois mois.

Dans ces conditions, il ne faut pas s'attendre à ce que ladite loi

entre en vigueur avant le 1er février 1990. Afin d'éviter une la-

cune législative de longue durée en matière de surveillance de

programmes, il y a lieu de proroger la validité de l'arrêté sur Herr Oehler unterbreitet im Namen der Kommission den fol-

l'autorité indépendante de plainte jusqu'au 31 janvier 1996. La genden schriftlichen Bericht:

commission souhaite que la loi sur la radio-TV puisse entrer en

vigueur avant l'échéance de l'arrêté prorogé. Pour sa part, elle 1. Text und Begründung der Initiative

a prévu une nouvelle conception au sujet de l'autorité indé- Am 22. Juni 1988 reichte Nationalrat Béguelin eine parlamen-

pendante de plainte. Celle-ci doit renforcer le rôle de cette au- tarische Initiative in Form des ausgarbeiteten Entwurfs ein, die

torité au sens de l'article 55 de la constitution. Chaque diffu- folgenden Wortlaut hat:

seur instituera un organe d'arbitrage chargé de régler à l'amia- «Gestützt auf Artikel 27 des Geschäftsreglementes des Natio-

ble les plaintes relatives à des programmes. A côté de la nalrates beantrage ich folgende Aenderung von Artikel 36ter,

plainte proprement dite, toute personne pourra présenter une Absatz 1 der Bundesverfassung:

réclamation écrite et motivée. S'il existe un intérêt public à ce Bsf. g (neu)

qu'une décision soit rendue, l'autorité de plainte pourra traiter g. für Beiträge an die Kosten der Infrastruktur des öffentlichen

ces réclamations comme plaintes. L'accès à l'autorité de Verkehrs in den Agglomerationen sowie in den Randregionen

plainte de l'auditeur et du téléspectateur sera ainsi facilité. De und den Berggebieten.»

nouvelles compétences seront attribuées à l'autorité de Die Initiative wurde wie folgt begründet:

plainte pour la constatation des faits. C'est ainsi qu'elle pourra «Der Agglomerationsverkehr ist in den letzten Jahren zu einem

citer et entendre le plaignant, le diffuseur, ses collaborateurs Hauptproblem der Verkehrspolitik geworden: Wir brauchen

ainsi que des tiers et exiger de leur part la présentation de uns nur in den Stosszeiten auf die Strassen einer mittleren

pièces. Si des décisions de l'autorité de plainte sont portées odergrossen Stadt zu begeben, um festzustellen, wie sehr der

devant le Tribunal fédéral, celui-ci sera lié par les faits cons- Verkehr uns zu ersticken droht. Niemand bestreitet, dass die-

tatés. ses Problem besteht und dass es vordringlich zu behandeln

ist (siehe z. B. die Motionen Scheidegger vom 29.2.1988 und

Antrag der Kommission Paul-René Martin vom 13.6.1988).

Nachdem sie einen Antrag abgelehnt hat, die Geltungsdauer Eine zufriedenstellende Mobilität lässt sich ohne Eingriff in die

lediglich bis 1994 zu verlängern, schlägt die Kommission ein- Struktur unserer Städte nur erreichen, wenn die privaten und

stimmig vor, sich in Interesse einer grösseren Sicherheit dem öffentlichen Verkehrsmittel optimal genutzt werden, d. h.,

Antrag des Bundesrates anzuschliessen und die Geltungs- wenn zwischen Stadtrand und Zentrum ein attraktiver und lei-

dauer des Bundesbeschlusses über die Unabhängige Be- stungsfähiger öffentlicher Verkehr, verbunden mit einem an-

schwerdeinstanzfür Radio und Fernsehen bis zum 31. Januar gemessenen Parkplatzangebot, gewährleistet ist. Diese Lö-

1996 zu verlängern. sung ist jedoch mit beträchtlichen Investitionen verbunden,

die die kurz- und mittelfristig verwendbaren Mittel der meisten

betroffenen Städte und Kantone mit Sicherheit übersteigen.

Proposition de la commission

Ein bedeutender Bundesbeitrag aus den Erträgen der Treib-

Après avoir rejeté une proposition de limiter la durée de validité

stoffzölle tut daher dringend not.

à 1994, la commission, pour plus de sécurité, propose à l'una-

Obschon sich hierüber alle interessierten Kreise einig sind

nimité de se rallier au projet de Conseil fédéral, soit de proro-

(Schweizerischer Städteverband, TCS, Städtische Verkehrs-

ger la validité de l'arrêté sur l'autorité indépendante de plainte

betriebe), ist bisher auf politischer Ebene nichts Konkretes

jusqu'au 31 janvier 1996.

passiert, einmal Wegen der Frage der Aufgabenteilung zwi-

schen Bund und Kantonen, dann aber auch darum, weil man

Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen

das Ergebnis der Abstimmung über die koordinierte Verkehrs-

politik abwarten wollte. Nachdem diese verworfen worden ist,

Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière

bleibt abzuklären, welche gesetzlichen und verfassungsmäs-

Detailberatung - Discussion par articles sigen Mittel uns gegenwärtig zur Lösung des Problems zur

Verfügung stehen. Eines ist klar: die geltenden Bestimmun-

gen genügen offensichtlich nicht. Diese Situation erstaunt in-

Titel und Ingress, Ziff. l und II dessen nicht, ist sie doch «natürliche» Folge der Politik, die

Antrag der Kommission sich auf die Gesamtverkehrskonzeption stützte, die in den letz-

Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates ten zehn Jahren den verkehrspolitischen Kurs bestimmt hat

und ausdrücklich jegliche Beteiligung des Bundes an den In-

Titre et préambule, eh. l et II frastrukturkosten des Agglomerationsverkehrs ausgeschlos-

Proposition de la commission sen haben wollte. (Es sei daran erinnert, dass die an der Volks-

Adhérer au projet du Conseil fédéral abstimmung vom 27.2.1983 angenommenen Verfassungs-

bestimmungen als Uebergangsregelung verstanden wurden,

Angenommen -Adopté die nur bis zur Annahme der «koordinierten Verkehrspolitik»

hätte gelten sollen, siehe dazu Teil II der Botschaft 84.020).

Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Unter den gegebenen Umständen scheint es nur einen gang-

baren Weg zu geben, den Erfordernissen des Agglomera-

Für Annahme des Beschlussentwurfes 119 Stimmen tionsverkehrs gerecht zu werden. Er besteht darin, dass der

(Einstimmigkeit) Verfassungsartikel 36ter, der die Verwendung der Treibstoff-

zölle regelt, mit einem Buchstaben g ergänzt wird. Zu diesem

An den Ständerat-Au Conseil des Etats Schluss kam auch der Verfassungsrechtler Professor Grisel in

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen. Verlängerung des

Bundesbeschlusses

Autorité indépendante d'examen des plaintes en matière de radio-télévision. Prorogation de

l'arrêté

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1989

Année

Anno

Band III

Volume

Volume

Session Sommersession

Session Session d'été

Sessione Sessione estiva

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 16

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 89.031

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 23.06.1989 - 08:00

Date

Data

Seite 1118-1119

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