Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 89-019 KI-generiert

Federal Council Military Construction Credit Approved

Geschäftsnummer VPB 89-019
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Federal Council proposed a credit of approximately 470 million francs for military construction and land acquisition. Debates focused on the allocation of funds, environmental impact, and the necessity of specific projects like terrain fortifications and firing ranges. The National Council ultimately approved the proposal, rejecting amendments aimed at reducing the credit or altering project scopes, reflecting a division on issues of military spending, environmental protection, and national defense priorities.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 1 Antrag, Art. 2,3, Art. 66 al. 1 LTF, Art. 64 LTF; Federal Council Military Construction Credit Approved: Debates focused on the allocation of funds, environmental impact, and the necessity of specific projects like terrain fortifications and firing ranges. The National Council ultimately approved the proposal, rejecting amendments aimed at reducing the credit or altering project scopes, reflecting a division on issues of military spending, environmental protection, and national defense priorities.

Schlagwörter

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Projektfinanzierung Verteidigung und militärische Belange Baukredit Nachtragskredit Baureife Agrarkredit
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 2,3

Cited for entering into the debate without opposition.

Art. 66 al. 1 LTF

Cited for the procedural rule regarding costs.

Art. 64 LTF

Cited for the procedural rule regarding legal aid.

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Volltext

Ouvrages militaires et acquisitions de terrain 1578 N 3 octobre 1989

stimmen und die Anträge der Herren Stappung und Boden- Definitiv-Définitivement

mann abzulehnen. Für den Antrag Bodenmann 24Stimmen

Für den Antrag der Mehrheit 137 Stimmen

Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen

Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière Art. 2,3

Antrag der Kommission

Detailberatung - Discussion par articles Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Proposition de la commission

Titel und Ingress Adhérer au projet du Conseil fédéral

Antrag der Kommission

Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Angenommen - Adopté

Titre et préambule Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble

Proposition de la commission

Adhérer au projet du Conseil fédéral Für Annahme des Beschlussentwurfes 140 Stimmen

Dagegen 16 Stimmen

Angenommen - Adopté

An den Ständerat-Au Conseil des Etats

Art. 1

Antrag der Kommission Abschreibung - Classement

Abs. 1

Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Präsident: Der Bundesrat beantragt gemäss Seite 1 der Bot-

schaft die Abschreibung der beiden Postulate von Frau Aubry.

Frau Aubry bekämpft diesen Antrag.

Abs. 2

Mehrheit

Antrag Aubry

Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Folgende Postulate nicht abschreiben:

Minderheit

1984 Po. 83.387 Aubry (N 22.03.1984)

(Stappung, Ledergerber, Neukomm)

1988 Po. 88.767 Aubry (N 16.12.1988)

.... von 1598 Millionen Franken ....

Anhang

Proposition Aubry

Führung und Uebermittlung .... 246 000 000

Ne pas classer les postulats:

Streichen (= Position 231, Funkgeräte SE-225)

1984 Po. 83.387 Aubry (N 22.03.1984)

1988 Pô. 88.767 Aubry (N 16.12.1988)

Antrag Bodenmann

Abs. 2

Abstimmung - Vote

Es wird ein Gesamtkredit von 1529 Millionen nach Verpflich-

tungskreditverzeichnis - gekürzt um die Anschaffung der

Für den Antrag des Bundesrates 78 Stimmen

Transporthelikopter 89 Super-Puma-bewilligt.

Für den Antrag Aubry ' 42 Stimmen

Art. 1

Abgeschrieben - Classé

Proposition de la commission

AI.1

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Al. 2

Majorité #ST# 89.019

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Minorité Militärische Bauten und Landerwerb

(Stappung, Ledergerber, Neukomm)

.... de 1598 millions de francs .... Ouvrages militaires

Appendice et acquisitions de terrain

Conduite et transmissions .... 246 000 000

Biffer (= position 231, appareils radio SE-225) Botschaft und Beschlussentwurf vom 27. Februar 1989 (BBI l, 1092)

Message et projet d'arrêté du 27 février 1989 (FF 1,1040)

Beschluss des Ständerates vom 20. Juni 1989

Proposition Bodenmann Décision du Conseil des Etats du 20 juin 1989

Al. 2

Un crédit d'engagement de 1529 millions de francs est ouvert,

selon la liste des acquisitions figurant en appendice (déduc-

tion faite de l'acquisition d'hélicoptères de transport 89 Su-

per-Puma). Antrag der Kommission

Eintreten

Abs. 1-AI.1 Proposition de la commission

Angenommen - Adopté Entrer en matière

Abs. 2-Al. 2 Wyss Paul, Berichterstatter: Der Bundesrat unterbreitet dem

Parlament jedes Jahr eine Reihe von Kreditbegehren von ins-

Präsident: Die Anträge zu Absatz 2 wurden in der Eintretens- gesamt einigen hundert Millionen Franken für militärische

debatte begründet. Bauten und Landerwerb. Sowohl im Interesse einer sparsa-

men Verwendung der Bundesmittel als auch einer effizienten

Abstimmung - Vote Landesverteidigung werden die Projekte durch Ihre Militär-

kommission immer sorgfältig geprüft. Wir haben auch dieses

Eventuell - A titre préliminaire Jahr stichprobenweise einige Objekte herausgegriffen und

Für den Antrag der Minderheit 38 Stimmen genau angesehen.

Für den Antrag der Mehrheit 134 Stimmen Die Kommission des Ständerates, der dieses Jahr Erstrat ist,

3. Oktober 1989 N 1579 Militärische Bauten und Landerwerb

hat andere Vorhaben geprüft, so dass ein grosser Teil der fast Die Militärkommission beantragt einstimmig - bei zwei Enthal-

40 Kreditbegehren gründlich durchleuchtet worden ist. tungen -, auf die Vorlage einzutreten und den Bundesbe-

Der Kommission standen für die vertiefte Prüfung vertrauliche schluss zu genehmigen.

und geheime Sonderbeilagen, Projekthefte und Kostenvoran-

schläge zur Verfügung. Die Besichtigung an Ort und Stelle M. Leuba, rapporteur: Comme chaque année, le Conseil

und das Gespräch mit den Fachleuten brachten zudem viele fédéral soumet au Parlement une série de demandes de

wertvolle Informationen. Die Kommission verlangte auch Er- crédits pour des ouvrages militaires et des acquisitions de ter-

gänzungsberichte zu bestimmten Vorhaben. rains. Votre commission s'est elle-même divisée en cinq

Der Bundesrat legt in seiner Botschaft auf Seite 6 dar, welche sous-commissions qui ont, chacune, examiné, par une visite

Bauten in die erste Priorität fallen und welche in die zweite. Ne- locale, plusieurs des objets proposés. De son côté, la Com-

ben den rein militärischen Prioritäten gilt es aber, auch andere mission militaire du Conseil des Etats a examiné d'autres ob-

Aspekte zu berücksichtigen. Damit ein Waffenplatz mit gros- jets, de telle sorte que l'on peut dire que la plupart des acquisi-

sen Lärmemissionen von der Bevölkerung akzeptiert wird, tions de terrains et surtout des constructions qui figurent au

müssen z. B. erhebliche Mittel für Umweltschutzmassnahmen programme de 1989 ont fait l'objet d'un examen attentif sur

investiert werden. place, puis ont été discutées par la commission en plénum

Auch zeitgemässe Truppenunterkünfte sind wichtig. Rekruten lors de sa séance des 21 et 22 août 1989. Les collaborateurs

und Soldaten, die in einer veralteten und muffigen Kaserne un- du Département militaire fédéral ont été à notre disposition sur

tergebracht sind, werden sich schwer davon überzeugen las- les différents lieux à visiter, comme nous remercions M. Villi-

sen, dass unsere Armee modern ist. Das Vertrauen in die ger, conseiller fédéral, des compléments d'information qu'il a

Schlagkraft unserer Armee ist aber sehr wichtig. Es hängt pu nous donner lors de la discussion générale.

eben sehr davon ab, wie unsere Rekruten, unsere Soldaten Comme toute activité étatique, notamment dans le domaine

untergebracht sind. des investissements, les acquisitions de terrain et les cons-

In der Kommission wurde die Frage aufgeworfen, ob nicht der tructions militaires doivent faire l'objet d'une comparaison

Staat sich antizyklisch verhalten sollte, ob also nicht einige der entre ce qui est souhaitable du point de vue de la défense mili-

heute zur Diskussion stehenden Projekte zurückgestellt und taire en général et ce qui est possible du point de vue financier.

reduziert werden sollten, um nicht die Konjunktur noch mehr Cela amène tout naturellement à faire des choix et à donner

anzuheizen. Das Bauprogramm ist nicht der richtige Ort für des priorités. Les contraintes financières ne présentent pas

solche Ueberlegungen, weil es sich um Verpflichtungskredite que des aspects négatifs. Elles imposent une réflexion appro-

handelt, die erst in einigen Jahren zur Ausführung respektive fondie au gouvernement et à l'administration pour déterminer

zur Zahlung kommen. Wir wissen aber nicht, wie dannzumal les efforts principaux qui tiennent compte de la modification de

die Baukonjunktur aussieht. Zudem liegen viele der Objekte in la menace potentielle et de l'évolution de la société. A cet

Berg- und Randgebieten, in denen keine Ueberkonjunktur be- égard, on mentionnera tout particulièrement les constructions

steht und die sogar eher auf wirtschaftliche Belebung ange- destinées à renforcer les moyens antichars dans les vallées,

wiesen sind. permettant l'accès à nos Alpes, et les montants importants qui

Mit der diesjährigen Baubotschaft beantragt der Bundesrat sont consacrés à la protection de l'environnement.

Kredite in der Grössenordnung von 470 Millionen Franken. Le message indique clairement sous chiffre 11 quel est l'ac-

Das Schwergewicht der Kredite liegt bei den militärischen cent principal. Il s'agit tout d'abord des installations qui per-

Bauten, wobei die Kampf- und Führungsbauten mit 39 Pro- mettent à l'armée d'avoir une efficacité initiale élevée et

zent, das sind rund 170 Millionen Franken, im Vordergrund d'améliorer sa puissance combative. Dans ce sens, il est parti-

stehen. Bei den Führungsbauten geht es in erster Linie um die culièrement nécessaire de pouvoir protéger nos troupes

Sicherstellung des Betriebes moderner Führungssysteme der contre la puissance de feu accrue de l'ennemi dans des posi-

Uebermittlung. Der allgemeine «Komfort» der Kommandopo- tions d'où elles puissent, à leur tour, couvrir la totalité de leur

sten wurde zugunsten der Arbeitsplätze reduziert. Von den secteur. L'installation des tourelles de Centurion, démontées

170 Millionen Franken sind 144 Millionen Franken allein für sur les chars destinés au rebut et remontées dans des fortifica-

Geländeverstärkungen vorgesehen. Darunter fallen der Bau tions fixes, accroîtra considérablement la puissance défensive

von Sprengobjekten, Geländepanzerhindernissen, Panzer- des troupes statiques qui posséderont ainsi une arme antichar

barrikaden, Unterständen, Infanteriebunkern und Sperrstel- de portée appréciable. De surcroît, les constructions sont co-

lungen. nçues de telle manière qu'aucun projectile aujourd'hui connu

Kollege Brügger hat hier einen Kürzungsantrag eingereicht, ne puisse les transpercer sur le devant. En outre, un appareil

dessen Begründung ich natürlich noch nicht kenne, so dass de visée, en fonction de la chaleur dégagée, permet de tou-

ich auch nicht darauf eintreten kann. Einige Bemerkungen zu cher l'ennemi de nuit par brouillard ou s'il se masque au

diesem auch in der Botschaft etwas kurz geratenen Abschnitt moyen de fumées artificielles.

seien mir jetzt schon erlaubt. Ein Gegner braucht viel Zeit, um Le total des crédits d'engagement demandés dans le Pro-

Sperrstellungen überwinden zu können, und muss auch mit gramme des constructions de 1989 s'élève à 469,9 millions de

grösseren Verlusten rechnen. Diese Zeit wird von den eigenen francs. Près de 40 pour cent, soit 170 millions, concernent

Panzerverbänden benötigt, um Gegenschläge vorzubereiten précisément la construction d'installations de combat et de

und durchzuführen. Zu den Sperrstellungen gehören neu postes de commandement. C'est, comme je l'ai indiqué, l'ac-

auch die sogenannten Centurion-Bunker. Das zukünftige Kon- cent principal du Programme des constructions de 1989. Le

zept - ich unterstreiche das - besteht darin, noch vorhandene renforcement du terrain et la construction des installations de

Türme der ausgeschiedenen Centurionpanzer in feste Bunker commandement s'élèvent à 144 millions, dont 45 millions pour

einzubauen. Die Frontseite des Turms wird verstärkt, so dass l'édification d'installations de conduite civile.

er mit keinem heute bekannten Geschoss durchschlagen wer- Le deuxième effort principal concerne la logistique. La phase

den kann. Zudem wird ein Wärmebildzielgerät eingebaut, da- de préalerte en cas de menace contre notre pays deviendra

mit auch bei vernebeltem Gelände, in der Nacht und bei auf- toujours plus courte. Cela implique évidemment une meilleure

gewirbeltem Staub der Gegner gesehen und getroffen werden répartition sur l'ensemble du territoir national des installations

kann. Die Kosten einer Anlage, also Bauten, Wärmebildzielge- de soutien. Ce sont 125 millions qui seront consacrés à cette

rät, Verstärkung und Anpassung des Turms, belaufen sich auf amélioration pour dix objets, soit environ 30 pour cent du

900 000 Franken. In der ersten Ausbauetappe 1990 bis 1993 crédit demandé. Dans ce sens, l'extension et l'assainissement

sind etwa 50 Centurion-Bunker vorgesehen. Die Militärkom- de l'arsenal fédéral de Kloten-Bulach et celle du parc automo-

mission betrachtet dieses Vorhaben als sehr zweckmässige bile de l'armée de Romont, deuxième étape, constituent les

und auch kostengünstige Lösung. objets les plus importants.

Es würde zuweit führen, hier auf alle Projekte der Baubotschaft En troisième lieu viennent les constructions nécessaires à

einzugehen. Auf die Minderheitsanträge trete ich - damit wir l'instruction, dont le coût s'élève à environ 100 millions dans le

Zeit gewinnen - nicht jetzt ein, sondern erst am Schluss, wenn programme ou 23 pour cent de l'ensemble du crédit d'enga-

sie begründet sind. gement. Signalons à cet égard le début de la construction et

Ouvrages militaires et acquisitions de terrain 1580 N 3 octobre 1989

de l'assainissement de la place d'armes de Herisau-Gossau lions de francs. Il s'agit de permettre au Département militaire

qui, à elle seule, coûtera 34,5 millions de francs. fédéral d'acquérir de petites surfaces dans l'ensemble de la

Dans le cadre de la protection de l'environnement, on peut si- Suisse, au fur et à mesure des besoins et des possibilités. L'es-

gnaler les efforts du Département militaire fédéral dans deux sentiel de ce crédit doit être consacré à l'acquisition de terrains

directions: tout d'abord, la construction d'une halle d'entrepo- ou de servitudes de non bâtir, en prolongation des pistes

sage pour le matériel de corps sous une autoroute. On a pro- d'aérodromes pour éviter des conflits relatifs au bruit, résultant

fité de la construction d'une route nationale pour réaliser cet de l'application de la loi sur la protection de l'environnement et

ouvrage. Il s'ensuit de toute évidence une économie de sols de l'ordonnance sur la lutte contre le bruit.

cultivables et une atteinte extrêmement limitée au paysage. En Sur deux projets construits, celui du stand de tir de Bôle, d'une

outre, on a profité des couloirs de protection contre les avalan- part, et, d'autre part, celui de la place d'armes de Herisau-

ches, qui doivent assurer l'accès en toute sécurité des chars à Gossau, première étape, des propositions d'amendement ont

la place de tir de Hinterrhein, pour en faire une halle d'instruc- été présentées tendant à la renonciation de ces travaux. Elles

tion à couvert, moyennant évidemment certains aménage- ont été rejetées; nous entrerons dans la discussion par articles

ments. Là aussi, on évite de porter atteinte à l'environnement: au moment où les amendements pourront être présentés au

Un objet a retenu tout naturellement l'attention de votre com- plénum.

mission. Il s'agit de l'installation des troupes de soutien dans En conclusion, la commission, par 19 voix contre zéro et 3 abs-

la caserne de Berne. Actuellement et depuis 1973, les troupes tentions, a approuvé l'article premier de l'arrêté fédéral. L'en-

de soutien font leur école de recrues dans l'ancienne caserne semble de l'arrêté a été accepté par la commission par 20 voix

de la Planche, sise dans la vieille ville de Fribourg. Si la ca- contre zéro et 2 abstentions.

serne appartient au canton de Fribourg, les terrains et les

constructions qui l'entourent sont propriété de la ville de Fri- Brügger: Ich beantrage Ihnen, den Kredit zu kürzen, die für

bourg qui désire les reprendre dès 1990. Comme de toute ma- die sogenannten Geländeverstärkungen vorgesehene Glo-

nière l'installation des troupes de soutien à Fribourg était une balsumme von 143,7 Millionen Franken zu reduzieren und

solution provisoire, mais un provisoire qui dure, la disparition höchstens 80 Millionen dafür vorzusehen. Zwar muss ich ei-

des constructions destinées à l'instruction oblige à déplacer nen gewissen Argumentationsnotstand zugeben, für den ich

les troupes de soutien. Elles prendront leur quartier, au milieu allerdings nicht verantwortlich bin. Dafür müssen die Urheber

des années 1990, dans la caserne cantonale de Berne, tandis der Botschaft geradestehen, denn wir Parlamentarier werden

que l'instruction technique aura lieu sur une partie des terrains punkto Erläuterungen zu diesem doch ansehnlichen Betrag

où se trouvait l'ancien magasin de subsistance de l'armée von 143,7 Millionen Franken wahrhaftig an der kurzen Leine

d'Ostermundigen. Comme ces installations doivent être geführt. Eine einzige Seite, genau Seite 9 der Botschaft, gibt in

prêtes dès 1990, les travaux ont déjà commencé avec l'accord grundsätzlichen Erwägungen schematisch und schablonen-

de la Délégation des finances. haft, praktisch mit den gleichen Sätzen wie schon letztes Jahr,

Ce n'est toutefois pas cet aspect des choses qui a retenu l'at- Auskunft, was mit 143,7 Millionen Franken zu geschehen hat.

tention de votre commission. En effet, comme les troupes d'in- Das ist in Sachen Auskunft, in Sachen Transparenz herzlich

fanterie de l'école de Berne ne prendront leur quartier définitif wenig und erlaubt in keiner Weise eine seriöse Beurteilung

au Sand qu'au milieu des années 1990, les deux compagnies des verlangten Kredites.

actuellement logées à la Planche à Fribourg devront être can- Immerhin sind die 143,7 Millionen Franken der grösste Hap-

tonnées l'une à Grosshöchstetten et l'autre à Jegenstorf. Il y pen dieser Vorlagen, denn sie betragen 35,1 Prozent des gan-

aura ainsi une dispersion considérable de l'école avec des zen Kredites. Der Rest wird auf 24 Einzelobjekte aufgeteilt; um

déplacements importants pour venir à Ostermundigen. in einem gewissen Sinne doch eine Transparenz zu demon-

Votre commission considère que cette solution est sans doute strieren, werden die verhältnismässig unbedeutenden Be-

plus favorable qu'une solution consistant à laisser ces compa- träge dieser Einzelobjekte bis ins kleinste Detail dargestellt.

gnies à Fribourg, nonobstant la perte des bâtiments d'instruc- Man kann dann beispielsweise erfahren, dass die Ausstattung

tion. Mais elle n'est acceptable que faute de mieux. Il ne fait einer Lagerhalle für Verpackungsmaterial für Munition in Utti-

pas de doute que les troupes de soutien vont se trouver dans gen 34 000 Franken kosten soll. Dagegen werden für die Ge-

une situation difficile pour l'instruction, durant les six ou sept ländeverstärkungen, die 143,7 Millionen Franken verschlin-

prochaines années. On a calculé que, pour chaque compa- gen, lapidar die letztjährigen Textbausteine wiederholt. Unge-

gnie, on perdra en déplacements motorisés sept heures et de- fähr kann ich mir zwar die Antwort auf mein Begehren nach

mie sur les heures d'instruction, ce qui doit être considéré, mehr Auskunft ausmalen. Vermutlich wird es einen Hinweis

compte tenu de la modicité de celles-ci, comme extrêmement auf militärische Geheimhaltung absetzen. Aber damit lasse ich

lourd. mich in diesem Fall nicht abspeisen. Wenn auch innerhalb der

En ce qui concerne les mesures de protection de l'environne- EMD-Verwaltung Beamte mit militärischer Geheimhaltung

ment, il y a lieu de mentionner, en particulier pour la Suisse ro- konditioniert werden, kann und darf das Gleiche doch nicht

mande, des travaux sur la place d'armes de Chamblon qui doi- mit dem Parlament geschehen.

vent permettre l'exercice des véhicules antichars TOW- Es mag sein, dass in gewissen Dingen militärische Geheim-

Piranha sur des pistes en dur. L'expérience a montré, en effet, haltung geboten ist. Wenn ich aber im Fall der Geländeverstär-

que l'atteinte au terrain est beaucoup moins forte si l'on cons- kungen starke Zweifel hege und diesen Hinweis auf Geheim-

truit un certain nombre de pistes en dur, permettant aux véhi- haltung als Vorwand auffasse, dann ganz einfach deshalb,

cules de se rendre dans leur position d'attente et de tir, que si weil ich aus eigener Erfahrung und aus eigener Anschauung

on laisse les conducteurs choisir leur itinéraire, au gré de leur weiss, wie ein unterirdischer Bunker für das Kommando einer

fantaisie, dans un terrain meuble. Une étude d'impact particu- Heereseinheit gebaut wird. Die ganze Bevölkerung konnte

lièrement convaincante a permis de choisir la solution opti- diesem Treiben während eines vollen Jahres in unserem Dorfe

mum pour la protection de l'environnement et de la nature et, zuschauen. Es wirkt schon etwas grotesk, wenn im Nationalrat

semble-t-il, admissible aussi du point de vue de l'instruction. militärische Geheimhaltung zelebriert wird und gleichzeitig

En tout cas, les militaires n'ayant pas émis d'objection, on peut draussen im Gelände die Bevölkerung einer ganzen Region

le souhaiter. im Massstab 1 zu 1 miterleben kann, wie ausländische Gastar-

A Bure, il s'agit également de constituer des bandes de roule- beiter einer auswärtigen Baufirma Eisen und Beton in rauhen

ment afin de laisser se reconstituer le terrain qui a été excessi- Mengen in die Erde versenken. Dabei ist mir persönlich etwas

vement mis à contribution par les exercices des troupes blin- besonders Merkwürdiges aufgefallen. Die Mauern und die

dées. Il en découle la formation d'une boue qui colle aux che- Decken der Zivilschutzanlage für die Bevölkerung, deren Ein-

nilles et qui se transforme en poussière en cas de sécheresse, gang sich auf der gleichen Parzelle befindet - und diese Mau-

de telle sorte que la couche de terre végétale ne peut pas se ern erreichen immerhin schon eine ansehnliche Dicke -, sind

régénérer. bedeutend weniger dick als die Schutzbauten für das Militär.

Enfin, après une courte discussion, la commission a accepté Die Zivilbevölkerung soll offensichtlich im Kriegsfall das grös-

le crédit de programme pour l'acquisition de terrain de 4 mil- sere Restrisiko tragen. Interessant und aufschlussreich ist die-

3. Oktober 1989 N 1581 Militärische Bauten und Landerwerb

ser verstärkte Schutz der Offiziere alleweil. Die paar wenigen Einige Beispiele: Beim Hof und Schloss Oberberg kann der

Zivilisten, die bis heute bedingungslos vom Zivilschutz über- von der Expertenkommission Bernhardzell empfohlene jährli-

zeugt waren, werden nun ihren Glauben in die doch etwas pe- che Energiepegel nicht eingehalten werden. Ausserdem wer-

dantische Kriegsvorsorge ebenfalls verloren haben. den bei diesen Wohnhäusern Einzelpegelwerte von 89 bis

Mit der Kreditvorlage für die Geländeverstärkungen verlangt 97,5 Dezibel erreicht. Die von der Expertenkommission Bern-

das EMD meines Erachtens vom Parlament nichts anderes als hardzell empfohlene Grenze von 80 Dezibel wird zudem auch

einen Blankocheck. Gegen diesen Blankocheck wehre ich im Hafnersberg, in Staubhausen, Herisau-Rüti und Gossau-

mich, weil ich der Meinung bin, dass dieses Vorgehen echte Oberdorf durch den Einsatz von Handgranaten deutlich über-

Gefahren in sich birgt. Wie steht es beispielsweise mit der Ge- schritten.

fahr der Begünstigung? Wie spielt in diesen Dingen die Parla- Das Buwal weist in seiner Stellungnahme auch darauf hin,

mentsaufsicht? Braucht es sie nicht auch? Wer wird dann letzt- dass die durch Serienfeuer der Gewehrpatrone 11 entstehen-

lich in diese militärische Geheimhaltung eingeweiht? Der den Lärmimmissionen im Bericht über die Umweltverträglich-

hohe Offizier etwa, der gleichzeitig auch Bauunternehmer ist? keit nicht vollumfänglich berücksichtigt und nach seiner Auf-

Hat man nicht schon einmal in früheren Jahren in der Schweiz fassung unterschätzt worden sind.

einen Sandbunker-Skandal erlebt? Im Zusammenhang mit den Mässnahmen zur weitergehen-

Darf ich noch eine weitere Begründung anführen? Der Rhyth- den Verminderung der Umweltbelastung beantragt das Buwal

mus von etwa 150 Millionen Franken pro Jahr für diese Gelän- in seiner Stellungnahme auch Mässnahmen im Bereich des

deverstärkungen hat sich offenbar fix installiert. Das muss Natur- und Landschaftsschutzes. So soll auf den Ausbau der

doch nicht so sein. Ich glaube kaum, dass die Schweiz mor- Strassenstrecke Hafnersberg-Staubhausen-Käserei Sonnen-

gen den Krieg verlieren wird, weil für diese Vorhaben auch berg sowie der Umfahrung Hafnersberg verzichtet werden. Im

konjunkturpolitische Ueberlegungen miteinbezogen werden. weiteren fordert das Buwal, gestützt auf den Bericht über die

Sie wissen vermutlich alle, dass gegenwärtig auf dem Bausek- Umweltverträglichkeit des Projektes, eine reduzierte Ausbau-

tor eine überhitzte Situation herrscht. Wie ich vom oben ange- variante der Strassenstrecke Breitfeld-Hafnersberg und eine

führten Beispiel weiss, kann das sture Festhalten an übereilten Fahrbahnbreite von höchstens 3,5 m.

Bauterminen zu echten Problemen führen, vor allem dann, Bei der Beratung dieser Vorlage in der Militärkommission

wenn zu guter Letzt nicht einmal das einheimische Gewerbe zeigte es sich, dass man beim EMD nicht bereit ist, erstens die

berücksichtigt wird. Ich verstehe zwar schon, dass die 150 Mil- Schiesslärmgrenzwerte gemäss Schlussbericht der Experten-

lionen Franken, wenn sie einmal bewilligt sind, auch verbeto- kommission Bernhardzell auch für dieses Projekt anzuerken-

niert werden müssen. Doch kann das Baugewerbe offensicht- nen und einzuhalten und zweitens auf den Ausbau von Stras-

lich bei diesem Rhythmus nicht mithalten. Fragen zu dieser sen zu verzichten bzw. gewisse Ausbauvorhaben zu redimen-

doch mehr als eilfertigen Priorität sind sicher erlaubt. sionieren. Es hat wirklich keinen Sinn, dass wir Hunderttau-

Ich bitte Sie, meinen Antrag zu unterstützen. Ein Blankocheck sende von Franken für Umweltverträglichkeitsprüfungen aus-

über 143,7 Millionen Franken ist zu gross. Den Bundesrat bitte geben, wenn sich auf der anderen Seite verantwortliche De-

ich, bei zukünftigen Botschaften doch für etwas mehr Transpa- partemente und Bundesstellen einen Dreck um umweltschüt-

renz besorgt zu sein. zende Anträge und Auflagen kümmern.

Nur mit einer Rückweisung können wir das EMD dazu zwin-

Stappung, Sprecher der Minderheit l: Der Ausbau und die Sa- gen und verpflichten, die Empfehlungen und Anträge gemäss

nierung des Waffenplatzes Herisau-Gossau sind sehr umstrit- der Umweltverträglichkeitsprüfung und des Buwal einzuhal-

ten. Das ist begreiflich, weil ein Teil der militärischen Anlagen ten.

in die Allmend im Breitfeld zu liegen kommt. Das Breitfeld in Gestern habe ich eine Broschüre erhalten: «Versuchsschiess-

St. Gallen ist aber eines der Naherholungsgebiete dieser platz Val Cristallina». Der grossie Teil der Ratsmitglieder wer-

Stadt. Seit das Vorhaben des EMD bekannt wurde, war es wie- den sich an die Debatten über diesen Versuchsschiessplatz

derholt Gegenstand von Diskussionen im sanktgallischen im Val Cristallina erinnern, als man auf Umweltverträglichkeits-

Stadtparlament. Die vom zusätzlichen Schiesslärm und weite- prüfungen drängen musste. In der Broschüre zur Eröffnung

ren Immissionen betroffenen Bewohner der angrenzenden des Versuchsschiessplatzes im Val Cristallina brüstet sich

Quartiere haben mit 2200 Unterschriften eine sogenannt «freie nun das EMD - bzw. die GRD mit dem Privatdozenten Dr. P.

Allmend» verlangt. Vor rund fünf Jahren lehnten die Stadt Gresch, beauftragter UVP-Gutachter -, was bei diesem Ver-

St. Gallen und die angrenzenden Gemeinden das Projekt ei- suchsschiessplatz im Val Cristallina geleistet worden sei.

ner regionalen Schiessanlage ab. Die Gründe dieser Ableh- Weisen Sie die Vorlage zurück, damit Sie, wenn dieser

nung sind die gleichen wie die heute gegen das EMD-Projekt Schiessplatz tatsächlich noch gebaut werden sollte, ebenfalls

vorgebrachten. Das Breitfeld verträgt keine zusätzliche Um- mit gutem Gewissen eine solche Broschüre der Bevölkerung

weltbelastung und muss so, wie es heute ist, weiterhin als abgeben können!

Naherholungsgebiet erhalten bleiben.

Wenn in der Botschaft zum Bericht über die Umweltverträg- Ledergerber, Sprecher der Minderheit II (Objekt 246) und der

lichkeitsprüfung unter anderem steht: «In bezug auf Schiess- Minderheit (Objekt 248): In der Schweiz werden jeden Tag

lärm werden Wohngebiete in der Stadt St. Gallen mit der Verle- etwa 200 000 Gewehrschüsse abgeschossen. Pro Jahr sind

gung des Schiessbetriebes entlastet», entsteht tatsächlich ein das fast 60 Millionen Patronen, eine beeindruckende Zahl.

falsches Bild. Durch die Entlastung im Bereich des Sittertobels Das Militär ist heute, zusammen mit dem Verkehr und der Bau-

ergibt sich zwangsläufig eine Mehrbelastung im Breitfeld und wirtschaft, die grösste Lärmquelle in diesem Land. Davon

anderen Bereichen des projektierten Waffenplatzes Herisau- dürfte der Schiesslärm neben dem Fluglärm etwas vom

Gossau. Schlimmsten sein. Ich möchte Ihnen dazu ein paar Zahlen in

Der UVP-Bericht zeigt denn auch einige belastende Schwer- Erinnerung rufen.

punkte auf. Bei der Beurteilung der Lärmgrenzwerte beim Wir haben in der Schweiz heute etwa 3000 Schiessstände. Nie-

Schiessen dient - in Ermangelung anderer Grundlage - der mand hat genaue gesamtschweizerische Zahlen, wie sich

Schlussbericht der Expertenkommission zum Bau des Waf- diese Schiessstände in die Lärmimmissionen aufteilen. Es gibt

fenplatzes Bernhardzell. In ihrem Schlussbericht legte die Ex- in einigen Kantonen allerdings Erhebungen, und die lassen

pertenkommission Bernhardzell die Emissionsgrenzwerte für auf folgende Zahlen schliessen: 600 bis 800 Schiessstände in

den Einzelschuss auf 80 Dezibel sowie für den jährlichen Ener- der Schweiz sind als äusserst problematisch zu bezeichnen.

giepegel auf 119 Einheiten fest. Das ist der Ausdruck, den das EMD braucht, «äusserst proble-

In seinem Bericht zur Beurteilung des Projekts sowie der Um- matisch». Die Lärmimmissionen liegen dort über den Alarm-

weltverträglichkeitsprüfung vom 13. April 1989 weist das Bun- werten. 10 bis 30 Prozent oder etwa 300 bis 900 Schiessstände

desamt für Umwelt, Wald und Landschaft auf verschiedene sind als kritisch zu bezeichnen. Nur etwa 2 bis 4 Prozent gelten

Probleme hin. Verschiedene Standorte für das Handgranaten- als problemlos.

werfen und Schiessen erweisen sich im Hinblick auf die Immis- Das EMD hat heute schon Probleme im ganzen Land mit

sionen als sehr kritisch. Lärmimmissionen bei Schiessständen. Das Land leidet unter

Ouvrages militaires et acquisitions de terrain 1582 N 3 octobre 1989

dem Lärm. Heute ist bereits jeder dritte Schweizer lärmge- ernsthaft die Frage des Bedürfnisnachweises und damit auch

schädigt, und ich hoffe, dass von diesem Drittel einige hier in die Frage, wieviel Luxus und Komfort einerseits und Landver-

diesem Parlament sitzen. schandelung und Umweltverbrauch andererseits sich das

Nun ist gerade der Lärm von Schiessständen zu einem gros- EMD eigentlich leisten kann.

sen Teil nicht nötig, weder aus militärischen noch aus Trai- Wie steht es denn mit der Belegung der bestehenden Waffen-

ningsgründen. Es wäre nämlich möglich, den grössten Teil plätze? Die letzten Zahlen wurden öffentlich-soweit ich sehe •

dieser Schiessübungen mit Simulatoren zu betreiben, wenn 1976 bis 1981 ausgewiesen. Diese Zahlen zeigen eine Bele-

die Uebung überhaupt betrieben werden muss. Diese Simula- gung der Unterkünfte im Mittel von nur 20 Wochen pro Jahr,

toren sind heute technisch sehr weit entwickelt. Sie können also eine starke Unterbelegung. Gleichzeitig sinken die Be-

sehr viel damit machen, Sie können nicht nur die Schiessfer- stände wegen des Geburtenrückganges noch weiter ab. Bis

tigkeit üben, Sie können auch vielfältige taktische und techni- 1992 sollen die Bestände nur noch 70 Prozent derjenigen von

sche Finessen einüben, wenn Sie wollen. Man kann die Mani- 1983 betragen. Bei diesen sinkenden Beständen darf doch

pulation genau so gestalten, wie sie beim persönlichen Ge- jetzt kein neuer Waffenplatz mehr gebaut werden.

wehr vorhanden ist. Sie können Wettereinflüsse simulieren, Der Landhunger aber des EMD in den letzten Jahren ist gewal-

Sie können sich selbst - falls das für einige von Ihnen unver- tig. Das Militär besitzt heute siebenmal mehr Land als noch vor

zichtbar wäre - beim Offiziersschiessen den Pulverdampf in 25 Jahren. Dem EMD gehört heute eine Fläche, die diejenige

die Nase steigen lassen, wenn Sie wollen. Die Zeit der des Kantons Zug erreicht. Noch immer ist der Landhunger des

Schiessstände ist heute vorbei. Wir haben alle technischen EMD nicht gestillt. Auch die Ostschweiz hat in den letzten Jah-

Möglichkeiten, um mindestens die Hälfte dieser Uebungen zu ren einiges an neuen Waffen- und Schiessplätzen abbekom-

ersetzen und besser durchzuführen, nämlich mit solchen Si- men. Denken wir nur beispielsweise an den Truppenübungs-

mulatoren. platz Bernhardzell. Denken wir an Urnäsch, denken wir an

Ich habe Ihnen deshalb den Antrag gestellt, beim Objekt 246, Schwellbrunn, mit allem, was dazugehört an Landschaftszer-

bei diesem St. Galler Waffenplatz, eventualiter- wenn Sie nicht störung, an Schiesslärm usw. Die Ostschweiz - in diesem

Herrn Stappung zustimmen - mindestens den Betrag um 10 Sinne auch eine Randregion - hat die Belastung durch das Mi-

Millionen Franken zu kürzen und vom Bundesrat ein neues litär überdurchschnittlich mitgetragen. Einmal muss mit dem

Konzept für diese Schiessanlagen zu verlangen, bei denen er Weiterausbau Schluss sein.

den Einsatz solcher Schiesssimulatoren vorsieht. Ganz Europa macht sich Gedanken zu einer Rüstungsbe-

Ich habe den gleichen Antrag gestellt beim Geschäft 248, Sa- schränkung. Einzig unser Land - nach dem Eingeständnis

nierung der Schiessanlage Bôle auf dem Waffenplatz Colom- von Generalstabschef Lüthy von wohl einmaliger Waffen-

bier. Auch hier soll der Bundesrat ein Konzept vorlegen, wie er dichte - baut weiter aus. Ich bitte Sie, wenigstens zu diesem

einen grossen Teil der Lärmproduktion eindämmen und auch neuen Waffenplatz nein zu sagen und damit die unberührte

Simulatoren für das Schiesstraining einsetzen kann. Landschaft von Neuchlen und Anschwilen zu retten. Ich bin

Ich bitte Sie, an diesem Punkt ein Zeichen zu setzen, ein Zei- überzeugt davon, dass das Volk bei dieser Landschaft genau

chen - Herr Bundesrat Villiger hat es schon mehrmals gesagt gleich wie bei Rothenthurm entscheiden würde, wenn es et-

-, dass Sie auch bei der Armee nicht nur aus patriotischen und was zu diesem Waffenplatz zu sagen hätte; es hat leider nichts

historischen Gründen etwas investieren wollen, sondern dass zu sagen. So ist es - Herr Bundesrat Villiger - mit der Demokra-

Sie auch dort auf der technischen Höhe der Zeit sein wollen. tie in diesem Bereich bestellt. Ich bitte Sie, den Volksentscheid

Ich bitte Sie, diese beiden Minderheitsanträge zu unterstüt- zu Rothenthurm nicht zu vergessen, wenn Sie über diesen

zen. Sie leisten damit einen Beitrag für eine Armee, die nicht neuen Waffenplatz entscheiden.

den Schweizer quält, sondern -wenn sie schon notwendig ist Zum Schluss noch ein paar Bemerkungen im Anschluss an

- möglichst menschenschonend ihr Handwerk betreibt. den Antrag von Herrn Stappung zur Umweltverträglichkeits-

prüfung im Zusammenhang mit diesem neuen Waffenplatz-

Rechsteiner: Ich möchte Sie bitten, mit der Streichung dieses projekt. Der Umweltverträglichkeitsbericht und vor allem auch

neuen Waffenplatzes ein Zeichen zu setzen. die Bemerkungen des Buwal zu diesem Bericht deuten darauf

Die Weiler Neuchlen und Anschwilen liegen auf einem Hoch- hin, dass es mit der Einhaltung der Lärmvorschriften in diesem

plateau in der Nähe von Gossau und St. Gallen. Dieses Gebiet Bereich Probleme geben wird; dies, obwohl die Grenzwerte-

ist von hohem landschaftlichem Wert, auch wenn es oder viel- verglichen mit anderen Anlagen - extrem hoch angesetzt wor-

leicht gerade weil es abseits grosser Verkehrsströme liegt. In den sind und die Annahmen bezüglich der Handgranaten und

seiner landschaftlichen Qualität braucht dieses Gebiet den des Einsatzes von Maschinengewehren, Rakrohren und Ge-

Vergleich mit der Hochebene von Rothenthurm kaum zu wehrgranaten und auch des zivilen Schiessens überaus opti-

scheuen. Trotzdem soll es jetzt einem neuen Waffenplatz ge- mistisch sind. Ich weise nur beispielsweise darauf hin, dass

opfert werden. bei den Schiessanlagen nach den Verordnungen des Bundes

Im Zusammenhang mit dem Abstimmungskampf um Rothen- ein Alarmwert von 80 Dezibel in der tiefsten Empfindlichkeits-

thurm hat Bundesrat Koller jeweils erklärt, dies sei der letzte stufe gilt. Davon wird bei dieser Anlage ohne weiteres als Pla-

neue Waffenplatz, der noch gebaut werde. Trotzdem soll jetzt nungswert ausgegangen. Man kann doch bei solchen Werten

bei Gossau wieder ein neuer Waffenplatz entstehen. nicht - im Sinne von Artikel 15 des Umweltschutzgesetzes -

Mit der Begründung macht es sich das EMD einfach. Statt behaupten, dass die Bevölkerung in ihrem Wohlbefinden nicht

dass ein Bedürfnisnachweis erbracht wird, wie man es bei ei- erheblich gestört sei; das aber wäre ja der Massstab, der be-

nem Vorhaben von dieser Tragweite erwarten dürfte und wie rücksichtigt werden müsste!

es auch das Umweltschutzgesetz verlangt, wird einfach ge- Herr Bundesrat, können Sie garantieren, dass die vom Buwal

sagt, dass es sich um einen schlichten Ersatz für die Kaserne vorgeschlagenen Massnahmen zur Verminderung der Lärm-

St. Gallen handle. Dies ist schon aus zwei Gründen nicht rich- belastung durchgeführt werden? Können Sie weiter garantie-

tig: ren, dass eine detaillierte Munitionsstatistik im Sinne der Emp-

Erstens entsteht auf Neuchlen-Anschwilen ja nicht einfach fehlungen des Buwal geführt und dass die vorgeschlagenen

eine Kaserne - die Kaserne ist nicht einmal Gegenstand dieser Messungen vorgenommen werden? Und können Sie

Vorlage-, sondern ein ganzer Waffenplatz mit allem Drum und schliesslich generell zusichern - wie dies von Vertretern des

Dran, mit einer Flächenbeanspruchung, die diejenige der sei- EMD mündlich angekündigt worden war -, dass der Umwelt-

nerzeitigen Kaserne St. Gallen um ein Vielfaches übersteigt. verträglichkeitsbericht noch öffentlich aufgelegt wird, samt An-

Zweitens existiert die Kaserne St. Gallen ja nun schon seit 10 kündigung im Bundesblatt? Können Sie auch zusichern, dass

Jahren nicht mehr. Die vorher in St. Gallen stationierten beiden wenigstens die gesamtschweizerischen Umweltorganisatio-

Einheiten sind seit langem in Ersatzanlagen in Urnäsch und nen, die nach dem Umweltschutzgesetz beschwerdelegiti-

Bronschhofen einquartiert. Diese Ersatzanlagen würden nach miert sind, Gelegenheit erhalten werden, ihre Bedenken und

dem Bau des neuen Waffenplatzes nicht aufgehoben. Der Vorschläge zu diesem neuen Waffenplatzprojekt zu äussern?

Waffenplatz Neuchlen-Anschwilen ist somit nichts anderes als Denn dieses Projekt hat eine Tragweite, die eine Mitwirkung

ein zusätzlicher, neuer Waffenplatz. Damit stellt sich aber gerade dieser Organisationen nötig macht. Ich wäre Ihnen

3. Oktober 1989 N 1583 Militärische Bauten und Landerwerb

dankbar, wenn Sie diese Anschlussfragen auch beantworten rier schwer erkennbar, wieso längst fällige Sanierungen jahre-

könnten. lang hinausgeschoben werden. Eine Unterkommission unter

dem Vorsitz von Kollege Hänggi besuchte diesen Frühsom-

Schmid: Ich habe Ihnen einen Antrag gestellt zur Streichung mer die Waffenmechaniker-RS in Worblaufen. Wir müssten da-

von Parkplätzen im Räume Breitfeld. Ich habe unterdessen er- bei feststellen, welche katastrophalen Verhältnisse in diesem

fahren, dass die Skizze, der ich diese Zahl entnommen habe, Altbau für die Rekruten und ihre Ausbildner herrschen. Herr

offenbar einen Fehler enthält. Es seien nur 22 Hartplätze vor- Wyss hat heute mit Recht darauf hingewiesen, wie wichtig eine

gesehen, allerdings sollen 50 weitere Parkplätze beim Schüt- zeitgemässe Ausbildung für die Truppe ist. Wir hoffen und ha-

zenhaus dazukommen, die im System des Schotterasenprin- ben auch in der Militärkommission angeregt, dass hier bald-

zips erstellt werden. Es ist aber für das nächste Jahr vorgese- möglichst die nötigen Sanierungen durchgeführt werden kön-

hen, einen grösseren Posten von Parkplätzen für Rekruten zu nen.

erstellen, und da möchte ich jetzt schon ganz entschieden Die SP-Fraktion hat die 30 Kreditanträge nach der Botschaft

meine Opposition anmelden. Es geht heute nicht mehr an, eingehend diskutiert. Dabei gab es in unserer Fraktion selbst-

dass wir grossflächig Parkplätze erstellen bei Kasernen, die ir- verständlich nicht nur Lob, wie beim Rüstungsprogramm auch

gendwo im Grünen liegen, und es den Rekruten überlassen, nicht, sondern es kam auch die grundsätzliche Frage zur

ob sie mit dem Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu Sprache, wie grosse Brocken, wie die Geländeverstärkungen

diesen Kasernen fahren wollen. Das ist heute entschieden mit Kosten im Betrag von 143 Millionen Franken - Herr Brüg-

überholt. Man hat auch bereits Massnahmen in die Wege ge- ger hat seinen Antrag ja bereits begründet -, für die Parlamen-

leitet, dass die Leute verbilligt mit dem Zug fahren'können, und tarier noch näher begründet werden können. Hier ist das

dies müssten wir weiter unterstützen. Hier wäre eine Möglich- Ganze auf rund einer Seite zusammengefasst. Die Problema-

keit, etwas zu befehlen, das einen Sinn hat, nämlich, dass man tik ist zwar auch bei uns bekannt. Wir haben es wieder einmal

zugunsten der Natur und der Allgemeinheit die öffentlichen mit dem Dilemma «militärische Geheimhaltung» auf der einen

Verkehrsmittel benützt. und «Information für die zuständige Behörde» auf der anderen

Wenn mir Herr Bundesrat Villiger versichern kann, dass es hier Seite zu tun. Die Mitglieder der Militärkommission hatten

nicht um diese grosse Anzahl von Plätzen geht, ziehe ich mei- selbstverständlich vertrauliche Zusatzinformationen; trotzdem

nen Antrag zurück, betone aber, dass der Aufnahme einer glauben wir, dass mehr Offenheit für das gesamte Parlament

grossen Zahl von Parkplätzen in das Budget der folgenden heute am Platz wäre.

Jahre von unserer Seite entschiedener Widerstand erwachsen Die SP-Fraktion unterstützt die zwei Minderheitsanträge Stap-

wird. pung und Ledergerber bei den Projekten 246 und 248: Beim

Ausbau des Waffenplatzes Herisau und Gossau sei die Um-

Neukomm: Die SP-Fraktion ist für Eintreten auf den Bundes- weltverträglichkeitsprüfung zu berücksichtigen; elektronische

beschluss über militärische Bauten. Ich kann mich grundsätz- Schiessimulatoren wären auch beim Waffenplatz Colombier

lich positiv zur Vorlage aussprechen. Klare Prioritätskriterien angebracht. Die beiden Ratskollegen haben die Minderheits-

und Nutzwertanalysen sind gerade bei diesen Bauten uner: anträge eingehend begründet; ich brauche also dazu keine

lässlich; diese müssen aber auch unserer Ansicht nach trans- Ergänzungen anzubringen.

parentsein.

Die Mitglieder der Militärkommission hatten Gelegenheit, ein-

zelne Projekte an Ort und Stelle näher zu überprüfen. So konn- Aregger: Die freisinnig-demokratische Fraktion unterstützt

ten wir uns beispielsweise davon überzeugen, wie dringend einstimmig die militärische Bauvorlage gemäss Antrag Bun-

der vorgesehene Bau einer neuen Lagerhalle für Ver- desrat und Kommission. Die Vorlage ist gut ausgewogen. Es

packungsmaterial für Munition in Uttigen ist, geht es dabei sind darin Projekte aus den Bereichen Kampfkraftsteigerung,

doch nicht nur um eine rationellere Bewirtschaftung, sondern Führung und Telekommunikation, Logistik, Ausbildung, Um-

auch um die Sicherheit der Angestellten. Die baufällige Lager- weltschutz, Werterhaltung und Rationalisierung enthalten. Die

halle in Kehrsatz und die veralteten Magazine in Seewen SZ Auswahl der Projekte und die Prioritätensetzung überzeugen

entsprechen kaum mehr den heutigen Vorschriften und sind uns, und ich wage die Prognose, dass eine überwiegende

deshalb raschmöglichst aufzuheben. Einige Mühe machte mir Mehrheit des Rates der Vorlage in dieser Form zustimmen

die erneut vorgesehene Uebergangslösung für die Versor- wird. Damit wäre eigentlich alles gesagt. Die Begründungen

gungstruppen, Objekt 241. Ich habe hier bereits in der Militär- der Minderheitsanträge aber veranlassen mich zu einigen zu-

kommission konkrete Abklärungen verlangt und auch zweck- sätzlichen Bemerkungen.

dienliche Auskünfte erhalten. Trotzdem bin ich froh, wenn Herr Vor wenigen Tagen fand der letzte von zahlreichen Mobilma-

Bundesrat Villiger dazu noch einzelne Bemerkungen macht. chungsgedenktagen statt. Alle diese Anlässe waren sehr gut

Die Versorgungstruppen waren bis 1973 in Thun und Sitten, besucht, und es herrschte durchwegs eine positive Atmo-

seither in Freiburg stationiert. Und wieder ist eine Uebergangs- sphäre der Kameradschaft, der Dankbarkeit und der gemein-

lösung vorgesehen, die kaum der optimalen Ausbildung samen Erinnerung an schwere Zeiten. Gerade die Erinnerung

dient. Erst etwa 1995 wird die Mannschaft in die Infanterieka- an das letzte grosse gemeinsame Erlebnis der nationalen Ge-

serne Bern einziehen können, wenn nämlich die restlichen In- schlossenheit, an die Demonstration des Unabhängigkeitswil-

fanteriekompanien auch in den Sand bei Schönbühl eingezo- lens inmitten des europäischen Kriegsschauplatzes, macht

gen sein werden. Die Einquartierung der Mannschaft in ver- den Sinn und den Wert dieser Gedenktage aus.

schiedenen Agglomerationsgemeinden ist keine befriedi- Nun tauchen verschiedene negativ programmierte Ge-

gende Regelung, aber es gibt leider zurzeit keine Alternative, schichtsschreiber auf. Mit der Arroganz der Nachgeborenen

und deshalb stimmen wir hier zähneknirschend zu. und in Kenntnis, wie es schliesslich mit dem Tausendjährigen

Pech, wie es auch ein privater Bauherr haben könnte, hatte Reich zu Ende ging, ziehen sie über die Armee von 1939 und

das EMD mit dem Ergänzungsbau Armeeapotheke in Ittigen. über die damalige politische und militärische Führung her, ja

Hier geht es um einen Zusatzkredit. Die Baufirma mit der nied- sie machen selbst vor der Persönlichkeit von General Guisan

rigsten Offerte stieg bald nach Baubeginn aus, machte Kon- nicht halt. Ich finde es sehr widersprüchlich, wenn einerseits

kurs, und der zweitplacierte Bauunternehmer musste die Ar- die Armee von 1939 im nachhinein als unzulänglich ausgerü-

beiten übernehmen. Die Mehrkosten von 900 000 Franken stet und ausgebildet belächelt wird und andererseits aus dem

und die aufgelaufene Teuerung von 1,67 Millionen Franken gleichen Lager die Ausrüstung und Ausbildung der heutigen

machen den Zusatzkredit von 2,57 Millionen Franken aus. Es Armee mit Streichungsanträgen bekämpft wird. Diese Wider-

zeigt sich hier in aller Deutlichkeit: Der Billigste ist nicht immer sprüchlichkeit ist nur mit der nahen Armeeabschaffungs-

der Günstigste. Preis und Qualität bzw. die Leistung sind vor Abstimmung zu erklären. Ich spreche hier nicht die sich öffent-

der Ausführung genau abzuklären. lich bekennenden Armeegegner an. Sie sind ohnehin eine

Erlauben Sie mir noch eine Zwischenbemerkung: In einzelnen kleine Minderheit. Ich wende mich vielmehr an die SP, an jene

Fällen ist es trotz dem meines Erachtens im gesamten gut ein- Regierungspartei, die zur Armeeabschaffung Stimmfreigabe

gespielten Festlegen von Schwerpunkten für den Parlamenta- beschlossen hat. Es fällt auf, dass heute sämtliche Kürzungs-

Ouvrages militaires et acquisitions de terrain 1584 N 3 octobre 1989

und Streichungsanträge aus den Reihen der Sozialdemokra- Seit bald zehn Jahren sind die Einheiten der Infanterierekru-

ten stammen. tenschule an drei verschiedenen Standorten untergebracht,

Herr Stappung und Herr Rechsteiner, Sie wollen den Ausbau was organisatorisch, ausbildungstechnisch und nicht zuletzt

und die Sanierung des Waffenplatzes Herisau-Gossau verhin- auch ökologisch problematisch ist. Von daher ist es verständ-

dern. Sie wollen nicht zur Kenntnis nehmen, dass in enger Ver- lich, dass mit einem geplanten Ausbau die Gebäude- und Aus-

bindung mit den Gemeinden sehr sorgfältig geplant wurde bildungseinrichtungen wieder etwas zusammengerückt wer-

und dass 1980 die Kaserne St. Gallen weichen musste. Seither den.

bestehen Provisorien. Wo sonst als in Herisau-Gossau sollen Das Projekt allerdings löst in der grünen Fraktion keine grosse

die St. Galler Soldaten ausgebildet werden? Herr Rechsteiner, Begeisterung aus; denn wirfragen uns generell, ob der schon

glauben Sie denn, nur Sie hätten die Nähe eines Warfen- und seit einiger Zeit geübte Grundsatz des EMD, Kasernen ir-

Schiessplatzes zu ertragen? Es gibt solche Plätze auch in an- gendwo im Gelände draussen, weitab von Siedlungen zu

deren Gegenden der Schweiz. Sie werden wohl nirgends sehr bauen, überhaupt sinnvoll sei, zumal nachher dann die Dienst-

geliebt. Aber sie werden als Voraussetzung zur militärischen leistenden wieder mit eigenen Fahrzeugen dorthin einrücken.

Ausbildung verstanden und akzeptiert. Mindestens der verkehrsmässigen Infrastruktur muss unbe-

Herr Brügger, Sie wollen die Geländeverstärkungen drastisch dingt die nötige Aufmerksamkeit geschenkt werden. Da es

reduzieren. Sie übersehen dabei, dass uns gerade diese sich jedoch weitgehend um einen Ersatz der nicht mehr vor-

Massnahmen entscheidend zur flächendeckenden Landes- handenen früheren Kasernenanlage handelt, opponieren wir

verteidigung befähigen. Moderne Kampf- und Führungsbau- diesem Vorhaben mehrheitlich nicht.

ten nach dem heutigen Konzept bilden eine echte Alternative Hingegen können wir dem Projektkredit einstweilen nicht zu-

zum nachträglich umstrittenen Alpenreduit der vierziger Jahre. stimmen, da das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft

Sie ersetzen veraltete, untauglich gewordene Werke, Festun- in verschiedener Hinsicht die Schiesslärmbelastungen bean-

gen auch, die inzwischen in Museen umgewandelt wurden. standet. Das Amt gibt seine Zustimmung nur unter der Voraus-

Herr Ledergerber, Sie lehnen den Schiessstand bei der Ka- setzung, dass die im UVP-Bericht vorgesehenen Massnah-

serne Colombier und andere Schiessstände ab. Sie wollen men eingehalten und die ergänzenden Anträge berücksichtigt

dem Soldaten die Handhabung seiner persönlichen Waffe auf werden. Was in Chamblon vorbildlich getan wurde, sollte auch

elektronischen Simulatoren beibringen. Ihr Antrag hätte letzt- für den Waffenplatz Herisau-Gossau möglich sein. Aus die-

lich zur Folge, dass der Schweizer Soldat seine Schiesspflicht sem Grunde unterstützen wir den Rückweisungsantrag Stap-

in einem Spielsalon vor einem Bildschirm erfüllen musste oder pung einstimmig, lehnen den Streichungsantrag Rechsteiner

könnte. Ich glaube nicht an den Erfolg Ihres Antrages. Ich jedoch mehrheitlich ab.

glaube nicht daran, dass die Schweizer Schützenhäuser in Beim Antrag der Minderheit II (Ledergerber) sind unsere Auf-

Spielsalons umgewandelt werden. fassungen geteilt. Das Breitfeld ist ja seit jeher Truppenaus-

Die freisinnig-demokratische Fraktion empfiehlt Ihnen, alle bildungs- und Schiessplatz gewesen, so dass sich elektroni-

Kürzungs- und Streichungsanträge der SP abzulehnen und sche Schiessanlagen nicht unbedingt aufdrängen.

der Vorlage gemäss Kommission und Bundesrat zuzustim-

men. Wir bekennen uns klar und eindeutig zur Landesverteidi- Oester: Die LdU/EVP-Fraktion wird dem militärischen Baupro-

gung. Wir wissen, welche Werte wir zu verteidigen haben. Wir gramm 1989 zustimmen. Nicht aus Gewohnheit und auch

wissen, dass letztmals um 1798/99 fremde Heere, französi- nicht aus innerer Achtungsstellung, sondern nach kritischer

sche und russische Truppen, unser Land mit Krieg überzogen. Prüfung der bundesrätlichen Botschaft. Diese Prüfung veran-

Ausser kleinen kantonalen Kontingenten hatte die Schweiz lasst uns zu vier Bemerkungen.

damals keine Armee. Der Krieg hinterliess bittere Armut, Elend 1. Angesichts einer kritischer werdenden Oeffentlichkeit müs-

und Hungersnot. Seither haben wir eine eigene Armee, und sen im Bereich der Bauten und des Landerwerbs wie bei der

seit wir eine Armee haben, leben wir im Frieden. Wir sind stolz Rüstung nach strengen Massstäben Prioritäten gesetzt wer-

auf unser glückliches Land, in dem wir leben und wohl auch den. Wir erwarten deshalb vom EMD und vom Bundesrat,

bleiben dürfen. Stimmfreigabe und damit Orientierungslosig- dass sie bei allen Vorhaben trotz einseitiger Druckversuche

keit und Gleichgültigkeit gegenüber einer entschlossenen konsequent aufgrund einer seriösen Nutzwertanalyse ent-

Landesverteidigung stehen bei uns nicht zur Diskussion. scheiden; dass tatsächlich diejenigen Anlagen in erster Priori-

tät behandelt werden, welche eine hohe Anfangsleistung un-

Schmid: Das militärische Bauprogramm, das rund 470 Millio- serer Armee bewirken, die Kampfkraft unmittelbar steigern

nen Franken verschlingt, ist einmal mehr beträchtlich. Es han- und damit eine starke Dissuasionswirkung haben. Das ist ja

delt sich dabei überwiegend um Gelder für die Sanierung oder das Ziel all unserer Landesverteidigungsanstrengungen.

die Erweiterung bestehender Anlagen und nurzu einem gerin- 2. Was den Rückweisungsantrag der Minderheit l und den

geren Teil um neue Projekte. Ob die dafür eingesetzten Be- Streichungsantrag zum Ausbau und zur Sanierung des Waf-

träge übersetzt sind und daher ohne weiteres gekürzt werden fenplatzes Herisau-Gossau betrifft, kann man die eine oder die

könnten, ist schwer zu beurteilen, stehen uns doch detaillier- andere Haltung einnehmen. Entweder glaubt man dem EMD,

tere Angaben aus Gründen der Geheimhaltung nicht zur Ver- dass der Umweltverträglichkeit volle Beachtung geschenkt

fügung. Es wird also hier - auch in unserer Fraktion - immer wird, dass die in Zusammenarbeit mit dem Buwal erarbeiteten

geteilte Meinungen geben. Lärmpegelwerte auf dem Lärmschutzgesetz beruhen werden

Unsere Aufmerksamkeit gilt vor allem den neuen Projekten, und dass man bei der Realisierung der Bauten danach han-

und da ist dem geplanten Ausbau des Waffenplatzes Herisau- delt, oder man traut den Aussagen der Verwaltung nicht und

Gossau Opposition erwachsen. Man kann sich aus grundsätz- weist Objekt 246 an den Bundesrat zurück. Persönlich traue

lichen Erwägungen heraus gegen jeden neuen Waffenplatz ich den Aussagen des Chefs des EMD und seiner Spitzenleu-

wenden, ihn auch unter Hinweis der zurückgehenden Gebur- ten. Ich bitte ihn, auch hier im Rat die unmissverständliche

tenzahlen als nicht notwendig erachten oder dann den Stand- Aussage zu machen, dass er die UVP bei Waffenplätzen nicht

ort bezüglich Immissionen und aus Gründen des Landschafts- als eine modische Alibiübung betrachtet, sondern als integrie-

und Kulturlandschutzes ablehnen. Vielleicht aber ist das vor- renden Bestandteil der ganzen Bauplanung. Wir wissen, dass

liegende Projekt nicht unbedingt der geeignete Gegenstand Landesverteidigung nicht aus Umweltschutz besteht. Wir sind

für einen solchen Streichungsantrag, und dies aus folgendem aber entschieden der Meinung, dass der bedrohten Umwelt -

Grund: Die ehemalige Infanteriekaserne in St. Gallen musste die langfristig auch uns bedroht - gerade auch bei militäri-

einem städtischen Zubringer der Nationalstrasse 1 weichen. schen Bauten und Anlagen soweit als irgendwie vertretbar

Sie wurde somit abgerissen, bevor ein anderes Gebäude, das Rechnung getragen wird. Weil wir darauf vertrauen, dass die

ursprünglich im Sittertobel nördlich von St. Gallen geplant zuständigen Instanzen willens sind, bezüglich der zur Diskus-

war, die Rekrutenschulen hätte aufnehmen können. Nebenbei sion stehenden Warfenplätze Chamblon und Herisau-Gossau

gesagt: Es ist ja eigenartig, dass für gewisse Vaterlandsvertei- nach dieser Einsicht zu handeln, lehnen wir den Rückwei-

diger auch Kasernen nicht schnell genug abgerissen werden sungsantrag zu Objekt 246 ab. Er brächte nichts ausser einer

können, wenn es darum geht, Autobahnen zu bauen. unliebsamen Verzögerung. Ueber den Streichungsantrag

3. Oktober 1989 N 1585 Militärische Bauten und Landerwerb

Rechsteiner konnten wir uns in der Fraktion nicht unterhalten, denen doch sehr viele Raupenfahrzeuge neu beschafft wor-

weil er nicht vorgelegen hat. Ich selber kann ihm schon des- den sind.

halb nicht zustimmen, weil ich mich vorher dafür eingesetzt Für die Ausbildungsbauten werden letztlich rund 100 Millio-

habe, dass in unseren Bemühungen um militärische Landes- nen Franken anbegehrt. Auch hier muss man aus der Tatsa-

verteidigung der Ausbildung grösseres Gewicht beigemessen che, dass wir eine Armee haben, den Schluss ziehen, dass

wird. diese Armee auch über Uebungsplätze verfügen muss. Dem

3. Der Gedanke, dass die heutigen Möglichkeiten der elektro- Schweizer Soldaten wird die Verteidigungsfähigkeit nicht mit

nischen Simulation bei Schiessanlagen soweit als möglich der Muttermilch eingegeben, sondern er hat - wie jeder an-

ausgenutzt werden sollen, ist in unserer Fraktion auf ein positi- dere Soldat auf der Welt - diese Fähigkeit zu erlernen, und

ves Echo gestossen. Wir sind der Meinung, dass diese Frage dazu braucht es Uebungsplätze, Waffenplätze und auch den

im Interesse der jeweils vom Schiesslärm betroffenen Bevölke- Waffenplatz Gossau-Herisau, trotz den Ausführungen von

rungskreise grundsätzlich studiert werden soll, nicht nur be- Herrn Rechsteiner.

züglich grosskalibriger Waffen. Schon vor 25 Jahren hat sich Ich möchte im einzelnen nicht auf seine Ausführungen einge-

unser Fraktionschef in Zürich für bauliche Vorkehrungen zur hen. Dafür hat es ortskundigere Leute in diesem Saal. Ich habe

Verminderung des Schiesslärms eingesetzt und ist dabei lei- das Gelände auch nicht gesehen. Ich habe nur die Ausführun-

der beim EMD auf geradezu unglaubliche Abwehrreaktionen gen des Vorstehers des EMD und der Mitarbeiter der Verwal-

gestossen. In dieser Vorlage ein Exempel statuieren zu wollen tung gehört. Sie haben mich überzeugt. Herr Rechsteiner hat

und erst noch - besonders im Fall Bôle oberhalb Colombier - es wiederum nicht geschafft, mich von seinen Argumenten zu

am offensichtlich untauglichen Objekt, halten wir für wenig überzeugen. Ich kann sein Votum nur unter das Motto stellen,

sinnvoll. Hingegen erwarten wir, dass das EMD den Militär- das schon Hamlet ausgedrückt hat: «Ist es auch Wahnsinn,

kommissionen innert nützlicher Frist Bericht erstattet, wie weit hat es doch Methode.» Herr Rechsteiner hat mindestens die

elektronische Simulatoren sich auch im Bereich der infanteri- Methodik seiner Ausführungen über lange Jahre beibehalten.

stischen Ausbildung einsetzen lassen. Ich bin auch der Meinung, dass militärische Uebungsplätze

4. Im Hinblick auf die «Armee 95» sollen die Schutz- und Bewa- nicht gegen die Umwelt zu erstellen sind, sondern dass die

chungsaufgaben von lebenswichtigen zivilen und militäri- Verträglichkeit in jedem einzelnen Fall abzuklären ist und dass

schen Objekten neu überdacht werden. Wir würden gerne hö- auch das Militär alles zu unterlassen hat, was diese Umwelt

ren, was in der Zwischenzeit vorgekehrt wird, um die in Frage aus dem Gleichgewicht bringt. Aber Gewehrschüsse und

stehenden Anlagen vor Diebstählen und terroristischen An- selbst Handgranatendonner bringen diese Umwelt nicht aus

schlägen besser zu schützen. Dem Chef EMD danke ich zum dem Gleichgewicht. Deshalb glaube ich, dass bei der Güter-

voraus bestens für seine Antwort. abwägung zwischen der Möglichkeit für den Wehrmann, üben

zu können - und zum Ueben gehört auch der scharfe Schuss

Feigenwinter: Ich beantrage Ihnen namens der CVF-Fraktion -, und dem dadurch entstehenden Lärm die Landesverteidi-

Zustimmung zur vorgelegten Baubotschaft unter Ablehnung gung einen höheren Stellenwert hat als die meines Erachtens

sämtlicher Minderheitsanträge. Das bedeutet, dass wir damit erträgliche Lärmbelästigung.

einverstanden sind, für bauliche Massnahmen 470 Millionen Herr Ledergerber hat einen - mindestens auf den ersten Blick

Franken als Verpflichtungskredite zur Verfügung zu stellen. -sehr überzeugenden Gedanken entwickelt. Herrn Lederger-

Priorität bei dieser Baubotschaft haben ja kampfwertstei- ber ist sicher zuzustimmen, dass überall dort, wo komplexe

gernde Massnahmen. Hierfür sind rund 170 Millionen Franken Waffensysteme wie Flugzeuge oder Panzer zur Diskussion

vorgesehen. Herr Oester hat richtigerweise auf die hohe Dis- stehen, zum Simulator gegriffen werden muss, wie wir das bei-

suasionswirkung derartiger Anlagen aufmerksam gemacht. spielsweise bei Elsaleo und bei allen Flugzeugtypen und -Si-

Es geht darum, im Ernstfall möglichst schnell bereit zu sein. Es mulatoren gemacht haben, um die Lärmbelästigung mög-

geht auch darum, das Gelände so zu verstärken, dass man lichst kleinzuhalten. Aber auch dort - ich habe schon einmal

dieses auch zu seinem Verbündeten machen kann. Gerade darauf hingewiesen, und es kann nicht genügend betont wer-

das will man mit dem Ausbau dieser Sperren erreichen. den - ist im Massstab 1:1 zu üben. Es ist eines unserer gros-

Herr Brügger beantragt nun, hier 80 Millionen Franken einzu- sen Anliegen, dass die Armee das noch kann und es nicht im

sparen, mit einer Begründung die eher für den Verzicht dieser Ausland tun muss. Wenn die persönliche Waffe angesprochen

Sperranlagen sprechen würde. Er geht offensichtlich nicht so werden muss, kann und soll man den Wehrmann nicht zwin-

weit. Er sagt, wir haben zuwenig Auskunft über diese Objekte. gen, mit elektronischen Geräten zu üben. Es gibt vielleicht

Einerseits trifft das natürlich zu. Das wird etwas lakonisch auf Ausnahmefälle; aber der Fall, den Herr Ledergerber anspricht,

einer Seite abgehandelt. Wenn es um zivile Belange ginge, die Anlage Bôle, ist ein untaugliches Objekt.

müsste das schon etwas weiter ausgeführt werden. Es geht Ich bitte Sie deshalb im Namen der CVP-Fraktion, auch diesen

aber hier wirklich um das Interesse der Geheimhaltung. Herr Antrag abzulehnen und der Botschaft zuzustimmen.

Brügger, wenn in Ihrem Dorf solche Sperren gebaut werden,

heisst das natürlich noch nicht, dass all das, was in Ihrem Dorf Hess Otto: Die SVP-Fraktion empfiehlt Ihnen, auf das Baupro-

vorgeht, im ganzen Kanton oder in der ganzen Schweiz oder gramm 1989 einzutreten und dem Verpflichtungskredit von

gar in der Welt bekannt wird. Damit machen Sie Ihr Dorf und 469,9 Millionen Franken für Bauten und Landerwerb zuzustim-

Ihren Fall zum Zentrum der Welt, und das ist nun einmal nicht men. Das Schwergewicht im vorgelegten Bauprogramm bil-

so. Bauen kann auch das Militär nicht unter einer Glocke, wo den die Kampf- und Führungsbauten. Uns, Herr Brügger,

man nicht sieht, was passiert, sondern auch das Militär muss scheint es richtig, dass die Priorität so gesetzt worden ist, da

diese Objekte natürlich mit den regulären Mitteln bauen. Man diese Investitionen zur Steigerung der Kampfkraft beitragen,

kann also nicht eine Zeltblache darüber legen und sagen, hier die Anfangsleistung der Armee erhöhen und letztlich - und

darf niemand zuschauen. Das kann uns nicht am Bauen hin- das scheint uns besonders wichtig - zu einem wesentlich bes-

dern, wir müssen in Kauf nehmen, dass diese Bauten der Oef- seren Schutz des Wehrmannes beitragen.

fentlichkeit teilweise bekanntwerden, aber es ist eben eine be- Unter dem Titel «Bauten der Logistik» möchte ich nur die Posi-

schränkte Oeffentlichkeit, und man kann davon ausgehen, tion 221 erwähnen: die Lagerhalle in der Gemeinde Müllheim.

dass der Standort dieser Objekte jeweils nur einigen wenigen Mit dem Neubau dieser Lagerhalle unter dem neu zu erstellen-

Leuten bekannt ist, unter anderem auch der Bevölkerung, die den Teilstück der N 7 hat man eine Bauvariante gewählt, die

beim Standort wohnt. als äusserst landsparend und dazu noch kostengünstig beur-

125 Millionen Franken werden für Logistikbauten aufgewen- teilt werden kann. Es ist zu hoffen, dass dieses Baumodell eine

det. Auch das ist notwendig. Die Armee ist eine Grossorgani- positive Auswirkung auf künftig notwendige Bauten hat und in

sation. Sie muss den Nachschub sicherstellen, und deshalb vermehrtem Mass Nachahmung findet.

braucht es von Zeit zu Zeit - und hier besteht ein grosser Nach- Fast 100 Millionen Franken sind für Bauten für die Ausbildung

holbedarf - die Sanierung von Zeughäusern, die Neuerstel- vorgesehen. Die SVP-Fraktion befürwortet, dass der Ausbil-

lung von militärischen Fahrzeugparks; insbesondere, wenn dung unserer Truppen grösste Beachtung geschenkt wird.

wir an die Rüstungsbeschaffung der letzten Jahre denken, in Neue Waffensysteme, neue Erkenntnisse in der modernen

Ouvrages militaires et acquisitions de terrain 1586 N 3 octobre 1989

Kriegsführung zwingen dazu, unsere Ausbildung auf dieses chenende zu einem gerne besuchten Naherholungsgebiet

veränderte Umfeld auszurichten. Wir wollen in der zur Verfü- geworden ist.

gung stehenden Ausbildungszeit einen möglichst hohen Zum Antrag Rechsteiner. Er verlangt die Streichung des Kredi-

Ausbildungsstand erreichen. Dies gelingt nur, wenn auf unse- tes, der für den Ausbau des Waffenplatzes Breitfeld-Neuchlen

ren Ausbildungsplätzen eine entsprechende Infrastruktur notwendig ist. Zum Teil führt er die gleichen Argumente an, wie

vorhanden ist. Fehlt diese, kann die Schulung der Soldaten Sie sie in diesem Flugblatt finden. Ich möchte auf diese Argu-

nicht mehr mit der nötigen Effizienz durchgeführt werden. mente nicht eintreten, aber folgendes festhalten:

Schliesslich sind wir alle daran interessiert, dass auf unseren Das heutige Provisorium milden Unterkünften in Urnäsch und

Uebungsplätzen der Kampf mit den verschiedenen Waffen Bronschhofen darf kein Dauerzustand werden. Die Unter-

unter bestmöglicher Sicherheit geübt werden kann. künfte entsprechen knapp dem Minimum dessen, was heute

Auf der Fahne sehen Sie zwei Minderheitsanträge zu Objekt- von einer Truppenunterkunft verlangt werden muss. Vor allem

246, zur Sanierung des Waffenplatzes Herisau, und zu Objekt- müssen durch die Bewältigung der grossen Distanzen zum

248, Schiessanlage Bôle. Ich bitte Sie im Namen der SVP- Ausbildungsplatz grosse Leerzeiten, Verlustzeiten in Kauf ge-

Fraktion, diese Minderheitsanträge abzulehnen. Zum Antrag nommen werden. Dass die Strassen durch diesen zusätzlich

Stappung ist zu sagen, dass nach Zusicherung des EMD notwendigen Transport belastet werden, sei nur am Rande er-

die UVP berücksichtigt wird und die Lärmpegelwerte mit dem wähnt. Gute, zeitgemässe Truppenunterkünfte helfen mit, die

Buwal erarbeitet werden. Sie wollen doch, Herr Stappung, Moral der Truppe zu heben. Ein Thema, dem grosse Aufmerk-

nicht im Ernst noch mehr UVP verlangen! samkeit geschenkt werden muss. Und von Landhunger, Herr

Es ist zwar verständlich, dass die Anwohner an einem Aus- Rechsteiner, kann nicht die Rede sein. Die Bauten kommen

bau des Waffenplatzes keine Freude haben. Die entschei- auf Land zu stehen, das schon längstens im Besitz des Bun-

dende Frage ist einfach, ob ein Ausbau zumutbar ist oder des ist. Aber eines haben Sie übersehen: In diesem Kredit ist

nicht. Die Region St. Gallen verfügt noch über andere wunder- auch die Sanierung der sechs Bauernbetriebe eingeschlos-

schöne Erholungsgebiete. Jemand muss letztlich die Immis- sen, die das bundeseigene Land im Pachtverhältnis bewirt-

sionen tragen, die mit der Ausbildung und Aufrechterhaltung schaften. Die Sanierung der Bauerngüter ist nicht allein wegen

unserer Armee entstehen. Im vorliegenden Fall meine ich, ist dem Ausbau des Waffenplatzes notwendig, sondern vor allem

der geplante Ausbau absolut verantwortbar. Er ist übrigens auch wegen den Tierschutzvorschriften, die Sie ja sicherlich

mit den betroffenen Gemeiden abgesprochen worden. Sie unterstützen, aber auch wegen den Gewässerschutzvorschrif-

stehen hinter dem Ausbau dieses Ausbildungsplatzes. ten, dem fehlenden Stapelvolumen für Hofdünger und den

Im Minderheitsantrag II wird ein neues Konzept der Schiessan- maximal zulässigen drei Düngergrossvieheinheiten pro Hekt-

lagen unter Einbezug von Simulatoren gefordert. Die SVP are. Ich meine, dass der Bund bei seinen eigenen Liegen-

befürwortet den Einsatz von Simulatoren dort, wo sie sinn- schaften mit gutem Beispiel vorangehen und die Gebäude,

voll, technisch ausgereift und möglich sind. Der Simulator Stallungen und Hofdüngeranlagen so konzipieren soll, dass

kommt bis heute vor allem bei den grosskalibrigen Waffen sie den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Mit der Strei-

zur Anwendung. Er hat sich bewährt, ist kostensparend und chung dieses Kredites verunmöglichen Sie nicht nur den Aus-

entlastet die Umwelt. Ich kann mir aber schwer vorstellen, bau des Waffenplatzes, sondern auch eine zeitgemässe, ge-

dass ein Simulator für die Handhabung der persönlichen setzlich zwingende Sanierung dieser Pachtgüter.

Waffe sinnvoll eingesetzt werden kann, ganz abgesehen da- Herr Schmid hat sich tatsächlich geirrt, und zwar um das Zehn-

von, dass zurzeit nirgends ein brauchbares System für den fache. In Breitfeld sind - wie er ja in der Zwischenzeit selber

militärischen Einsatz der in Frage stehenden Waffen zur Verfü- festgestellt hat-nur 22 Parkplätze vorgesehen. Es scheint mir

gung steht. Es wäre absolut unrealistisch, zum heutigen aber vernünftig, dass im Breitfeld auch in dieser Hinsicht eine

Zeitpunkt einen Simulator für die Schulung der persönlichen vernünftige Infrastruktur bereitgestellt wird, damit vor allem

Waffen zu fordern, da er nicht verfügbar ist. Das will nicht auch bei den vielen zivilen Veranstaltungen die Privatfahr-

heissen, dass der Einsatz eines Simulators auch auf diesem zeuge geordnet parkiert werden können.

Gebiet nicht weiter geprüft werden soll. In der neu zu erstellenden Kaserne Neuchlen, die Sie ange-

Gestatten Sie mir einige Worte zur Resolution gegen den sprochen haben, ist der Parkplatz so angelegt, dass er einem

Ausbau des Waffenplatzes Breitfeld, die uns Parlamentariern Drittel der Kasernenkapazität entspricht. Wir können unseren

verteilt worden ist. Es handelt sich nicht - wie behauptet wird Rekruten nicht vorschreiben, mit welchem Transportmittel sie

- um einen neuen Waffenplatz, der geschickt getarnt auf- einrücken. Wir können sie höchstens in empfehlendem Sinne

gebaut wird, sondern um einen Ersatz der 1980 aufgegebe- zur Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel animieren.

nen Kaserne Kreuzbleiche St. Gallen mit dem Schiessplatz Dass die privaten Fahrzeuge ordnungsgemäss parkiert wer-

Sittertobel. Die Konzeption dieses Waffenplatzes wurde über den können, dafür sind die notwendigen Vorkehren zu treffen.

Jahre offen diskutiert und in Zusammenarbeit mit den Behör- Im Namen der SVP bitte ich Sie, die Minderheitsanträge Stap-

den von St. Gallen und den betroffenen Gemeinden erarbei- pung und Ledergerber sowie die Streichungsanträge Brüg-

tet. Es liegen Verträge vor, die auch das HG-Werfen und das ger, Rechsteiner und Schmid abzulehnen und der Kommis-

Schiessen zeitlich limitieren. Es wird auf diesem Waffenplatz sion zuzustimmen.

künftig nicht mehr Munition verschossen. Der Ausbau dient

vor allem der besseren Effizienz in der Ausbildung, der bes-

sern Sicherheit und der geringeren Lärmbelastung. Die Stadt Hier wird die Beratung dieses Geschäftes unterbrochen

St. Gallen wird durch die Aufgabe des Schiessplatzes Sitterto- Le débat sur cet objet est interrompu

bel vom Lärm sogar entlastet werden.

Die Anlagen wurden in enger Zusammenarbeit mit den Natur-

schutzorganisationen konzipiert. Von der Zerstörung von 40 Schluss der Sitzung um 13.00 Uhr

Hektaren Kulturland kann keine Rede sein. Teile des intensiv La séance est levée à 13 h 00

bewirtschafteten Landes werden gar der extensiven Nutzung

zugeführt. Ziel muss doch seih, dass mit dem dringend not-

wendigen Ausbau des Waffenplatzes die Anliegen des Natur--

Schutzes mitberücksichtigt werden, damit der Region am

Wochenende und in der Zeit der Nichtbelegung ein Erho-

lungsgebiet zur Verfügung steht, das der Bevölkerung auch

tatsächlich zugänglich ist, was bei einer intensiven landwirt-

schaftlichen Nutzung nicht im gleichen Umfang der Fall wäre.

Dass das EMD bereit und in der Lage ist, solches zu tun,

dafür haben wir ein Beispiel. Mit der Verlegung der Kaserne

Zürich ins Reppischtal hat man eine Lösung gefunden, die

allgemein akzeptiert wird, so dass dieses Gebiet übers Wo-

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Militärische Bauten und Landerwerb

Ouvrages militaires et acquisitions de terrain

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1989

Année

Anno

Band IV

Volume

Volume

Session Herbstsession

Session Session d'automne

Sessione Sessione autunnale

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 11

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 89.019

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 03.10.1989 - 08:00

Date

Data

Seite 1578-1586

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Ref. No 20 017 751

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