Federal Vocational Training Law for Social Work and Medical Professions Rejected
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court's decision addresses a motion concerning the vocational training system for social work and medical professions. The motion proposed that these professions should be fundamentally subject to the federal vocational training legislation, similar to other sectors. However, the court found that the current federal constitution does not grant the federal government the authority to regulate vocational training in these specific fields. While acknowledging the merits of standardized training, the court noted that extending the federal vocational training law to these areas would necessitate a constitutional amendment, which had been previously rejected. Therefore, the court decided to reject the motion regarding social work and medical professions but to convert it into a postulate concerning the training of medical assistants and related professions, indicating a willingness to explore alternative regulatory approaches within the existing constitutional framework.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 34ter Absatz, Art. 34ter Abs. 1 Bst. g BV; Federal Vocational Training Law for Social Work and Medical Professions Rejected: The motion proposed that these professions should be fundamentally subject to the federal vocational training legislation, similar to other sectors. However, the court found that the current federal constitution does not grant the federal government the authority to regulate vocational training in these specific fields. While acknowledging the merits of standardized training, the court noted that extending the federal vocational training law to these areas would necessitate a constitutional amendment, which had been previously rejected. Therefore, the court decided to reject the motion regarding social work and medical professions but to convert it into a postulate concerning the training of medical assistants and related professions, indicating a willingness to explore alternative regulatory approaches within the existing constitutional framework.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited as the constitutional basis for the federal government's authority to regulate vocational training.
Volltext
Motion Aliesch 688 N 23 mars 1990
Punkte 1-4,6-Points 1-4, 6 Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Ueberwiesen als Postulat- Transmis comme postulat vom 28. Februar 1990
Rapport écrit du Conseil fédéral du 28 février 1990
Punkte 5,7,8- Points 5, 7,8 Artikel 2 des Bundesgesetzes über Massnahmen zur Verbes-
Abgeschrieben - Classé serung des Bundeshaushaltes bildet die Rechtsgrundlage für
das seit 1974 praktizierte System der Stellenbewirtschaftung
in der Bundesverwaltung. Seit 1983 gelten die Jahresdurch-
schnittsbestände an Personalstellen als die für die Plafonie-
rung massgebende Grosse, die nicht überschritten werden
darf. Diese Durchschnittsbestände werden jährlich im Bun-
desbeschluss über den Voranschlag festgelegt. Allfällige Er-
höhungen sind nur möglich, wenn der Stellenbedarf nicht
durch Massnahmen der Rationalisierung, durch den Abbau
#ST# 89.781 bestehender Aufgaben oder durch Stellenverschiebungen in-
nerhalb der Verwaltungseinheiten aller Stufen oder zwischen
Motion Widrig den Departementen gedeckt werden kann. Eine zeitlich befri-
Legislatur-Personalplan stete Ausnahme-Regelung ist seit 1986 für zusätzliches Perso-
nal für die Behandlung von Asylgesuchen bei aussergewöhn-
Effectifs du personnel. lichem Zustrom von Asylgesuchstellern vorgesehen.
Programme de législature Der Legislatur-Finanzplan des Bundesrates geht bei den Per-
sonalbezügen jeweils von dem mit dem Voranschlag vom
Bundesrat beantragten Personalbestand aus und berücksich-
tigt nebst den strukturellen Verbesserungen der Bezüge ledig-
lich die teuerungsbedingten Mehrkosten der nächsten drei
Wortlaut der Motion vom 13. Dezember 1989 Jahre. Allfällige Erhöhungen des Personalbestandes in den Fi-
Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament zusammen mit nanzplan-Jahren werden nach bisheriger Praxis im Finanz-
dem Legislatur-Finanzplan alle 4 Jahre auch einen Legislatur- plan nicht berücksichtigt, da bis heute bei der allgemeinen
Personalplan mit einer Uebersicht über neu geplante Etatstel- Bundesverwaltung eine mehrjährige Personalplanung fehlt.
len und Stellenverschiebungen in der Bundesverwaltung und Die jährlichen Stellenverschiebungen werden jeweils in der er-
den Bundesbetrieben vorzulegen. sten Hälfte des Folgejahres dem Eidgenössischen Personal-
amt gemeldet.
Texte de la motion du 13 décembre 1989 Der Bundesrat ist bereit, die mit der Motion verlangte Erstel-
Le Conseil fédéral est chargé de présenter au Parlement, tous lung eines Legislatur-Personalplans im Zusammenhang mit
les quatre ans, outre le plan financier de la législature, un pro- der nächsten Legislaturplanung zu prüfen und nachher defini-
gramme de législature sur les effectifs du personnel offrant tiv darüber zu entscheiden, ob sich dieses Vorhaben mit ei-
une vue d'ensemble sur les postes inscrits au budget ainsi nem vernünftigen Aufwand verwirklichen lässt. Er hat dabei zu
que sur les restructurations d'emplois dans l'administration et berücksichtigen, dass sich der Personalbestand, insbeson-
dans les entreprises fédérales qui ont été récemment prévues. dere bei den Bundesbetrieben, aber auch teilweise bei der all-
gemeinen Bundesverwaltung, insbesondere nach dem Ver-
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aliesch, Basler, Blatter, kehrsaufkommen zu richten hat. Bei den Stellenverschiebun-
Bürgi, Eisenring, Engler, Feigenwinter, Fischer-Sursee, Giger, gen werden die bei der Erstellung des Personalplanes bereits
Hänggi, Hess Peter, Humbel, Kühne, Mühlemann, Nussbau- bekannten Verschiebungen berücksichtigt werden können.
mer, Oehler, Portmann, Ruckstuhl, Rüttimann, Spoerry, Hingegen wird es voraussichtlich nicht möglich sein, zu die-
Stucky, Weber-Schwyz, Wellauer, Wyss Paul, Zbinden Paul sem Zeitpunkt bereits sämtliche Stellenverschiebungen der
(25) Planungsperiode zu kennen.
Aus den dargelegten Gründen möchte der Bundesrat das mit
Schriftliche Begründung - Développement par écrit der Motion verlangte Vorhaben vorerst gründlich prüfen.
Trotz Stellenplafonierungsbeschluss vom 24. Juni 1983 hat
der Personalbestand des Bundes von 126 887 Stellen (1980) Schriftliche Erklärung des Bundesrates
auf 140 289 Stellen (1990) zugenommen. Dies bedeutet eine Déclaration écrite du Conseil fédéral
Steigerung um 10,6 Prozent. Mit Ausnahme des EMD haben Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan-
alle Departemente zu dieser massiven Personalaufstockung deln.
beigetragen.
Aufgrund der demographischen Entwicklung ist in der Ueberwiesen als Postulat- Transmis comme postulat
Schweiz in den neunziger Jahren bei unverändertem Pensio-
nierungsalter mit einer realen Abnahme der Zahl der Berufs-
tätigen zu rechnen. Aus volkswirtschaftlicher Sicht ist dabei ein
weiteres prozentuales Anwachsen des Anteils der Beschäftig-
ten beim Bund auf Kosten der Privatwirtschaft grundsätzlich
abzulehnen. Dies u. a. auch deshalb, weil dadurch der Anteil #ST# 88.887
der gebundenen Ausgaben auf Kosten der frei verfügbaren
Mittel erhöht würde. Motion Aliesch
Während der Legislaturperiode werden dem Parlament unter Berufsbildung im Fürsorge-
verschiedenen Malen neue Stellenbegehren unterbreitet. Für und medizinischen Bereich
eine gesamtheitliche Beurteilung fehlt es dabei aber an einer
mittelfristigen Planung der Etatstellen für die Bundesbetriebe. Assistance sociale et médicale.
Der alle 4 Jahre dem Parlament unterbreitete Legislatur- Formation professionnelle
Finanzplan allein sagt nichts über die künftige Stellenbewirt-
schaftung aus.
Der Bundesrat wird deshalb beauftragt, dem Parlament künf-
tig zusammen mit dem Legislatur-Finanzplan auch einen
Legislatur-Personalplan mit einer Uebersicht über die für die Wortlaut des Motion vom 16. Dezember 1988
Legislaturperiode geplanten Stellen zu unterbreiten. Dieser Die Berufsbildung im Fürsorge- und medizinischen Bereich
Legislatur-Personalplan ist dabei auf die Legislaturziele und ist grundsätzlich der Berufsbildungsgesetzgebung zu unter-
den Legislatur-Finanzplan abzustimmen. stellen.
23. März 1990 N 689 Motion Ruckstuhl
Texte cte-/a motion du 16 décembre 1988 Fürsorge- und medizinischer Bereich
La formation dee" assistantes sociales et des professions médi- Les secteurs de l'assistance sociale et des soins médicaux
cales et para-médicales doit être soumise à la loi fédérale sur
la formation professionnelle. Abgelehnt- Rejeté
Mitunterzeichner- Cosignataires: Allenspach, Ammann, Areg- Ausbildung der Arztgehilfin und verwandte Berufe
ger, Cincera, EppenbergerSusi, Fäh, Fischer-Seengen, Früh, Les professions d'assistance médicale et les professions appa-
Giger, Keller, Loretan, Müller-Meilen, Rychen, Schule, Wan- rentées
ner, Weber-Schwyz, Wyss Paul (17)
Ueberwiesen aïs Postulat- Transmis comme postulat
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Das Bundesgesetz über die Berufsbildung vom 19. April 1978,
in Kraft seit 1. Januar 1980, regelt neben der Berufsberatung
und der Berufsbildungsforschung die Grundausbildung und
die Weiterbildung in den Berufen der Industrie, des Hand-
werks, des Handels, des Bank-, Versicherungs-, Transport-
und Gastgewerbes und anderer Dienstleistungsgewerbe so-
wie die Hauswirtschaft. 89.451
Ausdrücklich nicht in den Geltungsbereich des Berufsbil-
#ST#
dungsgesetzes fallen u. a. die Grundausbildung und die Wei-
terbildung in den Berufen der Krankenpflege und in übrigen Motion Ruckstuhl
sozialen Berufen. Revision Landwirtschaftsgesetz
Mit der Motion wird verlangt, auch die Berufe der Kranken-
pflege und andere medizinische Hilfsberufe sowie die sozialen
Révision de la loi sur l'agriculture
Berufe grundsätzlich dem Berufsbildungsgesetz zu unterstel-
len. Ausnahmen von dieser.allgemeinen Forderung sind in
speziellen und begründeten Fällen denkbar. Bei fehlender
Verfassungsgrundlage ist diese zu schaffen. Wortlaut der Motion vom 6. Juni 1989
Es ist festzustellen, dass die heutige Berufsbildungsgesetz-
Der Bundesrat erhält den Auftrag, dem Parlament bis Ende
gebung wesentlich zum allgemein hohen Ausbildungsstand
1991 einen Entwurf zur Revision des Landwirtschaftsgesetzes
in den unterstellten Berufen beigetragen hat. Das System der vorzulegen. Er hat diese Revision auf das Ziel einer umweltge-
Grundausbildung und Weiterbildung, wie es heute für die der rechten, bodenbewirtschaftenden, bäuerlichen Landwirt-
Berufsbildungsgesetzgebung unterstellten Berufe gilt, ist
schaft auszurichten.
grundsätzlich auf die Berufe der Krankenpflege und die ande-
Dabei sind insbesondere folgende Punkte zu berücksichti-
ren medizinischen Hilfsberufe sowie auf die sozialen Berufe gen:
auszudehnen. In der Grundausbildung und Weiterbildung 1. Erhaltung und Förderung möglichst vieler bäuerlicher Fa-
können derart u. a. landesweit einheitliche Ausbildungsgänge
milienbetriebe.
geschaffen werden. Mit der Unterstellung verbunden ist auch
2. Sicherung eines mit ändern Erwerbszweigen vergleichba-
eine finanzielle Unterstützung durch Bund und Kantone ge-
ren Einkommens durch angemessene Produktionspreise und
mäss Berufsbildungsgesetzgebung.
Direktzahlungen zur Abgeltung gemeinwirtschaftlicher und
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates ökologischer Leistungen, zum Ausgleich von Produktions-
vom 13. Februar 1989 nachteilen und zur Produktionslenkung.
Rapport écrit du Conseil fédéral du 13 février 1989 3. Förderung der umweit- und marktgerechten Qualitätspro-
Die Kompetenzen des Bundes zur Regelung der Berufsbil- duktion sowie der Pflege der Landschaft.
dung sind in Artikel 34ter Absatz 1 Buchstabe g der Bundes- 4. Sicherung einer ausreichenden Versorgung mit Nahrungs-
verfassung wie folgt festgelegt: mitteln für Zeiten mit gestörter Zufuhr.
«Der Bund ist befugt, Vorschriften aufzustellen über die berufli- 5. Der Geltungsbereich des derart revidierten Landwirtschafts-
che Ausbildung in Industrie, Gewerbe, Handel, Landwirtschaft gesetzes ist soweit als möglich im Gesetz selbst und nicht in
und Hausdienst.» Verordnungen festzuhalten.
Die Berufsbildung im Fürsorge- und im medizinischen Bereich
fällt nicht unter die in der zitierten Verfassungsvorschrift ge- Texte de la motion du 6 juin 1989
nannten Bereiche. Die Annahme der Motion würde demzufolge Le Conseil fédéral est chargé de présenter au Parlement, d'ici
eine Aenderung der Bundesverfassung voraussetzen. Nun ist fin 1991, un projet de révision de la loi sur l'agriculture visant
aber im Jahre 1973 ein neuer Bildungsartikel, der dem Bund l'encouragement d'une agriculture paysanne exploitant le sol
u. a. eine umfassende Kompetenz zur Regelung der Ausbil- et respectant l'environnement. Ce faisant, il y aura lieu de tenir
dung in sämtlichen Berufen gebracht hätte, verworfen worden. compte notamment des points suivants:
Die Frage einer Aenderung der Zuständigkeiten könnte des- 1. Maintenir et encourager le plus grand nombre possible
halb frühestens im Zeitpunkt der Totalrevision der Bundesver- d'exploitations paysannes de type familial.
fassung neu geprüft werden. Dabei wäre auch zu fragen, ob ein- 2. Garantir un revenu comparable à celui d'autres branches
zig die Berufe im Fürsorge- und medizinischen Bereich neu der d'activité au moyen de prix équitables à la production et de
Berufsbildungsgesetzgebung zu unterstellen wären oder auch paiements directs pour indemniser les prestations d'intérêt
andere wie beispielsweise die Berufe der Wissenschaft, Erzie- public et écologiques, ainsi que pour compenser les désavan-
hung und Kunst. Für die Ausbildung der Arztgehilfin und ver- tages liés à la production et pour orienter celle-ci.
wandte Berufe, die im Unterschied zu den spezifisch medizini- 3. Encourager une production de qualité répondant aux be-
schen und paramedizinischen Berufen dem bestehenden Ver- soins du marché et respectueuse de l'environnement ainsi
fassungsrecht unterstellt werden können, wird eine Regelung que favoriser l'entretien de la nature et du paysage.
durch das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement ge- 4. Assurer un approvisionnement suffisant en denrées alimen-
prüft. taires même au cas où les importations seraient perturbées.
5. Le champ d'application de la loi sur l'agriculture ainsi
Schriftliche Erklärung des Bundesrates révisée doit être fixé dans toute la mesure du possible dans la
Déclaration écrite du Conseil fédéral loi elle-même et non dans des ordonnances.
Der Bundesrat beantragt, die Motion mit Bezug auf den Für-
sorge- und den medizinischen Bereich abzulehnen, betref- Mitunterzeichner - Cosignataires: Bürgi, Columberg, Eisen-
fend die Ausbildung der Arztgehilfin und verwandte Berufe in ring, Engler, Hänggi, Jung, Kühne, Portmann, Schnider,
ein Postulat umzuwandeln. Stamm, Wellauer, Widrig (12)
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Aliesch Berufsbildung im Fürsorge- und medizinischen Bereich
Motion Aliesch Assistance sociale et médicale. Formation professionnelle
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1990
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 88.887
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 23.03.1990 - 08:00
Date
Data
Seite 688-689
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Pagina
Ref. No 20 018 421
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