Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 88-886 KI-generiert

Switzerland's High Medication Consumption Inquiry

Geschäftsnummer VPB 88-886
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum

Legislator-Zusammenfassung

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This interpellation addresses the high consumption of medications in Switzerland, which ranks third in Europe. The Federal Council is questioned about the precise consumption of both prescription and over-the-counter drugs, the causes of this high usage and potential misuse, and whether the government is willing to initiate an investigation or implement measures to curb this trend. The Council acknowledges that while cantons are responsible for most medications, the federal government has the authority to regulate products that endanger health, and it is indeed examining alarming signals regarding medication consumption and its causes.

Legislator-Regeste

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Art. 31 Abs. 1 BV; Switzerland's High Medication Consumption Inquiry: The Federal Council is questioned about the precise consumption of both prescription and over-the-counter drugs, the causes of this high usage and potential misuse, and whether the government is willing to initiate an investigation or implement measures to curb this trend. The Council acknowledges that while cantons are responsible for most medications, the federal government has the authority to regulate products that endanger health, and it is indeed examining alarming signals regarding medication consumption and its causes.

Schlagwörter

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Verjährung Besonders besorgniserregende Stoffe Überarztung Betäubungsmittelkonsum Pharmarecht Gesundheitszustand

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 31 Abs. 1 BV

Provides the federal government with comprehensive competence to issue trade police regulations, which includes regulating the trade of medicines.

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Volltext

Interpellation Zölch. Usage de médicaments 1402 N 21 septembre 1989

Zwingli: Es hat den Anschein, dass auch in die Drogenpolitik Für die Heilmittel sind, sofern diese nicht unter das eidgenös-

der Schweiz Bewegung komme. Intern stehen die Drogensi- sische Betäubungsmittelgesetzfallen, die Kantone zuständig,

tuation, namentlich in unseren grösseren Städten - Stichwort doch ist der Bund befugt, gesetzliche Bestimmungen zu erlas-

Platzspitz Zürich -, und der neue Drogenbericht zur Diskus- sen über den Verkehr von Gebrauchsgegenständen, soweit

sion. Auch die politische Diskussion um mögliche Problemlö- solche das Leben oder die Gesundheit gefährden können.

sungen ist angelaufen. Es ist heute sicher nicht der richtige Der Bund ist also legitimiert, alarmierende Signale über Aus-

Zeitpunkt, den Drogenbericht zu diskutieren. mass und Ursache des schweizerischen Medikamentenkon-

Auf den ersten Blick beurteilt laufen wir in der Schweiz Gefahr, sumszu überprüfen; erhärtete Daten darüber liegen nicht vor.

hinterher mit Experimenten über die Entkriminalisierung des Ich bitte den Bundesrat, zu folgenden Fragen Stellung zu neh-

Drogenkonsums zu beginnen, und das in einem Zeitpunkt, in men:

dem ähnliche Versuche in anderen Ländern abgebrochen 1. Kann der Bundesrat genaue Angaben machen über den

werden. Im Gegensatz zu uns schlägt man in anderen Län- Konsum von rezeptpflichtigen und nicht-rezeptpflichtigen (frei

dern eine härtere Gangart gegen den Drogenhandel ein. Um verkäuflichen) Medikamenten?

so dringender sind eine gute internationale Zusammenarbeit 2. Kann der Bundesrat die Ursachen für den hohen Medika-

und eine gegenseitige Unterstützung. Ich begrüsse deshalb mentengebrauch und -missbrauch erklären?

die Absicht des Bundesrates, ein mehreres für die Verstärkung 3. Ist der Bundesrat bereit, eine Untersuchung über Ausmass,

der internationalen Zusammenarbeit zu tun. Aber diese ver- Beschaffenheit und Ursachen des Medikamentenmiss-

stärkte internationale Zusammenarbeit bedarf unbedingt der brauchs zu veranlassen? (Nationales Forschungspro-

Ergänzung durch ein klares nationales Drogenkonzept. gramm?)

Dieses Konzept müsste für die folgenden Probleme Lösungen 4. Sieht der Bundesrat eine Möglichkeit, den Medikamenten-

anbieten: missbrauch einzudämmen (z. B. Unterstützung der Informati-

1. Bessere Hilfe an Eltern, Lehrer und Ausbildner aller Stufen onspolitik der Kantone)?

und selbstverständlich auch an unsere Jugendlichen gegen

Einstieg und Abhängigkeit in Drogen. Texte de l'interpellation du 15 décembre 1988

2. Ausbau einer wirksamen Betreuung von abhängigen Dro- Selon une opinion répandue, les Suisses font ample usage de

genkonsumenten. médicaments. Notre pays se situe à cet égard au troisième

3. Eine wesentliche Verschärfung des Kampfes gegen Einfuhr rang européen.

und Transit von Drogen und alle möglichen Formen des Han- Chaque habitant a dépensé en moyenne quelque 375 francs

dels. en 1987 pour l'achat de médicaments, ce qui représente une

4. Die Verstärkung der internationalen Zusammenarbeit zur croissance de 28 pour cent par rapport à 1986.

Bekämpfung des Drogenhandels. Les cantons sont compétents en la matière, du moins pour les

Ich hoffe, noch in dieser Diskussion von ersten Umrissen eines substances qui ne sont pas soumises à la loi fédérale sur les

neuen schweizerischen Drogenbekämpfungskonzeptes zu stupéfiants. La Confédération est néanmoins habilitée à régler

hören. le commerce des articles d'usage courant lorsqu'ils peuvent

mettre en péril la vie ou la santé. Il serait donc opportun que

l'autorité fédérale examine la consommation de médicaments

dans notre pays, vu les indices alarmants relatifs à l'ampleur et

#ST# 88.886 aux causes de cette consommation, et vu l'absence de don-

nées sûres en ce domaine.

Le Conseil fédéral est donc prié de répondre aux questions

Interpellation Büttiker suivantes:

Lebensmittelbestrahlung 1. Peut-il fournir des données précises sur la consommation

in der Schweiz de médicaments en Suisse, qu'ils soient soumis à ordon-

nance médicale ou en vente libre?

Irradiation des denrées alimentaires 2. Peut-il déterminer les causes de l'usage intensif, voire ex-

Siehe Seite 641 hievor- Voir page 641 ci-devant

cessif, des médicaments?

3. Est-il prêt à ordonner une enquête sur l'ampleur, les formes

et les causes de l'abus des médicaments (par exemple sous

forme d'un programme national de recherche)?

4. Juge-t-il possible de freiner l'abus des médicaments (par

Diskussion - Discussion exemple en soutenant des campagnes d'information cantona-

les)?

Präsident: Herr Büttiker hat mir mitgeteilt, dass er auf die Dis-

kussion verzichtet. Mitunterzeicher - Cosignataires: Basler, Daepp, Hari, Reich-

ling, Rychen, Schwab, Seiler Hanspeter (7)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Die Interpellantin verzichtet auf eine Begründung und wünscht

#ST# 88.882 eine schriftliche Antwort.

Interpellation Zölch Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

Arzneimittelkonsum vom 17. Mail989

Rapport écrit du Conseil fédéral du 17 mai 1989

Usage de médicaments Wie der Bundesrat in seinen Antworten auf 87.348, Motion

Humbel, vom 17. März 1987 über ein eidgenössisches Arz-

neimittelgesetz, und auf 88.573, Motion Miville, vom 19. Sep-

tember 1988, festhält, gibt bereits Artikel 31 bis der Bundesver-

fassung dem Bund eine umfassende Kompetenz zum Erlass

Wortlaut der Interpellation vom 15. Dezember 1988 gewerbepolizeilicher Vorschriften, die ihn nach heute herr-

Nach weitverbreiteter Auffassung ist der Arzneimittelkonsum schender Lehre auch ermächtigt, eine entsprechende Rege-

in der Schweiz sehr hoch. Im europäischen Vergleich steht un- lung für den Heilmittelverkehr zu erlassen.

ser Land diesbezüglich an dritter Stelle. Die Pro-Kopf-Aus- 1. Ueber den Konsum von rezeptpflichtigen und nicht-rezept-

gaben für Medikamente im Jahr 1987 werden mit gegen 375 pflichtigen Medikamenten lassen sich keine genauen Anga-

Franken beziffert, was gegenüber 1986 einer Zunahme von 28 ben machen. Die Interkantonale Kontrollstelle für Heilmittel

Prozent entspricht. (IKS) schätzt den Anteil der beiden Kategorien ungefähr im

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Büttiker Lebensmittelbestrahlung in der Schweiz

Interpellation Büttiker Irradiation des denrées alimentaires

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1989

Année

Anno

Band IV

Volume

Volume

Session Herbstsession

Session Session d'automne

Sessione Sessione autunnale

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 05

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 88.886

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 21.09.1989 - 08:00

Date

Data

Seite 1402-1402

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Ref. No 20 017 721

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