Nuclear Facility Safety and Franco-Swiss Commission Dispute
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court addressed concerns about the safety of a nuclear facility and the composition of the Swiss expert group tasked with evaluating it. The government asserted that the risk posed by the facility was comparable to that of modern light-water reactors and that specific safety measures for Switzerland were unnecessary, citing a well-functioning Franco-Swiss nuclear safety commission and ongoing agreements for information exchange and emergency response. The court also reasoned that while they had made efforts to involve the Geneva canton and keep it informed, requests for the facility's shutdown were unrealistic and legally impossible, emphasizing France's sovereignty and responsibility for its own nuclear facilities.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 18 gen, Art. 18 Weil, Art. 18 Absatz, Art. 15 wie, Art. 10 BV; Nuclear Facility Safety and Franco-Swiss Commission Dispute: The government asserted that the risk posed by the facility was comparable to that of modern light-water reactors and that specific safety measures for Switzerland were unnecessary, citing a well-functioning Franco-Swiss nuclear safety commission and ongoing agreements for information exchange and emergency response. The court also reasoned that while they had made efforts to involve the Geneva canton and keep it informed, requests for the facility's shutdown were unrealistic and legally impossible, emphasizing France's sovereignty and responsibility for its own nuclear facilities.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThis provision was cited to explain why the Federal Council could not forward complaints concerning foreign administrative or judicial authorities, as cantons have the same standing as legal persons in such cases.
Volltext
Postulat Longet 492 15 mars 1989
deskanzlei. Ich hatte keine Kenntnis von diesem Brief. Aber Das Risiko des Superphénix ist nach Ansicht vieler Exper-
Herr Bargetzi hat bis jetzt alle diese Briefe - nicht diesen, ten, nicht nur unserer Experten, sondern auch international
aber die ändern; die Ausnahme bestätigt nur die Regel -gut tätiger Experten, nicht grösser als dasjenige moderner
beantwortet. Leichtwasserreaktoren. Besondere Schutzmassnahmen für
Wenn der Bericht unserer Experten erst vollständig und das Gebiet der Schweiz sind aufgrund unserer Lagebeurtei-
übersetzt vorliegt, sind wir bereit, ihn mit kritischen Exper- lung nicht erforderlich. Diese Sicherheitsbeurteilung
ten zu besprechen. Was den Einbezug von Herrn Prof. erfolgte im Rahmen der neuen schweizerisch-französischen
Benecke betrifft, haben wir auch die Franzosen auf diesen Kommission für die nukleare Sicherheit, die wir jetzt instal-
Expertenbericht aufmerksam gemacht. Bis heute war es uns liert haben und die sehr gut funktioniert, ähnlich gut funktio-
aber nicht möglich, diesen Bericht zu bekommen. Er scheint niert wie die Kommission, die zwischen der Bundesrepublik
noch nicht verfügbar zu sein. Auch den Franzosen steht Deutschland und der Schweiz eingerichtet wurde.
dieser Bericht noch nicht zur Verfügung. Wenn man diesen Auch für die Information über Störfälle und die Alarmierung
Bericht vom Hörensagen analysiert, macht er uns Angst. Die bei radiologischen Notfallsituationen ist ein Abkommen in
Franzosen haben uns aber Ende November 1988 verspro- Vorbereitung. Es ist unterschriftsbereit. Also auch hier
chen, dass sie auf diesen Bericht reagieren und die Situation haben wir das Menschenmögliche getan. Der Kanton Genf-
ins richtige Licht stellen werden. das möchte ich klar zum Ausdruck bringen - ist in alle diese
Zu betonen gilt es einmal mehr, dass Creys-Malville nicht Kontakte einbezogen. Er wird also aus erster Hand orien-
wegen einer Nuklearpanne abgestellt wurde, sondern tiert, und wir werden versuchen, die Lücken, die da eventuell
wegen einem mechanischen Schaden im sogenannten noch entstanden sind, aufzufüllen.
Barillet. Das war der Grund. Die Franzosen haben rasch Frankreich hat seine Verpflichtungen eingehalten. Das muss
gehandelt. Es ist vorgesehen, dass diese Reparatur, die man aufgrund dieser Abkommen klar und deutlich sagen.
nicht in einem direkten Zusammenhang mit der Anlage Die Zusicherungen, die uns in Paris gegeben wurden, sind
steht, bis 1991 beendet wird. In diesem Zusammenhang eingehalten, erfüllt worden. Auch die Schweiz hat sich an
muss ich noch bemerken, dass Creys-Malville noch nicht die international üblichen Spielregeln zu halten. Wir haben
hundertprozentig ans Werk gegangen ist. Es wurden hier dies auch dem Kanton Genf erläutert. Frankreich muss-das
Sachen erzählt, über die nur ich staunen kann. Nach unse- dürfen wir nicht vergessen - für den Schutz seiner eigenen
ren Informationen ist Creys-Malville nur zu 3 Prozent am Bevölkerung auch besorgt sein. Ich habe in Paris gespürt,
Netz. Aber man hat von neuen Problemen gesprochen. Wir dass man sich dessen auch bewusst ist. Frankreich ist für
haben praktisch tagtäglich mit den Franzosen Kontakt. Sie die Sicherheit seiner Kernanlagen selber verantwortlich,
informieren uns sehr gut, und vieles, was hier gesagt wurde, und Frankreich ist ein souveräner Staat.
entspricht nicht dem, was wir aus Paris vernehmen. Schweizerische Forderungen nach einer Stillegung sind ein-
Von Seiten der Genfer Regierung wurde das Informations- fach nicht realistisch und rechtlich nicht möglich; sie sind
vorgehen kritisiert. Dazu muss ich sagen: Wir haben das nicht realisierbar, und sie wären auch politisch - das muss
Menschenmögliche getan. Wir haben zunächst einmal den man doch sehen - sehr heikel. Solche Forderungen sind in
Genfer Staatsrat eingeladen, nach Paris zu kommen und an der Politik, die wir gegenüber Frankreich zu betreiben
diesen Gesprächen teilzunehmen. Herr Staatsrat Wellhauser haben, einfach nicht angebracht.
war da und hat auch Erklärungen abgegeben. Wir haben Wirbrauchen Informationen. Dafürsetzen wir uns tagtäglich
Jean-Pascal Genoud, den Delegierten für Energiefragen des ein. Unsere bisherigen Bemühungen in dieser Richtung
Kantons Genf, bei all diesen Expertengesprächen einbezo- haben sich gelohnt und waren - das darf man auch sagen -
gen. Er war dabei. Er konnte mitarbeiten. Er war in Creys- erfolgreich. Weitergehende schweizerische Initiativen wür-
Malville. Er hatte die Informationen aus erster Hand. Wir den in Paris nicht verstanden und wären womöglich kontra-
haben die Genfer immer wieder und sofort orientiert, bei- produktiv.
spielsweise haben wir ihnen das Communiqué vom
12. Januar zur Verfügung gestellt, bevor es herausgegeben Präsident: Die Interpellanten sind von der Antwort des Bun-
wurde. Wir haben wirklich das Menschenmögliche getan. Es desrates nicht befriedigt.
ist möglich, dass in der Uebermittlung Probleme entstehen.
Auf alle Fälle glauben wir, im Rahmen des Möglichen gehan-
delt zu haben und im Rahmen des Möglichen sowohl Herrn
Staatsrat Wellhauser als auch Herrn Genoud immer auf dem #ST# 88.884
laufenden gehalten zu haben. Auch das Bundesamt für
Energiewirtschaft hat die Information zuhanden des Dele- Postulat Longet
gierten für Energiefragen sehr intensiv gepflegt.
Zu den Beschwerden, die vom Bundesrat nicht weitergege-
Creys-Malville. Zusammensetzung
ben werden konnten: Gemäss Wortlaut von Artikel 10 der der Schweizer Expertengruppe
Bundesverfassung kann ein solches Vorgehen für eine Creys-Malville. Composition
Beschwerde bei einer ausländischen administrativen oder du groupe d'experts suisses
richterlichen Behörde nicht erfolgen. In einem Fall wie die-
sem hat der Kanton die gleiche Stellung wie eine juristische
Person. Es ist also Sache der Beschwerdeführer, ihre Inter-
essen selber zu verteidigen, wenn sie das als opportun Wortlaut des Postulates vom 16. Dezember 1988
erachten und den Rechtsweg beschreiten wollen. Der Bun- Der Bundesrat wird ersucht, dafür zu sorgen, dass die von
desrat konnte also diese Beschwerden nicht einsammeln ihm (oder vom EVED) mit der Frage der Sicherheit von
und nach Paris tragen. Sie müssen gemäss französischem Creys-Malville betraute Expertengruppe auch Experten
Recht vorgehen. Es ist sehr wichtig, das zur Kenntnis zu offensteht, die von den schweizerischen Organisationen für
nehmen. Umweltschutz ernannt worden sind, oder dass solche
Es gäbe noch vieles zu sagen. Ich brauche die Frage von Experten wenigstens in angemessener Form zu den Abklä-
Frau Bär nicht zu beantworten. Ich habe sie erläutert, stelle rungen beigezogen werden.
aber fest, dass Sie meine Ausführungen nur lückenhaft
wiedergegeben haben, was zu falschen Interpretationen Texte du postulat du 16 décembre 1988
führen könnte. Ich bitte Sie, das Amtliche Bulletin zu lesen. Le Conseil fédéral est invité à ouvrir le groupe d'experts qu'il
Massgeblich in der Diskussion über den Superphénix ist für (ou que le DFTCE) a désignés pour suivre le dossier de
den Bundesrat die Sicherheit unserer Bevölkerung, insbe- Creys-Malville à des experts nommés par les organisations
sondere in diesem Falle in der Westschweiz. Und wenn man suisses de protection de l'environnement, ou du moins à
sagt, wir vernachlässigten die Romands, so ist das nicht associer sous une forme appropriée de tels experts aux
wahr. Es ist auch nicht gerecht, das zu behaupten. évaluations.
15. März 1989 N 493 Postulat Longet
Mitunterzeichner-Cosignataires: Bär, Bäumlin Ursula, Cac- Schriftliche Erklärung des Bundesrates
cia, Danuser, David, Fankhauser, Haller, Ledergerber, Déclaration écrite du Conseil fédéral
Mauch Ursula, Petitpierre, Pini, Pitteloud, Rebeaud, Ruffy, Le Conseil fédéral propose de rejeter le postulat.
Segond, Seiler Rolf, Ulrich, Wiederkehr, Zwygart (19)
M. Longet: Beaucoup de choses ont déjà été dites et la
discussion va maintenant se limiter exclusivement à un des
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
points de procédure qui a déjà passablement été évoqué, à
Après les entretiens de M. Ogi, conseiller fédéral, à Paris, un savoir la composition du groupe d'experts.
groupe d'experts a été nommé pour suivre le dossier de Il a été question tout à l'heure de dialogue et de procédure
Creys-Malville. Ce groupe s'est d'ores et déjà rendu sur le entre Etats. Dans ce contexte-là, la commission d'experts
site, et de retour, a exprimé sa totale satisfaction.
est un élément clé de la procédure mise en place entre la
Cette opinion n'est pas du tout partagée par d'autres Suisse et la France. Cette commission d'experts évalue les
experts, proches des organisations de protection de l'envi-
dossiers qui sont transmis du côté français et indique au
ronnement, beaucoup plus critiques, d'un point de vue Conseil fédéral quelles conclusions scientifiques elle lui
scientifique, sur la faisabilité de la surgénération dans des recommande. L'avis de la commission d'experts nous est
conditions acceptables et sur les garanties de sécurité don- ainsi communiqué ici par M. Ogi.
nées pour Super-Phénix. Dès lors, il paraît indispensable M. Ogi est rentré de Paris au début de décembre, avec
d'associer à l'évaluation des données fournies parla France, l'assurance que nos experts pourront se prononcer avant
des experts qui représentent la tendance critique, ne serait- toute décision. Nous avons apprécié cette assurance, cela
ce que pour asseoir la crédibilité desdites évaluations et renforce évidemment le poids de ladite commission d'ex-
pour obtenir une représentativité effective de la délégation perts. Or, nous avons été étonnés de constater que, dans la
suisse. Tel est l'objet du présent postulat.
mesure où ils ont pu voir quelque chose, ces experts se sont
déclarés entièrement satisfaits et complètement rassurés.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Nous nous sommes demandé sur quoi ils s'étaient fondés
vom 13. Februar 1989 pour avoir une position aussi optimiste et quels ont été leur
Rapport écrit du Conseil fédéral du 13 février 1989 raisonnement, leur information et leurs conclusions.
Le groupe d'experts suisses comprend des collaborateurs A cet égard, nous disposons d'une source d'information qui
de la Division principale pour la sécurité des installations est le communiqué cité tout à l'heure à maintes reprises et
nucléaires, d'une part, et de l'Institut Paul-Scherrer (IPS), de qui a été diffusé quelques jours après la décision du Minis-
l'autre, où ils font de la recherche en matière de surgénéra- tère français de l'industrie et du Premier ministre d'autoriser
teurs. Ils sont chargés d'examiner, dans le cadre de la le redémarrage de Creys-Malville, à savoir le 12 janvier. Dans
Commission franco-suisse pour la sécurité nucléaire, les ce communiqué, le Département fédéral des transports, des
questions de sécurité de Super-Phénix intéressant la Suisse. communications et de l'énergie, plus précisément son ser-
Les membres de telles commissions font généralement par- vice de presse, déclare: «Se fondant expressément sur l'avis
tie des autorités de sécurité officielles. Il n'est fait appel à de nos experts, le risque que représente Super-Phénix pour
des experts externes qu'à titre exceptionnel, lorsque, par les accidents hypothétiques les plus graves n'est pas plus
exemple, ceux-ci disposent de connaissances techniques grand que celui des réacteurs modernes à eau légère.» Telle
spéciales, comme c'est le cas des collaborateurs de l'IPS. est la doctrine fédérale. La Chancellerie fédérale - les écrits
Représentées dans la commission, les autorités du canton signés Bargetzi ont déjà été cités ici - l'a répercutée aux
de Genève ont également un accès direct aux travaux des nombreux citoyens qui se sont adressés au Conseil fédéral,
experts suisses. L'opinion de ces derniers a déjà été publiée M. Bargetzi, au nom de la Chancellerie fédérale et du
en 1980 et 1986, lors de la construction, puis de la mise en Conseil fédéral lui-même, «affirme que l'affaire de Creys-
service de l'installation. Un nouveau rapport traitant de la Malville a été traitée par les médias de façon partiale». Des
remise en service est actuellement en préparation. Il n'y a évaluations sérieuses, établies par des experts compétents -
pas de raison de remettre en question la crédibilité des à savoir la commission dont il est question - arrivent à la
analyses faites. conclusion que Super-Phénix n'est pas plus dangereux
Passés entre Etats voisins, les accords bilatéraux sur la qu'une autre centrale nucléaire. Mais les médias ont préféré
sécurité nucléaire visent généralement à assurer l'échange diffuser des informations alarmistes provenant de «soi-
réciproque d'informations entre les organes chargés de la disant experts très peu compétents en la matière». La Chan-
sécurité nucléaire. A part les informations publiées en com- cellerie fédérale qualifie donc ceux qui ne sont pas d'accord
mun, les documents sont en général réservés à l'usage dans le monde scientifiques de «soi-disant experts très peu
interne des autorités de sécurité des deux pays. Même le compétents en la matière».
projet d'accord instituant la commission franco-suisse, et Monsieur le Conseiller fédéral, qualifier ainsi une partie du
pour lequel les discussions sont pratiquement achevées, ne monde scientifique ne doit pas se faire à la légère. Cela me
permettra vraisemblablement pas d'élargir la commission. Il paraît être une accusation grave. C'est comme si je vous
n'est du reste pas exclu que l'ouverture de celle-ci à de disais: Monsieur Ogi, vous êtes un soi-disant conseiller
nouveaux experts, dans le sens du postulat, vienne détério- fédéral très peu compétent en la matière. Nous ne nous le
rer l'échange d'informations tel qu'il s'est instauré actuelle- permettrions pas. Or, c'est cela qui a été avancé à rencontre
ment avec la France, suite aux démarches entreprises par d'experts tout à fait qualifiés. En outre, cela signifie non
notre pays. seulement lancer une accusation sans aucune espèce de
Les prises de position émanant de la commission reflètent preuve, mais c'est aussi affaiblir considérablement et inutile-
l'opinion des autorités compétentes. Si des organisations ment notre position à l'égard de la France, avec laquelle
politiques ou des personnes isolées veulent se faire nous tentons d'entrer en pourparlers. Cela jette évidemment
entendre de ces autorités, d'autres voies leur sont ouvertes. le discrédit sur le sérieux de notre propre groupe d'experts.
On peut du reste supposer que les autorités helvétiques se Des experts qui qualifient ainsi certains de leurs confrères,
sont prononcées en connaissance de certaines divergences cela n'est pas très glorieux.
d'opinion. Traiter de «soi-disant experts» les membres de la Commu-
Rien n'interdit cependant, même à l'avenir, que des organi- nauté scientifique internationale et nationale qui ne sont pas
sations suisses intéressées soulèvent, en présence de d'accord avec le point de vue exprimé par les quelques
représentants des autorités de sécurité officielles, la que- experts choisis par le Conseil fédéral, ce n'est pas de l'argu-
stion de l'un ou l'autre élément de l'appréciation de sécurité. mentation scientifique, mais de la polémique politique qui
C'est pourquoi le Conseil fédéral estime que l'élargissement n'a plus rien à voir avec un esprit de saine objectivité et
demandé n'est pas nécessaire et ne favoriserait pas les d'émulation scientifique, c'est de la politique politicienne.
travaux d'évaluation de la sécurité de Super-Phénix. Les pseudo-experts, tels qu'ils ont été qualifiés, ont été cités
Postulat Longet 494 N 15 mars 1989
dans ce débat. Ce sont, par exemple, des prix Nobel de sind alle Gläubige in dieser Frage. Darum ist die Frage so
physique, M. Steinberger qui habite d'ailleurs dans le can- unheimlich schwer zu entscheiden.
ton de Genève, M. Enz, professeur de physique à l'Université Aber es stellt sich eine zweite Frage: Wenn wir den Experten
de Genève, M. Borei de l'Ecole polytechnique, M. Lehmann glauben, wem können dann die Experten glauben? Die
de Vevey, physicien nucléaire, et d'autres encore. Ces spé- Experten glauben ja selber auch etwas. Sie glauben zuerst
cialistes nous affirment tous que, contrairement à ce que les einmal an ihre Zahlen, an mathematische Modelle, an wis-
experts officiels prétendent - nous.ne pouvons que consta- senschaftliche Annäherungen an das Problem. Aber auch
ter la contradiction - Super-Phénix est beaucoup plus dan- wenn sie alle wissenschaftlichen Arbeiten abgeschlossen
gereux que le nucléaire classique. Ils l'ont répété et étayé haben, verbleiben in diesem Bereich immer noch Unsicher-
dans de nombreuses communications scientifiques. Par heiten. Und jeder seriöse Wissenschafter wird Ihnen am
conséquent, j'estime qu'il n'est pas normal de les exclure Schluss nur eine Antwort geben, die etwa lautet: Unter
simplement du débat. diesen und diesen Bedingungen kommen wir zum Schluss,
Une évaluation d'un projet comme Creys-Malville, unique en dass das und das mit dieser Wahrscheinlichkeit angenom-
son genre, qui n'est faite au nom d'un pays et de tous ses men werden kann. Es bleibt immer eine Unsicherheit. Und
habitants que par une des parties en présence, n'est pas diese Unsicherheit wird nachher wieder mit einer Aussage
crédible. Si, Monsieur Ogi, vous tenez autant que vous le überbrückt, die sicherer gemacht wird von jenen Behörden,
dites - et je vous crois - à garantir la sécurité des habitants die den Experten glauben.
de ce pays, vous vous devez de constituer un dossier qui soit Die dritte Frage ist: Wem glauben die Leute, wem glaubt das
complet. On ne peut pas donner cela à des gens qui sont Volk? Da, Herr Bundesrat, haben wir das schwierigste Pro-
juges et parties. blem. Sie glauben Ihren Experten, und das Volk glaubt zum
Mon postulat a pour objectif que l'évaluation du dossier soit Teil Ihren Experten, und zum Teil glaubt es Ihren Experten
faite par un groupe représentatif de la réalité de l'opinion nicht, was sie auch sagen mögen. Darum stellt sich jetzt
scientifique et ne soit pas limitée aux seuls partisans du genau bei diesen Experten die Frage: Wie können wir einen
projet qui, évidemment, se font écho d'un pays à l'autre. Or, Beitrag leisten, um den Mangel an Vertrauen zu überbrük-
le Conseil fédéral rejette mon postulat. Ce dernier a été ken? Teile des Volks und jene, die heute dagegen gespro-
déposé le 16 décembre, cosigné par des parlementaires chen haben, Gegner von Creys-Malville und die Besorgten,
provenant de diverses régions du pays et de plusieurs glauben Ihren Experten nicht mehr. Sie glauben ihren eige-
groupes politiques de cette assemblée: «Le Conseil fédéral nen Experten, und darum scheint es mir eine wichtige
est invité à ouvrir le groupe d'experts qu'il a désignés pour Strategie und Konsequenz zu sein, dass wir diese Experten
suivre le dossier de Creys-Malville à des experts nommés zusammenbringen, um den Vertrauensmangel besser über-
par les organisations suisses de protection de l'environne- winden zu können. Wenn Sie diese Experten in Ihre Kom-
ment, ou du moins à associer sous une forme appropriée mission aufnehmen, Herr Bundesrat, verliert die Kommis-
ceux-ci aux évaluations». Monsieur Ogi, vous n'êtes pas sion nicht an Glaubwürdigkeit, aber die besorgten Leute
d'accord d'ouvrir formellement le groupe d'experts, arguant gewinnen Vertrauen in die Aussagen dieser Expertenkom-
du fait que cela n'est pas faisable et qu'il faut les associer mission. Ich kenne die Leute, die hier zur Diskussion stehen,
sous une autre forme, raison pour laquelle vous devez persönlich. Herr Borei ist genannt worden, Herr Lehmann ist
refusez le postulat. Or, Monsieur Ogi, c'est bel et bien ce que genannt worden, Herr Steinberger usw. Das sind Leute, mit
le postulat demande. Si là est le motif pour refuser le denen man offen und seriös sprechen kann; das sind keine
postulat, c'est que vous l'avez mai lu, et si vous en prenez à Demagogen, und diese werden allenfalls hier auch ihre
nouveau connaissance, vous constaterez que l'argument Lernfortschritte machen.
même que vous lui opposez devient un argument en sa Wenn Sie also einen Beitrag leisten wollen, um das Problem
faveur, puisque c'est une des solutions que je propose. Je zu entschärfen, um Vertrauen zu schaffen, um Wissen zu
ne prétends pas imposer formellement la nomination d'au- verbreiten, müssen Sie zusätzliche Leute, weitere Wissen-
tres personnes. J'aimerais seulement que l'ensemble de la schafter in diese Kommission aufnehmen. Die Kommission
communauté scientifique soit consultée - comme on le fait wird keinen Schaden erleiden. Diese Wissenschafter werden
d'ailleurs chaque fois que l'on prend une décision dans ce einen Beitrag leisten, um den Vertrauensmangel, der tat-
pays et cela avant la prise de décision. sächlich besteht und dem Sie entgegenwirken müssen, zu
Ce qui me paraît essentiel aujourd'hui, c'est que ce postulat mindern.
rencontre l'agrément de la majorité de ce conseil, et que Ich bitte Sie, das Postulat Longet zu überweisen.
cette majorité exprime l'idée que, pour asseoir la crédibilité
de la commission d'experts, il faut associer aux évaluations, M. Rebeaud: La composition de cette commission d'experts
avant la prise de décision, l'ensemble de la communauté est primordiale pour la confiance qu'on accordera a ses
scientifique. Sinon, c'est de l'imposture, c'est une commis- déclarations. C'est la raison pour laquelle nous devons
sion alibi politique qui ne vaut rien. Nous ne voulons pas de soutenir le postulat Longet; c'est une chance de plus pour la
cela. Nous voudrions avoir une évaluation fondée et reprise du dialogue.
sérieuse. Nous avons - d'autres que moi l'ont dit - les J'aimerais reprendre la question que j'ai posée tout à l'heure
capacités scientifiques dans le pays pour faire une évalua- à M. Ogi, - je comprends qu'il n'y ait pas répondu, il y en
tion fondée. avait tellement - et qui a un rapport direct avec l'objet du
Ce serait un comble que les Français nous accordent un postulat: serait-il possible que les scientifiques de haut
droit de regard sur les dossiers et que nous ne le saisissions renom international, disponibles sur notre territoire - je
pas en mettant toute la capacité scientifique du pays au pense notamment à M. Rubbia - puissent être invités pour
service de la protection et de la sécurité de la population. Le un «hearing» ou une audition par votre commission d'ex-
nucléaire et Super-Phénix en particulier sont une chose trop perts et que vous, personnellement- puisque tout se fait par
sérieuse pour être laissée aux seuls partisans de l'atome. contacts personnels, les yeux dans les yeux en matière de
rapport et de confiance - entendiez M. Rubbia justifier les
doutes auxquels, apparemment, vous n'accordez jusqu'à
Ledergerber: Herr Bundesrat Ogi hat mit einer Aussage den maintenant aucun crédit?
Nagel auf den Kopf getroffen. Er hat gesagt: «Wenn wir M. Rubbia a publié un livre - personnellement je n'en con-
unseren Experten nicht mehr glauben können, wo führt das nais que la version italienne. Peut-être faudrait-il trouver
hin?» Das ist genau die Situation - Sie haben damit Ihrem quelqu'un dans l'administration fédérale qui pourrait lire le
Elend Ausdruck verliehen -, und der Rat ist in keiner ande- livre et vous en faire rapport. Cela vous permettrait de faire
ren Situation! Wir haben uns hier mit einem Thema zu connaissance avec lui et cela nous permettrait ensuite, à
beschäftigen, zu dem niemand in diesem Rat, sei er auch nous, de mesurer avec plus d'objectivité le crédit que nous
noch so gesalbt durch die Volkswahl, wirklich fundiert wis- pouvons accorder à votre commission d'experts. Cette com-
senschaftlich abschliessend Stellung nehmen kann. Wir mission, pour l'instant, n'est pas reconnue comme la com-
15. März 1989 N 495 Mieterschutz. Revision des Miet- und Pachtrechts
mission d'experts des Suisses, mais comme un groupe qui Art. 15
n'est pas suffisamment représentatif ni de la sensibilité Proposition de la commission
politique ni de la communauté scientifique. Je vous remer- Al. 1
cie d'avance de votre réponse. .... fournit une sûreté en espèces ou sous forme de papiers-
valeurs, le bailleur doit la déposer auprès d'une banque, sur
Bundesrat Ogî: Die schweizerischen Experten, die in Creys- un compte d'épargne ou un dépôt au nom du locataire.
Malville tätig wurden und um die es in diesem Postulat auch Al. 2 à 4
geht, sind im Rahmen des Abkommens, das wir mit den Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Franzosen abgeschlossen haben, tätig geworden. Dank die-
ser verbesserten Zusammenarbeit kann man heute auch die Angenommen - Adopté
Situation in Frankreich besser beurteilen und sagen, ob in
unserem Nachbarstaat eine wirkliche Gefährdung besteht Art. 16 und 17
oder nicht. Die Beurteilung war aufgrund dieses Abkom- Antrag der Kommission
mens besser möglich. Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Sie müssen zur Kenntnis nehmen, dass wir hier an die
Abmachungen mit Frankreich gebunden sind. Es sind die Art. 16 et 17
Leute zu melden, die in Creys-Malville ein- und ausgehen Proposition de la commission
können, die Zugang haben zu all diesen Dossiers. Ich bitten Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Sie, auch zur Kenntnis zu nehmen, dass es Leute sind, die
unsere Sicherheit beurteilen, die für unsere Kernkraftwerke Angenommen - Adopté
eingesetzt werden und die sich auch durch ein besonderes
Fachwissen ausweisen, sich mit Brutreaktoren beschäfti- Art. 18
gen, sich dieser Technologie seit Jahren annehmen. Es sind Antrag der Kommission
Leute, die ihre Verantwortung spüren. Ich kenne sie persön- Abs. 1
lich. .... Schäden dringend notwendig sind.
Nach Ansicht des Bundesrates ist es jetzt nicht nötig, diese Abs. 2
Kommission, die mit Frankreich diese Beziehungen aufge- Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
baut hat, zu erweitern. Es könnte sein, dass der Informa- Abs. 3
tionsfluss beeinträchtigt würde. .... Besichtigungen rechtzeitig anzeigen ....
Wir sind aber bereit, Gespräche mit all den Experten, die Sie
erwähnt haben, aufzunehmen, sobald der Bericht Benecke Antrag Rychen
vorhanden ist, und namentlich das Hearing mit Herrn Rub- Abs. 1
bia zu machen. Ich erkläre Ihnen, dass wir dieses Hearing Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
durchführen werden, sobald dieser Expertenbericht
Benecke da ist. Art. 18
Weil es aber- ich habe das Postulat mehrmals gelesen - um Proposition de la commission
die Kommission geht, die mit Frankreich diesen Informa- Al. 1
tionsaustausch aufgebaut hat, bitte ich Sie, jetzt nicht mit .... les travaux urgents destinés ....
einem Postulat die Erweiterung dieser Kommission zu for- Al. 2
dern. Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Ich darf Sie namens des Buhdesrates bitten, dieses Postulat Al. 3
abzulehnen. Le bailleur doit annoncer à temps au locataire ....
Abstimmung - Vote 'Proposition Rychen
Al. 1
Für Ueberweisung des Postulates 65 Stimmen. Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Dagegen 68 Stimmen
Abs. 1-AI. 1
Rychen: In Artikel 18 Absatz 1 schlägt Ihnen die Kommis-
#ST# 85.015 sion - in Abweichung zur Fassung von Bundesrat und
Ständerat - vor, das Wort «dringend» einzuschieben.
Mieterschutz. Der Mieter muss also Arbeiten an der Sache, zum Beispiel
Revision des Miet- und Pachtrechts an der Wohnung, nurdann dulden, wenn sie zur Behebung
von Schäden dringend notwendig sind. Dieser Vorschlag
Protection des locataires. erscheint mir als ungerechtfertigte Verschärfung des Tex-
Révision du droit du bail à loyer tes, die weder dem Vermieter noch dem Mieter wirklich
et du bail à ferme dienen kann.
Ich vertrete die Auffassung, dass der Vermieter die Möglich-
Fortsetzung - Suite keit haben muss, seiner gesetzlichen Pflicht, die Sache in
tauglichem Zustand zu erhalten, nachzukommen. Er hat
Siehe Seite 461 hiervor - Voir page 461 ci-devant besonders Mängeln vorzubeugen. Der Unterhaltspflicht des
Vermieters, die ja gesetzlich festgehalten ist, muss auf der
anderen Seite die Duldungspflicht des Mieters zwangsläufig
gegenübergesetzt werden.
Ich bin selbst Mieter und akzeptiere diese Duldungspflicht,
Art. 15 wie Sie der Bundesrat in seiner Fassung vorsieht.
Antrag der Kommission Wenn man die Botschaft des Bundesrates genau liest, wis-
Abs. 1 sen wir, dass sich diese Duldungspflicht nur auf Ausbesse-
.... in Geld oder in Wertpapieren, so muss der Vermieter sie rungen der Wohnung oder der Sache bezieht, nicht auf
bei einer Bank auf einem Sparkonto oder einem Depot deren Umgestaltung, auf Umbauten oder auf grössere Reno-
anlegen, das auf den Namen des Mieters lautet. (Rest des vierungen.
Absatzes streichen) Es ist nämlich auch im jetzigen Recht so, dass der Mieter
Abs. 2 bis 4 diesen Umbauten selbstverständlich nicht zustimmen muss,
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates sondern dass der Vermieter warten muss, bis der Mieter
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Longet Creys-Malville. Zusammensetzung der Schweizer Expertengruppe
Postulat Longet Creys-Malville. Composition du groupe d'experts suisses
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1989
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 14
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 88.884
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 15.03.1989 - 15:00
Date
Data
Seite 492-495
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Pagina
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