Switzerland's Support for European Drug Control Program
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss government, in response to an interpellation concerning a European drug control concept, affirmed its support for the European Community's seven-point program. While acknowledging the program's general nature, the government expressed willingness to support and promote it, emphasizing the need for international cooperation in combating drug abuse. Switzerland participates in relevant international bodies, including the UN Commission on Narcotic Drugs and the Council of Europe's "Pompidou Group," and has consistently advocated for collaborative efforts. The government also noted that while financial contributions to the UN drug fund were discussed for the 1989 budget, they were rejected by parliament, and that cantons are primarily responsible for prevention and treatment measures within Switzerland.
Legislator-Regeste
KI-generiertSwitzerland's Support for European Drug Control Program: diesem Programm zu beteiligen, um damit einerseits die EG erfolgsversprechende Zusammenarbeit eingesetzt, so z. B.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
Interpellation Spalti 638 17 mars 1989
Abstimmung - Vote plus stricts à ses frontières périphériques, afin de lutter plus
efficacement contre les terroristes et les trafiquants de stu-
Für den Antrag auf Diskussion offensichtliche Mehrheit péfiants, ainsi que contre les immigrants illégaux. Elle a
Dagegen Minderheit publié un programme en sept points comprenant des dispo-
sitions très strictes en vue de l'intensification de la lutte
contre le trafic et la consommation de drogue dans les pays
communautaires.
Questions au Conseil fédéral:
#ST# 88.765 1. Que pense-t-il de ce programme en sept points?
2. Quelles sont les possibilités pour la Suisse d'y participer
Interpellation Spalti afin, d'une part, d'appuyer la CE dans ses efforts à ses
Europäisches Drogenbekämpfungskonzept frontières extérieures, et, d'autre part, d'améliorer les condi-
tions dans lesquelles notre pays mène son propre combat
Lutte contre la drogue. contre l'abus des drogues?
Programme européen
Mitunterzeichner - Cosignataires: Allenspach, Aregger,
Auer, Bonny, Bremi, Dreher, Fischer-Sursee, Früh, Graf,
Hess Peter, Kühne, Loeb, Müller-Meilen, Reimann Maximi-
lian, Scheidegger, Schule, Tschuppert, Wellauer, Zwingli,
Wortlaut der Interpellation vom 6. Oktober 1988 Zwygart (20)
Der Bundesrat hat erste Signale gegeben in Richtung eines
verstärkten Engagements im Kampf gegen den internationa- Schriftliche Begründung - Développement par écrit
len Drogenhandel. Bundesrat Cotti hat erfreulicherweise Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
den Willen des Bundesrates bekanntgegeben, den Beitrag eine schriftliche Antwort.
an den UNFDAC (Uno Drogenbekämpfungsfonds) zu erhö-
hen. Die Schweiz steht aber auch mit einem höheren Beitrag Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
hinter anderen europäischen Staaten wie z. B. Schweden vom 27. Februar 1989
weit zurück, das über 11 Millionen Dollar für den internatio- Rapport écrit du Conseil fédéral du 27 février 1989
nalen Kampf dem UNFDAC zur Verfügung stellt. Mit den in Der Bundesrat befürwortet das vom Interpellanten erwähnte
Aussicht gestellten 500 000 Franken des Bundesrates nimmt 7-Punkte-Programm, obgleich es seiner Meinung nach eher
die Schweiz im internationalen Vergleich immer noch einen aus allgemein gehaltenen Absichtserklärungen denn aus
Schlussrang ein. Dies obwohl die UNFDAC sehr sinnvolle konkreten Vorschlägen für Massnahmen besteht. Der Bun-
Aufgaben erfüllt, nämlich vorbeugende Erziehung, Vermin- desrat hat immer betont, dass das grenzüberschreitende
derung der Nachfrage nach illegalen Drogen, Strafverfol- Drogenproblem international angegangen und bekämpft
gungsmassnahmen, Beseitigung von illegalen Quellen des werden muss. Aus diesem Grunde ist er bereit, das 7-
Rohmaterials, Kontrolle der Herstellung und des Konsums, Punkte-Programm der EG nach Möglichkeit zu unterstützen
Harmonisierung nationaler Gesetzgebungen und internatio- und aktiv zu fördern.
naler Verträge, Ausarbeitung einer Konvention gegen den Die Schweiz beteiligt sich als Mitglied von zwei internationa-
illegalen Handel von Suchtstoffen und psychotropen Sub- len, mit dem Drogenproblem befassten Gremien am 7-
stanzen, wie auch die soziale und medizinische Rehabilita- Punkte-Programm der EG. Seit dem 1. Januar 1988 gehört
tion von Drogensüchtigen. Die EG will schärfere Kontrollen sie der Betäubungsmittelkommission der Uno als Vollmit-
an ihren Aussengrenzen einführen, um wirkungsvoller glied an. Auf europäischer Ebene ist sie in der Kooperations-
gegen Terroristen und Drogenhändler sowie illegale Ein- gruppe gegen Drogenmissbrauch und illegalen Verkehr mit
wanderer vorgehen zu können. Sie hat ein 7-Punkte-Pro- Betäubungsmitteln («Groupe Pompidou») des Europarates
gramm bekanntgegeben, welches griffige Massnahmen im vertreten.
Kampf gegen den Drogenhandel und Konsum in den EG Die verschiedenen Punkte des in Frage stehenden EG-Pro-
Staaten beinhaltet. gramms sind in ihren Grundsätzen von den vorgenannten
1. Wie beurteilt der Bundesrat dieses 7-Punkte-Programm? Expertengremien entweder aufgestellt oder zumindest gut-
2. Welche Möglichkeiten bestehen für die Schweiz, sich an geheissen worden. Die Schweiz hat sich dort immer für eine
diesem Programm zu beteiligen, um damit einerseits die EG erfolgsversprechende Zusammenarbeit eingesetzt, so z. B.
in ihren Bemühungen an ihren Aussengrenzen zu unterstüt- an der Uno-Ministerkonferenz vom 17. bis 26. Juni 1987 in
zen und andererseits auch für die Schweiz selbst bessere Wien, an der aufgrund eines multidisziplinären Schemas
Voraussetzungen für ihren Kampf gegen den Drogenmiss- zahlreiche Präventions-, Therapie-, Repressions- und Kon-
brauch zu schaffen? trollmassnahmen beschlossen worden sind.
Das 7-Punkte-Programm der EG beinhaltet u. a. die Unter-
Texte de l'interpellation du 6 octobre 1988 stützung des Fonds der Vereinten Nationen zur Bekämp-
Le Conseil fédéral a manifesté son intention de renforcer la fung des Betäubungsmittelmissbrauchs. Dieser Fonds
lutte contre le trafic international de la drogue. Le conseiller erhält auch von der Schweiz aufgrund von Bundesbeschlüs-
fédéral Cotti a précisé que le Gouvernement entendait rele- sen seit 1979 jährliche Beiträge. Die Tatsache, dass die
ver sa contribution à l'UNFDAC (Fonds des Nations Unies Schweiz mit ihrem Beitrag bis jetzt nicht in die Gruppe der
pour la lutte contre la drogue) et on ne peut que s'en réjouir. Hauptdonatoren gehört und somit auf die Programme des
Même avec cette contribution majorée, la Suisse restera Uno-Fonds kaum Einfluss nehmen kann, veranlasst den
cependant à la traîne d'autres pays européenns comme la Bundesrat, den ganzen Fragenbereich einer vertieften Prü-
Suède, qui verse plus de 11 millions de dollars à cette fung zu unterziehen. In diesem Zusammenhang möchte der
organisation. A l'échelle internationale, la somme prévue de Bundesrat daran erinnern, dass die vom Interpellanten ver-
500 000 francs est des plus modiques. Or l'UNFDAC remplit langte Erhöhung des Beitrags an den Uno-Drogenbekämp-
des tâches extrêmement importantes telles que l'éducation fungsfonds in den Beratungen für das Budget 1989 vom
préventive visant à diminuer la demande de stupéfiants, la Parlament abgelehnt wurde.
poursuite pénale, l'élimination des sources illicites de Für die im EG-Programm erwähnten Präventions- und The-
matière première, le contrôle de la fabrication et de la rapiemassnahmen sind in der Schweiz die Kantone zustän-
consommation, l'harmonisation des législations nationales dig. Im Sinne einer Koordination und Information betätigt
et des traités internationaux, l'élaboration d'une convention sich der Bund aber auch hier. So finden sich bereits im
contre le trafic illicite des stupéfiants et psychotropes, ainsi Drogenbericht der Eidgenössischen Betäubungsmittelkom-
que la réhabilitation sociale et médicale des toxicomanes. mission aus dem Jahre 1983 zahlreiche Vorschläge für mög-
La Communauté européenne veut instituer des contrôles liche und notwendige Massnahmen auf diesem Gebiete. Der
17. März 1989 N 639 Interpellation Seiler Hanspeter
Bericht wird zurzeit aufgrund neuer Gegebenheiten und traduit par un sentiment d'insécurité et des réactions qui, en
Erfahrungen aktualisiert und Mitte Jahr in erweiterter Fas- plus des considérations de politique interne, pourraient
sung fertiggestellt sein. Bei dieser Arbeit kommt der mettre en danger la réputation qu'a notre pays d'être une
Schweiz die Erfahrung aus der internationalen Zusammen- terre d'asile. C'est à la lumière de ces faits que je demande
arbeit zugute. Sie ist deshalb im eigenen Interesse bestrebt, au Conseil fédéral:
dort, wo ihre verfassungsmässigen und gesetzlichen Grund- 1. S'il est prêt à modifier la procédure d'octroi de l'asile, de
lagen es erlauben, international zusammenzuarbeiten. manière à pouvoir agir rapidement en cas d'abus, contraire-
ment aux habitudes bureaucratiques?
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- 2. Quelles mesures compte-t-il prendre afin de mettre défini-
rates teilweise befriedigt. Er beantragt Diskussion. tivement le holà à l'immigration clandestine passant par la
frontière dite «frontière verte»?
Abstimmung - Vote 3. Partage-t-il l'avis que la répartition par quotas, préconisée
par différents milieux, néglige les critères qualitatifs, qu'elle
Für den Antrag auf Diskussion offensichtliche Mehrheit est en désaccord avec notre tradition de terre d'asile, et que
Dagegen Minderheit ce principe devrait de ce fait être révisé?
4. Quelle est la stratégie d'information adoptée par le
Conseil fédéral en matière d'asile, après les critiques
diverses qui lui ont été adressées ces derniers mois à ce
sujet?
#ST# 88.840 5. Quelles mesures le Conseil fédéral envisage-t-il de pren-
dre pour freiner, de façon générale et à long terme, l'afflux
Interpellation Seiler Hanspeter de réfugiés?
Situation im Asylbereich 6. Une stratégie a-t-elle été mise au point en vue d'une
insertion professionnelle des requérants d'asile (dans les
Politique d'asile domaines de l'économie forestière, de la construction et de
l'hôtellerie ou dans les hôpitaux et les foyers, par exemple),
de façon à apaiser les inquiétudes exprimées en particulier
au point 5?
Wortlaut der Interpellation vom 12. Dezember 1988 Mitunterzeichner- Cosignataires: Daepp, Fischer-Hägglin-
Die Situation im Asylbereich hat sich nach einer offensichtli- gen, Frey Walter, Hari, Müller-Wiliberg, Neuenschwander,
chen Verschärfung im Laufe des Sommers/Herbstes in den Schwab, Zölch (8)
letzten Wochen etwas beruhigt. Trotzdem herrscht in weiten
Teilen der Bevölkerung nach wie vor ein spürbares Unbeha- Schriftliche Begründung - Développement par écrit
gen gegenüber der Asylpolitik des Bundes. Der Zustrom von Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
Asylanten ist momentan zwar geringer; er kann aber künftig eine schriftliche Antwort.
im Zuge des sich verstärkenden Migrationsprozesses wieder
zunehmen. Die Besorgnis um diese Entwicklung führt zu Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
einer Verunsicherung und zu Reaktionen, die, abgesehen vom 27. Februar 1989
von innenpolitischen Implikationen, auch die humanitäre Rapport écrit du Conseil fédéral du 27 février 1989
Tradition unseres Landes im Asylbereich gefährden. In die- Der Bundesrat hat in den vergangenen Jahren wiederholt
sem Zusammenhang frage ich den Bundesrat: auf den Wandel im Asylbereich hingewiesen. Neben dem auf
1. Ist der Bundesrat bereit, das Asylverfahren so zu straffen, dem Landweg die Grenze in ein westeuropäisches Land
dass bei Missbrauchsfälleri rasch und unbürokratisch überschreitenden Flüchtling trat Ende der siebziger Jahre
entschieden werden kann? vor allem der aus dem südostasiatischen Raum stammende
2. Welche Vorkehren trifft der Bundesrat, um der illegalen Flüchtling, der im Rahmen von Aufnahmeaktionen einreiste.
Einwanderung über die sogenannte grüne Grenze langfri- Seither aber wurden beide Kategorien zahlenmässig in
stig den Riegel zu schieben? einem jährlich steigenden Masse von Asylsuchenden in den
3. Teilt der Bundesrat die Auffassung, dass die verschiedent- Schatten gestellt, die kontinents- und kulturkreisüberschrei-
lich propagierte Quotenregelung, die qualitative Kriterien tend einreisen. Bildeten bis noch vor wenigen Jahren Aus-
unberücksichtigt lässt, mit unserer Asyltradition bricht und reisebeschränkungen der Herkunftsländer und geographi-
deshalb abzulehnen ist? sche Distanzen zu Krisengebieten wirksame Wanderungs-
4. Wie sieht das Informationskonzept des Bundesrates im und Fluchthindernisse, so sind heute diese Schranken für
Bereich der Asylpolitik aus, nachdem die entsprechende ein immer grösser werdendes Potential von Menschen nicht
Informationspolitik in den letzten Monaten verschiedentlich mehr gegeben. Dazu kommt, dass die juristische, soziale
auf Kritik gestossen ist? und wirtschaftliche Situation von Schutzsuchenden in den
5. Welche Vorkehrungen trifft der Bundesrat, um generell industrialisierten Ländern unvergleichlich besser ist als in
und langfristig den Asylantenzustrom zu bremsen? den die Herkunftsländer der Asylsuchenden umgebenden
6. Besteht ein Konzept für einen Beschäftigungs- und Staaten. Diese bis noch vor wenigen Jahren unbekannten
Arbeitseinsatz von Asylbewerbern (beispielsweise in den Faktoren sind dauerhafter Natur und werden auch in
Bereichen des Forstwesens, des Bau- und Gastgewerbes Zukunft wirken. Damit ist aber eine Einwanderung vorpro-
oder in Spitälern und Heimen) und in Berücksichtigung der grammiert, die sich mit staatlichen Massnahmen nur sehr
insbesondere in Frage 5 zum Ausdruck kommenden Be- schwer lenken lässt. Will man eine letzten Endes unbe-
sorgnis? schränkte Einwanderung von aus irgendwelchen Gründen
auf eine bessere Zukunft hoffenden Menschen im Sinne der
Texte de l'interpellation du 12 décembre 1988 bundesrätlichen Begrenzungspolitik unter Kontrolle brin-
Après une période visiblement agitée au cours de l'été et de gen, so stehen grundsätzlich zwei Handlungsmöglichkeiten
l'automne, la situation en matière d'asile s'est quelque peu offen, die beide zusammen und gleichzeitig ergriffen wer-
apaisée ces dernières semaines. Il n'en subsiste pas moins den sollten. Die eine beinhaltet Massnahmen, die eine faire
un malaise certain dans de nombreuses catégories de la und rasche Selektion der eingereichten Gesuche erlaubt.
population à l'égard de la politique d'asile de la Confédéra- Ziel ist es, Verfolgte und Bedrohte nach Massgabe ihrer
tion. Les flux de réfugiés ont certes diminué pour le Schutzbedürftigkeit aufzunehmen und die ändern in ihr
moment, mais ils pourraient recommencer à croître à l'ave- Heimatland zurückzuführen. Die andere hat eine intensivere
nir, avec le renforcement des mouvements d'immigration. Ursachenbekämpfung der Migration in den Herkunftslän-
Le climat d'inquiétude, qui règne face à cette évolution, se dern und eine verstärkte internationale Koordination unter
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Spälti Europäisches Drogenbekämpfungskonzept
Interpellation Spälti Lutte contre la drogue. Programme européen
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1989
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 88.765
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 17.03.1989 - 08:00
Date
Data
Seite 638-639
Page
Pagina
Ref. No 20 017 318
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung.
Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.
Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.