Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 88-752 KI-generiert

Switzerland's Chemical Substance Risk Management

Geschäftsnummer VPB 88-752
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Federal Council addressed concerns regarding the risks posed by existing chemical substances, acknowledging the need to assess their environmental impact, including ecotoxicity and consumption. While 80,000 chemicals are in commercial use, a systematic international effort through the OECD, involving data collection and hazard identification, is underway to manage problematic substances. Switzerland is actively participating, having compiled a list of high-volume chemicals and national priorities, and has already implemented numerous bans and restrictions on hazardous substances, with further measures planned for substances posing risks to human health or the environment.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 15 der Stoffverordnung; Switzerland's Chemical Substance Risk Management: While 80,000 chemicals are in commercial use, a systematic international effort through the OECD, involving data collection and hazard identification, is underway to manage problematic substances. Switzerland is actively participating, having compiled a list of high-volume chemicals and national priorities, and has already implemented numerous bans and restrictions on hazardous substances, with further measures planned for substances posing risks to human health or the environment.

Schlagwörter

KI-generiert
Chemische Stoffe Umweltrisiko Umwelteinwirkung Produktsicherheit wassergefährdende Flüssigkeit Endokriner Disruptor
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 15 der Stoffverordnung

This provision is directly referenced in point 1 of the postulate, which the Federal Council is asked to address regarding the issue of old chemical substances.

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Volltext

Postulat Danuser 1720 N 6 octobre 1989

gesetzt werden können, ohne dass z. B. die Auswirkungen auf kumulationstendenz, die Oekotoxizität und der Verbrauch, bil-

die rechtlose Bevölkerung in den Lagergebieten berücksich- den die Grundlage zur Beurteilung der Umweltverträglichkeit

tigt würden, soll die Aufnahme einer Menschenrechtsklausel von Stoffen. Ohne dass diese Daten gesammelt, beschafft und

in Staatsverträge mit wirtschafts- und handelspolitischem Ein- ausgewertet werden, können Problemstoffe nicht erkannt und

schlag geprüft werden. Der Fall China sollte dabei Leitfunktion objektive Anhaltspunkte nicht vorgebracht werden, die für die

haben. Einschränkung eines bestimmten Stoffs sprechen.

Da zurzeit etwa 80 000 Stoffe kommerziell genutzt werden, ist

Schriftliche Erklärung des Bundesrates diese Aufgabe äusserst arbeitsaufwendig und setzt nicht nur

vom 6. September 1989 eine nationale, sondern auch eine internationale Zusammen-

Déclaration écrite du Conseil fédéral arbeit voraus. Die Industriestaaten haben deshalb 1987 einen

du 6 septembre 1989 Ratsbeschluss der Organisation für wirtschaftliche Zusam-

Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Er menarbeit und Entwicklung (OECD) gutgeheissen und sich

betrachtet sich allerdings durch die Antwortfrist, die das Postu- verpflichtet, ihre Anstrengungen bezüglich der systemati-

lat setzt, nicht als gebunden. schen Erfassung problematischer alter Stoffe zu intensivieren,

bei der Informationsbeschaffung und -auswertung zusam-

Ueberwiesen - Transmis menzuarbeiten und die anfallende Arbeitslast zu teilen.

Als Folge dieses Beschlusses sind im Rahmen des «OECD

Existing Chemicals Programme» zurzeit zahlreiche internatio-

nale Aktivitäten im Gang. So werden zum Beispiel

- eine Uebersicht über in hohen Tonnagen produzierte Stoffe

#ST# 88.752 erstellt («High Volume Chemicals»);

- nationale Prioritätenlisten verglichen;

Postulat Danuser -Stoffe, die von mehreren Ländern als problematisch be-

zeichnet wurden, identifiziert;

Alte chemische Stoffe - Daten zu einzelnen Problemstoffen unter der Regie eines

Substances chimiques usagées sich zur Verfügung stellenden Landes (Clearing House) ge-

sammelt und ausgewertet.

Zudem sollen sich die Länder auch im Bereich der experimen-

tellen Prüfung bestimmter Stoffe künftig in die Arbeit teilen.

Das Bundesamt für Umweltschutz arbeitet aktiv im OECD-Pro-

Wortlaut des Postulates vom 5. Oktober 1988 gramm mit und hat sich auch die Unterstützung der chemi-

Der Bundesrat wird eingeladen darzulegen, schen Industrie gesichert. So hat die Schweizerische Gesell-

1. wie er die Problematik alter chemischer Stoffe nach Arti- schaft für Chemische Industrie (SGCI) eine Liste derjenigen

kel 15 der Stoffverordnung umgehend prüfen will; Stoffe erarbeitet, deren Import und Produktion 1987 in der

2. wie und bis wann der Gebrauch von problematischen Alt- Schweiz 5000 Tonnen überstieg. Die Liste enthält 89 Stoffe. Als

stoffen massiv eingeschränkt werden kann; eines von bisher erst 7 Ländern konnte damit die Schweiz der

3. ob es nicht angezeigt sei, einzelne dieser Stoffe zu verbie- OECD ihre «High Volume Chemicals» nennen. Die Liste soll

ten. nächstes Jahr mit denjenigen Stoffen ergänzt werden, deren

Jahresproduktion 1000 Tonnen übersteigt. Darüber hinaus

Texte du postulat du 5 octobre 1988 hat das Bundesamt für Umweltschutz auch eine nationale

Le Conseil fédéral est invité à établir: Prioritätenliste für den Bereich umweltgefährdender Stoffe er-

1. de quelle façon il entend traiter dans l'immédiat le problème stellt und der OECD weitergeleitet. Diese Liste wird laufend

des substances chimiques usagées selon l'article 15 de l'or- dem aktuellen Stand angepasst. Während in der Vergangen-

donnance sur les substances; heit die prioritär zu bearbeitenden Stoffe mehrheitlich prag-

2. comment et jusqu'à quand il pense pouvoir limiter sensible- matisch ausgewählt wurden, soll in Zukunft vermehrt auch sy-

ment le recours à ces substances usagées; stematisch vorgegangen werden.

3. s'il ne serait pas judicieux d'interdire certaines de ces subs- 2./3. Wie kaum ein anderes Land hat die Schweiz bereits heute

tances. zahlreiche umweltgefährdende Stoffe verboten oder in ihrer

Verwendung stark eingeschränkt (Anhänge 3 und 4 der Stoff-

Mitunterzeichner- Cosignataires: Ammann, Bäumlin Richard, verordnung). Erinnert sei hier zum Beispiel an die Verbote von

Bäumlin Ursula, Braunschweig, Brügger, Bundi, Diener, Diet- 2,4,5-T, Pentachlorphenol, Tetrachlorphenol, Cadmium und

rich, Fankhauser, Fehr, Grendelmeier, Haller, Humbel, Lanz, Quecksilber oder an das Verbot von Nonylphenol- und Octyl-

Leuenberger Moritz, Mauch Ursula, Meier-Glattfelden, Neu- phenolexthoxylaten in Waschmitteln und von chlorierten orga-

komm, Pitteloud, Reimann Fritz, Schmid, Seiler Rolf, Stap- nischen Lösungsmitteln in Reinigungsmitteln. Die Stoffverord-

pung, Stocker, Thür, Uchtenhagen, Zbinden Hans, Züger (28) nung wurde nach ihrem Inkrafttreten (1. September 1986) zu-

dem bereits mit strengeren Vorschriften zu Batterien und mit

Schriftliche Begründung - Développement par écrit einem Verbot von Organozinnverbindungen in Antifoulings er-

Von den etwa 12 000 chemischen Grundstoffen, die heute ge- gänzt. Restriktive Vorschriften zu Asbest und ein Verbot von

braucht werden, gibt es allein etwa 150 organische Chemika- FKW in Spraydosen sind in Vorbereitung.

lien, die jährlich weltweit in Mengen von über 50 000 Tonnen Der Bundesrat wird nicht zögern, weitere Stoffe zu verbieten,

produziert werden. Diese Menge reicht aus, um für eine Sub- wenn die laufenden Arbeiten ergeben, dass sie, ihre Folgepro-

stanz unter Umständen eine Allgegenwartskonzentration zu dukte oder Abfälle bei vorschriftsgemässer Handhabung den

verursachen. Es ist denn auch kein Zufall, dass die Vollzugs- Menschen oder seine natürliche Umwelt gefährden können.

behörden der Lebensmittel- und Umweltschutzgesetzgebung

immer häufiger unerwünschte chemische Stoffe im Wasser, Schriftliche Erklärung des Bundesrates

im Boden, in der Luft und in der Nahrung finden. Eine umfas- Déclaration écrite du Conseil fédéral

sende Beurteilung einer Auswahl der wichtigsten chemischen Der Bundesrat beantragt, das Postulat als erfüllt abzuschrei-

Altstoffe drängt sich daher förmlich auf. ben.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Abgeschrieben - Classé

vom 23. November 1988

Rapport écrit du Conseil fédéral du 23 novembre 1988

1. Der Vollzug von Artikel 15 der Stoffverordnung setzt stän-

dige Vorabklärungen und Erhebungen seitens der Behörden

voraus. Umweltrelevante Daten, wie die Abbaubarkeit, die Ak-

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Postulat Danuser Alte chemische Stoffe

Postulat Danuser Substances chimiques usagées

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1989

Année

Anno

Band IV

Volume

Volume

Session Herbstsession

Session Session d'automne

Sessione Sessione autunnale

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 16

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 88.752

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 06.10.1989 - 08:00

Date

Data

Seite 1720-1720

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Ref. No 20 017 787

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