Government Interpellation on Varroa Mite Infestation and Beekeeper Compensation
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertAn interpellation addressed the government regarding the widespread Varroa mite infestation affecting beekeepers and agriculture, causing significant financial losses. The interpellation questioned the government's readiness to test chemical treatments, disclose residue information in honey, intensify research and public information campaigns, and provide financial compensation to affected beekeepers for crop losses and hive reconstruction. The government responded by detailing the approval process for treatments, establishing residue limits for honey, confirming ongoing research and information dissemination, and stating that legal frameworks for compensation are lacking and that the reported losses might be overstated, suggesting that consistent application of biological and chemical control measures can minimize damage.
Legislator-Regeste
KI-generiertGovernment Interpellation on Varroa Mite Infestation and Beekeeper Compensation: La recrudescence prononcée de l'épizootie des abeilles (var- teil des natürlichen Vorkommens dieses Stoffes im Honig aus.
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KI-generiertVolltext
6. Oktober1989 N 1767 Interpellation Hildbrand
Schiffahrtsschule ausländische Ausbildungsmöglichkeiten ment condamnées, le préjudice total peut être estimé à
als Alternative zur Verfügung stehen. 14 000 000 de francs.
Les vétérinaires cantonaux sont avisés sans cesse de nou-
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- velles régions touchées et de la contamination de zones
rates befriedigt. jusqu'alors protégées du varroa. Les apiculteurs, amateurs
pour la plupart, voient leur activité et leur champ d'action li-
mités par les mesures prévues et l'ordonnance fédérale sur les
épizooties. La section apicole de la station de recherches de
Liebefeld est consciente de ce danger et de son aggravation.
Différents pays préconisent actuellement des méthodes chi-
#ST# 88.750 miques et biologiques de lutte contre l'épizootie critiquées par
les experts: on ne peut exclure en effet des résidus de ces pro-
Interpellation Hildbrand duits dans le miel, surtout pour ce qui est des préparations chi-
miques.
Varroatose-Bekämpfung La propagation explosive de la maladie et l'ampleur des
Lutte contre la varroase dégâts constatés obligent à prendre rapidement des mesures
et à développer une stratégie efficace de lutte contre le varroa.
Le Conseil fédéral est-il prêt:
1. à soumettre les préparations chimiques employées à un
test d'aptitude?
Wortlaut der Interpellation vom 5. Oktober 1988 2. à informer sur le danger présenté par les résidus de ces pro-
In den letzten Monaten hat die starke Zunahme der Bienen- duits dans le miel et sur la conformité de ce dernier aux dispo-
seuche (Varroatose) vor allem die Imker-, Landwirtschafts- sitions des lois et ordonnances sur les denrées alimentaires?
und Forschungskreise aufgeschreckt. Die zirka 25 000 Imker 3. à développer la recherche en matière de lutte contre le var-
und mit ihnen die gesamte Landwirtschaft haben gemäss roa et à intensifier la campagne d'information?
Schätzungen der Fachleute in den letzten Jahren Schäden in 4. à débloquer, sur les budgets de 1989 et des années suivan-
der Höhe von über 24 000 000 Franken erlitten. Der Imker hat tes, des crédits suffisants au lancement d'une contre-offensive
gemäss statistischen Angaben bei einem total ausfallenden rapide par intensification de la recherche?
Bienenvolk einen Verlust von zirka 250 Franken zu tragen. Bei 5. à examiner la possibilité de dédommager les apiculteurs de
den zirka 23 300 in der Schweiz an dieser Krankheit befallenen leurs importantes pertes sur récoltes, et surtout de les aider à
Bienenvölkern und der Annahme eines 25 prozentigen Total- reconstituer leurs ruches?
ausfalls ergibt dies einen geschätzten Verlust von zirka
14 000 000 Franken. Mitunterzeichner- Cosignataires: Keine -Aucun
Immer noch häufen sich bei den Kantonstierärzten die Mel-
dungen von neu befallenen Gebieten und die Ausscheidun- Schriftliche Begründung - Développement par écrit
gen von Varroato-Schutzzonen. Die Imker, zum grossen Teil Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
Amateur-Imker, sind durch die vorgesehenen Massnahmen eine schriftliche Antwort.
und die Tierseuchenverordnung des Bundes in ihrer Aktivität
und in ihrem Aktionsradius eingeschränkt. Das Eidgenössi- Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
sche Forschungsamt, Sektion Bienen, ist sich der ernsthaften vom 23. November 1988
Gefahr und deren Ausweitung bewusst. Derzeit werden zwar Rapport écrit du Conseil fédéral du 23 novembre 1988
in verschiedenen Ländern chemische und biologische Be- Die einzelnen Fragen der Interpellation können wie folgt be-
kämpfungsmethoden propagiert. Von den Fachleuten werden antwortet werden:
diese kritisch beurteilt und in Frage gestellt, da vor allem bei 1. Präparate zur Bekämpfung von Bienenkrankheiten dürfen -
den chemischen Präparaten mit Rückständen im Honig zu wie alle anderen Tierheilmittel - erst in den Verkehr gebracht
rechnen ist. werden, wenn sie von der Interkantonalen Kontrollstelle für
Die explosionsartige Ausweitung mit den bereits nachweis- Heilmittel registriert wurden. Mittel, die gegen staatlich be-
baren Schäden zwingt zu raschem Handeln und zur Entwick- kämpfte Tierseuchen - dazu zählt auch die Varroatose - einge-
lung von wirkungsvollen Anti-Varroato-Strategien. setzt werden, müssen nach Artikel 24 der Tierseuchenverord-
Ist der Bundesrat bereit: nung vom 15. Dezember 1967 zusätzlich vom Bundesamt für
l.die eingesetzten chemischen Präparate einer Tauglich- Veterinärwesen bewilligt werden. Die Zulassung wird nur sol-
keitsprüfung zu unterziehen? chen Mitteln erteilt, deren Wirkung wissenschaftlich begründet
2. offenzulegen, inwieweit die Rückstände im Honig schädlich ist. Zurzeit sind vier Präparate zur Bekämpfung der Varroatose
sind und ob dieser noch dem Lebensmittelgesetz und den ein- zugelassen.
schlägigen Verordnungen entspricht? 2. Das Bundesamt für Gesundheitswesen hat für drei dieser
3. die Forschung im Kampf gegen die Varroa-Milben zu inten- vier Präparate Grenzwerte für Rückstände im Honig festge-
sivieren und die Informatjons-Kampagne auszuweiten? legt:
4. für das Budget 1989 und die folgenden Jahre genügend Apitol - 0,5 mg pro kg Honig; Perizin - 0,05 mg pro kg Honig;
Mittel zur Verfügung zu stellen, damit durch intensive For- Folbex VA-0,2 mg pro kg Honig.
schung eine rasche Gegenwirkung erzielt werden kann? Für Ameisensäure, das vierte zugelassene Präparat gegen
5. zu prüfen, ob stark geschädigte Imker für den massgebli- Varroatose, wurde kein Grenzwert festgelegt, da dieser Stoff
chen Ernteausfall und vor allem für den Wiederaufbau der Bie- natürlicherweise und in Mengen bis zu 700 mg pro kg im Ho-
nenvölker entschädigt werden können? nig vorkommen kann. Die Erhöhung der Rückstände nach
sachgemässer Behandlung mit Ameisensäure macht einen
Texte de l'interpellation du 5 octobre 1988 geringen, für die menschliche Gesundheit nicht relevanten An-
La recrudescence prononcée de l'épizootie des abeilles (var- teil des natürlichen Vorkommens dieses Stoffes im Honig aus.
roase) enregistrée ces derniers mois a vivement inquiété les Bei vorschriftsgemässer Anwendung ist gewährleistet, dass
milieux de l'apiculture, de l'agriculture et de la recherche. Les die Grenzwerte nicht überschritten werden. Untersuchungen,
quelque 25 000 apiculteurs, et avec eux l'ensemble de l'agri- z. B. im kantonalen Laboratorium von Bern (1987) haben ge-
culture, ont subi ces dernières années un préjudice d'un mon- zeigt, dass die Wirkstoffe der zugelassenen Akarizide (d. h.
tant total de plus de 24 000 000 de francs, selon les estima- Milbenbekämpfungsmittel) im Honig nur in äusserst geringen
tions des spécialistes. Les statistiques indiquent que pour cha- Spuren vorkommen.
que ruche disparue, l'agriculteur enregistre une perte de 250 3. Die Sektion Bienen der Eidgenössischen Forschungsan-
francs environ. Si l'on admet que des 23 300 ruches touchées stalt für Milchwirtschaft in Liebefeld erforscht die Varroatose
par cette maladie en Suisse, 25 pour cent sont irrémédiable- seit fünf Jahren intensiv. Sie informiert in zahlreichen Kursen,
Interpellation Zwygart 1768 N 6 octobre 1989
Versammlungen und in Fachzeitschriften die Imkerschaft über 2. Die ökologischen und volkswirtschaftlichen Folgen durch
Wesen und Bekämpfung der Varroatose. Eine Informations- den hohen Stickstoffeinsatz in der Landwirtschaft, durch die
lücke besteht nicht. Verflüchtigung problematischer Stickstoffgase in die Atmo-
Die Sektion Bienen setzt sich für eine integrierte biologische sphäre und den steigenden und unkontrollierten Eintrag von
Bekämpfung der Varroatose ein. Die Forschungsarbeiten in Stickstoffverbindungen aus der Luft in Vegetation, Böden und
diesem Bereich sollen in den kommenden zwei Jahren zu ei- Oekosysteme zeigen sich immer deutlicher. NaO ist am Abbau
ner Optimierung der Bekämpfung führen. Zwei Wissenschaf- der schützenden Ozonschicht und am Treibhauseffekt mit-
terwerden ausschliesslich mit dieser Aufgabe beschäftigt. beteiligt. NOx und NHa und ihre Folgeprodukte beschleunigen
4. Die Mittel für eine intensive Forschung im Bereich der Var- die Bodenversauerung. Trinkwasser enthält zuviel Nitrat. Wäl-
roatose-Bekämpfung sind im Budget 1989 enthalten. Zudem der werden mit Stickstoff überdüngt, durch das so erzeugte
haben die schweizerischen Bienenzüchtervereine der For- Ungleichgewicht im Nährstoffangebot geschwächt und anfäl-
schungsanstaltfür Milchwirtschaft einen Forschungsbeitrag in liger auf Schädlinge. Die Artenvielfalt von natürlichen Oekosy-
Aussicht gestellt. stemen verarmt. Während man beim Düngemitteleinsatz in
5. Gesetzliche Grundlagen für die Ausrichtung von Entschädi- der Landwirtschaft vor allem in bezug auf den Kunstdünger
gungen fehlen. Die Schäden, welche die Varroatose für Imker gezielt vorgehen kann und in absehbarer Zeit eine Wirkung er-
und Landwirtschaft anrichtet, dürfen nicht überbewertet wer- zielt, ist es gemäss Luftreinhaltekonzept mittelfristig nicht
den. Ein Betrag von 24 Millionen Franken, wie er in der Presse möglich, die Emissionen von NOx im notwendigen Mass zu re-
genannt wurde, muss als überhöht bezeichnet werden. Imker, duzieren. Gemäss der Nitratkommission von 1985 sowie
die im Rahmen des integrierten Bekämpfungsprogramms neueren in- und ausländischen Stickstoffbilanzen wird aus der
jährlich 30 bis 50 Prozent ihrer Völker durch eigene Aufzucht Luft mehr Stickstoff eingetragen, als in Form von Nitrat aus-
erneuern, erleiden kaum Völkerverluste. In der Landwirtschaft gewaschen wird.
sind dank der sehr hohen Bienendichte in der Schweiz kaum Ich bitte den Bundesrat, die folgenden Fragen zu beantwor-
Ertragseinbussen durch mangelnde Bestäubung zu befürch- ten:
ten. Es ist nicht zu erwarten, dass die Varroatose in nächster - Wie beurteilt der Bundesrat die ökologischen Auswirkungen
Zeit getilgt werden kann. Die Imker müssen sich damit abfin- der Verflüchtigung von Stickstoffverbindungen?
den, dass die Bienen von einem Parasiten befallen werden. -Wie werden die sich daraus ergebenden volkswirtschaftli-
Die konsequente Durchführung biologischer Bekämpfungs- chen Folgen beurteilt?
massnahmen, nötigenfalls ergänzt durch gezielten Einsatz - In welcher Art gedenkt er dem Verursacherprinzip Rechnung
chemischer Mittel, erlaubt aber eine Reduktion der Schäden zu tragen?
auf ein wirtschaftlich tragbares Minimum. - Ist der Bundesrat bereit, bei auftretenden Kostenfolgen, die
durch übermässige Stickstoffeinträge verursacht werden (z.B.
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- für die Sanierung von Trinkwasseranlagen), Verursacherbei-
rates teilweise befriedigt. träge von den bekannten Hauptschädigern ins Auge zu fas-
sen?
Texte de l'/nterpellation du 6 octobre 1988
#ST# 88.768 1. Depuis les années cinquante, les émissions d'azote ne font
qu'augmenter; elles prennent soit la forme d'oxydes d'azote
Interpellation Zwygart (NOx) lorsqu'elles résultent de processus de combustion (tra-
Stickstoffbelastung von fic motorisé, industrie, etc.), soit celle de l'ammoniac (NHs)
lorsqu'elles sont produites par l'agriculture. Or si l'on connaît
Luft, Boden und Wasser relativement bien les valeurs en NOx grâce aux travaux de l'Of-
Pollutions dues à l'azote fice fédéral de la protection de l'environnement, on dispose de
connaissances insuffisantes quant aux émissions de substan-
ces telles que le NH3 et le gaz hilarant (NsO) produites par
l'agriculture.
C'est la raison pour laquelle j'invite le Conseil fédéral à répon-
Wortlaut der Interpellation vom 6. Oktober 1988 dre aux questions suivantes:
1. Seit den fünfziger Jahren nehmen die Stickstoffemissionen - Quelle est à son avis l'étendue de la pollution atmosphérique
in Form von Stickoxyden (NOx aus Verbrennungsprozessen due aux composés azotés utilisés en agriculture?
(Verkehr, Industrie usw.) und von Ammoniak (NHa) aus der - Les connaissances acquises permettent-elles de prendre
Landwirtschaft laufend zu. Währenddem dank den Arbeiten des mesures et d'émettre des recommandations afin de limiter
des Bundesamtes für Umweltschutz die Werte für NOx recht les émissions imputables à l'agriculture, ou faudrait-il recueillir
gut bekannt sind, scheinen die Kenntnisse über die Emissio- des informations supplémentaires?
nen von Stoffen wie NHs und Lachgas (NgO) aus der Landwirt- - Le Conseil fédéral est-il disposé à faire réaliser les études
schaft noch wesentlich ungeklärt. nécessaires pour répondre aux questions en suspens et qui
Deshalb bitte ich den Bundesrat um Stellungnahme zu den fol- s'en chargera?
genden Fragen: - De quelles possibilités dispose-t-on pratiquement, à son
- Wie beurteilt der Bundesrat das Ausmass der von der Land- avis, au vu du 6e Rapport sur l'agriculture qui place la protec-
wirtschaft ausgehenden Luftbelastung durch Stickstoffverbin- tion de l'environnement dans ses priorités en matière de politi-
dungen? que agricole, lorsqu'il s'agit de réduire la volatilisation de gaz
- Genügen die vorhandenen Kenntnisse, um Massnahmen azotés polluants provenant de l'engraissage des terres et de
und Empfehlungen zur Begrenzung der Emissionen in der l'élevage du bétail?
Landwirtschaft einzuleiten, oder bedürfte es noch weiterer Ab- 2. On constate de plus en plus clairement les conséquences
klärungen? écologiques et économiques de la forte quantité d'azote uti-
- Ist der Bundesrat bereit, die Beantwortung von offenen Fra- lisé en agriculture, de la volatilisation de gaz azotés difficile-
gen mit entsprechenden Untersuchungen an die Hand zu ment dégradables dans l'atmosphère, ainsi que de l'appari-
nehmen, und wer wird dafür vorgesehen? tion croissante et incontrôlée de composés azotés provenant
-Wie beurteilt der Bundesrat die praktischen Möglichkeiten de l'air, dans la végétation, les sols et les écosystèmes. Or le
im Blick auf den 6. Landwirtschaftsbericht, in welchem der NaO nuit à la couche d'ozone et contribue à l'effet de serre, tan-
Umweltschutz als eines der agrarpolitischen Oberziele formu- dis que le NOx, le NH3 et leurs dérivés accélèrent l'acidification
liert ist, die praktischen Möglichkeiten zur Verminderung der des sols. L'eau potable contient trop de nitrates; les forêts,
umweltbelastenden Verflüchtigung von Stickstoffgasen im Be- quant à elles, souffrent du déversement excessif d'azote, et le
reich der Nutztierhaltung und der Düngung? déséquilibre qui en résulte réduit la production de nutriments
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Hildbrand Varroatose-Bekämpfung
Interpellation Hildbrand Lutte contre la varroase
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1989
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 88.750
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 06.10.1989 - 08:00
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Seite 1767-1768
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