Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 88-592 KI-generiert

Federal Council to consider mandatory disclosure for genetic engineering and artificial insemination research

Geschäftsnummer VPB 88-592
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

This case concerns a motion urging the Federal Council to establish concrete proposals for future legislation that would obligate researchers in artificial insemination and genetic engineering to provide comprehensive information about their work, applicable to both public and private sectors. The Federal Council agreed with the motion's objective but noted that current public debate had not yet determined the best method for achieving this. While acknowledging that researchers already voluntarily inform a specific commission about their work, the Council recognized the limitations of this voluntary system and expressed willingness to examine whether information should remain voluntary or be legally mandated, potentially extending to artificial insemination as well.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 163 ZGB; Federal Council to consider mandatory disclosure for genetic engineering and artificial insemination research: The Federal Council agreed with the motion's objective but noted that current public debate had not yet determined the best method for achieving this. While acknowledging that researchers already voluntarily inform a specific commission about their work, the Council recognized the limitations of this voluntary system and expressed willingness to examine whether information should remain voluntary or be legally mandated, potentially extending to artificial insemination as well.

Schlagwörter

KI-generiert
Genom Offenlegung von Daten Anzuwendende Rechtsvorschriften In-vitro-Befruchtung Mitteilung von belastendem Material Forschungsmethode
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 163 ZGB

Cited as the current legal basis that is no longer aligned with the motion's premise.

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Volltext

16. Dezember 1988 1909 Motion Longet

Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann, Aubry, Bär, Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Bäumlin Ursula, Béguelin, Bircher, Bodenmann, Borei, Auf den I.Januar 1979 trat eine Teilrentenordnung in Kraft,

Brügger, Bund!, Carobbio, Daepp, Danuser, David, Diener, welche die negativen Auswirkungen von Beitragslücken auf

Dormann, Eppenberger Susi, Fankhauser, Fetz, Grendel- die Rentenbemessung erheblich verschärfte. Seither wurde

meier, Haller, Jeanprêtre, Leuenberger-Solothurn, Leuen- der Bundesrat in mehreren parlamentarischen Vorstössen

berger Moritz, Leutenegger Oberholzer, Longet, Matthey, aufgefordert, für eine bessere Information der Versicherten

Mauch Ursula, Morf, Nabholz, Neukomm, Pitteloud, zu sorgen und ihnen unter bestimmten Bedingungen Nach-

Rechsteiner, Ruffy, Stamm, Stocker, Ulrich, Zbinden Hans, zahlungen zu ermöglichen. Der Bundesrat stellte jeweils

Zölch, Züger (40) eine Lösung des Problems im Rahmen der 10. AHV-Revision

in Aussicht. Doch offenbar wurde diese Lösung immer noch

Schriftliche Begründung - Développement par écrit nicht gefunden.

Die heutige Regelung entspricht dem neuen Eherecht, nach Unterdessen müssen Jahr für Jahr zahlreiche Mitbürgerin-

welchem die Ehegatten gemeinsam für den Unterhalt der nen und Mitbürger beim Eintritt ins Rentenalter feststellen,

Familie sorgen (ZGB Art. 163), nicht mehr. dass sie nur auf eine Teilrente Anspruch haben, obwohl sie

jahrelang Beiträge bezahlt haben. Sehr oft hätten die Betrof-

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates fenen die Rentenkürzung mit einem minimalen Beitrag ver-

vom 23. November 1988 meiden können, wenn sie besser informiert gewesen wären.

Rapport écrit du Conseil fédéral du 23 novembre 1988 Das Jubiläumsjahr wäre ein guter Anlass, im Sinne einer

Es muss betont werden, dass - im Gegensatz zu den Allein- Amnestie allen Betroffenen die Möglichkeit zur Nachzah-

stehenden - Dienstleistende mit Kindern Anspruch auf die lung zu geben.

Haushaltungsentschädigung und auf Kinderzulagen haben.

Damit wird den familiären Verhältnissen Rechnung getra- Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

gen. Dem Partner, der an Stelle des Dienstleistenden den vom 28. November 1988

Haushalt besorgt, nun eine besondere Entschädigung aus- Rapport écrit du Conseil fédéral du 28 novembre 1988

zurichten, würde den grundlegenden Prinzipien des gelten- Der Bundesrat anerkennt, dass die Beitragslücken von Aus-

den Systems widersprechen, und es bestünde die Gefahr landschweizern ein wichtiges sozialpolitisches Problem dar-

einer Ungleichbehandlung gegenüber der verheirateten stellen, das einer Lösung zugeführt werden muss. Er ist

Frau, die keiner Erwerbstätigkeit nachgeht. daher bereit, auch diesem Fragenkreis in die Ueberprüfung

Die in der Motion angesprochenen Situationen sind heute seiner Vorschläge zur 10. AHV-Revision vom S.April 1988

noch Ausnahmen; sie könnten zahlreicher werden, wenn die miteinzubeziehen.

gegenwärtige Tendenz zur Erwerbstätigkeit der verheirate- Es sind verschiedene Möglichkeiten zur Schliessung von

ten Frau anhält. Wenn es soweit kommt, wird die Frage in Beitragslücken denkbar. So könnte etwa eine Nachzah-

ihrer Gesamtheit geprüft werden müssen. lungsmöglichkeit für fehlende Beitragsjahre geschaffen

werden. Dies würde allerdings eine Aenderung des AHV-

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Gesetzes bedingen.

Déclaration écrite du Conseil fédéral Möglich wäre aber auch eine Liberalisierung der Regelung

Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- über die Anrechnung von Zusatzjahren. Diese Lösung

wandeln. könnte durch eine Aenderung von Artikel 52 bis der AHV-

Verordnung getroffen werden.

Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat Je nachdem ergeben sich unterschiedliche Kostenfolgen.

Der Bundesrat möchte daher vorerst die genauen finanziel-

len Auswirkungen der beiden Varianten abklären und sich

heute noch nicht auf eine Variante festlegen.

#ST# 88.755 Schriftliche Erklärung des Bundesrates

Déclaration écrite du Conseil fédéral

Motion Hafner Ursula Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu-

Schliessung von AHV-Beitragslücken wandeln.

während des Jubiläumsjahres 1991

Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat

Cotisations AVS.

Comblement des lacunes à l'occasion

de l'anniversaire de 1991 #ST# 88.592

Motion Longet

Künstliche Befruchtung

und Gentechnologie.

Wortlaut der Motion vom 5. Oktober 1988 Informationspflicht der Forscher

Der Bundesrat wird eingeladen, die Voraussetzungen dafür

zu schaffen, dass während des Jubiläumsjahres 1991 AHV- Recherche en fécondation

Beitragslücken geschlossen werden können. artificielle et en génétique.

Devoir d'information

Texte de la motion du 5 octobre 1988

Le Conseil fédéral est chargé de créer les conditions per-

mettant de combler les lacunes de cotisations AVS à l'occa-

sion de l'anniversaire de 1991.

Wortlaut der Motion vom 21. September 1988

Mitunterzeichner-Cosignataires: Bäumlin Richard, Bäum- Wir laden den Bundesrat ein, in den künftigen gesetzlichen

lin Ursula, Bodenmann, Borei, Braunschweig, Bundi, Carob- Bestimmungen zu diesem Thema konkrete Vorschläge zu

bio, Danuser, Fetz, Haller, Hubacher, Ledergerber, Leuen- unterbreiten, welche die auf dem Gebiet der künstlichen

berger-Solothurn, Leuenberger Moritz, Leutenegger Ober- Befruchtung und der Gentechnologie tätigen Forscher dazu

holzer, Longet, Mauch Ursula, Meizoz, Neukomm, Pitteloud, verpflichten, über ihre Arbeiten umfassend zu informieren.

Rechsteiner, Reimann Fritz, Stappung, Uchtenhagen, Diese Verpflichtung soll für den öffentlichen und den priva-

Ulrich, Zbinden Hans, Ziegler, Züger (28) ten Sektor gleichermassen gelten.

Motion Zbinden Hans 1910 N 16 décembre 1988

Texte de la motion du 21 septembre 1988 tion artificielle et de la génétique. Il est de fait qu'une

Le Conseil fédéral est invité à prévoir, dans la législation à information aussi complète que possible sur ce qui se passe

venir sur ce sujet, des propositions concrètes obligeant les dans les laboratoires et les centres de recherches privés et

chercheurs travaillant dans le secteur de la fécondation publics constitue le préalable à toute discussion ouverte et

artificielle et de la génétique à assurer une information objective en la matière.

complète sur leurs travaux. Cette obligation s'étendrait au Le Conseil fédéral peut se déclarer d'accord avec les objec-

secteur public comme au secteur privé. tifs fondamentaux de la motion.

Toutefois, en l'état actuel du débat sur la question, il n'est

Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann, Bär, Bäumlin pas encore possible de décider si le bon moyen d'atteindre

Richard, Béguelin, Borei, Braunschweig, Brélaz, Bundi, ces objectifs consiste à obliger tous les chercheurs à fournir

Carobbio, Danuser, Diener, Dünki, Eggenberg-Thun, Euler, une information complète sur leurs travaux.

Fankhauser, Grendelmeier, Günter, Hafner Rudolf, Haller, Comme l'auteur de la motion le relève dans son développe-

Hubacher, Jaeger, Jeanprêtre, Lanz, Ledergerber, Leuen- ment, les chercheurs en génétique qui travaillent dans notre

berger-Solothurn, Leuenberger Moritz, Maeder, Matthey, pays informent spontanément la Commission suisse inter-

Mauch Ursula, Meier-Glattfelden, Morf, Pitteloud, Rebeaud, disciplinaire pour la sécurité biologique dans la recherche et

Reimann Fritz, Ruffy, Schmid, Stappung, Stocker, Uchten- ses applications techniques. Cette commission, qui a été

hagen, Ulrich, Weder-Basel, Ziegler, Zwygart (43) instituée en été 1986, est soutenue par différentes acadé-

mies et sociétés de chercheurs; elle est composée de

Schriftliche Begründung - Développement par écrit représentants de la science, de l'industrie et de l'administra-

En matière de fécondation artificielle et de génétique, le tion fédérale. Jusqu'à présent, le système d'information mis

droit de savoir ce qui se passe derrière les portes des en place semble fonctionner.

laboratoires est essentiel. L'opinion publique doit pouvoir Le Conseil fédéral est prêt à examiner si l'information peut

suivre de près l'évolution des techniques et de la recherche. continuer de reposer sur une base volontaire ou si, au

Une information régulière, complète et claire est ainsi le contraire, elle doit être réglementée dans la loi et, éventuel-

préalable à toute discussion objective sur la question. lement, étendue au domaine de la fécondation artificielle.

Actuellement, la Commission suisse interdisciplinaire pour

la sécurité biologique dans la recherche et ses applications Schriftliche Erklärung des Bundesrates

techniques (CSSB), constituée voici deux ans, tient un regis- Déclaration écrite du Conseil fédéral

tre des travaux de recherche en génétique et les classe, en Le Conseil fédéral propose de transformer la motion en

fonction de leurs risques biologiques potentiels, en trois postulat.

classes. Le Bulletin de l'OFSP a ainsi publié (No 33/88) une

orientation sur la recherche biologique avec l'ADN recombi- Ueberwiesen aïs Postulat - Transmis comme postulat

nant in w'fraen Suisse en 1987.118 projets ont été recensés,

contre 80 pour l'année précédente.

Les milieux de la recherche eux-mêmes admettent donc non

seulement la nécessité del'information, mais aussi la met-

tent en pratique. Néanmoins, ce qui se fait actuellement ne #ST# 80.763

saurait être suffisant, pour les raisons suivantes:

1. Le critère de la CSSB est le risque biologique. Or, le débat Motion Zbinden Hans

en cours sur ces techniques et ces recherches ne se limite Schweizerischer Beitrag zur

pas à ce seul aspect, pour important qu'il soit. Des motifs Entschuldung der Entwicklungsländer

d'ordre éthique et politique (la réflexion sur les répercus-

sions des expériences en génétique sur la vie en société) Désendettement des pays du tiers monde.

sont tout aussi importants, et il convient donc d'informer sur Contribution de la Suisse

tous les travaux.

2. La structure et les attributions de la CSSB ne donnent

aucune garantie que l'ensemble des travaux de recherche

soient effectivement signalés et enregistrés.

3. Au surplus, il s'agit en l'occurrence d'un contrôle exercé Wortlaut der Motion vom 6. Oktober 1988

par le milieu de la recherche lui-même, à l'exclusion des Der Bundesrat wird aufgefordert, in Zusammenarbeit mit

pouvoirs publics. Il est usuel de disposer que ce ne soient der Schweizerischen Nationalbank und den führenden Ge-

pas les mêmes qui s'attribuent les fonctions de juge et de schäftsbanken

partie, même si leurs compétences ne sont nullement en 1. eine aktuelle systematische Uebersicht zu erstellen, und

cause. zwar

4. Enfin, le contenu de l'information est des plus lacunaires. - über die Schulden der armen und/oder hochverschulde-

On n'apprend, dans le rapport susmentionné, guère autre ten Entwicklungsländer gegenüber öffentlichen und priva-

chose que le résultat du classement opéré par la CSSB. On ten schweizerischen Gläubigerinstituten mit Berücksichti-

est en droit d'exiger, dans une matière si délicate et concer- gung allfälliger Wertbereinigungen. In diesem Zusammen-

nant des sujets ayant une pareille répercussion, davantage hang sind auch die jeweils gültigen Kreditkonditionen auf-

de substance! zuführen. Im weiteren ist die aktuelle Kapitalverkehrsbilanz

Pour toutes ces raisons, je demande au Conseil fédéral de dieser Institute mit denselben Schuldnerländern darzu-

prévoir dans la législation à venir sur ces matières un devoir stellen;

d'informer, devoir valant autant pour les chercheurs relevant - über die zur Zeit laufenden Direktinvestitionen schweizeri-

du secteur public que pour ceux travaillant pour le compte scher Unternehmen in diesen Entwicklungsländern mit den

du secteur privé. Le cas échéant, il s'agira de compléter la daraus resultierenden Rückflüssen in der Form von Gewin-

constitution, ce qui pourra être débattu dans le contexte de nen und Zahlungen für Patente und Lizenzen;

ce que propose l'initiative du Beobachter. - über das bestehende schweizerische Instrumentarium in

den Bereichen Importrestriktionen und Exportunte'Stützung

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates und seine schätzbaren finanziellen Auswirkungen für die

vom 28. November 1988 erwähnten Entwicklungsländer.

Rapport écrit du Conseil fédéral du 28 novembre 1988 2. eine Analyse und Beurteilung der Verschuldungssitua-

Le Conseil fédéral est d'accord avec l'auteur de la motion tion in diesen Ländern aus spezifisch schweizerischer Sicht

pour dire qu'il existe dans l'opinion publique une vive vorzunehmen, wobei neben politischen und ökonomischen

inquiétude au sujet des possibilités d'abus et des risques Gesichtspunkten auch soziale und ökologische Aspekte mit-

que comporte la recherche dans le secteur de la féconda- zuberücksichtigen sind.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion Longet Künstliche Befruchtung und Gentechnologie. Informationspflicht der

Forscher

Motion Longet Recherche en fécondation artificielle et en génétique. Devoir d'information

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1988

Année

Anno

Band IV

Volume

Volume

Session Wintersession

Session Session d'hiver

Sessione Sessione invernale

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 15

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 88.592

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 16.12.1988 - 08:00

Date

Data

Seite 1909-1910

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Ref. No 20 016 949

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