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VPB 88-590 KI-generiert

Federal Government Not Liable for Canton's Share of Kaiseraugst Project Losses

Geschäftsnummer VPB 88-590
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The government agreed to pay a nuclear power plant company a maximum of 350 million Swiss francs for abandoning the Kaiseraugst nuclear power plant project. The canton's concern was that its 10.3% stake in the company meant it would absorb a significant portion of the remaining costs, causing financial harm. The government stated that the agreement was solely between the federal government and the company and that any internal distribution of losses among shareholders, including the canton, was a private matter. While the government acknowledged the canton's contribution to national energy supply and would welcome a favorable solution for the canton among shareholders, it would not intervene in this private legal issue.

Legislator-Regeste

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Federal Government Not Liable for Canton's Share of Kaiseraugst Project Losses: The canton's concern was that its 10.3% stake in the company meant it would absorb a significant portion of the remaining costs, causing financial harm. The government stated that the agreement was solely between the federal government and the company and that any internal distribution of losses among shareholders, including the canton, was a private matter. While the government acknowledged the canton's contribution to national energy supply and would welcome a favorable solution for the canton among shareholders, it would not intervene in this private legal issue.

Schlagwörter

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Energieversorgung Verlustanteil finanzieller Verlust Betriebsvereinbarung Rückgabe verstaatlichten Eigentums Wasserkraftsteuer
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Volltext

Interpellation Spoerry 606 N 17 mars 1989

als massvoll bezeichnet werden, wenn sie auf den ersten Mitunterzeichner - Cosignataires: Fischer-Hägglingen, Fi-

Blick auch als beträchtlich erscheinen mag. Sie liesse sich scher-Seengen, Humbel, Loretan, Mauch Rolf, Müller-Aar-

unter sonst gleichen Bedingungen auch künftig nur vermei- gau, Müller-Wiliberg, Reimann Maximilian, Rüttimann (9)

den, wenn die Anpassungen in kürzeren Abständen vorge-

nommen würden. Ein solches Vorgehen wird für die Zukunft Schriftliche Begründung - Développement par écrit

ernsthaft zu erwägen sein. Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht

eine schriftliche Antwort.

Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes-

rates nicht befriedigt. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

vom 23. November 1988

Rapport écrit du Conseil fédéral du 23 novembre 1988

Der Bundesrat hat mit der Kernkraftwerk Kaiseraugst AG

eine Vereinbarung unterzeichnet, wonach diese die Arbeiten

am Projekt für ein Kernkraftwerk einstellt und der Bund ihr

#ST# 88.590 für Aufwendungen, welche von ihr in guten Treuen zur

Erlangung der erforderlichen Bewilligungen und zur Ver-

Interpellation Keller wirklichung des Projektes gemacht wurden, einen Entschä-

Verzicht auf KKW Kaiseraugst. digungsbeitrag von höchstens 350 Millionen Franken aus-

Entschädigung des Kantons Aargau richtet. Die Vereinbarung tritt in Kraft, sobald ein entspre-

chender allgemeinverbindlicher Bundesbeschluss rechts-

Abandon de la centrale de Kaiseraugst. kräftig geworden ist.

Indemnisation du canton d'Argovie Dem Kanton Aargau gebührt Dank dafür, dass er stets im

nationalen Interesse liegende Tätigkeiten auf dem Energie-

sektor innerhalb seiner Grenzen unterstützt. Der Bundesrat

anerkennt den grossen Beitrag, den der Kanton Aargau für

die Stromversorgung des Landes leistet.

Wortlaut der Interpellation vom 21, September 1988 Indessen kann einzig die Kernkraftwerk Kaiseraugst AG als

Bei einem Verzicht auf den Bau des KKW Kaiseraugst ist Inhaberin der Rahmenbewilligung rechtsgültig auf die Reali-

zwischen Bundesrat und der Kernkraftwerk Kaiseraugst AG sierung des Kraftwerkprojektesverzichten. Es ist daher rich-

eine Entschädigungssumme von 350 Millionen Franken aus- tig, dass nur sie als Vertragspartnerin des Bundes auftritt

gehandelt worden. Dieser Betrag entspricht rund einem und die Entschädigung als Gegenleistung für die Nichtreali-

Drittel der geltend gemachten, aufgelaufenen Kosten, d. h. sierung erhält. Wie eine verbleibende Abschreibungslast auf

über 800 Millionen Franken müssen abgeschrieben werden. die Partneraktionäre aufgeteilt wird, liegt ausserhalb des

Der Kanton Aargau ist - über das Aargauische Elektrizitäts- Entscheidungsbereiches des Bundes. Die Aktionäre der

werk und die Beteiligung an den Nordostschweizerischen Kernkraftwerk Kaiseraugst AG können durchaus Lösungen

Kraftwerken (NOK) - mit 10,3 Prozent an der Kernkraftwerk beschliessen, welche diejenigen Partner, an denen der Kan-

Kaiseraugst AG beteiligt. Würde die Entschädigungssumme ton Aargau beteiligt ist, begünstigen. Der Bundesrat würde

gleichmässig verteilt, käme der Kanton Aargau mit.seinem eine derartige Lösung begrüssen. Er wird sich indessen

Engagement von rund 100 Millionen Franken schwer zu nicht bei den einzelnen Partneraktionären dafür einsetzen,

Schaden. handelt es sich doch um ein privatrechtliches Problem, zu

Ich frage daher den Bundesrat: dessen Lösung sich staatliche Beeinflussung verbietet.

-Teilt er die Auffassung, dass der Kanton Aargau mit sei-

nem ausserordentlich hohen Anteil an der schweizerischen Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes-

Energieversorgung einen entscheidenden Beitrag für die rates teilweise befriedigt.

Stromversorgung des Landes leistet und dass es diese aar-

gauische Bereitschaft auch in Zukunft zu erhalten gilt?

- Ist er im Sinne eidgenössischer Solidarität bereit, sich

entschieden dafür einzusetzen, dass dem Kanton Aargau bei

einem Bauverzicht kein Schaden entsteht? #ST# 88.707

Texte de l'interpellation du 21 septembre 1988 Interpellation Spoerry

Dans l'optique de l'abandon de la construction de la cen-

Auslandschweizer-Rentenansprüche

trale nucléaire de Kaiseraugst, les négociations entre le

Conseil fédéral et la SA Kaiseraugst ont abouti à l'octroi gegenüber Belgien

d'une indemnité de 350 millions de francs. Ce montant cor- Rentes des Suisses du Congo

respond à environ un tiers des frais engagés que la société a

fait valoir, c'est-à-dire qu'il restera encore plus de 800 mil-

lions de francs à amortir. Le canton d'Argovie - par l'inter-

médiaire de l'Aargauisches Elektrizitätswerk et par sa parti-

cipation aux Centrales du Nord-Est de la Suisse (NOK) - Wortlaut der Interpellation vom 27. September 1988

détient 10,3 pour cent de la SA Kaiseraugst. Si la somme Seit der Unabhängigkeitserklärung von Zaire im Jahre 1960

allouée à titre d'indemnité est répartie équitablement, le hat Belgien die staatlichen Renten an Schweizer in Afrika

canton d'Argovie qui a pris un engagement de quelque stark gekürzt und nicht mehr indexiert. Trotz ehemals hohen

100 millions de francs subira un lourd préjudice. Prämienleistungen werden daher heute den betroffenen

C'est pourquoi je demande au Conseil fédéral de répondre Schweizern im Gegensatz zu den ändern, in gleicher Weise

aux questions suivantes: Versicherten, völlig ungenügende Renten ausbezahlt. Diese

- Est-il lui aussi d'avis que le canton d'Argovie, qui contri- stossende Situation wurde noch dadurch verschärft, dass

bue très largement à l'approvisionnement suisse en énergie, die Schweiz im Jahre 1975 bei der Erneuerung des schwei-

fournit une contribution décisive pour ce qui est de l'appro- zerisch-belgischen Sozialversicherungsabkommens nicht

visionnement de notre pays en électricité et qu'il convient de erreichen konnte, das Gleichbehandlungsprinzip auch für

sauvegarder à l'avenir cet engagement de sa part? die Versicherten des Belgisch-Kongo festzuschreiben. Nun

- Au nom de la solidarité confédérale, le gouvernement est-il war der Presse zu entnehmen, dass Belgien im Sommer

prêt à faire résolument le nécessaire pour que le canton dieses Jahres endlich eingestanden hat, den rund 250

d'Argovie ne subisse pas de préjudice du fait de l'abandon anspruchsberechtigten Auslandschweizern Leistungen im

du projet de Kaiseraugst? Betrage von jährlich 1,3 Millionen Franken vorzuenthalten.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Keller Verzicht auf KKW Kaiseraugst. Entschädigung des Kantons Aargau

Interpellation Keller Abandon de la centrale de Kaiseraugst. Indemnisation du canton

d'Argovie

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1989

Année

Anno

Band II

Volume

Volume

Session Frühjahrssession

Session Session de printemps

Sessione Sessione primaverile

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 17

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 88.590

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 17.03.1989 - 08:00

Date

Data

Seite 606-606

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Ref. No 20 017 291

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