Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 88-564 KI-generiert

Healthcare Cost Postulate for Elderly and Premium Equity

Geschäftsnummer VPB 88-564
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

This case concerns a postulate urging the government to examine the escalating costs of healthcare for the elderly within health insurance funds and to consider measures to address this issue. The postulate highlights the financial strain on insurance providers due to the higher healthcare needs of older individuals and suggests exploring options like modest premium increases for men of retirement age to mitigate these costs and reduce premium disparities between genders. The court acknowledges the growing problem of age-related healthcare expenses, the potential threat to the solidarity principle within health insurance, and the projected increase in costs, ultimately accepting the postulate for further review.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Postulat Meier Josi; Healthcare Cost Postulate for Elderly and Premium Equity: The postulate highlights the financial strain on insurance providers due to the higher healthcare needs of older individuals and suggests exploring options like modest premium increases for men of retirement age to mitigate these costs and reduce premium disparities between genders. The court acknowledges the growing problem of age-related healthcare expenses, the potential threat to the solidarity principle within health insurance, and the projected increase in costs, ultimately accepting the postulate for further review.

Schlagwörter

KI-generiert
Krankenversicherungskosten Versicherungsprämie Versicherungskasse Leistungserbringer Altersversicherung Leistungskonkurrenz im Versicherungsrecht

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
Postulat Meier Josi
The postulat was accepted, meaning the request to examine the issue of old-age costs in health insurance was approved.
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Postulat Meier Josi

The postulat was accepted, meaning the request to examine the issue of old-age costs in health insurance was approved.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Postulat Meier Josi 768 29 novembre 1988

que l'on va examiner ce problème en entier, nous ne jungen und den schlechten alten Risiken geführt. Es wurde

sommes pas liés par des situations spécifiques à ce sujet. ja berechnet, dass wir in den letzten 14 Monaten unseres

Lebens - und diese fallen in der Regel ins Alter - die Hälfte

Le président: Personne ne s'opposant au postulat, celui-ci aller Krankheitskosten bewirken. Damit steigen bei den

est accepté. schlechten Risiken die Prämien derart, dass der sozialpoliti-

sche Zweck, der mit der Beibehaltung der Eintrittsprämien

Ueberwiesen aïs Postulat - Transmis comme postulat seinerzeit verfolgt wurde, nicht mehr erfüllt werden kann.

Passt aber eine Kasse ihre Prämien nicht an, bedeutet das

im Endergebnis ihren Untergang und damit auch das Ende

der Solidarität mit unseren Alten über die Versicherung.

#ST# 88.564 Einige wenige Zahlen zur Kostenentwicklung: Von 1967 bis

1987 nahmen die Kosten der über 62jährigen um rund

Postulat Meier Josi 2,5 Milliarden Franken zu. (Das ist ungefähr das, was die

Kassen in der jetzigen Krankenkasseninitiative als Subven-

Alterskosten in der Krankenkasse tionierung fordern.) Die Kosten haben sich also in dieser Zeit

Coûts de vieillesse mehr als verdoppelt. Dabei ist die Zunahme für Männer und

dans les caisses-maladie Frauen fast gleich. Einer Zunahme von 1,239 Milliarden

Franken bei den Männern steht eine solche von 1,266 Mil-

liarden Franken bei den Frauen gegenüber. Obwohl rund

eine Hälfte mehr alte Frauen versichert sind als Männer, liegt

der Zunahmeunterschied nur noch bei 2 Prozent. Der Prä-

Wortlaut des Postulates vom 23. Juni 1988 mienunterschied von 10 Prozent zulasten der Frauen ist also

Der Bundesrat möge prüfen, in diesem Alter nicht mehr in gleichem Masse zu rechtferti-

1. ob der von ihm geplanten Teilrevision der KVG nichteine gen wie vorher. Deshalb rege ich mit dem Postulat auch an,

Teilvorlage zeitlich vorzuziehen wäre, die das dringende zu prüfen, ob dieser Unterschied nicht abgebaut werden

Alterskostenproblem löst, könnte. Angesichts der hohen absoluten Alterskranken-

2. ob dabei allenfalls ein bescheidener Prämienzuschlag für kosten wäre dabei auch zu untersuchen, ob eine Prämienan-

Männer im Rentenalter geeignet wäre, gleichzeitig das gleichung anstatt durch Reduktion der Frauenprämie durch

Kostenproblem zu entschärfen und die Ungleichheit zwi- Angleichung der Männerprämie erfolgen könnte.

schen Männer- und Frauenprämien zu mildern. Noch einige Daten zu den Solidaritätskosten im sogenann-

ten «Generationenvertrag». Heute zahlen die Jüngeren, also

Texte du postulat du 23 juin 1988 die unter 62jährigen, 36 Prozent der Alterskosten. Wenn wir

Le Conseil fédéral est invité à déterminer der Entwicklung die Zahlen des Hauptszenarios aus dem

1. s'il ne serait pas préférable de faire précéder la révision AHV-Demographiebericht zugrunde legen, wird dieser

totale de la loi sur l'assurance-maladie qu'il envisage d'une Anteil bis im Jahre 2010 auf 45 Prozent ansteigen. In absolu-

révision partielle visant à régler le problème urgent que ten Zahlen würden die Solidaritätsleistungen der Jüngeren

posent les coûts de vieillesse, von heute von 2,9 Milliarden Franken auf 7,4 Milliarden

2. si, dans ce contexte, une modeste augmentation des Franken steigen. Die Kassen gehen davon aus, dass den

cotisations des hommes ayant atteint l'âge donnant droit jüngeren Leuten auf die Dauer Solidaritätsleistungen von

aux prestations de r„AVS ne permettrait pas à la fois d'atté- nicht über einem Drittel zuzumuten seien. Ein weiterer Drit-

nuer le problème des coûts de la vieillesse et le déséquilibre tel könnte nach Meinung der Kassen über Eigenprämien

entre les cotisations versées par les hommes et celles qui und der letzte Drittel über Subventionen getragen werden,

sont exigées des femmes. wobei den Kassen die Subventionen nach dem Durch-

schnittsalter der Versicherten zuzumessen wären.

Frau Meier Josi: Mein Postulat verlangt die Prüfung des Natürlich wären auch flankierende Massnahmen zu prüfen,

Alterskostenproblems bei den Krankenkassen. Es hat zwei von einer Neukonzeption der Kollektivversicherungen im

Stossrichtungen. Lichte des Solidaritätsgedankens über den Ausbau der

Erstens möchte ich uns und der Allgemeinheit eine bedroh- Hauskrankenpflege bis hin zur besseren Koordination zwi-

liche Entwicklung der Finanzlage der Krankenkassen wegen schen Renten- und Krankenkassenleistungen.

der Explosion der Alterskosten bewusst machen. Zweitens Noch eine Schlussbemerkung: Die ständerätliche Kommis-

möchte ich, dass der Bundesrat prüft, ob und wie weit dazu sion, die die Krankenkasseninitiative beraten hat, kam mehr-

möglichst bald von Bundesseite Lösungen angeboten wer- heitlich zu einem Gegenvorschlag. Darin ist ein Subventio-

den könnten. nierungsvorschlag enthalten, der das Altersproblem im

Nach all unseren bisherigen ernüchternden Erfahrungen Sinne meiner Ausführungen berücksichtigt. Aber das

seit 1964 gibt es bekanntlich keine Garantie, dass die vom Schicksal dieser Vorlage ist noch nicht entschieden, und

Bundesrat geplante Totalrevision des KMVG in Kürze zum zudem löst das neue Mini-Programm die Altersfrage nur

Ziele führt. Das Teilproblem muss aber beförderlich gelöst ansatzweise. Es ist nur ein Schritt in der richtigen Richtung.

werden. Was wir von der AHV schon wissen, gilt verschärft Deshalb bitte ich den Bundesrat, das Postulat trotz der

für die Krankenkassen. Die zunehmende Ueberalterung der gegenwärtigen Bearbeitungen entgegenzunehmen. Das

Bevölkerung, verbunden mit der im Alter grösseren Anfällig- Problem muss beförderlich einer Lösung zugeführt werden.

keit für Krankheiten bei ohnehin teureren Behandlungen, Wir können es auf keinen Fall weitere 25 Jahre vor uns

stellt die Krankenkassen vor schwerste Probleme. Gefährdet herschieben.

ist die Existenz vieler Kassen, gefährdet ist vor allem der so

wesentliche Gedanke der Solidarität zwischen den Genera- Bundesrat Cotti: Der Bundesrat ist bereit, das Postulat

tionen. entgegenzunehmen.

Sie wissen es, wegen der Beschneidung der Subventionen

sind die Prämien und die Selbstbehalte der Versicherten Ueberwiesen - Transmis

laufend gestiegen. Für die Besserbemittelten fehlt übrigens

der Tarifschutz.

Viele Kollektivversicherungen, die nur Mitglieder im Aktivi-

tätsalter haben, sind schon heute aus der Solidarität mit den

Alten ausgebrochen.

Bei der Pensionierung treten deren Mitglieder in Kassen mit

Einzelversicherungen über und belasten diese übermässig.

Das hat zu weiteren Aufspaltungen zwischen den guten

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Postulat Meier Josi Alterskosten in der Krankenkasse

Postulat Meier Josi Coûts de vieillesse dans les caisses-maladie

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1988

Année

Anno

Band IV

Volume

Volume

Session Wintersession

Session Session d'hiver

Sessione Sessione invernale

Rat Ständerat

Conseil Conseil des Etats

Consiglio Consiglio degli Stati

Sitzung 02

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 88.564

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 29.11.1988 - 08:00

Date

Data

Seite 768-768

Page

Pagina

Ref. No 20 017 087

Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung.

Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.

Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.