Healthcare Cost Postulate for Elderly and Premium Equity
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis case concerns a postulate urging the government to examine the escalating costs of healthcare for the elderly within health insurance funds and to consider measures to address this issue. The postulate highlights the financial strain on insurance providers due to the higher healthcare needs of older individuals and suggests exploring options like modest premium increases for men of retirement age to mitigate these costs and reduce premium disparities between genders. The court acknowledges the growing problem of age-related healthcare expenses, the potential threat to the solidarity principle within health insurance, and the projected increase in costs, ultimately accepting the postulate for further review.
Legislator-Regeste
KI-generiertPostulat Meier Josi; Healthcare Cost Postulate for Elderly and Premium Equity: The postulate highlights the financial strain on insurance providers due to the higher healthcare needs of older individuals and suggests exploring options like modest premium increases for men of retirement age to mitigate these costs and reduce premium disparities between genders. The court acknowledges the growing problem of age-related healthcare expenses, the potential threat to the solidarity principle within health insurance, and the projected increase in costs, ultimately accepting the postulate for further review.
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KI-generiertThe postulat was accepted, meaning the request to examine the issue of old-age costs in health insurance was approved.
Volltext
Postulat Meier Josi 768 29 novembre 1988
que l'on va examiner ce problème en entier, nous ne jungen und den schlechten alten Risiken geführt. Es wurde
sommes pas liés par des situations spécifiques à ce sujet. ja berechnet, dass wir in den letzten 14 Monaten unseres
Lebens - und diese fallen in der Regel ins Alter - die Hälfte
Le président: Personne ne s'opposant au postulat, celui-ci aller Krankheitskosten bewirken. Damit steigen bei den
est accepté. schlechten Risiken die Prämien derart, dass der sozialpoliti-
sche Zweck, der mit der Beibehaltung der Eintrittsprämien
Ueberwiesen aïs Postulat - Transmis comme postulat seinerzeit verfolgt wurde, nicht mehr erfüllt werden kann.
Passt aber eine Kasse ihre Prämien nicht an, bedeutet das
im Endergebnis ihren Untergang und damit auch das Ende
der Solidarität mit unseren Alten über die Versicherung.
#ST# 88.564 Einige wenige Zahlen zur Kostenentwicklung: Von 1967 bis
1987 nahmen die Kosten der über 62jährigen um rund
Postulat Meier Josi 2,5 Milliarden Franken zu. (Das ist ungefähr das, was die
Kassen in der jetzigen Krankenkasseninitiative als Subven-
Alterskosten in der Krankenkasse tionierung fordern.) Die Kosten haben sich also in dieser Zeit
Coûts de vieillesse mehr als verdoppelt. Dabei ist die Zunahme für Männer und
dans les caisses-maladie Frauen fast gleich. Einer Zunahme von 1,239 Milliarden
Franken bei den Männern steht eine solche von 1,266 Mil-
liarden Franken bei den Frauen gegenüber. Obwohl rund
eine Hälfte mehr alte Frauen versichert sind als Männer, liegt
der Zunahmeunterschied nur noch bei 2 Prozent. Der Prä-
Wortlaut des Postulates vom 23. Juni 1988 mienunterschied von 10 Prozent zulasten der Frauen ist also
Der Bundesrat möge prüfen, in diesem Alter nicht mehr in gleichem Masse zu rechtferti-
1. ob der von ihm geplanten Teilrevision der KVG nichteine gen wie vorher. Deshalb rege ich mit dem Postulat auch an,
Teilvorlage zeitlich vorzuziehen wäre, die das dringende zu prüfen, ob dieser Unterschied nicht abgebaut werden
Alterskostenproblem löst, könnte. Angesichts der hohen absoluten Alterskranken-
2. ob dabei allenfalls ein bescheidener Prämienzuschlag für kosten wäre dabei auch zu untersuchen, ob eine Prämienan-
Männer im Rentenalter geeignet wäre, gleichzeitig das gleichung anstatt durch Reduktion der Frauenprämie durch
Kostenproblem zu entschärfen und die Ungleichheit zwi- Angleichung der Männerprämie erfolgen könnte.
schen Männer- und Frauenprämien zu mildern. Noch einige Daten zu den Solidaritätskosten im sogenann-
ten «Generationenvertrag». Heute zahlen die Jüngeren, also
Texte du postulat du 23 juin 1988 die unter 62jährigen, 36 Prozent der Alterskosten. Wenn wir
Le Conseil fédéral est invité à déterminer der Entwicklung die Zahlen des Hauptszenarios aus dem
1. s'il ne serait pas préférable de faire précéder la révision AHV-Demographiebericht zugrunde legen, wird dieser
totale de la loi sur l'assurance-maladie qu'il envisage d'une Anteil bis im Jahre 2010 auf 45 Prozent ansteigen. In absolu-
révision partielle visant à régler le problème urgent que ten Zahlen würden die Solidaritätsleistungen der Jüngeren
posent les coûts de vieillesse, von heute von 2,9 Milliarden Franken auf 7,4 Milliarden
2. si, dans ce contexte, une modeste augmentation des Franken steigen. Die Kassen gehen davon aus, dass den
cotisations des hommes ayant atteint l'âge donnant droit jüngeren Leuten auf die Dauer Solidaritätsleistungen von
aux prestations de r„AVS ne permettrait pas à la fois d'atté- nicht über einem Drittel zuzumuten seien. Ein weiterer Drit-
nuer le problème des coûts de la vieillesse et le déséquilibre tel könnte nach Meinung der Kassen über Eigenprämien
entre les cotisations versées par les hommes et celles qui und der letzte Drittel über Subventionen getragen werden,
sont exigées des femmes. wobei den Kassen die Subventionen nach dem Durch-
schnittsalter der Versicherten zuzumessen wären.
Frau Meier Josi: Mein Postulat verlangt die Prüfung des Natürlich wären auch flankierende Massnahmen zu prüfen,
Alterskostenproblems bei den Krankenkassen. Es hat zwei von einer Neukonzeption der Kollektivversicherungen im
Stossrichtungen. Lichte des Solidaritätsgedankens über den Ausbau der
Erstens möchte ich uns und der Allgemeinheit eine bedroh- Hauskrankenpflege bis hin zur besseren Koordination zwi-
liche Entwicklung der Finanzlage der Krankenkassen wegen schen Renten- und Krankenkassenleistungen.
der Explosion der Alterskosten bewusst machen. Zweitens Noch eine Schlussbemerkung: Die ständerätliche Kommis-
möchte ich, dass der Bundesrat prüft, ob und wie weit dazu sion, die die Krankenkasseninitiative beraten hat, kam mehr-
möglichst bald von Bundesseite Lösungen angeboten wer- heitlich zu einem Gegenvorschlag. Darin ist ein Subventio-
den könnten. nierungsvorschlag enthalten, der das Altersproblem im
Nach all unseren bisherigen ernüchternden Erfahrungen Sinne meiner Ausführungen berücksichtigt. Aber das
seit 1964 gibt es bekanntlich keine Garantie, dass die vom Schicksal dieser Vorlage ist noch nicht entschieden, und
Bundesrat geplante Totalrevision des KMVG in Kürze zum zudem löst das neue Mini-Programm die Altersfrage nur
Ziele führt. Das Teilproblem muss aber beförderlich gelöst ansatzweise. Es ist nur ein Schritt in der richtigen Richtung.
werden. Was wir von der AHV schon wissen, gilt verschärft Deshalb bitte ich den Bundesrat, das Postulat trotz der
für die Krankenkassen. Die zunehmende Ueberalterung der gegenwärtigen Bearbeitungen entgegenzunehmen. Das
Bevölkerung, verbunden mit der im Alter grösseren Anfällig- Problem muss beförderlich einer Lösung zugeführt werden.
keit für Krankheiten bei ohnehin teureren Behandlungen, Wir können es auf keinen Fall weitere 25 Jahre vor uns
stellt die Krankenkassen vor schwerste Probleme. Gefährdet herschieben.
ist die Existenz vieler Kassen, gefährdet ist vor allem der so
wesentliche Gedanke der Solidarität zwischen den Genera- Bundesrat Cotti: Der Bundesrat ist bereit, das Postulat
tionen. entgegenzunehmen.
Sie wissen es, wegen der Beschneidung der Subventionen
sind die Prämien und die Selbstbehalte der Versicherten Ueberwiesen - Transmis
laufend gestiegen. Für die Besserbemittelten fehlt übrigens
der Tarifschutz.
Viele Kollektivversicherungen, die nur Mitglieder im Aktivi-
tätsalter haben, sind schon heute aus der Solidarität mit den
Alten ausgebrochen.
Bei der Pensionierung treten deren Mitglieder in Kassen mit
Einzelversicherungen über und belasten diese übermässig.
Das hat zu weiteren Aufspaltungen zwischen den guten
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Meier Josi Alterskosten in der Krankenkasse
Postulat Meier Josi Coûts de vieillesse dans les caisses-maladie
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1988
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Wintersession
Session Session d'hiver
Sessione Sessione invernale
Rat Ständerat
Conseil Conseil des Etats
Consiglio Consiglio degli Stati
Sitzung 02
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 88.564
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 29.11.1988 - 08:00
Date
Data
Seite 768-768
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Ref. No 20 017 087
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