Educational Reform for Technological Integration and Economic Competitiveness
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe motion proposed revising educational structures to incorporate new technologies more quickly and removing administrative barriers to collaboration between educational institutions and the economy. The court reasoned that the quality of the education system, particularly its ability to adapt to rapid technological advancements, is crucial for Switzerland's international competitiveness and economic prosperity. The court agreed to convert the first part of the motion into a postulate and close the second part as fulfilled.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 5 Abs. 1 der Dosimetrie-Verordnung, Art. 5 Abs. 2 der Dosimetrie-Verordnung; Educational Reform for Technological Integration and Economic Competitiveness: The court reasoned that the quality of the education system, particularly its ability to adapt to rapid technological advancements, is crucial for Switzerland's international competitiveness and economic prosperity. The court agreed to convert the first part of the motion into a postulate and close the second part as fulfilled.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThis provision is cited to explain the regulation of recognition and supervision for dosimetry centers operating in different controlled areas.
This provision is cited to explain the supervision of dosimetry centers operated by control bodies themselves.
Volltext
7. Oktober 1988 N 1469 Motion der christlichdemokratischen Fraktion
len ((Dosimetrie-Verordnung, SR 814.51)). Für Dosimetrie- Punkt 1 - Point 1
stellen, die in verschiedenen Kontrollbereichen tätig sind, Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
werden Anerkennung und Aufsicht zwischen den zuständi-
gen Kontrollinstanzen geregelt (Art. 5 Abs. 1 der Dosimetrie- Punkt 2 - Point 2
Verordnung). Betreiben Kontrollinstanzen eigene Dosime- Abgeschrieben - Classé
triestellen, so liegt die Aufsicht beim zuständigen Departe-
ment (Art. 5 Abs. 2 der Dosimetrie-Verordnung).
Die Suva betreibt seit 1975 eine Dosimetriestelle. Diese
wurde vom BAG anerkannt und untersteht der Beaufsichti-
gung des EDI/BAG. Mit der Aufhebung der Dosimetriestelle #ST# 88.475
des BAG im Jahre 1982 wurde es der Suva möglich, auch
Personen aus dem Kontrollbereich des BAG zu dosimetrie- Motion
ren. Dies nicht zuletzt im Hinblick auf das Unfallversiche- der christlichdemokratischen Fraktion
rungsgesetz, welches die Unfall- und Berufskrankheitenver- Bildung und Forschung.
hütung auf alle Arbeitnehmer ausgeweitet hat. 1987 führte Zusammenarbeit zwischen Staat und Wirtschaft
die Suva Dosimetriemessungen bei 1980 Betrieben und ins-
gesamt etwa 8000 Personen durch, wovon 2300 Personen in Motion
ihrem Kontrollbereich tätig waren. Aus dem Kontrollbereich du groupe démocrate-chrétien
des BAG wurden 1987 insgesamt 40 600, aus jenem der HSK Formation et recherche.
3900 und aus jenem der Suva 3800 Personen von total 11 Collaboration entre l'Etat et l'économie
Stellen dosimetriert. Zusätzlich dosimetrierte das CERN
4500 Personen. Lässt man das CERN ausser Betracht, so
hatte die Suva einen Anteil von 17 Prozent, die privaten
Stellen einen solchen von 51 Prozent, während staatliche
Institutionen 24 Prozent der Dosimetriemessungen vornah- Wortlaut der Motion vom 15. Juni 1988
men. 8 Prozent der Messungen wurden von den Kernkraft- Der Bundesrat wird eingeladen,
werken durchgeführt. Alle diese Dosimetriestellen werden - im Ausbildungsbereich (Berufslehre, Höhere Fachschu-
entweder vom EDI/BAG oder von der HSK beaufsichtigt. len, ETH) die Strukturen so zu überarbeiten, dass eine
Es ist denkbar, dass die Suva gegenüber privatwirtschaftli- raschere Berücksichtigung neuer Technologien (z. B.
chen Leistungsanbietern in ihrem Kontrollbereich potentiell Mikroelektronik und alle ihre Anwendungen; Informatik) in
gewisse Konkurrenzvorteile geniesst. Der Bundesrat wird den Lehrplänen möglich wird;
darum prüfen, ob im Rahmen der bereits angelaufenen - beamtenrechtliche und administrative Barrieren zu besei-
Revision der Strahlenschutzverordnung im Bereich der tigen, welche der Verwirklichung einer aktiven Zusammen-
Dosimetrie Aenderungen vorzunehmen sind und ob eine arbeit unserer Lehr- und Forschungsstätten mit der Wirt-
stärkere privatwirtschaftliche Ausrichtung möglich und schaft heute noch entgegenstehen;
sinnvoll wäre. Es darf damit gerechnet werden, dass die - die Voraussetzungen für eine noch engere institutionelle
neue Strahlenschutzverordnung zu Beginn der neunziger Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen unseres Lan-
Jahre in Kraft treten kann. Wegleitend wird bei der Beant- des (insbesondere den beiden ETH und ihren Forschungs-
wortung der Frage nach der Organisation der Dosimetrie anstalten) und der Wirtschaft zu schaffen, durch:
sein, dass ein sachgerechter und effizienter Personenschutz a) eine Förderung von gemeinsamen Forschungsprojekten,
gewährleistet ist. b) Ausbau von Hochschulen und der Wirtschaft gemeinsam
Zu Punkt 2: Einsitz von Vertretern der privaten Firmen in die getragenen Forschungsinstituten und -laboratorien,
Expertengruppe für die Personendosimetrie. Einbezug in c) Ausbau der im Schulratsbereich bestehenden Wirt-
Vernehmlassungen schaftskontaktstellen ,
In der Folge einer Vakanz in der Expertengruppe wurden die d) eine Förderung der HTL in der Art, dass sie auch ver-
privaten Dosimetriestellen eingeladen, einen Experten vor- mehrt Forschungsaufgaben in Zusammenarbeit mit der
zuschlagen. Es wurde daraufhin ein Kandidat nominiert; Wirtschaft wahrnehmen können;
dieser wird künftig in die Expertengruppe Einsitz nehmen. - diejenigen anderen Instrumente auf Bundesebene zu stär-
Die privaten Dosimetriestellen werden auch künftig in Fra- ken, welche einem rascheren Technologietransfer dienen,
gen, die ihr Aufgabengebiet direkt betreffen, zur Stellung- wie die Kommission für Wissenschaft und Forschung (KWF)
nahme eingeladen werden. und die Einrichtungen und Amtsstellen, die die schweizeri-
sche Teilnahme an den entsprechenden europäischen For-
Schriftliche Erklärung des Bundesrates schungsinitiativen (Eureka, Cost) koordinieren und sicher-
Déclaration écrite du Conseil fédéral stellen.
Der Bundesrat beantragt, Punkt 1 der Motion in ein Postulat
umzuwandeln, Punkt 2 der Motion als erfüllt abzuschreiben. Texte de la motion du 15 juin 1988
Le Conseil fédéral est invité à
- réexaminer les structures relevant du domaine de la
Spalti: Ich spreche zur Motion Personendosimetrie und formation (apprentissage, écoles techniques supérieures,
erlaube mir eine kurze persönliche Erklärung. EPF), de manière à prendre plus rapidement en considéra-
Es ging mir bei dieser Motion darum, einen klaren Missstand tion les technologies nouvelles (p.ex. microélectronique et
zu beseitigen, nämlich den Missstand, dass die Suva als toutes ses applications, informatique) dans les programmes
Kontrollstelle für die Messstellen im Bereich der Ueberwa- de formation;
chung strahlenexponierter Personen funktioniert und selbst - éliminer les obstacles administratifs et les obstacles liés
als Messstelle in verschiedenen Bereichen wirkt. Das heisst au droit des fonctionnaires qui s'opposent aujourd'hui à la
mit anderen Worten, dass sich die Suva selbst kontrolliert réalisation d'une collaboration active de nos institutions de
und diese Situation zur Konkurrenzierung privater Firmen formation et de recherche avec l'économie;
ausnützt. Herr Bundesrat Cotti hat mir zugesichert, dass - créer les conditions nécessaires à une collaboration insti-
diese Situation bereinigt werde und die potentiellen Konkur- tuée plus étroite entre les écoles polytechniques du pays
renzvorteile der Suva gegenüber privaten Firmen korrigiert (notamment les deux EPF et leurs instituts de recherche) et
würden - und zwar im Rahmen der Revision der Strahlen- l'économie, de façon à
schutzverordnung, welche zu Beginn der neunziger Jahre a) encourager les projets de recherche en commun;
überarbeitet in Kraft treten sollte. In Anbetracht dieser Zusi- b) développer des instituts de recherche et des laboratoires
cherung, der ich vertraue, bin ich mit der Umwandlung in soutenus à la fois par les écoles polytechniques et l'éco-
ein Postulat einverstanden. nomie;
Motion Ledergerber 1470 7 octobre 1988
c) étendre les activités des services de relation avec l'éco- Dreh- und Angelpunkt unserer künftigen wirtschaftlichen
nomie existant au niveau du conseil de chaque EPF; Entwicklung ist die Ausbildung, insbesondere die Ausbil-
d) encourager les ETS, de manière qu'elles s'engagent dung unserer Ingenieure und Techniker. Deshalb muss der
davantage dans des tâches de recherche en collaboration Rahmenbedingung Ausbildung im politischen Umfeld ein
avec l'économie; ganz anderes Gewicht zugemessen werden als bisher. Ins-
- renforcer d'autres mesures fédérales contribuant à un besondere müssen sich die beiden folgenden Erkenntnisse
transfert de technologie plus rapide, comme la Commission in ganz konkreten Massnahmen niederschlagen:
pour la science et la recherche ainsi que les institutions et 1. Die Erkenntnis, dass die staatliche Gemeinschaft in der
les services qui coordonnent et assurent la participation Ausbildung weit wirkungsvoller Wirtschaftspolitik betreiben
suisse à des activités de recherche au niveau européen kann als auf anderen Feldern.
(projets EUREKA, COST). 2. Die Erkenntnis, dass die Investition in die horanwach-
sende Generation der beste Beitrag zur Verhütung von
Sprecher - Porte-parole: Hess Peter Arbeitslosigkeit und zur Erhaltung der sozialen Wohlfahrt
ist.
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Vor diesem Hintergrund erhält neben der Ausbildung
Der rasche Wandel in Technik, Wirtschaft und Gesellschaft namentlich die Weiterbildung grösste Bedeutung. Nur mit
hat Schwächen und Mängel unseres Bildungssystems auf- kontinuierlicher Weiterbildung auf allen Stufen, auch mit
gezeigt. Das Bildungssystem war offensichtlich nicht in der Weiterbildung des Lehrkörpers, lässt sich die immer rasan-
Lage, ebensowenig wie die schweizerische Wissenschafts- tere technologische und wissenschaftliche Entwicklung
politik, im Bereich der Hochtechnologie mit diesem Wandel einigermassen auffangen. Nur eine anhaltende Durchdrin-
Schritt zu halten. gung der gesamten Wirtschaft mit den neuesten For-
Ein guter Indikator für die Ausbildung/Lehre und Forschung schungsergebnissen garantiert deren Umsetzung.
ist der relative Anteil der erteilten Patente. In den USA Wir können es uns nicht mehr erlauben, auf einom Gebiet
gingen bereits 47 Prozent der 89 385 im Jahre 1987 erteilten der Spitzentechnologie in Rückstand zu geraten. Wie
Patente an Ausländer. Entsprechend warnt das Patentamt schwierig Versäumnisse aufzuholen sind, hat das Beispiel
der Vereinigten Staaten seine Bürger, dass der Vorsprung Informatik wohl anschaulich gezeigt.
der US-Industrie in vielen Schlüsseltechnologien schwinde. Dabei darf nicht übersehen werden, dass auch im techni-
Auch in der Schweiz sind von 5127 Patentanmeldern im schen Bereich hervorragende Leistungen nur auf dem Hin-
letzten Jahr 1827 oder 35,6 Prozent Ausländer. tergrund einer breiten Grundausbildung möglich sind, die
Die Gründe für diese Versäumnisse sind komplex und viel- die verschiedenen Aspekte Umwelt, Ressourcen, aber auch
schichtig. Es handelt sich um ein eigentliches kollektives die besonderen Traditionen unseres Landes mitberücksich-
Versäumnis, dessen einzelne Elemente und Ursachen in tigen (vernetztes Denken, MAV).
ihrer Bedeutung nicht gemessen werden können. Es ist hier
nicht der Ort, irgendwelche Schuldzuweisungen vorzuneh- Schriftliche Erklärung des Bundesrates
men. Hauptgrund für dieses Versäumnis war wohl, dass es, vom 14. September 1988
insgesamt betrachtet, an der Fähigkeit, am Willen und an Déclaration écrite du Conseil fédéral du 14 septembre 1988
den Instrumenten fehlte, um mögliche künftige Entwicklun- Der Bundesrat ist bereit, die Motion entgegenzunehmen.
gen frühzeitig zu erkennen und die gewonnenen Erkennt-
nisse in unser Bildungssystem einfliessen zu lassen. Dieser Ueberwiesen - Transmis
Vorwurf trifft sowohl unsere Bildungspolitik im allgemeinen
wie auch die Hochschulorgane im besonderen und nicht
zuletzt die Wirtschaft selbst.
Unsere Stellung auf dem Weltmarkt hängt entscheidend
vom Angebot hochtechnisierter Leistungen in verschieden-
sten industriellen Bereichen ab. Entsprechend schwerwie- #ST# 88.480
gend ist der Verlust unseres ehemaligen technischen Vor-
sprungs in einzelnen Schlüsselbereichen gegenüber ver- Motion Ledergerber
schiedenen anderen Staaten. Spitzenleistungen, die über
Jahrzehnte aufgebaut worden sind, stehen in Gefahr. Emissionsgrenzwerte
Damit die Schweiz ihre Stellung im internationalen Wettbe- Pollution des machines
werb halten kann, bedarf es industrieller Spitzenleistungen, de chantier et des véhicules agricoles
die ohne «most advanced technology» nicht denkbar und
möglich sind. Nur Spitzenleistungen ermöglichen es der
Wirtschaft, hohe Lohnkosten auf sich zu nehmen und lei-
stungsfähige Sozialwerke zu finanzieren.
Die Zusammenhänge zwischen technologischer Leistungs-
und Innovationsfähigkeit und der Qualität des Bildungssy- Wortlaut der Motion vom 15. Juni 1988
stems sind heute erkannt. Zu dieser Qualität gehört insbe- Der Bundesrat wird aufgefordert, Emissionsgrenzwerte für
sondere auch das Vermögen, der raschen technologischen - Baumaschinen und
Entwicklung zu folgen und das neueste Know-how in der - landwirtschaftliche Fahrzeuge, wie Traktoren eptc.,
Ausbildung ständig zu berücksichtigen. Nur so kann es zu erlassen. Insbesondere bei Baumaschinen sollen die
noch rechtzeitig in die industrielle Praxis einfliessen. Zu Grenzwerte so weit gehen, wie der Stand der Technik dies
denken geben muss, dass die Halbwertszeit für relevante zulässt.
neue Technologien (Mikroelektronik und alle ihre Anwen-
dungen) gegenwärtig bei ungefähr fünf bis sieben Jahren Texte de la motion du 15 juin 1988
liegt. Der Zeitbedarf für kongruentes Reagieren - über die Le Conseil fédéral est chargé de fixer des valeurs limite
verschiedenen beteiligten Stufen hinweg (Berufslehre, HTL, d'émission pour les machines de chantier et les véhicules
Hochschule) - übersteigt aber in der Regel diese Halbwerts- agricoles (tels que les tracteurs). Pour les machines de
zeit bei weitem. chantier en particulier, ces valeurs limite devraient aller
Zu denken geben muss auch, dass die wesentlichen Innova- aussi loin que le permet l'état actuel de la technique.
tionen der jüngeren Zeit in der schweizerischen Industrie-
landschaft in erster Linie durch Ingenieure und Techniker Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann, Bäumlin
zustande gebracht wurden, die aus dem Ausland kamen, Richard, Bäumlin Ursula, Bodenmann, Brügger, Euler, Haf-
weil die schweizerischen Hochschulen in diesen Bereichen ner Ursula, Haller, Leuenberger-Solothurn, Mauch Ursula,
zu wenig Absolventen haben. Neukomm, Ulrich, Züger (13)
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion der christlichdemokratischen Fraktion Bildung und Forschung. Zusammenarbeit
zwischen Staat und Wirtschaft
Motion du groupe démocrate-chrétien Formation et recherche. Collaboration entre l'Etat
et l'économie
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1988
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 88.475
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 07.10.1988 - 08:00
Date
Data
Seite 1469-1470
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Pagina
Ref. No 20 016 725
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