Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 88-439 KI-generiert

Postulat Lauber: Feasibility Study for Car Transport Through Lötschberg Base Tunnel

Geschäftsnummer VPB 88-439
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The parliament passed Postulat Lauber, which requested the Federal Council to study the feasibility of a car transport system through a Lötschberg base tunnel, in addition to other proposed routes. This request stemmed from significant increases in car transport at the Lötschberg, leading to capacity shortages, long waiting times, and substantial environmental and traffic burdens in the affected valleys. The parliament acknowledged the need for improved transport links between the Valais and German-speaking Switzerland, particularly for freight and tourism, and viewed the base tunnel as a potential solution that could address these issues, improve connectivity to national highways, and offer operational efficiencies compared to other options. The Federal Council agreed to consider this option as part of broader studies on new Alpine transit routes.

Legislator-Regeste

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Art. 8 des Transportgesetzes; Postulat Lauber: Feasibility Study for Car Transport Through Lötschberg Base Tunnel: This request stemmed from significant increases in car transport at the Lötschberg, leading to capacity shortages, long waiting times, and substantial environmental and traffic burdens in the affected valleys. The parliament acknowledged the need for improved transport links between the Valais and German-speaking Switzerland, particularly for freight and tourism, and viewed the base tunnel as a potential solution that could address these issues, improve connectivity to national highways, and offer operational efficiencies compared to other options. The Federal Council agreed to consider this option as part of broader studies on new Alpine transit routes.

Schlagwörter

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Landverkehr Strassenbauprojekt parlamentarisches Postulat Gemeinsame Verkehrspolitik Motorfahrzeugbenutzung Grenzgängerbewilligung
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 8 des Transportgesetzes

Cited in the reasoning as the basis for cantons to demand additional services in public transport and compensate the undertaking.

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Volltext

15. Juni 1988 277 Postulat Lauber

hier erwähnen - mit den verschiedenen Nachträgen. Auch Das heute hier zur Diskussion stehende Postulat schliesst an

der Betrieb der DB-Buslinien geht zulasten der Deutschen das damalige an und nimmt Bezug auf die seither eingetre-

Bundesbahn. Verbesserungen des Leistungsangebotes sind tene Entwicklung der Dinge.

nur auf dem Verhandlungswege möglich, und wir werden Es ist Ihnen bekannt, dass der Autoverlad am Lötschberg

uns diesen Verhandlungen stellen. Die verlangten Zusatzlei- starke Zunahmen erfahren hat. Die verfügbaren Kapazitäten

stungen in der öffentlichen Verkehrsbedienung müssen reichen in den Saisonzeiten bei weitem nicht aus, um den

vom Besteller abgegolten werden. Das wissen Sie auch. Verkehrsanfall ohne grosse Wartezeiten bewältigen zu kön-

Der Bund anerkennt den öffentlichen Regionalverkehr als nen. Am Lötschberg kommt es zu grossen Rückstaus, wel-

gemeinwirtschaftliche Leistung. Er gilt sie ab, soweit ver- che den Normalverkehr ins Lötschental oft während Stun-

gleichbare Leistungen mit anderen Regionen vorliegen. Der den blockieren. Im Kandertal stöhnt die Bevölkerung immer

Kanton kann also nach Artikel 8 des Transportgesetzes dar- lauter über die Belastung des Anfahrverkehrs zum Autover-

über hinausgehende Leistungen verlangen, muss aber die lad. Dass sich die Leute über den Lärm, über die Luftver-

Unternehmung dafür entschädigen. schmutzung, über die Verkehrsbehinderungen usw. bekla-

Das wäre die Antwort auf die Bemerkungen von Herrn gen, dem muss man Verständnis entgegenbringen. Dass

Ständerat Seiler. aufgrund dieser Begebenheiten die Forderung nach Wieder-

anheben der Verladetarife erhoben wird, bereitet dem Wallis

Präsident: Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegen- ernsthafte Sorgen.

zunehmen. Der Postulant verlangt das Wort nicht. Wird dem Die am Lötschberg in den letzten Jahren erreichten Verbes-

Postulat aus den Reihen des Rates opponiert? - Das ist serungen haben die relative Abgeschlossenheit insbeson-

nicht der Fall. dere des Oberwallis von der Deutschschweiz etwas gemil-

dert. Wie sehr eine Oeffnung für das Wallis ein Bedürfnis

Ueberwiesen - Transmis darstellt, geht aus der Zunahme der Verladezahlen eindrück-

lich hervor. Trotzdem bleibt das Problem aktuell, dass zwi-

schen dem Wallis und der deutschen Schweiz nach wie vor

keine leistungsfähige, sichere, durchgehend verfügbare und

den heutigen Anforderungen entsprechende Verbindung für

#ST# 88.439 den Privatverkehr besteht. Der Gütertransport - insbeson-

dere für die Beschaffung und den Absatz unserer Produkte,

Postulat Lauber unserer Industrie- und Gewerbebetriebe - ist umständlich

Lötschberg-Basistunnel. und teuer, was die Standortgunst unserer Betriebe beein-

trächtigt. Aber auch der Geschäftsverkehr hat mit erschwer-

Autoverlad ten Bedingungen fertig zu werden. Nicht zuletzt schafft die

Loetschberg. Transport de heutige Lösung auch für den Tourismus-von dem im Wallis

véhicules par un tunnel de base heute rund jeder Dritte lebt - erhebliche Nachteile.

Mit gutem Recht appelliert unser Kanton an die regionalpoli-

tische und staatspolitische Verpflichtung des Bundes, wenn

er nach besseren Verkehrsverbindungen zur deutschen

Schweiz verlangt. Das Bundesamt für Strassenbau hat der

Wortlaut des Postulates vom 18. März 1988 Lötschbergbahn den Auftrag erteilt, eine Studie für einen

Der Bundesrat wird eingeladen, bei den umfassenden Stu- Autoverlad Heustrich-Goppenstein auszuarbeiten. Eine sol-

dien zum Autoverlad am Lötschberg neben der Variante che Variante soll geprüft werden, um die Umweltbelastung

Heustrich-Goppenstein auch einen Autoverlad durch einen im Kandertal und Kapazitätsprobleme in Kandersteg lösen

Lötschberg-Basistunnel zu prüfen. zu können. Die Kapazität in Goppenstein, die um einiges

tiefer als jene in Kandersteg liegt, die Lötschbergzufahrt und

Texte du postulat du 18 mars 1988 die Situation des dort entstehenden Rückstaus werden

Le Conseil fédéral est invité, dans la perspective des études durch die erwähnte Variante allerdings nicht verbessert.

approfondies qui vont être réalisées sur le chargement des Wenn der Autoverlad durch den Lötschberg ein echter

voitures au Loetschberg, d'examiner, outre la solution Heu- Ersatz für die vom Parlament gestrichene Rawillösung wer-

strich-Goppenstein, la possibilité de construire un tunnel den soll, muss er auf die Anforderungen von heute und

ferroviaire de base. morgen zugeschnitten werden. Das bedeutet Einbindung an

das Nationalstrassennetz: einerseits an die N 6 in Spiez und

Mitunterzeichner - Cosignataires: Delalay, Hänsenberger, anderseits an die N 9 im Rhonetal. Somit drängt sich die

Zimmerli (3) Prüfung eines Autpverlades durch einen neuen Lötschberg-

Basistunnel auf. Die Vorteile einer solchen Lösung liegen

Lauber: Die vom Parlament im Zusammenhang mit der auf der Hand. Die Verkehrs- und Umweltprobleme im Kan-

Ueberprüfung verschiedener Nationalstrassen-Abschnitte dertal würden weitgehend gelöst; die zu überwindenden

gefällten Entscheide sind für das Wallis negativ ausgefallen, Höhendifferenzen könnten vermieden werden, die Verbin-

und zwar einseitig negativ. Der Rawil ist als einziges Teil- dung von Nationalstrasse zu Nationalstrasse wäre direkt

stück ersatzlos gestrichen worden. Die Härte dieser gewährleistet; die Schwierigkeiten für die nicht bergstras-

Entscheide ist dadurch etwas gemildert worden, dass die sen- und wintererfahrenen Automobilisten, insbesondere

eidgenössischen Räte ein Postulat überwiesen haben. So unsere ausländischen Gäste, könnten beseitigt werden, und

hat dieser Rat oppositionslos dem Begehren zugestimmt, zudem wäre der Aufwand bezüglich Rollmaterial, Betriebs-

dass der Bundesrat eingeladen werden soll, «in Zusammen- energie usw. wesentlich geringer.

arbeit mit den Behörden der Kantone Bern und Wallis, eine Ein Autoverlad durch einen Lötschberg-Basistunnel könnte

zweckmässige, wintersichere Strassenverbindung aus dem einen echten Ersatz für den Rawil darstellen, so wie er in

Räume Spiez ins Wallis - unter Ausklammerung der Linien- den Postulaten im Zusammenhang mit den Entscheiden zur

führung durch das Simmental - und die Aufnahme dieser Ueberprüfung verschiedener Nationalstrassenabschnitte

Strassenverbindung als N 6 in das Nationalstrassennetz zu vom Bundesrat zur Prüfung entgegengenommen worden

prüfen, unter Einschluss eines möglichst leistungsfähigen ist. In die zur Zeit laufenden Abklärungen der Varianten für

Bahnverlades.» eine neue Eisenbahn-Alpentransversale sind auch der

Herr Bundesrat Schlumpf hat das Postulat damals ange- Lötschberg und der Simplon einbezogen. Die mit diesem

nommen und dabei erklärt, dass der Bundesrat ein solches Postulat angeregte Prüfung eines Autoverlades durch einen

Postulat nicht einfach entgegennehme, damit es vom parla- Lötschberg-Basistunnel kann mit den Neat-Untersuchungen

mentarischen Tisch weg sei, sondern dass er es durchaus kombiniert beziehungsweise in diese integriert werden. Der

ernst nehme. Zeitpunkt, darüber zu befinden, ist deshalb jetzt gegeben.

Postulat Lauber 278 15 juin 1988

Die Prüfungsergebnisse könnten so bereit sein, wenn die Lauber: Ich danke Herrn Bundesrat Ogi für die Entgegen-

Neat-Varianten in die Entscheidung gehen, und sie müssten nahme des Postulates. Ich möchte noch den Wunsch

in die zu fällenden Entscheide auch einfliessen respektive anschliessen, dass der Bundesrat bald die Verordnung zum

dabei berücksichtigt werden. Treibstoffzollgesetz insofern ändert, als bisher die Verord-

Das Projekt eines Lötschberg-Basistunnels ändert nichts am nung nur Beiträge an die Betriebskosten des Autoverlads

Wert und der Bedeutung des Doppelspurausbaus der vorsieht, aber nicht an die Investitionskosten. Sowohl die

Lötschbergbahn und soll die Realisierung der dringend Verfassung wie auch das Gesetz geben dem Bundesrat die

notwendigen Verbesserungen des derzeitigen Autoverlades Möglichkeit, auch Investitionsbeiträge vorzusehen. Ich

nicht behindern. Ein guter Teil dieser Investitionen, nämlich glaube, die BLS ist nicht in der Lage, die Investitionen, von

das Rollmaterial, kann auch für den Basistunnel verwendet denen Sie gesprochen haben, allein zu tätigen. Sie ist darauf

werden, und bis zur Inbetriebnahme des neuen Tunnels angewiesen, dass der Bund entsprechende Investitionsbei-

dauert es ohnehin gute 15 Jahre. Zudem würden die Bauten träge aus der Treibstoffzollkasse zahlt.

des Autoverlades in Kandersteg und Goppenstein auch spä- Im übrigendanke ich Ihnen für das Dargelegte und vor allem

ter noch verwendet. für die Entgegennahme dieses Postulates.

Der Lötschberg hat seit 75 Jahren im Verkehr zwischen dem

Bernerland und dem Wallis grosse Dienste geleistet, seit

Jahren auch im Autoverlad. Diese Dienste bedürfen aber Hänsenberger: Ich bin dankbar, dass ich einige Worte zu

eines zeitgerechten Ausbaus. Sie müssen den neuen Anfor- diesem Postulat Lauber sagen kann. Als Berner habe ich

derungen an die Verkehrsbewältigung zu entsprechen ver- vorab dem Bund zu danken. Mit der sehr grosszügigen

mögen. Ein Lötschberg-Basistunnel mit einem leistungsfä- Unterstützung der Eidgenossenschaft ist der Ausbau der

higen Autoverlad wäre eine solche zeit- und anforderungs- Lötschberg-Linie, der BLS, auf Doppelspur möglich gewor-

gerechte Lösung. den und fast zu Ende geführt. Rund 82 Prozent der Aufwen-

Ich ersuche Sie daher, diesem Postulat zuzustimmen. dungen werden vom Bund getragen. Der Kanton ist dankbar

für diese Hilfe, die zu einer wesentlichen Vergrösserung der

Bundesrat Ogi: Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entge- Transportkapazität im Personen- und Güterverkehr führt.

genzunehmen. Der Möglichkeit eines Autoverlades durch Die Lötschberg-Simplon-Linie gewinnt durch diesen Aus-

den Lötschberg-Basistunnel wird bei der derzeitigen Aufar- bau nicht nur für Bern, nicht nur für die Schweiz, sondern

beitung der Entscheidungsgrundlagen für eine neue Eisen- auch für den europäischen Nord-Süd-Verkehr an Bedeu-

bahn-Alpentransversale Rechnung getragen. Primäre Auf- tung. Aber trotz dieser Steigerung der Kapazitäten am

gabe einer Neat ist aber die Bewältigung des nationalen und Lötschberg muss die Frage des Lötschberg-Basistunnels

internationalen Personen- und Güterverkehrs. ernsthaft geprüft werden, und unter den möglichen neuen

Die Frage einer wintersicheren Strassenverbindung vom Alpentransversalen hat das Projekt Lötschberg-Simplon

Berner Oberland ins Wallis wird auch im Zusammenhang verschiedene Vorteile. Man rechnet mit einer kürzeren Bau-

mit dem am 2. beziehungsweise 15. Dezember 1986 von den zeit als bei anderen Varianten, auch mit geringeren Kosten.

beiden Räten übereinstimmend überwiesenen Postulat Von den Interessen der Westschweiz wäre auch zu reden

geprüft. Der Bundesrat wurde damals bei der Streichung der und vom Vorteil, dass nicht aller Vei*ehr in der Gegend

N 6 durch das Simmental und den Rawil eingeladen, zusam- Mailand endet.

men mit den Kantonsbehörden von Bern und Wallis eine Das Postulat Lauber - ich bin froh, dass es angenommen

zweckmässige, wintersichere Strassenverbindung aus dem wird - ist zu unterstützen. Der Bundesrat soll diese Variante

Räume Spiez ins Wallis und die Aufnahme dieser Verbin- genau prüfen. Der Autotransport ist ja eine der grossen

dung als N 6 in das Nationalstrassennetz zu prüfen. Dabei ist Aufgaben, die von der Bahn erfüllt werden müssen. Bereits

aber auch die Möglichkeit des Autoverlades in Betracht zu jetzt zeichnen sich - trotz dem Ausbau auf Doppelspur -

ziehen. Engpässe am Lötschberg ab. Herr Lauber hat es gesagt: Mit

Den von Ständerat Lauber angesprochenen Bericht - der einer Tariferhöhung könnte sehr rasch eine Verminderung

vom Bundesamt fürStrassenbau an die BLS am 19. Oktober des Autoverlades in Kandersteg erreicht werden. Aber Herr

gegebene Planungsauftrag - erwarten wir im Laufe dieses Lauber hat.mit Recht von den berechtigten Bedenken der

Sommers. Nach dem jetzigen Stand der Arbeiten steht mit- Walliser gegen diese Tariferhöhungen gesprochen. Eine

telfristig eine Lösung mit einem Ueberlaufverkehr im Vor- solche Tariferhöhung ist ja nicht im Gesamtinteresse unse-

dergrund. Die Verladekapazität Goppenstein-Kandersteg res Landes. Wir sollten froh sein, dass möglichst viele Autos

oder Kandersteg—Goppenstein wird sich nach Verwirkli- - und vor allem auch Lastwagen - auf umweltschonende

chung eines Investitionsprogrammes von über 50 Millionen Weise durch die Alpen transportiert werden können.

Franken auf 550 Fahrzeuge pro Stunde und Richtung belau- Für die Zukunft muss ein Tunnel geschaffen werden, der die

fen. Der diese Kapazität übersteigende Verkehr würde in schweren Lastwagen und die grossen Reisecars nach den

Heustrich durch polizeiliche Massnahmen auf die Bahn EG-Normen bis ans italienische Autobahnnetz durch die

umgelenkt. Das ist eine der im Vordergrund stehenden Alpen transportieren kann.

Varianten. Damit würde eine zusätzliche Kapazität von 200 Die Koordination SBB/BLS war nie problemlos. Aber die

Fahrzeugen pro Stunde geschaffen. Der Autoverlad am Annahme der Vorlage «Bahn 2000» hat gezeigt, dass das

Lötschberg würde damit insgesamt die Leistungsfähigkeit Schweizervolk wünscht, Bahnanliegen unter dem Gesichts-

einer Rawilstrasse erreichen, wobei aber die Probleme des punkt des ganzen Landes zu betrachten, die Vorteile einer

Kander- und des Lötschentales bestehen bleiben würden. bestehenden Linie, auch wenn sie eine sogenannte Privat-

Wir dürfen diese Probleme nicht vergessen; wir müssen sie bahn ist, dem ganzen Lande dienstbar zu machen. Die

angehen und hiezu Lösungen finden. Ein Ueberlaufverlad in Prüfung des Basistunnels am Lötschberg ist nötig. Ein sol-

Heustrich erfordert aber zusätzliche Autozüge sowie bauli- cher Tunnel wird sich sehr gut in das Netz der «Bahn 2000»

che Massnahmen; ich denke an Verladeanlagen, an Gleisan- einfügen.

passungen, an Strassenzufahrten usw. Jüngste Kosten- Die vom Herrn Bundesrat erwähnte Möglichkeit des Auto-

schätzungen der BLS lauten ungefähr wie folgt: 25 Millio- verlades ab Heustrich ist zu prüfen. Die langen Stauzeiten in

nen Franken für bauliche Massnahmen und 60 Millionen Kandersteg und die enorme Belastung des Kandertals an

Franken für drei neue Autoverladezüge. Spitzentagen könnten damit rasch verkleinert werden. Und

Noch ein Wort zu Goppenstein: Sofortmassnahmen werden der Mehrverkehr, der sich nach der Tarifverbilligung für die

auch in Goppenstein geprüft, und zwar mit dem Ziel, die Lötschbergdurchfahrt ergeben hat, würde von einem grös-

Erhöhung der Verladekapazität zu erreichen. Hier stehen im seren Strassenstück weg auf die Bahn verlegt.

Vordergrund: eine dritte Verladerampe und mehr Stauraum Dass der Rawiltunnel und die Simmentalstrasse aus dem

dank einer verbreiterten Zufahrt. Nationalstrassennetz entfernt worden sind, ist eine Tatsa-

Das die Antwort auf das Postulat Lauber, das wir bereit sind che. Die Verbindung von Bern ins Mittelwallis hat ihre

anzunehmen. Bedeutung behalten, und ein Basistunnel am Lötschberg

15.Juni 1988 279 Staatsrechnung 1987

wäre für diese fehlende Verbindung wohl der beste Ersatz. #ST# 88.022

Die Berner sind für die Annahme des Postulates dankbar.

Staatsrechnung 1987

Cavelty: Ich möchte Herrn Bundesrat Ogi für seine interes-

santen Ausführungen danken und insbesondere auch für Compte d'Etat 1987

seinen Einsatz mit Verkehrsministerkollegen des Cemt.

Auch ich unterstütze das Postulat Lauber und die darin Botschaft und Beschlussentwurf vom 30. März 1988

ausgesprochene Zielsetzung des Ausbaus des Lötschberg- Message et projet d'arrêté du 30 mars 1988

tunnels. Ich bin allerdings der Meinung, wir sollten heute Bezug durch die Eidgenössische Drucksachen- und Materialzentrale,

nicht mehr - das sage ich vor allem an die Adresse meines Bern

S'obtiennent auprès de l'Office central des imprimés et du matériel,

Vorredners - allzu stark dem Liniendenken nachhängen. Berne

Vielmehr ist es nötig, zu einem gesamtheitlichen Netzden- Beschluss des Nationalrates vom 13. Juni 1988

ken zu gelangen, einem Konsensdenken, welches Lötsch- Décision du Conseil national du 13 juin 1988

berg, Simplon, Gotthardbasis und Ostalpenbahn in der

Form des Ypsilons zusammenfasst, wobei durchaus Priori-

täten und zeitliche Abstufungen möglich und nötig sind. Die

erste Priorität gehört zweifellos der kurzfristigen Bewälti-

gung des Huckepackverkehrs mit Eckhöhen nach europäi- M. Ducret, rapporteur: J'ai le plaisir de vous présenter le

schen Massen. Dies ist auf der Lötschberg-Simplon-Strecke rapport sur les comptes de 1987. Au cours des séances de la

mit relativ wenig zeitlichem und finanziellem Aufwand mög- commission, nous avons travaillé dans d'excellentes condi-

lich. Zu prüfen sind hier nach neuesten Methoden, die in der tions, accompagnés que nous étions par MM. Bûcher et

Bundesrepublik Deutschland bereits angewendet werden, Ayer. Je dois dire que les services de la Confédération nous

die Sohlenabsenkung durch Ersetzung des Schotterbettes apportent beaucoup d'aide et que notre travail s'en trouve

mit einer Betonplatte und der Einbau einer Stromschiene allégé et amélioré.

statt des aufgebauten Stromversorgungssystems, wie wir es Je me limiterai tout d'abord à quelques considérations limi-

jetzt kennen. naires. Selon l'article 48 de la loi sur les rapports entre les

Wohlverstanden, der geforderte Ausbau der Lötschberg- conseils, les Commissions des finances sont compétentes

Simplon-Linie in diesem Sinne für den Huckepackverkehr pour traiter le compte d'Etat de la Confédération.

soll auf der heutigen Linie erfolgen, weil es pressiert und Pour accomplir sa tâche, notre commission a tenu quatre

weil es rasch zu machen ist. In diesem Sinne unterstütze ich séances de section et une séance plénière, au cours de

das Postulat in dem vom Postulanten vorgebrachten Wort- laquelle elle a eu des entretiens avec les directeurs d'office

laut. ainsi qu'avec des chefs de département.

Sodann brauchen wir- wie Herr Bundesrat ausgeführt hat- Par ailleurs, outre le message sur le compte d'Etat 1987, la

eine Transitachse ohne Bergstrecken. Diese kann auf der commission a disposé, comme de coutume, d'une volumi-

Gotthard-Y-Transversale erfolgen. neuse documentation complémentaire établie par les dépar-

Schliesslich ist es richtig, auch den Lötschberg-Basistunnel tements, ainsi que des rapports qu'elle a demandés selon

als Ersatz für den Rawil im Sinne des Postulanten ebenfalls les'besoins de l'administration.

zu erstellen. Ich sehe da aber eine gewisse zeitliche Abstu- Tous ces éléments permettent à la commission d'apprécier

fung. Ich versuchte das ganze Konzept in der letzten Ses- le compte d'Etat dans son ensemble aussi bien que dans ses

sion bereits mittels einer Interpellation an den Bundesrat détails.

heranzutragen. Leider wird diese Interpellation in dieser Les données générales pour le compte 1987 sont les sui-

Session nicht behandelt. Ich hoffe, diese Hintanstellung sei vantes: recettes du compte financier, 24,9 milliards;

auf eine besonders gründliche Vorbereitung durch SBB und dépenses du compte financier, 23,8 milliards; excédent de

EVED zurückzuführen. Es wäre zu begrüssen, wenn in der recettes du compte financier, 1,056 milliard. Ce dernier

Zwischenzeit bereits zuständigenorts Schritte in die anvi- montant ne comprend pas les versements des PTT puis-

sierte Richtung eingeleitet würden. Denn - wie Sie selbst qu'ils ont été reportés d'une année. Autrement, il aurait été

immer wieder betonen, Herr Bundesrat - die Zeit drängt, de 1,226 milliard. Le boni du compte général se monte à

und der Druck aus dem Ausland für'eine integrale Lösung 344 millions, le découvert du bilan atteint 17,2 milliards.

des Transitverkehrs wächst von Tag zu Tag. Eine Vertrö- Nous constatons d'emblée que ces résultats sont très favo-

stung des Transitverkehrs mit dem Hinweis auf noch vor- rables. L'excédent de recettes de 885 millions par rapport au

handene Transportkapazitäten genügt nicht. Nicht marktge- montant budgétisé est dû pour l'essentiel à l'évolution favo-

recht sind auch Hinweise, die in letzter Zeit von amtlicher rable de l'économie. En effet, alors que les chiffres du

und halbamtlicher Seite zu hören sind, wonach sich der budget étaient fondés sur une croissance de 2 pour cent, on

Güterverkehr den heutigen Gegebenheiten der Bahn anzu- peut provisoirement admettre qu'elle sera plutôt de 2,5 pour

passen hätte, indem man die Lastwagen abschräge oder cent.

aber auf Container umstelle. Le renchérissement a été pi us fai blé q ue prévu : -1 pou r cent.

Mit solch monopolistischem Denken holen wir auf dem La baisse du dollar a permis aussi de réaliser des économies

freien Markt des Transportes keine Kunden für die Bahn substantielles. Les économies que je vous ai signalées,

zurück. Es müssten punkto Preis, Geschwindigkeit und Monsieur le Président de la Confédération, ont été réalisées

Bequemlichkeit brauchbare, mit der Strasse konkurrenzfä- dans le secteur des produits pétroliers. On note pour ce seul

hige Lösungen gesucht, gefunden und realisiert werden. secteur du Département militaire une économie de 24 mil-

Diese Lösungen erreichen wir nur mit einem neuen, integra- lions. Un de vos fonctionnaires m'avait dit que la baisse du

len Transitkonzept, mit einer Transversale, die sowohl den dollar n'aurait aucune influence. Or, si 24 millions n'ont

Verkehr aus dem deutsch-französischen Rheinland wie aucune importance .... Peut-être s'intéresse-t-on seulement

auch aus dem süddeutschen Raum München-Stuttgart- aux influences qui se chiffrent par milliards!

Ulm ins Tessin und dann nach Italien bringen. Par rapport à 1987, la croissance des dépenses atteint

In diesem Sinne unterstütze ich das Postulat und bitte, es in 2,9 pour cent et reste en-dessous de la moyenne de ces

einen weiteren Rahmen einzubetten. dernières années.

La croissance a été supérieure à la moyenne dans les

Ueberwiesen - Transmis domaines suivants: enseignement et recherche, prévoyance

sociale, agriculture et alimentation. Cette évolution est due

notamment au renforcement de la recherche fondamentale

dans les Ecoles polytechniques fédérales, à l'augmentation

du nombre des rentiers AVS - cela avait été indiqué avant la

votation de dimanche dernier - aux contributions agricoles

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Postulat Lauber Lötschberg-Basistunnel. Autoverlad

Postulat Lauber Loetschberg. Transport de véhicules par un tunnel de base

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1988

Année

Anno

Band II

Volume

Volume

Session Sommersession

Session Session d'été

Sessione Sessione estiva

Rat Ständerat

Conseil Conseil des Etats

Consiglio Consiglio degli Stati

Sitzung 07

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 88.439

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 15.06.1988 - 08:00

Date

Data

Seite 277-279

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Ref. No 20 016 580

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