Agricultural Losses: Air Pollution and Soil Contamination Compensation Cases
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court addressed two interpellations regarding potential agricultural losses due to air pollution and soil contamination. For air pollution, the court stated that initial research on wheat yields was insufficient to draw definitive conclusions about income losses and ruled that compensation for such losses under fuel tax law was not possible, as the law only covers preventative environmental measures, not damages. Regarding soil contamination, the court affirmed the establishment of a national monitoring network, confirmed that necessary legal bases for uniform criteria between federal and cantonal authorities exist, and outlined ongoing efforts in guidance, training, and data publication, while noting that the adequacy of future resources for cantonal support remained to be seen.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 2 Treibstoffzollgesetz; Agricultural Losses: Air Pollution and Soil Contamination Compensation Cases: For air pollution, the court stated that initial research on wheat yields was insufficient to draw definitive conclusions about income losses and ruled that compensation for such losses under fuel tax law was not possible, as the law only covers preventative environmental measures, not damages. Regarding soil contamination, the court affirmed the establishment of a national monitoring network, confirmed that necessary legal bases for uniform criteria between federal and cantonal authorities exist, and outlined ongoing efforts in guidance, training, and data publication, while noting that the adequacy of future resources for cantonal support remained to be seen.
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KI-generiertCited as the basis for why compensation for agricultural income losses is not possible.
Volltext
23.Juni 1988 N 935 Interpellation Wyss William
In diesem Zusammenhang stellen wir an den Bundesrat grammes NFP14 (Lufthaushalt und Luftverschmutzung in
folgende Fragen: der Schweiz) den Auftrag erhalten, das Risiko für landwirt-
LMuss nicht aufgrund dieser Forschungsergebnisse die schaftliche Kulturpflanzen theoretisch abzuschätzen, das
Luftverschmutzung mindestens teilweise für den beobach- durch die regionale Luftverschmutzung in der Schweiz
teten und beklagten Rückstand des bäuerlichen Paritätsloh- entsteht. Der Bericht ist auf 1989 zu erwarten.
nes verantwortlich gemacht werden? Allenfalls in welchem Aufgrund dieser Ausführungen lassen sich die Fragen wie
Ausmass? folgt beantworten:
2. Sollte nicht gemäss Treibstoffzollgesetz ein Teil dieser I.Die in einem ersten und bisher einzigen Versuch mit
Ertragsausfälle durch Entschädigungen des Bundes an die Sommerweizen festgestellten Ertragseinbussen sind noch
geschädigten Bauérnbetriebe kompensiert werden? viel zuwenig aussagekräftig, um daraus bereits konkrete
Schlussfolgerungen für das bäuerliche Einkommen ziehen
Texte de l'interpellation du 3 décembre 1987 zu können.
La Station de recherches en chimie agricole et hygiène de 2. Aufgrund des Treibstoffzollgesetzes sind Ertragsausfalls-
l'environnement (Liebefeld BE) a observé en.1986 et 1987 entschädigungen für die Landwirtschaft nicht möglich. Der
une perte de revenu de près de 10 pour cent dans la culture Bund kann nur Beiträge an die Kosten von präventiven
du blé d'été sur le Plateau suisse (Moyen-Pays). Cette baisse Umweltschutzmassnahmen leisten, also an Massnahmen
de production est attribuée à la pollution atmosphérique. Un zur Verhinderung oder Behebung schädlicher Einflüsse.
tel résultat confirme les nombreuses observations étran- Blosse Schadenersatzleistungen sind ausgeschlossen.
gères (Europe, Etats-Unis). La station estime que la baisse
de production du blé d'été dans le Moyen-Pays se situe, Präsident: Die grüne Fraktion wünscht eine kurze Erklärung
entre 5 et 15 pour cent. Pour ce qui est de la culture des abzugeben.
fruits et des légumes, et de la culture des champs en
général, des baisses de production du même ordre sont Fierz: Es ist eine kurze Erklärung zuhanden des Protokolls.
vraisemblables, au vu des observations faites en Suisse Es wird in der bundesrätlichen Antwort gesagt, die Interpell-
comme à l'étranger. antin - also die Fraktion - ziehe da viel zu weitreichende
Nous prions à ce propose le Conseil fédéral de répondre aux Schlussfolgerungen. Zuhanden des Bundesrates und der
questions suivantes: verantwortlichen Departemente möchte ich folgendes an-
1. Ne faut-il pas rendre la pollution atmosphérique respon- merken:
sable du déplorable recul du revenu paritaire des paysans? Die Forschungsanstalt in Liebefeld hat in zwei Sommern in
A combien peut-on estimer cette perte? Freilandversuchen zehnprozentige Ertragseinbussen beim
2. Ne faudrait-il pas compenser ces pertes de revenus pay- Sommerweizen, verursacht durch die Luftverschmutzung,
sans par des indemnités fédérales en vertu de la loi sur festgestellt. Ich habe mich bei der Forschungsanstalt erkun-
l'utilisation du produit des taxes sur les carburants? digt, was das bedeute und ob man das werten könne. Die
zuständigen verantwortlichen Spezialisten haben mir
Sprecher - Porte-parole: Fierz gesagt, aufgrund in- und ausländischer Erfahrungen in
Europa und in den USA bedeute das, dass wir in der gesam-
Schriftliche Begründung - Développement par écrit ten Landwirtschaft mit ungefähr fünf- bis fünfzehnprozenti-
Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen gen Ertragseinbussen in der Landwirtschaft zu rechnen
eine schriftliche Antwort. hätten. Das war nicht unsere eigene Schlussfolgerung.
Ich habe den Bundesrat angefragt, was er dazu denkt. Ich
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates finde es nicht fair, wenn er sagt, wir hätten da unzulängliche
vom 1. Juni 1988 Schlussfolgerungen gezogen. Dagegen verwahren wir uns.
Rapport écrit du Conseil fédéral du 1er juin 1988 Wenn diese Befunde den Bundesrat und Sie nicht interes-
Die vorhandenen lufthygienischen, naturwisenschaftlich- sieren, so ist das nicht unsere Sache.
agronomischen und ökonomischen Informationen reichen
nicht aus, um bereits heute für alle wichtigen Kulturen und Präsident: Die Interpellanten sind von der Antwort des Bun-
landwirtschaftlichen Hauptanbaugebiete der Schweiz die desrates teilweise befriedigt.
Ertragsausfälle aufgrund der Luftverschmutzung beziffern
zu können.
Auf jeden Fall erlaubt der Versuch der FAC noch keinesfalls
so weitreichende und verallgemeinernde Schlussfolgerun- #ST# 88.427
gen, wie sie von den Interpellanten gezogen werden. Das-
selbe gilt für die Ergebnisse ausländischer Versuche. Interpellation Wyss William
Wir stehen mit den Arbeiten erst am Anfang. Es ist äusserst
schwierig, die Auswirkungen der Luftverschmutzung sauber
Bodenbelastung
und wissenschaftlich einwandfrei zu isolieren und zu.quanti- Pollution des sois
fizieren.
Dank der finanziellen Unterstützung der Europäischen
Zusammenarbeit auf dem Gebiet der wissenschaftlichen
und technischen Forschung (COST) Aktion 612 (Auswirkun-
gen der Luftverschmutzung auf terrestrische Oekosysteme) Wortlaut der Interpellation vom 18. März 1988
konnte die FAC im Jahre 1986 ein erstes schweizerisches Der gegenwärtige Wissensstand über die Belastung der
Feldexperiment mit Sommerweizen mit Hilfe der Open-Top- Böden der Schweiz mit Schadstoffen ist sehr lückenhaft. Zu
Kammer-Technik (OTC) in Koppigen (Berner Mittelland) diesem Schluss kommt eine Vorstudie des Nationalen For-
durchführen. Dabei war der Kornertrag in den Open-Top- schungsprogrammes über die Nutzung des Bodens in der
Kammern, die mit Aktivkohle gefilterter Luft behandelt wur- Schweiz. Das Nationale Bodenbeobachtungsnetz für Schad-
den, um 9 Prozent höher als jener in mit unfiltrierter Luft stoffe - kurz «NABO» genannt - soll soweit möglich Abhilfe
behandelten Kammern. Da es sich hierbei aber um ein schaffen.
Einzelergebnis und nur einer einzigen Kultur handelt, ist es In Anbetracht der grossen Bedeutung der Beobachtung der
nicht zulässig, daraus bereits Schlüsse für andere Kulturen Bodenbelastung für die Erhaltung der Fruchtbarkeit unserer
oder den gesamtschweizerischen Pflanzenbau zu ziehen. Böden ist der Bundesrat gebeten, folgende Fragen zu beant-
Der OTC-Versuch wurde 1987 leicht modifiziert fortgesetzt. worten:
Das Ergebnis war ähnlich wie im Vorjahr. Der Versuch wird 1. Genügen die vorgesehenen Arbeitsstellen des NABO, um
1988 wiederholt. die Aufbauarbeiten des nationalen Bodenbeobachtungsnet-
Die FAC hat im Rahmen des Nationalen Forschungspro- zes in nützlicher Frist ausführen zu können?
Interpellation Seiler Hanspeter 936 N 23 juin 1988
2. Welche Massnahmen gedenkt der Bundesrat vorzusehen, #ST# 88.322
damit bei der Beurteilung der Bodenbelastung Bund und
Kantone nach einheitlichen Kriterien zusammenarbeiten? Interpellation Seiler Hanspeter
Texte de l'interpellation du 18 mars 1988 Schlechtwetterentschädigung
Les connaissances dont on dispose actuellement sur l'état in der Tourismusbranche
de la pollution des sols en Suisse par des substances Indemnisation pour cause d'intempéries.
nocives sont fort lacunaires. C'est à cette conclusion qu'ar- Professions ressortissant au tourisme
rivé une étude préliminaire exécutée dans le cadre du Pro-
gramme national de recherches sur l'utilisation du sol en
Suisse. Le réseau national de mesures pour observation de
la charge du sol en polluants («NABO») doit permettre de
remédier autant que possible à cette situation. Wortlaut der Interpellation vom 1. März 1988
Compte tenu de la grande importance qu'a l'observation de Die misslichen Witterungsverhältnisse im Sommer 1987 und
la charge du sol en polluants pour le maintien de la fertilité in der ersten Hälfte der Wintersaison 1987/1988 haben in
de nos sols, le Conseil fédéral est prié de répondre aux vielen Erwerbsgruppen der Tourismusbranche zu erhebli-
questions suivantes: chen Einkommenseinbussen geführt. Betroffen wurden
1. Les postes de travail prévus pour le «NABO» suffisent-ils à dabei insbesondere jene Erwerbstätigen, deren berufliche
assurer dans des délais utiles la mise sur pied du réseau Tätigkeit in Bereichen der Tourismuswirtschaft (z. B. Skileh-
national de mesures pour l'observation de la charge du sol rer/Bergführer, Angestellte von Seilbahnunternehmungen,
en polluants? Angestellte in Saisonbetrieben des Gastgewerbes) Haupter-
2. Quelles mesures le Conseil fédéral pense-t-il prendre pour werb ist oder als Zuerwerb zum unentbehrlichen Bestandteil
que Confédération et cantons coopèrent en appliquant des des Gesamteinkommens zählt. Dieser Zuerwerb ist in den
critères uniformes dans le domaine de l'appréciation des meisten Fällen unabdingbare Voraussetzung zur Erhaltung
charges polluantes grevant le sol? von Arbeitsplätzen im Berggebiet.
Die Tatsache, dass aufgrund dieser Erwerbstätigkeiten jähr-
Mitunterzeichner- Cosignataires: Bühler, Daepp, Fischer- lich einige Millionen Franken in die Arbeitslosenkasse flies-
Hägglingen, Hess Otto, Luder, Müller-Wiliberg, Nebiker, sen, bis jetzt aber eine Bezugsberechtigung infolge fehlen-
Rutishauser (8) der gesetzlicher Grundlage nicht möglich war, empfindet
man nicht nur als Verstoss gegen das Prinzip der rechtsglei-
Schriftliche Begründung - Développement par écrit chen Behandlung aller Branchen: damit wird auch die
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht Sicherung des Einkommens eines Teils der einheimischen
eine schriftliche Antwort. Bevölkerung gefährdet. Dies läuft zudem der Berggebiets-
förderung, wie sie in den regionalen Entwickungskonzepten
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates von den Bundesbehörden unterstützt wird, eindeutig zu-
vom 1. Juni 1988 wider.
Rapport écrit du Conseil fédéral du 1er juin 1988 Der Bundesrat wird deshalb um Stellungnahme zu folgen-
Gemäss Verordnung des Bundesrates über Schadstoffe im den Fragen gebeten:
Boden vom 9. Juni 1986 obliegt es der Eidgenössischen 1. Ist der Bundesrat bereit, alle Massnahmen zur Sicherung
Forschungsanstalt für Agrikulturchemie und Umwelthy- von Arbeitsplätzen für die einheimische Bevölkerung auch
giene (FAC), Liebefeld, ein gesamtschweizerisches Mess- im Berggebiet zu fördern und zu unterstützen?
netz zur Beobachtung der Belastung des Bodens mit Schad-
stoffen zu betreiben. Die beiden Fragen lassen sich wie folgt 2. Teilt der Bundesrat die Auffassung, dass zur Aufrecht-
beantworten: erhaltung von Berglandwirtschaftsbetrieben auch die Zuer-
1. Der Aufbau des Messnetzes wird durch das Bundesamt werbsmöglichkeiten in touristischen Berufsgruppen gesi-
für Umweltschutz und die FAC gefördert. Der Bundesrat hat chert und gefördert werden müssen?
der FAC ab 1988 zwei zusätzliche Personalstellen zugeteilt. 3. Ist der Bundesrat auch der Meinung, dass für Arbeitneh-
Voraussichtlich bis Ende 1990 werden die 100 vorgesehe- mer, deren Einkommen vorwiegend oder zu einem erhebli-
nen Referenzstandorte festgelegt sein. Es ist zurzeit offen, chen Teil einer Tätigkeit im touristischen Bereich
ob die materiellen und personellen Mittel in Zukunft genü- entstammt, der soziale Schutz sinnvoll verstärkt werden
sollte?
gen, um die Kantone im Zusammenhang mit der Bodenbela-
4. Ist der Bundesrat bereit, die gesetzlichen Voraussetzun-
stung beraten und deren Tätigkeit koordinieren zu können.
gen zu schaffen, um in ausgewiesenen Härtefällen unver-
2. Die Beurteilung der Bodenbelastung durch Bund und
Kantone nach einheitlichen Kriterien ist wichtig. Die dazu schuldete Einkommenseinbussen in den erwähnten Berufs-
gruppen durch eine Bezugsberechtigung von Schlechtwet-
notwendigen rechtlichen Grundlagen sind vorhanden.
terentschädigung zu mildern?
Zudem wurden vom Bundesamt für Umweltschutz und von
der FAC in Zusammenarbeit mit anderen Anstalten des
Bundes eine Wegleitung und Erläuterungen zur erwähnten Texte de l'interpellation du 1er mars 1988
.Verordnung herausgegeben. Es werden Tagungen und Les mauvaises conditions météorologiques que nous avons
Kurse durchgeführt. Die FAC unterstützt die Kantone im connues pendant l'été 1987 et la première moitié de l'hiver
Rahmen des Möglichen und koordiniert ihre Tätigkeit 1987/1988 ont causé de sérieux manques à gagner à de
gesamtschweizerisch. Die Veröffentlichung der Ergebnisse nombreuses catégories de personnes dont l'activité dans le
der Bodenuntersuchungen wird vorbereitet. Zu erwähnen secteur touristique (p. ex. moniteurs de ski, guides de mon-
ist noch, dass einige Kantone für ihre Bodenschutzfachstel- tagne, employés d'entreprises de remontées mécaniques,
len beträchtliche Mittel einsetzen. employés d'exploitations saisonnières dans l'hôtellerie et la
Schliesslich hat der Bundesrat im Zusammenhang mit dem restauration) constitue leur principale source de revenus ou
Raumplanungsbericht 1987 die Prüfung von Möglichkeiten représente, comme source de revenu accessoire, une acti-
der Verbindung von quantitativem und qualitativem Boden- vité lucrative dont ils ne peuvent se passer financièrement.
schutz (Bodenschutzkonzept) vorgesehen. De tels revenus d'appoint sont souvent indispensables au
maintien d'emplois en région de montagne. Une partie de
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- ces revenus vient chaque année alimenter les caisses de
rates befriedigt. l'assurance-chômage à raison de plusieurs millions de
francs. Pourtant, faute de base légale, les personnes qui
paient des cotisations sur de tels revenus n'ont pas droit aux
prestations. Cet état de fait est ressenti comme une violation
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Wyss William Bodenbelastung
Interpellation Wyss William Pollution des sois
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1988
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 14
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 88.427
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 23.06.1988 - 08:00
Date
Data
Seite 935-936
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Pagina
Ref. No 20 016 471
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