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VPB 88-393 KI-generiert

Postulates on Bad Weather Compensation for Ski Lift Workers and Employer Contributions for Re-integration Contracts

Geschäftsnummer VPB 88-393
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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This document concerns two postulates. The first, "Postulat Etique" (88.393), addresses the issue of bad weather compensation for ski lift and cable car workers, arguing they should be included in unemployment insurance benefits for weather-related work losses. The second, also titled "Postulat Etique" (88.393), proposes to expand unemployment insurance benefits to cover employer contributions to social security for workers in re-integration contracts, aiming to improve job placement for those with difficulties. The Federal Council was prepared to accept both postulates, indicating a willingness to examine these proposals further.

Legislator-Regeste

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Art. 66 Abs. 2 AVIG, Art. 66 mis; Postulates on Bad Weather Compensation for Ski Lift Workers and Employer Contributions for Re-integration Contracts: Die hier angeführten Gründe sollten den Bundesrat veran- Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.

Schlagwörter

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Versicherungsleistung der Arbeitslosenversicherung wetterbedingter Arbeitsausfall Soziale Sicherheit der Arbeitnehmer Arbeitslosigkeit Versicherungsentschädigung Beschäftigungssicherheit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Volltext

23. Juni 1988 N 913 Postulat Etique

wir hier von Schlechtwetterentschädigung reden, so meinen Texte du postulat du 2 mars 1988

wir eine Entschädigung für Arbeitseinbussen, die durch das Le Conseil fédéral est invité, à l'occasion de la révision de la

Wetter entstehen und die im Arbeitslosenversicherungsge- loi sur l'assurance-chômage, à examiner la possibilité de

setz mit Schlechtwetterentschädigung bezeichnet werden. mettre les travailleurs de la branche touristique au bénéfice

Leider fallen die Skilift- und Luftseilbahnunternehmen bis des indemnités pour cause d'intempéries, afin de combler

heute nicht unter diese Kategorie, obwohl sie Arbeitslosen- les lacunes constatées.

versicherungsprämien bezahlen. Wenn Betriebe eingehen,

so kommt es zu Entlassungen, und Entlassungen bedeuten Mitunterzeichner - Cosignataires: Baggi, Bühler, Bürgi,

soviel wie Verlust von Arbeitsplätzen. Dieser Verlust wiegt in Caccia, Columberg, David, Déglise, Dietrich, Dormann, Fei-

Regionen mit Wintersport um so härter, weil die Schaffung genwinter, Fischer-Sursee, Grassi, Hess Peter, Hildbrand,

neuer Arbeitsplätze in diesen Gebieten mit grossen Schwie- Humbel, Jung, Keller, Kühne, Luder, Paccolat, Portmann,

rigkeiten verbunden ist. Die Besiedlung der Berggebiete Ruckstuhl, Rüttimann, Rychen, Schmidhalter, Schnider, Sei-

wird dadurch gefährdet, die Abwanderung nimmt zu. ler Hanspeter, Seiler Rolf, Stamm, Theubet, Widrig (31 )

Skilift- und Luftseilbahnen haben auch Angestellte auf

Abruf. Es handelt sich meistens um Berg- und Kleinbauern, Schriftliche Begründung - Développement par écrit

um Kleingewerbler auch, die ihre Existenz durch solche Die Touristikwirtschaft ist ähnlich wie die Bauwirtschaft zum

Saisonarbeiten aufstocken. Es ist dies eine Symbiose von Teil vom Wetter abhängig. Beide Wirtschaftszweige sind

Landwirtschaft und Tourismus, von Gewerbe und Touris- somit gleich zu behandeln. Entschädigungen sind bei

mus auch, die von allen Volkswirtschaftern immer sehr stark ungünstigen Wetterverhältnissen für ausgewiesene Härte-

empfohlen wird. Aber auch wer auf Abruf bereitsteht, rech- fälle und aufgrund klarer Richtlinien zuzulassen.

net mit einem durchschnittlichen festen Ersatzeinkommen. Um jeden Missbrauch auszuschliessen, sind die Bestim-

Tritt dieser Abruf nicht ein, oder erfolgt er nur in geringem mungen restriktiv anzuwenden.

Masse wie im zu Ende gehenden Winter, so sind auch all

diese Kleinexistenzen gefährdet. Sie beziehen keine Arbeits- Schriftliche Erklärung des Bundesrates

losenversicherung für den entfallenen Lohn, obwohl auch vom 25. Mai 1988

sie Arbeitslosenversicherungsprämien bezahlen. Déclaration écrite du Conseil fédéral du 25 mai 1988

Die hier angeführten Gründe sollten den Bundesrat veran- Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.

lassen, die Verordnung zum Arbeitslosenversicherungsge-

setz im Sinne unseres Postulates zu ändern, d. h. in die Liste Präsident: Das Postulat Blatter wird von Herrn Allenbspach

der Bezugsberechtigten die Skilift- und Luftseilbahnange- bekämpft. Die Behandlung wird verschoben.

stellten aufzunehmen und den Begriff der Schlechtwetter-

entschädigung im Sinne von Arbeitseinbussen durch das Verschoben - Renvoyé

Wetter (Schneemangel) zu erweitern.

Unsere Forderung ist um so berechtigter, weil Skilifte und

Luftseilbahnen bei normalen Schneeverhältnissen viele

ganzarbeitslose Arbeiter aus dem Bausektor aufnehmen #ST# 88.393

und der Arbeitslosenversicherung dadurch grosse Versiche-

rungsleistungen ersparen. Postulat Etique

Dass die Lösung dieses Problems in unserem Kanton sehr Schwervermittelbare Arbeitslose

dringlich ist, geht daraus hervor, dass auch der Grosse Rat

in der letzten Session den Staatsrat aufgefordert hat, im Chômeurs dont le placement est difficile

gleichen Sinne beim Bundesrat zu intervenieren.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates

vom 25. Mai 1988

Déclaration écrite du Conseil fédéral du 25 mai 1988 Wortlaut des Postulates vom 16. März 1988

Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Wir ersuchen den Bundesrat, zur Förderung der Einarbei-

tung eine Aend.erung des AVIG zu prüfen, die einen Ausbau

Präsident: Das Postulat Hildbrand wird von Herrn der Leistungen im Rahmen der Massnahmen zur Vorbeu-

Allenspach bekämpft. Die Behandlung wird verschoben. gung und Bekämpfung der Arbeitslosigkeit vorsieht. Die

Aenderung soll erlauben, dass die Arbeitslosenversicherung

Verschoben - Renvoyé die Beiträge übernimmt, die der Arbeitgeber auf den Löh-

nen, die Gegenstand eines Einarbeitungsvertrages (Art. 65

und 66 AVIG) sind, an die obligatorischen Sozialversiche-

rungen (AHVG-IVG-EOG-AIVG/FZ/BVG/UVG) bezahlen

muss. Sie sollen gleich lang übernommen werden wie die

Einarbeitungszuschüsse (Art. 66 Abs. 2 AVIG), die zur Zeit

#ST# 88.326 für sechs Monate ausgerichtet werden.

Postulat Blatter Texte du postulat du 16 mars 1988

Arbeitslosenversicherung. Aux fins d'encourager l'initiation au travail, le Conseil fédé-

ral est prié d'étudier une modification de la LACI en vue

Schlechtwetterentschädigung d'étendre les prestations au titre des mesures destinées à

Assurance-chômage. prévenir et à combattre le chômage. La modification devrait

Indemnisation pour cause d'intempéries permettre de prendre en charge, par l'assurance-chômage.

la part patronale aux assurances sociales obligatoires (AVS/

AI-APG-AC/ AF/LPP/LAA) sur les salaires faisant l'objet d'un

contrat d'initiation au travail (selon art. 65 et 66 LACI). La

durée de la prise en charge devrait être égale à celle prévue

Wortlaut des Postulates vom 2. März 1988 à l'article 66, alinéa 2 LACI, soit 6 mois actuellement.

Der Bundesrat wird eingeladen, im Hinblick auf die Revision

des Arbeitslosenversicherungsgesetzes die Ausdehnung der Mitunterzeichner - Cosignataires: Aubry, Baggi, Bonny,

Schlechtwetterentschädigung auf die Touristikwirtschaft zu Bonvin, Caccia, Cavadini, Cevey, Déglise, Eggly, Eppenber-

prüfen, damit heute bestehende Lücken geschlossen wer- ger Susi, Frey Claude, Friderici, Giger, Grassi, Gros, Gui-

den können. nand, Jeanneret, Kohler, Leuba, Loeb, Maître, Müller-Mei-

Postulat Wyss Paul 914 N 23 juin 1988

len, Paccolat, Petitpierre, Philipona, Pini, Salvioni, Savary- Der Bundesrat wird ersucht zu prüfen, ob nicht bei der

Fribourg, Savary-Vaud, Theubet, Wanner (31) gegenwärtig anstehenden Revision der Schlachtviehverord-

nung eine anteilmässige Uebernahmepflicht gleichartiger

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Inlandware eingeführt werden kann, was zu einer erhebli-

Avec un taux de chômage inférieur à 1 pour cent, la situa- chen Entlastung des schweizerischen Fleischmarktes und

tion de l'emploi en Suisse est certainement la meilleure du zu einer willkommenen Reduktion der inländischen Fleisch-

monde industrialisé. Toutefois, certaines poches résiduelles überschüsse führen dürfte.

ne peuvent être que difficilement résorbées. Il s'agit du cas

posé par les assurés dont le placement est difficile en raison Texte du postulat du 16 juin 1987

de l'âge, d'un handicap physique ou mental, de mauvais Selon la statistique du commerce extérieur de la Suisse,

antécédents professionnels. Pour faciliter l'intégration de notre pays a importé en 1986 48 987 510 kg net d'aliments

ces personnes, la LACI prévoit des allocations d'initiation au en boîtes pour chiens et chats, ce qui représente une valeur

travail qui couvrent la différence entre le salaire effectif et le totale de 81 273 234 francs. Ces importations, qui prennent

salaire normal auquel l'assuré peut prétendre au terme de sa des proportions énormes, ne sont, jusqu'ici, soumises à

mise au courant. Cette indemnité est limitée dans le temps aucune limite quantitative et ne se voient imposer aucun

(6 mois) et en valeur (max. 60 pour cent du salaire normal). supplément de prix à la frontière. Etant donné les problèmes

Le projet de révision de la loi prévoit certes une extension de que nous avons à écouler nos propres excédents de viande,

la durée à 12 mois, mais à titre exceptionnel. Si nous vou- il serait temps de subordonner les importations d'aliments

lons augmenter les chances de placement de ces assurés, il pour chiens et chats à l'utilisation de quantités proportion-

faut être plus incitatif. On irait dans la bonne direction par nelles de viande indigène. Des réglementations analogues

une mesure qui consisterait à prendre en charge la part s'appliquent déjà aux importations de viande d'agneau, de

patronale aux assurances sociales obligatoires durant la viande de cheval et d'autres produits agricoles.

durée de la formation initiale. Quand on sait le poids que les Le Conseil fédéral est invité à examiner s'il est possible, à la

charges sociales représentent pour les entreprises, on peut faveur de la révision prochaine de l'ordonnance sur le bétail

estimer qu'une telle mesure d'encouragement aurait un effet de boucherie, d'obliger les importateurs à prendre en

incitatif certain. charge une certaine proportion de viande indigène de même

S'agissant des aspects financiers, la mesure proposée n'en- nature. Une telle mesure permettrait de lutter efficacement

traînerait pas de charges supplémentaires pour l'assurance- contre l'engorgement du marché de la viande et pourrait

chômage ou pour la collectivité. En effet, la prise en charge bien entraîner une réduction bienvenue des excédents de

de la part patronale aux assurances sociales éviterait le viande indigène.

paiement d'indemnités journalières ou, par la suite, la prise

en charge par la collectivité des assurés ayant épuisé leurs Mitunterzeichner - Cosignataires: Aubry, Basler, Berger,

droits. Biel, Bonny, Bremi, Bühler-Tschappina, Candaux, de Chas-

Le nouvel alinéa 4 de l'article 66 mis en consultation pour- tonay, Columberg, Cottet, Cotti, Couchepin, Eppenberger-

rait être libellé ainsi compte tenu de notre proposition: Nesslau, Flubacher, Früh, Gautier, Geissbühler, Giger, Giu-

«4. L'allocation est versée par l'intermédiaire de l'em- dici, Graf, Grassi, Hari, Hofmann, Humbel, Hunziker, Jaeger,

ployeur, en complément du salaire convenu. L'employeur Jeanneret, Jung, Kühne, Künzi, Massy, Müller-Wiliberg,

doit dès lors payer les cotisations usuelles aux assurances Nebiker, Nef, Gehen, Oester, Perey, Pfund, Pini, Revaclier,

sociales sur l'intégralité du salaire et prélever la part incom- Risi-Schwyz, Röthlin, Rutishauser, Rüttimann, Savary-Vaud,

bant au travailleur. La part incombant à l'employeur lui sera Schnider-Luzern, Schnyder-Bern, Schwarz, Soldini, Spalti,

remboursée par l'assurance durant la durée de l'initiation au Spoerry, Thévoz, Tschuppert, Uhlmann, Wanner, Weber-

travail.» Schwyz, Wellauer, Zwingli (59)

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Schriftliche Begründung - Développement par écrit

vom 25. Mai 1988 Für unsere Landwirtschaftspolitik ist der Fleischüberschuss

Déclaration écrite du Conseil fédéral ein grosses und sorgenvolles Problem. Die Ueberschüsse

du 25 mai 1988 belaufen sich im Moment auf ca. 8 bis 10 000 Tonnen, die in

Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat. unseren Kühlhäusern gelagert werden. Teilweise werden

diese Ueberschüsse zu spottbilligen Preisen (zwischen

Ueberwiesen - Transmis einem und zwei Franken) exportiert.

Es ist deshalb unverständlich, dass ca. 50 000 Tonnen

Hunde- und Katzenfutter in Dosen ohne jegliche Auflage

importiert werden. Teilweise handelt es sich beim Fleischteil

#ST# 87.457 des Futters um unser billig exportiertes Fleisch. Diese Situa-

tion ist grotesk.

Postulat Wyss Paul Folgende Lösung könnte in Erwägung gezogen werden:

Die Genossenschaft für Schlachtvieh- und Fleischversor-

Einfuhr von Hunde- und Katzenfutter gung (GSF) könnte in Zukunft jeweils die Menge, Art und

Aliments pour chiens et chats. Procedere der Uebernahme festlegen wie bei den bisheri-

Réglementation des importations gen Ueberschussverpflichtungen der Fleischimporteure. Es

wäre dann Sache der Dosenfutter-Importeure, die Teilstücke

der Vorderviertel (Schulterdeckel, Schild mit Bein etc.) zu

den ausländischen Fabrikationsbetrieben zu exportieren

oder eventuell das Dosenfutter direkt in der Schweiz herstel-

Wortlaut des Postulates vom 16. Juni 1987 len zu lassen.

Laut Angaben der schweizerischen Zollstatistik sind im

Jahre 1986 48 987 510 kg netto Hunde- und Katzenfutter in Schriftliche Erklärung des Bundesrates

Dosen im Werte von 81 273 234 Franken importiert worden. vom 24. Februar 1988

Aufgrund dergrossen Fleischüberschüsse (Fleischberg) im Déclaration écrite du Conseil fédéral du 24 février 1988

Inland drängt sich auf, diese enormen Hunde- und Katzen- Der Bundesrat ist bereit, das Postulat anzunehmen.

futter-Importe, die bis jetzt mengenmässig nicht beschränkt

und keinen Preiszuschlägen an der Grenze unterworfen Ueberwiesen - Transmis

sind, an eine gewisse Inlandleistung zu binden, wie dies

bereits bei der Einfuhr von Lamm- und Pferdefleisch und

anderen landwirtschaftlichen Produkten der Fall ist.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Postulat Etique Schwervermittelbare Arbeitslose

Postulat Etique Chômeurs dont le placement est difficile

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1988

Année

Anno

Band II

Volume

Volume

Session Sommersession

Session Session d'été

Sessione Sessione estiva

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 14

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 88.393

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 23.06.1988 - 08:00

Date

Data

Seite 913-914

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Ref. No 20 016 447

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