Switzerland's Stance on the Guillaume Plan and Agricultural Trade Liberalization
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss government acknowledges the "Guillaume Plan" proposal, which aims to reorganize international agricultural trade and development aid to combat hunger by stabilizing agricultural markets and supporting developing countries' agriculture. While Switzerland supports efforts to dismantle export-promoting agricultural subsidies, it views the plan's market allocation and price-fixing mechanisms as incompatible with GATT liberalization goals. The government believes that direct market liberalization might benefit some developing countries but could create significant difficulties for net importers, including Switzerland. Therefore, Switzerland's negotiation strategy in the Uruguay Round focuses on balancing legitimate agricultural protection with creating conditions for developing countries' agricultural self-sufficiency, while also participating in various food security and humanitarian aid measures. The government considers establishing a specific study commission for the Guillaume Plan unnecessary, as it believes its ongoing participation in international negotiations and expert assessments sufficiently addresses the complex issues involved.
Legislator-Regeste
KI-generiertSwitzerland's Stance on the Guillaume Plan and Agricultural Trade Liberalization: bauen. Der Bundesrat hat im jetzigen Zeitpunkt keine Veran- den Empfängerländern schwächen oder gar ruinieren.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
Interpellation Nussbaumer 1518 N 7 octobre 1988
beiden Fragen der Behandlung einerseits und der klini- #ST# 88.381
schen Diagnose der Krankheit anderseits befassen sich
mehrere Forschergruppen an verschiedenen Universitätskli- Interpellation Nussbaumer
niken und Instituten der Schweiz.
Daneben ist aber eine Vermeidung oder eine Heilung der Entwicklungsplan
Krankheit wünschenswert. Diese setzt Kenntnisse über die zugunsten der Dritten Welt
Ursachen der Krankheit voraus sowie über die Art und Plan d'aide
Weise, wie diese Ursachen zur Hirnveränderung führen. au développement du tiers monde
International gesehen lassen sich in dieser Beziehung ver-
schiedene Richtungen des Bemühens verfolgen: Verände-
rung der Hirnzellen bei der Alzheimer Krankheit, genetische
Studien, Erforschung von schädlichen Umwelteinflüssen,
speziell von Viren und chronischen Vergiftungen. Die gene-
tischen Untersuchungen haben aufgedeckt, dassein geneti-
scher Faktor sicher eine Rolle spielt. Unseres Wissens Wortlaut der Interpellation vom 15. März 1988
beschäftigen sich in der Schweiz keine Arbeitsgruppen mit Ich frage den Bundesrat an:
solchen genetischen Arbeiten. Hingegen befasst sich eine 1. Befasst sich das Bundesamt für AussenWirtschaft mit dem
Forschergruppe an der Universität Basel mit einem Eiweiss- Guillaume-Plan?
bestandteil, dem senilen Plaque, einem der wichtigsten 2. Wie stellt sich die Schweiz als grosses Nahrungsmittel-
histologischen Anteile der Alzheimer Krankheit. Dieselbe importland zu einer solchen Neuordnung des Weltmarktes?
Gruppe untersucht auch die Beziehung der Hirnveränderun- 3. Wäre es im Hinblick auf das Jubiläumsjahr 1991 nicht
gen zu den Umwelteinflüssen und zur Ausbildung der oben angezeigt, mit den Ländern, aus welchen wir Agrarprodukte
erwähnten Plaque. Erschwerend in dieser Forschung ist, importieren, auf die rasche Verwirklichung einer solchen
dass bei Tieren die Alzheimer Krankheit nicht vorkommt. Im Weltmarktordnung hinzuarbeiten?
ganzen wird man auf das Studium der Krankheit beim Men- 4. Wäre es nicht angezeigt, für eine derart zentrale Frage
schen angewiesen bleiben, sowohl durch klinische For- eine Studienkommission einzusetzen, die losgelöst von bis-
schung wie auch mit Studium am menschlichen Hirn post herigen Vorstellungen einen aktiven Beitrag der Schweiz für
mortem. die Beseitigung des Hungers und der sinnlosen Ag rar Über-
Im gegenwärtigen Zeitpunkt laufen beim Schweizerischen schüsse in der Welt studieren könnte?
Nationalfonds nur zwei Forschungsgesuche zu diesen The- Der französische Landwirtschaftsminister Guillaume arbei-
men. Wie aber aus einem Programm eines vom National- tet seit Jahren an einem Plan für die Neuordnung der
fonds unterstützten Symposiums aus dem Jahre 1986 her- Entwicklungshilfe und der Hungerbekämpfung. Diese Ideen,
vorgeht, befassen sich noch weitere schweizerische Grup- die inzwischen von Frankreich in verschiedenen internatio-
pen - ohne eine Nationalfondsunterstützung angefordert zu nalen Gremien, vor allem seit der Konferenz von Punta del
haben - mit dieser Krankheit. Einer Intensivierung der For- Este, vertreten werden, gewinnen mehr und mehr an Bedeu-
schung auf dem Gebiete der Alzheimer Krankheit in der tung.
Schweiz steht eher das beschränkte Forscherpotential als Diese Initiative geht vom Gedanken aus, sowohl auf humani-
die ungenügende finanzielle Dotation entgegen, tärem Weg wie wirtschaftlich und politisch auf die gerechte
zu Ziff. 2 und 3) Die Veränderung der Altersstruktur der Verteilung der Güter zwischen entwickelten und unterent-
schweizerischen Bevölkerung bringt es mit sich, dass auch wickelten Ländern hinzuarbeiten. Der Plan Guillaume wäre
zunehmend mehr Personen in der Schweiz ein Alter errei- sozusagen ein Marshallplan für die ärmsten Länder, eine
chen, in welchem die Alzheimersche Krankheit vermehrt Ergänzung zum Rohstoffabkommen.
auftritt. Derselbe Strukturwandel bewirkt aber gleichzeitig Der Gegenstand des Guillaume-Planés
ganz allgemein eine vermehrte Nachfrage nach geeigneten Die Prioritäten liegen nicht bei der Nahrungsmittelhilfe, die
Pflegeplätzen für betagte Personen. Gesamtschweizerisch nur bei Naturkatastrophen und Hungersnöten als Soforthilfe
hat man dieses Problem erkannt, und die kantonalen Behör- gedacht ist. Amerikas und Europas Agrarüberschüsse nach
den sind daran, das entsprechende Platzangebot auszu- dem armen Süden abzuschieben, hiesse die Urproduktion in
bauen. Der Bundesrat hat im jetzigen Zeitpunkt keine Veran- den Empfängerländern schwächen oder gar ruinieren.
lassung, in die kantonalen Bemühungen einzugreifen. Es geht vielmehr darum, die Nahrungsmittelversorgung der
Hungerländer durch gezielte und massvolle Entwicklung
Abstimmung - Vote der Landwirtschaft und mit Hilfe des Aufbaues und der
Stabilisierung der Agrarmärkte zu erreichen.
Für den Antrag auf Diskussion offensichtliche Mehrheit Es ginge um Investitionshilfen, Einrichtung und Ausrüstung
Dagegen Minderheit von Vorratslagern und Bewässerungsanlagen sowie des ein-
heimischen Zuliefergewerbes für die Urproduktion. Ferner
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- wären Beratungs- und Ausbildungsstätten für junge Bauern
rates teilweise befriedigt. mit angepassten Technologien einzurichten und stünde die
Förderung des Direktabsatzes und des genossenschaftli-
chen Zusammengehens im Vordergrund.
Durchführungs- und Finanzierungsvorschläge
1. Die Empfänger-Länder sollen langfristig aus der Rolle der
Armengenössigkeit und Abhängigkeit befreit werden.
2. Die Exportländer von Agrarerzeugnissen heben die Preise
auf jährlich auszuhandelnde Mindestpreise an, die den
durchschnittlichen Produktionskosten zu entsprechen
hätten.
3. Die Exportmengen werden international festgelegt und
mit den Produzenten vertraglich vereinbart.
4. Ueberschussverwertungskosten und Exportsubventionen
können auf diese Weise minimalisiert werden.
Die freiwerdenden Mittel und allfällige Abschöpfungen zwi-
schen Produktionskosten und Referenzpreis der [Exportlän-
der flössen in einen Entwicklungsfonds.
5. Die garantierten Produktionskosten würden es gestatten,
in den Entwicklungsländern einen eigenen Bauernstand
T.Oktober 1988 N 1519 Interpellation Nussbaumer
heranzuziehen und deren Neuverschuldung durch höhere ainsi que les écarts éventuels entre frais de production et
Exporterlöse einzudämmen. prix de référence des pays exportateurs sont versés à un
6. Langfristig könnten die reichen Länder ihre Entwick- fonds de développement.
lungshilfe bezüglich Nahrungsmittelhilfe auf eigentliche 5. Les frais de production stabilisés devraient permettre aux
Katastrophenhilfe beschränken. pays en développement de renforcer leur paysannerie et
7. Durch den Wegfall von Exportsubventionen müssten die d'atténuer leur endettement par des recettes d'exportations
besser situierten Importländer wie Japan, die UdSSR, Saudi- plus élevées.
Arabien und die Schweiz einen gerechten, den Produktions- 6. Les pays riches limiteraient à terme leur aide alimentaire à
kosten entsprechenden Preis bezahlen. Sie würden nicht une aide en cas de catastrophe.
mehr zu Nutzniessern der Ueberschussverwertung, die die 7. En raison de la suppression des subsides aux exporta-
Reichen immer reicher und die Armen noch ärmer macht. tions, les pays importateurs relativement favorisés comme le
Dadurch würden diese Importländer einen Beitrag an die Japon, l'Union soviétique, l'Arabie Saoudite et la Suisse
Entwicklungshilfe über etwas höhere, aber gerechtere devraient payer un prix juste, correspondant aux frais de
Preise leisten. production effectifs. Ils ne pourraient ainsi plus se contenter
Die grossen Vorteile eines solchen Planes lägen auf der d'écouler les surplus selon un système qui enrichit les riches
Hand. Er finanziert sich über ein gerechtes Anheben der et appauvrit les pauvres. Les pays importateurs fourniraient
Weltmarktpreise von selbst. ainsi une contribution financière à l'aide au développement
sous la forme de prix plus élevés, certes, mais aussi plus
Texte de l'interpellation du 15 mars 1988 justes. Les avantages d'un tel plan sont évidents; il s'autofi-
Questions au Conseil fédéral: nance par une juste hausse des prix sur les marchés mon-
1. Le plan Guillaume a-t-il été examiné par l'Office fédéral diaux.
des affaires économiques extérieures (OFAEE)?
2. Quelle est la position de la Suisse, en sa qualité de gros Mitunterzeichner - Cosignataires: Baggi, Blatter, Bürgi,
importateur de denrées alimentaires, à l'égard d'un tel réa- Columberg, Dormann, Eisenring, Engler, Grassi, Humbel,
ménagement du marché mondial? Jung, Keller, Paccolat, Portmann, Ruckstuhl, Schmidhalter,
3. Le 700e anniversaire de la Confédération en 1991 ne Schnider, Seiler Rolf, Stamm, Theubet, Widrig (20)
serait-il pas une occasion idéale pour la réalisation d'un
nouvel ordre économique mondial avec les pays d'où nous Schriftliche Begründung - Développement par écrit
importons des produits agricoles? Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
4. Ne serait-il pas indiqué, vu l'importance de la question, de eine schriftliche Antwort.
nommer une commission d'étude chargée d'élaborer une
contribution active de la Suisse à l'élimination de la faim et Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
des absurdes surplus alimentaires dans le monde selon une vom 7. September 1988
conception libérée des schémas traditionnels? Rapport écrit du Conseil fédéral du 7 septembre 1988
Le ministre fançais de l'agriculture, François Guillaume, 1. Das Bundesamt für Aussenwirtschaft analysiert mit Auf-
travaille depuis des années à un plan de réaménagement de merksamkeit die handels- und entwicklungspolitischen
l'aide au développement et de lutte contre la faim. Les idées Implikationen der verschiedenen Entwicklungsmodelle für
maîtresses de ce plan, exposées par la France dans diverses die Dritte Welt, so auch den sogenannten Guillaume-Plan,
enceintes internationales, notamment à la réunion du GATT der sich mit einer Neuordnung der internationalen Agrarpo-
à Punta del Este, sont d'une actualité toujours plus vive. litik in einer Perspektive der Hungerbekämpfung befasst
L'initiative du gouvernement français part de l'idée qu'il est und namentlich durch eine Stabilisierung der Agrarmärkte
indispensable, tant pour des motifs humanitaires que politi- zur Förderung der Landwirtschaft in den Entwicklungslän-
ques et économiques, de tendre à une juste répartition des dern beitragen will. Die vorliegende Interpellation wirft dazu
biens entre pays développés et sous-développés. Le plan wichtige Fragen auf, welche auch für die Schweiz als Nah-
Guillaume serait en quelque sorte un plan Marshall destiné rungsmittelimportland von Bedeutung sind.
aux pays les plus pauvres, un complément aux accords sur 2. Der Plan des ehemaligen französischen Agrarministers
les produits de base. Guillaume sieht Marktaufteilungen und Preisabsprachen als
Objet du plan Guillaume wesentlichste Mittel zur Erreichung eines internationalen
L'objectif principal de ce plan n'est pas l'aide alimentaire, Marktgleichgewichts vor; die dadurch überflüssig werden-
qui doit être conçue comme une aide urgente en cas de den Exportsubventionen sollen auf verschiedene Weise der
catastrophe ou de famine. L'envoi, par les Etats-Unis et Landwirtschaft in den Entwicklungsländern zugeführt wer-
l'Europe, de surplus agricoles vers les pays pauvres risque den. Die Idee der UNCTAD-Rohstoffabkommen wird so in
même d'affaiblir, voire de ruiner les productions agricoles den Agrarhandelsbereich übertragen und mit Finanzflüssen
autochtones. Il s'agit plutôt d'assurer l'approvisionnement in die Entwicklungsländer verbunden. Im Licht der bisher
alimentaire des pays pauvres par un développement équili- eher negativen Erfahrungen mit Rohstoffabkommen stellt
bré de l'agriculture et par la stabilisation des marchés des sich jedoch die Frage, ob ein solcher «Marshallplan» diesen
produits agricoles. Les moyens d'y parvenir sont l'aide à Ländern tatsächlich nützen würde, da deren natürliche
l'investissement, l'aménagement d'entrepôts et de disposi- Standortvorteile eher durch eine Marktliberalisierung als
tifs d'irrigation, le renforcement des sous-traitances indi- durch Marktabsprachen zum Zuge kommen würden.
gènes dans la production autochtone, les centres de forma- 3. Der Bundesrat teilt die Ansicht des Interpellanten betref-
tion et d'assistance-conseil permettant aux jeunes paysans fend die ordnungs- und entwicklungspolitische Fragwürdig-
de se familiariser avec des techniques adaptées aux condi- keit exportfördernder Agrarsubventionen und begrüsst
tions locales, la promotion des ventes directes, ainsi que Initiativen zu einem konzertierten Abbau solcher Praktiken.
l'économie coopérative. Die im Guillaume-Plan enthaltene Idee einer Marktaufteilung
Propositions d'exécution et de financement lässt sich jedoch mit den Liberalisierungs-zielsetzungen des
1. Les pays destinataires doivent à terme sortir de la pau- Gatt schlecht vereinbaren. Solche Marktabsprachen würden
vreté et de la dépendance. eher von den Interessen der Grossen (USA, EG) dominiert,
2. Les pays exportateurs de produits agricoles pratiquent während die Anliegen der kleineren exportierenden
des prix minimaux, négociés annuellement, et correspon- Entwicklungsländer zu kurz kommen könnten. Hingegen
dant au prix de revient moyen. wird die im Rahmen der unter aktiver Teilnahme der
3. Les volumes d'exportations sont fixés par des instances Schweiz laufenden Gatt-Verhandlungen (Uruguay-Runde)
internationales et négociés par contrat avec les produc- angestrebte, schrittweise Liberalisierung des.Agrarhandels
teurs. für einige Entwicklungsländer direkte Vorteile bringen (Bra-
4. Les frais d'écoulement des surplus et les subsides aux silien, Argentinien, Thailand); den Nettoimporteuren (Aegyp-
exportations peuvent être réduits, et les moyens ainsi libérés ten, Mexiko), zu welchen auch die meisten der am wenig-
Interpellation Bonny 1520 N 7 octobre 1988
sten entwickelten Länder gehören, könnten jedoch - - Wie weit ist die Koordination in der Technologieiförderung
ebenso wie der Schweiz- durch eine rasche Liberalisierung beim Bundesamt für Konjunkturfragen gediehen?
bedeutende Schwierigkeiten erwachsen. - Welche Massnahmen gedenkt er zu diesem Zwecke in
Es ist Gegenstand der schweizerischen Verhandlungsziele nächster Zeit einzuleiten?
in der Uruguay-Runde, legitime Schutzbedürfnisse im Sinne - Wie und wann gedenkt er, endlich die verwaltungsinter-
unserer Landwirtschaftspolitik (vgl. S. 243 des 6. Landwirt- nen Koordinationsprobleme bei den Europäischen For-
schaftsberichts) zu allgemeiner Anerkennung zu bringen schungsprogrammen (Eurêka etc.) zu lösen?
und gleichzeitig auch wesentliche Voraussetzungen für die
eigenständige Entwicklung der Landwirtschaft in den heuti- Texte de l'interpellation du 23 juin 1988
gen Nettoeinfuhrländern zu schaffen. Im Rahmen der Au début de l'année 1986, le Conseil fédéral a accepté mon
Entwicklungszusammenarbeit beteiligt sich der Bund postulat 85.949 «Office fédéral des questions conjonctu-
zudem an zahlreichen Massnahmen zur Förderung der relles. Promotion des techniques» (10 décembre 1985). Je
Ernährungssicherheit. Schliesslich sei auch auf das Konzpet l'avais invité alors à examiner les moyens de créer des bases
der schweizerischen Nahrungsmittelhilfe verwiesen, wie es légales afin qu'à l'avenir l'Office fédéral des questions
aus der soeben veröffentlichten Botschaft über die humani- conjoncturelles puisse s'occuper en priorité de la oromotion
täre Hilfe hervorgeht. des techniques, avec constance et méthode.
4. Unter diesen Umständen erachtet es der Bundesrat für Malheureusement, on a fortement l'impression que bien
unangebracht, eine Studienkommission im Sinne der Inter- peu, pour ne pas dire rien, n'a été acompli dans ce sens. En
pellation einzusetzen. Auf diese Weise könnte der Eindruck particulier l'absence de coordination concernant la partici-
entstehen, die Schweiz sei bereit, auf umstrittene Vor- pation aux programmes de recherche européens, que
schläge zur Marktaufteilung unter den wichtigsten Expor- j'avais fortement critiquée dans le développement du postu-
teuren einzutreten oder sogar ihr Verhandlungsziel der Uru- lat susmentionné, subsiste en raison de la délimitation tou-
guay-Runde des Gatt (Vermeidung einer Marktaufteilung jours aussi peu stricte des attributions des divers offices
USA-EG) zu ändern. Was die Diskrepanz zwischen «Nah- fédéraux intéressés. Compte tenu de la problématique euro-
rungsmittelüberschüssen im Norden und Hunger im Süden» péenne et de l'importance extrême que revêt la coopération
betrifft, so handelt es sich hier aber Unbestrittenermassen internationale en matière de recherche, il est grand temps
um eines der grössten Probleme unserer Zeit. Sämtliche d'en arriver à une simplification des voies de décision.
Vorschläge sowohl auf nationaler wie auf internationaler Le Conseil fédéral est invité à répondre aux questions sui-
Ebene zur Lösung dieses Problems verdienen und erfahren vantes:
daher eine sorgfältige Prüfung. Der Bundesrat ist bereit, die - Dans quelle mesure l'Office fédéral des questions
zuständigen Expertenkommissionen zur grundsätzlichen conjoncturelles a-t-il progressé dans la coordination relative
Beurteilung solcher Vorschläge beizuziehen. à la promotion des techniques?
- Si cette coordination n'a pas progressé, quelles mesures
Abstimmung - Vote pense-t-il introduire à cette fin ces prochains temps?
- Quand et par quels moyens pense-t-il résoudre enfin les
Für den Antrag auf Diskussion offensichtliche Mehrheit problèmes de coordination internes à l'administration
Dagegen Minderheit concernant la participation aux programmes européens en
matière de recherche?
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes-
rates teilweise befriedigt. Mitunterzeichner - Cosignataire: Butti ker (1 )
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
#ST# 88.555 eine schriftliche Antwort.
Interpellation Bonny Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 7. September 1988
Technologieförderung Rapport écrit du Conseil fédéral du 7 septembre 1988
Promotion des techniques Gemäss dem bisherigen Grundkonzept, welches auf einer
akzeptierten Aufgabenteilung zwischen der öffentlichen
Hand und der Privatwirtschaft beruhte, war die Idustrie für
ihre technologische Entwicklung allein verantwortlich, wäh-
rend der Bund die Hochschulen und nicht kommerziellen
Wortlaut der Interpellation vom 23. Juni 1988 Forschungseinrichtungen, mit ihrer wichtigen Auübildungs-
Anfangs 1986 hat der Bundesrat mein Postulat 85.949 vom funktion für den technischen Nachwuchs, unterstützte.
10. Dezember 1985 «Bundesamt für Konjunkturfragen. Dementsprechend lag das Hauptgewicht des Bundes nicht
Technologieförderung» entgegengenommen. Darin ver- auf der Technologiepolitik, sondern auf der Forschungsför-
langte ich, der Bundesrat möge prüfen, wie die rechtlichen derung im Bereich neuer Technologien und deren Organisa-
Voraussetzungen geschaffen werden können, damit sich tion, welche der Bundesrat geregelt hat. Die Aufgaben des
das Bundesamt für Konjunkturfragen künftig der Technolo- BfK sind Teil dieser Politik des Bundes. Neue Gegebenhei-
gieförderung schwergewichtig, kontinuierlich und systema- ten können eine Anpassung dieses Grundkonzepls der Auf-
tisch annehmen kann. gabenteilung und Gewichtung notwendig machen.
Leider drängt sich von aussen her der Eindruck auf, dass in Im Bereich der Technologieforschung wurde in den letzten
dieser Richtung wenig bis nichts gegangen ist. Insbeson- Jahren insbesondere die Beteiligung an der europäischen
dere die in der Begründung meines Postulates scharf kriti- technologischen Forschungszusammenarbeit nit hoher
sierte mangelnde Koordination bei europäischen For- Priorität entwickelt. Die Absichten und Leitlinien dazu hat
schungsprogrammen ist wegen Mehrfachkompetenzen bei der Bundesrat in der «Botschaft über die Finanzierung der
verschiedenen Bundesämtern nach wie vor vorhanden. technologischen Zusammenarbeit in Europa 1988-1991
Angesichts der auch mit Blick auf die EG-Problematik und vom 1. Juni 1987» dargelegt. Schweizerische Partner haben
die Bedeutung der internationalen Forschungskooperation heute Zugang zu Projekten im Rahmen von Eureka, Esprit
gegebenen Dringlichkeit ist es an der Zeit, dass auf diesem und Race sowie weiteren Technologieprogrammen der
Gebiet im Sinne einer Vereinfachung der Entscheidungs- Europäischen Gemeinschaften. Da es sich bei der Realisie-
wege endlich vorwärtsgemacht wird. rung dieser Technologieforschungsprogramme um Aufga-
Der Bundesrat wird eingeladen, folgende Fragen zu beant- ben handelt, die eine enge Verbindung zwischen Hoch-
worten: schule und Idustrie erfordern, wie sie insbesondere dem
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Nussbaumer Entwicklungsplan zugunsten der Dritten Welt
Interpellation Nussbaumer Plan d'aide au développement du tiers monde
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1988
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 88.381
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 07.10.1988 - 08:00
Date
Data
Seite 1518-1520
Page
Pagina
Ref. No 20 016 783
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung.
Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.
Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.