Switzerland v. Tropical Timber Imports
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis case concerns the import of tropical timber into Switzerland and its impact on rainforests. The court addressed the question of whether Switzerland should limit these imports to protect tropical rainforests and promote domestic forestry. The court reasoned that while the destruction of tropical rainforests is a serious concern, the primary responsibility for sustainable forest management lies with the producing countries, not consumers like Switzerland. Switzerland's ability to unilaterally restrict imports is limited by international trade agreements like GATT, which prohibit discriminatory practices. While Switzerland supports international efforts for sustainable forest management and reforestation, it maintains that direct state intervention to limit imports is not feasible and could be seen as protectionist.
Legislator-Regeste
KI-generiertSwitzerland v. Tropical Timber Imports: die einen besseren Schutz der tropischen Regenwälder er- traverses de chemins de fer pour les lignes à grande vitesse.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
Bois tropicaux. Interventions personnelles 1256 N 18 septembre 1989
Ad 89.052 wirtschaft zu berücksichtigen und dem ökologischen Raub-
bau in der Dritten Welt nicht Vorschub zu leisten? Inwieweit be-
#ST#
günstigt die Schweiz über Zollpräferenzen sogar Tropenholz-
Postulat importe?
der Wirtschaftskommission 5. Sieht der Bundesrat Möglichkeiten, auf einen weitgehen-
Tropenholzimporte den Verzicht zum Einsatz von Tropenholz hinzuwirken, z. B.
und Schutz der Regenwälder über die einschlägigen Berufsverbände?
Postulat 6. Welche Erfahrungen hat die Schweiz im Rahmen der Mitar-
beit beim Internationalen Tropenholzabkommen gemacht,
de la Commission des affaires économiques das zum Ziel hat, mit der Förderung einer nachhaltigen, die
Importation de bois tropicaux et protection ökologischen Gegebenheiten respektierenden Bewirtschaf-
des forêts tropicales humides tung der Zerstörung tropischer Regenwälder Einhalt zu gebie-
ten?
Texte de l'interpellation du 9 mars 1988
En 1986, la Suisse a importé 35 000 tonnes de bois tropicaux
Wortlaut des Postulates vom 24. August 1989 d'une valeur de 28,5 millions de francs. En 1987, les CFF figu-
Der Bundesrat wird beauftragt, Massnahmen auf nationaler raient eux aussi parmi les importateurs. Ils ont en effet acheté à
und internationaler Ebene zu prüfen und in die Wege zu leiten, la Malaisie 1300 m3 de Yellow Balau destiné à la fabrication de
die einen besseren Schutz der tropischen Regenwälder er- traverses de chemins de fer pour les lignes à grande vitesse.
möglichen. Dabei ist insbesondere zu prüfen, ob die Be- Or, des organisations suisses de coopération au développe-
schränkung des Importes tropischer Edelhölzer möglich ist ment, qui travaillent en Malaisie précisément, s'efforcent par
und zu diesem Ziel beiträgt. tous les moyens légaux de lutter contre l'exploitation éhontée
des forêts tropicales. Nous nous trouvons donc face à une si-
Texte du postulat du 24 août 1989 tuation à la fois paradoxale et inadmissible.
Le Conseil fédéral est invité à étudier et à prendre, sur les plans Nous demandons au Conseil fédéral de répondre aux ques-
national et international, des mesures assurant une meilleure tions suivantes:
protection des forêts tropicales humides. Il examinera en parti- 1. N'est-il pas lui aussi d'avis qu'il serait bon de renoncer dans
culier si la limitation des importations de bois tropicaux toute la mesure du possible à l'importation de bois durs, pour
précieux est possible et peut contribuer à cet objectif. le moins jusqu'à ce que les pays producteurs puissent garan-
tir que leur forêts sont exploitées de façon respectueuse de
Präsident: Der Bundesrat ist bereit, das Postulat anzuneh- leur équilibre écologique afin d'assurer leur existence à long
men. terme?
2. Quelles sont les quantités et les sortes de bois qui ont été
Ueberwiesen - Transmis achetées aux pays du tiers monde en 1987 pour couvrir les be-
soins de la Confédération (construction, CFF etc.)? ,
3. Quelles sont les directives contraignantes que la Confé-
dération et ses régies doivent respecter en ce qui concerne la
#ST# 88.360 promotion du bois indigène et dans quelle mesure ces directi-
ves permettent-elles d'importer des bois tropicaux?
Interpellation der grünen Fraktion 4. Quels moyens la Suisse a-t-elle en tant que membre du
Tropenholzimport GATT de limiter les importations, ce qui permettrait à la fois de
und einheimische Waldwirtschaft relancer l'économie forestière indigène et de ne pas encoura-
ger les abus constatés dans l'exploitation des richesses natu-
Interpellation du groupe écologiste relles du tiers monde? Dans quelle mesure la Suisse favorise-
Importation de bois tropicaux t-elle même les importations de bois tropicaux en accordant
et protection de l'économie forestière des préférences tarifaires?
5. Le Conseil fédéral estime-t-il qu'il serait possible d'obtenir,
par exemple en intervenant auprès des associations profes-
sionnelles, que l'on renonce peu à peu à utiliser des bois tropi-
caux?
Wortlaut der Interpellation vom 9. März 1988 6. Quelles expériences la Suisse a-t-elle faites dans le cadre
1986 importierte die Schweiz 35 000 Tonnen tropische Hölzer de sa participation aux travaux de la Convention internationale
für 28,5 Millionen Franken. 1987 führten nun auch die SBB für concernant les bois tropicaux, quia pour but de mettre un frein
Hochgeschwindigkeitsweichen 1300 m3 Yellow-Balau-Holz à la destruction des forêts tropicales en encourageant une ex-
aus Malaysia ein. Nun unterstützen gerade schweizerische ploitation qui soit respectueuse de leur équilibre écologique et
Entwicklungshilfeorganisationen Gruppierungen in Malaysia, qui garantisse leur conservation à long terme?
welche mit legalen Mitteln gegen den Raubbau an den Tro-
penwäldern kämpfen, auf der ändern Seite aber beziehen die Sprecfter-Porte-paro/e:Meier-Glattfelden
SBB als Kunde Harthölzer aus Malaysia. Dies ist ein unerträgli-
cher Widerspruch. Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Wirfragen deshalb den Bundesrat an: Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
1. Teilt der Bundesrat die Ansicht, dass auf den Gebrauch von eine schriftliche Antwort.
tropischen Harthölzern in der Schweiz möglichst weitgehend
verzichtet werden sollte, bis Gewähr für eine ökologisch ver- Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
tretbare, nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder in den Lie- vom 1. Juni 1988
ferländern gegeben ist? Rapport écrit du Conseil fédéral du 1er juin 1988
2. In welchem Umfange und welche Holzarten wurden 1987 1. Auch der Bundesrat ist besorgt über die fortschreitende Zer-
für Zwecke des Bundes (Bauten, SBB usw.) aus Ländern der störung der Tropenwälder infolge verschiedener menschli-
Dritten Welt eingeführt? cher Einflüsse. Zwar bewirkt die in einigen Entwicklungslän-
3. Welche verbindlichen Richtlinien bestehen für Bund und dern nach wie vor praktizierte Uebernutzung der Waldressour-
Bundesbetriebe zur Förderung von einheimischem Holz im cen zum Zweck der Ausfuhr nur einen geringeren Teil dieser
Hinblick auf den Verzicht von Tropenhölzern? Zerstörung. Trotzdem muss auch für die tropische Export-
4. Welche Möglichkeiten stehen der Schweiz als Gatt-Mitglied Waldwirtschaft das Prinzip der nachhaltigen Bewirtschaftung
offen, um Importe einzuschränken, so die einheimische Holz- gelten, dies sowohl im eigenen Interesse wie auch dem des
18. September 1989 N 1257 Tropenhölzer. Persönliche Vorstösse
Gemeinwohls. Die Verantwortung für die Erreichung und Ein- renden Ländern einerseits und mit dem Handel und den Um-
haltung dieses Prinzips liegt jedoch in erster Linie bei den be- weltschutzorganisationen anderseits gelingen wird, die anste-
troffenen Ländern. Der Entscheid zum Gebrauch oder Nicht- henden Probleme zu lösen. Obwohl der Anteil der Schweiz am
gebrauch von tropischen Hölzern ist Sache des Konsumen- internationalen Tropenholzhandel weniger als ein Prozent be-
ten. Eine diesbezügliche Einflussnahme durch den Staat ist trägt und zudem ständig abnimmt, wird sich der Bundesrat ak-
entschieden abzulehnen. Ebenso wären aus souveränitätspo- tiv für die nachhaltige Bewirtschaftung dieses besonders für
litischen Gründen Massnahmen abzulehnen, die direkt oder Entwicklungsländer bedeutsamen und erneuerbaren Rohstof-
indirekt die Rechtsetzungshoheit dieser Länder tangieren wür- fes verwenden.
den. Hingegen unterstützt der Bund die Entwicklungsländer in
ihren Bestrebungen zu einer ökologisch vertretbaren Bewirt- Le président: Le groupe écologiste est satisfait de la réponse
schaftung durch aktive Zusammenarbeitsmassnahmen. Zahl- du Conseil fédéral.
reiche bilaterale Massnahmen sowie die Teilnahme an der Er-
arbeitung und Durchführung des «Aktionsplans für tropische
Wälder» in der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation
(FAO), am Umweltprogramm (Une'p) und an der Internationa-
len Tropenholzorganisation (Itto) sind nur einige Beispiele für
den Beitrag der Schweiz zur Walderhaltung wie auch zur Auf-
forstung von für die Holzproduktion geeigneten Flächen. Der #ST# 88.813
Bundesrat ist auch bereit, die Teilnahme an zukünftigen multi-
lateralen Vereinbarungen mit ökologischen Auflagen zu prü- Motion Ziegler
fen. Abgesehen von den obenerwähnten Organisationen ist Importverbot für Tropenhölzer
die Schweiz auch Mitglied zahlreicher internationaler Konven-
tionen auf dem Gebiet des Naturschutzes. Interdiction d'importer
2. Die Bundesverwaltung verfügt nicht über die notwendigen des bois tropicaux
Mittel, um über die Art und die Herkunft der für ihre Bauten und
sonstigen Materialien benötigten Hölzer Buch zu führen. Ge-
nerell kann jedoch gesagt werden, dass Hölzer tropischen Ur-
sprungs nur in Ausnahmefällen und in beschränkten Quantitä-
ten verwendet werden. Dies trifft namentlich für die in der Inter- Wortlaut der Motion vom 30. November 1988
pellation erwähnten Schwellen für Hochgeschwindigkeitswei- Der tropische Regenwald bedeckte noch vor 10 Jahren 12 Pro-
chen der SBB sowie für einige nicht standardisierte Möbel zu. zent der Erdoberfläche. Seit 1975 werden davon jedes Jahr 7,5
3. Grundsätzlich ist der Bund als Verbraucher von Holzpro- Millionen Hektaren zerstört. Wo Wald war, ist jetzt Wüste. Die
dukten bereit, auf deren Herkunft zu achten und einheimi- Zerstörung des tropischen Regenwaldes in Afrika, Asien und
schen Provenienzen den Vorzug zu geben, soweit dies die in- Lateinamerika stellt eine sehr ernste Gefahr für das Erdklima
ternationalen und nationalen Beschaffungs- und Ausschrei- dar. Durch diese Zerstörung sind 5 Millionen verschiedene
bungsvorschriften erlauben. Allerdings ist dies nur in Fällen Pflanzen- und Tierarten vom Untergang bedroht. Sie stellt
möglich, in denen das Gatt-Uebereinkommen über das öffent- auch das Ueberleben der Pygmäen und indianischer Volks-
liche Beschaffungswesen oder ähnliche Bestimmungen nicht stämme in Frage.
zur Anwendung gelangen. Artikel IV Absatz 3 dieses Ueberein- Die SBB haben bereits beschlossen, keine tropischen Hölzer
kommens verbietet Hinweise auf einen bestimmten Ursprung mehr zu kaufen. Einige Staaten der EG beabsichtigen, den
der zu beschaffenden Waren. Handel mit solchen Hölzern zu verbieten.
4. Die Zollposition für Holz (inkl. Tropenholz) sind allesamt im 1. Ich bitte den Bundesrat, dafür zu sorgen, dass Bundesbe-
Rahmen des Gatt konsolidiert. Es besteht deshalb keine Mög- triebe und Bundesverwaltung ab sofort auf den Kauf jeglicher
lichkeit zur autonomen Heraufsetzung der entsprechenden Art von tropischen Hölzern verzichten.
Zollansätze. Eine allfällige Abschaffung der Zollpräferenzen 2. Der Bundesrat wird aufgefordert, innerhalb einer vernünfti-
für Entwicklungsländer ist aus entwicklungspolitischen Grün- gen Frist die Einfuhr von tropischen Hölzern in die Schweiz zu
den abzulehnen (Verminderung nicht der Gesamteinfuhren verbieten.
von Tropenholz, sondern derjenigen direkt aus Entwicklungs-
ländern und damit Verminderung des durch die lokale Verar- Texte de la motion du 30 novembre 1988
beitung für sie anfallenden Mehrwerts). Schliesslich kommen La forêt tropicale couvrait - il y a 10 ans encore -12 pour cent
auch mengenmässige Einfuhrbeschränkungen oder-verböte de la surface de la terre. Or, tous les ans (depuis 1975) 7,5 mil-
nicht in Frage, da sie gegen Artikel XI des Gatt verstossen wür- lions d'hectares sont détruits. Le désert prend la place de la
den. Artikel XX enthält wohl Bestimmungen zum Schutz von forêt. Cette destruction de la forêt tropicale en Afrique, en Asie
Pflanzen. Ohne internationale Vereinbarungen könnten je- et en Amérique latine constitue un grave danger pour le
doch solche Handelsbeschränkungen als unzulässige protek- système climatique de notre planète. Elle menace de mort 5
tionistische Massnahme beanstandet werden. millions d'espèces de plantes et d'animaux différents. Elle met
5. Der Bundesrat lehnt einseitige Handelsbeschränkungen in en question la survie des Pygmées et des indiens.
diesem Bereich ab (vergi. Antwort auf Frage 1). Eine indirekte Les CFF ont déjà décidé de ne plus acheter de bois tropicaux.
Förderung der einheimischen Holzwirtschaft würde allerdings Certains Etats de la CEE envisagent d'interdire le commerce
durch multilaterale Vereinbarungen erzielt, welche mit der de bois tropicaux.
schweizerischen Gesetzgebung vergleichbare ökologische 1. Je demande au Conseil fédéral de renoncer avec effet im-
Auflagen auch für Tropenhölzer einführen würden. Der Bun- médiat pour les régies et administrations fédérales à l'achat de
desrat ist bereit, sich in diesem Sinne auf internationaler tout type de bois tropicaux.
Ebene einzusetzen. 2. Le Conseil fédéral est invité à interdire l'importation en
6. Nach mehrjährigen Startschwierigkeiten konnte die durch Suisse de bois tropicaux dans un délai raisonnable.
das Abkommen von 1983 gegründete Internationale Tropen-
holzorganisation anfangs 1987 ihre Tätigkeit aufnehmen. Die Mitunterzeichner - Cosignataires: Bäumlin Ursula, Béguelin,
Schweiz beteiligt sich aktiv an dieser Organisation und ist mit Bircher, Bodenmann, Borei, Brügger, Carobbio, Danuser,
ihrer Ankündigung von freiwilligen Beiträgen in der Höhe von Fankhauser, Hafner Ursula, Haller, Jeanprêtre, Leuenberger
einer Million US-Dollar als bisher zweitgrösster Geldgeber be- Moritz, Longet, Mauch Ursula, Pitteloud, Rechsteiner, Ruffy,
reit und - auch aufgrund ihrer Erfahrungen im Rahmen der ZbindenHans (19)
Entwicklungszusammenarbeit - in der Lage, diesen Punkt der
Interpellation mit Nachdruck zu vertreten. Die Verhandlungen Schriftliche Begründung - Développement par écrit
in diesem und anderen Gremien zeigen jedoch, dass es nur in L'auteur renonce au développement et demande une
enger Zusammenarbeit mit den exportierenden und importie- réponse écrite.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation der grünen Fraktion Tropenholzimport und einheimische Waldwirtschaft
Interpellation du groupe écologiste Importation de bois tropicaux et protection de
l'économie forestière
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1989
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 01
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 88.360
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 18.09.1989 - 14:30
Date
Data
Seite 1256-1257
Page
Pagina
Ref. No 20 017 697
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung.
Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.
Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.