Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 88-360 KI-generiert

Switzerland v. Tropical Timber Imports

Geschäftsnummer VPB 88-360
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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This case concerns the import of tropical timber into Switzerland and its impact on rainforests. The court addressed the question of whether Switzerland should limit these imports to protect tropical rainforests and promote domestic forestry. The court reasoned that while the destruction of tropical rainforests is a serious concern, the primary responsibility for sustainable forest management lies with the producing countries, not consumers like Switzerland. Switzerland's ability to unilaterally restrict imports is limited by international trade agreements like GATT, which prohibit discriminatory practices. While Switzerland supports international efforts for sustainable forest management and reforestation, it maintains that direct state intervention to limit imports is not feasible and could be seen as protectionist.

Legislator-Regeste

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Switzerland v. Tropical Timber Imports: die einen besseren Schutz der tropischen Regenwälder er- traverses de chemins de fer pour les lignes à grande vitesse.

Schlagwörter

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Handelsabkommen völkerrechtliche Verantwortlichkeit Verbotene Praktiken internationales Kartell Einfuhr und Inverkehrbringen der Erzeugnisse Tarifstreit
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Volltext

Bois tropicaux. Interventions personnelles 1256 N 18 septembre 1989

Ad 89.052 wirtschaft zu berücksichtigen und dem ökologischen Raub-

bau in der Dritten Welt nicht Vorschub zu leisten? Inwieweit be-

#ST#

günstigt die Schweiz über Zollpräferenzen sogar Tropenholz-

Postulat importe?

der Wirtschaftskommission 5. Sieht der Bundesrat Möglichkeiten, auf einen weitgehen-

Tropenholzimporte den Verzicht zum Einsatz von Tropenholz hinzuwirken, z. B.

und Schutz der Regenwälder über die einschlägigen Berufsverbände?

Postulat 6. Welche Erfahrungen hat die Schweiz im Rahmen der Mitar-

beit beim Internationalen Tropenholzabkommen gemacht,

de la Commission des affaires économiques das zum Ziel hat, mit der Förderung einer nachhaltigen, die

Importation de bois tropicaux et protection ökologischen Gegebenheiten respektierenden Bewirtschaf-

des forêts tropicales humides tung der Zerstörung tropischer Regenwälder Einhalt zu gebie-

ten?

Texte de l'interpellation du 9 mars 1988

En 1986, la Suisse a importé 35 000 tonnes de bois tropicaux

Wortlaut des Postulates vom 24. August 1989 d'une valeur de 28,5 millions de francs. En 1987, les CFF figu-

Der Bundesrat wird beauftragt, Massnahmen auf nationaler raient eux aussi parmi les importateurs. Ils ont en effet acheté à

und internationaler Ebene zu prüfen und in die Wege zu leiten, la Malaisie 1300 m3 de Yellow Balau destiné à la fabrication de

die einen besseren Schutz der tropischen Regenwälder er- traverses de chemins de fer pour les lignes à grande vitesse.

möglichen. Dabei ist insbesondere zu prüfen, ob die Be- Or, des organisations suisses de coopération au développe-

schränkung des Importes tropischer Edelhölzer möglich ist ment, qui travaillent en Malaisie précisément, s'efforcent par

und zu diesem Ziel beiträgt. tous les moyens légaux de lutter contre l'exploitation éhontée

des forêts tropicales. Nous nous trouvons donc face à une si-

Texte du postulat du 24 août 1989 tuation à la fois paradoxale et inadmissible.

Le Conseil fédéral est invité à étudier et à prendre, sur les plans Nous demandons au Conseil fédéral de répondre aux ques-

national et international, des mesures assurant une meilleure tions suivantes:

protection des forêts tropicales humides. Il examinera en parti- 1. N'est-il pas lui aussi d'avis qu'il serait bon de renoncer dans

culier si la limitation des importations de bois tropicaux toute la mesure du possible à l'importation de bois durs, pour

précieux est possible et peut contribuer à cet objectif. le moins jusqu'à ce que les pays producteurs puissent garan-

tir que leur forêts sont exploitées de façon respectueuse de

Präsident: Der Bundesrat ist bereit, das Postulat anzuneh- leur équilibre écologique afin d'assurer leur existence à long

men. terme?

2. Quelles sont les quantités et les sortes de bois qui ont été

Ueberwiesen - Transmis achetées aux pays du tiers monde en 1987 pour couvrir les be-

soins de la Confédération (construction, CFF etc.)? ,

3. Quelles sont les directives contraignantes que la Confé-

dération et ses régies doivent respecter en ce qui concerne la

#ST# 88.360 promotion du bois indigène et dans quelle mesure ces directi-

ves permettent-elles d'importer des bois tropicaux?

Interpellation der grünen Fraktion 4. Quels moyens la Suisse a-t-elle en tant que membre du

Tropenholzimport GATT de limiter les importations, ce qui permettrait à la fois de

und einheimische Waldwirtschaft relancer l'économie forestière indigène et de ne pas encoura-

ger les abus constatés dans l'exploitation des richesses natu-

Interpellation du groupe écologiste relles du tiers monde? Dans quelle mesure la Suisse favorise-

Importation de bois tropicaux t-elle même les importations de bois tropicaux en accordant

et protection de l'économie forestière des préférences tarifaires?

5. Le Conseil fédéral estime-t-il qu'il serait possible d'obtenir,

par exemple en intervenant auprès des associations profes-

sionnelles, que l'on renonce peu à peu à utiliser des bois tropi-

caux?

Wortlaut der Interpellation vom 9. März 1988 6. Quelles expériences la Suisse a-t-elle faites dans le cadre

1986 importierte die Schweiz 35 000 Tonnen tropische Hölzer de sa participation aux travaux de la Convention internationale

für 28,5 Millionen Franken. 1987 führten nun auch die SBB für concernant les bois tropicaux, quia pour but de mettre un frein

Hochgeschwindigkeitsweichen 1300 m3 Yellow-Balau-Holz à la destruction des forêts tropicales en encourageant une ex-

aus Malaysia ein. Nun unterstützen gerade schweizerische ploitation qui soit respectueuse de leur équilibre écologique et

Entwicklungshilfeorganisationen Gruppierungen in Malaysia, qui garantisse leur conservation à long terme?

welche mit legalen Mitteln gegen den Raubbau an den Tro-

penwäldern kämpfen, auf der ändern Seite aber beziehen die Sprecfter-Porte-paro/e:Meier-Glattfelden

SBB als Kunde Harthölzer aus Malaysia. Dies ist ein unerträgli-

cher Widerspruch. Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Wirfragen deshalb den Bundesrat an: Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht

1. Teilt der Bundesrat die Ansicht, dass auf den Gebrauch von eine schriftliche Antwort.

tropischen Harthölzern in der Schweiz möglichst weitgehend

verzichtet werden sollte, bis Gewähr für eine ökologisch ver- Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

tretbare, nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder in den Lie- vom 1. Juni 1988

ferländern gegeben ist? Rapport écrit du Conseil fédéral du 1er juin 1988

2. In welchem Umfange und welche Holzarten wurden 1987 1. Auch der Bundesrat ist besorgt über die fortschreitende Zer-

für Zwecke des Bundes (Bauten, SBB usw.) aus Ländern der störung der Tropenwälder infolge verschiedener menschli-

Dritten Welt eingeführt? cher Einflüsse. Zwar bewirkt die in einigen Entwicklungslän-

3. Welche verbindlichen Richtlinien bestehen für Bund und dern nach wie vor praktizierte Uebernutzung der Waldressour-

Bundesbetriebe zur Förderung von einheimischem Holz im cen zum Zweck der Ausfuhr nur einen geringeren Teil dieser

Hinblick auf den Verzicht von Tropenhölzern? Zerstörung. Trotzdem muss auch für die tropische Export-

4. Welche Möglichkeiten stehen der Schweiz als Gatt-Mitglied Waldwirtschaft das Prinzip der nachhaltigen Bewirtschaftung

offen, um Importe einzuschränken, so die einheimische Holz- gelten, dies sowohl im eigenen Interesse wie auch dem des

18. September 1989 N 1257 Tropenhölzer. Persönliche Vorstösse

Gemeinwohls. Die Verantwortung für die Erreichung und Ein- renden Ländern einerseits und mit dem Handel und den Um-

haltung dieses Prinzips liegt jedoch in erster Linie bei den be- weltschutzorganisationen anderseits gelingen wird, die anste-

troffenen Ländern. Der Entscheid zum Gebrauch oder Nicht- henden Probleme zu lösen. Obwohl der Anteil der Schweiz am

gebrauch von tropischen Hölzern ist Sache des Konsumen- internationalen Tropenholzhandel weniger als ein Prozent be-

ten. Eine diesbezügliche Einflussnahme durch den Staat ist trägt und zudem ständig abnimmt, wird sich der Bundesrat ak-

entschieden abzulehnen. Ebenso wären aus souveränitätspo- tiv für die nachhaltige Bewirtschaftung dieses besonders für

litischen Gründen Massnahmen abzulehnen, die direkt oder Entwicklungsländer bedeutsamen und erneuerbaren Rohstof-

indirekt die Rechtsetzungshoheit dieser Länder tangieren wür- fes verwenden.

den. Hingegen unterstützt der Bund die Entwicklungsländer in

ihren Bestrebungen zu einer ökologisch vertretbaren Bewirt- Le président: Le groupe écologiste est satisfait de la réponse

schaftung durch aktive Zusammenarbeitsmassnahmen. Zahl- du Conseil fédéral.

reiche bilaterale Massnahmen sowie die Teilnahme an der Er-

arbeitung und Durchführung des «Aktionsplans für tropische

Wälder» in der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation

(FAO), am Umweltprogramm (Une'p) und an der Internationa-

len Tropenholzorganisation (Itto) sind nur einige Beispiele für

den Beitrag der Schweiz zur Walderhaltung wie auch zur Auf-

forstung von für die Holzproduktion geeigneten Flächen. Der #ST# 88.813

Bundesrat ist auch bereit, die Teilnahme an zukünftigen multi-

lateralen Vereinbarungen mit ökologischen Auflagen zu prü- Motion Ziegler

fen. Abgesehen von den obenerwähnten Organisationen ist Importverbot für Tropenhölzer

die Schweiz auch Mitglied zahlreicher internationaler Konven-

tionen auf dem Gebiet des Naturschutzes. Interdiction d'importer

2. Die Bundesverwaltung verfügt nicht über die notwendigen des bois tropicaux

Mittel, um über die Art und die Herkunft der für ihre Bauten und

sonstigen Materialien benötigten Hölzer Buch zu führen. Ge-

nerell kann jedoch gesagt werden, dass Hölzer tropischen Ur-

sprungs nur in Ausnahmefällen und in beschränkten Quantitä-

ten verwendet werden. Dies trifft namentlich für die in der Inter- Wortlaut der Motion vom 30. November 1988

pellation erwähnten Schwellen für Hochgeschwindigkeitswei- Der tropische Regenwald bedeckte noch vor 10 Jahren 12 Pro-

chen der SBB sowie für einige nicht standardisierte Möbel zu. zent der Erdoberfläche. Seit 1975 werden davon jedes Jahr 7,5

3. Grundsätzlich ist der Bund als Verbraucher von Holzpro- Millionen Hektaren zerstört. Wo Wald war, ist jetzt Wüste. Die

dukten bereit, auf deren Herkunft zu achten und einheimi- Zerstörung des tropischen Regenwaldes in Afrika, Asien und

schen Provenienzen den Vorzug zu geben, soweit dies die in- Lateinamerika stellt eine sehr ernste Gefahr für das Erdklima

ternationalen und nationalen Beschaffungs- und Ausschrei- dar. Durch diese Zerstörung sind 5 Millionen verschiedene

bungsvorschriften erlauben. Allerdings ist dies nur in Fällen Pflanzen- und Tierarten vom Untergang bedroht. Sie stellt

möglich, in denen das Gatt-Uebereinkommen über das öffent- auch das Ueberleben der Pygmäen und indianischer Volks-

liche Beschaffungswesen oder ähnliche Bestimmungen nicht stämme in Frage.

zur Anwendung gelangen. Artikel IV Absatz 3 dieses Ueberein- Die SBB haben bereits beschlossen, keine tropischen Hölzer

kommens verbietet Hinweise auf einen bestimmten Ursprung mehr zu kaufen. Einige Staaten der EG beabsichtigen, den

der zu beschaffenden Waren. Handel mit solchen Hölzern zu verbieten.

4. Die Zollposition für Holz (inkl. Tropenholz) sind allesamt im 1. Ich bitte den Bundesrat, dafür zu sorgen, dass Bundesbe-

Rahmen des Gatt konsolidiert. Es besteht deshalb keine Mög- triebe und Bundesverwaltung ab sofort auf den Kauf jeglicher

lichkeit zur autonomen Heraufsetzung der entsprechenden Art von tropischen Hölzern verzichten.

Zollansätze. Eine allfällige Abschaffung der Zollpräferenzen 2. Der Bundesrat wird aufgefordert, innerhalb einer vernünfti-

für Entwicklungsländer ist aus entwicklungspolitischen Grün- gen Frist die Einfuhr von tropischen Hölzern in die Schweiz zu

den abzulehnen (Verminderung nicht der Gesamteinfuhren verbieten.

von Tropenholz, sondern derjenigen direkt aus Entwicklungs-

ländern und damit Verminderung des durch die lokale Verar- Texte de la motion du 30 novembre 1988

beitung für sie anfallenden Mehrwerts). Schliesslich kommen La forêt tropicale couvrait - il y a 10 ans encore -12 pour cent

auch mengenmässige Einfuhrbeschränkungen oder-verböte de la surface de la terre. Or, tous les ans (depuis 1975) 7,5 mil-

nicht in Frage, da sie gegen Artikel XI des Gatt verstossen wür- lions d'hectares sont détruits. Le désert prend la place de la

den. Artikel XX enthält wohl Bestimmungen zum Schutz von forêt. Cette destruction de la forêt tropicale en Afrique, en Asie

Pflanzen. Ohne internationale Vereinbarungen könnten je- et en Amérique latine constitue un grave danger pour le

doch solche Handelsbeschränkungen als unzulässige protek- système climatique de notre planète. Elle menace de mort 5

tionistische Massnahme beanstandet werden. millions d'espèces de plantes et d'animaux différents. Elle met

5. Der Bundesrat lehnt einseitige Handelsbeschränkungen in en question la survie des Pygmées et des indiens.

diesem Bereich ab (vergi. Antwort auf Frage 1). Eine indirekte Les CFF ont déjà décidé de ne plus acheter de bois tropicaux.

Förderung der einheimischen Holzwirtschaft würde allerdings Certains Etats de la CEE envisagent d'interdire le commerce

durch multilaterale Vereinbarungen erzielt, welche mit der de bois tropicaux.

schweizerischen Gesetzgebung vergleichbare ökologische 1. Je demande au Conseil fédéral de renoncer avec effet im-

Auflagen auch für Tropenhölzer einführen würden. Der Bun- médiat pour les régies et administrations fédérales à l'achat de

desrat ist bereit, sich in diesem Sinne auf internationaler tout type de bois tropicaux.

Ebene einzusetzen. 2. Le Conseil fédéral est invité à interdire l'importation en

6. Nach mehrjährigen Startschwierigkeiten konnte die durch Suisse de bois tropicaux dans un délai raisonnable.

das Abkommen von 1983 gegründete Internationale Tropen-

holzorganisation anfangs 1987 ihre Tätigkeit aufnehmen. Die Mitunterzeichner - Cosignataires: Bäumlin Ursula, Béguelin,

Schweiz beteiligt sich aktiv an dieser Organisation und ist mit Bircher, Bodenmann, Borei, Brügger, Carobbio, Danuser,

ihrer Ankündigung von freiwilligen Beiträgen in der Höhe von Fankhauser, Hafner Ursula, Haller, Jeanprêtre, Leuenberger

einer Million US-Dollar als bisher zweitgrösster Geldgeber be- Moritz, Longet, Mauch Ursula, Pitteloud, Rechsteiner, Ruffy,

reit und - auch aufgrund ihrer Erfahrungen im Rahmen der ZbindenHans (19)

Entwicklungszusammenarbeit - in der Lage, diesen Punkt der

Interpellation mit Nachdruck zu vertreten. Die Verhandlungen Schriftliche Begründung - Développement par écrit

in diesem und anderen Gremien zeigen jedoch, dass es nur in L'auteur renonce au développement et demande une

enger Zusammenarbeit mit den exportierenden und importie- réponse écrite.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation der grünen Fraktion Tropenholzimport und einheimische Waldwirtschaft

Interpellation du groupe écologiste Importation de bois tropicaux et protection de

l'économie forestière

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1989

Année

Anno

Band IV

Volume

Volume

Session Herbstsession

Session Session d'automne

Sessione Sessione autunnale

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 01

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 88.360

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 18.09.1989 - 14:30

Date

Data

Seite 1256-1257

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Ref. No 20 017 697

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