Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 88-342 KI-generiert

Nuclear Power Plant Abandonment and Referendum

Geschäftsnummer VPB 88-342
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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This case concerns a motion advocating for the abandonment of a nuclear power plant project, proposing that this decision be made concurrently with the decision to abandon another nuclear plant project. The motion originator argued for a referendum on national energy projects, citing the need for energy to support a growing information economy and expressing concern over reliance on imported nuclear power. The government recommended transforming the motion into a postulate, suggesting that while energy conservation is important, drastic measures may not be necessary if the plant is built, and that the public should have the final say on such significant national projects.

Legislator-Regeste

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Art. 108 al. 1 let. a LTF; Nuclear Power Plant Abandonment and Referendum: The motion originator argued for a referendum on national energy projects, citing the need for energy to support a growing information economy and expressing concern over reliance on imported nuclear power. The government recommended transforming the motion into a postulate, suggesting that while energy conservation is important, drastic measures may not be necessary if the plant is built, and that the public should have the final say on such significant national projects.

Schlagwörter

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Energiepolitische Maßnahmen Referendum Entscheidungsbefugnis Energiepolitik Maßnahmen gegen Verschwendung Sanfte Energie
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 al. 1 let. a LTF

This provision was cited to dismiss the appeal as it was against an interlocutory decision.

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Volltext

Motion Luder 1174 N 26 septembre 1988

- un arrêté fédéral B statuant que ladite centrale ne sera Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates pas construite, octroyant une indemnité équitable à la vom September 1988

société maître d'oeuvre, décrétant diverses mesures d'éco- Rapport écrit du Conseil fédéral de septembre 1988

nomies d'énergie et instaurant l'interdiction d'importer de Wir verweisen auf Teil II, Ziffer 2.2.10. l'électricité d'origine nucléaire. L'arrêté A sera soumis au référendum obligatoire. L'arrêté B Schriftliche Erklärung des Bundesrates quant à lui entrerait en vigueur si l'arrêté A était rejeté par le Déclaration écrite du Conseil fédéral souverain. Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.

Mitunterzeichner- Cosignataires: keine - Aucun

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

1. Dieses Jahr feiern wir das 10jährige Bestehen der GEK #ST# 88.342 (Gesamt-Energie-Konzeption). In diesen zehn Jahren sind viele hundert Seiten über Energiepolitik zusätzlich geschrie- Motion Luder ben worden; es wird diskutiert und diskutiert. Was ist auf KKW Graben. Verzicht Bundesebene geschehen? Praktisch nichts!

2. Anfänglich war ich eher gegen die Motion Villiger/Stein- Centrale nucléaire de Graben. egger (Referendum bei Kernanlagen). Nachdem die Motion Abandon du projet betreffend Verzicht auf das KKW Kaiseraugst eingereicht worden ist, bin ich der festen Ueberzeugung, dass dieses Werk, welches doch nationale Bedeutung hat, einer Volksabstimmung unterstellt werden sollte. Den Begriff «Regionaldemokratie» kennen wir in der Schweiz nicht; das Wortlaut der Motion vom 7. März 1988

Schweizervolk hat über ein nationales Werk abzustimmen. Der Bundesrat wird beauftragt, parallel mit dem Verzicht auf

Der Souverän hat dann auch die Verantwortung zu überdas Projekt KKW Kaiseraugst ein gleiches Verfahren für das nehmen. Projekt des KKW Graben durchzuführen.

3. Seit einigen Jahren liest und spricht man von einem sogenannten Stromspargesetz. Vom Sparen von Erdöl Texte de la motion du 7 mars 1988

(Heizöl, Benzin) hört man nicht so viel, obwohl mit Heizöl Le Conseil fédéral est chargé d'engager simultanément

und Benzin gewaltige Mengen an Schadstoffen in unsere deux procédures identiques, en vue de l'abandon du projet Umwelt gelangen. de centrale nucléaire de Kaiseraugst d'une part, et de Gra- Gerade deshab muss insbesondere das Erdöl strengen ben d'autre part. Sparmassnahmen unterstellt werden.

4. Sollte das KKW Kaiseraugst nicht realisiert werden kön- Mitunterzeichner - Cosignataires: Bonny, Büttiker, Daepp,

nen, aus irgendwelchen Gründen, muss die Bauherrschaft Dietrich, Hari, Rychen, Sager, Schwab, Seiler Hanspeter, angemessen entschädigt werden, weil sie in gutem Glauben Wanner, Wyss William, Zölch (12) und aufgrund rechtskräftiger Bewilligungen viele Investitionen getätigt hat. Schriftliche Begründung - Développement par écrit

5. Wir verhalten uns widersprüchlich: Wir beziehen viel Eine am 2. März 1988 eingereichte Motion verlangt den Atomstrom aus dem Ausland, wollen aber im eigenen Land Verzicht auf das KKW Kaiseraugst. Ein eventueller Verzicht kein neues KKW erstellen. Dabei wissen wir, dass unsere auf das KKW Kaiseraugst kann nicht losgelöst vom KKW- fünf KKW einen hohen Sicherheitsgrad aufweisen. Beim Projekt Graben entschieden werden. Die Berner Regierung Bau von neuen KKW im Ausland haben wir überhaupt keiwie der bernische Grosse Rat haben sich eindeutig gegen nen Einfluss. Mit Atomstrom aus dem Ausland wird die einen Tausch Kaiseraugst gegen Graben ausgesprochen. Auslandabhängigkeit noch grösser und unsicherer. Ist das KKW Graben ist kein Ersatz für KKW Kaiseraugst. eine ehrliche Politik?

6. Ein weiterer wichtiger Punkt: Unsere Informationsgesell- Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates schaft braucht vermehrt Energie. Eine Untersuchung hat vom September 1988 ergeben, dass bei unseren Schweizer Banken die elektroni- Rapport écrit du Conseil fédéral de septembre 1988 sche Datenverarbeitung derzeit etwa die Hälfte des gesam- Wir verweisen auf Teil II, Ziffer 2.3. ten Stromverbrauchs benötigt. Die Informatik muss auch in unserem Land weiter gefördert und ausgebaut werden. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Woher wollen wir den Strom beziehen? Déclaration écrite du Conseil fédéral

7. Aufgrund der Argumentation in Ziffer 3 bis 6 ist es nahe- Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu-

liegend, dass das KKW Kaiseraugst gebaut werden soll. wandeln. Unser Land wird auch in Zukunft mehr Strom benötigen, vor allem auch dann, wenn wir das Heizöl substituieren wollen. Antrag Savary-Freiburg Der Stimmbürger soll entscheiden, welche Variante er wäh- Die Motion ist abzulehnen len will. Zugegeben: Auch wenn das KKW Kaiseraugst gebaut und in Betrieb genommen werden sollte, braucht es Proposition Savary-Fribourg auch Energiesparmassnahmen, aber nie so drastische wie Rejeter la motion bei der Nichtrealisierung von Kaiseraugst.

8. Ein weiterer Widerspruch: Lautstark hören wir das «alte Lied» der Energiesparmassnahmen. Trotzdem benötigt der Schweizer jedes Jahr mehr Energie, auch mehr Strom. Bezüglich Energiesparmassnahmen ist in den letzten Jahren zwar einiges getan worden. Auf freiwilliger Basis könnte man aber ein mehreres tun. MUSS der Staat alles und jedes vorschreiben und reglementieren?

9. Das Postulat zeigt einen möglichen Weg auf, wie endlich eine wichtige Entscheidung getroffen werden könnte. Schon deshalb ist der Vorstoss prüfenswert. Auch die staatsrechtliche Komponente muss noch näher angesehen werden. Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion Luder KKW Graben. Verzicht

Motion Luder Centrale nucléaire de Graben. Abandon du projet

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1988 Année Anno

Band III Volume Volume

Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale

Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 06 Séance Seduta

Geschäftsnummer 88.342 Numéro d'objet Numero dell'oggetto

Datum 26.09.1988 - 14:30 Date Data

Seite 1174-1174 Page Pagina

Ref. No 20 016 656

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