Federal Parliament Authority and Railway Funding
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe government proposed a plan to invest 5.4 billion Swiss francs in the national railway system, with a portion allocated for environmental protection measures on new high-speed rail lines. The government rejected a request for additional funds, stating that the necessity and extent of further environmental measures could only be determined after the completion of the construction permit process. The government explained that any project-related cost increases, such as those for additional environmental protection, would require a supplementary credit request to the federal parliament, as its authority was limited to adjusting the approved maximum amount for inflation.
Legislator-Regeste
KI-generiertFederal Parliament Authority and Railway Funding: ist, den bewilligten Höchstbetrag von 5,4 Milliarden Franken man die realistisch gesetzten Hauptziele berücksichtige.
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KI-generiertVolltext
7. Oktober 1988 N 1479 Postulat Schmidhalter
Mit Bundesbeschluss vom 17. Dezember 1986 haben die des études en cours sur de nouvelles liaisons ferroviaires à
eidgenössischen Räte die SBB ermächtigt, zur Verwirkli- travers les Alpes. Les trois lignes de transit existantes et
chung des Konzeptes «Bahn 2000» Infrastrukturinvestitio- leurs voies d'accès (ligne de la vallée du Simplon, ligne
nen im Umfang von 5,4 Milliarden Franken zu tätigen. Davon Bâle-Berne-Loetschberg-Simplon, ligne Bâle-St-Gothard-
sind 2,35 bis 2,45 Milliarden Franken für die vier Neubau- Chiasso), ainsi que les lignes internationales d'apport, qui
strecken veranschlagt. In dieser Kreditsumme sind 50 Millio- aboutissent à nos frontières du Jura, du nord et de l'est,
nen Franken enthalten, welche die eidgenössischen Räte für doivent être aménagées de manière à ce qu'elles s'intègrent
zusätzliche Umweltschutzmassnahmen an den Neubau- à notre réseau remanié conformément au projet RAIL/
strecken beschlossen haben - als Ergänzung zu dem, was BUS 2000, et que les objectifs assignés aux nouvelles liai-
unter diesem Titel in den damals vorliegenden Plänen sons ferroviaires à travers les Alpes puissent être atteints
bereits vorgesehen war. Diese Kreditaufstockung geschah pour le trafic des marchandises et des personnes.
m erster Linie mit Blick auf eine umweltschonende Trassie-
rung der Neubaustrecke Mattstetten-Rothrist. Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Die SBB haben in der Zwischenzeit die Projekte für die Am 2. Oktober 1986 hat der Unterzeichnete im Parlament die
Neubaustrecken zusammen mit den betroffenen Kantonen Motion «Eurorail 2000» eingegeben und verlangt, dass der
und Umweltschutzorganisationen weiterbearbeitet. Nach Bundesrat in Ergänzung und Ausweitung zum Konzept
Abschluss der Projektierung werden sie die Bauvorlage dem «Bahn 2000» ein Konzept «Bahn 2000 international»
Bundesamt für Verkehr zur Einleitung des eisenbahnrechtli- entwerfe und dem Parlament vorlege. Diese Motion wurde
chen Baubewilligungsverfahrens (Plangenehmigungsver- vom Bundesrat am 26. November 1986 als Postulat ange-
fahren) einreichen. Gegenstand dieses Verfahrens ist auch nommen.
eine umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung des Pro- Inzwischen hat der Bundesrat den Auftrag erteilt, Entschei-
jektes durch die zuständige Behörde. Es wird dabei festzu- dungsgrundlagen für den Bau einer neuen Eisenbahn-AI-
stellen sein, ob das Projekt den Bestimmungen des Umwelt- pentransversale (Neat) mit der zu wählenden Linienführung
schutzgesetzes und den Umweltvorschriften anderer Bun- zu erarbeiten, und zwar aufgrund von vier Linienführungsva-
desgesetze entspricht. rianten. Die Experten haben im sogenannten Referenzfall
Ob und allenfalls in welchem Ausmass zusätzliche Umwelt- vernünftige, sofortige und mittelfristige Massnahmen
schutzmassnahmen nötig sein werden, kann erst nach berücksichtigt und für den Vergleich als durchgeführt vor-
Abschluss des Baubewilligungsverfahrens gesagt werden. ausgesetzt. Sie kommen zum Schluss, dass zwischen die-
Der Bundesrat hält es daher nicht für zweckmässig, heute sem Referenzfall und den Neat-Planungsfällen keine finan-
schon dafür einen Zusatzbeitrag vorzusehen. Für projektbe- ziell interessante Zwischenlösung, d. h. ohne Basistunnel
dingte Mehrkosten, z. B. als Folge von zusätzlichen Umwelt- aber mit Ausschöpfung sämtlicher denkbarer Verbesse-
schutzmassnahmen, müsste er den eidgenössischen Räten rungsmöglichkeiten, gefunden werden könne. Sie behaup-
einen Zusatzkredit beantragen, da er lediglich ermächtigt ten, dass eine solche Zwischenlösung nicht existiere, wenn
ist, den bewilligten Höchstbetrag von 5,4 Milliarden Franken man die realistisch gesetzten Hauptziele berücksichtige.
der Teuerung anzupassen. Unserer Ansicht nach gibt es aber eine solche interessante
Zwischenlösung mit einem kurzen Basistunnel unter den
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Berner Alpen. Mit einem konsequenten Ausbau könnte übri-
Déclaration écrite du Conseil fédéral gens jede der drei bestehenden Linien mit relativ kurzen
Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- Neubaustrecken mittel- und langfristig auf einen Stand
wandeln. gebracht werden, der in bezug auf Qualität und Kapazität
der in Zukunft entstehenden Nachfrage auch im internatio-
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat nalen Verkehr entsprechen würde. Das Konzept «Bahn 2000
international» ist ohne grosse Zeitverluste und übermässige
Kosten zu realisieren.
Alpentransversale: Schwierigkeiten bei der Finanzierung
#ST# 88.305 Die Neat-Studien konzentrieren sich auf vier Projekte mit
überlangen Neubaustrecken: Lötschbarg 129 km, Gotthard
Postulat Schmidhalter 198 km, Gotthard Y 372 km, Splügen l 249 km, Splügen II
Neue Eisenbahn-Alpentransversale. 346 km. Diese Studien sollen uns Entscheidungsgrundlagen
Konzept für den Bau einer Eisenbahn-Alpentransversale geben. Es
wird sicher möglich sein, aufgrund der Unterlagen einen
Nouvelles liaisons ferroviaires sogenannten Linienführungsentscheid zu treffen. Ob es
à travers les Alpes dann aber für einen Baubeschluss reicht, ist auf einem
anderen Blatt geschrieben. Diese Zweifel drängen sich auf,
wenn die Finanzierung überdacht wird.
Mit dem Konzept «Bahn 2000» werden folgende Investi-
tionsbeträge ausgelöst: Für die SBB: Neubaustrecken und
Wortlaut des Postulates vom 29. Februar 1988 Ausbauten 5,4 Milliarden, zusätzlich Rollmaterial für 1,7 Mil-
Der Bundesrat wird eingeladen, auf der Grundlage des Kon- liarden, total 6,7 Milliarden Franken. Für die Privatbahnen
zeptes «Bahn 2000» unter Berücksichtigung der laufenden sowie weitere konzessionierte Transportunternehmen (KTU)
Studien Neat, Neue Eisenbahntransversalen, ein Konzept sind in diesem Zeitraum minimum zwei Rahmenkredite in
«Bahn 2000 international» erarbeiten zu lassen. Die drei der Grössenordnung von 2,5 Milliarden Franken vorzuse-
bestehenden Transitlinien und deren Verkehrskorridore hen, wobei angenommen wird, dass bei den Privatbahnen
Simplontallinie, Basel-Bern-Lötschberg-Simplon und die Kantone und die Bahnen 50 Prozent zusätzlich leisten
Basel-Gotthard-Chiasso sowie die internationalen Einfall- müssen. Das ergibt ein totales Investitionsvolumen in .der
und Zubringerlinien im Jura, in der Nord-Ostschweiz und im Grössenordnung von 5 Milliarden Franken. Total werden
Rheintal sind nahtlos auf der Basis des Konzeptes «Bahn/ also für «Bahn/Bus 2000» etwa bis zum Jahre 2000 12 Mil-
Bus 2000» auszubauen, so dass die angestrebten Ziele und liarden Franken zu investieren sein. Dies, ohne Teuerung
Vorgaben der neuen Eisenbahn-Alpentransversalen für den und Mehrkosten zu berücksichtigen. Ueber den neuen Lei-
die Schweiz durchquerenden Güter- und Personenverkehr stungsauftrag an die SBB muss der Bund etwa 1 Milliarde
erfüllt werden können. Franken pro Jahr laufend investieren.
Sofern man annimmt, dass bis zum Jahre 2007 zusätzlich
Texte du postulat du 29 février 1988 eine neue Alpentransversale mit etwa 200 km Neubaustrek-
Le Conseil fédéral est invité à faire élaborer un projet RAIL ken realisiert werden soll, ergeben sich schlussendlich Inve-
2000 international qui tienne compte du projet RAIL 2000 et stitionssummen zwischen 2,5 bis 3 Milliarden Franken pro
Postulat du groupe démocrate-chrétien 1480 N 7 octobre 1988
Jahr. Stellt man diesbezüglich Vergleiche zum National- - Laufender Ausbau der Strecken Zürich-Amsteg und Bias-
strassenbau an, muss man sofort einsehen, dass es so nicht ca-Chiasso für den schnellen Personenverkehr.
geht. Die Finanzen sind nicht aufzubringen. Angesichts der enormen Kosten, die für den Bau einer
Die Ziele sind auch mit einer Zwischenlösung zu erreichen Eisenbahn-Alpentransversale erbracht werden müssen und
Für die Erfüllung des Transit- oder Durchgangsverkehrs die nur über eine längere Reihe von Jahren erbracht werden
stehen drei Ziele im Vordergrund. Alle drei Ziele können mit können; angesichts des Risikos, in den Jahren des Baus der
einem konsequenten Ausbau der drei bestehenden interna- Alpentransversale den Anschluss an den internationalen
tionalen Linien erreicht werden. Verkehr zu verlieren, ersuchen wir den Bundesrat, als Zwi-
Die Reisezeiten schenlösung die drei bestehenden Linien Simplen, Lötsch-
Die Reisezeiten der Intercity- und Eurocityzüge können auf berg und Gotthard sowie die internationalen E nfall- und
allen drei Linien entscheidend gesenkt werden, ohne dass Zubringerlinien im Jura, in der Nord-Ostschweiz und im
Hunderte von Kilometern Neubaustrecke erstellt werden, so Rheintal in Form eines Konzeptes «Bahn 2000 internatio-
zum Beispiel auf der Lötschberglinie mit einer Neubau- nal» möglichst sofort dem internationalen Verkehr anzu-
strecke von 35 km (Tunnel 28 km) durch die Berner Alpen, passen.
aber auch auf der Simplontallinie und der Gotthardstrecke.
Auf der Gotthardstrecke müsste man die Nord-Südzufahr- Schriftliche Erklärung des Bundesrates
ten zu einem eventuellen Gotthardbasistunnel, d. h. Olten- vom 19. September 1988
Amsteg und Biasca-Chiasso (Monte Ceneri-Tunnel), vor- Déclaration écrite du Conseil fédéral
gängig und laufend ausbauen und für den Personenverkehr du 19 septembre 1988
derart vorschnellem, dass zwischen den Zentren Zürich und Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen
Lugano ein Zweistundentakt gefahren werden kann. und im Rahmen des Vernehmlassungsverfahrens zur Neat
Der kundengerechte Güterverkehr zu prüfen.
Der kundengerechte Güterverkehr, d. h. Wagenladungen
und vor allem Container, können bereits heute ab Basel Ueberwiesen - Transmis
durch den Gotthard oder den Lötschberg in geforderter
Quantität und Qualität bewältigt werden. Sogar der Gotthard
hat noch freie Kapazität. Bei einer möglichen Gütertrans-
portkapazität am Gotthard von etwa 13 Millionen Tonnen #ST# 88.309
pro Jahr wurden 1984 10,2 Millionen Tonnen transportiert.
Am Lötschberg könnten ab 1989 6 Millionen Tonnen mit Postulat
Steigerungsmöglichkeit auf 12 Millionen Tonnen erbracht der christlichdemokratischen Fraktion
werden. Heute sind es deren drei. Was die Anlieferungszeit Beitritt der Schweiz
beim Güterverkehr anbetrifft, kann durch rechtliche, organi-
satorische und betriebliche Verbesserungen an den Grenz- zum Europäischen Währungssystem EWS
orten viel mehr Zeit eingespart werden als mit neuen Linien. Postulat
Huckepack, aber auch durch den Lötschberg du groupe démocrate-chrétien
Der Huckepack ist momentan nur am Gotthard möglich und Adhésion de la Suisse
kann in den nächsten Jahren noch etwas gesteigert werden, au Système monétaire européen (SME)
da die Verladehöhe auf 3,80 m angehoben wird. Die Verlade-
möglichkeit für 4 m oder 4,20 m hohe Lastwagen muss so
schnell wie möglich bereitgestellt werden, denn man kann
für die Lösung dieses Problems nicht 15 bis 20 Jahren
warten. Es zeigt sich zudem, dass auch bei der Lötschberg/
Simplonvariante in 7 Jahren, gleichzeitig mit dem Endtermin Wortlaut des Postulates vom 29. Februar 1988
der Neubaustrecken «Bahn 2000», der Huckepackverkehr Der Bundesrat wird eingeladen, das Verhältnis deir Schweiz
zu realisieren ist. Mit der Absenkung der Sohle in den zum Europäischen Währungssystem zu überprüfem und ins-
beiden Simplontunnels und einem neuen Basistunnel durch besondere die Aufnahmebedingungen für die Schweiz
den Lötschberg von 28 km kann das möglich gemacht wer- abzuklären. Ferner ist abzuklären, ob dem Parlament Bot-
den. Der anfallende Lastwagenverkehr kann dann ab Iselle schaft und Entwurf zu einem Beitrittsbeschlusszu unterbrei-
bis Basel oder umgekehrt auf der Schiene transportiert ten seien.
werden. Basel-lselle ist von allen Alpentransversalen die
kürzest mögliche Strecke durch die Schweiz. Da wir über Texte du postulat du 29 février 1988
die Bundeskasse die Umlagerung von der Strasse auf die Le Conseil fédéral est prié d'examiner les relations de la
Bahn subventionieren müssen, ansonsten die Lastwagen Suisse avec le Système monétaire européen (SA/IE) et en
überhaupt nicht die Bahn benützen, wäre es nichts anderes particulier de clarifier les conditions d'admission. Il détermi-
als logisch, wenn diejenige Alpentransversale in Frage nera s'il y a lieu de présenter à l'Assemblée un message
käme, welche die kürzeste Strecke aufweist. Laut Leistungs- accompagné d'un projet d'arrêté concernant l'adhésion.
auftrag bezahlt der Bund den SBB auf der Strecke Basel-
Lugano heute 200 bis 300 Franken pro Sendung. Dieser Sprecher - Porte-parole: Eisenring
Betrag würde auf der weit kürzeren Strecke Basel-lselle
entsprechend niedriger. Die Anzahl Lastwagen, welche auf Schriftliche Begründung - Développement par écrit
der Bahn transportiert werden, muss massiv gesteigert wer- I.Das Europäische Währungssystem, geschaffen 1979,
den, um die Strasse zu entlasten. Diese Uebung kostet den umfasst derzeit acht von zwölf EG-Ländern. Zulet2t sind ihm
Bund jedes Jahr viel Geld, und es muss daher die wirtschaft- Italien (1981), Belgien (1982) und Frankreich (19831 beigetre-
lichste Lösung angestrebt werden. ten. Voraussichtlich ist 1989 auch mit dem Beitritt von
Schlussfolgerungen Spanien und Portugal zu rechnen. Sodann verlautet, dass
Das vordringliche Ausbauprogramm ist in seinen Schwer- auch Island den Anschluss seiner Währung an da:; Europäi-
punkten wie folgt zu definieren: sche Währungssystem prüft, um die Anfälligkeit der nationa-
-Neubaustrecken und Ausbauten «Bahn/Bus 2000». len Währung gegenüber den starken Dollarkursschwankun-
-Neuer Basistunnel Lötschberg mit den drei Funktionen: gen zu verringern. Ferner sind auch in England Diskussio-
internationaler und nationaler Bahnverkehr; Huckepack nen über einen eventuellen Beitritt zum EWS im Gange, und
Basel-lselle; Autoverlad Nationalstrasse Spiez bis National- selbst die Möglichkeit ist im Gespräch, dass sich auch Japan
strasse Rhoneebene. dem EWS annähern könnte.
-Ausbau des bestehenden Simplontunnels für Huckepack- Vom Geltungsbereich her ist das EWS somit schon heute
profil. relativ weitgezogen, und eine weitere Erstarkung des
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Schmidhalter Neue Eisenbahn-Alpentransversale. Konzept
Postulat Schmidhalter Nouvelles liaisons ferroviaires à travers les Alpes
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1988
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 88.305
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 07.10.1988 - 08:00
Date
Data
Seite 1479-1480
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