Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 88-301 KI-generiert

Radioactive Waste Mishandling and Swiss Oversight Inquiry

Geschäftsnummer VPB 88-301
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

This interpellation concerns allegations of mishandling radioactive waste, specifically concerning shipments from a Swiss nuclear power plant to a processing facility in Mol, Germany. The inquiry highlights concerns about improperly declared, highly radioactive waste, potential bribery, and the lax oversight by Swiss authorities who operated on a "principle of trust." It questions the adequacy of existing containment at Swiss facilities, the transparency of waste disposal practices, and the responsibility of nuclear power plant operators in ensuring the integrity of waste handling and transport.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Radioactive Waste Mishandling and Swiss Oversight Inquiry: The inquiry highlights concerns about improperly declared, highly radioactive waste, potential bribery, and the lax oversight by Swiss authorities who operated on a "principle of trust." It questions the adequacy of existing containment at Swiss facilities, the transparency of waste disposal practices, and the responsibility of nuclear power plant operators in ensuring the integrity of waste handling and transport.

Schlagwörter

KI-generiert
radioaktiver Abfall Abfallentsorgung wilde Deponie Bestechung Altlast Abklärungsverfahren
KI-generiert

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

26. September 1988 N 1181 Interpellation der LdU/EVP-Fraktion

chen hervorgeht, dass Anlagen mit dem Mark l-Containment zialbehandlung» die zu stark strahlenden Fässer so stark mit

den heutigen Anforderungen nicht mehr genügen. Weder in nichtstrahlendem Material zu verdünnen, bis diese in die

den USA noch in anderen Ländern steht ein Widerruf der Norm von Mol passen.

Betriebsbewilligung zu Diskussion. Nach den internationalen Transportvorschriften bedeutet

Lieber das Verhalten des Mark l-Containments bei schweren schwachaktiver Abfall, dass ohne Abschirmung an der Ober-

Unfällen liegen bisher nur vereinzelte Studien für ausländi- fläche der Fässer nicht mehr Strahlung als 200 mrem/h

sche Anlagen vor. Deren Uebertragbarkeit auf das Kernkraft- herrscht. In diesem Fall wird eine Abschirmung als unnötig

werk Mühleberg ist aber kaum gegeben, da dessen Contain- betrachtet. Was mehr strahlt, wird als mittelaktiv und damit

ment nicht nur eine grössere Speicherfähigkeit aufweist, abschirmungsbedürftig betrachtet. Die Grenze, die heute

sondern auch noch von einem wirksamen sekundären Con- Mol angibt, bedeutet also, dass dort nur schwach radioakti-

tainment umschlossen ist. ver Abfall aufbereitet wird. Es handelt sich offenbar um eine

Wesentlich für einen sicheren Betrieb des Kernkraftwerks gängige Abgrenzung (Angaben nach einem Sachbearbeiter

Mühleberg ist der Nachweis, dass das Containment selbst HSK Würenlingen).

im Falle eines Rohrbruchs einer Hauptleitung des Reaktor- Wir fragen den Bundesrat:

kühlsystems die in Form von Dampf und heissem Wasser 1a. Stimmen obige Angaben sinngemäss?

freiwerdende Energie aufnimmt und die radioaktiven Stoffe 1b. Von welchen Bundesstellen werden die ganzen Vorfälle

zurückhält. Dieser Nachweis liegt für das Kernkraftwerk untersucht, und werden die Ergebnisse dieser Untersu-

Mühleberg vor und wurde von der Hauptabteilung für die chung vollständig veröffentlicht?

Sicherheit der Kernanlagen überprüft. Einige im Zusammen- 1c. In welche Kernkraftwerke der Schweiz wurden Fässer

hang mit dem Containment notwendigen Nachrüstungen aus Mol zurückgeliefert, und sind alle derartigen Fässer auf

wurden bereits vor Jahren realisiert. Gehalt an Plutonium und strahlendem Kobalt und weitere

gefährliche Isotope untersucht worden?

3. FRAGEN IM ZUSAMMENHANG MIT DEM 1d. Besteht die Möglichkeit, dass auch andere «aufberei-

KERNBRENNSTOFFKREISLAUF tete» radioaktive Abfälle aus ändern Anlagen zusätzlich

CYCLE DU COMBUSTIBLE NUCLEAIRE nicht deklariertes Plutonium und andere Isotope enthalten,

die nicht darin sein dürften?

1e. Ist der Bundesrat bereit, zuzusichern und zu kontrollie-

ren, dass in Zukunft der ganze Atomabfall-Handel nicht

mehr dubiosen Firmen und veralteten Aufbereitungsanla-

gen ohne Transparenz über innere Vorgänge übergeben

#ST# 88.301 wird?

2a. Teilt der Bundesrat die Auffassung von Direktor Nägeli,

Interpellation der LdU/EVP-Fraktion dass im Bereich der schwach- und mittelaktiven Abfälle es

Kernkraftbetreiber. den Schweizer Behörden gleich ist, was im Ausland mit

Umgang mit radioaktiven Abfällen Abfällen aus schweizerischen Kernkraftwerken geschieht

und behördliche Aufsicht und wer diese herumtransportiert und wie er dies macht,

wenn nur hier in der Schweiz alles in Ordnung ist (dies z. B.

Interpellation du groupe Adl/PEP in ausdrücklichem Gegensatz zur gesetzlichen Regelung,

Exploitants de centrales nucléaires. wie sie für die Entsorgung gefährlicher Stoffe besteht)?

Manipulation de déchets radioactifs 2b. Wie kommt es, dass in Mühleberg nicht bekannt war,

et surveillance des autorités dass Mol nur schwachaktive Abfälle aufbereitet? Und dies,

obwohl offenbar Mitarbeiter dieses Werkes Mol besucht

haben und nach Aussage des Betriebsleiters, Peter Weyer-

mann, «technische Kontakte» bestehen?

2c. Gehört es nach Ansicht des Bundesrates nicht zu den

Wortlaut der Interpellation vom 29. Februar 1988 Sorgfaltspflichten eines Kernkraftwerk-Betreibers, sich über

Der Skandal um die Transnuklear AG (BRD) weitet sich die Verarbeitungsmöglichkeit eines Aufbereitungswerkes

immer mehr aus. Zwei Selbstmorde, über 20 Millionen Fran- und die Seriosität der beauftragten Transportfirmen zu

ken Bestechungsgelder, mehrere hundert falsch deklarierter orientieren?

Fässer mit radioaktiven Abfällen (teilweise mit Plutonium) 3. Wie ist es zu erklären, dass das Kernkraftwerk Mühleberg

und möglicherweise über hundert betroffene Personen sind mit der Firma Transnuklear einen Vertrag über einen Geld-

bereits zu verzeichnen. Entgegen ersten Berichten ist auch betrag abschloss, der offenbar rund sechs mal höher war,

die Schweiz betroffen, sind doch Abfälle aus dem Kernkraft- als das aufbereitende Werk für seine Arbeit verlangte? Lässt

werk Mühleberg (zum Teil entstanden bei der Reparatur des dies auf seriöses Geschäftsverhalten und saubere Kalkula-

Primärkreislaufes) dieser Firma «anvertraut» worden. Auf tion schliessen?

die Frage, ob die Schweiz Rücklieferungen aus den Aufbe- 4a. Wie waren die Abfälle deklariert (insbesondere bezüglich

reitungswerken kontrolliere, antwortete zu Beginn des Strahlung und Zusammensetzung), die nach Mol gesandt

Skandals ein Vertreter der Bundesbehörden in den Medien, wurden?

man habe nach dem «Vertrauensprinzip» gehandelt, d. h. 4b. Wurden diese Deklarationen von einer amtlichen Stelle

ohne Kontrolle darauf vertraut, dass abgeschlossene Abma- (Bund oder Kanton) geprüft? Von wem?

chungen auch eingehalten würden. 4c. Erreichten die Abfälle Mol mit korrekter Deklaration oder

Nun stellt sich heraus, dass die Aufbereitungsanlage Mol wurden Aenderungen an der Deklaration vorgenommen?

(tief verwickelt in den Skandal) die offenbar zu stark strah- 4d. Falls die Abfälle gemäss Inhalt deklariert gewesen sein

lenden Fässer aus Mühleberg plötzlich nicht mehr verarbei- sollten: Warum wurden dann die zu stark strahlenden Fäs-

ten kann. ser entgegengenommen und nicht refüsiert? Besteht die

In der Rundschau TV DRS vom 12. Januar 1987 hat der Möglichkeit, dass unkorrekte Handlungen (Nachlässigkeit,

Direktor der Hauptabteilung Sicherheit Kernkraftanlagen Bestechung) dafür verantwortlich sind?

(HSK) des Bundes, Herr Direktor Nägeli, die Auffassung 5a. Hat der Bund Massnahmen getroffen, um die weitere

vertreten, den Bund interessiere nicht, was mit unseren Zusammenarbeit zwischen Schweizer Kernkraftwerken und

radioaktiven Abfällen (vor allem den schwach- und mittelak- der offenbar unseriösen Firma Transnuklear zu verhindern?

tiven) im Ausland geschehe. Wichtig sei nur die Sicherheit 5b. Wer wird derartige Abfall-Transporte nun unternehmen?

der Funktion der Anlagen in der Schweiz. 5c. Wie gedenkt man zu verhindern, dass wiederum ein

Es ist möglich, dass die zu stark strahlenden Abfälle nun gewinnsüchtiges Schwindelunternehmen mit dem unseriö-

unverarbeitet zurückgenommen werden müssen. Allerdings sen Umgang mit gefährlichem Material eigene Profite er-

schlug der Betriebsleiter von Mühleberg vor, in einer «Spe- zielt?

Interpellation du groupe Adl/PEP 1182 N 26 septembre 1988

5d. Mit welchen Massnahmen gedenkt der Bund kurzfristig tonium et des isotopes non déclarés et qui ne devraient pas

die ordnungsgemässe Entsorgung radioaktiver Abfälle wie- s'y trouver?

der sicherzustellen? 1e. Le Conseil fédéral est-il prêt à garantir qu'à l'avenir, le

6. In Diskussionen um die Gewinnung von Plutonium aus commerce relatif aux déchets radioactifs ne sera plus confié

Brennelementen ziviler Kernkraftwerke zur Herstellung pri- à des maisons douteuses ni a des installations de traitement

mitiver Atombomben wurde von Behördeseite immer versi- vétustés sans aucune transparence concernant les opéra-

chert, über Plutonium werde eine engste internationale Kon- tions internes? Est-il prêt à vérifier le fait?

trolle ausgeübt und eine Buchhaltung über jedes Gramm 2a. Le Conseil fédéral partage-t-il l'opinion de VI. Nägeli,

geführt, so dass kein Plutonium unbemerkt verschwinden selon laquelle les autorités suisses ne se préoccupent pas

könne. Wie passen die jüngsten Vorfälle in Mol, wo offenbar de savoir ce qu'il advient à l'étranger des déchets faiblement

erhebliche Mengen Plutonium verschoben und zum Ver- ou moyennement radioactifs des centrales nucléaires de

schwinden gebracht wurden, zu der bisherigen Auffassung notre pays, qui se charge du transport et comment celui-ci

der Bundesbehörden über eine wirksame Kontrolle? s'effectue, du moment que tout est en ordre en Suisse (cela

en formelle contradiction avec la réglementation légale

applicable à l'élimination des matières dangereuses)?

Texte de l'interpellation du 29 février 1988 2b. Comment se fait-il qu'on ignorait à Mühleberg que l'éta-

Le scandale à propos de la Transnuklear AG, en RFA, prend blissement de Mol ne conditionnait que des déchets faible-

toujours plus d'importance. On dénombre déjà deux sui- ment radioactifs? Et cela en dépit du fait que des collabora-

cides, des pots-de-vin s'élevant à plus de 20 millions de teurs de Mühleberg avaient visité Mol et, selon les déclara-

francs, plusieurs centaines de fûts contenant des déchets tions du directeur d'exploitation, M. Peter Weyermann, pris

radioactifs (en partie du plutonium) et faisant l'objet de des «contacts de nature technique».

fausses déclarations, et vraisemblablement plus de 100 per- 2c. L'exploitant d'une centrale nucléaire n'a-t-ll pas, de l'avis

sonnes impliquées. Contrairement aux premiers rapports, la du Conseil fédéral, le devoir de se renseigner sur les possibi-

Suisse est aussi touchée, puisque des déchets provenant de lités offertes par une installation de traitement ainsi que sur

la centrale nucléaire de Mühleberg (et dus en partie à la le sérieux de l'entreprise chargée du transport?

réparation du circuit primaire) ont été «confiés» à l'entre- 3. Comment peut-on expliquer que la centrale nucléaire de

prise susmentionnée. A la question de savoir si la Suisse Mühleberg ait conclu avec la maison Transnuklear un

contrôlait le retour des substances traitées, un représentant contrat portant sur une somme d'argent qui représente

des autorités fédérales a répondu par l'entremise des environ six fois le prix que demandait l'installation de traite-

médias, dès que le scandale a été connu, qu'on avait agi ment pour effectuer son travail? Cela plaide-t-il en faveur

selon le «principe de la confiance», c'est-à-dire qu'on avait d'un comportement sérieux en affaires et d'un calcul normal

admis sans le vérifier que les engagements pris seraient des coûts?

tenus. 4a. Qu'a-t-on déclaré à propos des déchets envo/és à Mol

Or, il se révèle maintenant que l'installation de conditionne- (notamment en ce qui concerne les radiations et la composi-

ment de Mol (fortement impliquée dans l'affaire) n'est subi- tion)?

tement plus en mesure de traiter les fûts en provenance de 4b. Ces déclarations ont-elles été examinées par un service

Mühleberg, qui dégagent manifestement trop de radiations. officiel (fédéral ou cantonal)?

Lors d'une émission de la Télévision alémanique du 12 jan- 4c. Les déchets sont-ils parvenus à Mol accompagnés

vier 1987, M. Nägeli, directeur de la Division principale de la d'une déclaration exacte ou a-t-on modifié celle-ci?

sécurité des installations nucléaires (DSN) de la Confédéra- 4d. Si la déclaration correspondait au contenu des fûts de

tion, a déclaré que celle-ci ne cherche pas à savoir ce qu'il déchets, pourquoi a-t-on accepté et non refusé ceux qui

advient de nos déchets radioactifs (surtout ceux qui sont présentaient une trop forte émission de radiations'' Se peut-

faiblement ou moyennement actifs) à l'étranger. Ce qui il qu'il y ait eu des agissements incorrects (négligence,

compte pour elle, c'est la sécurité du fonctionnement des corruption)?

installations en Suisse. 5a. La Confédération a-t-elle arrêté des mesures pour

Il se peut que les déchets à trop forte émission de radiations empêcher toute collaboration future entre des centrales

nous reviennent sans avoir été traités. Toutefois, le directeur nucléaires suisses et la maison Transnuklear, manifeste-

d'exploitation de Mühleberg a proposé de faire subir un ment peu sérieuse?

«traitement spécial» au contenu des fûts en question en le 5b. Qui entreprendra maintenant de tels transports de dé-

mélangeant avec des substances non radioactives jusqu'à chets?

ce qu'il soit conforme aux normes adoptées à l'établisse- 5c. Comment pense-t-on empêcher que d'autres entreprises

ment de Mol. véreuses et cupides retirent de nouveau un certain profit en

Selon les prescriptions applicables aux transports interna- manipulant sans le sérieux nécessaire des substances dan-

tionaux, on entend par déchets peu actifs ceux qui, sans gereuses?

isolation à la surface des fûts, n'émettent pas de radiations 5d. Par quelles mesures la Confédération a-t-elle I intention

supérieures à 200 mrem/h. Une isolation est considérée de garantir à court terme l'élimination méthodique des

comme inutile en l'occurrence. Si les radiations sont plus déchets radioactifs?

fortes, la substance est jugée moyennement active et doit 6. Dans les discussions sur la production.de plutonium à

être isolée. La limite indiquée par l'établissement de Mol partir d'éléments de combustible provenant de centrales

montre donc qu'on n'y traite que des déchets faiblement nucléaires civiles pour fabriquer les premières bombes ato-

actifs. Il s'agit manifestement d'une limite couramment utili- miques, les autorités ont toujours assuré qu'on exerçait un

sée (selon les indications d'un spécialiste de la DSN, à contrôle international très strict du plutonium et que chaque

Würenlingen). gramme de ce métal était comptabilisé, de telle sorte qu'au-

Je pose au Conseil fédéral les questions suivantes: cune parcelle ne pouvait disparaître. Comment les récents

1a. Les indications ci-dessus sont-elles exactes en subs- incidents de Mol, où d'importantes quantités de plutonium

tance? ont manifestement été déplacées avant de dhàparaître,

1b. Quelles sont les services fédéraux qui enquêtent sur cadrent-ils avec l'opinion actuelle des autorités fédérales sur

toute cette affaire et les résultats des recherches seront-ils l'efficacité du contrôle?

publiés intégralement?

1c. Dans quelles centrales nucléaires de notre pays des fûts

en provenance de Mol ont-ils été retournés? A-t-on examiné Sprecher- Porte-parole: Günter

la teneur en plutonium, en cobalt radioactif et en autres

dangereux isotopes de ces fûts? Schriftliche Begründung - Développement par écrit

1d. Est-il possible que d'autres déchets radioactifs «traités» : Die Interpellantin verzichtet auf eine Begründung und

provenant d'autres installations contiennent en plus du plu- wünscht eine schriftliche Antwort.

26. September 1988 N 1183 Interpellation der grünen Fraktion

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates 17. Sieht der Bundesrat noch eine Möglichkeit, die in den

vom September 1988 Betriebsbewilligungen der Atomkraftwerke verlangte

Rapport écrit du Conseil fédéral de septembre 1988 sichere Endlagerung radioaktiver Abfälle in der Schweiz zu

Wir verweisen auf Teil II, Ziffer 3.5.1, 3.5.2 und 3.5.3. realisieren? MUSS nicht vielmehr davon ausgegangen wer-

den, dass das Projekt der Nagra, den starkradioaktiven

Abfall im kristallinen Untergrund der Nordostschweiz zu

lagern, kaum zu realisieren ist?

18. Ermittelt die Bundesanwaltschaft im Zusammenhang mit

#ST# 88.308 • der Transnuklearaffäre immer noch?

Interpellation der grünen Fraktion

Texte de l'interpellation du 29 février 1988

Atommüll

En relation avec le scandale du transport des déchets

Interpellation du groupe écologiste nucléaires opéré par la firme Transnuklear de la centrale

Déchets nucléaires nucléaire de Mühleberg à Mol et de l'affaire de corruption

dans laquelle est impliquée cette firme, des questions fonda-

mentales se posent quant à la gestion des déchets

nucléaires et en particulier quant aux relations commer-

ciales des centrales nucléaires suisses. A ce sujet, nous

Wortlaut der Interpellation vom 29. Februar 1988 prions le Conseil fédéral de répondre aux questions sui-

Im Zusammenhang mit dem Skandal um die Atommüll- vantes:

Transporte der Firma Transnuklear vom Kernkraftwerk 1. Combien de tonnes de déchets faiblement, moyennement

Mühlberg nach Mol und der Bestechungsaffäre dieser Firma et hautement radioactifs les centrales nucléaires suisses

stellen sich Fragen ganz grundsätzlicher Natur zur Atom- produisent-elles par année?

müllentsorgung wie auch im besonderen zu den Geschäfts- 2. Jusqu'à quand suffiront les capacités des dépôts intermé-

beziehungen der schweizerischen Atomkraftwerke. Wir bit- diaires des différentes centrales nucléaires? De nouveaux

ten den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen: dépôts intermédiaires seront-ils bientôt nécessaires? Quand

1. Wieviele Tonnen schwach-, mittel- und starkradioaktive entrera en activité le dépôt intermédiaire centrai de Würen-

Abfälle fallen jährlich in den schweizerischen Atomkraftwer- lingen?

ken an? 3. Quelle quantité de déchets hautement radioactifs, stockés

2. Wie lange reichen die Kapazitäten der Zwischenlager in pour l'instant à l'étranger, la Suisse devra-t-elle reprendre à

den einzelnen Atomkraftwerken? Sind demnächst neue Zwi- partir de 1992? La même question vaut pour les déchets à

schenlager nötig? Wann ist das zentrale Zwischenlager in faible et moyenne radioactivité.

Würenlingen bezugsbereit? 4. Combien de kilogrammes de plutonium peuvent être

3. Wieviel hochradioaktiven Abfall, der zurzeit im Ausland extraits annuellement des éléments combustibles soumis au

lagert, muss die Schweiz ab 1992 zurücknehmen? Wieviel retraitement émanant des centrales nucléaires suisses?

schwach- und mittelradioaktiven Abfall? 5. L'autorité de surveillance sait-elle combien de temps les

4. Wieviele Kilogramm Plutonium können jährlich bei der barres de combustible ont été en service dans les différentes

Wiederaufbereitung von Brennelementen aus schweizeri- centrales nucléaires?

schen Atomkraftwerken gewonnen werden? 6. L'autorité de surveillance connaît-elle la composition

5. Weiss die Aufsichtsbehörde, wie lange die einzelnen exacte des barres de combustible qui quittent la centrale

Brennstäbe im jeweiligen Atomkraftwerk in Betrieb waren? pour un retraitement?

6. Kennt die Aufsichtsbehörde die genaue Zusammenset- 7. Quelle est la fréquence des visites d'un inspecteur de

zung der Brennstäbe, die das Werk zur Wiederaufbereitung l'Agence internationale de l'énergie atomique (AIEA) dans

verlassen? les différentes centrales nucléaires suisses?

7. Wie oft besucht ein Inspektor der Internationalen Atom- 8. Les autorités fédérales savent-elles que l'on met au point

energie-Organisation (IAEO) die einzelnen Atomkraftwerke des procédés pour parvenir à extraire à l'avenir du pluto-

in der Schweiz? nium également des déchets à faible et moyenne radioacti-

8. Ist den Bundesbehörden bekannt, dass Verfahren entwik- vité?

kelt werden, um in Zukunft auch aus schwach- und mittelra- 9. La firme Transnuklear a-t-elle également effectué des

dioaktivem Abfall Plutonium zu gewinnen? transports pour le compte des centrales nucléaires de Gös-

9. Hat die Firma'Transnuklear auch für die Kernkraftwerke gen, Leibstadt, Beznau I et II? Dans l'affirmative, vers quelle

Gösgen, Leibstadt, Beznau l und II Transporte ausgeführt? destination et dans quel but?

Wenn ja, wohin und zu welchem Zwecke? 10. Les centrales nucléaires ont-elles conclu des contrats

10. Haben die Atomkraftwerke mit anderen Transportfirmen avec d'autres entreprises de transport ou entreprises géné-

oder Generalunternehmen Verträge abgeschlossen? Wenn rales? Si oui, avec lesquelles et à quelles conditions?

ja, mit welchen und zu welchen Bedingungen? 11. Est-il exact que Transnuklear ait également transporté

11. Trifft es zu, dass die Transnuklear auch Brennelemente des éléments de combustible, par exemple en Allemagne

transportiert hat, so z. B. für das Atomkraftwerk Gösgen dans le centre de recherche de Karlstein, pour le compte de

nach Deutschland ins Forschungszentrum Karlstein? la centrale de Gösgen?

12. Kann ausgeschlossen werden, dass bei diesen Transpor- 12. Peut-on exclure qu'au cours de ces transports, de la

ten spaltbares Material, insbesondere Plutonium, durch die matière fissile, en particulier du plutonium, ait été «détour-

Firma Transnuklear bzw. Nukem «abgezweigt» wurde? née» par la firme Transnuklear, plus exactement Nukem?

13. Hat oder hatte das Paul-Scherrer-lnstitut Geschäftsbe- 13. L'institut Paul Scherrer entretient-il ou entretenait-il des

ziehungen mit Transnuklear? Wenn ja, zu welchem Zweck? relations d'affaires avec Transnuklear? Si oui, dans quel

14. Wer begleitet die Atomtransporte durch die Schweiz? but?

Gibt es eigentliche «Atomrouten», die eingehalten werden 14. Qui accompagne les transports de matières nucléaires à

müssen? Wenn ja, wo führen die durch? travers la Suisse? Y a-t-il des «itinéraires nucléaires» qui

15. Wieviele Tonnen Atommüll und Brennelemente passie- doivent être respectés? Si oui, par où passent-ils?

ren jährlich mit Transittransporten die Schweiz? 15. Combien de tonnes de déchets nucléaires et d'éléments

16. Hält es der Bundesrat für richtig, dass das heutige Atom- de combustible transitent-ils par an en Suisse?

gesetz die Einfuhr, Ausfuhr und Durchfuhr von Kernbrenn- 16. Le Conseil fédéral estime-t-il juste que la loi actuelle sur

stoffen, Atommüll, Urananreicherungsanlagen usw. regelt, l'énergie atomique réglemente l'importation, l'exportation et

nicht aber den im Ausland abgewickelten Handel durch le transit de combustibles nucléaires, déchets atomiques,

Firmen, die in der Schweiz domiziliert sind? installations d'enrichissement de l'uranium, etc. mais non

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation der LdU/EVP-Fraktion Kernkraftbetreiber. Umgang mit radioaktiven

Abfällen und behördliche Aufsicht

Interpellation du groupe Adl/PEP Exploitants de centrales nucléaires. Manipulation de

déchets radioactifs et surveillance des autorités

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1988

Année

Anno

Band III

Volume

Volume

Session Herbstsession

Session Session d'automne

Sessione Sessione autunnale

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 06

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 88.301

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 26.09.1988 - 14:30

Date

Data

Seite 1181-1183

Page

Pagina

Ref. No 20 016 664

Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung.

Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.

Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.