Fuel Tax Revenue for Public Transport Funding Initiative
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis parliamentary initiative sought to amend the Swiss Federal Constitution to allow for federal contributions from fuel tax revenues to fund public transport infrastructure in agglomerations, peripheral regions, and mountain areas. The court reasoned that existing constitutional provisions were insufficient to address the growing problems of traffic congestion in urban areas and the need for improved public transportation. The initiative aimed to create a clear legal basis for such funding, recognizing that these infrastructure projects often exceed the financial capacities of local and cantonal governments, and that federal support is necessary to ensure mobility and address environmental concerns.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 36ter Absatz, Art. 21 quater, Art. 36ter abschliessend grund, Art. 36ter al. 1 Bst. g der Bundesverfassung; Fuel Tax Revenue for Public Transport Funding Initiative: The court reasoned that existing constitutional provisions were insufficient to address the growing problems of traffic congestion in urban areas and the need for improved public transportation. The initiative aimed to create a clear legal basis for such funding, recognizing that these infrastructure projects often exceed the financial capacities of local and cantonal governments, and that federal support is necessary to ensure mobility and address environmental concerns.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertDie Initiative schlägt eine Ergänzung von Artikel 36ter Absatz 1 der Bundesverfassung mit einem neuen Buchstaben g vor, um Beiträge an die Kosten der Infrastruktur des öffentlichen Verkehrs in den Agglomerationen sowie in den Randregionen und Berggebieten zu ermöglichen.
Volltext
23. Juni 1989 N 1119 Parlamentarische Initiative (Béguelin)
Mme Uchtenhagèn présente au nom de la commission le rap- #ST# 88.230
port écrit suivant:
La validité de l'arrêté fédéral sur l'autorité indépendante d'exa-
Parlamentarische Initiative (Béguelin)
men des plaintes en matière de radio-télévision expirera le 31 Revision von Artikel 36ter Absatz 1
janvier 1990. L'activité de cette autorité devrait ensuite être der Bundesverfassung
réglée par la nouvelle loi sur la radio et la télévision qui sera Initiative parlementaire (Béguelin)
vraisemblablement examinée par le Conseil national au cours Révision de l'article 36ter, 1er alinéa,
de la session de septembre 1989, puis ultérieurement par le
de la Constitution fédérale
Conseil des Etats. Ensuite, il y aura lieu d'éliminer les diver-
gences, puis s'écoulera le délai référendaire de trois mois.
Dans ces conditions, il ne faut pas s'attendre à ce que ladite loi
entre en vigueur avant le 1er février 1990. Afin d'éviter une la-
cune législative de longue durée en matière de surveillance de
programmes, il y a lieu de proroger la validité de l'arrêté sur Herr Oehler unterbreitet im Namen der Kommission den fol-
l'autorité indépendante de plainte jusqu'au 31 janvier 1996. La genden schriftlichen Bericht:
commission souhaite que la loi sur la radio-TV puisse entrer en
vigueur avant l'échéance de l'arrêté prorogé. Pour sa part, elle 1. Text und Begründung der Initiative
a prévu une nouvelle conception au sujet de l'autorité indé- Am 22. Juni 1988 reichte Nationalrat Béguelin eine parlamen-
pendante de plainte. Celle-ci doit renforcer le rôle de cette au- tarische Initiative in Form des ausgarbeiteten Entwurfs ein, die
torité au sens de l'article 55 de la constitution. Chaque diffu- folgenden Wortlaut hat:
seur instituera un organe d'arbitrage chargé de régler à l'amia- «Gestützt auf Artikel 27 des Geschäftsreglementes des Natio-
ble les plaintes relatives à des programmes. A côté de la nalrates beantrage ich folgende Aenderung von Artikel 36ter,
plainte proprement dite, toute personne pourra présenter une Absatz 1 der Bundesverfassung:
réclamation écrite et motivée. S'il existe un intérêt public à ce Bsf. g (neu)
qu'une décision soit rendue, l'autorité de plainte pourra traiter g. für Beiträge an die Kosten der Infrastruktur des öffentlichen
ces réclamations comme plaintes. L'accès à l'autorité de Verkehrs in den Agglomerationen sowie in den Randregionen
plainte de l'auditeur et du téléspectateur sera ainsi facilité. De und den Berggebieten.»
nouvelles compétences seront attribuées à l'autorité de Die Initiative wurde wie folgt begründet:
plainte pour la constatation des faits. C'est ainsi qu'elle pourra «Der Agglomerationsverkehr ist in den letzten Jahren zu einem
citer et entendre le plaignant, le diffuseur, ses collaborateurs Hauptproblem der Verkehrspolitik geworden: Wir brauchen
ainsi que des tiers et exiger de leur part la présentation de uns nur in den Stosszeiten auf die Strassen einer mittleren
pièces. Si des décisions de l'autorité de plainte sont portées odergrossen Stadt zu begeben, um festzustellen, wie sehr der
devant le Tribunal fédéral, celui-ci sera lié par les faits cons- Verkehr uns zu ersticken droht. Niemand bestreitet, dass die-
tatés. ses Problem besteht und dass es vordringlich zu behandeln
ist (siehe z. B. die Motionen Scheidegger vom 29.2.1988 und
Antrag der Kommission Paul-René Martin vom 13.6.1988).
Nachdem sie einen Antrag abgelehnt hat, die Geltungsdauer Eine zufriedenstellende Mobilität lässt sich ohne Eingriff in die
lediglich bis 1994 zu verlängern, schlägt die Kommission ein- Struktur unserer Städte nur erreichen, wenn die privaten und
stimmig vor, sich in Interesse einer grösseren Sicherheit dem öffentlichen Verkehrsmittel optimal genutzt werden, d. h.,
Antrag des Bundesrates anzuschliessen und die Geltungs- wenn zwischen Stadtrand und Zentrum ein attraktiver und lei-
dauer des Bundesbeschlusses über die Unabhängige Be- stungsfähiger öffentlicher Verkehr, verbunden mit einem an-
schwerdeinstanzfür Radio und Fernsehen bis zum 31. Januar gemessenen Parkplatzangebot, gewährleistet ist. Diese Lö-
1996 zu verlängern. sung ist jedoch mit beträchtlichen Investitionen verbunden,
die die kurz- und mittelfristig verwendbaren Mittel der meisten
betroffenen Städte und Kantone mit Sicherheit übersteigen.
Proposition de la commission
Ein bedeutender Bundesbeitrag aus den Erträgen der Treib-
Après avoir rejeté une proposition de limiter la durée de validité
stoffzölle tut daher dringend not.
à 1994, la commission, pour plus de sécurité, propose à l'una-
Obschon sich hierüber alle interessierten Kreise einig sind
nimité de se rallier au projet de Conseil fédéral, soit de proro-
(Schweizerischer Städteverband, TCS, Städtische Verkehrs-
ger la validité de l'arrêté sur l'autorité indépendante de plainte
betriebe), ist bisher auf politischer Ebene nichts Konkretes
jusqu'au 31 janvier 1996.
passiert, einmal Wegen der Frage der Aufgabenteilung zwi-
schen Bund und Kantonen, dann aber auch darum, weil man
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen
das Ergebnis der Abstimmung über die koordinierte Verkehrs-
politik abwarten wollte. Nachdem diese verworfen worden ist,
Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière
bleibt abzuklären, welche gesetzlichen und verfassungsmäs-
Detailberatung - Discussion par articles sigen Mittel uns gegenwärtig zur Lösung des Problems zur
Verfügung stehen. Eines ist klar: die geltenden Bestimmun-
gen genügen offensichtlich nicht. Diese Situation erstaunt in-
Titel und Ingress, Ziff. l und II dessen nicht, ist sie doch «natürliche» Folge der Politik, die
Antrag der Kommission sich auf die Gesamtverkehrskonzeption stützte, die in den letz-
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates ten zehn Jahren den verkehrspolitischen Kurs bestimmt hat
und ausdrücklich jegliche Beteiligung des Bundes an den In-
Titre et préambule, eh. l et II frastrukturkosten des Agglomerationsverkehrs ausgeschlos-
Proposition de la commission sen haben wollte. (Es sei daran erinnert, dass die an der Volks-
Adhérer au projet du Conseil fédéral abstimmung vom 27.2.1983 angenommenen Verfassungs-
bestimmungen als Uebergangsregelung verstanden wurden,
Angenommen -Adopté die nur bis zur Annahme der «koordinierten Verkehrspolitik»
hätte gelten sollen, siehe dazu Teil II der Botschaft 84.020).
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Unter den gegebenen Umständen scheint es nur einen gang-
baren Weg zu geben, den Erfordernissen des Agglomera-
Für Annahme des Beschlussentwurfes 119 Stimmen tionsverkehrs gerecht zu werden. Er besteht darin, dass der
(Einstimmigkeit) Verfassungsartikel 36ter, der die Verwendung der Treibstoff-
zölle regelt, mit einem Buchstaben g ergänzt wird. Zu diesem
An den Ständerat-Au Conseil des Etats Schluss kam auch der Verfassungsrechtler Professor Grisel in
Initiative parlementaire (Béguelin) 1120 N 23 juin 1989
seiner Antwort auf eine entsprechende Frage des TCS (siehe darf mit dem Privatauto konkurrenzfähig sein. Das bedeutet
Verlautbarung des TCS vom 30.9.1988 über die «Verkehrspoli- separate und möglichst kreuzungsfreie Linienführung für Bus,
tik nach der Ablehnung der KVP»). Gewisse geltende Bestim- Tram oder Bahn. Die damit verbundenen Investitionskosten
mungen bieten zwar diesbezüglich gewisse Ansätze (z. B. im übersteigen oft die Möglichkeiten von Kantonen und Gemein-
Zusammenhang mit der «Trennung des Verkehrs»). Die Höhe den. Andererseits liegt es im Interesse des Automobilisten,
der benötigten Mittel und vor allem die im Vorfeld der Volks- möglichst wenig durch öffentliche Verkehrsmittel oder Staus
abstimmung vom 27. Februar 1983 abgegebene Zusiche- infolge Verkehrsüberlastung behindert zu werden. Der Tou-
rung, die Treibstoffzölle würden nur für «die im Verfassungsar- ring Club der Schweiz (TCS) befürwortet deshalb eine Förde-
tikel 36ter abschliessend aufgezählten Aufgaben» verwendet rung des Agglomerationsverkehrs mit Hilfe von Treibstoffgel-
(siehe Uebersicht zur Botschaft 84.020), erlauben jedoch dern.
nicht, wirklich darauf zurückzugreifen. Folglich brauchen wir Der Initiant sieht Massnahmen auch für die Berg- und Randge-
heute klare Bestimmungen zugunsten des Agglomerations- biete vor. Die Kommission beurteilt dies als richtig, denn die
verkehrs und nicht vage Auslegungen von Normen, die ur- Massnahmen in den Agglomerationen dürfen nicht zu einer
sprünglich gar nicht zu diesem Zweck verfasst wurden. Entleerung in ändern Gebieten führen. Ein Mittel gegen eine
Verfassungsänderungen sind in der Schweiz immer langwie- Abwanderung aus den Berggebieten sind unterbruchsfreie
rig, weil sie eine Volksabstimmung erfordern. Da jedoch die Verkehrsverbindungen, sei es auf der Strasse oder auf der
Zeit drängt (die Probleme sind aktuell, und wir dürfen nicht Schiene. Dazu braucht es Lawinenverbauungen, Galerien
zehn Jahre warten, bis wir an deren Lösung herangehen), oder Tunnels.
schien mir, mit einer parlamentarischen Initiative gehe weni- Aufgrund von Artikel 21 ter des Geschäftsverkehrsgesetzes hat
ger Zeit verloren als mit einer Volksinitiative. die Kommission im Rahmen der Vorprüfung insbesondere
Der Initiativtext bedarf noch zweier Ergänzungen: über folgende Punkte zu berichten:
a) « .... Kosten der Infrastruktur des öffentlichen Verkehrs .... » a) Stand der Arbeiten der Bundesversammlung und der Ver-
In städtischen Gebieten ist die Verkehrsinfrastruktur sehr kost- waltung zum gleichen Gegenstand
spielig. Die grossen Strasseninfrastrukturen wie die National- Zurzeit ist bei der Bundesversammlung die eidgenössische
strassen, die durch Agglomerationen führen, und ihre An- Volksinitiative «zur Förderung des öffentlichen Verkehrs»
schlüsse in Siedlungsgebieten werden bereits vom Bund fi- (89.015) hängig. Diese sieht unter anderem folgende Aende-
nanziert. Für die Auffangparkplätze in den städtischen Rand- rungen der Bundesverfassung vor:
gebieten lassen sich zur Sicherstellung einer finanziellen Un- «M. 26 Abs. 3 (neu)
terstützung die bestehenden gesetzlichen Bestimmungen Um Leistungsfähigkeit und Leistungsangebot im Personen-
ausdehnen. Es geht also schliesslich um Investitionen für den und Güterverkehr zu erhalten und auszubauen, fördert der
öffentlichen Verkehr (unter Ausschluss von Betriebskosten). Bund insbesondere:
b) « .... sowie in den Randregionen und Berggebieten.» a. die Schaffung einer leistungsfähigen Infrastruktur;
Die geltende Gesetzgebung sieht zwar bereits eine bedeu- b. dichte Fahrpläne und günstige Tarife;
tende Hilfe zugunsten dieser Regionen und Gebiete vor. Die- c. die Erschliessung von Berg- und Randgebieten und deren
ser Zusatz ist jedoch politisch notwendig: Würden diese Re- Anschlüsse;
gionen nämlich im Initiativtext nicht ausdrücklich erwähnt, d. den Tarifverbund in dafür geeigneten Regionen;
bestünde aller Grund zur Befürchtung, die Bevölkerung dieser .... »
Gebiete würde sich in der Abstimmung gegen die Gewährung Die Volksinitiative sieht weiter vor, dass für die erwähnten Auf-
von bedeutenden Beiträgen aussprechen, die allein für Agglo- gaben im Bereich des öffentlichen Verkehrs ein Teil der Treib-
merationsgebiete bestimmt wären (die Debatte, die der Ab- stoffeinnahmen verwendet werden soll. Der Bundesrat bean-
stimmung über die koordinierte Verkehrspolitik vorausgegan- tragt, die Initiative abzulehnen und keinen Gegenvorschlag zu
gen ist, war in dieser Hinsicht bezeichnend). Ausserdem unterbreiten.
könnte die Hilfe an diese Regionen und Gebiete besser koor- Die parlamentarische Initiative Béguelin wird zurzeit durch die
diniert und auf ergänzende, bisher zu wenig beachtete Berei- Volksinitiative nicht berührt, weil sie sich erst in der Vorprüfung
che ausgedehnt werden. So könnten in schwachbesiedelten befindet. Sofern der Nationalrat beschliesst, der Initiative
Gebieten zur Optimierung der bestehenden Verkehrsmittel Folge zu geben, wird eine Kommission (aufgrund von Art.
beispielsweise Versuche mit Kollektivtaxis finanziert werden. 21quaterAbs. 1 GVG) beauftragt, eine Vorlage auszuarbeiten.
Zusammenfassung Die Kommission kann einen Gegenentwurf vorlegen. Dabei
Das Problem des Agglomerationsverkehrs ist von brennener muss allenfalls geprüft werden, ob das Ziel mit einer Aende-
Aktualität. Es könnte mit geeigneter Bundeshilfe aus den Mit- rung der Verfassungsstufe oder auf Gesetzesstufe erreicht
teln der Treibstoffzölle weitgehend gelöst werden - hierüber werden soll. Falls die Verfassungsstufe gewählt wird, ist abzu-
sind sich alle beteiligten Kreise einig. Der Umfang der benötig- wägen, ob die Aenderung als Gegenvorschlag der Volksinitia-
ten Mittel und die gegenüber dem Bürger unbedingt notwen- tive gegenüberzustellen ist.
dige Transparenz erfordern jedoch eine solide, eindeutige Von der Verwaltung wurden Vorschläge ausgearbeitet betref-
Rechtsgrundlage. Die vorliegende Initiative zielt in diese Rich- fend Beiträge für den Agglomerationsverkehr aus Treibstoff-
tung. Auch will sie dem Bundesrat die Möglichkeit geben, geldern. Diese gehen demnächst in die Vernehmlassung bei
nach der Ablehnung der koordinierten Verkehrspolitik in der den Kantonen (Eröffnung der Vernehmlassung 24. Mai 1989).
Volksabstimmung vom 12. Juni 1988 ohne Verzug die erfor- Ob allenfalls eine entsprechende Vorlage des Bundesrates zu-
derlichen Arbeiten an die Hand zu nehmen». sammen mit der parlamentarischen Initiative Béguelin behan-
delt werden soll, kann erst entschieden werden, wenn der Na-
2. Erwägungen der Kommission tionalrat beschlossen hat, der Initiative Folge zu geben, und
Die Kommission steht dem Anliegen des Initianten positiv ge- der Zeitplan für die Vorlage des Bundesrates bekannt ist.
genüber. b) Aufwand und Zeitplan der parlamentarischen Arbeit
Eines der Hauptprobleme beim Agglomerationsverkehr liegt Falls der Nationalrat beschliesst, der Vorlage sei Folge zu ge-
darin, dass sich die Siedlungen von den öffentlichen Verkehrs- ben, benötigt die Kommission rund ein halbes Jahr, um einen
mitteln weg entwickelt haben. Die in den letzten vierzig Jahren Verfassungs- oder Gesetzestext mit Bericht auszuarbeiten.
entstandene Siedlungsstruktur erlaubt es oft nicht, mit öffentli- Eine erneute Vernehmlassung zum gleichen Thema ist nicht
chen Verkehrsmitteln vom Wohnort zum Arbeitsort zu gelan- nötig, wenn ein Antrag auf Gesetzesstufe ausgearbeitet wird,
gen und umgekehrt, ohne unverhältnismässigen Zeitaufwand weil die Vorschläge der Verwaltung ähnlich sind. Sollte aber
in Kauf zu nehmen. Der individuelle Motorfahrzeugverkehr hat die Verfassung geändert werden, müsste unter Umständen
deshalb stark zugenommen. Dies bringt grosse Probleme in der Bundesrat beauftragt werden, die Vernehmlassung durch-
bezug auf Lärm, Lüftverschmutzung und Bodenbedarf. Eine zuführen. Für die Stellungnahme des Bundesrates sind 3 Mo-
Lösung ist nur möglich, wenn neue Linien des öffentlichen Ver- nate zu rechnen. Ohne eine allfällige neue Vernehmlassung
kehrs zu den Wohnsiedlungen und Arbeitsplätzen geführt wer- muss vom Datum der Beschlussfassung des Nationalrates
den. Das öffentliche Verkehrsmittel muss in bezug auf Zeitbe- betr. «Folge geben» mit einem Zeitbedarf von rund 1 Jahr ge-
23. Juni 1989 N 1121 Parlamentarische Initiative (Béguelin)
rechnet werden, bis die Vorlage vom Nationalrat behandelt spécialiste de droit constitutionnel, consulté par le TCS, est ar-
werden kann. rivé à la même conclusion (voir le texte du TCS du 30 septem-
c) Möglichkeit, das angestrebte Ziel mit einer Motion oder ei- bre 1988 («La politique des transports après le rejet de la
nem Postulat zu erreichen PCT»). Certaines dispositions actuelles offrent bien un début
Die Kommission ist der Ansicht, dass das Ziel mit einer Motion d'ouverture dans ce sens, par exemple, «la séparation des
oder einem Postulat nicht genügend schnell erreicht werden courants de trafic», mais l'ampleur des sommes nécessaires
kann. Sofern eine entsprechende Vorlage des Bundesrates et surtout les affirmations faites avant la votation du 27 février
rechtzeitig unterbreitet wird, kann allenfalls die Initiative ab- 1983 (les droits d'entrée sur les carburants ne seront affectés
geschrieben werden. qu'à des tâches en rapport avec le trafic routier), «énumérées
d) Zweckmässigkeit der Behandlung, wenn über den glei- de façon exhaustive à l'article 36ter de la Constitution». (Vue
chen Gegenstand eine Volksinitiative zustande gekommen ist. d'ensemble du message 84.020), ne permettent pas d'y re-
Die erwähnte Volksinitiative «zur Förderung des öffentlichen courir valablement. Par conséquent, nous avons besoin au-
Verkehrs» betrifft nur am Rande den gleichen Gegenstand. jourd'hui de dispositions claires au profit du trafic d'agglo-
Nachdem der Bundesrat beantrag^ diese Volksinitiative abzu- mération et non pas d'interprétations élastiques de textes qui à
lehnen und keinen Gegenvorschlag zu unterbreiten, das l'origine n'ont manifestement pas été rédigés dans ce but.
Anliegen der parlamentarischen Initiative aber dringlich ist, La voie constitutionnelle est toujours longue en Suisse,
besteht kein Grund, der Initiative keine Folge zu geben. puisqu'elle passe obligatoirement par un vote populaire.
Comme le temps presse (les problèmes sont actuels et il fau-
M. Oehler présente au nom de la commission le rapport écrit drait éviter d'attendre dix ans avant de commencer à les résou-
suivant: dre), il m'a semblé qu'une initiative parlementaire permettrait
de gagner du temps par rapport aune initiative populaire.
1. Texte et développement de l'initiative Le texte proposé nécessite encore deux explications com-
M. Béguelin, conseiller national, a déposé le 22 juin 1988 une plémentaires:
initiative parlementaire sous forme d'un projet rédigé de toutes a) «frais d'infrastructures pour le trafic public»
pièces de la teneur suivante: En milieu urbain, ce sont les infrastructures qui sont très coû-
«Me fondant sur l'article 27 du Règlement du Conseil national, teuses. Les infrastructures routières lourdes, comme les jonc-
je propose que l'article 36ter, 1 er alinéa, de la Constitution tions et le passage des routes nationales à travers les agglo-
fédérale soit modifié comme il suit: mérations sont déjà prises en charge par la Confédération.
Lett. g (nouvelle) Quant aux parkings de dissuasion situés dans les périphéries,
g. Contributions aux frais d'infrastructures pour le trafic public les dispositions légales actuelles peuvent être étendues sans
dans les agglomérations, ainsi que dans les régions périphéri- difficultés pour apporter une aide financière. Il s'agit donc bien
ques ou de montagne. L'initiative a été motivée comme il suit: finalement d'investissements pour le trafic public, à l'exclusion
«Depuis quelques années, le trafic d'agglomération est de- de frais d'exploitation.
venu l'un des points chauds de la politique des transports. Il b) «ainsi que dans les régions périphériques ou de montagne»
suffit de se déplacer aux heures de pointe dans nos villes, La législation actuelle permet déjà une aide substantielle en fa-
moyennes et grandes, pour constater combien l'asphyxie me- veur des régions en question. Toutefois, cette adjonction re-
nace. L'existence et l'urgence du problème sont unanime- présente une nécessité politique: si rien n'est prévu formelle-
ment reconnues (voir par exemple les motions Scheidegger ment dans le texte de l'initiative pour ces régions, il y a toutes
du 29 février 1988 et Paul-René Martin du 13 juin 1988). les raisons de craindre qu'elles s'opposeront en votation po-
La seule solution pour offrir une mobilité acceptable tout en pulaire à l'octroi de sommes importantes en faveur des seules
préservant la structure de nos villes consiste à optimaliser agglomérations (le débat qui a précédé la votation sur la politi-
l'usage de la voiture privée et des transports publics, c'est-à- que coordonnée des transports a été significatif à cet égard).
dire d'offrir des transports publics attrayants et performants de De plus, l'aide à ces régions pourrait être mieux harmonisée et
la périphérie vers le centre, en liaison avec des parkings ap- s'ouvrir à des aspects complémentaires un peu négligés
propriés. Mais cette solution implique des investissements jusqu'ici. Par exemple, financer des essais de taxis collectifs
considérables qui dépassent à coup sûr les moyens à court et dans les régions à faible densité de population, de façon à op-
moyen termes de la plupart des villes et des cantons con- timaliser les moyens de transports existants.
cernés. Une contribution fédérale importante, par l'inter- Résumé
médiaire des droits de douane sur les carburants, est une Le problème du trafic d'agglomération est brûlant. Une grande
nécessité. partie de la solution peut passer par une aide fédérale adaptée
Tous les partenaires du trafic d'agglomération sont d'accord via les droits de douane sur les carburants. Un consensus in-
sur ce principe (Association des villes suisses, TCS, entrepri- contestable existe à cet égard. Mais l'ampleur des moyens
ses de transports urbains). Cependant, sur le plan politique, nécessaires ainsi que l'indispensable transparence due aux
ce consensus de fait n'a pas pu se concrétiser, tout d'abord à citoyens obligent à élaborer une base légale solide, indiscuta-
cause de la question de la répartition des tâches entre la Con- ble. L'initiative parlementaire proposée va dans ce sens. Elle
fédération et les cantons, puis par l'attente du résultat de la vo- vise aussi à donner au Conseil fédéral la possibilité d'agir sans
tation sur «la politique coordonnée des transports». L'échec attendre après le refus par le peuple le 12 juin 1988 de la «poli-
de cette dernière conduit tout naturellement à établir le bilan tique coordonnée des transports».
actuel des possibilités légales et constitutionnelles pour faire
face au problème. Le constat est évident: les dispositions exis- 2. Considérations de la commission
tantes sont notoirement insuffisantes. Cette situation n'est pas La commission est favorable à l'initiative.
étonnante; elle découle «naturellement» de la politique héritée Un des principaux problèmes qui se posent au trafic dans les
de la CGST, qui a servi de ligne directrice durant ces dix der- agglomérations est que les localités se développent de plus
nières années et qui voulait exclure expressément toute parti- en plus à l'écart des axes desservis par les transports publics.
cipation de la Confédération au trafic d'agglomération (Rap- Au cours des 40 dernières années, l'évolution a été telle que
pelons que les dispositions constitutionnelles actuelles adop- les habitants mettent souvent trop de temps pour se rendre de
tées par le peuple le 27 février 1983 étaient considérées leur domicile au lieu de travail et vice-versa au moyen des
comme transitoires, en attendant l'acceptation de «la politique transports publics. Cela a provoqué u n fort accroissement des
coordonnée des transports». Voir partie II du message transports privés et des nuisances qui s'ensuivent (bruit, pollu-
84.020). tion atmosphérique, pénurie de terrains). Il est indispensable
Dans l'état actuel des choses, la seule possibilité pratique sus- de créer de nouvelles lignes reliant les zones habitées aux
ceptible de répondre aux besoins en matière de trafic d'agglo- lieux de travail. Les moyens de transports publics doivent per-
mération semble passer par l'adjonction d'une lettre g) à l'arti- mettre d'arriver à destination aussi rapidement qu'avec une
cle 36ter de la constitution, article qui règle l'utilisation des automobile. Il importe à cet effet de faire en sorte que les auto-
droits de douane sur les carburants. Le professeur Grisel, bus, les trams ou les trains circulent sur des voies séparées, en
Initiative parlementaire (Béguelin) 1122 N 23 juin 1989
restreignant autant que possible les croisements. Les investis- velle procédure de consultation n'a lieu, il faut compter enivron
sements nécessaires constituent souvent des charges exces- un an entre le moment où le Conseil national prend la décision
sives pour les cantons et les communes. Les automobilistes de donner suite à l'affaire et le moment où il traite le projet.
ont également intérêt à ce que les transports publics ne c) Possibilité d'atteindre l'objectif visé par une motion ou un
gênent pas la circulation et ne provoquent pas d'embouteilla- postulat
ges lorsque le trafic est intense. Aussi le Touring Club suisse La commission est d'avis que l'objectif ne pourra être atteint
(TCS) est-il favorable à ce qu'on soutienne les transports pu- assez rapidement par une motion ou un postulat. Si le Conseil
blics dans les agglomérations en utilisant à cet effet les recet- fédéral soumet à temps un projet y relatif, l'initiative pourra être
tes provenant des taxes prélevées sur les carburants. classée le cas échéant.
L'auteur de l'initiative propose également de prendre des me- d) Opportunité de traiter la question si une initiative populaire
sures pour les régions périphériques et celles de montagne. sur le même sujet a été déposée
La commission estime que cela est judicieux, les dispositions L'initiative populaire pour l'encouragement'des transports'pu-
prises en faveur du trafic dans les agglomérations ne devant blics ne touche le même objet qu'incidemment. Etant donné
pas povoquer la dépopulation d'autres régions. Pour lutter que le Conseil fédéral a proposé de rejeter l'initiative populaire
contre l'exode de la population des régions de montagne, il sans lui opposer de contre-projet, et que l'objectif visé doit être
faut créer pour celles-ci un réseau de communications ferro- atteint rapidement, il n'y a pas lieu d'attendre les décisions
viaires ou routières ininterrompues, ce qui exige la construc- concernant l'initiative populaire.
tion d'ouvrages paravalanches, de galeries ou de tunnels.
Conformément à l'article 21 ter de la loi sur les rapports entre Antrag der Kommission
les conseils, la commission doit notamment se prononcer, Die Kommission beantragt dem Nationalrat einstimmig, der
dans le cadre de l'examen préliminaire, sur les points suivants: Initiative Folge zu geben.
a) Etat des travaux du Parlement et de l'administration sur le
même sujet Antrag Frey Walter
Actuellement, l'initiative populaire intitulée «Pour l'encourage- Der Initiative ist keine Folge zu geben.
ment des transports publics» (89.015) est pendante à l'Assem-
blée fédérale. Cette initiative propose en particulier de reviser Proposition de la commission
la constitution fédérale comme il suit: La commission propose à l'unanimité au Conseil national de
«Article 26,3e alinéa (nouveau) donner suite à l'initiative.
Afin de maintenir et de développer l'efficience et l'éventail des
services dans les secteurs voyageurs et marchandises, la Proposition Frey Walter
Confédération encourage en particulier: Ne pas donner suite à l'initiative.
a. La création d'une infrastructure efficiente;
b. L'établissement d'horaires bien étoffés et de tarifs avanta- Frey Walter: Im schriftlichen Bericht der Kommission steht,
geux; dass sie den Anliegen des Initianten positiv gegenübersteht.
c. La desserte de régions montagneuses ou écartées y com- Ich bin Mitglied dieser Kommission, habe aber leider nur an
pris les raccordements et les correspondances nécessaires; der ersten Sitzung teilgenommen, stehe den Anliegen des In-
d. L'union tarifaire dans les régions qui s'y prêtent; itianten nicht positiv gegenüber, konnte das in der Schlussab-
» stimmung aber natürlich nicht ausdrücken. Sie könnten zu
L'initiative populaire prévoit en outre d'utiliser une partie des Recht sagen : Les absents ont toujours tort. Das möchte ich Ih-
recettes provenant de l'imposition des carburants pour finan- nen hiereinleitend sagen.
cer la réalisation des tâches précitées touchant les (rapports Präzisieren möchte ich auch, dass der Touring-Club der
publics. Le Conseil fédéral recommande de rejeter l'initiative Schweiz der Initiative, so wie sie vorliegt, nicht positiv gegen-
sans lui opposer de contre-projet. übersteht. Er ist für eine Förderung des Agglomerationsver-
L'initiative populaire n'a aucune influence, en l'état actuel de la kehrs, aber nicht des öffentlichen Agglomerationsverkehrs, so
question, sur l'initiative parlementaire Béguelin, parce que cel- wie das in der Initiative des Kollegen Béguelins gefordert wird.
le-ci est encore au stade de l'examen préliminaire. Si le Con- Nun meine Begründung: 10 Tage nach der eindeutigen Ableh-
seil national décide de lui donner suite, une commission sera nung der KVP-Verfassungsvorlage im letzten Jahr hat Natio-
chargée, conformément à l'article 21 quater, 1 er alinéa, de la nalrat Béguelin die vorliegende parlamentarische Initiative ein-
loi sur les rapports entre les conseils, d'élaborer un projet. La gereicht. Das Ziel ist klar: Aus Treibstoffzollerträgen soll der öf-
commission peut soumettre un contre-projet. En l'occurrence, fentliche-ich betone: der öffentliche-Agglomerationsverkehr
il faudra déterminer si l'objectif visé exige une revision de la finanziert werden, ein altes KVP-Anliegen, aber diesmal über
constitution ou peut être atteint par une modification de loi. Si die Hintertür. Der Initiant schreibt es selbst in seiner Begrün-
une revision constitutionnelle s'impose, il faut décider si cel- dung: « .... über eine parlamentarische Initiative, weil dies ein-
le-ci doit être conçue sous forme d'un contre-projet à l'initia- facher, billigerund schneller geht als bei einer Volksinitiative.»
tive. Die Erwähnung der Randregionen und Berggebiete - auch
L'administration a élaboré des propositions concernant le fi- das in der Begründung enthalten - erscheint ihm politisch
nancement des transports publics dans les agglomérations wichtig. Faktisch wird nichts dazu aufgeführt. In Realität wird
au moyen des recettes découlant de l'imposition des carbu- den Berg- und Randregionen auf der Basis der heutigen Ge-
rants. Ces propositions seront bientôt soumises aux cantons setzgebung bereits sehr bedeutend geholfen.
dans une procédure de consultation (Ouverture de la procé- Die Kommission möchte Folge leisten, obwohl sie weiss, dass
dure de consultation: 24 mai 1989). On ne saura s'il faudra, le die Verwaltung am 24. Mai dieses Jahres Vorschläge betref-
cas échéant, examiner un projet gouvernemental en même fend Beiträge an den Agglomerationsverkehr aus Treibstoff-
temps que l'initiative parlementaire Béguelin, que si le Conseil geldern in die Vernehmlassung gegeben hat. Die gleiche Ma-
national décide de donner suite à l'initiative et que le calendrier terie wäre also bei einer bundesrätlichen Botschaft von der
pour l'examen du projet du Conseil fédéral est connu. gleichen Kommission noch einmal zu behandeln. Ob das der
b) Ampleur du travail parlementaire; calendrier Effizienz der parlamentarischen Arbeit zugute kommt, möchte
Si le Conseil national décide de donner suite au projet, la com- ich persönlich bezweifeln.
mission mettra environ six mois pour élaborer un texte consti- Ich bitte den Rat - ich denke da auch an die Ratsmitglieder, die
tutionnel ou législatif. Une nouvelle procédure de consultation mit dem Inhalt der Initiative sympathisieren -, auch die politi-
sur le même sujet n'est pas nécessaire si une proposition de sche Komponente dieser Initiative zu bedenken. Der Automo-
loi est mise au point, parce que les projets de l'administration bilist ist nicht mehr bereit, einerseits zum Sündenbock der
vont dans le même sens. Cependant, si la constitution est mo- Wohlstandsgesellschaft ernannt zu werden und andererseits
difiée, le Conseil fédéral doit être chargé, le cas échéant, d'ou- wie eine Milchkuh von Teilen dieser Gesellschaft wieder ge-
vrir une procédure de consultation. Le Conseil fédéral devra molken zu werden.
disposer de trois mois pour donner son avis. Si aucune nou- Transparenz in der Vekehrspolitiktut not, wenn man ehrlich an
23. Juni 1989 N 1123 Parlamentarische Initiative (Béguelin)
einer koordinierten Verkehrspolitik mitarbeiten will. Viele Kan- chen Bericht Seite 3: «Der Touringclub der Schweiz befürwor-
tone und Gemeinden, Rand- und Berggebiete können heute - tet deshalb eine Förderung des Agglomerationsverkehrs mit
das wissen Sie alle aus Ihrer praktischen Erfahrung - die Ko- Hilfe von Treibstoffzollgeldern.» Im Initiativtext wird aber nur
sten für Unterhalt und Bau ihrer Strassen nicht mehr aus den die Förderung des öffentlichen Verkehrs ausdrücklich er-
Kantons- oder Gemeindemitteln aufbringen. Dass die Treib- wähnt. Einer solch einseitigen Förderung des öffentlichen Ag-
stoffzollgelder, die ja vom Automobilisten stammen, vielleicht glomerationsverkehrs könnten die Automobilverbände nie zu-
in erster Priorität dorthin geleitet werden sollten, ist wohl jedem stimmen.
in diesem Rat klar. Dass der Automobilist in dieser Beziehung Der Touringclub der Schweiz hatte die Absicht, zu diesem Pro-
auch Verständnis haben könnte, das versteht sich von selbst. blem eine Volksinitiative zu lancieren. Er hat aber vorläufig dar-
Ich bitte Sie: Geben Sie dieser Initiative keine Folge. auf verzichtet, weil der Bundesrat zurzeit eine Vernehmlas-
Die Gefahr, dass wir plötzlich ganz ohne Treibstoffzölle daste- sung betreffend Ergänzung des Treibstoffzollgesetzes durch-
hen, ist nicht auszuschliessen und wird mit einer solchen Ak- führt. Sie sieht vor, mit zweckgebundenen Treibstoffzollerträ-
tion sogar noch gefördert. Schütten Sie das Kind bitte nicht mit gen Werke für den privaten und den öffentlichen Verkehr in
dem Bade aus, spielen Sie nicht mit der Lunte in der Nähe des den Agglomerationen zu unterstützen.
Pulverfasses! Die Stossrichtung der parlamentarischen Initiative Béguelin ist
zu einseitig nur auf die Förderung des öffentlichen Verkehrs
Loretan: Ich beantrage Ihnen aus der Sicht des Schweizeri- ausgerichtet.
schen Städteverbandes, dessen Vorstandsmitglied ich bin, Ich bitte Sie deshalb, dem Antrag von Herrn Frey Walter zu fol-
Zustimmung zum Antrag der Kommission und damit zur Initia- gen und der Initiative keine Folge zu geben.
tive.
Ich begründe dies kurz wie folgt: Die Städte und Gemeinden Dreher: «Marktwirtschaft» ist in diesem Rat ein.Fremdwort.
wünschen seit einigen Jahren - in wiederholten Vorstössen an Das kann ich eine Session vor der Halbzeit unserer Legislatur
den Bundesrat - eine verstärkte Einflussnahme des Bundes aus persönlicher Erfahrung sagen. Die Initiative Béguelin ist
im Bereich des Agglomerationsverkehrs. Der Bund führt natio- eine ordnungspolitische Absurdität - eine mehr, wenn ich an
nale Verkehrsachsen in die Städte. Der Bund beeinflusst über gestern abend denke -, und sie muss abgelehnt werden. Ich
die SBB und die PTT die regionalen Verkehrssysteme. Der bitte Sie darum.
Bund erlässt Gesetze und Verordnungen im Bereich des Man versucht, den in diesem Rat oft beschworenen Volkswil-
Strassenverkehrs, des Umweltrechtes usw. und verteilt vor al- len, der an der KVP-Abstimmung mit über 70 Prozent Nein-
lem Gelder aus Treibstoffzollerträgen, die auch wieder den Ag- Stimmen mit aller Deutlichkeit geäussert wurde, wieder zu un-
glomerationsverkehr beeinflussen. Der Bund schafft Pro- terlaufen. Wir sagen nicht a priori nein zur Verwendung von
bleme- meistens in guter Absicht- und überlässt es den Städ- Treibstoffzollgeldern auf kantonaler oder kommunaler Ebene.
ten, Gemeinden und Agglomerationen, sie zu lösen. Vom Wenn es um den Bau von Umfahrungsstrassen, zusätzlichen
Bund wird aber nicht nur eine verstärkte Einflussnahme, ins- Entlastungstunnels oder Parkhäusern geht, dann ist das
besondere in Sachen Koordination des Agglomerationsver- durchaus ein diskussionswürdiger Gegenstand. Es geht aber
kehrs mit dem nationalen Verkehr, gefordert, sondern auch nicht an, dass diese Gelder für die sogenannte Förderung des
ein stärkeres finanzielles Engagement. öffentlichen Verkehrs verwendet werden -vorbei an jeder aus-
Nur rund 20 Prozent der gesamten Verkehrs- und Strassenauf- gewiesenen Nachfrage -undnun90 Prozent der Bevölkerung
wendungen der Städte und Gemeinden lassen sich durch Bei- den anderen 10 Prozent der Bevölkerung ihren Aufwand be-
träge aus irgendwelchen Kassen und Kässeli decken. Der zahlen sollen.
Rest, rund 1,3 Milliarden Franken pro Jahr, muss aus Steuer- Die Treibstoffkasse ist kein Selbstbedienungsladen für Staats-
geldern berappt werden. Angesichts der Tatsache, dass der betriebe, vertreten durch gewisse Politiker, welche glauben,
Bund und zum Teil auch die Kantone in Treibstoffzollgeldern ausserhalb des Gesetzes von Angebot und Nachfrage operie-
«schwimmen», kann dies nicht länger hingenommen werden. ren zu können.
Die Städte und Gemeinden fordern ihren Anteil an den Treib- Noch ein zweiter Punkt: Sie wissen, dass der Bundesrat auf
stoffzollerträgen für den Agglomerationsverkehr. meine Interpellation vom 15. Dezember 1988 betreffend Aus-
Herr Frey hat in seinem Votum ein gewisses Verständnis dafür bau und Ergänzung des Autobahnnetzes geantwortet hat:
durchblicken lassen. Es ist völlig klar, dass die Forderung der Aus Umweltgründen, wegen der Luftreinhalteverordnung
Städte und Gemeinden nur auf verfassungsrechtlich sauberer könnten keine Autobahnen mehr gebaut werden. Das ist ein
Basis realisiert werden kann. Der Bundesrat will dazu ja eine staatspolitischer Führungsentscheid, den wir im Moment na-
Aenderung des Treibstoffzollgesetzes einleiten. Das Vernehm- türlich achten müssen. Wahrscheinlich erachtet man Staus als
lassungsverfahren läuft. Der Bundesrat will im weiteren durch besonders umweltfreundlich. Das entzieht sich meiner Kennt-
eine kurzfristig vorzunehmende Aenderung der Bahnhofpark- nis.
platzverordnung sowie der Verkehrstrennungsverordnung er- Sie wissen, dass aufgrund der Treibstoffzollzuschläge derzeit
ste Schritte in eigener Kompetenz einleiten. Ich möchte dafür rund 2300 Millionen Franken in der Staatskasse gehortet wer-
insbesondere dem Vorsteher des EVED danken. Sein Vorgän- den. Verzinst wird dieses Geld nicht. Der hypothetische Ertrag
ger hat jahrelang - entgegen Parlamentsbeschlüssen, wie mir wird auch nicht der Strassenrechnung -zumindestpro memo-
scheint, er war allerdings anderer Meinung - den Anliegen der ria - gutgeschrieben. Es ist offensichtlich, dass mit diesen
Städte zur Bahnhofparkplatzverordnung wenig Gehör ge- enormen Summen neue Begehrlichkeiten geweckt werden
schenkt. Mit dem neuen Departementschef sind wir einen und eine Zweckentfremdung still und leise geplant wird.
Schritt vorangekommen. Ich bin der Meinung, das schritt- Ich benütze daher die heutige Debatte, Ihnen anzukündigen,
weise Vorgehen ist richtig. Es braucht eine Aenderung des dass noch dieses Jahr über die Lancierung einer Volksinitia-
Verordnungsrechts, eine Aenderung des Treibstoffzollgeset- tive zur Aufhebung von Artikel 16 der Uebergangsbestimmun-
zes - im Interesse der Agglomerationen und des Agglomera- gen unserer Bundesverfassung beschlossen werden wird,
tionsverkehrs - und später vielleicht eine Verfassungsände- weil wir der Ueberzeugung sind, dass in diesem Rat und in der
rung. Die parlamentarische Initiative Béguelin liegt in dieser Schweizer Politik nur noch diese Sprache das nötige Ver-
Richtung. ständnis zu wecken vermag.
Deshalb beantrage ich Ihnen mit der einstimmigen Kommis- Ich bitte Sie also, den Antrag Frey Walter zu unterstützen.
sion, der Initiative Folge zu geben.
Bircher: Die parlamentarische Initiative von Herrn Béguelin
Wellauer: Ich bin für die Förderung des Agglomerationsver- wird nun aus allen möglichen Ecken bekämpft, obwohl sie von
kehrs durch Beiträge aus den Treibstoffzöllen. der Kommission als sehr sinnvoller Beitrag gewertet wird - ein-
Nach der parlamentarischen Initiative Béguelin könnten aber hellige Empfehlung zur Ueberweisung - und obwohl sie die
Beiträge aus Treibstoffzöllen nur an die Infrastruktur des öf- starre Definition des Treibstoffzoll-Artikels endlich etwas er-
fentlichen Verkehrs in den Agglomerationen, Rand- und Berg- weitern und lockern will.
gebieten ausgerichtet werden. Ich zitiere aus dem schriftli- Sie erinnern sich: Wir haben rund zwei Milliarden Franken jähr-
Initiative parlementaire (Béguelin) 1124 N 23 juin 1989
lieh aus Treibstoffzollgeldern zu verteilen. Wir haben im Bun- Wir erachten den Agglomerationsverkehr als ein vordringli-
desverfassungsartikel sehr eng definiert, dass diese Gelder ches nationales Verkehrsbedürfnis, das einer Lösung zuge-
praktisch nur für die Nationalstrassen, für ein genau bezeich- führt werden muss. Wir wollen die Attraktivität des öffentlichen
netes Hauptstrassennetz und für zwei, drei weitere Verwen- und des Agglomerationsverkehrs steigern, wobei wir Ange-
dungszwecke - wie etwa den kombinierten Verkehr oder die bots- und Leistungsverbesserungen an erster Stelle sehen.
Sanierung der Niveauübergänge - verwendet werden dürfen. Wie hat das konkret zu geschehen? Ich sage das hier mit aller
Was sich immer mehr als Mangel erweist, ist die Tatsache, Deutlichkeit. Eine beliebige Umleitung von Treibstoffzollgel-
dass wir für den öffentlichen Verkehr in unseren Städten und dern in den öffentlichen Verkehr im Sinne der kommunizieren-
grossen Agglomerationen aus diesem grossen Fonds keine den Röhren kommt für uns nicht in Frage. Dazu sagen wir klar
Mittel sprechen können. Wir haben es also eindeutig mit ei- nein. Das wäre gegen den Volkswillen. Das haben wir mit der
nem zu engen Rahmen dieses Verfassungsartikels oder der Abstimmung über die koordinierte Verkehrspolitik abgelehnt.
darauf aufbauenden Gesetzgebung zu tun. Das wäre auch gegen geltendes Verfassungsrecht. Stichwort:
Herr Frey Walter hat in seinem Rückweisungsantrag gesagt, Artikel 36ter.
der Automobilist sei nicht mehr bereit, sich langerais Milchkuh Wir befürworten in einem ersten Schritt die Gesetzesrevision,
zur Verfügung zu stellen. Herr Frey, der Automobilist - vor al- wie sie vom Bundesrat eingeleitet worden ist. Es geht bei die-
lem in der Agglomeration - denkt jedoch je länger, je weniger ser Revision des Treibstoffzollgesetzes darum, Investitions-
nur als Benutzer des Individualverkehrsmittels. Er denkt aber beiträge für den Agglomerationsverkehr freizumachen.
auch nicht als ausschliesslicher Benutzer des öffentlichen Ver- Selbstverständlich, Herr Dreher und Herr Walter Frey, sind im
kehrs. Der Mensch, der in der Agglomeration, in der Stadt Rahmen des geltenden Verfassungsrechtes - Sie wissen es ja
wohnt, denkt heute vielmehr gesamtheitlich. Wenn es auf- - die Kompetenzen des Bundes in Artikel 36ter abschliessend
grund der Verkehrsverhältnisse nicht mehr anders geht, ist er aufgezählt und umschrieben. Das Problem ist aber vorhan-
auch bereit - denken Sie an die Grossagglomeration Zürich -, den, und dieses Problem wollen wir lösen.
mehr Geld für den öffentlichen Verkehr, für Tram, für Buslinien In einem zweiten Schritt soll eine Verfassungsrevision geprüft
usw. zur Verfügung zu stellen. Er wünscht eben in erster Linie und eingeleitet werden. Wir wollen eine saubere Verfassungs-
eine leistungsfähige Verknüpfung seines Wohnortes mit dem grundlage. Die Initiative Béguelin greift gerade dieses Pro-
Arbeitsort. Er will nicht coûte que coûte mit dem Auto in seiner blem auf. Wie Frau Diener gesagt hat: Heute geht es nicht um
Stadt umherfahren. die materielle Behandlung dieser Frage, sondern darum, ob
Hier setzt die parlamentarische Initiative Béguelin ein. Heute dieses Problem aufgegriffen werden soll oder nicht. Es sollte
übersteigt eine Sanierung dieser Agglomerationsverhältnisse behandelt werden. Wir wollen das Problem Agglomerations-
die Möglichkeiten der Kassen von Gemeinden und Kantonen. verkehr angehen.
Umgekehrt haben wir genügende Mittel bei den Treibstoffzoll- Wir von der FDP-Fraktion setzen uns für eine Förderung des
geldern. Da liegt es auch im wohlverstandenen Interesse der Agglomerationsverkehrs ein, nach Möglichkeit auch mit Mit-
Automobilisten, dass diese Treibstoffzollgelder etwas anders teln aus Treibstoffzollgeldern. Wir gehen mit dem TCS einig,
verteilt werden. wobei wir selbstverständlich unter «Agglomerationsverkehrs-
In der Bundesrepublik Deutschland, wo bei Gott keine Auto- förderung» nicht nur den öffentlichen, sondern auch den priva-
feindlichkeit herrscht, sind in den letzten Jahren 37 Milliarden ten Verkehr verstehen.
DM aus Treibstoffzollgeldern für den öffentlichen Nahverkehr Ich bitte Sie, dieser Initiative Folge zu geben, damit sich an-
eingesetzt worden, also ein Betrag, der sich sehen lässt. schliessend eine Kommission mit dieser Frage auseinander-
Zum Schluss: Wir haben es formal erst mit der Vorprüfung der setzen kann. Wir erachten die Lösung des Problems Agglome-
Initiative Béguelin zu tun. Das heisst: Wenn unsere Vorprüfung rationsverkehr als vordringlich. Kurzfristig soll das im Rahmen
positiv ausfällt, wird sich die Kommission Oehler definitiv mit einer Revision des Treibstoffzollgesetzes erfolgen, und mittel-
dem Anliegen befassen. Dann können wir auch diesen von fristig wäre eine Verfassungsrevision zu prüfen.
Herrn Béguelin vorgeschlagenen Verfassungsartikel noch-
mals anschauen. Wir sind völlig frei, eine endgültige Fassung M. Béguelin: Je me limiterai à l'essentiel. Je cite la première
dieser Lösungsmöglichkeiten vorzuschlagen. Es handelt sich conclusion du rapport du Touring Club Suisse du 30 septem-
also keineswegs darum, jetzt schon einen definitiven Verfas- bre 1988 sur son analyse après la votation sur la politique coor-
sungsartikel zu beschliessen. donnée des transports: «Le TCS maintient que les problèmes
Deshalb bitte ich Sie sehr, dieser Initiative Folge zu geben. du trafic d'agglomération doivent être résolus à l'aide de con-
tributions fédérales provenant du produit des droits de
Frau Diener: Silvio Bircher hat praktisch alle Argumente auf- douane sur les carburants, le cas échéant, il recourra à une ini-
gezählt, die ich Ihnen auch unterbreiten wollte. Ich werde sie tiative populaire pour parvenir à ses fins».
nicht wiederholen. Je pense qu'une initiative parlementaire permet de gagner au
Der Agglomerationsverkehr ist ein grosses Problem bei uns, moins deux à trois ans par rapport à une initiative populaire. Je
und wenn Sie, Herr Dreher, das noch nicht gemerkt haben, note que le Touring Club Suisse, de très loin la plus forte com-
heisst das trotzdem nicht, dass dem nicht so ist. Wir haben in posante de la Fédération routière suisse, a contribué à finan-
unserer Siedlungspolitik Fehler gemacht. Das zeigt sich je län- cer une étude-pilote dans la région de Berne sur le développe-
ger, je mehr. Unsere Mobilität ist zu gross; auch das zeigt sich ment des transports publics. Le TCS - c'est là son mérite - ad-
immer mehr. met que la seule façon d'améliorer de manière importante la
Aus den Ueberlegungen betreffend die Belastung der Strasse situation dans les villes, c'est d'y développer les transports pu-
und der finanziellen Belastung, was den Agglomerationsver- blics. Il poursuit en la matière une excellente politique de
kehr betrifft, unterstützt die grüne Fraktion die parlamentari- complémentarité des moyens de transport.
sche Initiative von Herrn Béguelin. Es hat keinen Sinn, jetzt Pourtant, la question fondamentale qui se pose est la suivante:
schon materiell darauf einzugehen. Es geht nur darum, dieser que peut-on faire dans le cadre des dispositions légales actu-
Initiative stattzugeben. Ich bin erstaunt: Wir haben in der Kom- elles en faveur du trafic d'agglomération et en faveur des
mission - bis auf eine Stimme - alle dieser parlamentarischen régions périphériques? M. Aliesch a très bien situé le pro-
Initiative zugestimmt, und jetzt kommen nur Voten zum Tra- blème. Il faut rappeler que la loi actuelle date de 1983, à une
gen, die gegen diese Initiative sprechen. époque où le Conseil fédéral ne voulait pas entendre parler de
Herrn Walter Frey möchte ich folgendes sagen: Jeder contributions de la Confédération pour les agglomérations et
Mensch, der das öffentliche Verkehrsmittel benutzt, ermög- les régions. Le message 84.020 est très clair à ce sujet. Mainte-
licht den Autofahrern ein bisschen mehr freie Fahrt. Im Grunde nant, sur la base de ces mêmes textes, on pourrait trouver 150
genommen wären nicht total verstopfte Strassen doch wohl in à 200 millions de fanes par année pour des objectifs auxquels
Ihrem Interesse. on ne s'intéressait plus à l'époque. La question est pertinente.
Il faut de la transparence en la matière. A mon avis, pour le mo-
Aliesch: Ich gebe Ihnen in aller Kürze die Stellungnahme der ment, les réponses du département de M. Ogi ne vont pas as-
FDP-Fraktion bekannt. sez loin. Un texte est soumis à la procédure de consultation
23. Juni 1989 N 1125 Parlamentarische Initiative (Béguelin)
jusqu'au 30 novembre, on verra ce que le DFTCE nous propo- sen, oder man möchte eine Polemik einleiten, die völlig fehl
sera alors. Il est évident que si la commission estime que ces am Platze ist. Es geht in erster Linie um eine Verfahrensfrage.
propositions sont suffisantes, je retirerai mon initiative. Pour le Dann wurde ein zweites Argument vorgebracht, nämlich, man
moment, pourtant, je la maintiens. bewege sich mit dieser Politik jenseits von Angebot und Nach-
Je vous invite par conséquent à suivre l'avis unanime de la frage. Jeder, der sich ernsthaft mit Marktwirtschaft befasst und
commission et à entrer en matière. nicht einfach nur so zum Gaudi - es ist hier einiges zur Markt-
wirtschaft gesagt worden, was ich eher belustigend finde -,
M. Friderici: Vous connaissez sans doute tous la boutade wird zugeben müssen, dass immer dort Preise und Wettbe-
lancée après la Conférence de Yalta; Staline aurait dit à Roose- werb verzerrt werden, wo externe Effekte nicht berücksichtigt
velt: «tout ce qui est à moi est à moi, tout ce qui est à toi est werden. Es ist doch offensichtlich so, dass im Zusammenhang
négociable». C'est à peu près ce à quoi nous en sommes au- mit dem privaten Verkehr in den Agglomerationen solche ex-
jourd'hui, avec le fonds routier. ternen Effekte entstehen. Wenn Sie den Ozon-Bericht, der Ih-
M. Béguelin, en développant son initiative, parle du TCS. Il ou- nen unter der Aegide von Herrn Bundesrat Cotti vorgelegt wor-
blie de préciser que cette organisation a très largement fait sa- den ist, genau lesen, stellen Sie fest, dass wir uns in einer alar-
voir qu'elle était favorable à des contributions aux frais d'infra- mierenden Situation befinden und dass es auf diesem Gebiet
structure, mais pour le trafic routier en général et non, seule- tatsächlich soziale und ökologische Folgekosten gibt, die in
ment pour le trafic public des agglomérations. den Preisen des privaten Verkehrs nicht berücksichtigt wer-
Peu avant la votation sur la politique coordonnée des trans- den.
ports, le TCS m'avait fait parvenir une étude du professeur Gri- Wenn man solche Wettbewerbsverzerrungen ausgleichen
sel, d'ailleurs citée par M. Béguelin. Cette étude faisait ressor- will, kann man dies, indem man entweder den privaten Ver-
tir que, dans l'état actuel de la constitution, la possibilité offerte kehr verteuert oder aber versucht, den öffentlichen Verkehr ge-
aux agglomérations de recevoir des fonds en faveur de leur nerell zu verbilligen. Mit der Initiative Béguelin wird der zweite
trafic était plus grande que celle figurant dans le texte de la po- Weg gewählt. Ich meine, das ist sicher vernünftig. Es kann also
litique coordonnée des transports. Or, cela m'étonnerait que gar nicht darum gehen, die Mittel dem Zweck zu entfremden.
le professeur Grisel ait changé d'avis aujourd'hui, si ce n'est Ich möchte Sie - auch im Namen unserer Fraktion - bitten, die
pour penser que le transport, à ce moment-là, est considéré Initiative zu überweisen. Es geht ja nur um die Vorprüfung.
comme transport d'agglomération dans son ensemble et non Ich möchte zum Schluss noch etwas zur Kommissionsarbeit
seulement comme transport public tel que le voit M. Béguelin. sagen.
J'ai relevé également que M. Béguelin utilise les régions péri- In der Kommission ist dieser Antrag nicht bestritten worden.
phériques comme alibi, et il le reconnaît. Les problèmes con- Ich bedaure es, Herr Frey, dass Sie Ihren Nichtüberweisungs-
cernent bel et bien le transport dans les agglomérations, mais antrag in der Kommission nicht begründet haben. Sie waren
l'auteur de l'initiative se sert des régions périphériques en vue Mitglied der Kommission, haben an dieser Sitzung nicht teil-
d'une votation populaire. nehmen können. Es ist schade, dass Ihre Argumentation nicht
Mme Diener nous a dit ici que chaque automobiliste utilisant bereits in der Kommission gehört werden konnte, denn damit
les transports publics laissait davantage de place sur la route - glaube ich - hätten wir uns eine unnötige Debatte ersparen
aux autres automobilistes. Cela est vrai - et je regrette que können.
Mme Diener ne soit pas présente - pour autant que l'on ne di-
minue pas dans la même proportion la surface réservée aux Oehler, Berichterstatter: Ob Sie der Initiative Béguelin zustim-
transports privés, et c'est à cela que tend en général le groupe men oder nicht, ist eine Sache. Fest steht- das war heute mor-
écologiste en ce qui concerne la circulation routière. gen unbestritten -, dass die Probleme im Agglomerationsver-
Monsieur Béguelin, lorsque vous parlez de complémentarité - kehr bestehen und auch weiter bestehen werden. Das ist denn
et je pense encore ici à la boutade entre Staline et Roosevelt- auch der Grund, warum die Kommission nach eingehenden
vous pourriez la citer chaque fois qu'elle est utilisée à sens uni- Beratungen zum Schluss gekommen ist, Ihnen die Annahme
que. Je vous donne un exemple où cette complémentarité der Initiative Béguelin zu empfehlen, damit wir aufgrund dieser
n'est pas le fait des chemins de fer, c'est-à-dire lorsque le Vorarbeiten und aufgrund der noch auf uns zukommenden Ar-
département de M. Ogi met à l'enquête publique un tronçon beiten eine Lösung für die Probleme finden können.
d'autoroute à Löwenberg et que, dans le même département, Es ist heute morgen klar zum Ausdruck gekommen, dass die
les chemins de fer sont un des 26 opposants qui ont fait re- Lösung der Probleme auf verschiedenen Ebenen gesucht
cours au Tribunal fédéral. Il faut donc croire que la com- werden muss. Herr Aliesch hat es dargelegt. Wir haben auch
plémentarité a des limites pour le transport public. den Eindruck gewonnen, die Regierung, die Verwaltung ver-
suchen, die Probleme nicht in unserem Sinn zu lösen. Das ist
Jaeger: Ich möchte doch noch zwei oder drei Argumenten auch der Grund, warum wir uns verpflichtet fühlen sollten zu
entgegentreten, die hier vorgebracht worden sind. handeln.
Das Sperrfeuer gegen die Förderung des Agglomerationsver- Sie haben heute morgen gehört, dass die Verwaltung zumin-
kehrs - Aufhänger ist die Initiative Béguelin - überrascht eini- dest in einem Fall die Verordnungen und sogar das Gesetz
germassen. Wenn gesagt wird, es gehe darum, öffentliche nicht so ausführt, wie wir es aufgrund der geltenden Bestim-
Gelder zweckzuentfremden, wenn gesagt wird, es gehe mungen wünschen. Uns allen ist bekannt, dass mehr als 2 Mil-
darum, sich bei einer Milchkuh zu bedienen, und das erst liarden Franken gehortet werden, die letztlich doch von den
noch still und leise, so trifft das schlicht und einfach nicht zu. Automobilisten einverlangt werden, damit sie ihnen - minde-
Denn die Rechtslage war schon in der Kommission klar. Die stens teilweise - über den Verkehr wieder zufliessen.
verfassungsmässige Grundlage für die Initiative Béguelin lag Wenn wir nun - was ich heute morgen festzustellen glaube -
nicht vor. Also konnten wir die entsprechenden Massnahmen einen Wettlauf in Volksinitiativen machen, lösen wir eines
nicht direkt einleiten. Es ist dies auch zugegeben worden. Wir nicht: die Probleme im Agglomerationsverkehr. Ich war auch
haben mit Vertretern des Amtes für Verkehr ganz intensive Dis- ein Gegner der KVP. Deswegen fühle ich mich verpflichtet,
kussionen geführt. Diese haben uns in Aussicht gestellt, dass Hand zu bieten zu einer möglichst raschen Lösung, damit wir
die Frage geprüft und auch abgeklärt werde, inwiefern eine - nicht weiterhin Hunderte von Millionen Franken anhäufen,
und wenn, welche - Verfassungsgrundlage geschaffen wer- während die Städte und Agglomerationen im Verkehr er-
den müsse. sticken.
Wenn heute die Initiative Béguelin überwiesen wird, ist damit Mit der Zustimmung zur Initiative Béguelin gehen wir in diese
nur gemeint, dass diese Fragen abgeklärt werden. Es muss Richtung, schaffen wir uns vor allem aber die Möglichkeit, um-
abgeklärt werden, welche Verfassungsgrundlage zu schaffen gehend aktiv zu werden. So können wir handeln und müssen
ist. Das muss hier verdeutlicht werden. Von «still und leise» nicht warten, bis uns die Verwaltung allenfalls Vorschläge
kann keine Rede sein. Gerade hier hat die Kommission sehr macht.
sorgfältig gearbeitet. Wenn nun von aussen her Kritik ange- Wir haben es in der Hand, zu den Vorschlägen der Kommis-
bracht wird, so geschieht das entweder wider besseres Wis- sion ja oder nein zu sagen. Das wird auch Herr Wellauer dem
Motion Ziegler 1126 N 23 juin 1989
TCS mitteilen müssen, weil wir nicht starr und stur nur den öf- #ST# 88.329
fentlichen Verkehr im Auge haben, sondern als Teilnehmer
des privaten Verkehrs auch seine Anliegen berücksichtigen.
Aus diesem Grunde bitte ich Sie im Namen der Kommission,
Motion Ziegler
der Initiative Folge zu geben, damit wir weiterarbeiten und Ih- Sozialistische Republik Vietnam.
nen nachher eine Lösung vorschlagen können. Beziehungen
M. Cavadini, rapporteur: Le rapport qui vous a été distribué République socialiste du Vietnam.
décrit assez complètement l'état des travaux au sein du Parle- Relations
ment et dans l'administration ainsi que les délibérations de la
commission. J'attirerai simplement votre attention sur quel-
ques éléments qui sont ressortis aujourd'hui dans la discus-
sion.
Le problème du trafic dans les agglomérations existe et il est Wortlaut der Motion vom 2. März 1989
devenu encore plus aigu au cours de ces dernières années. Nach 31 Jahren Krieg und schrecklichen Verwüstungen und
Les communes urbaines se trouvent confrontées à des réali- 13 Jahre nach der Befreiung von Saigon und der Wiederverei-
sations techniques importantes et à des investissements con- nigung des Landes ist die Sozialistische Republik Vietnam
sidérables. Au niveau des agglomérations, il faut essayer immer noch der Blockade durch den Westen ausgesetzt. Die
d'améliorer les possibilités de circulation par plusieurs Schweiz folgt, anders als beispielsweise Schweden oder die
moyens, dont l'encouragement des transports publics qui doi- Bundesrepublik Deutschland, passiv dem amerikanischen
vent devenir plus rapides et attrayants. Dans certains cas, il Boykott-Befehl.
sera nécessaire de créer de nouvelles lignes, mais il faudra Der Bundesrat wird eingeladen,
aussi améliorer la fluidité du trafic routier, avec l'élimination 1. unverzüglich in Hanoi eine Botschaft und in Ho-Chi-Minh-
des obstacles à la circulation privée qui ne pourra jamais être Stadt (ehemals Saigon) ein Konsulat zu eröffnen.
supprimée à l'intérieur des agglomérations, et par une sépara- 2. Kredite für humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenar-
tion accrue des courants de trafic et la création de parkings beit den schweizerischen Hilfsorganisationen - der Centrale
suffisants. sanitaire, dem Hilfswerk der evangelischen Kirchen der
Les transports publics et le trafic privé sont ainsi liés. Si on veut Schweiz, Brot für Brüder, Terre des Hommes - zu gewähren,
avoir des transports publics plus efficaces, on doit alléger le die mit konkreten Projekten besonders benachteiligten Bevöl-
trafic privé et le rendre plus fluide. Pour cela des investisse- kerungsschichten des vietnamesischen Volkes Hilfe leisten
ments considérables en infrastructures sont nécessaires, qui wollen (invaliden Kindern, Kriegsverwundeten, Bauern, die
ne seront pas seulement réalisés pour les transports publics Opfer der Entlaubungsmittel wurden, usw.)
mais aussi pour le trafic privé routier. 3. den schweizerischen Unternehmen, die in Vietnam investie-
La commission a estimé que ce problème est bien réel et qu'il ren oder mit diesem Land Handel treiben wollen, die Investi-
faut essayer de trouver des solutions aux problèmes financiers tions- und Exportrisikogarantie des Bundes zu gewähren.
des communes dans des délais assez brefs. L'article constitu-
tionnel actuel précise comment peuvent être utilisés les droits Texte de la motion du 2 mars 1989
sur les carburants. L'interprétation de cet article a toujours été Après 31 ans de guerre et des dévastations terribles, la Répu-
assez restrictive, en particulier en ce qui concerne le trafic blique socialiste du Vietnam continue -13 ans après la libéra-
dans les agglomérations. tion de Saïgon et la réunification du pays - d'être soumise au
Si le Conseil accepte la proposition de la commission de don- blocus occidental. Contrairement à ce que font des pays
ner suite à l'initiative Béguelin, une commission sera chargée comme la Suède, la République fédérale allemande par exem-
d'examiner des solutions concrètes à ces problèmes. La com- ple, la Suisse se soumet passivement à l'ordre de boycottage
mission connaîtra alors les propositions définitives du Conseil américain.
fédéral qui tiendront compte des observations recueillies pen- Le Conseil fédéral est invité:
dant la procédure de consultation. Elle pourra donc décider 1. A procéder sans tarder à l'ouverture d'une ambassade à
s'il faut.donner suite immédiatement à certaines modifications Hanoï et d'un consulat à Ho-Chi-Minh-Ville (ex-Saïgon).
de la loi concernant l'utilisation du produit des droits d'entrée 2. A accorder des crédits d'aide humanitaire et de coopération
sur les carburants, en faisant vérifier la constitutionnalité des technique aux organisations d'entraide suisses - Centrale
mesures proposées, ou encore elle pourra étudier un amen- sanitaire, HEKS, Pain pour le prochain, Terre des Hommes -
dement à la constitution s'il s'avère nécessaire pour réaliser désirant aider par des projets concrets certaines couches par-
d'autres objectifs. Les deux solutions pourraient ainsi re- ticulièrement défavorisées du peuple vietnamien (enfants
présenter un contre-projet à l'initiative Béguelin, tout en tenant mutilés, blessés de guerre, paysans victimes des défoliants,
aussi compte des nécessités du trafic routier privé. Je souligne etc.)
que le vote préliminaire d'aujourd'hui doit donc être considéré 3. A mettre les entreprises suisses désireuses d'investir ou de
comme un vote d'entrée en matière sur ce sujet du finance- commercer au Vietnam au bénéfice de la garantie fédérale à
ment du trafic dans les agglomérations. La commission et le l'investissement et de la garantie fédérale à l'exportation.
Conseil restent toutefois libres de chercher la solution qui leur
semblera la meilleure dans l'examen de détail, une solution Mitunterzeichner- Cosignataires:Ammann, Bäumlin Richard,
qui devra respecter les dispositions constitutionnelles. Bundi, Hubacher, Leuenberger-Solothurn, Ort, Spielmann,
Pour toutes ces raisons, je vous prie d'accepter l'initiative Ulrich (8)
Béguelin.
Abstimmung - Vote M. Ziegler: Ma motion concerne un des chapitres les plus
sombres de la politique étrangère de la Confédération. Elle
Für den Antrag der Kommission 95 Stimmen se rapporte au manque de relations avec la République socia-
Für den Antrag Frey Walter 32 Stimmen liste du Vietnam. J'émettrai trois séries de remarques. Le Viet-
nam, qui compte 62 millions d'habitants sur un territoire d'une
surface de 335 000 kilomètres carrés, est un des pays les plus
éprouvés, les plus dévastés de cette planète. Il a vécu 31 ans
de guerre. Le processus de décolonisation commencé en
1945 a avorté à la suite d'une agression française par voies
de terre et de mer. La guerre avec les Français s'est terminée
en 1954 avec la victoires des patriotes vietnamiens à Diên Bien
Phu. C'était la première armée du tiers monde qui avait em-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Parlamentarische Initiative (Béguelin) Revision von Artikel 36ter Absatz 1 der
Bundesverfassung
Initiative parlementaire (Béguelin) Révision de l'article 36ter, 1er alinéa, de la Constitution
fédérale
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1989
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 88.230
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 23.06.1989 - 08:00
Date
Data
Seite 1119-1126
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Ref. No 20 017 470
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung.
Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.
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