Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 88-205 KI-generiert

Bern Cantonal Initiatives on Car-Free Sundays and Fasting Day Rejected

Geschäftsnummer VPB 88-205
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The court considered two initiatives from the canton of Bern: one proposing twelve car-free Sundays per year and another to make the federal day of fasting a car-free day. The commission acknowledged the environmental concerns but noted that similar initiatives had failed in popular votes and that other environmental measures were more effective. The court ultimately rejected both initiatives, deeming them less effective than other environmental policies and a potential hindrance to European traffic regulations, while also considering that other measures were already in place to combat air pollution.

Legislator-Regeste

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Art. 68 GRN, Art. 68 RCN; Bern Cantonal Initiatives on Car-Free Sundays and Fasting Day Rejected: The commission acknowledged the environmental concerns but noted that similar initiatives had failed in popular votes and that other environmental measures were more effective. The court ultimately rejected both initiatives, deeming them less effective than other environmental policies and a potential hindrance to European traffic regulations, while also considering that other measures were already in place to combat air pollution.

Schlagwörter

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Fahrverbot als Massnahme Boykott Untätigkeitsklage Anfechtung der Löschung Restriktive Maßnahmen Ausgeschlossene Rechtsgebiete

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 68 GRN

Cited in relation to the classification of the initiative in Category V, impacting the debate process.

Art. 68 RCN

Cited in relation to the classification of the initiative in Category V, impacting the debate process.

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Volltext

Initiative du canton de Berne 716 N 21 mars 1991

hat den Bundesrat in einem Postulat aufgefordert, die Vorar- Nous demandons donc au Conseil national de ne pas créer de

beiten dazu an die Hand zu nehmen. Die Kommission für sozi- divergence avec le Conseil des Etats et d'adopter le postulat

ale Sicherheit hat sich einstimmig den Beschlüssen des Stän- de la commission en réponse à l'initiative du canton de Ge-

derates angeschlossen und ersucht den Nationalrat, gleiches nève.

zu tun. Wir haben einen schriftlichen Bericht erstattet. Drei Be-

merkungen sind aus der Sicht der Kommission hinzuzufügen: Präsident: Die Kommission beantragt Ihnen, der Initiative

1. Die Standesinitiative spricht ganz allgemein von Mutter- Folge zu geben und das Postulat zu überweisen.

schaftsversicherung. Die Fragen der Pflegeleistung bei Mut-

terschaft werden bis anhin dem Krankenversicherungssystem Angenommen -Adopté

zugeordnet. Daran soll sich auch bei einer Revision der Kran-

kenversicherung nichts ändern. Dies kommt im Expertenbe-

richt der Kommission Schoch deutlich zum Ausdruck. Ge-

mäss Auffassung des Ständerates und der nationalrätlichen

Kommission umfasst deshalb der Auftrag der Standesinitiative #ST# 88.204

nur die Prüfung einer Mutterschaftstaggeldversicherung.

2. Die Kommission ist der Auffassung, dass eine Mutter- Standesinitiative Bern

schaftsversicherung im genannten Sinne unabhängig von der

Revision der Krankenversicherung erfolgen soll. Wir sollten

Einführung von zwölf autofreien

die Lehren aus der letztmaligen Verwerfung der Revision des Sonntagen pro Jahr

Kranken- und Mutterschaftsversicherungsgesetzes durch das Initiative du canton de Berne

Volk ziehen und auf eine Koppelung beider Bereiche in einer Introduction de douze dimanches

einzigen Vorlage verzichten. sans voitures

3. Die Kommission ersucht den Bundesrat, dieses Begehren

in seine Legislaturplanung 1991 -1994 einzubeziehen. Wir wis- Beschluss des Ständerates vom 29. November 1988

sen, dass in der kommenden Legislaturperiode wesentliche Décision du Conseil des Etats du 29 novembre 1988

Gesetzesrevisionen im Bereiche der sozialen Sicherheit ge- Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN

plant sind, insbesondere die Revision der Krankenversiche-

rung und des Bundesgesetzes über die zweite Säule. Wir

möchten die bisherigen Prioritäten nicht in Frage stellen, glau-

ben aber, dass die Erfüllung des heute vorliegenden Begeh-

rens dennoch in der kommenden Legislaturperiode Platz ha- Wortlaut der Initiative vom 12. Juli 1988

ben sollte. Es wird letztlich an diesem Rate liegen, bei der Erör- Der Bund wird eingeladen, baldmöglichst zwölf autofreie

terung der Legislaturziele eine entsprechende Gewichtung Sonntage pro Jahr einzuführen.

vorzunehmen. Wir glauben, dass Bundesrat und Parlament

handeln sollten. Dann sind weitere Motionen und Postulate, Texte de l'initiative du 12 juillet 1988

wie beispielsweise die zu Beginn dieser Session eingereichte La Confédération est invitée à introduire le plus rapidement

Motion Segmüller, überflüssig. possible douze dimanches sans voitures par an.

Gestatten Sie mir noch eine Schlussbemerkung. Der Kanton

Genf hat diese Standesinitiative am 29. Februar 1988 einge-

reicht. Es hat mehr als drei Jahre gedauert, bis sich der Natio-

nalrat nun dazu aussprechen kann. Die nationalrätliche Kom-

mission hat diese Initiative am 5. September 1990 behandelt #ST# 88.205

und gehofft, der Nationalrat werde sie in der Wintersession

1990 behandeln können. Das war leider nicht möglich. Wir er-

suchen deshalb den Rat, nicht noch weiter Zeit zu verlieren,

Standesinitiative Bern

keine Differenzen zum Ständerat zu schaffen und den Anträ- Einführung eines autofreien Bettages

gen der Kommission zuzustimmen. Initiative du canton de Berne

Introduction du Jeûne fédéral

Mme Déglise, rapporteur: En préambule, il faut se rappeler sans voitures

que l'article constitutionnel demandant que la Confédération

institue, par voie législative, l'assurance-maternité a été voté Beschluss des Ständerates vom 29. November 1988

par le peuple le 25 novembre 1945, il y a de cela 45 ans. Décision du Conseil des Etats du 29 novembre 1988

L'initiative du canton de Genève demande à la Confédération Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN

d'élaborer dans le plus bref délai un projet d'assurance-mater-

nité indépendant de l'assurance-maladie. Le Conseil des

Etats a déjà traité cet objet et a décidé de donner suite à l'initia-

tive. Il a transmis au Conseil fédéral un postulat allant dans ce

sens. La commission du Conseil national a décidé à l'unani- Wortlaut der Initiative vom 12. Juli 1988

mité de suivre la décision du Conseil des Etats. Elle vous fait Der Bund wird eingeladen, als Zeichen des Umdenkens den

part, en outre, des remarques suivantes. eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag zu einem auto-

La commission constate que les prestations pour les soins en freien Tag zu erklären.

cas de maternité sont réglées par l'assurance-maladie. Cet

état de fait sera maintenu, conformément au rapport de la Texte de l'initiative du 12 juillet 1988

Commission Schoch. Il s'agit donc de mettre sur pied une as- La Confédération est invitée à décréter le Jeûne fédéral jour

surance-maternité traitant de la perte de gain. La commission sans voitures pour inciter la population à repenser ses habitu-

s'est prononcée à l'unanimité en faveur d'une assurance- des.

maternité indépendante de l'assurance-maladie. Elle insiste

pour que cet objet figure au programme de la prochaine légi- Herr Meizoz unterbreitet im Namen der Kommission den fol-

slature. Même si cette dernière sera chargée par d'autres ob- genden schriftlichen Bericht:

jets dans le domaine de la sécurité sociale - notamment la loi

sur l'assurance-maladie, la revision de la LPP - nous pensons Der Grosse Rat des Kantons Bern hat am 12. Mai 1987 auf-

que la loi sur l'assurance-maternité doit aussi y figurer, d'au- grund von Motionen beschlossen, zwei Standesinitiativen ein-

tant plus que nous devrons, là aussi, nous rapprocher de la lé- zureichen.

gislation européenne - et le moins que l'on puisse dire c'est Der Regierungsrat des Kantons Bern befürwortete die Initiati-

que dans ce domaine nous ne sommes pas en avance! ven.

21. März 1991 717 Standesinitiative Bern

Begründung des Initianten Considérations de la commission

Im Grossen Rat wurden die Initiativen unter anderem wie folgt Si la commission est favorable aux idées sur lesquelles se fon-

begründet: dent les deux initiatives, elle est moins optimiste en ce qui

Im 7. Bericht der Forstdirektion betreffend Waldschäden im concerne leur réalisation au niveau politique. Une initiative po-

Kanton Bern steht unten auf Seite 1 : «Eine nüchterne Analyse pulaire allant dans le même sens a déjà été rejetée en 1978

von Zustand und Entwicklung unserer Umwelt kommt jedoch (63,7 pour cent de non, rejet par tous les cantons). Le 16 mars

zum Schluss, dass unverzügliches Handeln als Gebot der 1987, le Conseil national a rejeté, à l'occasion de l'examen du

Stunde gelten muss.» rapport sur la lutte contre la pollution de l'air, un postulat qui

Eine Massnahme ist die Einschränkung des privaten Ver- chargeait le Conseil fédéral d'étudier des mesures radicales,

kehrs. par exemple des jours sans voitures. Dans le canton de Zurich,

Der Regierungsrat wird deshalb beauftragt, im Namen des une initiative demandant le dépôt d'une initiative cantonale sur

Grossen Rates bei der Bundesversammlung eine Standesin- les douze dimanches sans voitures a été rejetée par 55 pour

itiative einzureichen, welche die baldmöglichste Einführung cent des votants le 5 mars 1989.

von zwölf autofreien Sonntagen pro Jahr zum Ziele hat. Dans l'optique de la protection de l'environnement, les initiati-

Unter dem Eindruck des Waldschaden-Berichts der Kantona- ves présentées ne constituent pas un très grand progrès par

len Forstdirektion und seines Aufrufs zu unverzüglichem Han- rapport à d'autres mesures, car le trafic sera reporté sur d'au-

deln wird der Regierungsrat beauftragt, im Namen des Gros- tres journées. La commission attache beaucoup d'importance

sen Rates eine Standesinitiative auf eidgenössischer Ebene au fait que la Suisse serait le seul pays en Europe à appliquer

einzureichen, des Inhalts, dass im Sinne eines Zeichens des une telle mesure, ce qui serait considéré comme un obstacle

Umdenkens der eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag zu supplémentaire à la circulation. Or, il est déjà assez difficile à

einem autofreien Tag erklärt wird. l'heure actuelle de maintenir les restrictions fixées malgré la

pression exercée par les Communautés européennes (poids-

Erwägungen der Kommission limite de 28 tonnes, interdiction de circuler la nuit et le diman-

Die Kommission steht den Ideen, die den beiden Initiativen zu- che).

grunde liegen, positiv gegenüber. Hingegen betrachtet sie die Dans le domaine de la lutte contre la pollution de l'air, l'accent

politische Realisierung weniger optimistisch. Eine ähnliche doit être mis sur la réalisation de l'ordonnance sur la protec-

Volksinitiative wurde 1978 abgelehnt (63,7 Prozent Neinstim- tion de l'air du 16 décembre 1985 (RS 814.318.142) par les

men, Ablehnung in allen Kantonen). Am 16. März 1987 lehnte cantons et sur la réalisation des mesures prévues dans la stra-

der Nationalrat bei der Beratung des Luftreinhaltekonzeptes tégie de lutte contre la pollution de l'air (rapport 86.047 du

ein Postulat ab, mit welchem der Bundesrat beauftragt werden 10 septembre 1986).

sollte, einschneidende Massnahmen wie zum Beispiel motor-

fahrzeugfreie Tage zu studieren. Im Kanton Zürich wurde in Antrag der Kommission

der Volksabstimmung vom 5. März 1989 eine Einzelinitiative, Mehrheit

welche die Einreichung einer Standesinitiative für zwölf auto- Keine Folge geben

freie Sonntage verlangte, mit 55 Prozent Neinstimmen verwor- Minderheit

fen. (Diener, Dünki)

In Bezug auf die Umwelt bringen die vorgeschlagenen Initiati- Folge geben

ven relativ wenig im Vergleich zu anderen Massnahmen, weil

die Fahrten auf andere Tage verlegt werden. Besondere Be- Proposition de la commission

deutung misst die Kommission dem Aspekt bei, dass eine sol- Majorité

che Massnahme ein Einzelfall in Europa darstellen und als zu- Ne pas donner suite

sätzliche Verkehrsbehinderung betrachtet würde. Es ist schon Minorité

schwierig genug, die heute geltenden Beschränkungen (28- (Diener, Dünki)

Tonnen-Höchstgewicht, Nacht- und Sonntagsfahrverbot) trotz Donner suite

dem Druck der Europäischen Gemeinschaften aufrecht zu er-

halten. Ordnungsantrag Hafner Rudolf

Behandlung der Geschäfte in Kategorie III stattV

M. Meizoz présente au nom de la commission le rapport écrit

suivant: Ordnungsantrag Leutenegger Oberholzer

Behandlung der Geschäfte in Kategorie III statt V

Se fondant sur des motions, le Grand Conseil du canton de

Berne a déposé le 12 mai 1987 deux initiatives. Motion d'ordre Hafner Rudolf

Le Conseil-exécutif du canton de Berne a approuvé ces initiati- Classer les objets en catégorie III au lieu de V

ves.

Motion d'ordre Leutenegger Oberholzer

Développement par écrit de l'auteur des initiatives Classer les objets en catégorie III au lieu de V

Au Grand Conseil, elles ont notamment été justifiées comme il

suit: Hafner Rudolf: Unsere Fraktion ist der Auffassung, dass gene-

Dans le 7e rapport présenté par la Direction des forêts au sujet rell die Standesinitiativen nicht nur in Kategorie V eingeteilt

des dégâts aux forêts dans le canton de Berne, on peut lire en werden sollten. Wir sind zwar das Bundesparlament - man

page 1 : «Une simple analyse de l'état et de l'évolution de notre kann wohl sagen, dass wir mehr Gewicht haben als die Kan-

environnement montre cependant qu'une action immédiate tonsparlamente; aber wir sind der Auffassung, dass in guteid-

s'impose aujourd'hui». genössischer Auffassung diese Standesinitiativen doch ge-

Une des actions envisageables est de réduire le trafic privé. bührend zu behandeln sind. Sie sollten doch anders behan-

Le Conseil-exécutif est dès lors chargé de déposer au nom du delt werden, als wenn ein einzelner aus unserer Mitte einen

Grand Conseil une initiative cantonale à l'Assemblée fédérale Vorschlag einbringt. Weil diese Sachverhalte in den entspre-

qui vise à l'introduction rapide de douze dimanches sans voi- chenden Kantonen gründlich und ausführlich diskutiert wor-

tures par an. den sind und auf der Grundlage von Sachüberlegungen so

Vu les conclusions du rapport sur les dégâts aux forêts pré- eingereicht wurden, bitten wir Sie, diese Einteilung in Katego-

senté par la Direction cantonale des forêts et son appel en fa- rie III vorzunehmen.

veur d'une action immédiate, le Conseil-exécutif est chargé de

déposer au nom du Grand Conseil une initiative cantonale au- Frau Leutenegger Oberholzer: Ich möchte Sie bitten, die

près de la Confédération. L'objet de cette initiative est de dé- Standesinitiative des Kantons Basel-Landschaft zur Einfüh-

clarer le Jeûne fédéral une journée sans voitures afin d'encou- rung von motorfahrzeugfreien Sonntagen nicht in der Katego-

rager une prise de conscience au sein de la population. rie V, sondern in der Kategorie III zu behandeln. Wie Sie wis-

Initiative du canton de Bàie-Campagne 718 N 21 mars 1991

sen, ist in Kategorie V jede Diskussion ausgeschlossen. Hinzu #ST# 89.200

kommt, dass sich ein Kanton dazu gar nicht/neiden kann, im

Gegensatz zu den Urheber(inne)n einer parlamentarischen In-

itiative. Es kommt der Geringschätzung einer kantonalen Mei- Standesinitiative Basel-Landschaft

nungsäusserung gleich, wenn hier drinnen nicht einmal im Einführung

Ansatz eine Debatte darüber stattfinden kann. Das ist auch von motorfahrzeugfreien Sonntagen

eine klare Missachtung eines verfassungsmässigen Rechts Initiative du canton de Bàie-Campagne

der Kantone. Diese Diskussionsverweigerung ist auch aus fö- Instauration

deralistischen Gründen unhaltbar. Die Tatsache, dass zwei

de dimanches sans voitures

Kantone, nämlich Bern und Basel-Landschaft, fast gleichlau-

tende Standesinitiativen eingereicht haben, zeigt auch, wie Beschluss des Ständerates vom 21. September 1989

wichtig das Anliegen ist. Décision du Conseil des Etats du 21 septembre 1989

Ich bitte Sie deshalb, den Ordnungsanträgen zuzustimmen. Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN

Gysin: Ich bitte Sie, diesen Ordnungsantrag abzulehnen. Wir

haben uns in diesem Rat eine neue Ordnung gegeben. Alle

diese Vorhalte, die Herr Hafner und Frau Leutenegger Ober-

holzer gemacht haben, hätten wir einbringen müssen, als wir Wortlaut der Initiative vom 9. März 1989

diese neue Geschäftsordnung diskutierten. Es geht meines Der Kanton Basel-Landschaft beantragt die Einführung meh-

Erachtens nicht an, dass wir in einem Speziatali nun davon rerer motorfahrzeugfreier Sonntage im Jahr. Das Fahrverbot

abweichen. ist auf den Privatverkehr zu beschränken. Durch Ausnahme-

Ich bitte Sie darum, nicht auf diesen Ordnungsantrag einzuge- bestimmungen ist sicherzustellen, dass die verfassungsmäs-

hen und dabei zu bleiben, dass das Geschäft in Kategorie V sigen Aufgaben des Bundes und der Kantone erfüllt werden

bleibt. Es ist im Hinblick darauf von unserer Kommission se- können und dass die geordnete Versorgung der Bevölkerung

riös vorbereitet worden. gewährleistet bleibt.

Abstimmung - Vote

Texte de l'initiative du 9 mars 1989

Für den Ordnungsantrag Hafner Rudolf/

Le canton de Baie-Campagne demande l'instauration de plu-

Leutenegger Oberholzer 30 Stimmen

sieurs dimanches sans voitures dans l'année. L'interdiction de

Dagegen 60 Stimmen

circuler s'appliquera uniquement au trafic privé. Des disposi-

tions régissant les dérogations permettront de garantir que les

Persönliche Erklärung - Déclaration personnelle

tâches constitutionnelles de la Confédération et des cantons

Hafner Rudolf: Wir sind doch etwas überrascht und auch ent- pourront être remplies et que les besoins vitaux de la popula-

täuscht, dass es möglich ist, kantonale Initiativen auf diese Art tion seront couverts.

und Weise zu behandeln. Ich glaube immer noch, dass wir ei-

nen Bund von souveränen Kantonen haben. Wenn ein Kanton Frau Diener unterbreitet im Namen der Kommission den fol-

ein Anliegen vertritt - nicht nur eine kleine Gruppe, sondern je- genden schriftlichen Bericht:

weils die Mehrheit des Kantonsparlamentes -, dann sollte

man das doch ernst nehmen. Es ist wohl so, dass Vertreter aus

Der Landrat des Kantons Basel-Landschaft hat am 9. März

praktisch allen Parteien, die hier vertreten sind, diesen Initiati-

1989 beschlossen, eine Standesinitiative einzureichen.

ven zugestimmt haben. Das mit guten Gründen.

Weil das eine persönliche Erklärung ist, ist es mir nicht mehr

möglich, sachlich auf diese Gründe einzugehen, aber ich bitte Schriftliche Begründung des Initianten

Sie doch - die ganze Umweltsituation ruft danach -, aktiv et- Am ebenso erschütternden wie eindrücklichen Beispiel des

was zu unternehmen und diesen Initiativen zuzustimmen, schwer erkrankten Waldes ist uns am sichtbarsten bewusst

nicht nur aus Gründen der Umweltsituation, sondern damit Sie geworden, wie unmittelbar und ernsthaft die natürlichen Le-

der Schweiz im Jahr des 700-Jahr-Jubiläums auch die Chance bensgrundlagen für Pflanzen, Tiere und Menschen gefährdet

auf ein bisschen Ruhe, auf eine Neubesinnung geben. Ich sind. Die fortschreitende Umweltzerstörung lässtsich nur auf-

danke Ihnen dafür.. halten, wenn der Mensch seine bisherige Einstellung gegen-

über Luft, Wasser und Boden in vielerlei Beziehung tiefgrei-

Initiative 88.204 fend ändert. Die Bevölkerung weiss, dass solche Verhaltens-

änderungen - nötigenfalls unter Einschränkung der persönli-

Abstimmung - Vote chen Freiheit - erforderlich sind, um drohende Umweltkata-

Für den Antrag der Mehrheit strophen abzuwenden. An ihrer Bereitschaft, eigene Verhal-

(keine Folge geben) 54 Stimmen tensweisen den Erfordernissen des Umweltschutzes anzu-

Für den Antrag der Minderheit passen, ist heute nicht zu zweifeln.

(Folge geben) 27 Stimmen Unbestrittenermassen gehört der private Motorfahrzeugver-

kehr zu den Hauptverursachern der schlechten Luftqualität.

Initiative 88.205 Die Erkenntnis, dass Luftverschmutzung und Waldsterben in

untrennbarem Zusammenhang stehen, gilt als wissenschaft-

Abstimmung - Vote lich gesichert. Ferner kann davon ausgegangen werden, dass

Für den Antrag der Mehrheit die Einführung und Verbreitung der Katalysatorentechnik zu

(keine Folge geben) 42 Stimmen einer erheblichen Reduktion der Schadstoffbelastung der Luft

Für den Antrag der Minderheit führen wird. Technische Verbesserungen allein - so unerläss-

(Folge geben) 30 Stimmen lich sie sind - reichen jedoch nicht aus. Entscheidend für die

Gesundung der Umwelt ist vielmehr, dass kurz- und längerfri-

stig ein Umdenken in Richtung bewusstes, umweltschonen-

des Verhalten stattfindet. Dieses Umdenken muss aus der Ein-

sicht jedes Einzelnen hervorgehen, kann aber durch staatliche

Massnahmen in geeigneter Weise gefördert werden. Ein Bei-

spiel dafür stellt die steuerliche Begünstigung von Katalysato-

renautos dar, wie sie auch im Kanton Basel-Landschaft gilt.

Eine andere sehr sinnvolle Massnahme würde unseres Erach-

tens in der Einführung motorfahrzeugfreier Sonntage beste-

hen. Die drastische Einschränkung des Privatverkehrs an mo-

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Standesinitiative Bern Einführung eines autofreien Bettages

Initiative du canton de Berne Introduction du Jeûne fédéral sans voitures

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1991

Année

Anno

Band II

Volume

Volume

Session Frühjahrssession

Session Session de printemps

Sessione Sessione primaverile

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 16

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 88.205

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 21.03.1991 - 15:00

Date

Data

Seite 716-718

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Ref. No 20 019 741

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