Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 88-030 KI-generiert

Switzerland's Informatics Education: Regional Disparities and Future Needs

Geschäftsnummer VPB 88-030
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The report on informatics education in Switzerland concluded that while educational institutions have largely adapted to the challenges of computerization, significant disparities persist across regions and educational levels. The government has funded initiatives to address these gaps, particularly in teacher training and curriculum development, but concerns remain regarding insufficient research funding and infrastructure. Experts and committee members emphasized the need for greater coordination between state, industry, and research, alongside increased investment in vocational and higher education to foster a qualified workforce capable of meeting future technological demands.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 36 LFP, Art. 36 BBG; Switzerland's Informatics Education: Regional Disparities and Future Needs: The government has funded initiatives to address these gaps, particularly in teacher training and curriculum development, but concerns remain regarding insufficient research funding and infrastructure. Experts and committee members emphasized the need for greater coordination between state, industry, and research, alongside increased investment in vocational and higher education to foster a qualified workforce capable of meeting future technological demands.

Schlagwörter

KI-generiert
Erziehung, Aus- und Fortbildung Hochschulbildung Forschung und technologische Entwicklung E-Government Regionales Missverhältnis Forschungsinfrastruktur
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 36 BBG

Cited as an example of a deficiency in the promotion of vocational training where the law has not been fully implemented.

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Volltext

13. März 1989 N 415 Informatikausbildung in der Schweiz

disposition protège en premier lieu le vendeur sérieux. L'ar- lung von Programmen für den informatikgestützten Unter-

ticle 4, lettre d de la LCD ne rend pas impossible le rempla- richt. Dies gilt auch für den Hochschulbereich, in dem der

cement d'un petit crédit cher par un autre meilleur marché. Bundesrat eine fortdauernde Diskrepanz zwischen der

La disposition n'est en somme importante pour les contrats Nachfrage der Studenten und dem Angebot feststellt. Im

de petit crédit que lorsqu'un droit de révocation est stipulé jetzigen Zeitpunkt könne jedoch in keinem Ausbildungsbe-

• dans le contrat. Un tel droit n'existe pas sur le plan légal, reich mehr von einem erheblichen Rückstand gesprochen

puisque la loi sur le crédit à la consommation a été rejetée. werden, wenn auch noch manche Lücke zu füllen und

La commission n'a pas traité le rapport de l'administration; regionale Unterschiede zu überbrücken seien. Besonderes

de ce fait, elle n'a pas donné son avis. Gewicht komme deshalb der Förderung der interkantonalen

und gesamtschweizerischen Koordination zu. Zentrale Be-

Antrag der Kommission deutung wird der Weiterbildung der Lehrkräfte aller Stufen

Die Kommission beantragt einstimmig, auf die Aenderung und der Entwicklung neuer Lehrmittel beigemessen.

des Bundesgesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb Im Bereich des beruflichen Unterrichts ist die Verantwor-

nicht einzutreten. tung gross: Die Fähigkeit, die Informatik zu verstehen und

mit ihr umzugehen, spielt für die berufliche Qualifikation

Proposition de la commission eine bedeutende Rolle und ist für die Arbeitnehmer ein

La commission propose à l'unanimité de ne pas entrer en Schlüssel zu beruflicher Mobilität. Dieser Problemkreis

matière sur la modification de la loi fédérale sur la concur- weist vor allem auf die Notwendigkeit hin, die Fortbildung zu

rence déloyale. verbessern. Der Bundesrat erwähnt auch Lücken in der

Förderung der Berufsbildung (z. B. Nicht-Vollzug von Art. 36

Angenommen - Adopté BBG). Hingewiesen wird auch auf das ungenügende Infor-

matik-Forschungsvolumen und die Lücken in der For-

schungsinfrastruktur im Hochschulbereich. Bis heute

konnte der Nachholbedarf an gut ausgebildeten Ingenieu-

#ST# 88.030 ren nicht gedeckt werden.

Die Kommission für Wissenschaft und Forschung nahm die

Informatikausbildung in der Schweiz Ueberweisung des Berichtes durch das Büro zum Anlass,

Formation à l'informatique en Suisse sich anlässlich ihrer Sitzung vom 5. Mai 1988 von drei

Experten ergänzend über die Informatikausbildung im

Hochschulbereich, im sekundären Bildungsbereich und im

Bericht des Bundesrates vom Oktober 1987 Berufsbildungswesen orientieren zu lassen. Eingeladen

Rapport du Conseil fédéral, octobre 1987

wurden Professor Dr. Hansjürg Mey von der Universität

Bern, Professor Dr. Reymond Morel vom Centre d'enseigne-

Bezug bei der Dokumentationszentrale der Bundesversammlung

S'obtient auprès de la centrale de documentation de l'Assemblée fédé- ment et d'apprentissage par ordinateur (Centre EAO du DIP)

rale Genf und Dr. Rudolf Natsch, Vizedirektor des Biga (Abtei-

lung Berufsbildung).

Uebereinstimmend wird die Weiter- und Fortbildung der

Lehrkräfte auf allen Stufen als Hauptproblem hervorge-

Herr Longet unterbreitet im Namen der Kommission für hoben.

Wissenschaft und Forschung den folgenden schriftlichen Laut Professor Morel hat sich der Graben zwischen Univer-

Bericht: sitäts- und Nichtuniversitätskantonen im sekundären Bil-

dungsbereich im Laufe der letzten Jahre vertieft; es kann

In seinem Postulat vom G.Juni 1985 (überwiesen am sich nicht darum handeln, allein von den Kantonen zusätzli-

26. September 1985) forderte Ständerat Gadient angesichts che Anstrengungen zu erhoffen. Erwartet werden Initiativen

der Tatsache, dass der Computer heute die meisten Be- von selten des Parlamentes und der Exekutive, weil die

reiche der menschlichen Gesellschaft beeinflusse, eine Kantone allein nicht in der Lage sind, alle mit der Informatik-

gründliche Standortbestimmung - insbesondere als Grund- ausbildung in der Schule verbundenen Probleme zu lösen.

lage eines koordinierten Aktionsprogramms auf allen Bil- Es muss nach eigenen, für die Schweiz adäquaten Lösun-

dungsstufen. Kurz nach der Annahme des Postulates legte gen gesucht werden; es kann nicht genügen, diejenigen

der Bundesrat die «Botschaft über Sondermassnahmen anderer Länder zu übernehmen. Ein finanzielles Engage-

zugunsten der Ausbildung und Weiterbildung sowie der ment des Bundes wäre hier höchst erwünscht; es ist davon

Forschung in der Informatik und den Ingenieurwissenschaf- auch im Bericht des Bundesrates die Rede.

ten» vor, und im Juni 1986 genehmigten die beiden Räte auf Professor Mey beurteilt den Informatik-Grundlagenunter-

Antrag des Bundesrates einen Betrag von über 200 Millio- richt qualitativ als dem internationalen Niveau entspre-

nen Franken. chend. Ungenügend ist jedoch das Angebot in den neuen

Der Bericht (88.030) des Bundesrates vom Oktober 1987 Informatik-Teilbereichen; es fehlt an Dozenten und For-

stellt dar, wie sich diese Massnahmen in den verschiedenen schung. Unter Berücksichtigung der weltweiten Entwick-

Unterrichtsbereichen ausgewirkt haben. Er enthält sowohl lung darf die Hochschul-lnformatik nur noch unter gesamt-

eine Aufnahme des Ist-Zustandes als auch Ausblicke auf die schweizerischem Aspekt betrachtet werden. Sowohl Finan-

zukünftige Entwicklung in den einzelnen Ausbildungsberei- zen wie Fachleute sind rar. Die Mittel müssen optimal und

chen. Er kommt zum Schluss, dass unsere Schulen auf allen deshalb koordiniert eingesetzt werden. Spezielle Informatik-

Stufen die Herausforderung durch die Informatik bereits in aufgaben können nicht dezentral gelöst werden. Ohne staat-

grossem Ausmass aufgenommen haben, nachdem anfäng- liche Mitträgerschaft kann der Ausbildungsauftrag im Inter-

lich - bedingt durch die föderalistische Struktur unseres esse von Studierenden und Wirtschaft nicht erbracht wer-

Staates - das schweizerische Bildungswesen die rasche den. Die Hochschulausbildung und -forschung auf dem

Entwicklung auf dem Gebiet der Informatik in unterschiedli- Gebiet der Informatik hat erst mit über 10jähriger Verspä-

chem Ausmass und zum Teil mit erheblichem Rückstand tung eingesetzt. Das direkte Engagement von Bundesstellen

mitgemacht hat. Die Einführung der Informatik im Unterricht (BFK und BBW) hat es ermöglicht, den Anschluss einiger-

hat zwei Aspekte: die Verwendung von Mitteln der Informa- massen erfolgreich zu suchen.

tik zu Unterrichtszwecken und die Ausbildung in der Infor- Seit 1983 wird die Anschaffung von Informatikmaterial auf

matik selbst. Auf beiden Ebenen muss Gewohntes geändert Berufsschulstufe durch den Bund subventioniert, was den

werden: Unterrichtsstil (Frontalunterricht) und Stundenplan eigentlichen Durchbruch bewirkte. Heute verfügen alle vom

(Aufteilung der Stunden auf die verschiedenen Fächer). In Biga betreuten rund 300 Berufsschulen über eine Informati-

dieser Hinsicht stellt die neuliche Revision der MAV einen kausrüstung - wenn auch mit unterschiedlichem Standard

wichtigen Schritt dar. Ein grosses Problem ist die Herstel- (= regionale Ungleichgewichte).

Formation à l'informatique en Suisse 416 N 13 mars 1989

Einerseits macht die Integration der Informatik in fast allen il y a lieu d'améliorer certaines situations régionales. Il

Berufen erfreuliche Fortschritte, andererseits fehlt ein genü- convient dès lors de mettre l'accent sur la coordination

gendes Angebot von Lehrstellen in spezifischen Informatik- intercantonale et nationale, et d'accorder une attention par-

berufen. Ein ausgesprochener Engpass in der Ausbildungs- ticulière au perfectionnement des enseignants à tous les

kapazität besteht auch in den Betrieben. Erste Priorität niveaux, ainsi qu'à la mise au point de nouveaux matériels

kommt der Lehrerfortbildung zu; der Staat hat die Möglich- d'enseignement. S'agissant de l'enseignement profession-

keit, hier günstige Voraussetzungen zu schaffen. nel, la responsabilité est grande: la capacité de comprendre

Ausserordentlich erwünscht wären laut Dr. Natsch zusätzli- et de se servir de l'informatique jouera un rôle important

che Mittel für Grund- und Nachdiplomstudien auf Stufe HTL7 dans la qualification professionnelle et est pour les travail-

HWV. Dadurch könnten auch Synergieeffekte gegenüber leurs une clé pour leur mobilité professionnelle. Cette ques-

dem Hochschulbereich verstärkt werden. tion met particulièrement en évidence la nécessité d'amélio-

In der anschliessenden Diskussion wurden die seit einigen rer la formation permanente. Le Conseil fédéral cite égale-

Jahren unternommenen Anstrengungen, den Rückstand der ment des lacunes dans le soutien à la formation profession-

Schweiz auf dem Gebiet der Informatik zu überwinden, nelle (p. ex. non-exécution de l'art. 36 LFP). Le rapport

gewürdigt. Bemängelt wurde jedoch, dass im Bericht des relève aussi l'insuffisance de la recherche informatique et

Bundesrates nur Einzelereignisse und -massnahmen, nicht les déficiences en ce domaine de l'infrastructure universi-

jedoch die grundsätzlichen Fragen angegangen werden, taire. On n'a pu, jusqu'ici, combler le retard quant à la

weshalb die Schweiz den Anschluss verloren hat und Mühe formation d'ingénieurs informaticiens hautement qualifiés.

bekundet, diesen wieder zu gewinnen. Ist der Grundton L'occasion de l'attribution du rapport par le Bureau à la

nicht zu optimistisch? Die Kommission ist beunruhigt durch Commission de la science et de la recherche a été saisie

die Tatsache, dass das Informatik-Forschungsvolumen im pour entendre, lors de la séance du 5 mai 1988, trois experts

Hochschulbereich ungenügend ist und sich der Rückstand sur le niveau de formation dans l'enseignement supérieur,

angesichts der enormen Anstrengungen der übrigen Indu- secondaire et professionnel. Il s'agissait du professeur

strienationen sogar zu vergrössern droht. Hansjürg Mey de l'Université de Berne, du professeur Rey-

Die Kommission ist sich bewusst, dass die Informatik auf mond Morel du Centre d'enseignement et d'apprentissage

Jahre hinaus ein Schlüsselproblem bleiben wird. par ordinateur (Centre EAO) du Département de l'instruction

1. Sie wünscht, dass im Dreieck Staat, Wirtschaft und For- publique de Genève, et de M. Rudolf Natsch, sous-directeur

schung vermehrt nach Wegen der Kooperation und Koordi- de l'OFIAMT (Section de la formation professionnelle).

nation gesucht wid (Synergieeffekte). Das Departement Les trois experts se sont accordés pour souligner l'insuffi-

nahm von der Kommission den Auftrag entgegen, entspre- sance des cours de perfectionnement et de formation com-

chende Möglichkeiten zu prüfen. plémentaire des enseignants à tous les degrés.

2. Besonderer Aufmerksamkeit bedarf die Informatikausbil- Selon le professeur Morel, le fossé s'est approfondi ces

dung im sekundären Bildungsbereich und im Berufsbil- dernières années au niveau secondaire entre les cantons

dungswesen; zu prüfen sind alle Möglichkeiten, wie der universitaires et les autres. Les efforts qui doivent être

Bund die Anstrengungen der Kantone wirksam untermauern accomplis pour remédier à cette situation ne peuvent être

könnte. attendus des seuls cantons. Il incombe au Parlement et au

Die Kommission erwartet im Laufe des Jahres 1989 einen Conseil fédéral de prendre des initiatives, car les cantons ne

Anschlussbericht. peuvent résoudre à eux seuls les problèmes liés à l'informa-

tique à l'école. Il ne saurait être suffisant de reprendre

Monsieur Longet présente au nom de la Commission de la simplement les méthodes appliquées ailleurs: la Suisse doit

science et de la recherche le rapport écrit suivant: mettre au point ses propres solutions. Un engagement

financier de la Confédération est nécessaire; d'ailleurs, il en

est question dans le rapport du Conseil fédéral.

Dans son postulat du 6 juin 1985 (transmis le 26 septembre Le professeur Mey estime que l'initiation aux fondements de

1985), M. Gadient, conseiller aux Etats, considérant que l'informatique se situe qualitativement au niveau internatio-

l'ordinateur influe sur la plupart des aspects de la société, nal. Le niveau de formation dans les nouvelles disciplines de

demandait un rapport faisant le pont et devant servir de base l'informatique est par contre insuffisant, en raison du man-

à un programme coordonné de formation à tous les niveaux. que d'enseignants et de la carence de la recherche. Si l'on

Peu après le vote de ce postulat, le Conseil fédéral présen- veut établir une comparaison avec l'état de développement

tait un message sur «les mesures spéciales en faveur de la mondial de l'informatique, il faut considérer le niveau uni-

formation, du perfectionnement ainsi que de la recherche versitaire de notre pays dans son ensemble. On constate

eri informatique», et, en juin 1986, les Chambres votaient que notre pays manque à la fois de moyens financiers et de

plus de 200 millions de francs, selon la proposition du spécialistes. Il est donc impératif de coordonner les moyens

Conseil fédéral. existants de manière optimale. Certains besoins informati-

Le rapport 88.030 du Conseil fédéral nous permet de suivre ques ne peuvent être satisfaits que de manière centralisée.

les effets de ces mesures dans les divers ordres d'enseigne- Le soutien de l'Etat est indispensable à l'obtention d'un

ment. Il analyse non seulement l'état actuel mais évoque niveau de formation satisfaisant aux besoins des étudiants

aussi les perspectives de développement dans les diverses comme de l'économie. La formation universitaire et la

disciplines. Il conclut que nos écoles relèvent déjà les défis recherche dans le secteur de l'informatique ont débuté avec

de l'informatique, quoique l'on ait constaté, du moins au plus de 10 ans de retard dans notre pays. L'intervention

début, des différences, voire d'importants retards, en raison directe de l'Office fédéral des questions conjoncturelles et

de la structure fédéraliste de notre pays. L'introduction de de l'Office fédéral de l'éducation et de la science ont toute-

l'informatique dans l'enseignement a, en effet, deux fois permis de rattraper certains retards.

aspects: l'utilisation de techniques informatiques dans la Depuis 1983, la Confédération subventionne l'acquisition de

pratique pédagogique; l'enseignement de l'informatique matériel informatique par les écoles professionnelles.

elle-même. Dans les deux cas, des habitudes acquises doi- Aujourd'hui, les quelque 300 écoles professionnelles pla-

vent être modifiées: style de pédagogie (enseignement fron- cées sous la supervision de l'OFIAMT disposent toutes

tal) et temps d'enseignement (répartition des heures entre d'équipement informatique, même si, ici aussi, on constate

les matières). A cet égard, la récente révision de l'ORM des différences de niveau.

marque une étape. Un grand problème est la production de Si l'utilisation de l'informatique a fait des progrès réjouis-

didacticiels. Ceci vaut également pour le domaine universi- sants dans presque toutes les branches, le nombre de

taire où le Conseil fédéral constate un fort écart entre la places d'apprentissage dans les pofessions spécifiquement

demande des étudiants et l'offre. Toujours est-il qu'à l'heure de l'informatique est insuffisant. Les entreprises manquent

actuelle, on ne constate, selon le Conseil fédéral, plus de manifestement d'instructeurs. La formation et le perfection-

retard important. Néanmoins, des lacunes existent encore et nement des enseignants sont donc de toute première prio-

13. März 1989 N 417 Informatikausbildung in der Schweiz

rite, et c'est la Confédération qui est la mieux placée pour l'élément nouveau - une réponse du chef du Département,

mettre en place des conditions favorables. M. Cotti, qui nous dit que le projet de la conférence des

Selon M. Natsch, il serait hautement souhaitable de renfor- directeurs cantonaux de l'instruction publique, de la CDIP,

cer les moyens de l'enseignement de base et des études qui avait besoin de 22 millions sur quatre ans, a pu être

postgrades dans les écoles techniques supérieures et les agréé et qu'une base légale à ce subventionnement a pu être

écoles de cadres pour l'économie et l'administration, afin de trouvée dans la loi sur la recherche, plus concrètement à

créer une synergie avec les hautes écoles. l'article 16. Nous avons donc reçu une réponse qui nous

Au cours de la discussion qui a suivi, on s'est félicité des satisfait entièrement.

efforts faits pour surmonter le retard de la Suisse dans le

domaine de l'informatique. On a toutefois reproché au rap- Seiler Rolf, Berichterstatter: Es handelt sich hier nicht um

port gouvernemental d'évoquer des faits et des mesures ein taufrisches Geschäft. Es geht um einen Bericht des

isolés au lieu d'aborder la question fondamentale de savoir Bundesrates vom Oktober 1987 zu einem Postulat des Stän-

pourquoi la Suisse a pris un tel retard et pourquoi elle derates vom Juni 1985. Aber es geht hier um ein Geschäft,

semble avoir de la peine à le combler. N'est-on pas trop das uns vermutlich in der nächsten Zeit noch ordentlich

optimiste? La commission s'inquiète en particulier de l'in- beschäftigen wird, nämlich die Informatikausbildung in der

suffisance de la recherche dans les hautes écoles et du Schweiz. Ihre Kommission hat diesen Bericht eingehend

risque de voir notre retard s'aggraver eu égard aux efforts diskutiert und ist eigentlich zu zwei Schlussfolgerungen

des autres pays industriels. gekommen:

La commission est persuadée que l'informatique restera un Erstens wünschen wir, dass im Dreieck Staat, Wirtschaft

domaine clé pendant de nombreuses années: und Forschung vermehrt nach Kooperation und Koordina-

1. Elle souhaite que l'Etat, l'économie et la science cher- tion gesucht wird, und zweitens sind wir der Auffassung,

chent davantage les moyens de collaborer et de coordonner dass die Informatikausbildung im sekundären Bildungsbe-

leurs efforts, en cherchant à susciter une dynamique par reich und im Berufsbildungswesen besonderer Aufmerk-

l'effet de synergie. Le Département de l'intérieur a accepté la samkeit bedarf. Wir haben den Bundesrat eingeladen, uns

demande de la commission d'examiner les possibilités dans zu sagen, wie er die Anstrengungen der Kantone auf diesem

ce sens. Gebiet wirksam unterstützen könnte.

2. Il conviendra d'accorder une attention particulière à la Der Chef des Departements des Innern hat uns mit Datum

formation informatique au degré secondaire et dans les vom 31. Januar dieses Jahres einen Zusatzbericht zukom-

écoles professionnelles, et d'examinertoutes les possibilités men lassen. Darin wird darauf verwiesen, dass der Bund

dont dispose la Confédération pour soutenir efficacement durchaus die Möglichkeit hätte, die Informatikausbildung

les efforts des cantons. auf der Mittelschulstufe zu unterstützen. Folgende Mass-

La commission attend un rapport complémentaire à ce sujet nah men werden vorgesehen: Verstärkung der Aus- und Wei-

au cours de 1989. terbildung von Mittelschullehrern, die Bildung eines Zen-

trums zur Schaffung, Evaluation und Auswahl von Lehrmit-

Antrag der Kommission teln und Unterrichts-Software, der Aufbau der nötigen Infra-

Die Kommission beantragt, vom Bericht des Bundesrates struktur für Dokumentation, Information, Erfahrungsaus-

Kenntnis zu nehmen. tausch und die Schaffung von regionalen Zentren und letzt-

lich die pädagogische Grundlagen- und Wirkungsfor-

Proposition de la commission schung.

La commission propose de prendre acte du rapport du Das Departement des Innern weist in diesem Bericht darauf

Conseil fédéral. hin, dass das Mittelschulwesen eigentlich Sache der Kan-

tone sei, dass aber der Bund trotzdem hier mitwirken sollte.

M. Longet, rapporteur: Vous avez reçu un rapport écrit. Un Es wird auch aufgezeigt, wo der Bund bereits tätig ist. Er

léger complément s'impose néanmoins et je voudrais vous finanziert zum Beispiel zu 50 Prozent die Weiterbildungs-

le donner très rapidement. zentrale für Mittelschullehrer in Luzern.

Votre commission a examiné le rapport du Conseil fédéral Zu einem der Teilbereiche, in welchen der Bund tätig wer-

sur le postulat Gadient au mois de mai 1988. Il s'agit donc de den soll und auf die ich bereits hingewiesen habe, nämlich

l'enseignement à l'informatique et de l'enseignement par zur Dokumentation und Information, möchte ich noch ein

l'informatique. Nous arrivons, dans notre appréciation de la paar Worte sagen, denn es geht in diesem Bericht primär um

situation, à des conclusions moins optimistes que le Conseil die Informatikausbildung in der Mittelschule. Es fehlt uns

fédéral. Nous constatons des lacunes relativement impor- nach wie vor etwas ganz Wesentliches bei der Berufsbil-

tantes dont les motifs ne sont pas véritablement expliqués et dung, nämlich eine schweizerische Dokumentations- und

nous avons pu saisir l'occasion de l'examen de ce rapport Forschungsstelle für den beruflichen Unterricht, wie sie in

pour faire un premier pointage des effets qui ont résulté du Artikel 36 des Berufsbildungsgesetzes vorgesehen ist. Und

crédit de 200 millions que le Conseil fédéral nous a présenté bereits 1987 haben sich die Kantone nachdrücklich für die

et que nous avons voté en 1986. Schaffung dieser Stelle eingesetzt. Doch bis heute ist

Je disais que nous sommes arrivés à une appréciation moins eigentlich wenig bis gar nichts gegangen. In der Kommis-

optimiste. Vous avez dans le rapport un certain nombre sion hat man uns gesagt, es sei ein Mitarbeiter im Experten-

d'éléments sur cette appréciation, et vous avez surtout deux verhältnis an der Arbeit, der bis über die Ohren ausgelastet

conclusions: sei. Auf diese Art und Weise kann man natürlich die Pro-

Vous avez une première conclusion qui figure en page 3 du bleme nicht lösen! Ich möchte hier schon betonen, dass

rapport et qui consiste à souhaiter une meilleure synergie man das Argument, das ebenfalls angebracht wurde, näm-

entre Etat, économie et recherche. Pour coordonner au lich dass die personellen und die finanziellen Mittel fehlten,

maximum les efforts, il a été suggéré en séance de commis- heute nicht mehr hören darf. Diese Stelle ist endlich zu

sion, par exemple, de créer une fondation ad hoc pour aller schaffen, und sie ist so auszustatten, dass effizient gearbei-

au maximum dans ce sens. tet werden kann! Nur: der Berufsbildungsbereich betrifft

Le deuxième point auquel nous sommes parvenus en nicht das Departement des Innern, sondern das Volkswirt-

séance de commission, c'est d'insister sur les besoins de schaftsdepartement.

l'enseignement secondaire supérieur. Nous avons parlé de Für diese zusätzliche Finanzierung der Anstrengungen der

la formation professionnelle, de l'université; et, dans ce Kantone schätzt der Bundesrat ungefähr 22 Millionen Fran-

domaine-là, nous avons demandé au Conseil fédéral, res- ken pro Vierjahres-Tranche aufzuwenden, während der Auf-

pectivement au Département fédéral de l'intérieur, de tout wand der Kantone rund 28 Millionen Franken betragen soll.

mettre en oeuvre pour répondre aux demandes qui avaient Es wird uns in Aussicht gestellt, dass die Vorschläge des

été faites par l'enseignement secondaire supérieur. Sur ce Departements des Innern nun mit den Verantwortlichen der

point-là, nous avons reçu tout récemment - et c'est cela Kantone überarbeitet wurden und wir allenfalls in den nach-

Formation à l'informatique en Suisse 418 13 mars 1989

sten Monaten eine entsprechende Vorlage für die Beiträge mass des Stoffes in der Informatikschulung. Im Augenblick

des Bundes erhielten. Soweit dieser Zusatzbericht des ist diese Schulung stark auf die eigentliche Computertech-

Departments des Innern. nologie ausgerichtet. Es gibt aber daneben den ganzen

Ich möchte Ihnen den Schlussatz, der in diesem Bericht weiten Bereich der Telekommunikation und - in der

steht, nicht vorenthalten. Es wird vor allem auf die Anstren- Schweiz stark spezialisiert und eigentlich etwas vernachläs-

gungen im Ausland hingewiesen, und dann wird gefolgert: sigt - den Bereich der Televisionstechnologie, der gerade in

«Wenn die Schweiz hier mithalten und ihren Bewohnern der Schulung eine bedeutende Rolle spielt. Es gehört dazu

eine moderne Ausbildung, die ohne Computer nicht mehr als viertes Gebiet die Kybernetik, all die Steuerungspro-

denkbar ist, bieten will, müssen Kantone und Bund eine zesse, die in der Wirtschaft eine bedeutende Rolle spielen.

Sonderanstrengung unternehmen.» Ich meine, diese Son- Das zusammengefasst ist Informatik.

deranstrengung würde sich auch lohnen. Wir stellen in solchem Zusammenhang fest, dass es eindeu-

Ich bitte Sie, vom Bericht Kenntnis zu nehmen. tig nicht nur an Forschern, sondern auch an Lehrern aller

Stufen fehlt, um das breite Stoffprogramm zu bewältigen.

Büttiker: Aus meiner persönlichen beruflichen Erfahrung Wir brauchen nicht in erster Linie Computertechnologen,

heraus möchte ich mich vor allem mit der Einführung der die immer spezialisierter werden. Was dringend notwendig

Informatik im Berufsbildungsbereich auseinandersetzen. ist, ist die Ausbildung von sogenannten Telematikern, die

Um es vorwegzunehmen: Ich halte den Bericht des Bundes- vernetzt über alle Bereiche der Informatik Bescheid wissen.

rates in bezug auf die Situation der Informatik an unseren In diesem Zusammenhang fehlt es vor allem an der Ausbil-

Berufsschulen als generell viel zu optimistisch, um nicht gar dung an den höheren technischen Lehranstalten. Wir haben

- in einigen Teilen - von Schönfärberei zu sprechen. So, zu wenig gut ausgebildete Techniker in diesem Bereich, die

wenn im Bericht etwa behauptet wird, man könne im jetzi- nicht nur über theoretisches Wissen verfügen, sondern eben

gen Zeitpunkt in keinem Ausbildungsbereich mehr von auch die handfesten praktischen Fähigkeiten haben, um im

einem erheblichen Rückstand sprechen. Dies, obschon die komplexen Unterrichtsgebiet erfolgreich zu sein.

Informatikstaffel der Schweizer Lehrlingsausbildung ihren Schliesslich darf ich auf einen dritten, sehr wichtigen Punkt

Stab verloren hatte, ihn jetzt zwar wieder erwischt und hinweisen, nämlich auf die Ueberwindung der psychologi-

aufgeholt hat, aber immer noch deutlich im Rückstand ist. schen Hindernisse im Bereich der modernen Technologie.

Und diesen gilt es möglichst rasch aufzuholen. Wir stellen fest, dass hier eine Art Hemmschwelle überwun-

Ausgehend von den viel zu optimistischen Aussagen im den werden muss, was man am besten über die Schulung

Bericht, gehe ich hauptsächlich auf drei Grundprobleme im erreicht.

. Informatikausbildungsbereich der Berufsschulen ein: Kollege Fritz Reimann hat wiederholt auch in der Kommis-

1. Im Bereich der Volksschuloberstufe ist nichts von syste- sion für das Fernmeldegesetz darauf hingewiesen, dass eine

matischer Einführung der Informatik zu sehen. Hier muss Handicap-Situation besteht für ältere oder ärmere Leute, die

man schon eher von Wildwuchs sprechen, was die Grund- nicht von vorneherein im Besitz des «Wundermittels Perso-

kenntnisse der Lehrlinge im ersten Lehrjahr etwa über den nalcomputer» sind; man müsste wahrscheinlich bei den

Umgang mit dem Taschenrechner doch eindeutig beweisen. Telekommunikationsmodellversuchen in den Gemeinden

2. In der beruflichen Grundausbildung zeigt eine Durchsicht entsprechende Anlagen anbieten, damit diese Leute auf

der Ausbildungsreglemente, dass die Integration der Infor- natürliche Art in den ganzen Bereich der Informatik einge-

matik im Fachunterricht regional und berufsspezifisch noch führt werden. Das ist ein Gebiet, das nicht in erster Linie

sehr unterschiedlich ist. Herrn Bundesrat Cotti angeht, sondern vielleicht eher Herrn

3. Herr Bundesrat, Herr Seiler hat es schon gesagt, aber ich Bundesrat Ogi und die PTT betrifft. Ich glaube, es ist wichtig,

hoffe, mit der Wiederholung werde es dann etwas: Wie dass wir diese Hindernisse aus dem Wege räumen, um zum

wollen Sie die Lehrerfortbildung an den Berufsschulen mit Erfolg zu kommen.

erster Priorität intensivieren, wenn am SIBP- ich weiss, das Gesamthaft gesehen sind wir auf dem richtigen Weg, aber

gehört nicht in Ihr Departement hinein - das Personal, die es wäre falsch, jetzt Marschhalt zu machen und zu sagen,

Mittel und die Infrastruktur fehlen und der Vollzug des wir haben Land in Sicht. Es sind noch sehr viele Anstren-

Berufsbildungsgesetzes in diesem Bereich nach zehn Jah- gungen zu unternehmen. Ich bezweifle nicht, dass das

ren Berufsbildungsgesetz immer noch nicht perfekt ist? Departement von Herrn Bundesrat Cotti sehr zielstrebig

Die Informatikwelle ist nicht aufzuhalten und wird unsere weiterarbeiten wird.

Lebensbereiche noch weiter durchdringen. Die Informatik

wird-ob wir wollen oder nicht-bald zum Basiswissen jeder Frau Zölch: Namens der SVP-Fraktion bitte ich Sie, vom

Ausbildung gehören. Deshalb können wir im jetzigen Zeit- Bericht des Bundesrates über die Informatikausbildung in

punkt eigentlich gar nicht genug dafür tun. der Schweiz Kenntnis zu nehmen und damit dem Antrag der

Es fragt sich nun aber, ob der Bund wegen der Schulhoheit vorberatenden Kommission zuzustimmen.

der Kantone überhaupt in der Lage ist, bis in den Hoch- Der Bericht gibt einen guten Ueberblick über den Vollzug

schulbereich hinein die entsprechenden Ausbildungs- und der Massnahmen zugunsten der Ausbildung und der For-

Forschungsschwerpunkte zu setzen und die dazu notwen- schung in der Informatik und in den Ingenieurwissenschaf-

dige Koordination auch durchzusetzen. ten. Es gilt aber, auf gewissen Stufen einen Rückstand

aufzuholen, und dies ist sehr dringend. Die Herren Kollegen

Mühlemann: Die Kommission für Wissenschaft und For- Mühlemann und Büttiker haben ebenfalls darauf hinge-

schung hat sich wiederholt mit dem wichtigen Gebiet der wiesen.

Informatik beschäftigt. Wir dürfen feststellen, dass der Bun- Wichtig und dringend wird jetzt sein, dass wir am Ball

desrat auf alle Anregungen sehr rasch reagiert hat und dass bleiben, dass die Informatikausbildung vor allem interkanto-

vieles, was in die Wege geleitet wurde, jetzt in guten Ansät- nal, aber auch gesamtschweizerisch koordiniert wird, dass

zen vorhanden ist. Ich teile aber die Ansicht meines Vorred- die Lehrkräfte auf allen Stufen aus-, aber auch weitergebil-

hers, dass der Bericht an sich, als Inventar, als Bestandes- det werden, dass die Gräben zwischen den Universitäts- und

aufnahme, ein zu optimistisches Bild gibt. Es ist eine sehr den Nichtuniversitätskantonen beseitigt werden, dass ein

komplexe Materie, die auf verschiedensten Schulstufen genügendes Angebot von Lehrstellen in spezifischen Infor-

behandelt werden muss und die hinaufreicht bis zur soge- matikberufen geschaffen wird und dass auf die Ausbildung

nannten Erwachsenenbildung. Wir dürfen feststellen, dass der Ingenieure sehr grosser Wert gelegt wird.

in diesem ganzen Bereich auch der Stoffumfang sehr Wir sind zudem der Auffassung, dass Staat, Wirtschaft und

beträchtlich ist. Forschung gerade in diesen Bereichen noch vermehrt

Wir haben vom Bundesrat verlangt, dass er überall dort zusammenarbeiten sollten. Natürlich ist es mit diesem

einen Nachtragsbericht liefert, wo wir glauben, dass Ergän- Bericht nicht getan, es gilt jetzt dringend, die festgestellten

zungen notwendig sind. Es betrifft unter anderem das Aus- Lücken zu schliessen.

13. März 1989 N 419 Interpellation Weder-Basel

Präsident: Die Kommission beantragt, vom Bericht des Bun- Schwefeldioxid liegt vor allem in den Städten und Agglome-

desrates Kenntnis zu nehmen. rationen erheblich über den Grenzwerten der seit 1. März

1986 in Kraft stehenden Luftreinhalteverordnung. Der Aus-

Angenommen - Adopté stoss von Stickoxiden und Kohlenwasserstoffen hat zuneh-

mende Tendenz, derjenige von Schwefeldioxid ist auf dem

immqr noch nicht befriedigenden Stand von 1960. Damit

wächst mit jedem Tag die Gefahr weiterer Gesundheitsschä-

#ST# 87.324 digungen, und den bestehenden Schäden an Bäumen,

Gebäuden usw. werden weitere hinzugefügt. Das Zusam-

Interpellation Weder-Basel menwirken all dieser und weiterer Gifte steigert das Gefah-

Luftnotstand renpotential in unabsehbarer Weise.

Die Stickoxide stammen zu 80 Prozent, die Kohlenwasser-

Interpellation Weder-Bâle stoffe zu 30 Prozent von Motorfahrzeugen, das Schwefel-

Pollution atmosphérique dioxid zum überwiegenden Teil aus Heizungen und Indu-

strieanlagen.

Die neuen Abgasvorschriften für Lastwagen-und Motor-

(fahr)räder wie auch die Katalysatoren bringen eine gewisse

Verbesserung, werden aber allein die verhängnisvolle

Wortlaut der Interpellation vom 5. März 1987 Entwicklung nicht verhindern. Auch die bisher ergriffenen

Es mehren sich die Hinweise, dass die Luftverschmutzung, Massnahmen zur Verminderung der Schwefeldioxidbela-

die als Primärursache des Waldsterbens feststeht, auch den stung sind ungenügend. Notstandsmassnahmen zur drasti-

menschlichen Organismus - besonders im Kindesalter - schen Reduktion des Treibstoffverbrauchs wie auch zur

direkt schädigt. Reduktion des Wärmeenergieverbrauchs und zur Reduktion

Ich frage den Bundesrat an: des Schwefelgehaltes im Heizöl sind unerlässlich.

1.0b er bereit ist, Notstandsmassnahmen zur Verminde- Absolut unverständlich ist die an drei Orten verfügte Einstel-

rung der Luftverschmutzung auf den Stand 1960 für Stick- lung der Luftuntersuchungen «Nabel». Dem Vernehmen

oxide und Kohlenwasserstoffe und auf den Stand 1950 für nach soll dies aus finanziellen Gründen verfügt worden sein

Schwefeldioxid einzuleiten; und weil die alten Geräte nicht mehr den heutigen Anforde-

2. Ob er in der Lage ist, die Einhaltung aller Grenzwerte rungen gerecht werden. Eine Sanierung sei erst 1988

gemäss Luftreinhalteverordnung zu gewährleisten; geplant. Das «Nabel»-Netz ist seit 1979 in Betrieb. Es misst-

3. Ob er bereit ist, alle Massnahmen zur Reduktion des als einziges Netz - alle Luftgiftstoffe wie Schwefeldioxid,

Wärmeenergieverbrauchs unverzüglich anzuordnen und Stickstoffdioxid, Ozon und Kohlenmonoxid, ferner Schwe-

eine sofortige Reduktion des Schwefelgehalts beim Erdöl bestaub und Staubniederschläge. Aus wissenschaftlicher

(bei Heizöl EL auf höchstens 0,15 Prozent) zu verfügen; Sicht haben diese Untersuchungen eine wichtige Bedeu-

4. Ob er bereit ist, die notwendigen Notstandsmassnahmen tung. Der Unterbruch ist unverzeihlich und sofort zu korri-

zur massiven Einschränkung des motorisierten Verkehrs gieren.

anzuordnen, soweit nötig mit Dringlichkeitsrecht (z. B. eine

Benzinrationierung); Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

5. Ob er bereit ist, die an drei Orten (Basel, Sitten, Tänikon) vom 9. Juni 1987

unverständlicherweise eingestellten Nabel-Luft-Untersu- Rapport écrit du Conseil fédéral du 9 juin 1987

chungen unverzüglich weiterzuführen und das Messnetz 1. bis 4. Im Bericht «Luftreinhalte-Konzept» vom 10. Sep-

raschmöglichst zu verdichten und zu modernisieren. tember 1986 hat der Bundesrat ausführlich zum Stand und

zur Entwicklung der Luftverschmutzung sowie zu den zu

Texte de l'interpellation du 5 mars 1987 ziehenden Konsequenzen Stellung genommen. Der Bericht

Des indices de plus en plus nombreux révèlent que la ist dem Parlament unterbreitet worden. Der Nationalrat hat

pollution de l'air, incontestablement la cause première de la das Konzept in der Märzsession 1987 als Erstrat behandelt

mort des forêts, nuit aussi directement à l'organisme des und dem Bundesrat dabei Aufträge zur Prüfung weiterer

êtres humains et tout particulièrement des enfants. Massnahmen zur Reduktion der Luftverschmutzung erteilt.

C'est pourquoi je prie le Conseil fédéral de répondre aux Die Prüfung einschneidender Massnahmen, wie z. B. eine

questions suivantes: Benzinrationierung, hat der Nationalrat abgelehnt.

1. Est-il disposé à adopter des mesures d'urgence aux fins An seiner Sitzung vom 27. Mai 1987 hat der Bundesrat das

de ramener le taux de pollution atmosphérique à celui de weitere Vorgehen im Rahmen des «Luftreinhalte-Konzep-

1960 pour les oxydes d'azote et les hydrocarbures, et à celui tes» festgelegt. So sollen zum Teil bis Ende September, zum

de 1950 pour l'anhydride sulfureux? Teil bis Ende Dezember 1987 die erwähnten weiteren Mass-

2. Est-il en mesure d'assurer le respect des valeurs limites nahmen hinsichtlich Realisierbarkeit, konkreter Ausgestal-

conformément à l'ordonnance sur la protection de l'air? tung und Wirkung (Verminderung der Fahrleistungen, Ver-

3. Est-il disposé à prendre sans retard toutes les mesures minderung des Energieverbrauchs usw.) überprüft werden.

nécessaires pour réduire la consommation d'énergie desti- Bis Ende 1987 bzw. bis Mitte 1988 sollen die Massnahmen

née à la production de chaleur et la teneur en soufre du dann lufthygienisch quantifiziert werden. Ein erstes (weite-

pétrole (pour l'huile de chauffage EL, limitation à 0,15 pour res) Massnahmenpaket dürfte dem Bundesrat voraussicht-

cent)? lich Anfang 1988, ein zweites im Sommer 1988 zum

4. Est-il disposé à prendre les mesures d'urgence néces- Entscheid unterbreitet werden.

saires pour diminuer radicalement la circulation des véhi- 5. Die Messungen an den Nabel-Stationen Basel, Sion und

cules a moteur, s'il le faut par une procédure d'urgence Tänikon werden weitergeführt. Die Abklärungen hinsichtlich

(p. ex. le rationnement de l'essence)? einer Modernisierung und Verdichtung des Nabel sind im

5. Est-il disposé à reprendre sans délai les analyses de l'air Gange.

inexplicablement interrompues à Baie, Sion et Tänikon,

ainsi qu'à développer et à moderniser le réseau d'observa- Weder-Basel: Die Interpellation ist schon sehr alt, ebenso

tion (NABEL) le plus vite possible? die Antwort des Bundesrates; besonders die Antwort des

Bundesrates kann nicht befriedigen und ist teilweise auch

Mitunterzeichner - Cosignataire: Keine - Aucun bereits durch dessen eigene Tätigkeiten überholt.

Vorab möchte ich Ihnen aber klarlegen, was ich kürzlich von

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Aerzten gelesen habe. Es ist ein Alarmzeichen. «Unsere

Die Belastung der Luft mit Stickoxiden, mit Kohlenwasser- Sorge gilt dem Kind und seiner Zukunft in einer zunehmend

stoffen und dem daraus entstehenden Ozon sowie dem lebensfeindlichen Umwelt. Viele Aerztinnen und Aerzte

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Informatikausbildung in der Schweiz

Formation à l'informatique en Suisse

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1989

Année

Anno

Band II

Volume

Volume

Session Frühjahrssession

Session Session de printemps

Sessione Sessione primaverile

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 11

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 88.030

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 13.03.1989 - 14:30

Date

Data

Seite 415-419

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Ref. No 20 017 226

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