Intergovernmental Committee for Migration Charter Amendments Approval
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court considered amendments to the founding charter of an intergovernmental committee for migration, which had expanded its scope globally. The primary issue was whether to approve these amendments, which had no financial or personnel impact on the federal government. The court reasoned that the committee's updated charter reflected its broadened international focus and that approving the amendments would align with the organization's evolving mission and global engagement. The National Council had already approved the amendments, and the court concurred.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 1 Abs. 1 RVOG; Intergovernmental Committee for Migration Charter Amendments Approval: The primary issue was whether to approve these amendments, which had no financial or personnel impact on the federal government. The court reasoned that the committee's updated charter reflected its broadened international focus and that approving the amendments would align with the organization's evolving mission and global engagement. The National Council had already approved the amendments, and the court concurred.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertUsed to approve the amendment of the founding act of the Intergovernmental Committee for Migration.
Volltext
29. September 1988 609 Europaratskonventionen. 4. Bericht
#ST# 88.003 #ST# 88.017
Zwischenstaatliches Komitee Europaratskonventionen. 4. Bericht
für Auswanderung. Conventions du Conseil de l'Europe. 4e rapport
Abänderung der Gründungsakte
Comité intergouvernemental Bericht des Bundesrates vom 24. Februar 1988 (BBI II, 271)
pour les migrations. Rapport du Conseil fédéral du 24 février 1988 (FF II, 280)
Amendements à l'acte constitutif Beschluss des Nationalrates vom 22. Juni 1988
Décision du Conseil national du 22 juin 1988
Botschaft und Beschlussentwurf vom 20. Januar 1988 (BBI l, 1489)
Message et projet d'arrêté du 20 janvier 1988 (FF I, 1425)
Beschluss des Nationalrates vom 22. Juni 1988
Décision du Conseil national du 22 juin 1988
Antrag der Kommission
Kenntnisnahme vom Bericht
Proposition de la commission
Antrag der Kommission Prendre acte du rapport
Eintreten und Zustimmung zum Beschluss des National-
rates Frau Meier Josi, Berichterstatterin: Von den drei diesjähri-
gen Berichten über unsere Beziehungen zum Europarat
Proposition de la commission haben wir in der Sommersession deren zwei bereits behan-
Entrer en matière et adhérer à la décision du Conseil na- delt: Wir sprachen über die Tätigkeit unserer Parlamentsde-
tional legation in Strassburg und über die Tätigkeit des Bundesra-
tes im Rahmen der intergouvernementalen Zusammenarbeit
Frau Meier, Josi, Berichterstatterin: Die Aufgabe des zwi- im Ministerkomitee. Bei dieser Gelegenheit haben wir auch
schenstaatlichen Komitees für europäische Auswanderung schon die Auswirkungen der Rechtsprechung des Men-
CIME bestand bis in die sechziger Jäh re in der Erleichterung schenrechtsgerichtshofes auf unsere Verhältnisse beleuch-
der Eingliederung europäischer Flüchtlinge und Auswande- tet und im übrigen diese Thematik bei der Debatte über das
rer in den Einwanderungsländern. Mit dem Einsetzen der Postulat von Kollege Danioth nochmals vertieft. Im Rahmen
grossen Flüchtlingsströme ausserhalb Europas gab sich das des traktandierten vierten Berichtes des Bundesrates über
CIME schon vor einiger Zeit eine neue Ausrichtung. Es die Schweiz und die Konventionen des Europarates können
befasst sich heute mit Ein- und Auswanderungsbewegun- wir uns daher darauf konzentrieren, den Stand der Ratifika-
gen auf den fünf Kontinenten und versucht, die Integration tionen von Konventionen durch die Schweiz zu prüfen und
der Einwanderer in den Aufnahmeländern zu fördern. Auf- die Prioritätenordnung des Bundesrates für neue Beitritte
grund der jetzt weltweiten Tätigkeit beschloss das CIME im oder die Gründe für das Abseitsstehen zu beurteilen.
November 1984 die Revision seiner Gründungsakte. Es Ich erinnere daran, dass die Schweiz mit dem Beitritt zum
nennt sich heute zwischenstaatliches Komitee für Auswan- Europarat die Pflicht auf sich nahm, an der Rechtsharmoni-
derung, also CIM; das «E» für Europa ist weggefallen. Der sierung in Europa mitzuwirken. Das zur Verfügung stehende
CIM-Rat nahm am 20. Mai 1987 die Abänderung der Instrument sind die Konventionen, an deren Ausarbeitung
Gründungsakte einstimmig an. Die Abänderung muss wir seither auf Parlaments- und Ministerebene mitwirken.
genehmigt werden. Sie hat keine finanziellen und personel- Diese Harmonisierung liegt grundsätzlich im wohlverstande-
len Folgen für den Bund. Der Nationalrat verwarf einen nen Interesse unserer Bürger, das Bedürfnis danach wächst
Nichteintretensantrag der Nationalen Aktion auf die Vorlage zwingend aus der heutigen enormen europäischen Vernet-
eindeutig und stimmte der Vorlage mit 125 zu 2 Stimmen zu. zung und aus der durch Kommunikation, Verkehrsintensi-
Die Kommission unseres Rates beantragt Ihnen, die Abän- vierung und Wanderbewegungen in Europa bewirkten
derung der Gründungsakte ebenfalls zu genehmigen und Durchmischung der Bevölkerungen. Die Harmonisierung
somit dem entsprechenden Bundesbeschluss zuzustimmen. drängt sich daher europaweit in ähnlicher Weise auf, wie
sich in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts die
Harmonisierung der verschiedenen kantonalen Rechte in
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen der Schweiz aufdrängte. Wenn wir schon den EG mit ihrem
Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière zentralisierten Richtlinienrecht in absehbarer Zeit nicht bei-
treten können, sollten wir zumindest dafür sorgen, dass für
Detailberatung - Discussion par articles uns der Europaratsweg der europäischen Integration
begehbar bleibt.
Titel und Ingress, Art. 1, 2 Der Bericht zeigt, dass wir von 127 Konventionen 61 ratifi-
Titre et préambule, art. 1 et 2 ziert haben, die Antifolterkonvention kommt nach dem
nächsten Traktandum vermutlich demnächst dazu. Das
entspricht dem bisherigen Verhältnis, wonach wir immer
Angenommen - Adopté etwa die Hälfte der Konventionen ratifiziert haben. Die bloss
quantitative Betrachtungsweise genügt allerdings nicht. Der
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Bundesrat bezeichnet die verbleibenden Konventionen mit
den Buchstaben A bis D, wobei A die prioritären und D die
Für Annahme des Beschlussentwurfes 29 Stimmen Konventionen sind, bei denen ein Beitritt nicht ins Auge
(Einstimmigkeit) gefasst wird. B-Abkommen wären nach Bundesrat wünsch-
bar, aber nicht prioritär, die C-Abkommen sind von Inter-
An den Bundesrat - Au Conseil fédéral esse, aber mit Beitrittshindernissen aller Art gespickt.
• Fast ein Drittel der nichtratifizierten Konventionen, nämlich
23, fallen unter den Buchstaben D. Sie sollen also nicht
ratifiziert werden. 13 davon sind von weniger als 6 Staaten
unterzeichnet, 6 sind überhaupt nie in Kraft getreten. Eigent-
lich könnten einige davon als hinfällig bezeichnet werden;
aber ein zu kompliziertes Verfahren verhinderte das bisher.
Da wir grundsätzlich erst beitreten, wenn unser internes
Conventions du Conseil de l'Europe. 4e rapport 610 29 septembre 1988
Recht einigermassen dem Stand der Konventionen ange- Die Kommission hat den Bericht des Bundesrates zur Kennt-
passt ist und wenn das Funktionieren des Instruments durch nis genommen, und sie empfiehlt Ihnen, dasselbe zu tun.
die Ratifikation mehrerer Staaten gesichert ist, können wir
hier dem Bundesrat ohne weiteres folgen. Danioth: Nachdem es sich um eine ähnliche Materie han-
Bei sechs Konventionen allerdings, die schon im letzten delt, wie wir sie kürzlich behandelt haben, und vor allem die
Bericht als prioritär eingestuft wurden, kam zu meinem Funktion der kantonalen Erziehungsdirektorenkonferenz
Bedauern ein Beitritt bisher trotzdem nie zustande. Dazu angesprochen worden ist, erlaube ich mir ein kurzes Wort.
gehört - um ein Beispiel zu nennen - das Europäische Sie wissen, dass die Bestrebungen zur Unterzeichnung des
Abkommen über Rechtshilfe in Strafsachen. Die Räte brach- ersten Zusatzprotokolls zur EMRK vor einigen Jahren stek-
ten den Vorbehalt an, Kapitel 1 sei gar nicht anzuwenden. kengeblieben sind, aus den Gründen, welche Frau Präsiden-
Damit waren dem Abkommen praktisch alle Zähne gezogen. tin Josi Meier dargelegt hat. Ich war damals in der Verhand-
Der Bundesrat hat es richtigerweise nicht ratifiziert. Wir lungsdelegation und kenne die Zusammenhänge einiger-
finden dieses Abkommen daher im jetzigen Bericht nur massen gut. Es fehlt nicht an der Einsicht der kantonalen
noch unter Buchstabe C. Diesen Buchstaben tragen recht Erziehungsdirektoren, den Blick auch über die Grenze zu
viele Abkommen. Es sind - wie gesagt - jene Konventionen, werfen, vor allem was die Hochschulbildung und den Aus-
die von Interesse wären, denen aber Hindernisse im Wege tausch von Dozenten und Studenten anbetrifft, aber die
stehen. In der Regel sind es jene politischen Hindernisse, die Vorlage enthielt doch einige Fragezeichen, welche in der
uns auch an einem EG-Beitritt hindern: vor allem Föderalis- Zwischenzeit auch im Lichte verschiedener neuer Entschei-
mus und Volksrechte. dungen keineswegs relativiert worden sind. Mit dieser
Angesichts Ihres an den gelichteten Reihen leicht ablesba- Unterzeichnung wäre nämlich unter anderem das Rechtauf
ren donnerstäglichen «Stalldranges» will ich darauf verzich- Bildung formell anerkannt worden und das im Gegensatz
ten, die Prioritätenordnungen hier einzeln zu durchleuch- zum negativen Ergebnis der kurz vorher durchgeführten
ten. Unsere Kommission hat teils ausdrücklich, teils still- Volksabstimmung über einen Verfassungsartikel. Wir waren
schweigend die Auffassung des Bundesrates darüber in der Auffassung, dass es nicht Aufgabe eines internationalen
diesem vierten Bericht in grossen Zügen geteilt. Immerhin Protokolls sein kann, die souveränen Rechte von Volk und
• wäre zwar grundsätzlich anzumerken, es stünde uns gut an, Ständen zu umgehen, sondern dass man den Weg über die
ohne Umschweife Konventionen beizutreten, denen wirklich Verfassungsänderung wählen soll. Vor allem aber hat uns
gar nichts im Wege steht. Ich denke etwa an unsere Auffas- die Frage des Inhalts und der Ausgestaltung des Rechts auf
sung von Gemeindeautonomie und der ihr entsprechenden Bildung Sorgen bereitet. Ist das Recht auf Bildung ein
Charta der kommunalen Selbstverwaltung. Wir könnten mit deklaratorischer oder ein subjektiver Rechtsanspruch, der
einem Beitritt unseren Integrationswillen ohne grosse auf dem Wege der Individualbeschwerde bis nach Strass-
Kosten dokumentieren. burg weitergezogen werden kann, so dass beispielsweise
Nun noch zwei abschliessende Bemerkungen zur Berichts- eine Uebertrittsprüfung, eine Aufnahmeprüfung usw. nicht
problematik. Der Rechtsharmonisierung via Konventionen nur bis nach Lausanne, sondern bis nach Strassburg weiter-
des Europarates stehen heute aus schweizerischer Sicht gezogen werden können?
eigentlich zwei Hindernisse entgegen, die unsere Kommis- Solche Fragen sollten geklärt werden, bevor man den neuen
sion intensiv diskutierte: ein innerstaatliches und ein euro- Schritt unternimmt, und die Erziehungsdirektoren sind
päisches. Innerstaatlich haben wir am meisten Beitrittspro- sicher für neue Argumente zugänglich. In diesem Sinne
bleme aus föderalistischer Sicht. Die Kantone hüten ihre möchte ich die Position der Erziehungsdirektoren und der
Zuständigkeiten verständlicherweise eifersüchtig. So haben kantonalen Schulhoheit, die hier ganz primär angesprochen
wir wegen der innerstaatlichen Zuständigkeit der Kantone wird, in die richtigen Zusammenhänge rücken.
im Gebiet der Erziehung dort keine Konventionen ratifiziert.
Nun beginnen aber im Rahmen der Europadynamik der EG Hefti: Mindestens so wichtig wie die Empfehlung an die
die kantonalen Erziehungsdirektoren selbst zu merken, dass Kantone sind die Empfehlung an Strassburg, sein Mandat
wir hier in die Isolation geraten könnten. Die Frage der nicht zu überschreiten, und die Empfehlung an den Bundes-
akademischen Freizügigkeit beispielsweise oder der gegen- rat, unsere Position mit Nachdruck zu wahren.
seitigen Anerkennung von Examina und Titeln beginnt sich
dramatisch zuzuspitzen. Es wäre daher wünschbar, wenn Frau Meier Josi, Berichterstatterin: Die gemachten Aeusse-
gerade die kantonalen Behörden die Initiative zur Ueberprü- rungen stehen nicht im Widerspruch zu meinen eigenen
fung der heutigen Lage ergriffen; die Direktorenkonferen- Ausführungen. Ich kann zu Händen von Herrn Danioth nur
zen eignen sich hervorragend dafür, gemeinsame Interes- noch ergänzen, dass wir damals, als ich selbst Mitglied der
sen neu abzutasten, um neue Zielsetzungen zu koordinieren Schweizer Parlamentarier-Delegation beim Europarat war,
und in die einzelnen Kantone hinauszutragen. Die Erzie- sehr viele Diskussionen über das Recht auf Bildung führten
hungsdirektorenkonferenz hat - so scheint mir aus den und dabei eindeutig feststellten, dass es niemals um indivi-
Bemerkungen von Kollege Cavadini ableitbar zu sein - die duelle Ansprüche gehen könnte. Die Auffassung, es handle
Zeichen der Zeit erkannt. sich nur um eine Aufforderung zur internen Gesetzgebung
Das zweite Hindernis ist europäischer Art. Es liegt darin, (die natürlich in den innerstaatlichen Ordnungsrahmen hin-
dass der Europazug heute auf zwei Schienen fährt. Die einpassen muss), haben wir deutlich unterstrichen.
Mitgliedstaaten der EG realisieren ihre Integration durch das Es bestehen also keine Hindernisse für die Erziehungsdirek-
Instrument der einheitlichen, mittels Urteilen des Gerichts- toren, in diesem Gebiet selbst die Initiative zu ergreifen und
hofes durchsetzbaren und total vorbehaltlosen Richtlinien. zu versuchen, einen Konsens darüber zu finden, wohin man
Die Dynamik der EG führt dazu, dass die EG immer mehr vorstossen kann, ohne eigene Anliegen in Gefahr zu brin-
Gebiete an sich reisst. Gleichzeitig sind die Vertreter der EG- gen.
Mitgliedstaaten im Europarat nicht mehr gewillt und teil-
weise gar nicht mehr in der Lage, Europaratskonventionen
abzuschliessen in Gebieten, wo die EG bereits Richtlinien M. Felber, conseiller fédéral: Je n'aurai pas à ajouter de très
hat. Der Inhalt von EG-Richtlinien-Projekten wirft zum vor- longues explications à l'excellent rapport de la présidente
aus seinen Schatten auf Harmonisierungspläne im Europa- de votre commission. J'aimerais simplement souligner quel-
rat. Das alles schränkt die Wirkungsweite des Europarates ques chiffres. ,
ein. In Zukunft scheint er vornehmlich nur noch im Bereich Le Conseil de l'Europe a élaboré, jusqu'à ce jour,
Menschenrechtspolitik, Kultur und Beziehungen zu den Ost- 127 conventions. La Suisse en a ratifié 61, soit à peu près la
staaten einige Aussichten auf Wirksamkeit zu haben. An uns moitié. Selon les priorités qui ont été établies par le Conseil
wäre es, durch entsprechenden Einsatz die verbleibenden fédéral, ce chiffre, durant la législation en cours, devrait
Möglichkeiten zu beleben und auszuschöpfen. augmenter de 12 nouvelles conventions que nous propose-
rions à ratification. Je suis bien conscient de la valeur tout à
29. September 1988 611 Verhütung von Folter. Europäisches Uebereinkommen
fait relative de ces chiffres, toutes les conventions que nous #ST# 88.035
discutons n'ayant naturellement pas la même portée.
J'ajoute que la décision d'adhérer ou non à une convention Verhütung von Folter.
ne dépend pas de l'importance que le Conseil de l'Europe Europäisches Uebereinkommen
lui attribue. C'est ainsi que le Parlement suisse a refusé de
ratifier la Charte sociale européenne. En revanche, on peut Prévention de la torture.
penser qu'il approuvera la convention dont nous discute- Convention européenne
rons tout à l'heure.
Je voudrais encore indiquer, en ce qui concerne les diffi- Botschaft und Beschlussentwurf vom 11. Mai 1988 (BBI II, 897)
cultés que nous rencontrons à proposer la signature puis la Message et projet d'arrêté du 11 mai 1988 (FF II, 881)
ratification de nouvelles conventions, que les plus impor-
tantes sont dues à nos structures fédéralistes. En effet, le
Conseil fédéral ne peut pas, lorsqu'il s'agit de domaines qui
relèvent de la compétence des cantons, outrepasser ses
compétences. Cela explique donc, pour une part non négli- Antrag der Kommission
geable, les difficultés que nous avons à adhérer à certaines Eintreten
conventions.
Il n'en reste pas moins que, ce matin, vous avez, à juste titre Proposition de la commission
selon nous, soulevé le problème des conventions relatives Entrer en matière
aux accords universitaires et aux reconnaissances de
diplômes. Voilà précisément un domaine qui est totalement Frau Meier Josi, Berichterstatterin: Die Schweiz ist keine
de la compétence des cantons, mais qui, cependant, pose Grossmacht, sondern ein neutraler Kleinstaat. Aus dieser
une question réelle puisque, semble-t-il, à travers les Erfahrung heraus hat sie sich seit langem auf internationaler
accords de la Communauté mais aussi des conventions du Ebene zum Anwalt der Menschen rechte und der humanitä-
Conseil de l'Europe, nous courons le risque de rester totale- ren Anliegen gemacht. Das ist - entgegen dem Anschein,
ment à l'écart des possibilités d'échanges d'étudiants et, den unsere kürzliche Debatte für Uneingeweihte über die
surtout-cela est très important pour nos hautes écoles-de Auswirkung des Belilos-Urteils in Strassburg fälschlicher-
professeurs qui verraient, eux aussi, leurs titres éventuelle- weise erwecken könnte - beste schweizerische Tradition,
ment non reconnus dans notre pays. die in gerader Linie vom Sempacher-Brief über den Rot-
Je rappelle qu'il y a actuellement plusieurs conventions kreuz-Gedanken nun zu den Genfer Konventionen führt.
dans le domaine universitaire: la convention relative à l'équi- Dieser Traditionskette hat der Genfer Bankier Jean-Jacques
valence des diplômes, qui ouvre l'accès aux universités; un Gautier mit unvergleichlichem Einsatz und mit Hilfe des von
protocole additionnel en matière d'équivalence des ihm gegründeten Schweizerischen Komitees gegen die Fol-
périodes et durées d'études universitaires; une convention ter (SKGF), mit Unterstützung des IKRK, der Internationalen
sur la reconnaissance académique des qualifications univer- Juristenkommission und Amnesty International ein neues
sitaires et un accord européen sur le maintien du paiement starkes Glied eingefügt, als er das Modell eines Ueberein-
des bourses aux étudiants qui poursuivent leurs études kommens anregte, ausarbeitete und verbreitete, welches
dans une université étrangère. La Suisse n'a adhéré à aucun weltweit auf die wirksame Durchsetzung des Folterverbotes
de ces instruments juridiques. in der UN-Menschenrechtserklärung und in der Europäi-
Nous pouvons répondre aux préoccupations de M. Danioth schen Menschenrechtserklärung abzielt.
en disant que, actuellement, la Conférence universitaire Im Rahmen der Genfer Konventionen sind bekanntlich
suisse et la Conférence des directeurs de l'instruction publi- Besuche von Kriegsgefangenen durch das IKRK vorgese-
que se préoccupent de ce problème. Le Conseil fédéral ne hen. Analog zu dieser Einrichtung schlug Gautier- übrigens
les devancera pas. Il attend au contraire des renseignements ein Vetter unseres Kollegen gleichen Namens - ein
qui pourraient provenir de ces institutions, et il s'inspirera Besuchssystem für Gefangene vor.
des remarques qui seront faites. Nous avons déjà répondu à Als die Vereinten Nationen ein Abkommen gegen die Folter
une interpellation de M. Ziegler, au mois de juin de cette planten, hat die Schweiz als Nichtmitglied nicht an dessen
année, en ce sens que nous attendions les résultats des Ausarbeitung mitarbeiten können. Sie liess aber die Idee
discussions qui ont lieu à l'intérieur des instances canto- Gautiers durch die Vermittlung von Costa Rica vortragen,
nales concernées. Nous savons cependant que celles-ci und sie fand schliesslich Eingang in den Entwurf für ein
sont prêtes à élaborer des accords intercantonaux. fakultatives Zusatzprotokoll zu jenem UN-Abkommen.
J'imagine en effet que, si les universités suisses se décou- Das mühsame, langsame Fortschreiten der Idee brachte das
vraient prêtes à accepter de reconnaître les diplômes étran- Komitee Gautier und die Internationale Juristenkommission
gers, il faudrait d'abord qu'elles acceptent, entre elles, de dazu, die Sache auf einer neuen Ebene voranzutreiben. Sie
reconnaître leurs diplômes et qu'elles harmonisent leurs gewann die Schweizer Delegation im Europarat für sich. Da
cycles d'études. ich ihr damals selbst angehörte, erinnere ich mich noch gut
Telles sont les informations que nous pouvons donner en an unseren Vorstoss, dessen schliessliche Frucht dank kräf-
complément au bref débat qui a eu lieu sur ce rapport que je tiger Unterstützung durch den Bundesrat das heute traktan-
vous remercie de bien vouloir accepter. dierte Abkommen ist. Mit ihm ist die Hoffnung verbunden, es
möge als Pionierwerk für andere Weltregionen wirken und
Zustimmung - Adhésion vielleicht dem Zusatzprotokoll der Uno-Antifolterkonvention
neue Impulse vermitteln.
Ich kann Ihnen daher nicht nur im Namen der einstimmigen
Kommission für auswärtige Angelegenheiten, sondern auch
aus innerster Ueberzeugung Eintreten auf diese Vorlage
und Zustimmung empfehlen. Damit könnte dann auch die
Motion Werner Schmid endlich abgeschrieben werden.
Zu Inhalt und Wirkung des Abkommens nur noch folgendes:
Es wird also ein Besuchsausschuss geschaffen. Dieser
besucht Leute, denen die Freiheit durch irgend eine Haft-
form entzogen ist. Dadurch wird der Schutz dieser Personen
vor Folter und vor unmenschlicher oder erniedrigender
Behandlung oder Strafe angestrebt.
Der vorgesehene Besuchsmechanismus soll vor allem Folter
und ähnliches verhindern, also vorbeugend wirken. Der
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Europaratskonventionen. 4. Bericht
Conventions du Conseil de l'Europe. 4e rapport
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1988
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Ständerat
Conseil Conseil des Etats
Consiglio Consiglio degli Stati
Sitzung 08
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 88.017
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 29.09.1988 - 08:00
Date
Data
Seite 609-611
Page
Pagina
Ref. No 20 016 859
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