Ban on Animal Product Imports Lacking Swiss Welfare Standards
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis case concerns a proposal to ban the import of animal products not meeting Swiss animal welfare standards, citing concerns about inhumane production and slaughter methods. The proposal also requests an examination of potential measures to prevent such imports and a report on their economic and agricultural impacts. The Federal Council accepted the proposal, acknowledging the need to consider religious dietary laws.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 2 Absatz 1 Bundesverfassung; Ban on Animal Product Imports Lacking Swiss Welfare Standards: The proposal also requests an examination of potential measures to prevent such imports and a report on their economic and agricultural impacts. The Federal Council accepted the proposal, acknowledging the need to consider religious dietary laws.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited to support the idea that financial aid could provide impetus to the industrial and craft sector in mountain regions.
Cited as the basis for the federal government promoting the common welfare of its citizens, justifying the need for stronger regional equalization.
Volltext
Postulat Zölch 442 N 18 mars 1988
harren dann kaum längere Zeit in ihrer Region aus, sondern sen) als auch die nicht tiergerechte, ja teilweise tierquäleri-
wandern in die Zentren des Mittellands oder benachbarter sche Schlachtung bzw. Zerstümmelung (z. B. von Fröschen
Räume ab. Damit erscheinen sie kaum in den Statistiken. und Schildkröten) immer wieder zu Kritik Anlass. Der Bun-
Tatsächlich haben solche Berggebietsregionen damit eine desrat wird deshalb ersucht,
schleichende Arbeitslosigkeit zu verzeichnen, die sich über 1.zu prüfen, ob - und wenn ja welche - Massnahmen
Jahre erstreckt und auch deshalb gravierend ist, weil sich getroffen werden können, um den Import von Tierprodukten
damit abgelegene Dörfer entvölkern und entleeren und aus nicht tiergerechter Haltung und/oder nicht tiergerechter
einem andauernden Substanzverlust ausgesetzt sind. In Schlachtung zu verhindern. Als tiergerecht gelten die in der
Graubünden hatten in den letzten Jahren und Jahrzehnten schweizerischen Tierschutzgesetzgebung verankerten
vor allem die Südtäler Puschlav und Misox solche Verluste, Normen;
Firmenschliessungen und Abwanderungen zu verzeichnen, 2. einen schriftlichen Bericht zur Frage vorzulegen, welches
aber auch an diversen Orten Nordbündens ging eine Reihe die Folgen und Auswirkungen solcher allenfalls zu treffen-
von für den handwerklich-industriellen Bereich bedeuten- der Massnahmen im allgemeinen und für die schweizerische
den Betrieben inThusis, Disentisund llanzein, und selbst im Landwirtschaft (Auswirkungen auf Preise und Inlandproduk-
Prättigau drohte vor kurzem dem grössten Unternehmen, tion) und AussenWirtschaft im besonderen wären.
die Tore zu schliessen.
Das Berggebiet leistet für die schweizerische Wirtschaft Texte du postulat du 18 décembre 1987
einen bedeutenden Beitrag in der Ausbildung und Vermitt- Les demandes visant à interdire l'importation de produits
lung von tüchtigem Nachwuchs. Es muss aber verhindert animaux qui ne répondent pas aux normes de la loi suisse
werden, dass viele dieser qualifizierten jungen Leute nur sur la protection des animaux se sont multipliées ces der-
ausserhalb ihrer Heimat Existenz und Auskommen finden. niers temps, dans les médias également. Les méthodes de
Im Sinne der Bundesverfassung, wonach der Bund die production qui ne respectent pas les animaux (utilisation
gemeinsame Wohlfahrt seiner Bürger fördert, ist der regio- excessive d'hormones, élevage en batteries de poules et de
nale Ausgleich stärker auszubauen. Das Investitionshilfege- dindes non conforme aux dispositions suisses ou méthodes
setz für das Berggebiet, dessen Wirkungen hier nicht in douteuses de gavage des oies), les méthodes d'abattage ou
Frage gestellt seien, vermag Infrastrukturhilfe anzubieten, de mutilation qui font souffrir les animaux (grenouilles et
jedoch nicht dauernde Arbeitsplätze zu schaffen. Hingegen tortues) - toutes ces méthodes donnent lieu a des critiques
könnten die Finanzierungsbeihilfen, wie sie der angespro- sans cesse renouvelées. C'est pourquoi je prie le Conseil
chene Bundesbeschluss vorsieht, willkommene Impulse ver- fédéral
' mittein. Gerade auch der gewerblich-industrielle Sektor im 1. d'examiner si des mesures - et si oui lesquelles - sont
Berggebiet ist auf die Unterstützung bei der Einführung envisageables pour limiter les importations de produits ani-
neuer Verfahren, bei der Aufnahme neuer Produkte und maux obtenus par des méthodes de production ou d'abat-
Produktionsprogramme oder bei der Einführung neuer Pro- tage qui ne respectent pas les animaux. Ces méthodes
duktionszweige angewiesen. Und Direktbeiträge an Informa- seront évaluées selon les normes de la législation suisse sur
tionsstellen für Innovationsvorhaben wären dort ebenso la protection des animaux.
dringlich wie im Flachland. Gerade auf eine unkonventio- 2. de présenter un rapport écrit établissant quelles sont les
nelle und unbürokratische Hilfeleistung bei Betriebsbera- conséquences de ces mesures - ou des mesures à prendre,
tungen in bezug auf Umstellungen, technische Anpassun- le cas échéant - d'une façon générale ainsi que pour l'agri-
gen und Weiterbildung wären manche Berggebietsregionen culture suisse (effets sur les prix et la production intérieure)
dringend angewiesen. et le commerce extérieur.
Der Bundesrat wird deshalb eingeladen, dieses Problem zu
prüfen, Möglichkeiten für die Anwendung des Bundesbe- Mitunterzeichner - Cosignataires: Basler, Berger, Blocher,
schlusses betreffend wirtschaftlich bedrohter Regionen David, Dormann, Engler, Fischer-Seengen, Frey Walter,
auch in bestimmten weiteren Gegenden des Berggebiets Graf, Hari, Hess Otto, LeuteneggerOberholzer, Luder, Nebi-
aufzuzeigen und eine allenfalls sich aufdrängende Geset- ker, Oehler, Reimann Maximilian, Rohrbasser, Ruckstuhl,
zesrevision zu skizzieren. Rutishauser, Rüttimann, Rychen, Sager, Schnider, Schwab,
Seiler Hanspeter, Stamm, Wanner, Widrig, Wiederkehr,
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Wyss William, Zwingli (31)
vom 17. Februar 1988
Déclaration écrite du Conseil fédéral Schriftliche Begründung - Développement par écrit
du 17 février 1988 Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. eine schriftliche Antwort.
Ueberwiesen - Transmis Schriftliche Erklärung des Bundesrates
vom 29. Februar 1988
Déclaration écrite du Conseil fédéral
du 29 février 1988
#ST# 87.996 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Postulat Zölch Frau Zölch: Ich danke dem Bundesrat für die Entgegen-
nahme meines Postulates. Nun wurde ich inzwischen noch
Import von Tierprodukten ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es auch Fleisch-
Importation de produits animaux importe gibt, welche unter anderem der jüdischen Bevölke-
rung die Einhaltung der religiösen Speisegesetze ermögli-
chen.
Ich bitte deshalb den Bundesrat, bei allfälligen Massnahmen
im Sinne meines Postulates die verfassungsmässig garan-
Wortlaut des Postulates vom 18. Dezember 1987 tierte Glaubens- und Gewissensfreiheit zu beachten.
In letzter Zeit mehren sich die Forderungen - auch in den
Medien -, es sei ein Importverbot für Tierprodukte, die den Ueberwiesen - Transmis
Anforderungen der schweizerischen Tierschutzgesetzge-
bung nicht entsprechen, zu erlassen. Dabei geben sowohl
die nicht tiergerechte Produktion (z. B. durch übermässigen
Hormoneinsatz, durch extreme Intensivhaltung bei Hühnern
und Truten oder durch fragwürdige Mästmethoden bei Gän-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Zölch Import von Tierprodukten
Postulat Zölch Importation de produits animaux
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1988
Année
Anno
Band I
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 87.996
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 18.03.1988 - 08:00
Date
Data
Seite 442-442
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Ref. No 20 016 227
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