Extension of Federal Aid to Non-Mono-Industrial Distressed Regions
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis postulate proposes expanding federal aid for economically distressed regions beyond areas solely dependent on a single industry. It argues that peripheral mountain regions, while not mono-industrial, also suffer significant job losses and gradual unemployment due to a weakened industrial and commercial sector. The postulate requests the federal council to examine and report on potentially extending aid to these areas and any necessary legal revisions, recognizing that the current system's focus on mono-industrial areas fails to capture the slow but damaging decline occurring in other struggling regions.
Legislator-Regeste
KI-generiertExtension of Federal Aid to Non-Mono-Industrial Distressed Regions: It argues that peripheral mountain regions, while not mono-industrial, also suffer significant job losses and gradual unemployment due to a weakened industrial and commercial sector. The postulate requests the federal council to examine and report on potentially extending aid to these areas and any necessary legal revisions, recognizing that the current system's focus on mono-industrial areas fails to capture the slow but damaging decline occurring in other struggling regions.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThe court is examining the scope of this federal resolution for financial aid to economically threatened regions.
Volltext
18. März 1988 N 441 Postulat Bundi
die Frage nach dem Wirken, der «Sendung» der Eidgenos- #ST# 87.980
senschaft in der Welt von heute sollten nicht ausgeklammert
werden. Postulat Bundi
7. Als formales Vorbild für die Erstellung eines derartigen
gesellschaftlichen Leitbildes könnte in manchen Hinsichten Wirtschaftlich bedrohte Regionen
der «Bericht Clottu» von 1975 über die schweizerische Kul- Régions économiquement menacées
turpolitik dienen. Die Verfasserschaft müsste breit abge-
stützt und repräsentativ sein, mit Vertretern aus wichtigen
Organisationen wie Pro Senectute, Pro Juventute, Natur-
und Heimatschutz, Schweizerische Stiftung für Land-
schaftsschutz usw., aus Universitäten, Kirchen, Institutionen Wortlaut des Postulates vom 16. Dezember 1987
der Erwachsenenbildung, aus der Welt des geistigen Schaf- Der Bundesrat wird eingeladen zu prüfen, ob der Geltungs-
fens (Schriftsteller). bereich des Bundesbeschlusses über Finanzierungsbeihil-
Dass sich bei solchem Pluralismus der Verfasserschaft fen zugunsten wirtschaftlich bedrohter Regionen vom
leicht ein Konsens bezüglich eines derartien «Programms 6. Oktober 1978 und der zugehörigen Verordnung nicht in
der Schweiz» erreichen und eine einheitliche Vision der folgendem Sinne erweitert werden könnte:
Zukunft des Landes gewinnen lässt, ist kaum anzunehmen. Ausweitung des Kriteriums der monostrukturierten Region
Man wird darum streckenweise mit unterschiedlichen Sze- (Wirtschaft einseitig auf einen Industriezweig ausgerichtet)
narien arbeiten müssen. Doch auch in dieser Form wäre auf Randregionen im Berggebiet, die im industriell-gewerb-
eine derartige ernsthafte Studie für die periodische Planung lichen Sektor eine geschwächte Position aufweisen und
der politischen Behörden, bei denen letzlich die Planungs- über einen längeren Zeitraum hinweg eine namhafte Abwan-
entscheide liegen, bereits eine wesentliche Hilfe, um die derung von Arbeitsplätzen und damit eine schleichende
Fragen grundsätzlicher anzugehen. Arbeitslosigkeit zu verzeichnen haben.
Selbstverständlich wären bei der Erstellung der Studie Der Bundesrat möge seine Ueberlegungen in bezug auf eine
jeweilen die wirtschaftlichen, politischen, demographischen eventuelle Gesetzesrevision .in einem kurzen Bericht dar-
usw. Voraussetzungen und Folgen der vorgeschlagenen legen.
menschlichen Zielvorgaben mitzubedenken. Doch müssen
Erwägungen dieser Art nicht zu sehr ins Detail gehen. Der Texte du postulat du 16 décembre 1987
Charakter einer Denkaufgabe, die das ganze hier vorge- Le Conseil fédéral est invité à examiner s'il ne serait pas
schlagene Unterfangen darstellt, darf nicht in zu vielen possible d'étendre de la manière suivante le champ d'appli-
Details ersticken. Die grossen Konturen müssen sichtbar cation de l'arrêté fédéral du 6 octobre 1978 instituant une
bleiben. Die ganz bewusste Konzentration auf den menschli- aide financière en faveur des régions dont l'économie est
chen Aspekt, auf das menschlich Erlebbare, wird es erlau- menacée ainsi que de l'ordonnance y relative:
ben, die Studie trotz ihres umfassenden Charakters in einem Etendre le critère de la région dont l'économie est axée sur
überblickbaren Umfang zu halten. une seule branche industrielle aux régions de montagne
Endlich ist es vielleicht auch nicht realistisch, bis zu einem économiquement défavorisées, dont le secteur industriel et
bestimmten Zeitpunkt die restlose Fertigstellung einer der- artisanal est affaibli et qui, depuis longtemps, perdent de
art grunsätzlichen Arbeit über Zukunftsplanung einer Nation nombreux emplois et connaissent, par voie de consé-
zu verlangen. Eher könnte es sich als wünschbar erweisen, quence, un chômage latent.
nach dem Prinzip der rollenden Planung den Denkprozess Le Conseil fédéral est prié de donner son avis sur une
fortzusetzen und die Studie fortzuschreiben. Doch könnte révision éventuelle de la loi dans un bref rapport.
ein erstes profiliertes Stadium des Prozesses wohl schon in
kürzer bemessener Zeit erreicht und ein bedeutsames, Mitunterzeichner- Cosignataires: Aguet, Ammann, Bäumlin
brauchbares Dokument für die Reflexion über die Zukunft Richard, Bäumlin Ursula, Béguelin, Bodenmann,
im Jahre 1991 den Politikern sowie auch allen interessierten Braunschweig, Bühler, Carobbio, Columberg, Danuser,
Bürgerinnen und Bürgern unseres Landes in die Hände Euler, Fankhauser, Fehr, Hafner Ursula, Haller, Hubacher,
gelegt werden. Jeanprêtre, Kühne, Lanz, Ledergerber, Leuenberger-Solo-
8. Weil das Unternehmen, das ich vorschlage, ein Experi- thurn, Leuenberger Moritz, Longet, Matthey, Mauch Ursula,
ment ist - allerdings nach meiner Ueberzeugung ein not- Meizoz, Morf, Neukomm, Ott, Pitteloud, Portmann, Reimann
wendiges-, mildem man erst Erfahrungen machen und das Fritz, Ruffy, Stappung, Uchtenhagen, Zbinden Hans, Züger
vielfachen Modifikationen zugänglich bleiben muss, unter- (38)
breite ich mein Anliegen dem Bundesrat in der weniger
verbindlichen, flexibleren Form des Postulates. Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Gemäss dem genannten Bundesbeschluss werden Finanzie-
Schriftliche Erklärung des Bundesrates rungsbeihilfen auch an einige wenige Berggebietsregionen
vom 29. Februar 1988 ausgerichtet, sofern diese den in diesem Gesetz genannten
Déclaration écrite du Conseil fédéral Kriterien der «wirtschaftlichen Bedrohung» entsprechen,
du 29 février 1988 d. h. sofern ihre Wirtschaft einseitig auf einen Industrie-
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. zweig ausgerichtet ist und ein starker Verlust an Arbeitsplät-
zen oder eine erhebliche Arbeitslosigkeit eingetreten sind
Ueberwiesen - Transmis oder bevorstehen. Damit zielt der Bundesbeschluss auf
monostrukturierte Regionen, wie die Uhrenindustriegebiete
im Jura oder etwa die Textilindustrie in der Ostschweiz. In
derart industrialisierten Regionen manifestiert sich ein star-
ker Wirtschaftseinbruch in einer auffälligen Arbeitslosigkeit.
Demgegenüber gibt es Randregionen im Berggebiet, die
zwar gewerblich-industriell geprüft sind, ohne allerdings
monostrukturiert zu sein. Ein Wirtschaftseinbruch in sol-
chen Gegenden ist ebenso gravierend, als wenn er in einer
Agglomeration erfolgt. Die Substanz des sekundären Sek-
tors überhaupt droht verlustig zu gehen. Da der Prozess sich
hier weniger spektakulär entwickelt, wird der Verlust an
Arbeitsplätzen und .die Arbeitslosigkeit nicht so rasch emp-
funden und zur Kenntnis genommen. Die Arbeitslosen, ins-
besondere wenn es sich um qualifizierte Arbeiter handelt,
Postulat Zölch 442 N 18 mars 1988
harren dann kaum längere Zeit in ihrer Region aus, sondern sen) als auch die nicht tiergerechte, ja teilweise tierquäleri-
wandern in die Zentren des Mittellands oder benachbarter sche Schlachtung bzw. Zerstümmelung (z. B. von Fröschen
Räume ab. Damit erscheinen sie kaum in den Statistiken. und Schildkröten) immer wieder zu Kritik Anlass. Der Bun-
Tatsächlich haben solche Berggebietsregionen damit eine desrat wird deshalb ersucht,
schleichende Arbeitslosigkeit zu verzeichnen, die sich über 1.zu prüfen, ob - und wenn ja welche - Massnahmen
Jahre erstreckt und auch deshalb gravierend ist, weil sich getroffen werden können, um den Import von Tierprodukten
damit abgelegene Dörfer entvölkern und entleeren und aus nicht tiergerechter Haltung und/oder nicht tiergerechter
einem andauernden Substanzverlust ausgesetzt sind. In Schlachtung zu verhindern. Als tiergerecht gelten die in der
Graubünden hatten in den letzten Jahren und Jahrzehnten schweizerischen Tierschutzgesetzgebung verankerten
vor allem die Südtäler Puschlav und Misox solche Verluste, Normen;
Firmenschliessungen und Abwanderungen zu verzeichnen, 2. einen schriftlichen Bericht zur Frage vorzulegen, welches
aber auch an diversen Orten Nordbündens ging eine Reihe die Folgen und Auswirkungen solcher allenfalls zu treffen-
von für den handwerklich-industriellen Bereich bedeuten- der Massnahmen im allgemeinen und für die schweizerische
den Betrieben inThusis, Disentisund llanzein, und selbst im Landwirtschaft (Auswirkungen auf Preise und Inlandproduk-
Prättigau drohte vor kurzem dem grössten Unternehmen, tion) und AussenWirtschaft im besonderen wären.
die Tore zu schliessen.
Das Berggebiet leistet für die schweizerische Wirtschaft Texte du postulat du 18 décembre 1987
einen bedeutenden Beitrag in der Ausbildung und Vermitt- Les demandes visant à interdire l'importation de produits
lung von tüchtigem Nachwuchs. Es muss aber verhindert animaux qui ne répondent pas aux normes de la loi suisse
werden, dass viele dieser qualifizierten jungen Leute nur sur la protection des animaux se sont multipliées ces der-
ausserhalb ihrer Heimat Existenz und Auskommen finden. niers temps, dans les médias également. Les méthodes de
Im Sinne der Bundesverfassung, wonach der Bund die production qui ne respectent pas les animaux (utilisation
gemeinsame Wohlfahrt seiner Bürger fördert, ist der regio- excessive d'hormones, élevage en batteries de poules et de
nale Ausgleich stärker auszubauen. Das Investitionshilfege- dindes non conforme aux dispositions suisses ou méthodes
setz für das Berggebiet, dessen Wirkungen hier nicht in douteuses de gavage des oies), les méthodes d'abattage ou
Frage gestellt seien, vermag Infrastrukturhilfe anzubieten, de mutilation qui font souffrir les animaux (grenouilles et
jedoch nicht dauernde Arbeitsplätze zu schaffen. Hingegen tortues) - toutes ces méthodes donnent lieu a des critiques
könnten die Finanzierungsbeihilfen, wie sie der angespro- sans cesse renouvelées. C'est pourquoi je prie le Conseil
chene Bundesbeschluss vorsieht, willkommene Impulse ver- fédéral
' mittein. Gerade auch der gewerblich-industrielle Sektor im 1. d'examiner si des mesures - et si oui lesquelles - sont
Berggebiet ist auf die Unterstützung bei der Einführung envisageables pour limiter les importations de produits ani-
neuer Verfahren, bei der Aufnahme neuer Produkte und maux obtenus par des méthodes de production ou d'abat-
Produktionsprogramme oder bei der Einführung neuer Pro- tage qui ne respectent pas les animaux. Ces méthodes
duktionszweige angewiesen. Und Direktbeiträge an Informa- seront évaluées selon les normes de la législation suisse sur
tionsstellen für Innovationsvorhaben wären dort ebenso la protection des animaux.
dringlich wie im Flachland. Gerade auf eine unkonventio- 2. de présenter un rapport écrit établissant quelles sont les
nelle und unbürokratische Hilfeleistung bei Betriebsbera- conséquences de ces mesures - ou des mesures à prendre,
tungen in bezug auf Umstellungen, technische Anpassun- le cas échéant - d'une façon générale ainsi que pour l'agri-
gen und Weiterbildung wären manche Berggebietsregionen culture suisse (effets sur les prix et la production intérieure)
dringend angewiesen. et le commerce extérieur.
Der Bundesrat wird deshalb eingeladen, dieses Problem zu
prüfen, Möglichkeiten für die Anwendung des Bundesbe- Mitunterzeichner - Cosignataires: Basler, Berger, Blocher,
schlusses betreffend wirtschaftlich bedrohter Regionen David, Dormann, Engler, Fischer-Seengen, Frey Walter,
auch in bestimmten weiteren Gegenden des Berggebiets Graf, Hari, Hess Otto, LeuteneggerOberholzer, Luder, Nebi-
aufzuzeigen und eine allenfalls sich aufdrängende Geset- ker, Oehler, Reimann Maximilian, Rohrbasser, Ruckstuhl,
zesrevision zu skizzieren. Rutishauser, Rüttimann, Rychen, Sager, Schnider, Schwab,
Seiler Hanspeter, Stamm, Wanner, Widrig, Wiederkehr,
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Wyss William, Zwingli (31)
vom 17. Februar 1988
Déclaration écrite du Conseil fédéral Schriftliche Begründung - Développement par écrit
du 17 février 1988 Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. eine schriftliche Antwort.
Ueberwiesen - Transmis Schriftliche Erklärung des Bundesrates
vom 29. Februar 1988
Déclaration écrite du Conseil fédéral
du 29 février 1988
#ST# 87.996 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Postulat Zölch Frau Zölch: Ich danke dem Bundesrat für die Entgegen-
nahme meines Postulates. Nun wurde ich inzwischen noch
Import von Tierprodukten ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es auch Fleisch-
Importation de produits animaux importe gibt, welche unter anderem der jüdischen Bevölke-
rung die Einhaltung der religiösen Speisegesetze ermögli-
chen.
Ich bitte deshalb den Bundesrat, bei allfälligen Massnahmen
im Sinne meines Postulates die verfassungsmässig garan-
Wortlaut des Postulates vom 18. Dezember 1987 tierte Glaubens- und Gewissensfreiheit zu beachten.
In letzter Zeit mehren sich die Forderungen - auch in den
Medien -, es sei ein Importverbot für Tierprodukte, die den Ueberwiesen - Transmis
Anforderungen der schweizerischen Tierschutzgesetzge-
bung nicht entsprechen, zu erlassen. Dabei geben sowohl
die nicht tiergerechte Produktion (z. B. durch übermässigen
Hormoneinsatz, durch extreme Intensivhaltung bei Hühnern
und Truten oder durch fragwürdige Mästmethoden bei Gän-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Bundi Wirtschaftlich bedrohte Regionen
Postulat Bundi Régions économiquement menacées
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1988
Année
Anno
Band I
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 87.980
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 18.03.1988 - 08:00
Date
Data
Seite 441-442
Page
Pagina
Ref. No 20 016 226
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