Cantonal Traffic Restrictions and Federal Authority on National Roads
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis case concerns the implementation of traffic-restricting measures under the Air Pollution Control Ordinance. The court clarified that while cantons can impose traffic restrictions, including temporary or permanent total driving bans, these are limited to non-transit roads and require specific signaling. For national roads, the federal government retains authority, and broader restrictions on transit roads would contradict existing federal law. The court also noted that in emergencies like smog alarms, existing laws allow for temporary driving bans on urban main roads, and broader cantonal powers would require legislative changes.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 33 für, Art. 33 LRV, Art. 3 Absatz, Art. 32 Abs. 3 SVG, Art. 3 Abs. 2 SVG, Art. 33 Abs. 2 LRV; Cantonal Traffic Restrictions and Federal Authority on National Roads: The court clarified that while cantons can impose traffic restrictions, including temporary or permanent total driving bans, these are limited to non-transit roads and require specific signaling. For national roads, the federal government retains authority, and broader restrictions on transit roads would contradict existing federal law. The court also noted that in emergencies like smog alarms, existing laws allow for temporary driving bans on urban main roads, and broader cantonal powers would require legislative changes.
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KI-generiertUsed to define the scope of functional traffic restrictions that can be ordered by cantons and municipalities.
Cited as the legal basis for traffic-restricting measures in case of excessive immissions.
Determines that cantons can only order permanent or temporary complete driving bans on non-transit roads.
Provides the legal basis for temporary driving bans in emergency situations like smog alarms.
Establishes federal responsibility for traffic restrictions on national roads.
Specifies the federal department responsible for traffic restrictions on national roads.
Regulates the signage for general driving bans.
Volltext
18. März 1988 N 461 Interpellation Leutenegger Oberholzer
ser Pflicht können aber Tunnellösungen nicht einfach ohne Diese Haltung lässt sich auch deshalb verantworten, weil im
Rücksicht auf die Kosten und die Bedürfnisse des Verkehrs Bereich des Schutzes der Mutterschaft auch die Kantone
in Betracht gezogen werden. Die eidgenössischen Räte tätig werden können und einzelne Kantone (ZG, SH, SG)
haben mit der Krediterteilung zur Verwirklichung der bereits entsprechende Leistungen kennen.
«Bahn 2000» einen Höchstbetrag festgesetzt, bis zu wel-
chem die SBB finanzielle Verpflichtungen zur Ausführung Abstimmung - Vote
dieses Projekts eingehen dürfen.
Im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung zweiter Für den Antrag auf Diskussion offensichtliche Mehrheit
Stufe werden auch die landschaftlichen Auswirkungen des Dagegen Minderheit
Projekts und die Massnahmen zur möglichst weitgehenden
Verringerung der landschaftlichen Belastung eingehend Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bun-
geprüft. Neben unterirdischen Linienführungen gehören desrates nicht befriedigt.
hierzu weitere Massnahmen zugunsten einer landschafts-
schonenden Trassierung.
5. Die Umweltverträglichkeitsprüfung erster Stufe wurde für
den Grundsatzentscheid über das Konzept «Bahn 2000»
soweit nötig durchgeführt. Dabei sprach sich der Bundesrat #ST# 87.949
zugunsten einer sorgfältigen Umweltverträglichkeitsprü-
fung zweiter Stufe bei der Projektbearbeitung aus. In dieser Interpellation Leutenegger Oberholzer
zweiten Phase werden die möglichen Auswirkungen des Luftreinhalte-Verordnung.
Projekts inklusive der unter Ziffer 4 erwähnten landschaftli-
chen Auswirkungen umfassend ermittelt und die Einhaltung
Verkehrsbeschränkende Massnahmen
der gesetzlich festgelegten Grenzwerte überprüft. Ordonnance sur la protection de l'air.
Mesures applicables au trafic
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes-
rates teilweise befriedigt.
Wortlaut der Interpellation vom 10. Dezember 1987
#ST# 87.940 Die Luftreinhalteverordnung beinhaltet in Artikel 33 für den
Fall übermässiger Immissionen die Möglichkeit zum Erlass
Interpellation Nabholz verkehrsbeschränkender Massnahmen. Aufgrund der aku-
ten, bedrohlichen Luftvergiftung wird bei der Bevölkerung
Mutterschaftsversicherung der Ruf nach Erlass von Verkehrsbeschränkungen immer
Assurance-maternité grösser. Es besteht aber eine grosse Unsicherheit in bezug
auf diesbezügliche Konsequenzen der Kantone bzw. Ge-
meinden.
Zur Klärung des Sachverhalts ersuche ich deshalb den Bun-
desrat um Beantwortung folgender Fragen:
Wortlaut der Interpellation vom 7. Dezember 1987 1. Welcher Art sind die verkehrsbeschränkenden Massnah-
Nach der Ablehnung der Kranken- und Mutterschaftsversi- men, die gemäss Artikel 33 der Luftreinhalte-Verordnung
cherung frage ich den Bundesrat an, was er zu unternehmen (LRV) von den Kantonen bzw. Gemeinden zur Bekämpfung
gedenkt, um die Einführung einer Mutterschaftsversiche- übermässiger Immissionen angeordnet werden können?
rung zu realisieren? 2. Wer hat die Kompetenz zum Erlass verkehrsbeschränken-
der Massnahmen: a. auf Nationalstrassen; b. Kantonsstras-
Texte de l'interpellation du 7 décembre 1987 sen; c. Gemeindestrassen; bei b. und c. differenziert nach
Après le refus du projet de la Loi fédérale sur l'assurance- Strassen, die dem Durchgangsverkehr und solchen, die
maladie et maternité, que pense faire le Conseil fédéral pour nicht dem Durchgangsverkehr dienen?
instaurer une assurance-maternité? 3. Welche Bundesgesetze sind für den Erlass derartiger
Verkehrsbeschränkungen massgebend?
Mitunterzeichner- Cosignataires: Aubry, Bär, Diener, Gren- 4. Können die Kantone bei übermässigen Immissionen
delmeier, Leutenegger Oberholzer, Stocker, Zölch (7) regional beschränkte, flächendeckende Fahrverbote er-
lassen?
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Wenn ja: Wie müssen diese signalisiert werden? Generell
Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht oder bei jeder einzelnen Strasse?
eine schriftliche Antwort. Wenn nein: Wem steht diese Kompetenz zu?
5. Ist der Bundesrat allenfalls bereit, den Kantonen bzw.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Gemeinden zum Erlass verkehrsbeschränkender Massnah-
vom 29. Februar 1988 men im Kampf gegen die Luftvergiftung grössere Kompe-
Rapport écrit du Conseil fédéral du 29 février 1988 tenzen einzuräumen?
Bei der Auseinandersetzung über die Revision der Kranken-
und Mutterschaftsversicherung haben die Gegner der Vor- Texte de l'interpellation du 10 décembre 1987
lage gerade auch die Vorschläge im Bereich der Mutter- L'ordonnance sur la protection de l'air prévoit, à son arti-
schaftsversicherung kritisiert. Das Abstimmungsergebnis cle 33, la possibilité de prendre des mesures restreignant le
lässt den Schluss zu, dass das Volk eine Mutterschaftsversi- trafic en cas d'immissions excessives. En raison de la pollu-
cherung in der von Bundesrat und Parlament angestrebten tion grave et menaçante de l'air, la population attend formel-
Art nicht wünscht. In Frage käme wahrscheinlich höchstens lement que des restrictions de ce genre soient ordonnées.
eine Lösung, bei welcher sich der Anspruch auf Leistungen Or ni les cantons, ni les communes ne connaissent avec
auf Mütter bzw. Familien mit geringen eigenen finanziellen précision leurs compétences en la matière.
Mitteln beschränkt. Afin d'élucider ce problème, je demande au Conseil fédéral
Unter Berücksichtigung des Ergebnisses der Volksabstim- de répondre aux questions suivantes:
mung vom 6. Dezember 1987 und mit Rücksicht auf die 1. De quelle nature sont les restrictions du trafic qui peuvent
übrigen Revisionsbestrebungen im Bereich der Sozialversi- être édictées, en vertu de l'article 33 de l'ordonnance préci-
cherungen hat eine neue Vorlage zur Mutterschaftsversiche- tée, par les cantons et les communes afin de lutter contre les
rung für den Bundesrat jedoch nicht die erste Priorität. immissions excessives?
Interpellation Leutenegger Oberholzer 462 18 mars 1988
2. Qui est habilité à édicter de telles mesures concernant: Totalfahrverbote können als «verkehrsbeschränkende
a. les routes nationales; b. les routes cantonales; c. les Massnahmen» im Sinne von Artikel 33 LRV aus Umwelt-
routes communales (différencier, dans les deux derniers schutzgründen gestützt auf Artikel 3 Absatz 3 SVG nur auf
cas, entre les routes qui servent au trafic de transit et celles Nichtdurchgangsstrassen angeordnet werden.
qui sont réservées au trafic local)? 2. Die Kompetenz zum Erlass verkehrsbeschränkender
3. Quelles sont les lois fédérales qui permettent d'édicter de Massnahmen im Sinne von Artikel 33 LRV hat:
pareilles restrictions du trafic? a. auf Nationalstrassen: das Eidgenössische Justiz- und
4. Les cantons peuvent-ils, en cas d'immissions excessives, Polizeidepartement (Art. 32 Abs. 3 SVG; Art. 110 Abs. 2
interdire complètement toute circulation dans une région SSV);
déterminée? b. auf Kantonsstrassen: der Kanton oder- kraft Delegation
Dans l'affirmative, comment faut-il procéder à la signalisa- nach kantonalem Recht (Art. 3 Abs. 2 SVG) - die Gemeinde
tion: de façon générale ou pour chaque rue séparément? (Art. 3 Abs. 4 und Art. 32 Abs. 3 SVG);
5. Le Conseil fédéral est-il prêt, le cas échéant, à donner des c. auf Gemeindestrassen: der Kanton oder - kraft Delega-
compétences accrues aux cantons et aux communes afin de tion nach kantonalem Recht (Art. 3 Abs. 2 SVG) - die
leur permettre de prendre des mesures limitant le trafic pour Gemeinde (Art. 3 Abs. 4 und Art. 32 Abs. 3 SVG).
lutter contre la pollution de l'air? Für die Anordnung funktioneller Verkehrsbeschränkungen
Serait-il nécessaire de modifier le cas échéant la législation spielt die Unterscheidung zwischen Durchgangs- und Nicht-
fédérale à cet effet? durchgangsstrassen bei b. und c. keine Rolle; solche Mass-
nahmen können von den Kantonen oder Gemeinden sowohl
Mitunterzeichner- Cosignataires: Keine - Aucun auf kantonalen als auch auf kommunalen Haupt- und
Nebenstrassen verfügt werden.
Schriftliche Begründung - Développement par écrit 3. Funktionelle Verkehrsbeschränkungen im Sinne von Arti-
Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht kel 33 LRV werden gestützt auf Artikel 3 Absatz 4 SVG ange-
eine schriftliche Antwort. ordnet (vgl. den Verweis in Art. 33 Abs. 2 LRV).
4. Die Kantone können zur Beseitigung übermässiger
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Immissionen dauernde oder zeitliche Totalfahrverbote
vom 29. Februar 1988 gestützt auf Artikels Absatz3 SVG nur auf Nichtdurch-
Rapport écrit du Conseil fédéral du 29 février 1988 gangsstrassen, d. h. auf Nebenstrassen, erlassen. Die vom
Einleitend ist festzustellen, dass das Strassenverkehrsrecht Fahrverbot betroffenen Strassen sind einzeln mit dem
zwei Strassenkategorien unterscheidet: einerseits die Signal 2.01 «Allgemeines Fahrverbot in beiden Richtungen»
Durchgangsstrassen und andererseits Nichtdurchgangs- (Art. 18 SSV) zu signalisieren. Um die Signalisation von
strassen. abgegrenzten Gebieten mit gleichartigen Strassen (z. B.
Von Verfassungs wegen (Art. 37bisAbs. 2 BV) fällt die Offen- Wohnquartiere) zu vereinfachen, wird der Bundesrat bei der
erklärung der Durchgangsstrassen in die Kompetenz des nächsten Aenderung der SSV die Zonensignalisation ein-
Bundes; sie nimmt den Kantonen die Möglichkeit, den führen.
Motorfahrzeugverkehr auf den vom Bundesrat bezeichneten 5. Wie einleitend ausgeführt, widerspiegelt Artikel 3
Durchgangsstrassen zu verbieten. Durchgangsstrassen sind Absatz 3 SVG das verfassungsmässige Verbot der Kantone,
die Autobahnen, die Autostrassen und die Hauptstrassen auf den vom Bund offen erklärten Durchgangsstrassen den
ausserorts und innerorts (Art. 110 Abs. 1 derSignalisations- Verkehr zu untersagen. Die Einräumung grösserer Kompe-
verordnung (SSV), SR 741.21; Verordnung vom 6.6.83 über tenzen an die Kantone in dem Sinne, dass die Kantone zur
die Durchgangsstrassen, SR 741.272). Unter die Nichtdurch- Einhaltung der Immissionsgrenzwerte der LRV Fahrverbote
gangsstrassen fallen sämtliche Nebenstrassen. auch auf den vom Bund für den Durchgangsverkehr offen
Aus dieser verfassungsrechtlichen Kompetenzabgrenzung erklärten Hauptstrassen anordnen könnten, würde der ver-
ergeben sich für die Anordnung von Verkehrsmassnahmen fassungsrechtlichen Kompetenzabgrenzung widersprechen
grundsätzlich folgende Zuständigkeiten: und kann daher nicht durch eine Aenderung des SVG er-
- Dauernde und zeitliche Totalfahrverbote können die Kan- folgen.
tone nur auf den Nichtdurchgangsstrassen erlassen (Art. 3 Von der Einhaltung der Immissionsgrenzwerte der LRV, die
Abs. 3 des StrassenVerkehrsgesetzes (SVG), SR 741.01). nur durch dauerhafte Sanierungsmassnahmen, aufgrund
-Andere, d. h. sogenannte funktionelle Verkehrsbeschrän- eines alle Emissionsquellen berücksichtigenden Massnah-
kungen (Art. 3 Abs. 4 SVG) können die Kantone auf allen meplans innerhalb der geltenden Frist (in der Regel innert 5
Strassen anordnen, soweit nicht die Bundeskompetenz Jahren, Art. 31 LRV), sicherzustellen ist, muss die Alarmsi-
gegeben ist; da für solche Massnahmen auf Autobahnen tuation unterschieden werden. In einer solchen Notsitua-
und Autostrassen, die Nationalstrassen sind, der Bund tion, wie z. B. beim Smog-Alarm, besteht bereits die rechtli-
zuständig ist (Art. 32 Abs. 3 SVG; Art. 110 Abs. 2 SSV), ver- che Grundlage in Artikel 3 Absatz 6 SVG, um z. B. vorüber-
bleiben die Haupt: und Nebenstrassen in der Regelungs- gehende Fahrverbote auch auf Innerortshauptstrassen
kompetenz der Kantone (vgl. Stellungnahme des Bundes- anzuordnen. Der Bundesrat hat in seinen im November 1987
rats vom 26.1.83 zur parlamentarischen Initiative betreffend verabschiedeten Empfehlungen für das Vorgehen bei Win-
Strassen Verkehrsgesetz (Wohnquartiere), BB11983 l 801). tersmog auf solche Fahrverbote in der Interventionsstufe
Die Kantone können ihre Kompetenzen den Gemeinden hingewiesen.
delegieren (Art. 3 Abs. 2 SVG).
Aufgrund dieser für das bessere Verständnis notwendigen Abstimmung - Vote
Vorbemerkungen lassen sich die Fragen der Interpellantin
wie folgt beantworten: Für den Antrag auf Diskussion offensichtliche Mehrheit
1. Unter die in Artikel 33 der Luftreinhalteverordnung (LRV, Dagegen Minderheit
SR 814.318.142.1) erwähnten verkehrsbeschränkenden
Massnahmen fallen die funktionellen Verkehrsbeschränkun- Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bun-
gen auf Durchgangsstrassen und Nichtdurchgangsstrassen desrates nicht befriedigt.
im Sinne von Artikel 3 Absatz 4 SVG, namentlich Teilfahrver-
bote für bestimmte Fahrzeugkategorien, Fahrverbote mit
dem Zusatz «Zubringerdienst gestattet», von den allgemei-
nen Tempolimiten abweichende Geschwindigkeitsbe-
schränkungen, Einbahnregelungen, Parkierregelungen,
Abbiegeverbote, Wohnstrassen usw. Bezüglich funktionelle
Verkehrsbeschränkungen sind Umweltschutz- und Stras-
senverkehrsrecht deckungsgleich. Dauernde oder zeitliche
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Leutenegger Oberholzer Luftreinhalte-Verordnung.
Verkehrsbeschränkende Massnahmen
Interpellation Leutenegger Oberholzer Ordonnance sur la protection de l'air. Mesures
applicables au trafic
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1988
Année
Anno
Band I
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 87.949
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 18.03.1988 - 08:00
Date
Data
Seite 461-462
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