Federal Council vs. Consanguineous Marriage Prevention in Assisted Reproduction
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Council is asked to implement legal regulations to prevent consanguineous marriages for children conceived through heterologous insemination or in vitro fertilization, similar to adopted children. The Federal Council, however, believes the risk of consanguineous marriage is vanishingly small and not urgent, proposing to examine this issue within the broader regulation of artificial reproduction and donor anonymity. Therefore, the Federal Council requests the motion be converted into a postulate.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 50 Absatz, Art. 337a OR, Art. 52 AVIG, Art. 52 Absatz, Art. 50 Abs. 4 BV; Federal Council vs. Consanguineous Marriage Prevention in Assisted Reproduction: The Federal Council, however, believes the risk of consanguineous marriage is vanishingly small and not urgent, proposing to examine this issue within the broader regulation of artificial reproduction and donor anonymity. Therefore, the Federal Council requests the motion be converted into a postulate.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThe motion calls for the abrogation of this article to grant churches full organizational freedom at the federal level.
Volltext
18. Dezember 1987 N 1857 Motion (Weber Leo)-Hess Peter
29. September 1986 und Morf vom 1. Oktober 1986 hat der Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Bundesrat das Ergebnis der Volksabstimmung vom 28. Sep- Die gegenwärtige Regelung für Adoptivkinder sieht vor,
tember 1986 über Kulturinitiative und Gegenvorschlag nicht dass diese nach erfolgter Adoption mit ihrem alten und
als Nein zur Kulturförderung des Bundes gewertet und seine neuen Namen an das Eidgenössische Amt für Zivilstandswe-
Absicht bekräftigt, das bisherige kulturpolitische Engage- sen gemeldet werden. Vor jeder Eheschliessung werden die
ment weiterzuführen. In diesem Zusammenhang sprach er Namen der Partner dem genannten Amt gemeldet, um so
die Hoffnung aus, dass das Parlament diese Politik voll allfälligen Verwandtenehen vorzubeugen. Dies geschieht
mittragen werde. In seiner Botschaft vom 25. Februar 1987 aber bis heute nicht bei durch heterologe Insémination oder
über die Finanzhilfen an die Stiftung Pro Helvetia in den In-vitro-Fertilisation gezeugten Kindern. Da nun aber
Jahren 1988 bis 1991 hielt der Bundesrat jedoch fest, es bekannt ist, dass rund jedes hundertste Kind, das geboren
bleibe im Sinne einer klaren Kompetenzregelung und einer wird, aus einer heterologen Insémination stammt, ist ver-
Stärkung des Subsidiaritätsprinzips nach wie vor wün- mutlich die Gefahr einer Verwandtenehe grösser als bei
schenswert, längerfristig eine explizite verfassungsmässige Adoptivkindern.
Abstützung aller kulturpolitischen Aktivitäten des Bundes
anzustreben. Nach der guten Aufnahme dieser Vorlage in Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
den eidgenössischen Räten und der in den Debatten zum vom 30. November 1987
Ausdruck gekommenen grundsätzlich positiven Haltung in Rapport écrit du Conseil fédéral du 30 novembre 1987
der Frage einer aktiven Kulturförderung erachtet der Bun- Das Konsanguinitätsrisiko ist selbst im Falle der Zunahme
desrat die Wiederaufnahme der Bemühungen um einen heterologer Inseminationen oder In-vitro-Fertilisationen und
Kulturartikel als sinnvoll. Der Vorsteher des eidgenössi- selbst bezogen auf eine relativ beschränkte Bevölkerungs-
schen Departements des Innern hat deshalb im Nationalrat gruppe verschwindend klein. Berechnungsmethoden, die
am 28. September 1987 angekündigt, dass der Bundesrat in an der Universität Lausanne entwickelt wurden, zeigen, dass
der zweiten Hälfte der Legislaturperiode 1988-91 den Räten für die Bevölkerung der Romandie bei der derzeitigen prak-
einen eigenen Entwurf zu einem Kulturartikel vorlegen tischen Verbreitung der künstlichen Insémination mit
werde. Bei der Ausarbeitung des neuen Verfassungsartikels Samen eines Spenders (etwa 350 Kinder pro Jahr in der
sollen die Kommentare und Analysen der Abstimmung über ganzen Schweiz) die Wahrscheinlichkeit einer konsangui-
die Kulturinitiative und den Gegenvorschlag nochmals ein- nen Ehe in der nächsten Generation nur 1/400 000 beträgt,
gehend geprüft werden. Mit Blick auf dieses Vorgehen selbst wenn je 6 Kinder vom gleichen Spender abstammen.
erscheint dem Bundesrat eine Umwandlung der Motion in Eine besondere Regelung ist somit nicht dringlich. Im Rah-
ein Postulat als angebracht. men der Gesamtregelung der künstlichen Fortpflanzung
wird zu prüfen sein, ob eine Beschränkung der Anzahl
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Schwangerschaften mit den Samen desselben Spenders
Déclaration écrite du Conseil fédéral vorgesehen werden muss und welche Kontrollmechanismen
Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- nötig sind. Die Frage muss aber im Zusammenhang mit der
wandeln. Regelung der Fortpflanzungsmedizin im allgemeinen und
mit der Frage der Anonymität des Samenspenders im beson-
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat deren behandelt werden.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
Déclaration écrite du Conseil fédéral
Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu-
wandeln.
#ST# 87.387 Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
Motion Zwygart
Heterologe Kinder. #ST# 87.910
Verhinderung von Verwandtenehen
Motion (Weber Leo)-Hess Peter
Enfants hétérologues.
Interdiction des mariages consanguins Errichtung von Bistümern
Création de nouveaux évêchés
Wortlaut der Motion vom 20. März 1987
Der Bundesrat wird aufgefordert, die notwendigen gesetzli- Wortlaut der Motion vom 9. Oktober 1987
chen Regelungen zur Verhinderung von Verwandtenehen Der Bundesrat wird eingeladen, der Bundesversammlung
für die durch heterologe Insémination oder In-vitro-Fertilisa- spätestens mit der Totalrevisionsvorlage der Bundesverfas-
tion gezeugten Kinder, wie sie für Adoptivkinder Gültigkeit sung den Vorschlag zu unterbreiten, wonach den Kirchen
haben, unverzüglich in die Wege zu leiten, ohne dabei auf auf Bundesebene die volle Organisationsfreiheit eingeräumt
die Gesamtregelung der künstlichen Befruchtung zu und demzufolge Artikel 50 Absatz 4 der Bundesverfassung
warten. aufgehoben wird.
Texte de la motion du 20 mars 1987 Texte de la motion du 9 octobre 1987
Le Conseil fédéral est prié de prendre sans retard les Le Conseil fédéral est chargé de soumettre à l'Assemblée
mesures nécessaires du point de vue légal pour empêcher fédérale - au plus tard en même temps que le projet de
les mariages consanguins entre enfants conçus par insémi- révision totale de la constitution - la proposition d'abroger
nation hétérologueou par fécondation in vitro, comme c'est l'article 50, 4e alinéa, de ladite constitution, de manière à
le cas pour les enfants adoptifs, sans attendre que la législa- ménager aux Eglises, sur le plan fédéral, une liberté totale
tion concernant la fécondation artificielle entre en vigueur. de s'organiser.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Dünki, Fierz, Grendel- Mitunterzeichner-Cosignataires: Darbellay, Fehr, Fischer-
meier, Günter, Müller-Bachs, Müller-Wiliberg, Oester, Stef- Sursee, Hess, Mühlemann, Nebiker, Nussbaumer, Seiler,
fen, Wick, Zwingli (10) Weber-Schwyz, Widmer (10)
40-N
Motion Leuenberger-Solothurn 1858 N 18 décembre 1987
Schriftliche Begründung - Développement par écrit #ST# 87.566
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
eine schriftliche Antwort. Motion Leuenberger-Solothurn
Aenderung von Artikel 52
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
Arbeitslosenversicherungsgesetz
vom 4. November 1987
Déclaration écrite du Conseil fédéral du 4 novembre 1987 Motion Leuenberger-Soleure
Der Bundesrat ist bereit, die Motion entgegenzunehmen. Loi sur l'assurance-chômage.
Révision de l'article 52
Präsident: Herr National rat Ruf bekämpft die Motion (Weber
Leo)-Hess Peter. Die Behandlung dieser Motion wird ver-
schoben.
Wortlaut der Motion vom 29. September 1987
Verschoben - Renvoyé Artikel 52 des Arbeitslosenversicherungsgesetzes ist dahin-
gehend zu ändern, dass die Insolvenzentschädigung Lohn-
forderungen für die drei letzten Monate vor Konkurseröff-
nung oder, bei vorgängiger Beendigung des Arbeitsverhält-
#ST# 87.555 nisses, Lohnforderungen für die letzten drei Monate des
Arbeitsverhältnisses deckt.
Motion Weder-Basel
Förderung des biologischen Landbaues Texte de la motion du 29 septembre 1987
Le Conseil fédéral est chargé de préparer une révision de
Motion Weder-Bâle l'article 52 de la loi sur l'assurance-chômage de sorte que
Agriculture biologique l'indemnité en cas d'insolvabilité puisse couvrir les créances
de salaire portant sur les trois derniers mois qui précèdent
l'ouverture de la faillite ou, si le contrat de travail a été résilié
avant l'ouverture de la faillite, les créances de salaire portant
sur les trois derniers mois de travail sous contrat.
Wortlaut der Motion vom 23. September 1987
Der Bundesrat wird aufgefordert: dem biologischen Land- Mitunterzeichner- Cosignataires: Keine - Aucun
bau durch Aenderung der Subventionspolitik und durch
Beseitigung gesetzlicher Hindernisse und überholter Ver- Schriftliche Begründung - Développement par écrit
ordnungen grössere Marktchancen einzuräumen. Beendet ein Arbeitnehmer wegen Insolvenz des Arbeitge-
bers sein Arbeitsverhältnis gestützt auf Artikel 337a OR,
Texte de la motion du 23 septembre 1987 vergeht alsdann einige Zeit bis zur Konkurseröffnung und
Le Conseil fédéral est chargé de modifier la politique de blockiert der Arbeitgeber die Lohnforderungen des Arbeit-
subventionnement et d'éliminer les obstacles légaux et nehmers durch Rechtsvorschlag oder gerichtliche Verfah-
ordonnances dépassées afin d'améliorer les chances de ren, wird der Arbeitnehmer und Versicherte um die gesetzli-
l'agriculture biologique sur le marché. che Insolvenzentschädigung gebracht, da Artikel 52 AVIG
nur Lohnforderungen für die letzten drei Moante vor Kon-
Mitunterzeichner - Cosignataires: Dünki, Grendelmeier, kurseröffnung deckt. Es sollte in Artikel 52 AVIG eine quo-
Günter, Jaeger, Maeder-Appenzell, Müller-Bachs, Weber tenmässige Begrenzung, nicht eine zeitliche Begrenzung
Monika, Zwygart (8) des Umfanges der Insolvenzentschädigung eingeführt
werden.
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
In seiner Antwort auf meine Einfache Anfrage 86.763 vom
vom 25. November 1987
19. Dezember 1986 führt der Bundesrat aus, dass er bereit
Rapport écrit du Conseil fédéral du 25 novembre 1987
wäre, den «Anliegen des biologischen Landbaues im Rah-
Nach Artikel 52 Absatz 1 des Arbeitslosenversicherungsge-
men des Möglichen Rechnung zu tragen. Insbesondere bei
setzes deckt die Insolvenzentschädigung nur die drei letzten
der Subventionspolitik».
Monatslöhne vor der Konkurseröffnung bzw. dem Pfän-
Ferner erklärt er sich bereit, entsprechende Aenderungen
dungsbegehren.
der Verordnungen zu prüfen.
Verzögert sich die Konkurseröffnung - meist aus Gründen,
Damit der Bundesrat vom Parlament einen Auftrag erhält,
die sich dem Einfluss des Versicherten entziehen (z. B.
reiche ich diese Motion ein.
unbegründeter Rechtsvorschlag) -, so kann dies dazu füh-
ren, dass die ausstehenden Lohnforderungen wegen
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Ablaufs der Frist nicht mehr entschädigt werden können.
vom 25. November 1987
Der Bundesrat teilt die Auffassung des Motionärs, dass hier
Rapport écrit du Conseil fédéral du 25 novembre 1987
eine befriedigendere Regelung getroffen werden muss. Die
Die Motion deckt sich im wesentlichen mit der Einfachen in der Motion verlangte Lösung ist jedoch nicht die einzig
Anfrage des Motionärs vom 19. Dezember 1986, welche der
denkbare. In den Expertenberatungen zu einer AVIG-Revi-
Bundesrat am 15. Juni 1987 beantwortet hat. Die zugesi-
sion wurde mit gleicher Zielsetzung eine Lösung über die
cherte Prüfung der Anliegen ist im Gange.
Einführung eines Fristenstillstandes während Betreibungs-
Aus rechtlichen Gründen kann der Bundesrat nicht mittels
und Gerichtsverfahren erwogen. Diese Frage sollte daher im
einer Motion zu bestimmten Verordnungsänderungen ver-
Rahmen der AVIG-Revision in der Stossrichtung von Motion
pflichtet werden. und Expertenkommission weiter verfolgt werden, wobei
allerdings eine endgültige Festlegung auf die eine oder
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
andere Lösung im gegenwärtigen Zeitpunkt vermieden wer-
Déclaration écrite du Conseil fédéral den sollte.
Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu-
wandeln. Schriftliche Erklärung des Bundesrates
Déclaration écrite du Conseil fédéral
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu-
wandeln.
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion (Weber Leo)-Hess Peter Errichtung von Bistümern
Motion (Weber Leo)-Hess Peter Création de nouveaux évêchés
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1987
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Wintersession
Session Session d'hiver
Sessione Sessione invernale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 13
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 87.910
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 18.12.1987 - 08:00
Date
Data
Seite 1857-1858
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Pagina
Ref. No 20 015 997
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