Court Rejects Tax Proposal to Reduce Commuting
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court decided to reject a proposal to reduce individual commuter traffic through tax measures. The proposal included eliminating the deduction for commuting costs, with exceptions for disabled individuals and those living under 10 kilometers from work, aiming for a revenue-neutral balance. The court reasoned that the federal tax law already allows for the deduction of commuting costs and that the legislative bodies had already decided to retain this provision in a recent revision. Therefore, the proposal was considered settled by the existing law and parliamentary decisions.
Legislator-Regeste
KI-generiertCourt Rejects Tax Proposal to Reduce Commuting: The proposal included eliminating the deduction for commuting costs, with exceptions for disabled individuals and those living under 10 kilometers from work, aiming for a revenue-neutral balance. The court reasoned that the federal tax law already allows for the deduction of commuting costs and that the legislative bodies had already decided to retain this provision in a recent revision. Therefore, the proposal was considered settled by the existing law and parliamentary decisions.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
Postulat Müller-Argovie 82 2 mars 1988
gleichzeitiger Geltung dieser drei Rabattlösungen für die ment eine rechtzeitige Inkraftsetzung des erforderlichen
direkte Bundessteuer die Transparenz des Tarifes noch Bundesbeschlusses kaum mehr möglich.
gewährleistet wäre, darf füglich bezweifelt werden.
Die degressive Ausgestaltung des vorgeschlagenen Rabat- Schriftliche Erklärung des Bundesrates
, tes hätte auch zur Folge, dass der heute schon, vor allem bei Déclaration écrite du Conseil fédéral
den mittleren Einkommen, ausserordentlich steile Progres- Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen.
sionsverlauf noch verstärkt würde.
Zu erwähnen ist weiter, dass die vorgeschlagene Anwen- Reichling, Berichterstatter: Ich beantrage Ihnen, alle diese
dung der Ermässigung auf die direkte Bundessteuer der Motionen, welche mit gleichem Wortlaut auch im National-
bereits begonnenen Veranlagungsperiode 1987/88 zu einer rat eingereicht wurden, gemeinsam zu behandeln.
rechtsungleichen Behandlung der an der Quelle besteuer- Die Kommission beantragt Ihnen, auf alle vier Motionen
ten Steuerpflichtigen (vor allem ausländische Gastarbeiter) nicht einzutreten, weil die Forderungen, die darin enthalten
führen würde. Für diese bestehen kantonale Tarife, welche sind, durch die jetzt beratene Gesetzesrevision und schon
die direkte Bundessteuer mitenthalten. Die Berücksichti- vorher durch die Uebergangsbeschlüsse für die direkte Bun-
gung einer erst im Lauf der Veranlagungsperiode 1987/1988 dessteuer voll erfüllt sind.
beschlossenen Ermässigung der direkten Bundessteuer
wäre der Natur der Sache nach nicht mehr möglich, so dass ' M. Salvioni, rapporteur: La commission vous propose de
die Quellenbesteuerten gegenüber den übrigen Steuer- classer toutes les motions qui se réfèrent à des dispositions
pflichtigen benachteiligt wären. désormais incluses dans la loi et qui ont été acceptées par
Ferner ist darauf hinzuweisen, dass mit den vorgeschlage- ce conseil.
nen Rabattlösungen Ausfälle im erheblichen Betrag von
rund 250 Millionen Franken verbunden wären, die Besteue- Präsident: Sie haben dem Antrag der Kommission zuge-
rung der Ehegatten, vor allem im Verhältnis zu den Konkubi- stimmt. Die Motionen sind erledigt.
natspaaren, gegenüber dem geltenden Recht dadurch aber
nicht wesentlich verbessert würde. Die erwähnten Ausfälle Abgeschrieben - Classé
würden jedoch den Spielraum für eine Verbesserung der
Ehegattenbesteuerung, wie sie der vom Ständerat bereits
verabschiedete und nunmehr vor der Kommission des #ST# 87.903
Nationalrates befindliche Gesetzesentwurf über die direkte
Bundessteuer enthält, erheblich schmälern. Das nahelie- Postulat Müller-Aargau
gendste und zweckmässigste Vorgehen besteht vielmehr Reduktion des individuellen Pendlerverkehrs.
darin, das Gesetz über die direkte Bundessteuer unter Kon- Steuerliche Massnahmen
zentration aller Kräfte im Parlament möglichst beförderlich
zu behandeln und zu verabschieden. Postulat Müller-Argovie
Für die nächste Veranlagungs- und Steuerperiode (1989/90) Réduction du trafic automobile pendulaire.
verliert das mit der Motion verfolgte Anliegen ohnehin an Incitations fiscales
Bedeutung. Denn die Gesetzesvorlage über die direkte Bun-
dessteuer wurde vom Ständerat in der Frühjahrssession
1986 verabschiedet. Deshalb darf bei zügiger weiterer
Behandlung der Vorlage damit gerechnet werden, dass das
Gesetz über die direkte Bundessteuer bereits auf die Veran- Wortlaut des Postulates vom 9. Oktober 1987
lagungsperiode 1989/90 hin in Kraft gesetzt werden kann. Ein beträchtlicher Teil des motorisierten Verkehrs entsteht
Dem steht eine allfällig länger dauernde Beratung der Geset- als Auto-Pendlerverkehr. Der Bundesrat wird eingeladen zu
zesvorlage über die Steuerharmonisierung nicht entgegen, prüfen, ob dieser Auto-Pendlerverkehr nicht durch steuerli-
hat doch schon der Ständerat diesen Entwurf von der Vor- che Massnahmen eingeschränkt werden könnte. Es ist ins-
lage über die direkte Bundessteuer abgekoppelt, so dass die besondere das folgende Massnahmenpaket zu prüfen:
beiden Gesetze zeitlich unabhängig voneinander in Kraft I.Verzicht auf die Möglichkeit, die Kosten für berufsbe-
treten können. Bei einem raschen Inkrafttreten des Bundes- dingte Autofahrten vom steuerbaren Einkommen abziehen
gesetzes über die direkte Bundessteuer lässt sich erreichen, zu können.
dass nicht nur das Anliegen der Entlastung der Verheirate- 2. Ausnahmen von Punkt 1 für körperlich behinderte Perso-
ten, sondern auch andere wichtige Anliegen wie etwa die nen, die zwingend auf das Auto angewiesen sind.
einjährige Gegenwartsbemessung, die Neuregelung der Ali- 3. Für Personen, die weniger als 10 Kilometer von ihrem
menten besteuerung und der verfahrensrechtlichen Stellung Arbeitsplatz entfernt wohnen, ist eine Abzugsmöglichkeit
der Ehegatten oder die Modernisierung des Unternehmens- vorzusehen.
steuerrechts innert nützlicher Frist verwirklicht werden 4. Der neue Abzug nach Punkt 3 ist so auszugestalten, dass
können. sich die Steuerausfälle nach Punkt 3 und die Mehreingänge
Schliesslich wäre die Einführung der vorgeschlagenen nach Punkt 1 gegenseitig ausgleichen.
neuen Rabatte rückwirkend auf den 1. Januar 1987 für die
Kantone, denen der Vollzug der direkten Bundessteuer Texte du postulat du 9 octobre 1987
obliegt, praktisch nur möglich, wenn der definitive Bundes- Le trafic automobile pendulaire constitue une bonne part du
beschluss bis Mitte 1987 vorliegen würde. Soll nämlich der trafic motorisé. Le Conseil fédéral est prié d'examiner si ce
rechtzeitige Versand der Steuerrechnungen zu Beginn des trafic pendulaire ne pourrait pas être réduit au moyen de
Jahres 1988 nicht beeinträchtigt werden, so müssten die mesures d'ordre fiscal, et notamment les suivantes:
Kantone genügend Zeit haben, um ihre EDV-Programme 1. supprimer la possibilité qui existe actuellement de pou-
anzupassen und zu erproben. Abgesehen davon dürfte der voir déduire du revenu imposable le coût des déplacements
vorgeschlagene Rabatt für Verheiratete mit Kindern noch effectués en voiture pour se rendre à son lieu de travail;
zusätzliche Probleme bereiten, weil die dafür erforderlichen 2. ne pas appliquer la mesure proposée au point 1 aux
Angaben in verschiedenen Kantonen bisher nicht benötigt personnes handicapées pour lesquelles la voiture constitue
wurden und deshalb nicht oder nicht in geeigneter Form le seul moyen de déplacement possible;
erhoben werden. Auch sind die Veranlagungsprotokolle der 3. instaurer une possibilité de défalcation pour les per-
Periode 1987/88 teilweise bereits gedruckt und an die sonnes habitant à moins de 10 km de leur lieu de travail;
Gemeinden versandt, so dass Aenderungen selbst schon im 4. déterminer l'ampleur de la défalcation proposée au
jetzigen Zeitpunkt mit grossen Kosten und Umtrieben ver- point 3 de telle sorte qu'il y ait équilibre entre la perte de
bunden wären. Damit ist auch bei beförderlichster Behand- recettes fiscales due à cette défalcation et le surcroît de
lung des Anliegens der Motion durch Bundesrat und Parla- recettes engendré par la mesure prévue au point 1.
2. März 1988 N 83 Motion (Wick)-Schmidhalter
Mitunterzeichner - Cosignataires: Dünki, Grendelmeier, aber Revisionen im Steuerbereich oder bei der Harmonisie-
Günter, Jaeger, Maeder-Appenzell, Oester, Weber Monika, rungsvorlage so sicher und periodisch wieder erscheinen
Weder-Basel, Widmer, Zwygart (10) wie der nächste Frühling, bleibt das Anliegen für mich oder
für uns eine Pendenz, auch wenn ich im Augenblick diese
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Abschreibung akzeptieren muss.
vom 29. Februar 1988
Rapport écrit du Conseil fédéral du 29 février 1988 Abgeschrieben - Classé
Der geltende Beschluss über die direkte Bundessteuer
(BdBSt) sieht vor, dass bei der Ermittlung des steuerbaren
Einkommens die notwendigen Kosten der Fahrt zwischen
Wohn- und Arbeitsort abgezogen werden können. Eine ana- #ST# 86.184
loge Vorschrift enthält auch die gegenwärtig in parlamenta-
rischer Beratung stehende Gesetzesvorlage über die direkte Motion des Ständerates (Schmid)
Bundessteuer (DBG), welche der Bundesrat dem Parlament Abschaffung der Wust
mit der Botschaft vom 25. Mai 1983 zur Steuerharmonisie- auf energiesparenden Investitionen
rung unterbreitet hatte. Der Ständerat, welcher das DBG in
der Frühjahrssession 1986 zu Ende beriet und verabschie- Motion du Conseil des Etats (Schmid)
dete, stimmte dieser Bestimmung ohne Aenderungen zu. Economies d'énergie. Suppression de l'ICHA
In der vorberatenden Kommission des National rates wurden sur les investissements
Anträge im Sinne des Postulates teilweise angenommen.
Die Kommission zeigte Interesse für die Idee, das Abzugswe-
sen im Bereiche der Besteuerung der natürlichen Personen
zu vereinfachen, und veranlasste in der Folge die Abklärung
möglicher Vereinfachungen. Gestützt auf die vorgelegten Wortlaut der Motion vom 11. März 1986
Varianten entschied sich die Kommission daraufhin, für die Paradoxerweise sind zurzeit energiesparende Investitionen
Berufskosten (= Gewinnungskosten) einen Pauschalabzug (z. B. Isolierungen, Solaranlagen usw.) mit der Wust bela-
im DBG vorzusehen. Das Plenum des Nationalrates hat dies stet, während Gas, Elektrizität und Brennstoffe von der Wust
jedoch abgelehnt. Obwohl auch der Bundesrat im Hinblick befreit sind. Dies beeinträchtigt die Förderung von energie-
auf umweit- und verkehrspolitische Ueberlegungen dem sparenden Investitionen in der Schweiz.
Pauschalabzug (gegenüber der in der Botschaft vorgeschla- Der Bundesrat wird ersucht, bei der gesetzlichen Regelung
genen Lösung) den Vorzug gab und sich für diese Variante der Wust Investitionen, die nachweislich der Einsparung von
aussprach, folgte der Nationalrat der vom Ständerat gutge- Energie dienen, von der Wust zu befreien.
heissenen Lösung gemäss bundesrätlicher Botschaft.
Ständerat und Nationalrat haben sich damit übereinstim- Texte de la motion du 11 mars 1986
mend für die Beibehaltung der Möglichkeit ausgesprochen, Paradoxalement, les investissements permettant de faire
die Kosten für Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsstätte des économies d'énergie (p. ex. travaux d'isolation, installa-
weiterhin vom steuerbaren Einkommen abziehen zu kön- tions utilisant l'énergie solaire, etc.) sont actuellement
nen. Somit wurde gleichzeitig auch über das mit dem Postu- grevés de l'ICHA, alors que le gaz, l'électricité et les combus-
lat verfolgte Anliegen in ablehnendem Sinn entschieden. tibles ne le sont pas. Cela est contraire à l'encouragement
Folglich ist demselben keine Folge zu leisten. d'investissements visant à économiser l'énergie en Suisse.
Le Conseil fédéral est chargé d'élaborer une modification
Schriftliche Erklärung des Bundesrates des dispositions relatives à l'ICHA de façon à ce que soient
Déclaration écrite du Conseil fédéral exonérés de cet impôt les investissements dont on peut
Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzuschreiben. prouver qu'ils servent à économiser l'énergie.
Müller-Aargau: Es geht nicht um die Begründung des Postu- Antrag Schmidhalter
lates, denn es ist im schriftlichen Verfahren heute erledigt Ueberweisung aïs Motion
worden; aber der Bundesrat beantragt, das Postulat abzu-
schreiben. Dazu habe ich noch einige Bemerkungen zu Proposition Schmidhalter
machen. Adopter la motion comme telle
Immer wieder wird behauptet, mit steuerlichen Massnah-
men solle und dürfe keine Strukturveränderungspolitik
betrieben werden. In Tat und Wahrheit wissen wir alle, dass
sich, wenn neue Normen in einem Steuergesetz geschaffen #ST# 86.153
und eingeführt werden, einiges im Verhalten der Bürger
(sprich Steuersubjekt) verändert. Dies wirkt sich vor allem Motion (Wick)-Schmidhalter
auch indirekt auf verschiedensten Gebieten aus.
Nachdem im Dezember bei der Behandlung dieses Steuer- Abschaffung der Wust
gesetzes nach längerer Diskussion beschlossen worden ist, auf energiesparenden Investitionen
den speziellen Abzug für die Fahrt zwischen Wohn- und Economies d'énergie. Suppression
Arbeitsort beizubehalten, bleibt auch kaum mehr Raum in de l'ICHA sur les investissements
der Verordnung, zusätzliche Modifikationen in der von mir
vorgeschlagenen Weise einzubauen. Wäre dies möglich
gewesen, hätte ich mein Postulat aufrechterhalten. Die Idee,
jene steuerlich zu begünstigen, die nahe bei ihrem Arbeits-
ort wohnen und daher die Infrastruktur wenig belasten,
bleibt aber ein Anliegen und hielte wahrscheinlich einige Wortlaut der Motion vom 15. Dezember 1986
davon ab, eine Stelle anzunehmen und dabei täglich 100 km Paradoxerweise sind zurzeit energiesparende Investitionen
Wegstrecke - wie Sie sagen - auf sich zu nehmen, uns aber (z. B. Isolierungen, Solaranlagen usw.) mit der Wust bela-
vor allem über die Infrastruktur und die Folgekosten zu stet, während Gas, Elektrizität und Brennstoffe von der Wust
belasten. befreit sind. Dies beeinträchtigt die Förderung von energie-
Ich begreife, dass der Bundesrat nach dieser Steuergeset- sparenden Investitionen in der Schweiz.
zesrevision keine Pendenzen für die nächste Revision in der Der Bundesrat wird ersucht, bei der gesetzlichen Regelung
Schublade behalten möchte. Als der Form und den Regeln der Wust Investitionen, die nachweislich der Einsparung von
zugewandter Mensch möchte ich hier nicht trotzig sein. Da Energie dienen, von der Wust zu befreien.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Müller-Aargau Reduktion des individuellen Pendlerverkehrs. Steuerliche
Massnahmen
Postulat Müller-Argovie Réduction du trafic automobile pendulaire. Incitations fiscales
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1988
Année
Anno
Band I
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 03
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 87.903
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 02.03.1988 - 08:00
Date
Data
Seite 82-83
Page
Pagina
Ref. No 20 016 145
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung.
Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.
Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.