Swiss National Council Debates Combined Transport Amidst Infrastructure Challenges
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss National Council debated an urgent interpelltion concerning the promotion of combined transport (Huckepackverkehr) to alleviate heavy truck traffic, especially after the recent floods in Uri disrupted the Gotthard route. The Council acknowledged the limitations of rail capacity and infrastructure for immediate, large-scale diversion of truck traffic, particularly for short-distance combined transport. While supporting the long-term goal of shifting freight to rail and promoting international combined transport, the government emphasized that capacity constraints and the need for harmonization with international regulations prevent drastic, short-term measures like imposing rail usage or drastically altering tonnage limits. The discussion highlighted the ongoing challenges of balancing national transport needs with international traffic, environmental concerns, and the economic viability of different transport modes.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 25 al. 4; Swiss National Council Debates Combined Transport Amidst Infrastructure Challenges: The Council acknowledged the limitations of rail capacity and infrastructure for immediate, large-scale diversion of truck traffic, particularly for short-distance combined transport. While supporting the long-term goal of shifting freight to rail and promoting international combined transport, the government emphasized that capacity constraints and the need for harmonization with international regulations prevent drastic, short-term measures like imposing rail usage or drastically altering tonnage limits. The discussion highlighted the ongoing challenges of balancing national transport needs with international traffic, environmental concerns, and the economic viability of different transport modes.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThis provision concerns concessions and their approval by the Federal Assembly, which was directly applied in the decision.
Volltext
9. Oktober 1987 N 1423 Dringliche Interpellation Giudici
Kriterium, das wir anwenden können. Es wäre auch etwas Al. 4
schwierig zu definieren, was «widerlich» ist. Wenn Sie uns Les concessions qui ne prescrivent pas le codage des pro-
einen solchen Auftrag erteilen wollten, dass man alles, was grammes ou ne limitent pas le contenu de ceux-ci et qui
«widerlich» ist, ausschliessen müsste, müssten wir auch die visent surtout à desservir la Suisse ou certaines régions
Befugnis haben, einen Experten beizuziehen. Dann müsste linguistiques sont soumises à l'approbation de l'Assemblée
man sich überlegen, hier einzufügen: «Damit ist vom Bun- fédérale. Cette dernière peut exiger des modifications.
desrat - zum Beispiel Nationalrat Moritz Leuenberger - zu
beauftragen.» Ich wäre mit meinen Mitarbeitern jedenfalls Angenommen - Adopté
überfordert. Sie haben einige Beispiele unter Hinweis auf
einen bekannten schweizerischen Künstler, Walter Roderer, Art. 26 bis 40
zitiert. Der Begriff der Widerlichkeit kommt meines Erach- Antrag der Kommission
tens nicht in Frage. Das Uebrige haben wir mit Artikel 4 und Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
mit den Bestimmungen hier bereits eingefangen.
Zum Antrag Neukomm: Es ist so, dass wir nicht in allen Art. 26 à 40
Bereichen Verbote in bezug auf Werbung haben, aber wir Proposition de la commission
haben Beschränkungen. Wir verpflichten den Bundesrat, Adhérer à la décision du Conseil des Etats
darauf Rücksicht zu nehmen bei den Bestimmungen, die er
zu erlassen hat. Wir sagen das im Absatz 1 ; und im Absatz 3 Angenommen - Adopté
ermächtigen wir den Bundesrat zu weiteren zusätzlichen
Werbebeschränkungen. Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Wir können - die Referenten haben das zu Recht gesagt -
hier keine Alleingänge machen. In unserer insularen Posi- Für Annahme des Beschlussentwurfes 100 Stimmen
tion werden wir von aussen her auch mit Werbesendungen, Dagegen 20 Stimmen
Werbebotschaften - das ist heute schon so - über Satelliten-
rundfunk direkt eingedeckt. Es bringt - bezogen auf das An den Ständerat - Au Conseil des Etats
Schutzobjekt-wenig, wenn wir sehr rigorose Beschränkun-
gen haben, die weit über das hinausgehen, was im benach-
barten Ausland, in der Nachbarschaft, der Fall ist. Im Euro-
parat, der sich mit diesen Fragen der Harmonisierung 87.553
#ST#
beschäftigt, vertritt die Schweiz eine harte Linie. Auch das,
was Herr Neukomm beantragt - ein direktes Verbot von Dringliche Interpellation Giudici
Werbesendungen für Alkohol-, Tabak- und Heilmittel -, ver-
treten wir im Europarat. Aber Herr Neukomm, die Schweiz
Förderung des Huckepackverkehrs
steht damit fast allein da. Ich glaube kaum, dass wir ein so zur Entlastung des Strassenschwerverkehrs
rigoroses Verbot durchsetzen können. Man kann Begren- Interpellanza urgente Giudici
zungen, aber kaum generelle Verbote erreichen. Servizio Huckepack per sgravare
Es wäre nicht einzusehen und nicht zweckmässig, wenn wir il traffico pesante attraverso
in einem gesetzlichen Erlass Alleingänge verankern würden. il San Gottardo e San Bernardino
Geben Sie dem Bundesrat den Auftrag, das zu tun, was
sinnvoll und möglich ist. Dann bleibt auch die nötige Interpellation urgente Giudici
Beweglichkeit für die Anpassung an europäische Entwick- Trafic des poids lourds et ferroutage
lungen gewährleistet!
Ich bitte Sie, diese beiden Anträge abzulehnen.
Le président: Nous passons à la décision, mais auparavant
je dois préciser que si les propositions Gurtner et Neukomm Wortlaut der Interpellation vom 22. September 1987
étaient acceptées elles deviendraient lettres d et e de l'ar- Die schwerwiegenden Auswirkungen der Ueberschwem-
ticle. mungen der letzten Zeit, vor allem im Kanton Uri, haben
kurz- und mittelfristig zur Folge, dass der Strassenschwer-
Abstimmung - Vote verkehr blockiert bleibt und über den San Bernardino umge-
leitet werden muss.
Für den Antrag Gurtner 42 Stimmen Dies wird für die unbestimmte Zeit so bleiben. Die ausseror-
Dagegen 75 Stimmen dentliche Situation verlangt auch ausserordentliche Mass-
nah men. Die Einrichtung des Huckepackverkehrs durch den
Abstimmung - Vote Gotthard stellt eine wirksame Lösung dar, die sich technisch
in relativ kurzer Zeit verwirklichen lässt.
Für den Antrag Neukomm 47 Stimmen Die ausserordentliche Situation berechtigt ausserdem dazu,
Dagegen 70 Stimmen mindestens vorübergehend «politische» Preise zu verlangen
und angemessene polizeiliche Massnahmen zu treffen,
damit der Schwerverkehr von der Strasse auf die Schiene
Art. 25 umgeleitet werden kann.
Antrag der Kommission Teilt der Bundesrat die Ansicht, dass er und die SBB zur
Abs. 1 bis 3 Entlastung des Strassenschwerverkehrs durch die Alpen
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Sofortmassnahmen ergreifen sollten?
Abs. 4
Konzessionen, die keine Verschlüsselung der Programme Testo dell'interpellanza del 22 settembre 1987
vorschreiben oder den Inhalt der Programme nicht be- Le gravissime conseguenze delle inondazioni recenti, spe-
schränken und vornehmlich die Versorgung der Schweiz cie nel Cantone di Uri, comportano a breve e media sca-
oder einzelner Sprachregionen bezwecken, unterliegen der denza, il blocco del traffico pesante stradale e il suo dirotta-
Genehmigung durch die Bundesversammlung. Diese kann mento attraverso il San Bernardino.
Aenderungen verlangen. Questa situazione permarrà per una durata imprevedibile.
La situazione eccezionale impone misure eccezionali. L'isti-
Art. 25 tuzione di un servizio Huckepack attraverso il San Gottardo
AI. 1 à 3 appare una soluzione efficace e realizzabile tecnicamente in
Adhérer à la décision du Conseil des Etats tempi relativamente brevi.
Interpellation urgente Giudici 1424 N 9 octobre 1987
La situazione eccezionale permette altresì di applicare, 2. Materiale rotabile
almeno transitoriamente, prezzi politici e misure di polizia Con i vagoni a pianale ribassalo disponibili verranno formati
adeguate idonei a trasferire il traffico pesante dalla strada nei prossimi giorni, a completamento degli attuali dieci
alla ferrovia. treni, allri quattro treni «strada mobile» (traffico accompa-
Condivide il Consiglio federale la necessità di adottare, da gnalo) Basilea-Ticino. Si arriverà, con ciò, al complelo sfrul-
parte Sua e delle FFS, misure urgenti per ottenere lo sgravio tamento del parco attuale. I vagoni già ordinati, e che
del traffico pesante stradale attraverso le alpi? saranno consegnali nella primavera 1988, serviranno ad
ampliare l'offerta «slrada mobile» in Iransito attraverso la
Texte de l'interpellation du 22 septembre 1987 Svizzera; ciò in relazione con le trattative con l'Italia circa il
Les graves inondations qui se sont produites récemment, en traffico pesante su slrada. Non sono disponibili altri veicoli,
particulier dans le canton d'Uri, ont, à court et moyen terme, né è possibile trovarne in affilio presso allre ferrovie.
pour conséquence de fermer la route du Golhard au trafic Sarebbe necessario, pertanlo, togliere dei vagoni dalle
des poids lourds qui sont obligés d'emprunter le San Ber- attuali composizioni o sopprimere collegamenti già pro-
nardino. messi. La costruzione di nuovi veicoli richiede, nel migliore
Cette situation exceptionnelle risque de se prolonger pour dei casi, da otto a dodici mesi.
une durée indéterminée. Or, à situation exceptionnelle, 3. Capacità sulle rampe del Goliardo
mesures exceptionnelles. La mise en place d'un service de L'inserimenlo di 30 a 40 Ireni supplemenlari «Huckepack a
ferroutage à travers le Gothard représente une solution breve distanza» polrebbe avvenire solo ostacolando la cir-
efficace et techniquement réalisable en un temps relative- colazione degli allri Ireni. Un'eventuale sostiluzione dei Ireni
ment bref. regionali con irasporti su slrada non porterebbe ad un
Une telle situation permet en outre d'appliquer, du moins à sufficiente alleggerimento delle condizioni di circolazione. Il
titre provisoire, des tarifs de transport et des mesures régle- dirottamenlo su larga scala dei treni merci convenzionali su
mentaires propres à assurer un déplacement du trafic lourd altri ilinerari avrebbe per le FFS conseguenze finanziarie
de la route vers le rail. insopportabili, e influenzerebbe negatamente l'acquisi-
Le Conseil fédéral n'estime-t-il pas qu'il devrait prendre, de zione per il Irasporto di merci.
concert avec les CFF, des mesures immédiates afin de Occorre inollre osservare che esislono limiti molto slrelli
décharger la route d'une partie du trafic des poids lourds à alla circolazione di Ireni merci supplemenlari sulla tratta
travers les Alpes? Olten-Berna.
I dirollamenli conseguenli all'interruzione della linea del
Mitunterzeichner - Cofirmatari - Cosignataires: Keine - San Goliardo hanno chiaramente dimostrato l'impossibilità
Nessuno - Aucun di osservare gli orari sulle altre linee, già sovraccaricate.
Altro può essere il giudizio, in termini di esercizio, circa il
Schriftliche Begründung - Motivazione scritta Iraspo'rto su rolaia degli autoveicoli tra Göschenen ed Airolo
Développement par écrit allo scopo di alleggerire il traffico nella galleria stradale.
L'interpellante rinuncia alla motivazione e desidera La frequenza dei Ireni nel traforo del San Goliardo può
una risposta scritta. essere mollo più elevala grazie alle brevi Iralle di blocco ed
alla alla velocità di percorrenza, se confrontala alla circola-
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates zione sulle rampe.
vom 28. September 1987 4. Conclusioni
Risposta scritta del Consiglio federale A causa delle limitate capacità di trasporto, le FFS non sono
del 28 settembre 1987 in grado di presentare una offerta di Irasporto Huckepack a
Rapport écrit du Conseil fédéral du 28 septembre 1987 breve disianza sufficientemente ampia e regolare. Per poter
Dal 18 settembre 1987, il collegamento stradale nella valle soddisfare a tali condizioni, sarebbe necessario sacrificare
della Reuss, nel Cantone di Uri, è riaperto al transito, nei due in maniera inammissibile il rimanente Iraffico.
sensi, delle autovetture, dei torpedoni e degli autocarri fino
a16t.
Ciò ha portato ad un sensibile alleggerimento del traffico Giudici: On. sig. Consigliere federale, Lei sa che non è nel
attraverso il San Bernardino. Ad esempio, il traffico attra- mio slile usare parole forti. Tuttavia in questa occasione
verso la galleria stradale di questa località, registrato nella devo esprimere delusione profonda per l'atteggiamento ras-
giornata di sabato 19 settembre 1987, è stato meno della segnato e attendista del Consiglio federale che è espresso
metà di quello registrato il sabato precedente, quando cioè nella risposta scritta alla mia interrogazione urgente.
l'asse del San Goliardo era ancora inlerrollo. I fatti sono a lutti noli. Le alluvioni di fine agoslo hanno
La vera strettoia sulla N 2 è rappresentata dal ponte sulla sconvolto i cantoni alpini, specie il canton Uri, determi-
Reuss, del quale è percorribile solo la corsia lato monte. nando un cedimento del ponte autostradale a Wassen.
Questa corsia deve smaltire l'intero traffico della slrada Fino al 18 settembre il traffico è stato inlerrollo. Poi è slalo
nazionale e di quella cantonale. Allo slato attuale, non è ripreso quello leggero e quelle pesante fino a 161.
possibile prevedere quando la N 2 polrà essere di nuovo E' possibile che il traffico pesante fino a 281. riprenderà a
Iransilabile senza restrizioni. pacchetti, secondo quanlo discusso a Berna fra il Diparti-
Il problema di un collegamento Huckepack Uri-Ticino è mento e i Cantoni interessali. Quando ciò avverrà, non è
slalo esaminalo subilo dopo aver conosciulo l'entità dei dato di sapere, come è detto nella risposta alla mia interro-
danni procurati dal mallempo. Occorre osservare, dapprima, gazione.
che le rampe del Goliardo vengono percorse giornalmente, Davanli al Consiglio degli Slali, rispondendo ad un'interro-
in media, da 225 treni viaggiatori e merci, il che cosliluisce gazione Cavelti, Ella, on. Schlumpf, ha dichiarato il 30 set-
una frequenza mollo forte per una linea a doppio binario. tembre, che, cito, «Es isl noch offen, ob die Brücke nichf
Qualque riserva è ancora disponibile per quanlo concerne il doch abgerissen werden muss.». Ciò significherebbe l'inter-
Irasporto convenzionale di merci su carri, il trasporto di ruzione, per anni, del Iraffico pesante sulla N 2 e gravissime
contenilori, e per il Iraffico Huckepack in Iransilo attraverso difficoltà anche per quello leggero. Le conseguenze stradali
la Svizzera. disaslrose sugli allri assi, a partire dal San Bernardino, sono
Una offerta di trasporto lipo Huckepack su brevi disianze evidenli.
deve poter comprendere, per essere interessante, collega- II San Bernardino, per il suo Iraccialo, non è idoneo a
menli bidirezionali abbastanza frequenti, in pralicaogni ora. sopportare 3000 veicoli TIR al giorno, soprattutto nel
In particolare, possiamo precisare quanlo segue: periodo invernale.
1. Possibililà di carico e scarico E' un'ipotesi che finora non può essere esclusa, a meno che
E possibile predisporre i relativi impianli nelle regioni Arth- Lei oggi ci dica che quel ponte sarà agibile su due corsie
Goldau/Alldorf e Biasca/Bellinzona. anche per il Iraffico pesante 281.
9. Oktober 1987 N 1425 Dringliche Interpellation Giudici
La soluzione del transito anche sulla N 2 di traffico leggero, Wassen. Ma temo che se quel ponte non sopportasse l'urto
pesante a pacchetti e a ore fisse, non appare opportuna, dei TIR saremo di fronte ad un autentico disastro.
appare anzi inquietante e pone interrogativi per la sicurezza Dall'emergenza traiamo quindi l'impegno di agire anche per
delle persone e dei beni. il futuro. Non vale oggi più la massima «II est urgent d'at-
A media e lunga scadenza, il problema del traffico pesante tendre» ma quella «II est urgent d'agir».
sulla N 2 si pone comunque in termini gravi, indipendente-
mente dalle difficoltà attuali.
La nuova trasversale alpina, ovunque fosse costruita, non Giger: Ich möchte an die Fragestunde vom vergangenen
sarà realizzata prima del 2000. Secondo le previsioni del Montag anknüpfen. Ich habe auf das grosse Problem am
Governo ticinese già nel 2000 avremo seimila veicoli pesanti Walensee hingewiesen. Bekanntlich rollt der ganze Schwer-
attraverso il San Gottardo. verkehr über 16 Tonnen vom Gotthard bei uns auf Neben-
E' incontestato che la strategia del traffico pesante Nod-Sud strassen durch die Dörfer und weiter über den San Bernar-
deve essere quella intermodale strada-ferrovia, a lungo ter- dino.
mine, ma anche a medio termine, fino alla messa in esercizio Herrn Bundesrat Schlumpf möchte ich bitten, für die Fahrt
della trasversale. zum nächsten Weekend, das er in seinem Stöckli in Felsberg
L'inversione di tendenza nell'utenza, se vogliamo evitare verbringt, ausnahmsweise das Auto - natürlich nicht nachts,
disagi crescenti nei prossimi 15 anni, deve essere anticipata wenn der Schwerverkehr ruht- zu benützen. Dann wird er
oggi, in questi anni. die ganze Katastrophe, die wir dort erleben, auch mitbe-
La Confederazione e le Ferrovie federali hanno l'occasione kommen.
unica, partendo dall'emergenza, di orientare oggi le scelte Aus der schriftlichen Antwort auf die Interpellation Giudici
future degli utenti del traffico pesante, inducendoli a pas- geht hervor, dass ein kurzfristiges Verlagern auf das Hucke-
sare al modulo strada-ferrovia. packsystem am Gotthard nicht möglich ist: Erstens einmal
La mia interrogazione diverge su un punto da quella dell'on. genügt die Kapazität nicht. Zweitens sind die Verlademög-
Cavelti, ma è un punto sostanziale. Essa riflette esattamente lichkeiten für die Gotthardrampen nicht vorhanden, und
la posizione del Governo ticinese. drittens mangelt es an Rollmaterial. Also ist eine vorüberge-
Noi non chiediamo un traffico combinato a breve distanza hende Verkehrsentlastung mittels Huckepack offenbar gar
tra Erstfeld e Biasca, come ha chiesto l'on. Cavelti. Il per- nicht möglich.
Wie ich in der Beantwortung der Interpellation Giudici lese,
corso è troppo ridotto e quest'operazione non sarebbe
economicamente sopportabile, per altro il traffico pesante è ist eine Kapazitätssteigerung auf der ganzen Strecke, also
soprattutto di transito internazionale. Olten-Bern, überhaupt nicht möglich: «Es sind sehr enge
Chiediamo, invece, un incremento importante del servizio Grenzen gesetzt.» Es steht auch geschrieben, dass z. B.
intermodale frontiera-frontiera e, in questo senso, siamo anlässlich der Katastrophe in Uri der Fahrplan auf diesem
Streckenbereich nicht mehr eingehalten werden konnte. Die
d'accordo con quanto da Lei esposto al Consiglio degli
Stati. ganze Uebung kommt mir wie eine Bankrotterklärung an
Ma questo incremento dev'essere immediato, messo in atto das ganze Gotthardbahn-System vor.
immediatamente, perché è necessario oggi, nell'emergenza, Ich möchte an den Bericht über eine mögliche Alpentrans-
e utile a media scadenza per determinare un cambiamento versale erinnern, den wir 1984 in diesem Rat behandelt
di atteggiamento dell'utenza. haben. Darin stand z. B. geschrieben, dass auf der Bahn
Parco veicoli: i vagoni Huckepack possono essere raddop- noch grosse Ueberkapazitäten für das Huckepacksystem,
piati in otto mesi, secondo dichiarazioni della ditta Hupac, für den kombinierten Verkehr, vorhanden seien und dass ein
ed è significativo che ciò avvenga oggi e non prima. Linienentscheid noch um weitere zehn Jahre hinausgescho-
Il traffico non equipaggiato sembra essere la soluzione del ben werden könnte. Heute erleben wir plötzlich, dass die
futuro e può essere pure incrementato del 20 per cento. Kapazitäten voll ausgelastet sind, wie das auch bereits Herr
Il Consiglio federale dichiara nella risposta che non è possi- Giudici gesagt hat.
bile trovare veicoli in affitto presso altre ferrovie. Wie lösen wir das Problem? Ich spreche jetzt natürlich vom
Chiedo presso quali ferrovie è stato chiesto e quale è stata la Schwerverkehr dem Walensee entlang über die San-Bernar-
risposta di queste ferrovie. dino-Route. Wir wissen ja, dass eine Fahrspur im Reusstal
Capacità della linea: La risposta afferma che è ancora dispo- noch intakt ist, und ich begreife nicht, warum man nicht dort
nibile una qualche riserva per il traffico di transito frontiera- auch den Schwerverkehr über 16 Tonnen (bis 28 Tonnen)
frontiera. teilweise oder ganz passieren lassen kann. Ich möchte
Quanti treni Huckepack e con semirimorchi e casse mobili immerhin daran erinnern, dass ja auch der Gotthard-Stras-
sono tecnicamente ancora accettabili oltre gli attuali? sentunnel nur zwei Fahrspuren, also nur eine Röhre, hat.
Mi risulta pure che i treni già oggi circolanti non sono Dort funktioniert ja der Verkehr auch einigermassen gut.
pienamente utilizzati. Ich möchte einfach Herrn Bundesrat Schlumpf bitten,
Occorre quindi imporre, in questo momento di emergenza, zusammen mit der Regierung vom Kanton Uri das Men-
l'uso della ferrovia. schenmögliche zu tun, damit auch die Laster bis 28 Tonnen
Mi chiedo se è conciliabile cogli accordi internazionali, in un auf der Gotthard-Route verkehren können.
caso di emergenza come questo, imporre l'uso della ferrovia
al traffico pesante di transito - almeno a quello tra le 18 e Grassi: I danni dovuti al recente nubifragio nel cantone di
25 t. Uri hanno dimostrato due cose: che l'interruzione dell'asse
E, in caso negativo, non ritiene il Consiglio federale di del San Gottardo comporta il tracollo del traffico europeo
mettere in atto subito, almeno temporaneamente, dei prezzi nord-sud e sud-nord, e che non si può fare affidamento su
politici per rendere attrattivo l'uso del treno? Sarebbe que- una via parallela come lo potrebbe essere il San Bernardino.
sto un ristorno fra utenti stradali, non un finanziamento Ne consegue che occorre al più presto predisporre un
indiretto del trasporto passeggeri, qualora fosse questo programma globale a breve, media e lunga scadenza, con lo
finanziamento coperto dalla legge sul dazio dei carburanti. scopo di fornire al traffico combinato strada-ferrovia, a
E infine, on. Consigliere federale, con il Governo ticinese livello europeo, le infrastrutture adatte.
chiedo che il Consiglio federale, oggi, non domani o fra un E allora, a breve scadenza, vediamo che il transito dal
anno, affronti la questione di terminali di trasbordo in Ger- San Bernardino degli autocarri, dalle 16 alle 281., è garan-
mania ed in Italia, ed eventualmente in Francia. tito solo, con tutte le riserve del caso, fino al più tardi la metà
Il nostro Governo cantonale non esclude una sua disponibi- di novembre. Dopo, la pioggia, la neve e il ghiaccio ne
lità ad esaminare un terminale nel sud del Ticino. faranno-sig. Consigliere federale, Lei lo sa benissimo- una
Per concludere, mi auguro con Lei che i tecnici e le via del terrore e delle disgrazie.
maestranze che hanno riattivato in modo eccezionalmente Di conseguenza occorre prendere immediatamente delle
rapido la linea ferroviaria possano riaprire anche il nodo di misure per il trasporto dei veicoli pesanti e delle merci,
Interpellation urgente Giudici 1426 N 9 octobre 1987
sull'asse nord-sud e viceversa, e scaricare con ciò il San sparten in unverhältnismässger Weise beeinträchtigen
Bernardino. würde.
Quali misure sono ipotizzabili? Ich möchte etwas weiter gehen und aus der Sicht unserer
Oltre allo sfruttamento completo del materiale rotabile Fraktion eine andere Priorität in den Vordergrund rücken.
disponibile al quale si allude nella risposta al collega Giu- Von uns aus gesehen hat eben jeder Huckepack-Verkehr,
dici, sarebbe pensabile di chiedere in prestito dei vagoni, a bei welchem der Verlad und der Entlad innerhalb der
pianale ribassato, da altre ferrovie statali estere per impie- Schweizer Grenzen stattfindet, seine grossen Nachteile.
garli sulla via del San Gottardo. Nehmen Sie den Vorschlag Giudici - Verladerampen bei-
Per il caso di emergenza non si deve poi escludere già oggi spielsweise in Altdorf und Biasca —: Danach müssen die
di predisporre per il trasporto Huckepack su breve distanza, Lastwagen noch immer ungefähr die Hälfte der Wegstrecke
una misura temporanea che potrebbe servire anche a invo- durch die Schweiz auf der Strasse absolvieren. Das ist
gliare i camionisti a usare la ferrovia anche in futuro. natürlich bei weitem nicht die beste Lösung. Da kommen wir
A questo scopo si dovranno pure introdurre delle misure di auch in den Clinch mit der 28-Tonnen-Beschränkung. Die
promozione tariffali e pubblicitarie, al fine di convogliare un Ausländer, die mit 40 Tonnagen die Schweiz traversieren
massimo di traffico merci sulla ferrovia. möchten, werden dann für den übrigen Streckenbereich,
Ricordo che la recente chiusura della N 2 al Gottardo ha den sie nicht auf der Schiene zurücklegen können, weiter
portato alla Crossair dei passeggeri che non avevano mai mir ihrer Forderung an uns gelangen. Von uns aus gesehen
usate tale nezzo di trasporto o che non conoscevano la müsste der Verkehr also viel grossräumiger von der Strasse
comodità e la rapidità del servizio. E questi sono rimasti auf die Schiene gebracht werden, also beispielsweise von
fedeli clienti ancora oggi. Landesgrenze zu Landesgrenze, wenn Sie schon investieren
Così potrebbe essere anche per i camionisti e applicare il wollen, oder dann, noch etwas weiter gehend, vom süddeut-
detto «provare per credere». schen Raum in das oberitalienische Gebiet, Mailand bei-
Se è vero che entro il 2000 saranno 5700 i veicoli pesanti che spielsweise.
ogni giorno attraverseranno il cantone Ticino - e, cari colle- Hier eine Anmerkung, Herr Bundesrat Schlumpf, die uns in
ghi, è una fila di 100 km-, allora occorre già oggi prevedere der Antwort gefehlt hat. Wir haben das Gefühl, der Hucke-
le misure a media scadenza poiché nei prossimi anni il pack-Verkehr sei heute generell wirtschaftlich nicht mehr
traffico non tenderà a diminuire, e più presto siamo pronti der günstigste. Viel sinnvoller wäre eine verkehrswirtschaft-
ad assorbirlo, meno saranno gli inconvenienti. liche Lösung mit Container-Transporten. Da haben Sie
Si tratta di chinarsi seriamente su delle misure, magari un keine Leergewichte, das Verhältnis zwischen Nutzlast und
po' originali, e procedere alla loro attuazione. Tara wäre ein weit besseres, und Sie hätten auch in den
Fra queste la strada mobile da confine a confine è un meisten Fällen keine Probleme mit den Eckhöhen, mit den
postulato indispensabile già per motivi ambientali. Un berühmten 3,70 m, die jetzt für die Lastwagen nicht mehr
aumento della capacità dei trasporti intermodali al Gottardo reichen. Mit geschlossenen Container-Zügen kämen Sie
però richiede la messa a disposizione di adeguate infrastrut- auch bei den 3,70-m-Tunnel-Eckhöhen bei uns noch spie-
ture, le quali potrebbero essere ubicate a Chiasso e soprat- lend durch.
tutto a Stabio, già collegata da un tracciato ferroviario che Wir sollten also längerfristig, vielleicht sogar auch im glei-
non richiede interventi esorbitanti e che sarà il terminal di un chen Zeitrahmen, wie es Herr Giudici für den Huckepack-
collegamento autostradale italiano a 4 piste. Transport fordert, versuchen, viel mehr die Container-Trans-
La disponibilità di infrastrutture e di personale qualificato porte durch die Schweiz zu fördern. Dazu wäre natürlich
assieme alla lunga tradizione della regione di Chiasso nel notwendig, dass wir neben den Investitionen für Vorlade-
campo dei trasporti e delle spedizioni, sono premesse otti- rampen auch betrieblich etwas abgelten für diese Transport-
mali per una soluzione rapida ed efficiente. form. Wir haben heute ja leider nur die betriebliche Vergün-
E a lunga scadenza la trasversale ferroviaria alpina dev'es- stigung für Huckepack-Transporte. Wenn Sie das ausdeh-
sere decisa senza indugio e realizzata ancora entro il 2000. nen würden, Herr Bundesrat Schlumpf, wäre natürlich der
Con i mezzi tecnici disponibili e quelli prevedibili nei pros- Anreiz für Transportfirmen gegeben, mehr ins Container-
simi anni questo dovrebbe essere possibile. La nuova linea Geschäft einzusteigen und das Rollmaterial und die Contai-
di grande capacità e di alte velocità dovrà essere resa ner-Einrichtungen selber zu beschaffen. Heute ist beim
attraente, anche nei costi, per trasferire il traffico pesante Ueberangebot an Lastwagen für die Transportfirmen die
dalla strada alla ferrovia. Versuchung sehr gross, bei dieser aus unserer Sicht - ich
Per tutte queste misure a breve, media e lunga scadenza, i wiederhole es - nicht wirtschaftlichsten und vor allem auch
mezzi finanziari sono disponibili attraverso i dazi sui carbu- verkehrspolitisch nicht optimalen Verkehrsform zu bleiben.
ranti. Non credo che manchi la capacità delle ferrovie fede- Es ist überflüssig zu sagen, dass natürlich auch für diese
rali. Recentemente esse sono state capaci di ripristinare il Container-Transporte der Eisenbahntunnel, die neue Eisen-
traffico ferroviario a Wassen in tempo record. bahn-Alpentransversale, die notwendige Ergänzung bildet,
E allora manca la volontà? lo spero di no. Il nostro obiettivo damit diese Transporte auch zeitlich und mengenmässig
è quello di non aumentare il traffico stradale e pesante lungo besser disponiert werden können.
l'asse del San Gottardo, a condizione però di non aumentare Das sind - gestatten Sie das, geschätzte Tessiner Kollegen -
i veicoli al San Bernardino. doch etwas andere Schwerpunkte, die wir im Verladever-
Di conseguenza, tocca alle ferrovie federali intervenire deci- kehr von der Strasse auf die Schiene sehen. Ich glaube,
samente, ma non domani, sig. Consigliere federale, ancora wenn wir schon dieses Thema hier traktandiert haben,
oggi! Procuratevi i carri-merci, preparate le infrastrutture, müsste das ebenfalls gesagt werden.
fate circolare i treni. I ticinesi ve ne saranno grati e con loro
tutti coloro che hanno a cuore il nostro ambiente. M. Rebeaud: Je remercie nos amis tessinois d'avoir exprimé
le sentiment d'urgence. En politique, il y a des moments où
Bircher: Ich möchte gegenüber unseren Tessiner Kollegen ce dernier est suffisamment répandu pour que l'on puisse
nicht etwa Spielverderber sein, aber ich möchte doch prendre des mesures qui, en d'autres temps, seraient impo-
anmerken - wenn wir schon Fragen und Forderungen im pulaires, mal comprises ou mal appliquées. Ce sentiment
Zusammenhang mit dem Huckepack-Verkehr stellen -, dass d'urgence, chers Tessinois, je l'éprouve encore plus que
aus unserer Sicht ein etwas weiterer Rahmen gezogen wer- vous, certes pour des motifs inhérents au trafic, mais aussi
den sollte, als er nun in der Interpellation Giudici zum pour des raisons en relation avec le dépérissement des
Ausdruck gekommen ist. forêts. Il y a longtemps que ce thème n'a plus été abordé.
Der Bundesrat wendet sich in seiner schriftlichen Antwort Hier, par hasard, nous avons eu connaissance d'un rapport
richtigerweise gegen eine kurzfristige Förderung der Kurz- déjà rédigé au mois de juin, mais qui avait été tenu secret,
strecken-Huckepack-Verkehre. Er begründet das damit, ou, en tous les cas, que ni les parlementaires, ni les journa-
dass die Freistellung von Kapazitäten die übrigen Verkehrs- listes n'avaient reçu. Aujourd'hui, certains journaux en par-
9. Oktober 1987 N 1427 Dringliche Interpellation Giudici
lent. Il s'intitule «Walderhaltung- und Schutzaufgaben im Zusammenhang mit dieser Interpellation Sofortmassnah-
Berggebiet». Ce document, que je tiens à disposition de men der SBB, weil der Verkehr auf der Nationalstrasse N 2
tous ceux qui s'y intéressent, montre que dans toutes les behindert ist.
vallées des Alpes où passent quotidiennement plus de 3000 Ich möchte aber daran erinnern, dass der Alpentransit nach
camions, les forêts protectrices sont sur le point de s'effon- dem Unwetter durch ein ganz anderes Problem bedroht ist.
drer. Ce rapport est de nature à justifier des décisions Wir haben nämlich bei den Lastwagen in der Schweiz die
extrêmes et urgentes telles que, par exemple, l'interdiction Gewichtslimite von 28 Tonnen. Durch Deutschland und Ita-
immédiate de tout trafic automobile fonctionnant à l'es- lien gerät diese Gewichtslimite zunehmend unter Druck. Ich
sence ou au diesel dans les vallées menacées. Naturelle- verweise auf die deutsche Note vom 16. September 1987
ment, les ambulances, les pompiers et les hélicoptères de und auf die Forderung von Italien nach einem Korridor
secours seraient exceptés. Chiasso-Basel. Für die Schweiz darf eine Erhöhung auf
Cette urgence est encore plus préoccupante que celle résul- 40 Tonnen aber nicht in Frage kommen. Die Erhöhung der
tant du problème du trafic. Elle est liée à la survie de nos Gewichtslimiten hätte für unsere Transitachsen unüberseh-
régions de montagne. Tout ce qui peut être fait pour transfé- bare Auswirkungen, überdies würden wir SBB und BLS
rer une partie du trafic de la route au rail doit être fait. noch zusätzlich konkurrenzieren, und wir könnten den kom-
J'espère que M. Schlumpf partage ce sentiment d'urgence binierten Verkehr in Zukunft abschreiben. Wir können bei
pour des raisons de survie des Alpes aussi et non seulement den Nationalstrassen an Bauwerken, beispielsweise im Kan-
pour des motifs de technique du trafic. Excusez-moi, Mon- ton Uri, und am Lüftungssystem des Gotthard-Strassentun-
sieur Schlumpf, d'exprimer ma colère et mon inquiétude; je nels erkennen, welches die Auswirkungen eines unerwartet
n'ai rien à vous reprocher personnellement, mais vous êtes hohen Anteils Schwerverkehr sind. Würde die Gewichtsli-
le représentant du Conseil fédéral. Je ne peux comprendre, mite von 28 Tonnen aufgehoben und höher angesetzt, wür-
ni accepter qu'un rapport d'une telle importance ait pu être den sich die Urner wieder gewisser Methoden des Morgar-
tenu secret depuis au moins une année. Il a paru en juin et tenkrieges erinnern - nur sind bei uns die Hänge steiler und
personne ne l'a reçu. Il doit y avoir un blocage. die Steine grösser!
Hier, à l'Institut de Birmensdorf, on m'a répondu que ce Bundesrat Schlumpf wird bei seinen Verhandlungen vom
rapport avait été tiré en un nombre insuffisant d'exemplaires 16. Oktober dieses Jahres in Deutschland bei der Ablehnung
et que, par conséquent, il ne pouvait pas être distribué aux der 40-Tonnen-Limite von der grossen Mehrheit in diesem
parlementaires, ni à d'autres personnes que des forestiers. Saal voll unterstützt. Die Schweiz nimmt nämlich keines-
Aujourd'hui, on apprend qu'il y en a 5000 en circulation. wegs eine Verweigerungshaltung ein. Wir bieten auf Strasse
M. Schlumpf n'a probablement pas d'explication à me don- und Schiene leistungsfähige und billige, sprich subventio-
ner à ce propos, parce que cette question ne dépend pas nierte Verkehrsträger. Die Kapazität des kombinierten Ver-
directement de son département, mais des cachotteries de kehrs wird laufend gesteigert und der Entscheid über den
ce genre de la part de l'autorité, quel que soit le département Alpenbasistunnel vorbereitet. Es ist zweckmässig, auch
concerné, sont irresponsables. noch kurz auf diese Zusammenhänge hinzuweisen!
Fierz: Ich glaube, man muss die Interpellation Giudici inhalt- Schärli: Als direktbetroffener Vertreter aus dem Bereich
lich noch eine Spur erweitern. Wir stehen wegen den Unwet- Strassennutzverkehr stelle ich fest, dass sich der Bundesrat
terschäden im Kanton Uri vor gewissen Problemen. Die und insbesondere Bundesrat Schlumpf redlich und soweit
Bahn funktioniert noch, und jedermann tut jetzt so, wie wie möglich einsetzen. Sie machen möglich, was in der
wenn man einfach die Strasse reparieren, temporär die Verteilung des Güterverkehrs überhaupt machbar ist.
Bahn benützen und kurzfristig Symptomtherapie betreiben Wir müssen uns überlegen, dass die immer grösser wer-
könnte. dende Nachfrage im Güterverkehr innerschweizerisch und
Meine Damen und Herren, der jetzt verstorbene Direktor im Transit - verursacht durch unser Konsumbedürfnis -
Bosshard von der Eidgenössischen Anstalt für das forstliche sehr schwierig zu lenken ist. Was lässt sich hinsichtlich
Versuchswesen, einer der wenigen mutigen Förster in die- Strasse/Schiene steuern? Langfristig gesehen sind wenige
sem Land, hat mir persönlich vor drei Jahren gesagt, man Varianten vorhanden. Wir müssen uns überlegen: Im bin-
könne die Gotthard-Eisenbahnroute und die Gotthard-Auto- nenwirtschaftlichen Gütertransport werden jährlich 400 Mil-
bahnroute im Reusstal einfach nicht aufrechterhalten, wenn lionen Tonnen Waren vom Produzenten zum Konsumenten
die Verschlechterung des Wald-Zustandes so weitergeht. geführt. Heute werden von diesen 400 Millionen Tonnen
Der Wald-Zustand hat sich regelmässig weiter verschlech- etwa 11 Prozent auf der Schiene transportiert. Stellen Sie
tert. Gestern wie heute müssen wir zur Kenntnis nehmen, sich jetzt einmal vor, bei einer Verdoppelung der Verlage-
dass wir über diese Verschlechterung von den verantwortli- rung auf den Schienenverkehr hätten wir erst etwas über
chen Behörden wissentlich im Unwissen gelassen wurden. 20 Prozent der Güter auf der Schiene und immer noch gut
Es ist deprimierend, dass sich das Parlament bzw. der Sou- 70 Prozent der Güter auf der Strasse. Hinzu kommt das
verän ohne Entscheidungsgrundlagen zu für dieses Land jährliche Wachstum. Deshalb ist es vor allem dringend not-
lebenswichtigen Fragen äussern sollte. Jedenfalls würde ich wendig, dass sich der öffentliche Verkehr der ganzen Ange-
die Frage von Herrn Giudici an den Bundesrat erweitern: legenheit annimmt und die Zuwachsrate zu meistern ver-
Was gedenkt der Bundesrat zu tun, wenn die Gotthard- sucht. Bleiben wir auch beim Huckepack auf dem Boden der
strecke nicht passierbar ist? Wird, wie Herr Schmidhalter Realität! Auch die Möglichkeiten im Transit müssen wir
gefragt hat, der Lötschberg-Simplon-Huckepack bald im realistisch sehen. Es sind wenige Prozent der Güter, die im
Sinne einer Ausweichroute tauglich gemacht? Denkt man Transit auf der Strasse über oder durch unsere Alpen -
an einen Basistunnel? Hat sich der Bundesrat überhaupt Gotthard, Simplon, Grösser Sankt Bernhard, San Bernar-
Gedanken dazu gemacht, oder wählt er den Weg der Ver- dino - transportiert werden, also nur 700000 Tonnen:
drängung von Problemen, der jetzt offiziell offenbar gegan- 700 000 Tonnen Transit stehen 400 Millionen Tonnen im
gen wird? Binnenverkehr gegenüber! Es besteht zudem die Gefahr,
dass mit unseren verbesserten Huckepack-Möglichkeiten
Steinegger: Zunächst möchte ich Kollegen Gigerwegen der Verkehr zum Beispiel vom Brenner abgezogen wird, weil es
Zahlen über den Schwerverkehr am San Bernardino und am interessant wird, den kürzesten Weg durch die Schweiz zu
Gotthard noch etwas beruhigen. Nehmen wir nämlich die wählen.
LV-Fahrzeuge, also diejenigen Fahrzeuge, die über fünf Ich habe auch noch ein anderes Anliegen, Herr Bundesrat
Meter lang sind, so hat sich in den letzten Wochen seit der Schlumpf, und ich bitte Sie, dieses etwas anzuschauen. Mit
beschränkten Inbetriebnahme der N 2 die Situation wie folgt den vielen Vorschriften und Verboten im Strassennutzver-
entwickelt: Wir haben in Uri täglich 700 derartige Fahrzeuge kehr verschieben wir unsere Arbeitsplätze ins Ausland, weil
und 1200 nach wie vor am San Bernardino. Es hat sich also die ausländischen Transporteure nicht zu den gleichen
wieder eine Verschiebung eingestellt. Wir diskutieren im Bedingungen wie die Schweizer im schweizerischen Ver-
Interpellation urgente Giudici 1428 N 9 octobre 1987
kehr fahren müssen. Sie haben schon bei den Abgas- und Gefährdung, die uns die ausländischen Lastwagen bringen,
Lärmvorschriften Vorteile, aber natürlich auch ganz andere verantwortbar ist.
Spiesse bei den finanziellen Belastungen. Schliesslich danke ich Herrn Bundesrat Schlumpf für seine
Zum Schluss noch ein Frage, Herr Bundesrat Schlumpf, zu bisherigen Bemühungen. Wir Bündner wollen nichts erzwin-
Ihrer Antwort auf die Interpellation Giudici. Die Finanzdele- gen, aber wir sollten unser Möglichstes tun, damit unter den
gation hat vor kurzer Zeit die BLS, d. h. die Bern-Lötsch- heutigen Gegebenheiten eine möglichst hohe Verkehrssi-
berg-Simplon-Linie, und ihre Leistungsfähigkeit bewundert cherheit am San Bernardino und am Gotthard erreicht wird.
und dabei mit Erstaunen festgestellt, dass die Kapazitäten
als Ausweichmöglichkeit bei weitem nicht ausgenützt wer-
den. Wäre nicht hier noch eine Möglichkeit gegeben, um die Bundesrat Schlumpf: Eigentlich wäre der Stoff, den Sie mit
kürzeste Linie Nord-Süd zu entlasten? Ihren Voten ausgebreitet haben, gerade richtig für eine
ausgewachsene Verkehrsdebatte. Das war aber nicht Ihre
Meinung; am heutigen Tag ohnehin nicht. Vieles, was hier
Aliesch: Nach den Unwetterschäden Ende August dieses zur Diskussion gestellt wurde, haben wir bereits in anderem
Jahres im Urnerland hat die San-Bernardino-Route sozusa- Zusammenhang beantwortet. Ich will so kurz wie möglich zu
gen den ganzen Nord-Süd-Transitverkehr übernommen. den aufgeworfenen Fragen Stellung nehmen.
Heute ist wieder eine gewisse Entlastung eingetreten. Wir Nationalrat Giudici, die Regierungen der Kantone Uri, Tessin
Bündner und die St. Galler haben eigene Erfahrungen mit und Graubünden machen zusammen mit uns alles über-
diesem Schwerverkehr machen können. Ich möchte aus haupt Mögliche, um den Verkehr schrittweise wieder in
Bündnersicht auf drei Problemkreise hinweisen, die eigent- Gang zu bringen. Heute ist die Nationalstrassenbrücke bei
lich getrennt zu betrachten wären, die indessen miteinander Wassen talseits kaputt und die Kantonsstrasse ebenfalls
verbunden sind. Es sind erstens Kapazitätsprobleme, zwei- demoliert. Personenwagen, Cars und Lastwagen bis 16 Ton-
tens sind es verkehrstechnische Aspekte, und drittens han- nen können aber passieren. Ferner steht die N 13 - ich
delt es sich um die Sicherheit der Verkehrswege. werde auf dieses Problem kurz zurückkommen - zur Verfü-
Zuerst zu den Kapazitätsproblemen der Verkehrssysteme: gung.
Wir haben heute am Gotthard einen schlimmen Engpass Zur Nationalstrassenbrücke bei Wassen: In einigen Wochen
beim Wassener Viadukt. Dort sind nur zwei Spuren benutz- können wir definitiv sagen, ob sie repariert werden kann
bar; dazu kommt noch der Pannenstreifen. Diese Situation oder ob sie auf der Talseite neu gebaut werden muss. Davon
ist vor allem wegen des Verhaltens der Verkehrsteilnehmer hängt natürlich auch die Zeitdauer dieser Beschwernisse ab.
gefährlich. Nun möchte ich Sie aber auf die Situation am Zur Kantonsstrasse: Diese sollte raschmöglichst instandge-
San Bernardino hinweisen. Dort haben wir ebenfalls nur stellt werden. Es ist keine eidgenössische Hauptstrasse; das
zwei Spuren, häufig ohne einen Pannenstreifen, und eine hat finanzielle Konsequenzen für den Kanton Uri. Wir dürfen
Kantonsstrasse, die kaum benutzbar ist. Das Kapazitätspro- den Kanton Uri hier nicht hängen lassen. Das steht dann in
blem ist jedoch nur das eine. Hinzu kommen die verkehrs- Zusammenhang mit der Sondervorlage, die wir bringen. Die
technischen Aspekte. Der Gotthard ist eine Autobahn, Kantonsstrasse muss also so rasch wie möglich repariert
gebaut nach europäischen bzw. schweizerischen Normen. werden, damit wir das Zusammentreffen von Durchgangs-,
Sie ist für den Schwerverkehr geeignet. Am San Bernardino Lokal-, Regional- und Baustellenverkehr auf der halben
- das ist die grosse Gefahr- haben wir starke Steigungen, Wassener Nationalstrassenbrücke eliminieren können. Der
lange und starke Gefalle, enge Kurven; es ist eine Berg- Werk- und Regionalverkehr muss so rasch wie möglich auf
strasse, die für einen massiven Schwerverkehr nicht geeig- die Kantonsstrasse verlegt werden. Finanziell müssten wir
net ist. dafür geradestehen, wir können es nicht den Urnern über-
Nun komme ich zum dritten und für mich wichtigsten Punkt: lassen.
Im Zusammenhang mit verkehrstechnischen Aspekten und Beim Huckepack-Verkehr: Da sind offenbar einige Missver-
Kapazitätsfragen steht für mich der Sicherheitsaspekt ein- ständnisse entstanden. Wie in unserer schriftlichen Antwort
deutig im Vordergrund. Ich habe Stauungen noch allemal dargelegt, können wir die Kapazität beim Huckepack-Ver-
lieber als Tote auf unseren Strassen. Sie müssen sehen: Der kehr stark steigern, aber nur entweder-oder: entweder den
San Bernardino ist baulich und verkehrstechnisch vor allem Langstrecken-Huckepack-also Grenze-Grenze-oder dann
für ausländische Lastwagen absolut ungeeignet. Diese Last- kurzfristig einen Kurzstrecken-Huckepack- Reusstal in den
wagen sind den Anforderungen dieser Bergstrecke tech- Raum Bellinzona. Für beides ist die Infrastruktur, und zwar
nisch nicht gewachsen. So kommt es immer wieder auf den auf der Reusstalseite bei den Rampen, nicht vorhanden; der
langen Gefallen zu schwersten Unfällen. Es ist beinahe ein Tunnel und der Ausbau in der Leventina würden genügen,
Wunder, dass wir bis heute noch keine Toten zu beklagen aber die Rampen im Reusstal nicht.
haben. Nach unserer Politik muss der Langstrecken-Huckepack
Wir Bündner wollen kein Schwarzpeter-Spiel; wir wollen die Grenze-Grenze gefördert werden. Sie haben dieser Tage
Probleme, die wir heute haben, gemeinsam mit den Urnern gehört oder gelesen, dass ab sofort bereits eine Verdoppe-
und mit dem Bund lösen. Ich meine aber, dass bei der lung möglich ist. Für diese zusätzlichen Kapazitäten Hucke-
zukünftigen Bewirtschaftung der Verkehrssysteme die pack Grenze-Grenze haben wir auch das Rollmaterial. Wir
Sicherheit der Verkehrsteilnehmer im Vordergrund stehen hätten aber nicht genug Rollmaterial, um auch noch zusätz-
sollte. lich - innert einiger Wochen - einen Kurzstrecken-Hucke-
Ich möchte deshalb Herrn Bundesrat Schlumpf anfragen, ob pack auf die Beine zu stellen.
er vielleicht sogar die Zusicherung abgeben kann, dass Diese Politik verfolgen wir schon seit langem. Das ist nichts
spätestens bei Wintereinbruch die schweren ausländischen Neues.
Lastwagen nicht mehr gezwungenermassen auf der San- Perciò vorrei dire, signor Grassi, non c'è un limite da parte
Bernardino-Route verkehren müssen. dei cantoni, dei governi o del Consiglio federale, ma c'è un
Zum zweiten: Ich habe darauf hingewiesen, dass die auslän- limite delle capacità a disposizione. Il Suo appello di non
dischen Lastkraftwagen für die Bergstrecke San Bernardino cominciare con le misure necessarie adatte solo domani, ma
zuwenig gut ausgerüstet sind; die Bremsen versagen sehr già oggi, è giusto. Sono dello stesso punto di vista - non
oft. Ich frage Herrn Bundesrat Schlumpf an, ob es nicht domani, ma neanche oggi. Il Consiglio federale ha comin-
möglich wäre, den Transit ausländischer Lastwagen über ciato con quella politica già da tanto tempo.
die San-Bernardino-Route zu verbieten, welche die techni- Die Förderung des kombinierten Verkehrs ist wahrhaftig
schen Anforderungen, wie wir sie heute in der Schweiz an keine Erfindung von heute, wir fördern ihn doch seit vielen
Lastwagen stellen, nicht erfüllen. Bei uns in der Schweiz Jahren, so dass wir auch seit vielen Jahren Zuwachsquoten
müssen die Lastkraftwagen beispielsweise pro Tonne beim Huckepack von 10,12,15 Prozent pro Jahr haben. Das
Gesamtgewicht 10 PS haben. Ich bin der Auffassung, dass ist möglich, weil Sie mit dem Leistungsauftrag SBB 1987
sich der notwendige Kontrollaufwand angesichts der beispielsweise den Huckepack-Verkehr auch als gemein-
9.0ktober1987 N 1429 Dringliche Interpellation Giudici
wirtschaftliche Leistung anerkannt haben, die wir also auch vertreten. Es kann doch von uns auch gar nicht verlangt
abgelten können. werden.
Wir tun mit den betroffenen Kantonsregierungen alles, um Bei allen verkehrsbeschränkenden und anderen Bestim-
die Verkehrsmisere - es ist eine - zwischen Nordschweiz mungen (Ruhezeiten, Geschwindigkeiten, Masse und
und Tessin und natürlich auch für den Transit zu beheben. Gewichte) haben wir uns immer ausnahmslos an das ele-
Noch zu den Fragen von Herrn Giudici in seiner Interpella- mentare, völkerrechtliche Prinzip der Nichtdiskriminierung
tion: Das Rollmaterial, das uns im nächsten Frühjahr zusätz- gehalten. Sowohl die Inländer wie alle Ausländer werden
lich zur Verfügung steht, ist natürlich längst bestellt. Das gleich behandelt. Im Ausland akzeptieren wir das doch
erlaubt eine weitere Erhöhung der Kapazität- gemäss unse- auch. Unsere Camionneure im Ausland müssen die jeweili-
rer Politik Grenze-Grenze. Die Regierung Ihres Kantons ist gen Landesvorschriften auch akzeptieren. Das ist in Ord-
damit einverstanden. nung. Wir beanspruchen für uns lediglich das Recht, auch in
Nationalrat Bircher, der Bundesrat und ich besonders teilen der Frage der Tonnagen eine Ordnung beizubehalten, die
Ihre Auffassung, Huckepack-Verkehr als Verlad des Gefährts bereits seit Jahrzehnten besteht - mit Blick auf Gegebenhei-
ist langfristig nicht die optimale Lösung. Längerfristig muss ten, die nichts anderes erlauben. Dabei wird es bleiben. Der
der Schwerpunkt auf kombinierten Verkehr durch Grossbe- Bundesrat wird diese Politik standhaft weiter verfolgen.
hälter, durch Container, durch Wechselaufbauten usw. Nationalrat Schärli, auch Ihnen möchte ich für die liebens-
gelegt werden. Trotzdem wird es auch langfristig für würdige Anerkennung und Unterstützung danken. Sie
bestimmte Güter, im Hinblick auf die Feinverteilung am haben mit Recht gesagt, wir hätten europäisch gesehen
Zielort, einen Huckepack-Verkehr geben, der marktgerecht wenig Spielraum. Wir könnten wenig anbieten - aber wenn
ist. Kurzfristig muss im Hinblick auf die Marktgegebenheiten wenig, so doch Bedeutendes: eine Fertigstellung unseres
und die Kapazitäten der Strassen der Huckepack-Verkehr Nationalstrassennetzes, von unserem Parlament beschlos-
weiter gesteigert werden. sen und in vollem Gange, zudem die «Bahn 2000», um
Nationalrat Rebeaud, beim Bericht Walderhaltung/Bergge- Kapazitäten für den Durchgangsverkehr (Beispiel Basel-OI-
biete - ich habe ihn natürlich - geht es nicht um die ten-Bern) zu steigern, sowie eine neue Alpenbahntransver-
Alternative Geheimhalten oder Nicht-Geheimhalten, son- sale.
dern um eine ganz andere Fragestellung, wie übrigens bei Sie meinten, zu viele Verbote provozierten Abwanderungen.
vielen Berichten: Das Nicht-sofort-Publizieren, nachdem ein Das zeigt, dass in der europäischen Verkehrspolitik eine
solcher Bericht von der betreffenden Fachstelle herausge- Harmonisierung der Vorschriften unerlässlich ist. Ich frage
geben worden ist, hat mit Geheimhalten oder Verheimlichen mich immer wieder, warum man gerade auf dem Gebiet des
überhaupt nichts zu tun. Man erwartet von uns - wie auch Verkehrs-wo Harmonisierung am einfachsten möglich sein
Herr Fierz - zu solchen Berichten auch eine Meinungsäus- sollte, weil vergleichbare Gegebenheiten vorliegen - nicht
serung, eine Stellungnahme. Wir schiessen bei ernsthaften rascher vorankommt.
Fragen nicht aus den Hüften. Uebrigens betrifft das ja nicht Zu Ihrer dritten Frage. Bei der BLS haben wir tatsächlich
mein Departement, ich verteidige hier niemanden, sondern noch Reserven. Engpässe bestehen vor allem auf der
lege die Haltung des Bundesrates dar. Wir betreiben keine Zubringerstrecke Olten-Bern. Mit der Neubaustrecke von
Geheimhaltung, wir legen die Unterlagen dann auf den «Bahn 2000» möchten wir das bewältigen. Lötschberg und
Tisch, wenn wir auch zu einer Stellungnahme in der Lage Simplon stellen aber Reserven dar, die wir schrittweise
sind. Es handelt sich also hier nicht um eine Indiskretion. ausbauen und ausnützen wollen.
Zur Ueberlegung von Nationalrat Giger: Ich verspreche
Nationalrat Fierz, keine Symptomtherapie - ich teile diese Ihnen, dass Ihre Empfehlung ernst genommen wird. Meine
Meinung. Hören wir doch auf mit Schnellfeuer mit wech- nächste Heimfahrt ins «Stöckli» nach Felsberg werde ich im
selnden Zielen - je nach der Windrichtung in der Oeffent- Auto absolvieren; dabei werde ich die Verkehrssituation am
lichkeit. Gerade im so wichtigen Umweltbereich bringt das schönen Walensee - die ich ohnehin von Strasse und
nichts. Es nützt gar nicht, wenn wir heute einen Schuss Schiene her kenne - wieder einmal persönlich in Augen-
hinausböllern. Wir müssen gesamthafte Politiken nachhaltig schein nehmen.
und auch beharrlich verfolgen. Sie haben den Bericht des Bundesrates aus dem Jahre 1983
Herr Fierz, der Bundesrat macht das. Sie fragen, ob wir im zitiert. Wir gehen einer neuen Legislatur entgegen. Wenn ein
Sinne hätten, die Frage einer Eisenbahn-Alpentransversale neuer Zeitabschnitt kommt, fasst man immer gute Vorsätze.
gelegentlich vorzulegen, oder ob der Bundesrat weiterhin Herr Giger, nehmen Sie als guten Vorsatz diesen
den Weg der Verdrängung wähle. Das ist nicht eben freund- Bericht 1983 zur Hand, und lesen Sie ihn wieder einmal. Sie
lich, Herr Fierz, ich antworte daher auch unfreundlich: Es ist sehen dann, dass mit keinem Wort darin geschrieben steht,
nicht gerade parlamentswürdig, wenn man das Studium der der Linienwahlentscheid sei um etwa 10 Jahre zu verschie-
Akten, die man zu Hause hat, immer wieder verdrängt und ben oder es seien für den Huckepack Kapazitätsreserven
nicht zur Kenntnis nimmt, was dieser Bundesrat Ihnen seit vorhanden, die vor dem Jahr 2000 den Bau einer neuen
Jahr und Tag zu seiner Verkehrspolitik dutzendfach unter- Eisenbahn-Alpentransversale unnötig machen. Diese Argu-
breitet hat, und wenn man nicht zuhört, wenn der Departe- mentation begegnet mir immer wieder. Lesen Sie Seite
mentschef hier - noch in dieser Woche - einmal mehr lang 49 und 50. Wir sagten nicht, wir würden später einen Linien-
und breit, bei entsprechenden Vorstössen, darlegt, welche wahlentscheid bringen. Das Zentrale dieses Berichtes war:
Prioritäten er hinsichtlich Transitpolitik setzt - die Prioritä- Wir bringen keinen Linienwahlentscheid, weil er nichts ein-
ten hinsichtlich Fertigstellung der Nationalstrassen, bringt. Wir bringen einen Baubeschluss, der die Linienwahl
«Bahn 2000», neue Eisenbahn-Alpentransversale. Sie sind enthält. Nur ein Baubeschluss folgt dem Prinzip: hie Rhodos
einer der wenigen in diesem Lande, die noch nicht wissen, hie salta! Diese Gelegenheit haben Sie im nächsten Jahr. Die
dass der Bundesrat dem Parlament im nächsten Jahr eine Botschaft mit dem Baubeschluss kommt, aber - aus den
Vorlage mit einem Baubeschluss für eine neue Eisenbahn- dort dargelegten Gründen - nicht im Sinne einer vorgezoge-
Alpentransversale unterbreiten wird. Von «verdrängen», von nen Linienwahlentscheidung.
«sich gelegentlich einmal auf den Weg machen», Herr Fierz, Nationalrat Aliesch: Sie dürfen sicher sein, dass diese
kann gar keine Rede sein. Wir haben uns früh - das habe ich besonders an der N13 (San Bernardino) bestehenden
schon Herrn Grassi gesagt - auf den Weg gemacht. Das war Sicherheitsprobleme sehr ernst genommen werden.
unsere Pflicht. Ich rühme mich oder den Bundesrat deswe- Zu Ihren konkreten Fragen: Eine Beschränkung für den
gen nicht, aber machen Sie uns deswegen auch keine Schwerverkehr auf der San-Bernardino-Route ist nicht mög-
Vorhaltungen. lich. Wir würden damit die grössten internationalen Kon-
Nationalrat Steinegger, ich danke Ihnen für den Rückhalt, flikte auslösen. Solange die N 2 nicht wieder zur Verfügung
den Sie mir für das Ministertreffen von nächster Woche steht, müssen Ausweichmöglichkeiten bestehen. Wir müs-
geben. Wir machen bei der Tonnage ganz sicher keine sen im europäischen Rahmen solidarisch sein. Das wollen
Konzessionen. Das wäre von der Sache her einfach nicht zu wir sowieso in der ganzen Verkehrspolitik. Eine Kontrolle
Motion Uchtenhagen 1430 N 9 octobre 1987
dieser Lastwagen im Einzelfall - ob sie unseren technischen 1. Am 12. Dezember 1986 reichte Frau Nationalrätin Christi-
Anforderungen entsprechen, nach unserer Gesetzgebung nat eine parlamentarische Initiative ein, mit welcher sie eine
müssen sie das ja - wäre nicht praktikabel. 2000 Camions Aenderung des Arbeitsgesetzes verlangt, wonach der Mut-
pro Tag zu kontrollieren, wäre aus zeitlichen und personel- terschaftsurlaub 16 Wochen dauert, wovon mindestens 10
len Gründen nicht möglich. Wochen nach der Geburt bezogen werden müssen.
Wir rechnen damit, dass wir Ende Oktober die künftige 2. Die Kommission für soziale Sicherheit befasste sich an
Entwicklung N 2 Reusstal-Leventina auch in zeitlicher Hin- ihren Sitzungen vom 6. Mai und 26. August 1987 mit dieser
sicht beurteilen können und dass wir schrittweise Entlastun- Initiative. Dabei stellte sie fest, dass die Initiative einen
gen in Dienst stellen können, welche das Problem an der engen Zusammenhang mit dem von den eidgenössischen
San-Bernardino-Route entschärfen. Solange müssen sich Räten im Rahmen der Revision des Krankenversicherungs-
aber Bündner und St. Galler gedulden und Solidarität üben. gesetzes beschlossenen Mutterschaftstaggeld hat. Gegen
diese Revision ist nun aber bekanntlich das Referendum
Fierz: Ich danke für die väterliche Ermahnung. Ich kenne ergriffen worden und zustande gekommen; die Volksab-
diese Transversalenpläne. Herr Schmidhalter kann Ihnen stimmung findet am 6. Dezember 1987 statt. Die Kommis-
auch bestätigen, dass ich selbst Detailfragen über Tunnel- sion erachtet es nicht als sinnvoll, über die parlamentarische
profile des Simplons mit ihm besprochen und Vorschläge Initiative zu entscheiden, bevor der Ausgang dieser Abstim-
dazu eingebracht habe. mung bekannt ist.
In der Interpellationsantwort fehlt der Hinweis, dass die
Gotthardroute permanent in Gefahr ist. Eigentlich hätte ich Antrag der Kommission
gerne gelesen, dass man sich in dieser Situation weiterrei- Die Kommission für soziale Sicherheit beantragt Ihnen des-
chende Gedanken machen muss. Zudem wurde laut Presse- halb, die Frist für die Einreichung ihres Berichtes, welche
berichten und gemäss persönlicher Erfahrung ein Versteck- gemäss Artikel 21 ter Absatz 1 des Geschäftsverkehrsgeset-
spiel mit diesen Informationen getrieben. Das wurde von zes in der Herbstsession 1987 abläuft, bis zur Frühjahrsses-
verschiedener Seite öffentlich und unwidersprochen bestä- sion 1988 zu verlängern und das Geschäft im Rat erst dann
tigt. zu behandeln.
Bundesrat Schlumpt: Herr Fierz, ich nehme Ihre Erklärung Proposition de la commission
selbstverständlich entgegen - im Alter wird man ohnehin C'est pourquoi la Commission de la sécurité sociale vous
mildtätig, und als Bergler ist man das ja «ei ne wäg». Ich habe propose de prolonger jusqu'à la session de printemps 1988
mir aber notiert, dass Sie gesagt haben: «Oder wählt der le délai qui lui est imparti pour vous présenter son rapport,
Bundesrat weiterhin den Weg der. Verdrängung?» Das hat délai qui, selon l'article 21 ter, 1er alinéa, de la loi sur les
mich «auf die Palme gebracht», weil ein Bundesrat den Weg rapports entre les conseils, serait échu à la session d'au-
der Verdrängung nicht wählt. tomne 1987. Le Conseil pourrait ensuite traiter cet objet.
Le président: Monsieur l'interpellateur est-il satisfait? - Angenommen - Adopté
Monsieur Giudici est partiellement satisfait, cette interpella-
tion est ainsi liquidée.
#ST# 87.466
#ST# 86.239
Motion Uchtenhagen
Parlamentarische Initiative (Christinat) BVG. Berücksichtigung
Schutz der schwangeren Frauen und Mütter der Teilzeitbeschäftigten
Initiative parlementaire (Christinat) LPP. Régime des salariés
Protection des femmes enceintes et des mères à temps partiel
Wortlaut der Initiative vom 12. Dezember 1986 Wortlaut der Motion vom 17. Juni 1987
Gestützt auf Artikel 21 bis des Geschäftsverkehrsgesetzes Der Bundesrat wird eingeladen, die nötigen gesetzlichen
und Artikel 27 des Geschäftsreglementes des Nationalrates Aenderungen vorzuschlagen, die eine bessere Berücksichti-
reiche ich folgende Initiative in der Form des ausgearbeite- gung der Interessen von Teilzeitbeschäftigten und Kleinver-
ten Entwurfes ein: dienern bei der beruflichen Vorsorge gewährleisten würden.
Arbeitsgesetz (822.11) Das Berufliche Vorsorge-Gesetz wäre dahingehend zu
Art. 35 Abs. 2 (neu) ändern, dass
Der Mutterschaftsurlaub dauert 16 Wochen, wovon minde- - die Grenzbeträge des koordinierten Lohnes proportional
stens 10 Wochen nach der Geburt bezogen werden müssen. zum Beschäftigungsgrad festgesetzt werden;
- der untere Grenzbetrag die Höhe eines halben Jahresloh-
Texte de l'initiative du 12 décembre 1986 nes nicht übersteigen darf.
Conformément à l'article 21 bis de la loi sur les rapports
entre les conseils et à l'article 27 du règlement du Conseil Texte de la motion du 17 juin 1987
national, je dépose l'initiative individuelle suivante sous la Le Conseil fédéral est chargé de proposer une révision de la
forme d'un projet rédigé de toutes pièces: loi qui permette de mieux tenir compte, pour ce qui est de la
Loi fédérale sur le travail (822.11) prévoyance professionnelle, des intérêts des salariés travail-
Art. 35, 2e al. (nouveau) lant à temps partiel ou ayant un bas revenu.
Le congé maternité est de 16 semaines dont 10 semaines au La loi sur la prévoyance professionnelle devrait être modi-
moins après l'accouchement. fiée comme il suit:
- fixer les montants-limites du salaire coordonné propor-
Herr Leuenberger-Solothurn unterbreitet im Namen der tionnellement au degré d'activité;
Kommission für soziale Sicherheit den folgenden schriftli- - le montant-limite inférieur ne doit pas être supérieur à la
chen Zwischenbericht: moitié du salaire annuel.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Dringliche Interpellation Giudici Förderung des Huckepackverkehrs zur Entlastung des
Strassenschwerverkehrs
Interpellation urgente Giudici Trafic des poids lourds et ferroutage
Interpellanza urgente Giudici Servizio Huckepack per sgravare il traffico pesante
attraverso il San Gottardo e San Bernardino
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1987
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 14
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 87.553
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 09.10.1987 - 08:00
Date
Data
Seite 1423-1430
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Pagina
Ref. No 20 015 749
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