Product Take-Back and Deposit Systems Regulations
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis motion proposes regulations for product take-back and deposit systems, particularly for items like batteries and beverage containers, to ensure their proper disposal and potentially cover associated costs. If environmentally sound disposal cannot be guaranteed, the motion suggests prohibiting the import, production, and use of these products. The court's reasoning acknowledges the need for waste management measures and the principle of acting at the source, but suggests transforming the motion into a postulate to allow for further clarification of technical and economic questions and to explore international solutions before enacting concrete laws.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 32 Umweltschutzgesetz; Product Take-Back and Deposit Systems Regulations: If environmentally sound disposal cannot be guaranteed, the motion suggests prohibiting the import, production, and use of these products. The court's reasoning acknowledges the need for waste management measures and the principle of acting at the source, but suggests transforming the motion into a postulate to allow for further clarification of technical and economic questions and to explore international solutions before enacting concrete laws.
Schlagwörter
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KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertProvides the legal basis for enacting regulations concerning deposits or prohibitions related to waste management.
Volltext
Motion Widmer 422 N 18 mars 1988
möglich zu vermindern. Betroffen sind im wesentlichen die tion conformément aux exigences de la protection de l'envi-
Branchen Kältetechnik (Kühlschränke, Klimaanlagen, Wär- ronnement et couvrir le cas échéant les frais qui découlent
mepumpen usw.), Schaumstoffe (vor allem Wärmedämm- de ces mesures.
stoffe im Bauwesen) und Reinigungstechnik (Elektronikin- Si on ne peut assurer une élimination satisfaisante des
dustrie, Metallindustrie, Textilpflege). Weitere Abklärungen déchets, il faudrait interdire par la loi l'importation, la pro-
sind vorgesehen bei denjenigen Wirtschaftszweigen, die duction et l'utilisation des produits en question.
bromhaltige Fluorkohlenwasserstoffe (Halone) verwenden
(vor allem Feuerlöschanlagen). Bevor konkrete gesetzliche Mitunterzeichner- Cosignataires: Basler, Künzi, Nauer, Sei-
Massnahmenm ins Auge gefasst werden können, müssen in ler, Steffen, Weber Monika (6)
diesen Bereichen noch eine Reihe technischer und ökono-
mischer Fragen geklärt werden. An Lösungen zu diesen Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Fragen wird auch in anderen Ländern sowie in internationa- Wie die Erfahrungen zeigen, sind Lenkungsmassnahmen
len Organisationen gearbeitet. Unser Land beteiligt sich am zugunsten einer umweltgerechten Abfallvermeidung, Abfall-
diesbezüglichen internationalen Informationsaustausch. Es bewirtschaftung und Abfallentsorgung unabdingbar. Vom
muss vermieden werden, dass durch die Lösung eines Grundsatz des vorsorglichen Einwirkens an der Quelle müs-
Umweltproblems andere Umweltprobleme geschaffen sen gesetzliche Vorschriften bereits beim Produzenten grei-
werden. fen und muss der Konsumgüterkreis bzw. das Verhalten des
3. Am 16. September 1987 hat die Schweiz in Montreal Konsumenten durch entsprechende Massnahmen gelenkt
gemeinsam mit 23 anderen Staaten und den Europäischen werden.
Gemeinschaften ein Protokoll über ozonschichtabbauende
Substanzen unterzeichnet. Dieser nach zähen Verhandlun- Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
gen zustande gekommene internationale Vertrag dürfte vom 14. Dezember 1987
innerhalb von gut zehn Jahren zu einer Reduktion des Rapport écrit du Conseil fédéral du 14 décembre 1987
globalen FKW-Verbrauchs von etwa 50 Prozent führen. Das Der Bundesrat teilt die Beweggründe des Motionärs, der
Protokoll von Montreal - ein erstes Zusatzprotokoll im Rah- eine Entlastung der Abfallbeseitigung durch das Einführen
men des Wiener Uebereinkommens zum Schütze der Ozon- eines Pfands verlangt. Ein Pfand erhöht aber in erster Linie
schicht-sieht u. a. auch eine periodische Ueberprüfung der nur den Rücklauf des pfandpflichtigen Guts; es stellt des-
international getroffenen Massnahmen vor. Der Bundesrat halb bloss eine Teillösung dar. Im Falle der gebrauchten
wird sich für eine rasche und möglichst weitgehende Batterien wie auch bei den angesprochenen Getränkepak-
Reduktion des FKW-Verbrauchs einsetzen. kungen muss eine funktionsfähige Lösung sowohl die tech-
nischen Anlagen zur umweltgerechten Verwertung und
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Behandlung der Abfälle im Inland als auch die Finanzierung
Déclaration écrite du Conseil fédéral des Anlagenbetriebs und die Trägerschaft einer Anlage '
Mit dem Umweltschutzgesetz hat der Bundesrat bereits die umfassen. Bei Recycling-Anlagen müssen Märkte für die
Kompetenz, über Stoffe Vorschriften zu erlassen. Er bean- anfallenden Produkte vorhanden sein oder erschlossen wer-
tragt deshalb, die Motion in ein Postulat umzuwandeln. den können. Die Einführung eines Pfands muss die Möglich-
keiten der Entsorgung mitberücksichtigen.
Präsident: Die Motion Rutishauser wird von Herrn Oehler Dort, wo ein Recycling nicht wirtschaftlich ist, aber wesent-
bekämpft. Die Behandlung dieser Motion wird verschoben. lich zur Entlastung der Umwelt beiträgt, muss eine verursa-
chergerechte Finanzierung gewährleistet sein. Dies gilt etwa
Verschoben - Renvoyé für den Fall der Batterien, deren Aufbereitung zu verwertba-
ren Stoffen und zu problemlos deponierbaren Reststoffen
nicht selbsttragend ist. Deshalb sieht der Bundesrat vor, bei
Import oder Herstellung für den schweizerischen Markt eine
#ST# 87.550 vorgezogene Entsorgungsgebühr zu erheben.
Im Sektor der Getränkepackungen muss es primäres Ziel
Motion Widmer der Massnahmen sein, die gut eingeführten Mehrwegsy-
steme zu stützen. In diesem Zusammenhang erinnert der
Abfallbeseitigung Bundesrat an seine Antwort auf die Motion Rüttimann vom
Elimination des déchets 11. Juni 1987 (Abfallproduktion. Verbot von Alu-Getränke-
dosen).
Die Zunahme der Einwegpackungen ist zum Teil auf einen
Anstieg des Konsums abgepackter Getränke zurückzufüh-
ren, zum Teil sinkt aber auch der Marktanteil der Mehrweg-
Wortlaut der Motion vom 22. September 1987 packungen, d. h. der Pfandflaschen. Diese Entwicklung ist
Der Bundesrat wird beauftragt, im Sinne von Artikel 32 des unerwünscht, weil sie zu einem Anstieg der zu entsorgen-
Umweltschutzgesetzes Vorschriften zu erlassen für die den Abfallmenge und zum Verlust wertvoller oder mit gros-
Rücknahme von Produkten oder Verpackungen, insbeson- sem Energieaufwand hergestellter Materialien führt.
dere Batterien, Aludosen, Glas- und Plastikgebinde u. a., Der Vorsteher des Eidgenössischen Departements des
sowie für die Erhebung eines Pfandes. Das Pfand soll den Innern hat das für Abfallprobleme zuständige Bundesamt
möglichst lückenlosen Rückfluss und die umweltgerechte für Umweltschutz beauftragt, Regelungen vorzubereiten,
Entsorgung gewährleisten und allenfalls die Kosten dafür um den unerwünschten Entwicklungen entgegenzutreten.
decken. Im Laufe des letzten Jahres wurden zusammen mit Vertre-
Kann die umweltgerechte Entsorgung nicht erreicht wer- tern des Handels, der Industrie und der interessierten
den, ist ein gesetzliches Einfuhr-, Produktions- oder Ver- Umweltschutzorganisationen mögliche Strategien zur Stüt-
wendungsverbot zu erlassen. zung der Mehrwegsysteme diskutiert. Da bis jetzt keine
befriedigende Lösung auf dem Vereinbarungsweg zustande
Texte de la motion du 22 septembre 1987 kam, sieht der Bundesrat vor, die notwendigen Massnah-
Le Conseil fédéral est chargé d'arrêter des dispositions, en men auf dem Verordnungsweg vorzuschreiben.
vertu de l'article 32 de la loi sur la protection de l'environne- Die Regelung soll mit einem Pfand auf Einweggetränkepak-
ment, relatives à l'obligation de reprendre certains produits kungen für kohlensäurehaltige Getränke den Rücklauf der
ou emballages, notamment les piles, les boîtes en alumi- leeren und verwertbaren Packungen sichern. Ziel ist es, ein
nium, les récipients en verre ou en plastique, etc., et sur la Entsorgungssystem für Getränkepackungen aufzubauen,
retenue d'un dépôt. Le dépôt doit assurer le retour du plus das im wesentlichen dem in Schweden mit gutem Erfolg
grand nombre possible de déchets, ainsi que leur élimina- eingesetzten Verfahren entspricht. Um die zum Sammeln
18. März 1988 N 423 Motion Nussbaumer
und Verwerten notwendige Organisation sowie die nötige logements, ce qui serait un bon moyen d'accorder la priorité
Informationstätigkeit zu finanzieren, ist gleichzeitig die aux mesures d'encouragement de la construction de loge-
Erhebung einer vorgezogenen Entsorgungsgebühr vorge- ments nécessitant peu de terrain;
sehen. 2. à compléter les textes légaux relatifs au deuxième et au
Was die rechtliche Situation anbelangt, enthält das geltende troisième piliers, afin que l'argent ainsi économisé serve
Umweltschutzgesetz in Artikel 32 die für ein Pfand oder ein réellement à la prévoyance individuelle assurée grâce à la
Verbot notwendigen Grundlagen. Hingegen sind die gesetz- propriété du logement;
lichen Grundlagen für eine vorgezogene Entsorgungsge- 3. à modifier les dispositions légales de façon à favoriser le
bühr, die für eine zweckmässige Finanzierung der Entsor- placement des fonds amassés par les caisses de retraite
gung von Batterien und von Getränkepackungen ebenfalls ailleurs que sur le marché du logement. On pourrait notam-
notwendig ist, nicht klar vorgegeben. Die in diesem Bereich ment envisager d'édicter des dispositions plus libérales
notwendige Anpassung des Umweltschutzgesetzes soll pour les placements effectués dans les secteurs autres que
zusammen mit weiteren für die Bewirtschaftung der Sonder- l'immobilier et de limiter efficacement la possession de titres
abfälle notwendigen Ergänzungen erfolgen und dem Parla- de propriété immobilière.
ment so rasch als möglich zur Behandlung vorgelegt
werden. Mitunterzeichner - Cosignataires: Blunschy, Columberg,
Darbellay, Dirren, Grassi, Humbel, Jung, Keller, Koller
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Arnold, Kühne, Landoli, Risi-Schwyz, Ruckstuhl, Rüttimann,
Déclaration écrite du Conseil fédéral Savary-Feiburg, Schmidhalter, Schnider-Luzern, Segmüller,
Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat unmzu- Seiler, Stamm Judith, Wick, Ziegler (22)
wandeln.
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat Die Befriedigung des breiten Wunsches nach Wohneigen-
tum kostet'heute sehr viel Kulturland und sie stösst daher-
Boden ist ein unvermehrbares Gut - an natürliche Grenzen.
Dieser Druck auf das Kulturland kann vermindert werden,
#ST# 86.393 wenn statt der Erstellung von Eigenheimen auf der «grünen
Wiese» eine breitere Streuung des Eigentums an der heute
Motion Nussbaumer vorhandenen Bausubstanz erreicht werden kann. Dieses
Bodensparendes Wohneigentum. Ziel könnte insbesondere durch einen Erwerb der heutigen
Förderung Mietwohnungen zum Eigengebrauch durch Mieter oder
Mietgemeinschaften erreicht werden. Verschiedene Bei-
Accession à la propriété de logements. spiele zeigen, dass diese Lösung funktioniert. Und weil
Encouragement Mietwohnungen generell weniger luxuriös erstellt werden
als Eigentumswohnungen, erschliessen sich -so auch für
breitere Bevölkerungsschichten Möglichkeiten zum Erwerb
von Wohneigentum. In der Regel werden diese Liegenschaf-
ten aber nur direkt Immobiliengesellschaften, Pensionskas-
Wortlaut der Motion vom 20. März 1986 sen usw. angeboten.
Der Bundesrat wird ersucht, Vorschläge vorzulegen:
1. Für ein gesetzliches Vorkaufsrecht für Mieter und Mietge- Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
meinschaften zum Eigengebrauch. Dabei soll die naturge- vom 27. August 1986
mäss schwächere Stellung der kaufwilligen Mieter durch Rapport écrit du Conseil fédéral du 27 août 1986
geeignete Massnahmen, wie eine angemessene Bedenkzeit I.Die Motion verlangt die Einführung eines gesetzlichen
und einen Schutz gegen missbräuchlichen Spekulations- Vorkaufsrechts für Mieter und Mietgemeinschafen, welche
handel, gestärkt werden. Für einkommensschwächere die gemieteten Wohnungen oder Häuser zum Zweck des
Bevölkerungskreise sollen prioritär auch die Mittel gemäss Eigengebrauchs erwerben möchen. Ein solches Vorkaufs-
Wohnbau- und Eigentumsförderungsgesetz (WEG) einge- recht müsste im Titel des Obligationenrechts über den Miet-
setzt werden, welches damit dem Ruf nach Privilegierung vertrag geregelt werden. Der Bundesrat hat Ihnen am
bodensparender Förderungsmassnahmen nachleben 27. März 1985 einen Entwurf zur Gesamtrevision dieses
könnte. Titels unterbreitet (BB11985 l 1389 ff.), der von den eidge-
2. Für eine Ergänzung der gesetzlichen Grundlagen zur nössischen Räten nach der Volksabstimmung über die Mie-
zweiten und dritten Säule, mit dem Ziel, die so angesparten terschutz-initiative zu beraten sein wird. Das Anliegen des
Gelder auch wirksam für eine individuelle Vorsorge durch Motionärs könnte bei der Beratung dieses Entwurfes durch
Wohneigentum verwenden zu können. entspechende Anträge in der Ratskommission oder im Rat
3. Für eine Aenderung der Rechtsgrundlagen, um den Woh- verwirklicht werden. Der Bundesrat ist dennoch bereit, die-
nungsmarkt von den Pensionskassengeldern zu entlasten. sen Punkt der Motion als Postulat entgegenzunehmen und
Denkbar sind insbesondere freizügigere Vorschriften in die Frage in Zusammenhang mit der Gesetzgebung über
anderen Anlagebereichen und eine wirksamere Begrenzung das bäuerliche Bodenrecht zu prüfen. Der diesbezügliche
des Wohnimmobilien-Portfolios. Vorentwurf, der sich zur Zeit im Vernehmlassungsverfahren
befindet, enthält nämlich auch eine Neuregelung des Vor-
Texte de la motion du 20 mars 1986 kaufsrechts im Obligationenrecht.
Le Conseil fédéral est chargé de soumettre au Parlement Was die Mittel gemäss Wohnbau- und Eigentumsförde-
des propositions visant: rungsgesetz (WEG) betrifft, so können diese bereits nach
1. à introduire un droit de préemption légal en faveur des geltendem Recht zum Erwerb von Wohnungen verwendet
locataires et des collectivités de locataires qui désirent ache- werden, und zwar unabhängig davon, ob die Wohnung
ter un logement pour leur propre usage. Il est dans l'ordre aufgrund eines Kaufvertrages mit dem Eigentümer oder in
des choses que le locataire désireux d'acquérir un logement Ausübung eines (vertraglichen) Vorkaufsrechts erworben
se trouve en position de faiblesse. Il convient donc de wird.
renforcer sa position par des mesures appropriées, telles 2. Die gesetzliche Grundlage für die Wohneigentumsförde-
que temps de réflexion suffisant et protection contre les rung in der zweiten Säule mittels Verpfändung der Alterslei-
abus de la spéculation. Pour ce qui est des personnes ayant stungen hat in der Praxis zu etlichen Schwierigkeiten
un revenu modeste, il faut en tout premier lieu mettre à leur geführt. Der Bundesrat wird deshalb, im Rahmen einer künf-
disposition les moyens financiers prévus dans la loi encou- tigen Revision des Bundesgesetzes über die berufliche
rageant la construction et l'accession à la propriété de Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsoge (BVG) prüfen,
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Widmer Abfallbeseitigung
Motion Widmer Elimination des déchets
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1988
Année
Anno
Band I
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 87.550
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 18.03.1988 - 08:00
Date
Data
Seite 422-423
Page
Pagina
Ref. No 20 016 199
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