Radioactive Waste Return to Switzerland
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court addressed an interpellation concerning the return of radioactive waste to Switzerland. The government responded that while reprocessing has known issues, there are no significant safety differences between waste disposal variants, and the US still delays plutonium authorizations. Switzerland requires domestic interim storage capacity before allowing waste imports, and any bilateral agreement with France for waste return would need parliamentary approval, though no formal treaty is currently pursued. The government indicated that import permits would only be granted once sufficient interim storage is available, likely in the mid-1990s, and the subsequent authorization process would follow existing atomic energy laws.
Legislator-Regeste
KI-generiertArtikel 4 Atomgesetz; Radioactive Waste Return to Switzerland: The government responded that while reprocessing has known issues, there are no significant safety differences between waste disposal variants, and the US still delays plutonium authorizations. Switzerland requires domestic interim storage capacity before allowing waste imports, and any bilateral agreement with France for waste return would need parliamentary approval, though no formal treaty is currently pursued. The government indicated that import permits would only be granted once sufficient interim storage is available, likely in the mid-1990s, and the subsequent authorization process would follow existing atomic energy laws.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited in the context of the approval procedure for radioactive waste imports.
Volltext
Interpellation du groupe socialiste 1892 N 18 décembre 1987
ges Verfahren, viele unterschiedliche Abfälle neben den Sicherheitsnormen eingehalten werden können. Die heute verglasten Abfällen, Schwierigkeiten für die Erteilung der im Inland und Ausland vorliegenden technischen Studien amerikanischen Bewilligungen für das Plutonium usw.)? zeigen, dasssicherheitsmässig keine entscheidenden Unter- 2. Wie kommt der Bundesrat dazu, auf Fragen der Rückschiede zwischen den verschiedenen Varianten zur Entsornahme radioaktiver Abfälle in die Schweiz einzutreten, gung von abgebranntem Kernbrennstoff bestehen. Die USA solange es bei uns weder Zwischenlager gibt, noch die erteilen Bewilligungen zur Verwendung von Plutonium nach Machbarkeit einer Endlagerung glaubwürdig nachgewiesen wie vor nur mit Verzögerungen. ist? 2. Die Kernkraftwerk-Betreiber wurden darauf hingewiesen, 3. Inwiefern ist die Schweiz überhaupt zur Erteilung von dass eine Einfuhr der aus der Wiederaufarbeitung stammensolchen Bewilligungen, respektive zur Rücknahme von den radioaktiven Abfälle nur bewilligt werden kann, wenn Abfällen verpflichtet? Welche Konsequenzen hätte die Verentsprechende Zwischenlagerkapazitäten in der Schweiz weigerung einer Einfuhrbewilligung? Welche technischen zur Verfügung stehen. Alternativen bestehen? 3. Wie am 18. Juni 1979 in einer Antwort auf eine Einfache 4. Eine allfällig eingegangene verbindliche Rücknahmever- Anfrage Grobet ausgeführt wurde, sicherte der Bundesrat pflichtung des Bundes gegenüber Frankreich ist durch das der französischen Regierung zu, er werde von sich aus Parlament zu genehmigen, damit sie rechtsgültig ist. Liegt nichts gegen eine Rücklieferung unternehmen. Entgegen eine solche Genehmigung vor, oder ist ein Genehmigungsden Ausführungen in der erwähnten Antwort wird die franverfahren noch vorgesehen? zösische Regierung voraussichtlich kein Begehren stellen, 5. Wann und wie wird das im Tätigkeitsbericht erwähnte dass die Zusicherung staatsvertraglich bestätigt werden Bewilligungsverfahren gemäss Artikel 4 Atomgesetz stattfinsolle. den (öffentliche Gesuchsauflage, Einspracheund Be- Die Verweigerung einer Einfuhrbewilligung wäre sicher mit schwerdeverfahren)? finanziellen Nachteilen für die schweizerischen Kernkraftwerkeverbunden, welche in Frankreich Brennelemente auf- Texte de l'interpellation du 23 septembre 1987 arbeiten lassen. Diese müssten die Kosten für die Rück- Dans le 9e rapport d'activité du groupe de travail de la nahme unaufgearbeiteter Brennelemente in die Schweiz Confédération pour l'élimination des déchets radioactifs, il oder, falls möglich, für eine Lagerung dieser Brenneleest question d'autoriser le renvoi en Suisse de tels déchets. mente, respektive der daraus aufbereiteten Abfälle, im Aus- A ce sujet, je pose les questions suivantes au Conseil féland tragen. déral: 4. Wie bereits erwähnt, scheint die französische Regierung 1. Est-il exact, ainsi que l'indiquent des informations auf einen Staatsvertrag betreffend eine Rücknahme von récentes, que le retraitement ne présente pas toutes garan- Abfällen in die Schweiz verzichten zu wollen. Der Bundesrat ties de sécurité et n'offre aucun intérêt économique ou hat keinen Grund, von sich aus auf einen Vertrag zu politique (procédé coûteux et compliqué, grande variété de drängen. déchets autres que les déchets vitrifiés, difficultés pour 5. Eine Einfuhrbewilligung wird erst erteilt werden können, l'octroi des autorisations américaines pour le plutonium, wenn in der Schweiz die erforderlichen Zwischenlagerkapaetc.)? zitäten vorhanden sind. Dies dürfte aus heutiger Sicht in der 2. Comment se fait-il que le Conseil fédéral entre en matière ersten Hälfte der neunziger Jahre der Fall sein. Das Bewillisur des questions concernant le retour en Suisse de déchets gungsverfahren wird sich nach den dannzumal geltenden radioactifs tant qu'il n'existe pas chez nous de possibilités atomund verfahrensrechtlichen Bestimmungen richten. d'entreposage provisoire et que la faisabilité d'un entrepôt définitif n'est pas prouvée à l'évidence? Abstimmung - Vote 3. Dans quelle mesure la Suisse est-elle tenue d'octroyer de telles autorisations ou d'accepter le retour de déchets? Für den Antrag auf Diskussion offensichtliche Mehrheit Quelles seraient les conséquences si l'autorisation d'impor- Dagegen Minderheit tation était refusée? Quelles autres possibilités existe-t-il sur le plan technique? Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bun- 4. Au cas où la Suisse se serait engagée formellement desrates nicht befriedigt. envers la France à reprendre ses déchets, il faudrait l'accord du Parlement afin que cet engagement soit juriquement valable. Une telle autorisation a-t-elle été donnée ou une procédure est-elle prévue à cet effet? 5. Quand et comment la procédure d'autorisation mentionnée dans le rapport d'activité doit-elle avoir lieu selon l'article 4 de la loi sur l'énergie atomique (publication de la #ST# 87.545 requête, procédure d'opposition et de recours)? Interpellation Mitunterzeichner - Cosignataires: Braunschweig, Brügger, der sozialdemokratischen Fraktion Bundi, Euler, Fankhauser, Fehr, Friedli, Gloor, Hubacher, Unwetterkatastrophen. Jaggi, Lanz, Leuenberger-Solothurn, Leuenberger Moritz, Analyse und Vorbeugemassnahmen Morf, Nauer, Neukomm, Ott, Pitteloud, Rechsteiner, Reimann, Renschier, Rubi, Ruffy, Stamm Walter, Stappung, Interpellation du groupe socialiste Uchtenhagen, Vannay, Weber-Arbon, Zehnder (29) Intempéries de l'été 1987. Diagnostic et mesures à prendre Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Wortlaut der Interpellation vom 21. September 1987 vom 25. November 1987 Die Unwetterereignisse des Sommers 1987 waren von aus- Rapport écrit du Conseil fédéral du 25 novembre 1987 serordentlicher Heftigkeit, die Schäden im Alpenraum von 1. Die erwähnten Probleme bei der Entsorgung mit Wiederbisher kaum gekanntem Ausmass. Angesichts der katastroaufarbeitung des abgebrannten Kernbrennstoffs sind allgephalen Auswirkungen drängt sich eine rasche Untersumein bekannt. Diese betreffen in erster Linie die Kernkraftchung der Ursachen auf, insbesondere in bezug auf werk-Betreiber. Die Behörden haben bei der Genehmigung menschliche Eingriffe in die Natur und auf die umweltrelevon Entsorgungsschritten ausschliesslich zu prüfen, ob die vanten Faktoren. 18. Dezember 1987 N 1893 Interpellation der sozialdemokratischen Fraktion
1. Ist der Bundesrat bereit, eine unabhängige Expertenkom- Seit längerer Zeit anerkennen wir den Grundsatz des qualimission einzusetzen, welche die Hochwasserereignisse anatativen Wachstums, in Tat und Wahrheit «entwickeln» wir lysiert, die Ursachen objektiv erforscht und in einem Bericht stets quantitativ weiter. Szenarien für geeignete Vorbeugeund Abwehrdispositive 4. In den konkreten und speziellen Fällen wird häufig arguvorschlägt? mentiert, die Schäden seien die alleinige Folge der ausseror- 2. Was sieht der Bundesrat für Entschädigungen des Bundentlichen Regenfälle gewesen. Oertliche Behörden und des an die Betroffenen vor? einzelne Fachleute gingen gar soweit und bestritten, dass 3. Ist der Bundesrat bereit, angesichts einer sich abzeichmenschliche Eingriffe und Verhaltensweisen eine Rolle nenden beträchtlichen Schwächung des Oeko-Systems im gespielt hätten. So sagte ein Urner Regierungsvertreter, in Berggebiet dringliche Sofortmassnahmen (z. B. auf dem Uri könne der kranke Wald nicht für die Ueberschwemmung Umweltschutzoder Raumplanungssektor) zu erlassen? verantwortlich gemacht werden. Andere Leute heben die positive Bedeutung der Wasserkraftspeicherbecken hervor Texte de l'interpellation du 21 septembre 1987 und verlangen eine grosszügigere Gestaltung der Kunstbau- Les intempéries de l'été 1987 ont été d'une violence excepten oder die Flussbauten in den Gebirgstälern «grösser zu tionnelle et ont provoqué dans les Alpes des dégâts d'une dimensionieren». ampleur jamais atteinte auparavant. Vu les conséquences 5. Liegen die Dinge so einfach? Manche Bürger unseres catastrophiques de ces événements, il importe de connaître Landes und namhafte Fachleute machen auf die tiefgründirapidement leurs causes et d'établir notamment s'ils sont gen Ursachen aufmerksam. Sie machen die von den Mendus aux interventions de l'homme dans l'ordre naturel ou à schen in den letzten Jahrzehnten vorgenommenen Oberflädes facteurs déterminant l'équilibre écologique. chenveränderungen mitwenn nicht gar hauptverantwort- 1. Le Conseil fédéral est-il prêt à nommer une commission bar. Sie verlangen denn auch von daher grundsätzlichere d'experts indépendants chargée d'étudier avec objectivité Massnahmen oder Haltungsänderungen, wie: es sei die Verles causes des inondations qui se sont produites et de betonierung des Bodens mit Strassen, Parkplätzen und présenter dans un rapport des scénarios sur les mesures anderen Bauten zu stoppen, in der Landwirtschaft naturgepréventives à arrêter et sur les installations à mettre en rechter zu produzieren, den Wald von vergifteter Luft und place? saurem Regen zu verschonen und der Natur besser ange- 2. Quels dédommagements entend-il verser aux sinistrés? passte Schutzund Wehrbauten zu erstellen. - Drei Dinge 3. Est-il prêt, étant donné que l'écosystème alpestre risque, tragen dazu bei, so Prof. Jäckli aus Zürich, dass grosse semble-t-il, de se détériorer de façon imminente, de prendre Erosionen und Ueberflutungen im Alpenraum eintreten: die des mesures d'urgence (par exemple en matière de protec- Veränderung des Klimas, die Verstellung der Erdkruste und tion de l'environnement et d'aménagement du territoire), das Eingreifen der Menschen. Der Mensch werde zwar im afin de parer à ce danger? verstärkten Masse mit baulichen Massnahmen die Erosion einzudämmen versuchen, doch gleichzeitig weiterfahren, Sprecher - Porte-parole: Bund i jene Gebiete, welche «unsere Vorväter mieden, weil geologisch stark gefährdet, noch dichter als bisher zu belegen» Schriftliche Begründung - Développement par écrit mit Zweitund Drittwohnungen, Gewerbeund Industriebau- 1. Die Unwetterkatastrophen dieses Jahres haben im Alpenten, Verkehrswegen und -leitungen aller Art. Dadurch würraum Auswirkungen gehabt, wie man sie seit Menschengeden zwar die Ueberschwemmungen im zeitlichen Ablauf denken kaum erlebt hat. Sie haben denn auch weite Teile immer seltener eintreten, die Schäden aber mehr Menschen der Bevölkerung sensibilisiert und alarmiert. betreffen und grössere materielle Verluste bewirken («Welt- Grosse Anerkennung verdienen die spontanen Einsätze von woche» Nr. 37, 1987). Zivilschutz und Armee, von örtlichen, regionalen und kanto- 6. Nachdem die Umweltbedrohung im Zusammenhang mit nalen Organisationen der Feuerwehr und Sanität, von Grupden diesjährigen Unwetterereignissen ernsthafte Formen pen von Freiwilligen und privaten Helfern, ebenso die vielen annimmt - die Ansichten über die Ursachen aber teilweise Hilfsaktionen mit Geldspenden. Ueberall ist heute die Wiekontrovers auseinandergehen -, scheint es uns unabdingderinstandstellung in vollem Gang, und teilweise sind Schäbar, eine Expertenkommission mit der Abklärung der tiefeden bereits behoben. Die gesamtschweizerische Solidarität ren Ursachen zu betrauen - übrigens tat das der Bund auch erwies sich als vorbildlich. schon bei den schweren Hochwasserkatastrophen des Jah- 2. Es ist wichtig, dass sofort Projekte für möglichst stärkere res 1868 - und Bericht und Anträge erstatten zu lassen. und zweckdienlichere Verbauungen, Schutzdämme und Insbesondere sollte ein solches Gremium unabhängiger Wehrbauten erstellt und realisiert werden. Als kurzfristige Fachleute die Fragen der menschlichen Eingriffe in die Massnahmen sind sie notwendig zum Schutz von Bevölke- Natur studieren und die Auswirkungen des laufenden rung, Kulturen und Verkehrswegen. - Nun gibt es Regionen Trends im wirtschaftlichen Ablauf prüfen. Die Erkenntnisse im Alpenraum, wo sich die bisherigen Verbauungen bewährt dieser Kommission hätten alsdann in konkreten Empfehlunhaben; es gibt andere Talschaften, wo die Anlagen übergen und Vorschlägen auszumünden und auch Szenarien für spült oder gar zerstört wurden. Die Rezepte für bauliche vorbeugende Massnahmen und Abwehrdispositive aufzu- Massnahmen dürften denn auch nicht überall die gleichen zeigen. sein. 7. Der Bundesrat möge ferner erklären, wie die vorgesehene 3. Was die mittelund längerfristige Entwicklung im Alpenund angekündigte Bundeshilfe gegenüber den Geschädigraum betrifft, fragt es sich jedoch, ob der Prozess von heute ten erfolgen soll, in welchem Ausmass dieselbe ungefähr weitergehen soll und darf. Die Vermutung setzt sich immer gedacht ist und ob sie möglichst bald und unbürokratisch mehr durch, dass durch die Vorkehrungen, die wir in den ausgerichtet werden kann. Ist die Bundeshilfe nur an Kanletzten 30 Jahren in Form von masslosen Eingriffen in die tone und Gemeinden vorgesehen, oder können auch Private Natur getroffen haben und durch die ständige Zunahme in deren Genuss gelangen? Beschränkt sich diese Hilfe auf schädlicher Immissionen unser Oekosystem stark Wiederherstellungsmassnahmen, odersoll sie auch Vorbeugeschwächt worden ist. Allmählich setzt sich die allgemeine gungsmassnahmen zugute kommen? Ferner interessiert es Erkenntnis durch, dass kanalisierte und begradigte Bäche, in diesem Zusammenhang, ob bei dieser Vorlage auch Gelversiegelte und verdichtete Böden, dürre und verlichtete der mit Bezug auf die Verbesserung der Umweltbedingun- Wälder sowie übermässig asphaltierte und betonierte Siedgen, eventuell auch an Auflagen geknüpfte, ausgerichtet lungsund Verkehrsflächen die Ueberschwemmungen werden, d. h. ob bereits in diesem Rahmen die mittelund begünstigen, weil sie das Regenwasser schneller abund langfristigen Perspektiven mitberücksichtigt werden? überlaufen lassen. 8. Schliesslich fragt es sich, ob der Bundesrat nicht gezielte Der zivilisatorische Fortschritt scheint in unseren Gebirgs- Sofortmassnahmen ins Auge fassen will, um das bedrohte gegenden an Grenzen angelangt zu sein, deren Nichtbeachökologische System im Berggebiet vor weiterer Schwätung zu irreparablen Schäden und Nachteilen führen kann. chung zu schützen. Zu denken ist dabei z. B. an verkehrsein- Votations finales 1894 N 18 décembre 1987
schränkende Massnanmen, um dem weiteren Waldsterben Bei den Folgen der Unwetter andererseits ist zu erkennen, zu begegnen oder an einen Stop des Zweitwohnungsbaus, dass die immer intensivere Nutzung des Raums dazu um unnötigen weitergehenden Ueberbauungen und Betogeführt hat, dass das Ausmass der Schäden gegenüber nierungen der Kulturlandschaft entgegenzuwirken? vergleichbaren früheren Ereignissen zugenommen hat. Die Intensität der Raumnutzung lässt sich allerdings nicht von heute auf morgen ändern, auch nicht durch dringliche Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Massnahmen. Der Bundesrat erwartet, dass das Ausmass vom 25. November 1987 der Schäden dieses Sommers dazu führt, dass künftig die Rapport écrit du Conseil fédéral du 25 novembre 1987 Eignung bestimmter Gebiete für bestimmte Nutzungen vor- 1. Es erscheint dem Bundesrat als selbstverständlich, dass sichtiger beurteilt wird. So könnten über eine zweckmässinach Schadenereignissen, und insbesondere nach so gere Anwendung bestehender Rechtsgrundlagen (insbeschwerwiegenden, wie sie letzten Sommer auftraten, deren sondere Raumplanung) künftige Schäden verringert Ursachen ergründet werden und nach Möglichkeiten werden. gesucht wird, ähnliche Vorkommnisse in Zukunft zu vermei- Vor dem Vorliegen der Ergebnisse der eingeleiteten Unterden. Im Zusammenhang mit den Ursachen von Hochwassersuchungen besteht somit für den Bundesrat keine Notwenereignissen laufen bereits seit einigen Jahren verschiedene digkeit, dringliche Sofortmassnahmen auf dem Umwelt- Arbeiten, namentlich im Rahmen des gemeinsamen Arbeitsschutzund Raumplanungssektor im Berggebiet zu erprogramms des Bundesamts für Wasserwirtschaft und der lassen. Landeshydrologie und -geologie (Nationales Programm Hochwasser). Dabei wird u. a. auch der Einfluss von Wald Abstimmung - Vote auf das Abflussgeschehen bei Hochwasserereignissen untersucht. Nach den jüngsten Unwetterereignissen wurden Für den Antrag auf Diskussion offensichtliche Mehrheit bereits beabsichtigte weitere Untersuchungen auf ihre Dagegen Minderheit Bedeutung für die Ergründung der Ursachen überprüft und zusätzliche Untersuchungen ins Auge gefasst. Gleichzeitig wurden auch die Kontakte mit den interessierten Fachstellen und Instituten verstärkt mit dem Ziel, die Forschungsbe- 82.072 #ST#
mühungen zu koordinieren und die Ursachen der Unwetterereignisse umfassend abzuklären. Unter diesen Umständen Internationales Privatrecht. erscheint dem Bundesrat die Einsetzung einer zusätzlichen Bundesgesetz Expertenkommission nicht als sinnvoll. Er ist vielmehr der Auffassung, dass die notwendigen Untersuchungen weiter- Droit international privé. Loi hin im Rahmen der bestehenden Institutionen durchgeführt und ausgewertet werden sollen. Siehe Seite 1064 hiervor- Voir page 1064 ci-devant 2. In erster Linie sieht der Bundesrat vor, die bestehenden Beschluss des Ständerates vom 18. Dezember 1987 Möglichkeiten zur finanziellen Unterstützung voll auszu- Décision du Conseil des Etats du 18 décembre 1987 schöpfen. Er wird der Bundesversammlung Anträge stellen zur Erhöhung der dafür bestimmten Verpflichtungsund Zahlungskredite. Er hat daneben ins Auge gefasst, im Rah- Schlussabstimmung - Vote final men einer Sondervorlage gewisse Erweiterungen und Ergänzungen der bestehenden Rechtsgrundlagen für Bun- Für Annahme des Gesetzentwurfes 127 Stimmen desbeiträge zu beantragen. Wo und in welchem Umfang (Einstimmigkeit) dies geschehen soll und kann, ohne unerwünschte Doppelspurigkeiten oder andere Schwierigkeiten hervorzurufen, ist An den Bundesrat - Au Conseil fédéral im Moment noch in Abklärung. Schliesslich ist auch zu prüfen, ob auch nach diesen Massnahmen und unter Berücksichtigung von Versicherungsleistungen und Zuwendungen anderer Institutionen für die betroffenen Kantone unzumutbare Belastungen bleiben. Für diesen Fall nimmt der Bundesrat in Aussicht, in der Sondervorlage die Grund- 85.020 #ST#
lage für zusätzliche Beiträge an die Kantone vorzusehen. Der Bundesrat geht davon aus, dass Schäden bei Privaten in erster Linie durch Versicherungen gedeckt werden und Strafgesetzbuch (Insidergeschäfte) zudem die Mittel der verschiedenen Hilfsaktionen zur Verfü- Code pénal (Opérations d'initiés) gung stehen. Aufgrund ihrer Nähe zu den Betroffenen und ihrer Kenntnisse der Lage sind vor allem die Gemeinden, Siehe Seite 1765 hiervor - Voir page 1765 ci-devant allenfalls noch der Kanton in der Lage, Härtefälle zu erkennen und nötige Unterstützung zu gewähren. Der Bund kann Beschluss des Ständerates vom 18. Dezember 1987 Décision du Conseil des Etats du 18 décembre 1987 indirekt helfen, indem er die Kantone und Gemeinden von anderen finanziellen Verpflichtungen entlastet, und allenfalls über die schon erwähnten Zusatzbeiträge an die betroffenen Kantone bei unzumutbarer Belastung. Schlussabstimmung - Vote final 3. Die Unwetter vom Sommer 1987 können als ausserordentlich bezeichnet werden in dem Sinne, dass - zum Glück - Für Annahme des Gesetzentwurfes 136 Stimmen nicht in kurzen Abständen mit derartigen Ereignissen Dagegen 1 Stimmen gerechnet werden muss. Aussergewöhnliche Ereignisse hat es aber schon früher gegeben, und es wird sie auch in An den Bundesrat - Au Conseil fédéral Zukunft geben. Aufgrund einer ersten Beurteilung müssen als Hauptursachen der Hochwasser des vergangenen Sommers die Niederschläge angenommen werden. Menschliche Einflüsse spielten nach den vorliegenden Erkenntnissen nur eine untergeordnete Rolle. Näheres werden die in der Antwort zu Frage 1 erwähnten Untersuchungen zeigen. Dann wird auch ersichtlich sein, welche Massnahmen zu ergreifen sind. Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation der sozialdemokratischen Fraktion Unwetterkatastrophen. Analyse und Vorbeugemassnahmen
Interpellation du groupe socialiste Intempéries de l'été 1987. Diagnostic et mesures à prendre
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1987 Année Anno
Band IV Volume Volume
Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale
Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 13 Séance Seduta
Geschäftsnummer 87.545 Numéro d'objet Numero dell'oggetto
Datum 18.12.1987 - 08:00 Date Data
Seite 1892-1894 Page Pagina
Ref. No 20 016 032
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.