Asylum Seeker Crime Rate and Expulsion Policies
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis interpellation addresses concerns about the rising crime rate among asylum seekers in Switzerland. It queries the government for statistics on crimes committed by asylum seekers, the nationalities involved, and the types of offenses, and asks if the government believes this is a consequence of a liberal asylum policy, particularly regarding the non-expulsion of rejected applicants. The interpellation also seeks to know what measures will be taken to combat this perceived criminality and whether criminal asylum seekers will be deemed unworthy of protection and expelled, as well as the current practice and statistics on expulsions.
Legislator-Regeste
KI-generiertAsylum Seeker Crime Rate and Expulsion Policies: denen Asylanten gemäss Frage 1 (in absoluten und prozen- Kantone nicht in der Lage wären, ihm diese Daten zu liefern.
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KI-generiertVolltext
Interpellation Ruf-Berne 1506 9 octobre 1987
nicht nur auf die Luftreinhaltung, sondern umfasst auch die On peut déduire de maintes informations diffusées par les
anderen Bereiche des Umweltschutzes. médias que c'est surtout le nombre des actes répréhensi-
7. Der Bundesrat wird über die Vollzugstätigkeit jeweils im bles commis par des demandeurs d'asile qui a fortement
Rahmen des Geschäftsberichts informieren. augmenté. On sait par exemple que les Tamouls du Sri
Lanka pratiquent sur une grande échelle le commerce de
Abstimmung - Vote drogues dures.
Je prie le Conseil fédéral de répondre aux questions sui-
Für den Antrag auf Diskussion offensichtliche Mehrheit vantes:
Dagegen Minderheit 1. Données statistiques:
a. Quel est le nombre annuel des crimes et des délits com-
mis en Suisse ces cinq dernières années par des deman-
#ST# 87.536 deurs d'asile (chiffres séparés)?
b. Combien de demandeurs d'asile de telle ou telle nationa-
Interpellation Ruf-Bern lité ont été frappés d'une peine durant la même période? (Je
Kriminalität von Asylbewerbern désire une liste complète indiquant les pays d'origine et le
nombre de demandeurs d'asile condamnés chaque année.)
Interpellation Ruf-Berne c. Quels sont les crimes et les délits les plus fréquemment
Criminalité chez les commis pendant ces cinq dernières années par des deman-
demandeurs d'asile deurs d'asile (pays d'origine)? (Je désire une statistique
détaillée renseignant sur le nombre des délits commis,
classés par catégories, et sur la nationalité des délinquants.)
2. Le Conseil fédéral ne pense-t-il pas que la criminalité
croissante des demandeurs d'asile est la conséquence
Wortlaut der Interpellation vom 19. Juni 1987 directe de la politique trop libérale adoptée en matière
Die seit längerer Zeit in der Schweiz gesamthaft feststellbare d'asile, qui attire des dizaines de milliers de réfugiés écono-
Zunahme der Kriminalität gibt verständlicherweise in der miques et les incite à violer le droit du pays d'accueil, et en
Bevölkerung zu berechtigter Beunruhigung Anlass, insbe- particulier du fait regrettable que la plupart des demandeurs
sondere wenn es sich um Gewaltverbrechen und um Dro- d'asile dont la requête a été rejetée ne sont pas expulsés?
gendelikte handelt. Zahlreichen Berichten in den Massen- 3. a. Quelles mesures le Conseil fédéral envisage-t-il pour
medien muss entnommen werden, dass vor allem die Zahl combattre efficacement la criminalité qui règne parmi les
der von Asylbewerbern begangenen Straftaten stark ange- demandeurs d'asile?
stiegen ist. Im Falle der Tamilen aus Sri Lanka ist z. B. eine b. Est-il prêt à considérer tous les demandeurs d'asile crimi-
umfangreiche Beteiligung im Handel von harten Drogen nels comme indignes d'être protégés et à les faire expulser?
bekannt. c. Que prévoit la pratique actuelle à ce sujet?
Der Bundesrat wird um die Beantwortung folgender Fragen d. Combien de demandeurs d'asile frappés d'une peine au
ersucht: cours des cinq dernières années au sens de la question 1
1. Statistische Angaben: (indications en chiffres absolus et en pourcent) ont dû
a. Wie hoch sind die jährlichen Gesamtzahlen der in der quitter notre pays? Combien n'ont pas été renvoyés et
Schweiz von Asylbewerbern während der letzten fünf Jahre pourquoi?
begangenen Verbrechen und Vergehen (getrennte Werte)?
b. Wieviele Asylbewerber jeder betroffenen Nationalität wur- Mitunterzeichner- Cosignataire: Steffen (1)
den im fraglichen Zeitraum jährlich straffällig? (Es wird eine
vollständige Liste mit Angabe der Herkunftsländer und der Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Anzahl straffälliger Asylanten pro Jahr gewünscht.) Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
c. Welche Verbrechen und Vergehen wurden von Asylbe- eine schriftliche Antwort.
werbern (aus welchen Herkunftsländern?) während der ver-
gangenen fünf Jahre am häufigsten begangen? (Es wird Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
eine detaillierte Statistik mit Angaben über Anzahl der vom 2. September 1987
Delikte und über die Nationalität der Täter pro Vergehens- Rapport écrit du Conseil fédéral du 2 septembre 1987
gruppe gewünscht.) 1. Die vom Interpellanten verlangten statistischen Angaben
2. Teilt der Bundesrat die Auffassung, die ansteigende Asyl- im Bereich der Ausländerkriminalität werden bereits in all-
anten kriminalität sei eine direkte Folge der allzu freizügigen gemeiner Form in den bestehenden Kriminalstatistiken der
Asylpolitik, die Zehntausende von Wirtschaftsasylanten Bundesanwaltschaft und des Bundesamtes für Statistik
geradezu anlockt und zu Missbräuchen des Gastrechtes erfasst und veröffentlicht.
einlädt, sowie insbesondere auch der bedenklichen Tatsa- Mit dem Vorstoss wird jedoch eine gezielte und durch krimi-
che, dass die Mehrheit der abgewiesenen Asylbewerber - nalpolitische Ueberlegungen nicht zu begründende Auf-
nach Ablehnung des Gesuches - nicht ausser Landes schlüsselung der Ausländerkriminalität verlangt. Dadurch
geschafft wird? würde diese Bevölkerungsgruppe ungerechtfertigt diskrimi-
3. a. Welche Massnahmen gedenkt der Bundesrat zu ergrei- niert, zumal aufgrund der bereits bekannten statistischen
fen, um die grassierende Asylantenkriminalität wirksam zu Daten feststeht, dass die Kriminalitätsrate der in der Schweiz
bekämpfen? wohnhaften Ausländer diejenige der Schweizer nicht
b. Ist er bereit, sämtliche kriminellen Asylbewerber als asyl- wesentlich übersteigt.
unwürdig zu betrachten und ausschaffen zu lassen? Im übrigen wäre es dem Bund auch aus praktischen
c. Wie sieht diesbezüglich die bisherige Praxis aus? Gründen nicht möglich, eine derart ins Detail gehende,
d. Wieviele der in den letzten fünf Jahren straffällig gewor- rückwirkende Statistik zu erstellen und zu führen, weil die
denen Asylanten gemäss Frage 1 (in absoluten und prozen- Kantone nicht in der Lage wären, ihm diese Daten zu liefern.
tualen Angaben) haben unser Land verlassen müssen? Wie- 2. Der Bundesrat hat in den vergangenen Jahren wiederholt
viele nicht und weshalb nicht? erklärt, dass zwischen der Ausgestaltung der schweizeri-
schen asylrechtlichen Bestimmungen und der in den ver-
Texte de l'interpellation du 19 juin 1987 gangenen Jahren festgestellten Zunahme der Zahl von Asyl-
L'accroissement de la criminalité en Suisse que l'on cons- bewerbern keinerlei Zusammenhang besteht. Das gleiche
tate partout depuis un certain temps fait naître parmi la gilt für die Beziehung zwischen der Ausgestaltung der Asyl-
population des craintes parfaitement justifiées, en particu- politik und der Zahl straffällig gewordener Asylbewerber.
lier lorsqu'il s'agit d'actes de violence criminels et de délits Die zur Fragestellung führende Betrachtungsweise vergisst
imputables à la drogue. die schlechte Menschenrechtssituation in den meisten Her-
9. Oktober 1987 N 1507 Interpellation Ruf-Bern
kunftsländern der Asylsuchenden. Ebenso werden die Einbürgerungen zu annullieren oder die fehlbaren Gemein-
zunehmenden sozialen und politischen Spannungen, eine debehörden mit Sanktionen zu belegen? Gedenkt der Bun-
verbreitete Landflucht, die zur Entwurzelung breiter Bevöl- desrat, konkrete Massnahmen zu ergreifen?
kerungsschichten führt sowie die hohe Geburtenrate ausser
Acht gelassen. Es sind aber gerade diese Entwicklungen, Texte de l'interpellation du 19 juin 1987
die unter anderem auch wachsende Flüchtlings- und Migra- Plusieurs exemples sérieux montrent que, dans certaines
tionsströme in die industrialisierten Länder auslösen. Dass communes du canton de Genève, des étrangers sont natura-
diese zu einem grossen Teil in Form von unkontrollierten lisés abusivement alors qu'ils ne remplissent pas les condi-
Wanderungsbewegungen ablaufen und die Asylsuchenden tions requises par la loi cantonale sur le droit de cité ou n'en
dabei sehr häufig von Schlepperorganisationen ausgenützt remplissent que certaines. C'est ainsi que plusieurs candi-
werden, erfüllt auch den Bundesrat mit Sorge. Er hat des- dats ont obtenu la citoyenneté suisse alors qu'ils avaient été
halb zahlreiche Massnahmen ergriffen und bereitet weitere condamnés à plus d'une reprise pour vol ou d'autres crimes
vor, die auf eine Verkürzung der Verfahrensdauer und eine ou délits, ainsi que pour des infractions à la loi sur la
verstärkte Bekämpfung derSchleppertätigkeit hinauslaufen, circulation routière, qu'ils ne pouvaient pas subvenir à leurs
wie auch eine verbesserte Kontrolle der Einwanderung er- propres besoins et ne s'étaient manifestement pas suffisam-
möglichen. ment bien intégrés. Dans un cas précis, un étranger qui avait
3. Angesichts der nicht signifikant höheren Kriminalitätsrate subi 9(!) condamnations et avait commis 42(!) infractions à
unter den asylsuchenden Ausländern sind auch keine la loi sur la circulation routière a été naturalisé. Les autorités
besonderen Massnahmen zu treffen. Lässt sich ein Asylbe- communales concernées ont approuvé la naturalisation de
werber kriminelle Handlungen zuschulde kommen, so kann ces personnes bien qu'elles aient eu parfaitement connais-
dies dazu führen, dass er des Asyls unwürdig erklärt und sance du fait que les conditions requises n'étaient manifes-
sein Gesuch gestützt auf Artikel 8 Asylgesetz abgelehnt tement pas remplies. On pourrait citer de nombreux cas
wird. Eine Ausschaffung kommt hingegen nur in Frage, semblables qui se sont produits dans d'autres cantons.
wenn der Ausländer in seinem Heimatland keine menschen- A ce sujet, je prie le Conseil fédéral de répondre aux ques-
unwürdige Behandlung erfährt. tions suivantes:
1. Est-il au courant de ces abus? A-t-il d'autres informations
Abstimmung - Vote encore? Que pense-t-il de cette façon absolument inconsi-
dérée d'accorder le droit de cité suisse?
Für den Antrag auf Diskussion Minderheit 2. Quel moyen voit-il d'interdire ou de réprimer le mépris
Dagegen offensichtliche Mehrheit manifeste de certaines communes à l'égard du droit canto-
nal relatif au droit de cité? Y a-t-il un moyen de faire annuler
Le président: L'interpellateur n'est pas satisfait de la les naturalisations abusives en question? Peut-il envisager
réponse du Conseil fédéral. d'infliger des sanctions aux autorités communales coupa-
bles? Le gouvernement pense-t-il prendre des mesures en
l'occurrence?
#ST# 87.537 Mitunterzeichner- Cosignataires: Meier Fritz, Steffen (2)
Interpellation Ruf-Bern
Missbräuchliche Einbürgerungen Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
Interpellation Ruf-Berne eine schriftliche Antwort.
Naturalisations abusives
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 26. August 1987
Rapport écrit du Conseil fédéral du 26 août 1987
1. Bevor ein Bewerber eingebürgert werden kann, benötigt
Wortlaut der Interpellation vom 19. Juni 1987 er eine Bewilligung der Bundesbehörde. Diese wird erteilt,
Verschiedene dokumentierte Beispiele beweisen, dass in wenn der Gesuchsteller in die schweizerischen Verhältnisse
gewissen Gemeinden des Kantons Genf immer wieder Aus- integriert ist, mit den schweizerischen Lebensgewohnhei-
länder in missbräuchlicher Weise eingebürgert werden, ten, Sitten und Gebräuchen vertraut ist, die schweizerische
obwohl sie die Voraussetzungen des kantonalen Bürger- Rechtsordnung beachtet und die innere oder äussere
rechtsgesetzes nicht oder nur teilweise erfüllen. So haben in Sicherheit der Schweiz nicht gefährdet. Bestehen unge-
höchst bedenklicher Weise mehrere Bewerber das Schwei- löschte Vorstrafen, so kann die eidgenössische Einbürge-
zer Bürgerrecht erhalten, die mehrfach wegen Diebstahls rungsbewilligung-von speziell begründeten Ausnahmefäl-
und anderer Verbrechen bzw. Vergehen sowie wegen Ver- len abgesehen - nur nach deren Löschung erteilt werden.
stössen gegen das StrassenVerkehrsgesetz verurteilt wor- Grundlage für die Prüfung der eidgenössischen Einbürge-
den sind, für ihren Lebensunterhalt nicht selbst aufkommen rungsvoraussetzungen bilden die kantonalen Erhebungsbe-
können oder offensichtlich ungenügend assimiliert sind. In richte. Die Behörden des Kantons Genf, denen hierzu
einem konkreten Fall ist ein Ausländer mit 9(!) Vorstrafen besonders ausgebildetes Personal zur Verfügung steht, füh-
und 42(!) Strassenverkehrsübertretungen eingebürgert wor- ren erfahrungsgemäss gewissenhafte Erhebungen durch.
den! Die betroffenen Gemeindebehörden haben in den Dem Bundesrat sind die angeblichen Missbräuche nicht
bekannten Fällen den umstrittenen Einbürgerungen trotz bekannt; die Behauptungen des Interpellanten werden denn
genauester Kenntnis der offensichtlich fehlenden Voraus- auch nicht näher belegt.
setzungen zugestimmt! Zahlreiche ähnliche Fälle sind auch 2. Eine offensichtliche Missachtung kantonaler Einbürge-
aus anderen Kantonen bekannt. rungsgesetze durch einzelne Gemeinden ist kaum denkbar.
Der Bundesrat wird um die Beantwortung folgender Fragen Einbürgerungen werden im Kanton Genf nämlich erst
ersucht: rechtskräftig, wenn ihnen auch der Grosse Rat zugestimmt
I.Ist dem Bundesrat dieser Missstand bekannt, hat er hat. Dieser hat es also in der Hand, allfälligen Fehlinterpre-
allenfalls weitergehende Informationen, und wie beurteilt er tationen der kantonalen Gesetze durch die Gemeinden zu
diesen unverantwortbar leichtfertigen Umgang mit dem begegnen. Die mangelnde Zustimmung des Grossen Rates
Schweizer Bürgerrecht? stellt also die Sanktion der kantonalen Behörde gegenüber
2. Welche Möglichkeiten bestehen, um die offensichtliche Einbürgerungszusicherungen der Gemeinden dar, welche
Missachtung kantonaler Einbürgerungsgesetze durch beabsichtigen, jemanden einzubürgern, obwohl die kanto-
gewisse Gemeinden zu unterbinden bzw. zu ahnden? nalen Vorschriften nicht erfüllt sind.
Besteht die Möglichkeit, die fraglichen missbräuchlichen Nichtigerklärungen von Einbürgerungen sind nur aufgrund
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Ruf-Bern Kriminalität von Asylbewerbern
Interpellation Ruf-Berne Criminalité chez les demandeurs d'asile
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1987
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 14
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 87.536
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 09.10.1987 - 08:00
Date
Data
Seite 1506-1507
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Pagina
Ref. No 20 015 827
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