Federal Council Rejects Proposal for Central Disarmament Office
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Council rejected a motion to create a central disarmament office, arguing that the current administrative structure effectively handles disarmament issues and adequately supports Swiss diplomatic efforts in arms control and international peace. Despite acknowledging the complexity of disarmament, the Council stated that existing interdepartmental working groups and personnel within the Federal Department of Foreign Affairs and the Federal Department of Defence have proven sufficient and that they would monitor future developments to potentially adjust the administrative framework if necessary.
Legislator-Regeste
KI-generiertFederal Council Rejects Proposal for Central Disarmament Office: pour faciliter l'arrangement de certains problèmes, à ouvrir knapp ausgestattet. Sie sollen deshalb ausgebaut werden.
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KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
23. Juni 1989 N 1131 Motion Bundi
ces sont fixées selon le principe de la couverture des frais, qui, Mitunterzeichner- Cosignataires: Ammann-St. Gallen, Bäum-
d'une part, signifie que les dépenses administratives doivent lin Richard, Bircher, Borei, Braunschweig, Deneys, Eggen-
être couvertes et, d'autre part, exige que le montant total des berg-Thun, Euler, Fehr, Friedli, Gloor, Hubacher, Lanz, Leuen-
émoluments ne soit pas exagérément supérieur au coût total berger-Solothurn, Leuenberger Moritz, Longet, Mauch Ursula,
de l'activité de l'administration. L'émolument pris isolément Mort, Nauer, Neukomm, Ott, Pitteloud, Rechsteiner, Reimann,
doit ainsi être raisonnablement proportionné à la prestation Renschler, Robbiani, Rubi, Ruffy, Stamm Walter, Stappung,
fournie. Pour des raisons humanitaires, l'article 16, lettre f, de Uchtenhagen.Vannay (32)
l'ordonnance susmentionnée prévoit que les prestations ac-
cordées en cas de maladie, d'accident, de décès ou d'arresta- Schriftliche Begründung - Développement par écrit
tion bénéficient d'une franchise de quatre heures déduite du Von der Schweiz muss erwartet werden, dass sie im Rahmen
montant total de l'émolument calculé pro rata temporis. ihrer Neutralität ihr Möglichstes unternimmt, um einen be-
Nous avons donc des règles extrêmement précises que nos wussten Beitrag an die weltweiten Bemühungen zur Abrü-
collaborateurs doivent observer. Par ailleurs, des rapports stung zu leisten. Die humanitäre Tradition unseres Landes ge-
d'inspection relatifs à la gestion des affaires administratives et bietet uns auch, unsere Anstrengungen für Frieden und Si-
consulaires de nos représentations indiquent de manière cherheit in der Welt beharrlich fortzusetzen. Ein Mittel, unsere
constante quêtant nos représentations à l'étranger que la cen- Disponibilität stärker in den Vordergrund zu rücken, besteht in
trale interviennent de façon efficace et adéquate en fonction de einem gezielten Angebot von guten Diensten im Abrüstungs-
la situation. Il y aura toujours, ici ou là, un événement quelcon- bereich.
que qui justifiera une réclamation. Nous savons aussi, par le Zur Zeit befassen sich ca. 3 bis 4 Personen im EDA mit Abrü-
courrier que nous recevons pour nous remercier, que certains stungsfragen; die Zahl im EMD dürfte kaum höher sein. Diese
de nos agents consulaires et diplomatiques n'hésitent pas, Dienste sind im Vergleich mit anderen neutralen Staaten
pour faciliter l'arrangement de certains problèmes, à ouvrir knapp ausgestattet. Sie sollen deshalb ausgebaut werden.
leur propre porte-monnaie pour venir au secours de nos com- Zweckmässig wäre ein gemeinsamer EDA-EMD-Dienst (ver-
patriotes en difficulté, en leur prêtant même quelquefois des gleichbar mit dem Integrationsbüro zwischen EDA und EVD).
sommes importantes. Da es jedoch vor allem um aussenpolitische Fragen geht, soll
Le Conseil fédéral estime donc que le dispositif actuel en ma- der Schwerpunkt beim EDA liegen, was auch für die politische
tière d'aide aux ressortissants suisses qui se trouvent en diffi- Transparenz dieses Dienstes wichtig ist.
culté ou qui ont été victimes d'un crime à l'étranger, a fait ses Die Bedeutung des Ausbaues der diesbezüglichen Verwal-
preuves et qu'il n'est par conséquent pas opportun de le modi- tung lässt sich wie folgt erklären:
fier. Il vous propose dès lors de rejeter le postulat. - Die neue Dienststelle würde in die Lage versetzt, die kom-
plexe Materie der Abrüstung vertiefter zu studieren und zu ver-
Präsident: Der Postulant hält an seinem Vorstoss fest. stehen;
- Sie würde Gewähr leisten, einen schweizerischen Stand-
Abstimmung - Vote punkt klarer zu definieren und gegen aussen zu vertreten und
damit auch unsere Interessen in den internationalen Verhand-
Für Uëberweisung des Postulates 43 Stimmen lungen (multilateral und bilateral) besser zu verteidigen;
Dagegen 69 Stimmen -Sie würde die Voraussetzung dafür schaffen, dass die
Schweiz in Zukunft - wenn die Aufgabe der Verifikation allfälli-
ger Abrüstungsabkommen sich konkret stellt-kompetent und
glaubwürdig ihre guten Dienste anbieten kann.
Unsere Bemühungen auf diesem Gebiet gilt es in Zukunft bes-
ser mit jenen anderer Neutraler zu koordinieren. Dies gilt so-
wohl für die Ausbildung von Spezialisten als auch für einen zu
intensivierenden Informationsaustausch, durch den wir vom
#ST# 87.506 Niveau der Arbeiten insbesondere der Schweden profitieren
könnten. Eine solche Koordination wäre vor allem dann wich-
Motion Bundi tig, wenn die Neutralen für die Verifikation in Zukunft gemein-
Schaffung einer zentralen Dienststelle sam ihre Dienste anböten.
für Abrüstung
Problèmes du désarmement. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Création d'un service central vom 21. September 1987
Rapport écrit du Conseil fédéral du 21 septembre 1987
Die Infrastruktur der Bundesverwaltung für den Bereich der
Friedenssicherung, der Vertrauens- und sicherheitsbildenden
Massnahmen, der Rüstungskontrolle und Abrüstung sowie
Wortlaut der Motion vom 18. Juni 1987 der Abklärung von Möglichkeiten entsprechender Guter
Angesichts der bescheidenen personellen Dotierung der sich Dienste (nachfolgend kurz Abrüstung genannt) mag im Ver-
mit der Abrüstung befassenden Bundesstellen wird der Bun- gleich mit ändern Staaten bescheiden erscheinen. Bundesrat
desrat eingeladen, eine zentrale Dienststelle für Abrüstung zu und Bundesverwaltung haben jedoch in den vergangenen
schaffen; diese soll personell so dotiert sein, dass die Schweiz Jahren die im Rahmen der Personalplafonierung möglichen
im Hinblick auf die mit der Abrüstung sich stellenden Verifika- Dispositionen getroffen, um den ständig komplexer werden-
tionsaufgaben ihre guten Dienste anbieten kann. Diese den Aufgaben in diesem Bereich gerecht zu werden. So sind
Dienststelle soll eng mit den entsprechenden Stellen der an- gegenwärtig die folgenden personellen und materiellen Res-
deren Neutralen zusammenarbeiten. sourcen eingesetzt:
Im EDA werden die Abrüstungsfragen grundsätzlich durch
Texte de la motion du 18 juin 1987 den Dienst für politische Sonderfragen betreut (geschaffen
Etant donné les effectifs restreints dont disposent les services 1980). Gewisse Abrüstungsprobleme werden auch vom Politi-
fédéraux qui s'occupent de problèmes de désarmement, le schen Sekretariat behandelt. Der KSZE-Dienst (geschaffen
Conseil fédéral est chargé de créer un service central qui soit 1985) ist für die entsprechenden Fragen im Rahmen der
doté d'un personnel suffisant pour permettre à la Suisse d'of- KSZE/KVAE zuständig. Alle drei Dienste arbeiten unter der Lei-
frir ses bons offices en vue de l'exécution de tâches de con- tung des Staatssekretärs zusammen.
trôle qu'impliqueront les accords sur le désarmement. Ce ser- Im EMD werden die Aufgaben der Abrüstung von der Unter-
vice devra travailler en étroite collaboration avec ses homolo- gruppe Front des Stabs der Gruppe für Generalstabsdienste
gues des autres pays neutres. wahrgenommen. Koordination und Zusammenarbeit zwi-
Motion Müller-Meilen 1132 N 23 juin 1989
sehen EDA und EMD haben sich im Abrüstungsbereich seit Schriftliche Erklärung des Bundesrates
über 20 Jahren bestens bewährt, und zwar nicht nur verwal- Déclaration écrite du Conseil fédéral
tungsintern, sondern auch bei internationalen Konferenzen. Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan-
Sie wird durch regelmässige Konsulationen zwischen dem deln.
Staatssekretär und dem Generalstabschef gewährleistet und
abgerundet. Ueberwiesen als Postulat- Transmis comme postulat
Je nach der Problemlage werden ausserdem interessierte
Dienste anderer Departemente zur Mitarbeit eingeladen, wie
z. B. das Bundesamt für Aussenwirtscnaft oder das Bundes-
amtfür Energiewirtschaft.
Seit einigen Jahren ist unserer Mission in Genf ein militärischer #ST# 89.427
Berater (ranghoher Offizier) für die Belange der Abrüstungs-
konferenz zugeteilt. Da die Schweiz nicht Mitglied dieser Kon- Motion Müller-Meilen
ferenz ist, sind ihr bei ihrer Tätigkeit allerdings Grenzen ge-
setzt. Dasselbe gilt auch für unsere Beobachter-Mission in Europäische Koordination
New York. der Flüchtlingspolitik
An allen unseren für Sicherheitspolitik bedeutenden Aussen-
posten werden die Fragen der internationalen Sicherheit, der Politique des réfugiés.
Rüstungskontrolle und Abrüstung mit besonderer Aufmerk- Coordination européenne
samkeit verfolgt.
Seit 1986 läuft im Institut universitaire de hautes études inter-
nationales in Genf ein Sonderprogramm für die Ausbildung
von Sicherheitsexperten. In einem einjährigen Kurs wurden je
zwei Beamte des EDA und des EMD über Sicherheits- und ins- Wortlaut der Motion vom 17. März 1989
besondere auch Abrüstungsfragen unterrichtet. Dadurch wird Der Bundesrat wird aufgefordert, seine Aussenpolitik stärker
verwaltungsintern das personelle Potential für die Bearbeitung in den Dienst einer europäischen Koordination der Flücht-
entsprechender Aufgaben, besonders auch im Hinblick auf lings- und Zuwanderungspolitik zu stellen. Ziel muss es sein,
die Prüfung der Uebernahme eventueller Verifikationsauf- die westeuropäischen Staaten zu einer Konferenz einzuladen,
gaben durch die Schweiz, verstärkt. Ein zweiter Kurs wird im welche eine Konvention betreffend die gemeinsame Haltung
Lehrjahr 1987/1988 mit je zwei weiteren Beamten durchge- und Bewältigung der Flüchtlings- und Zuwanderungsströme
führt. nach Europa ausarbeitet.
Schliesslich hat das Parlament für 1987 einen Kredit von
350 000 Franken gesprochen, der es der Bundesverwaltung Texfe de la motion du 17 marsi 989
ermöglicht, Ressortforschung und verwandte Massnahmen Le Conseil fédéral est chargé, par le biais de sa politique étran-
auf den Gebieten Sicherheitspolitik, Friedenssicherung, Rü- gère, d'intervenir davantage en vue d'une coordination de la
stungskontrolle und Abrüstung sowie Gute Dienste zu finan- politique d'asile et d'immigration à l'échelon européen. Ces ef-
zieren. Auf diese Weise kann die Verwaltung die vorhandenen forts doivent viser à la réunion d'une conférence des Etats
Forschungsreserven für die Erarbeitung von Grundlagen und d'Europe occidentale, conférence qui sera chargée d'élaborer
die Behandlung von Sachfragen besser nutzen und koordinie- une convention définissant des lignes communes en vue de
ren. Der Kontakt zwischen Verwaltung und Wissenschaft kann résoudre le problème posé par l'afflux de réfugiés et d'immi-
so vertieft werden. Entsprechende Kredite werden auch für die grants vers l'Europe.
Jahre 1988 und 1989 beantragt werden.
Um der Koordination und Zusammenarbeit zwischen den in- Mitunterzeichner - Cosignataires: Bircher, Bonny, Eggly,
teressierten Departementen und Dienststellen einen ständi- Loeb, Mühlemann, Portmann, Sager, Widmer (8)
gen Rahmen zu geben und um auch über eine verwaltungsin-
terne Instanz für Grundlagen- und Sachstudien zu verfügen, Schriftliche Begründung - Développement par écrit
ist 1982 die interdépartementale «Arbeitsgruppe Gute Dienste Die weltweiten Flüchtlings- und Zuwanderungsströme nach
und Internationale Friedenssicherung» (AGDIF) gebildet wor- dem Westen Europas irritieren und überfordern einzelne Staa-
den. Sie beschäftigt sich insbesondere mit Fragen der Rü- ten. Eine Verschärfung der Aufnahmebedingungen im einen
stungskontrolle, der Verifikation sowie der anfälligen Möglich- Land führt zum entsprechend erhöhten Zustrom in die Nach-
keiten Guter Dienste in diesem Zusammenhang. Sie ist auch barstaaten. Es hat sich die Einsicht durchgesetzt, dass nur
für die intensivierten Kontakte mit den zuständigen Wissen- eine gemeinsame Haltung der Staaten Westeuropas es ge-
schaftskreisen verantwortlich (Ressortforschung und ver- stattet, den Anforderungen gerecht zu werden. Massnahmen
wandte Massnahmen). Unter anderem ist die von Professor einzelner Staaten überwälzen die eigenen Pflichten den Nach-
Gasteyger und René Haug durchgeführte Nationalfondsstu- barländern.
die, erschienen 1986 unter dem Titel «Schweiz und Rüstungs- Die Grundsätze der KSZE-Akte bieten Gewähr, dass die Staa-
kontrolle: Schweizerische Aussenpolitik vor neuen Aufgaben» ten ihre Völkerrechtspflichten erfüllen und die Menschen-
(Verlag Rüegger, Grüsch), ein Ergebnis der Bemühungen der rechte der Flüchtlinge und Zuwanderer respektiert bleiben.
AGDIF. Das anvisierte Zusammenwirken der Staaten Westeuropas
Wie die fast 15-jährige Geschichte der KSZE, ihrer Folgekonfe- soll schliesslich Wege aufzeigen, wie das weltweite Nord-
renzen und Expertentreffen zeigt, arbeiten wir in dem Ausmass Süd-Gefälle anders als durch Flucht und Zuwanderung der
mit den ändern N + N zusammen, als es sich bei voller Wah- Menschen von Süd nach Nord überwunden werden kann.
rung unserer eigenen Interessen als möglich und zweckmäs-
sig erweist. Allerdings ist gerade der komplexe Problemkreis Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
der Sicherheitspolitik ein Bereich, in dem nationale Interessen vom 31. Mai 1989
von ausschlaggebender Bedeutung sind. Die oft divergieren- Rapport écrit du Conseil fédéral du 31 mai 1989
den geopolitischen und strategischen Anliegen der N + N- Ansätze zur internationalen Meinungsbildung finden sich in-
Staaten erschweren eine umfassende Zusammenarbeit. nerhalb der EG (Ministerrat und Kommission), im Europarat
Der Bundesrat ist folglich der Ansicht, dass der geschaffene sowie im Rahmen der informellen Konsultationen zwischen
institutionelle Rahmen den gegenwärtigen Bedürfnissen Aufnahmestaaten und dem UNHCR; auch die OECD befasst
Rechnung trägt. Er wird indessen die weitere Entwicklung auf sich damit. Für die Schweiz sind vor allem die Arbeiten des Ex-
dem Gebiet der internationalen Sicherheitspolitik aufmerksam pertenkomitees für Asylfragen des Europarates (Cahar) und
verfolgen, um, sofern es die Umstände erfordern, die Struktu- die- Entwicklungen innerhalb der sogenannten Schengener
ren der Verwaltung in dem vom Motionär gewünschten Sinne Gruppe (Frankreich, Bundesrepublik Deutschland, Bénélux)
zu verstärken. von Bedeutung. Der Entwurf für ein vom Cahar ausgearbeite-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Bundi Schaffung einer zentralen Dienststelle für Abrüstung
Motion Bundi Problèmes du désarmement. Création d'un service central
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1989
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 87.506
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 23.06.1989 - 08:00
Date
Data
Seite 1131-1132
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Pagina
Ref. No 20 017 473
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