France v. Switzerland: Nuclear Plant Incident Information Disclosure
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court was asked about a sodium leak and operational interruption at a French nuclear power plant, specifically concerning the timeliness and sufficiency of information provided by French authorities to Switzerland. The court found that Switzerland was informed appropriately given the nature of the incident, as France followed existing bilateral agreements for events not posing a radiological risk, though Switzerland proposed improved spontaneous information sharing for future incidents. Regarding the operational interruption, the court detailed the timeline of issues with turbogenerators and a sodium leak, stating that no precise guarantees were given for the plant's restart as the decision was pending assessment of repairs, and that nuclear safety was not compromised by the sodium leak.
Legislator-Regeste
KI-generiertFrance v. Switzerland: Nuclear Plant Incident Information Disclosure: The court found that Switzerland was informed appropriately given the nature of the incident, as France followed existing bilateral agreements for events not posing a radiological risk, though Switzerland proposed improved spontaneous information sharing for future incidents. Regarding the operational interruption, the court detailed the timeline of issues with turbogenerators and a sodium leak, stating that no precise guarantees were given for the plant's restart as the decision was pending assessment of repairs, and that nuclear safety was not compromised by the sodium leak.
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KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
Interpellation Petitpierre 1890 N 18 décembre 1987
Ferner wird die Totalrevison des Atomgesetzes vorbereitet. Abstimmung - Vote
Die eidgenössischen Räte werden daher demnächst Gele-
genheit haben, die Risikofrage einlässlich zu diskutieren. Für den Antrag auf Diskussion offensichtliche Mehrheit
2. Schadensausmass eines schweren Kernkraftwerkunfalles Dagegen Minderheit
Für keinen der heute weltweit eingesetzten Leistungsreakto-
ren kann absolut ausgeschlossen werden, dass infolge Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes-
eines schweren Unfalls ein Teil seines Inventars an radioak- rates nicht befriedigt.
tiven Stoffen freigesetzt wird. Der Bundesrat hat bereits in
seinen Antworten auf die dringlichen Interpellationen zum
Ereignis Tschernobyl im Juni 1986 darauf hingewiesen, dass
bei den in unserem Land eingesetzten Reaktoren aufgrund #ST# 87.485
ihrer Bauweise, ihren Eigenschaften und den Sicherheitssy-
stemen schwere Unfälle nicht nur sehr unwahrscheinlich Interpellation Petitpierre
sind, sondern auch eine geringere Freisetzung von Aktiv- Creys-Malville.
stoffen selbst bei beschädigtem Reaktor-Containment
Information über Betriebsunterbruch
erwarten lassen als im Falle Tschernobyl. Aufgrund von
Risikostudien kann abgeschätzt werden, dass im ungünstig- Creys-Malville. Fuite de sodium
sten Fall neben hundert Prozent der radioaktiven Edelgase et interruption de l'exploitation
auch einige Prozente des Inventars an Jod und Cäsium in
die Umgebung abgegeben werden.
3. Probabilistische Risikoanalysen
Für die Kernkraftwerke Beznau, Gösgen und Leibstadt wur-
den probabilistische Risikoanlysen (PRÄ) durchgeführt bzw. Wortlaut der Interpellation vom 18. Juni 1987
befinden sich in der Abschlussphase; für das Kernkraftwerk Kann der Bundesrat das Parlament über folgende Fragen
Mühleberg wurde damit begonnen. Diese Risikoanalysen informieren:
wurden im Auftrag und auf Kosten der Betreiber erarbeitet, 1. Ist er der Ansicht, von den zuständigen französischen
die somit auch über ihre Verbreitung verfügen. Lediglich die Behörden rechtzeitig und ausreichend informiert worden zu
Sicherheitsbehörden haben Einsicht in die entsprechenden sein?
Unterlagen. 2a. Aus welchen Gründen ist der Superphénix zunächst für
Solche Analysen können Anhaltspunkte geben über Verbes- einige Wochen und danach auf unbestimmte Zeit abge-
serungsmöglichkeiten und, obwohl mit grossem Streube- schaltet worden?
reich, über die etwaige Grössenordnung des mit dem 2b. Warum war die Information der französischen Behörden
Betrieb eines Kernkraftwerkes verbundenen Risikos. und der Oeffentlichkeit im allgemeinen auf den ersten Blick
Weltweit wurden bis heute nur für eine relativ kleine Anzahl so konfus und warum kam sie mit so unerklärlicher Verspä-
von Kernkraftwerken Risikoanalysen durchgeführt. Die tung?
ersten grossen Analysen (Rasmussenstudie in den USA, 2c. Unterscheidet sich die Praxis der französischen Behör-
deutsche Risikostudie) hatten eher Forschungscharakter, den in dieser Sache von derjenigen der deutschen und der
nämlich die Abschätzung des mit dem Betrieb einer grösse- schweizerischen Behörden? Wenn ja, welches sind die
ren Anzahl von Kernkraftwerken verbundenen Risikos. Not- Gründe dafür?
wendigerweise mussten sie auf ausgewählten, als typisch 2d. Hat der Bundesrat im Hinblick auf die erneute Inbetrieb-
beurteilten Anlagen basieren. So liegen in der Bundesrepu- nahme des Superphénix präzise Garantien erhalten? Wenn
blik Deutschland keine Analysen vor für andere Werke als nicht, wie gedenkt er dagegen zu opponieren?
das für die erwähnte Risikostudie ausgewählte Kernkraft- 3a. Wie ist die Alarmierung im Falle eines nuklearen Störfalls
werk Biblis B. oder eines nuklearen Unfalls zwischen Frankreich und der
Die schweizerischen Risikostudien sind nicht in einer zur Schweiz organisiert?
Veröffentlichung geeigneten Form vorhanden, da sie nicht 3b. Sind die mit anderen Nachbarländern abgeschlossenen
zu diesem Zweck vorbereitet wurden. Unter anderem spre- Abkommen und Verfahren ähnlich? Wenn nicht, was sind
chen auch Gründe des Sabotageschutzes gegen die Veröf- die Gründe dafür?
fentlichung von Detailinformationen.
4. Mark l-Containment des Kernkraftwerkes Mühleberg Texte de l'interpellation du 18 juin 1987
Weltweit stehen 36 Kernkraftwerke mit Mark l-Containment Le Conseil fédéral peut-il informer le Parlement sur les
in Betrieb. Es gibt keine amerikanischen Studien, aus wel- questions suivantes:
chen hervorgeht, dass Anlagen mit dem Mark l-Containment 1. Le Conseil fédéral estime-t-il avoir été informé en temps
den heutigen Anforderungen nicht mehr genügen. Weder in utile et suffisamment par les organes français compétents?
den USA noch in anderen Ländern steht ein Widerruf der 2a. Quels sont les motifs pour lesquels l'exploitation de la
Betriebsbewilligung zur Diskussion. centrale Superphénix a été interrompue d'abord pour quel-
Ueber das Verhalten des Mark l-Containments bei schweren ques semaines, puis pour une durée qui se prolonge?
Unfällen liegen bisher nur vereinzelte Studien für ausländi- 2b. Pourquoi l'information a-t-elle été donnée aux autorités
sche Anlagen vor. Deren Uebertragbarkeit auf das Kernkraft- françaises et au public en général de façon à première vue
werk Mühleberg ist aber kaum gegeben, da dessen Contain- décousue et avec des délais apparemment inexplicables?
ment nicht nur eine grössere Speicherfähigkeit aufweist, 2c. La pratique française en la matière est-elle différente de
sondern auch noch von einem wirksamen sekundären Con- celle de l'Allemagne et de celle de la Suisse et si oui,
tainment umschlossen ist. pourquoi?
Wesentlich für einen sicheren Betrieb des Kernkraftwerkes 2d. Le Conseil fédéral a-t-il obtenu des garanties précises en
Mühleberg ist der Nachweis, dass das Containment selbst vue de la remise en exploitation de Superphénix et si non,
im Falle eines Rohrbruchs einer Hauptleitung des Reaktor- comment entend-il s'opposer à cette remise en exploita-
kühlsystems die in Form von Dampf und heissem Wasser tion?
freiwerdende Energie aufnimmt und die radioaktiven Stoffe 3a. Comment l'alarme en cas d'incident ou d'accident dans
zurückhält. Dieser Nachweis liegt für das Kernkraftwerk une installation nucléaire est-elle organisée entre la France
Mühleberg vor und wurde von der Hauptabteilung für die et la Suisse?
Sicherheit der Kernanlagen überprüft. Einige im Zusammen- 3b. Les accords et les procédures avec d'autres pays sont-ils
hang mit dem Containment notwendigen Nachrüstungen semblables et si non, pour quelles raisons?
wurden bereits vor Jahren realisiert.
Mitunterzeichner-Cosignataires: Eggly, Longet, Rebeaud
(3)
18. Dezember 1987 N 1891 Interpellation Mauch
Schriftliche Begründung - Développement par écrit pour la Suisse le 26 septembre 1986. La convention prévoit
L'auteur renonce au développement et demande une l'obligation d'alarmer les Etats directement touchés par un
réponse écrite. accident, afin de pouvoir réduire les effets de celui-ci. Le
12 août 1987, le Conseil fédéral a approuvé le message qui
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates en propose la ratification. Simultanément, il a décidé d'user
vom 21. Oktober 1987 de la possibilité ainsi offerte de fournir une déclaration
Rapport écrit du Conseil fédéral du 21 octobre 1987 d'application anticipée.
1. Etant donné la nature de l'incident, la Confédération a été Nous ne pouvons ni comparer ni évaluer la pratique de
informée d'une manière appropriée. La France a fourni un l'information à l'intérieur de chaque Etat. La transmission
rapport officiel sur demande de la Suisse, conformément à entre Etats est réglée dans des accords. Ainsi, nous prati-
la réglementation adoptée par les deux pays pour les événe- quons depuis plusieurs années un large échange d'informa-
ments qui n'entraînent aucun risque radiologique. Elle a tions avec la République fédérale d'Allemagne, sans que les
donc rempli toutes ses obligations en la matière. indications transmises soient spécialement axées sur
Nous estimons cependant qu'à l'avenir, dans des situations l'alarme en situation d'urgence radiologique. Cet échange a
analogues, notre pays devrait être mis au courant sans lieu conformément à l'accord du 10 août 1982 sur l'informa-
devoir le demander. La proposition de modifier dans ce sens tion mutuelle proche de la frontière (RS 0.732.211.36). Dans
les accords bilatéraux passés a été présentée à Paris. Le son articles, cette convention prévoit une «Commission
gouvernement français n'a pas encore réagi. Par ailleurs, il germano-suisse de la sécurité des installations nucléaires».
paraît nécessaire de repenser la manière dont les informa- On relèvera cependant qu'en vertu de ladite convention, et à
tions relatives à de tels événements sont dépouillées et la demande de la Suisse,seules sont considérées comme
diffusées par les soins de l'administration fédérale. Nous proches de la frontière nationale les installations distantes
sommes intervenus dans ce sens. de moins de 20 kilomètres. La RFA et la Suisse ont par
2a. Depuis le milieu de février 1987, Superphénix n'était ailleurs décidé de s'informer réciproquement au sujet des
exploité qu'à la moitié de sa puissance, par suite de diffi- incidents sans implication radiologique survenus dans les
cultés dans l'un des deux turbogénérateurs. Au début de installations nucléaires et qui pourraient causer l'inquiétude
mars, on a décelé les premiers indices d'une fuite de de la population frontalière.
sodium. Celle-ci a été définitivement confirmée le 3 avril. Avec la France, il a été convenu qu'en cas d'incidents à
Cependant, l'arrêt du réacteur du 5 au 7 avril n'était pas lié à Superphénix n'aboutissant pas à une situation d'urgence
cette avarie. Fin avril/début mai, on a interrompu l'exploita- radiologique, des informations ne seraient données que sur
tion pour remettre en service le deuxième turbogénérateur, demande de la Suisse. Une commission mixte n'a pas
après quoi l'installation a fonctionné à 90 pour cent de sa encore été créée.
puissance. Depuis le 26 mai, elle est arrêtée pour la vidange Les dispositions avec la RFA en vue de l'information en-
du sodium contenu dans le barillet de stockage des élé- dehors des situations d'urgence radiologique vont plus loin
ments combustibles et pour l'inspection de ce barillet ainsi qu'avec la France, parce que des installations nucléaires
que pour d'autres travaux d'entretien. sont situées très près de la frontière germano-suisse, ce qui
2b. Le public a été informé de la fuite le jour même où on a n'est pas le cas de celle qui nous sépare de la France. Le
établi l'existence de celle-ci avec certitude (3 avril), tant par Conseil fédéral a maintenant pris les premières dispositions
un communiqué de presse émanant de la société exploi- nécessaires pour qu'il y ait équivalence. Ainsi, nous avons
tante que par le Minitel. Sur demande de la Suisse, les proposé à Paris d'instituer une commission mixte. Nous
autorités françaises de sécurité nous ont fourni des informa- avons également demandé qu'à l'avenir des informations
tions détaillées les 9 avril et 7 mai. Autant qu'on le sache soient fournies spontanément à notre pays, non seulement
dans notre pays, les informations diffusées en France s'il y a urgence radiologique, mais encore lors d'autres
étaient pertinentes. incidents tels qu'une fuite de sodium. Jusqu'ici, la France
2c. Voir la réponse à la question No 3. n'a pas réagi à ces propositions.
2d. La sécurité nucléaire n'a pas été remise en cause par la
fuite de sodium. En ce moment, le réacteur ne fonctionne Abstimmung - Vote
pas. Selon les déclarations du Service central de sûreté des
installations nucléaires (autorité française de sécurité Für den Antrag auf Diskussion offensichtliche Mehrheit
nucléaire), la remise en exploitation éventuelle ne sera déci- Dagegen Minderheit
dée qu'à l'automne, lorsqu'on saura s'il y a lieu de réparer la
fuite ou de remplacer le barillet. Dans ces conditions, nous Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes-
n'avons aucune raison d'intervenir. rates teilweise befriedigt.
3a/3b. L'alarme en cas de situation d'urgence radiologique
est réglée dans des accords bilatéraux passés aussi bien
entre la Suisse et la France qu'entre notre pays et la Républi-
que fédérale d'Allemagne (RS 0.732.323.49 et RS #ST# 87.554
0.732.321.36). L'obligation fondamentale qui découle de ces
deux accords consiste dans la notification réciproque au Interpellation Mauch
sujet des situations d'urgence susceptibles de déployer des
Rücklieferung radioaktiver
effets dans le pays voisin. La RFA a chargé de cette tâche un
organe central d'alarme. L'accord avec la France prévoit en Abfälle in die Schweiz
revanche que l'information destinée à la Suisse passerait Déchets radioactifs. Retour en Suisse
par la préfecture du département limitrophe concerné. Ce
système, mis en place à la demande de la France, fait que
l'organe suisse d'alarme (la centrale de surveillance, à
Zurich) doit assurer et vérifier la liaison avec six préfectures
françaises. Wortlaut der Interpellation vom 23. September 1987
Quant aux autres Etats limitrophes, nous avons échangé Im 9. Tätigkeitsbericht der Arbeitsgruppe des Bundes für die
avec eux - sur une base informelle - les numéros de télé- nukleare Entsorgung wird von der Bewilligung einer Rück-
phone et de télex des organes nationaux responsables de lieferung radioaktiver Abfälle in die Schweiz gesprochen. In
l'alarme. Des contacts ont été pris avec l'Autriche et avec diesem Zusammenhang stelle ich dem Bundesrat folgende
l'Italie, en vue de parvenir à des réglementations semblables Fragen:
à celles qui prévalent pour la France et pour l'Allemagne. 1. Treffen die neueren Berichte zu, wonach die Wiederaufar-
Sur le plan multilatéral, l'alarme est régie par la convention beitung weder sicherheitstechnische, noch wirtschaftliche,
sur la notification rapide en cas d'accident nucléaire, signée noch politische Vorteile bringt (kostspieliges und aufwendi-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Petitpierre Creys-Malville. Information über Betriebsunterbruch
Interpellation Petitpierre Creys-Malville. Fuite de sodium et interruption de l'exploitation
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1987
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Wintersession
Session Session d'hiver
Sessione Sessione invernale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 13
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 87.485
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 18.12.1987 - 08:00
Date
Data
Seite 1890-1891
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Ref. No 20 016 030
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