Alzheimer's Interpellation: Research, Diagnosis, and Care Concerns
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis case discusses an interpellation regarding Alzheimer's disease, highlighting concerns about research, diagnosis, treatment, and public awareness compared to other illnesses. The court acknowledged that while research is ongoing and partially funded, difficulties persist due to the complexity of the disease and a potential lack of specialists. Regarding care, the court noted that while the federal government cannot directly intervene in cantonal responsibilities for healthcare facilities, it would convey concerns about the continuity and intensification of cantonal efforts in providing adequate care and support services for Alzheimer's patients and their families, particularly concerning financial assistance and the need to prevent patients from being moved between different institutions.
Legislator-Regeste
KI-generiertAlzheimer's Interpellation: Research, Diagnosis, and Care Concerns: The court acknowledged that while research is ongoing and partially funded, difficulties persist due to the complexity of the disease and a potential lack of specialists. Regarding care, the court noted that while the federal government cannot directly intervene in cantonal responsibilities for healthcare facilities, it would convey concerns about the continuity and intensification of cantonal efforts in providing adequate care and support services for Alzheimer's patients and their families, particularly concerning financial assistance and the need to prevent patients from being moved between different institutions.
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21. September 1989 N 1395 Interpellation (Nauer)-Braunschweig. Alzheim. Krankheit
francs pour la Confédération et à 7,5 millions de francs pour diese andere Krankheit, diese Alterskrankheit, die immerhin in
les cantons. Mis à part un allégement du travail pour les orga- der Schweiz 30 000 bis 50 000 Menschen und zusätzlich ihre
nes d'exécution des PC, il n'y a pas d'autres conséquences Angehörigen trifft, die Alzheimersche Krankheit hat in der Oef-
sur le plan de l'effectif du personnel. fentlichkeit einen viel geringeren Stellenwert.
Die Antwort des Bundesrates stammt vom 21. September
Antrag der Kommission 1987. Heute haben wir den 21. September 1989. Das nennt
Die Kommission beantragt einstimmig, auf dieAenderung des man Timing in diesem Hause. Möglicherweise hätte man mor-
Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur AHV/IV ein- gen über diese Interpellation nicht mehr sprechen können,
zutreten und ihr zuzustimmen. Die gleichlautende Motion der weil dann die Frist von zwei Jahren abgelaufen wäre. Ich weiss
Kommission vom 10. Januar 1989 (89.300) wird nicht aufrecht- es nicht, aber jedenfalls bin ich dankbar, dass sie heute noch
erhalten. zur Sprache kommt.
Ich bitte Herrn Bundesrat Cotti - das ist eigentlich mein Haupt-
Proposition de la commission anliegen -, seine damalige Antwort auf den heutigen Termin
La commission propose à l'unanimité d'entrer en matière et oder jedenfalls für eine gewisse Zeit aufzudatieren.
d'approuver la modification de la loi fédérale sur les presta- Ich frage zusätzlich: Hat die Medizin in dieser Zeit Fortschritte
tions complémentaires à l'AVS/AI. La motion de la commission gemacht in bezug auf die Behandlung und bezüglich der
du 10 janvier 1989 (89.300) n'est pas maintenue. schwierigen Diagnose?
Wir erfahren aus der Antwort des Bundesrates, dass in unse-
Präsident: Die Kommission für Soziale Sicherheit teilt mit, rem Lande an mehreren Kliniken und Instituten Forschergrup-
dass die Motion der Kommission vom 10. Januar 1989 nicht pen tätig sind. Konkrete Meldungen habe ich vor allem aus der
mehr aufrechterhalten bleibt. Bundesrepublik und aus den Vereinigten Staaten gelesen.
Wie steht dies in schweizerischer Sicht? Konkret frage ich: Wie
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen steht es mit der Koordination dieser verschiedenen Gruppen
Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière von Forschern und Forscherinnen? Wie steht es mit der Aus-
wertung der Forschungsergebnisse, beispielsweise mit der In-
Detailberatung - Discussion par articles formation an die Aerzte oder mit der Beratung des Pflegeper-
sonals, insbesondere auch der Angehörigen?
Titel und Ingress, Ziff. l, II Weiter will ich wissen: Wie verhält es sich mit der Ursachenfor-
Antrag der Kommission schung? Gerade weil wir wissen, dass die Behandlungschan-
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates cen noch gering sind, ist die Frage nach den Ursachen so
wichtig. Insbesondere: Was kann der Bundesrat heute über
Titre et préambule, eh. l, II die schädlichen Umwelteinflüsse von Viren und chronischen
Proposition de la commission Vergiftungen aussagen? In jüngster Zeit hat man von den Fol-
Adhérer au projet du Conseil fédéral gen des Aluminiums gesprochen. Was kann man aussagen
über die Lebensgewohnheiten und schliesslich über die gene-
Angenommen - Adopté tischen Studien?
Ueberraschend ist die unterschiedliche Häufigkeit dieser
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Krankheit in West und Ost, in Nord und Süd. Welche Einfluss-
möglichkeiten des Bundesrates bestehen über den Schweize-
Für Annahme des Beschlussentwurfes 73 Stimmen rischen Nationalfonds, nachdem das Interesse der Forschung
(Einstimmigkeit) -leider und unbegreiflicherweise-eher etwas bescheiden ist?
Könnte es sein, dass gewisse Akzentverschiebungen zugun-
An den Ständerat-Au Conseil des Etats sten von Modeerscheinungen, die es in der Forschung auch
gibt, stattfinden?
Im Ausland - so lesen wir - findet ein eigentlicher Wettstreit
Präsident: Wir kommen nun zur Behandlung der persönli- statt, beispielsweise in den Vereinigten Staaten oder in der
chen Vorstösse aus dem EDI gemäss separater Liste. Bundesrepublik. Bei uns ist das wirklich nicht der Fall.
Die Forschung müsste interdisziplinär ausgeweitet werden. Ist
es möglich, dass Schweizer Forschern diese interdisziplinäre
Zusammenarbeit schwerfällt - oder jedenfalls etwas schwerer
#ST# 87.481 als in anderen Ländern? Ich frage nur ganz leise und mit gros-
ser Zurückhaltung. Schliesslich haben wir alle vor den For-
Interpellation (Nauer)-Braunschweig schern grosse Ehrfurcht. Aber menschliche Schwächen könn-
ten ja auch dort vorkommen.
Alzheimersche Krankheit Wie steht es heute in der Schweiz mit Statistik und Datenlage
Maladie d'Alzheimer im Gesundheitswesen? Noch vor wenigen Jahren sagte ein
Fachmann: In dieser Beziehung sind wir ein Entwicklungs-
Siehe Jahrgang 1988, Seite 1517 - Voir année 1988, page 1517 land, ein rückständiges Land. Wie können wir aber zukünftige
Entwicklungen miteinberechnen, wenn wir nicht einmal über
die Gegenwart genügend informiert sind?
Abschliessend verwies der Bundesrat in seiner Antwort auf die
Bemühungen der kantonalen Behörden zur Schaffung von ge-
Diskussion - Discussion eigneten Pflegeplätzen. Das ist richtig. Der Bundesrat kann
nicht eingreifen. Aber wir müssen Gewissheit haben, dass die
Braunschweig: Ich habe seinerzeit nach dem Ausscheiden Kantone ihre Bemühungen fortsetzen und intensivieren. Kann
des Kollegen Otto Nauer diese Interpellation zur Alzheimer- der Bundesrat diese Versicherung weiterhin abgeben? Wur-
schen Krankheit - neben sachlichen Gründen - aus persön- den seit dem 21. September 1987 Fortschritte erzielt? Es gibt
licher Freundschaft zum Interpellanten übernommen und weil die grosse Sorge der Angehörigen, dass die Patienten der Alz-
ich wusste, aus welch persönlichem Leiden er die Fragen der heimerschen Krankheit hin- und hergeschoben werden, vom
Interpellation formuliert hat. Auch Verbitterung war damit ver- Heim in die psychiatrische Klinik, vielleicht nach Hause, dann
bunden; denn die Interpellation wurde zu einer Zeit einge- wieder in die psychiatrische Klinik und von dort ins geriatri-
reicht, da wir in diesem Saale mehrmals über die Immun- scheHeim.
schwäche Aids gesprochen haben, und Kollege Nauer hatte Wichtig wäre der Ausbau - ich schliesse mit diesem Satz - der
damals den Eindruck - zu Recht, wie ich glaube -: Aids mes- spitalexternen Dienste. Aber das ist wiederum nicht Sache des
sen wir sehr grosse Bedeutung zu - ebenfalls mit Recht-, aber Bundesrates; ich weiss es, und wir wissen es alle. Aber Ge-
Motion Fetz. Interdiction des pesticides toxiques 1396 N 21 septembre 1989
währ müssen wir haben, dass betagte Menschen mit Alzhei- 87.559
merscher Krankheit und anderen Alterskrankheiten nicht um-
#ST#
her- und schon gar nicht abgeschoben werden.
Ich bitte um Versicherung und Beruhigung in dieser Richtung, Motion Fetz
Herr Bundesrat Cotti. Verbot giftigster Pestizide
Interdiction des pesticides
Frau Stocker: Mir ist es eine grosse Sorge, wie die Hilflosen-
entschädigung an Personen, die die Alzheimersche Krankheit hautement toxiques
haben, ausgerichtet wird, wenn sie wechselnd von Privaten
und Professionellen betreut werden. Die Angehörigen von Pa-
tientinnen und Patienten mit der Alzheimerschen Krankheit
sind ganz extremen psychischen und physischen Belastun-
gen ausgesetzt. Diese Arbeit kann auf die Dauer nicht ertragen
Wortlaut der Motion vom 24. September 1987
und verrichtet werden, wenn keine Entlastungsmöglichkeiten,
auch finanzielle, bestehen. Und das betrifft nicht nur AHV- In der Schweiz werden von Schweizer Firmen eine Reihe
Rentnerinnen und -Rentner, sondern durchaus Menschen im hochtoxischer (vgl. Begründung) Pestizide produziert und ge-
Vor-AHV-Alter. Mir ist es sehr wichtig, dass wir auch dieser lagert, die nur für den Export- meist in Dritt-Welt-Staaten - be-
Frage im Bundesamt für Sozialversicherung ganz besondere stimmtsind.
Aufmerksamkeit zuwenden, weil sonst unser Appell, Men- Der Bundesrat wird daher aufgefordert:
schen sozial in der Gemeinschaft mitzutragen, ein moralischer - eine Liste derjenigen hochtoxischen Pestizide zu erstellen,
die nur für den Export bestimmt sind und in der Schweiz nicht
Appell ist, der ohne Wirkung bleibt.
angemeldet, zurückgezogen oder verboten sind.
M. Cotti, conseiller fédéral: Je ne suis naturellement pas un - die Produktion und Lagerung dieser Stoffe zu verbieten.
spécialiste de la grave maladie d'Alzheimer et je ne peux com-
muniquer à M. Braunschweig que les dernières nouvelles qui
m'ont été transmises par l'Office fédéral de la santé publique. Texfe de la motion du 24 septembre 1987
L'interpellation Nauer datant du 17 juin 1987, il est juste de Les firmes suisses produisent et stockent en Suisse un certain
prétendre que des évolutions ont peut-être eu lieu. Je vais es- nombre de pesticides hautement toxiques (cf. développe-
sayer de vous donner l'état actuel. Mais, pour ce qui se rap- ment) qui ne sont destinés qu'à l'exportation, la plupart du
porte à des détails plus spécifiques, je vous prie de prendre temps vers les pays du tiers monde.
contact directement avec l'office concerné qui pourra vous Aussi le Conseil fédéral est-il chargé de:
communiquer des éléments scientifiques plus précis. - dresser une liste des pesticides hautement toxiques qui no
La maladie d'Alzheimer est une atteinte du système nerveux sont destinés qu'à l'exportation et qui, en Suisse, ne sont ac-
qui est - comme vous l'avez dit - très mal connue aussi bien tuellement ni déclarés, ni interdits, et qui n'ont pas été retirés
quant à son origine que du point de vue du diagnostic et du de la vente;
traitement. La recherche s'effectue à l'échelon national et inter- - d'interdire la production et le stockage de ces mêmes pesti-
national. Un seul groupe de chercheurs suisses étudie l'in- cides.
fluence de l'environnement (par exemple les virus ou les
éléments génétiques, voire les problèmes d'intoxications
chroniques) sur les altérations du cerveau. Les recherches Mitunterzeichner-Cosignataires: Gurtner, Herczog (2)
sont d'autant plus difficiles que la maladie ne se retrouve pas
chez l'animal. Il faut donc les concentrer sur l'homme avec
toutes les difficultés que cela entraîne. Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Des chercheurs dans les différentes instituts et cliniques suis- In der Schweiz werden von Schweizer Firmen eine Reihe
ses tentent d'améliorer la fiabilité du diagnostic en vue d'un hochtoxischer Pestizide produziert und gelagert, die nur für
traitement spécifique éventuel, car actuellement il n'en existe den Export - meist in Dritt-Welt-Länder bestimmt sind. Hier
pas encore. Je vous signale que, depuis 1987, deux deman- bei uns dürfen sie wegen ihrer Giftigkeit nicht angewandt wer-
des de recherche ont été déposées auprès du Fonds national den. Manche dieser Pestizide sind in der Schweiz gar nicht re-
et qu'elles ont été acceptées. Deux autres groupes étudient la gistriert, um so mögliche Schwierigkeiten mit den Behörden
maladie, sans l'aide du Fonds national. Toutefois, il faut préci- zu umgehen. Nach einem 1985 von der FAO verabschiedeten
ser que, selon l'avis de l'Office fédéral, les difficultés de la re- Pestizid-Verhaltenskodex sollten Importländer von Agroche-
cherche ne sont pas tellement dues aux problèmes financiers, mikalien über allfällige Auflagen und Verbote im Ursprungs-
mais plutôt au manque de spécialistes qualifiés. land informiert werden. Eine solche Notifikation, welche die
L'apparition de la maladie d'Alzheimer est liée à l'âge et les Vermarktungschancen von Problemgiften beeinträchtigen
cantons connaissent les besoins globaux qui en résultent könnte, kann durch die Nichtanmeldung im Ursprungsland
comme généralement ceux inhérents au vieillissement de la umgangen werden.
population. Il n'y a donc pas lieu pour le Conseil fédéral d'inter- Diese giftigen Pestizide verursachen in den Dritt-Welt-Ländern
venir dans ce secteur qui est lié à l'activité des cantons et, parti- jährlich zahlreiche Unfälle, Vergiftungen und Todesfälle. Nach
culièrement, des établissements médicaux-sociaux. konservativen Schätzungen kommt es bei den rund 500 000
Je prends note de l'intervention de Mme Stocker. Bien en- Tonnen Pestiziden, die jährlich in diesen Ländern abgesetzt
tendu, le problème n'est pas uniquement dû à cette maladie, werden, zu 380 000 Vergiftungsfällen, wovon etwa 10 500 töd-
mais je me permettrai de signaler votre souci à l'Office fédéral lich enden.
des assurances sociales, afin qu'il en tienne compte dans le Dass aber auch für die Schweiz das Risiko gross ist, wissen wir
cadre de l'entretien des malades et, surtout, de ceux qui res- spätestens seit der Katastrophe in Schweizerhalle vom 1. No-
tent à leur domicile. Je peux comprendre votre préoccupation, vember 1986, wo 897 Tonnen Agrochemikalien verbrannt und
parce que cette maladie touche en définitive le cerveau et rend in den Rhein gelangt sind. Nach Schweizerhalle wurde von
le soutien à la personne atteinte particulièrement difficile. selten der Behörden und der Chemie immer wieder betont,
dass es jetzt gelte, die Produktion von besonders giftigen Stof-
fen einzustellen. Doch diese Diskussion wurde kaum je kon-
kret.
Hier gilt es jetzt, einen Anfang zu machen und die Produktion
dieser nur für den Export bestimmten Agrogifte zu verbieten.
Folgende Pestizide werden z. B. von Schweizer Firmen produ-
ziert, sind aber hier verboten, nicht angemeldet oder zurück-
gezogen:
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation (Nauer)-Braunschweig Alzheimersche Krankheit
Interpellation (Nauer)-Braunschweig Maladie d'Alzheimer
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1989
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 05
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 87.481
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 21.09.1989 - 08:00
Date
Data
Seite 1395-1396
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