Swiss Federal Council Responds to Postal Automation Concerns
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss Federal Council responded to an interpellation regarding the automation of postal check services, addressing concerns about job losses and the impact on the postal network. The Council explained that the APOCO project aims for phased automation, with previous stages focused on automating services and data entry, involving significant investment in infrastructure and equipment. Future stages, particularly Stage C, will pursue decentralized automated account management, with processing continuing at post offices across the country, contradicting the interpellation's premise of increased centralization. The Council also clarified that job reductions are expected to be managed through natural attrition, and that the PTT is committed to maintaining its market share in payment transactions, recognizing the importance of the postal network, especially for rural post offices. The automation is intended to reduce costs, improve customer service, and facilitate new electronic payment methods, demonstrating an awareness of regional policy responsibilities.
Legislator-Regeste
KI-generiertSwiss Federal Council Responds to Postal Automation Concerns: The Council explained that the APOCO project aims for phased automation, with previous stages focused on automating services and data entry, involving significant investment in infrastructure and equipment. Future stages, particularly Stage C, will pursue decentralized automated account management, with processing continuing at post offices across the country, contradicting the interpellation's premise of increased centralization. The Council also clarified that job reductions are expected to be managed through natural attrition, and that the PTT is committed to maintaining its market share in payment transactions, recognizing the importance of the postal network, especially for rural post offices. The automation is intended to reduce costs, improve customer service, and facilitate new electronic payment methods, demonstrating an awareness of regional policy responsibilities.
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KI-generiertVolltext
Interpellation Ziegler 1496 N 9 octobre 1987
#ST# 87.465 Die vom Interpellanten erwähnte Automatisierung der Post-
checkämter sowie der Bau eines weiteren zentralen Rechen-
Interpellation Ziegler zentrums in Bern sind Teile des laufenden PTT-Rationalisie-
rungsprojektes APOCO (Automation der Postcheckdienste
Postcheckdienste. mit Computer). Das Projekt wird stufenweise realisiert: Im
Dezentralisierte Automatisierung Rahmen der sogenannten Stufe A wurden verschiedene
Automatisation des services automatisierte Dienstleistungen und mit der Stufe B
de chèques postaux. namentlich die Datenerfassung der Zahlungsbelege durch
die Poststellen eingeführt. Die Stufe A wurde 1984 und die
Frein à la centralisation
Stufe B im wesentlichen 1986 abgeschlossen. Es wurden
dafür bedeutende Investitionen getätigt, so für den Bau
eines Rechenzentrums in Bern/Bümpliz, welches die Belege
aus den automatisierten Dienstleistungen verarbeitet, sowie
für die Beschaffung der 4900 Kodiergeräte, welche von den
Wortlaut der Interpellation vom 17. Juni 1987 Poststellen zur Datenerfassung der Zahlungsbelege benö-
Die PTT-Betriebe prüfen gegenwärtig die weitere Automati- tigt werden. Der Entscheid der PTT, die Belege aus den
sierung der 25 Postcheckämter. Ferner soll nebst dem automatisierten Dienstleistungen zentral zu verarbeiten,
bestehenden ein weiteres zentrales Rechenzentrum wurde seinerzeit aus wirtschaftlichen und technischen
geschaffen werden. Diese Pläne dürften einerseits einen Gründen getroffen.
hohen Stellenzuwachs in der Zentrale, andererseits einen Heute arbeiten die PTT-Betriebe an den Folgestufen des
Abbau von rund 1000 dezentralen Arbeitsplätzen bei den Projektes APOCO. So soll mit der Stufe C die automatisierte
Postcheckämtern bewirken. Die Poststellen sind in dieses Kontoführung verwirklicht werden. Im Gegensatz zu einem
Automationskonzept nicht einbezogen, doch ist infolge der früheren Lösungsmodell, welches dafür ein zentrales Verar-
weiteren Automatisierung der Postcheckämter mit einem beitungszentrum vorsah, wird nun eine möglichst weitge-
Rückgang des Zahlungsverkehrs bei den Poststellen zu hende dezentralisierte Arbeitsabwicklung angestrebt: Die
rechnen. Dies aber würde das dichte Poststellennetz langfri- Postcheckkonti sollen - wenn auch automatisiert - weiter-
stig gefährden. hin durch die über das ganze Land gestreuten Postcheck-
Der Bundesrat wird um Auskunft auf die Frage ersucht, ob ämter geführt werden. Der Kern der vorliegenden Interpella-
es nicht möglich wäre, ein Projekt für eine Postcheckauto- tion ist damit grundsätzlich erfüllt. Das vom Interpellanten
mation auszuarbeiten, das die automatisierten Funktionen erwähnte weitere Rechenzentrum der PTT soll die Steue-
und die Arbeiten, die auch künftig von Menschen geleistet rung und die Ueberwachung der gesamten Verarbeitung
werden, möglichst weitgehend dezentralisiert. und des Datenübertragungsnetzes sicherstellen. Es soll
aber auch das bestehende Zentrum in Bümpliz absichern,
Texte de l'interpellation du 17 juin 1987 um bei einem Ausfall für wichtige Funktionen in die Lücke
Les PTT étudient actuellement l'automatisation des springen und damit die Sicherheit des Postzahlungsver-
25 offices de chèques postaux et envisagent de créer un kehrssystems gewährleisten zu können.
nouveau centre de calcul. Ces plans devraient aboutir à une Nach den Plänen der PTT werden die durch den Wegfall der
forte création d'emplois au siège central, mais par contre à manuellen Buchungsarbeiten frei werdenden Seilen zum
une suppression d'un millier d'emplois dans les offices. Les Teil zur Verbesserung des Kundendienstes benötigt; rund
bureaux de poste ne sont pas touchés par cette opération, 900 Stellen sollen im Rahmen der natürlichen Personalfluk-
mais il est à prévoir que le trafic des paiements y diminuera tuationen abgebaut werden.
fortement par suite de cette automatisation. Ce processus Der Zahlungsverkehr untersteht keinem Regal, die Anbieter
de concentration risque de menacer à la longue le réseau haben ihre entsprechenden Dienstleistungen damit auf die
actuel des bureaux de poste. Bedürfnisse des Marktes auszurichten. Das gilt auch für den
Le Conseil fédéral est prié d'examiner la possibilité d'élabo- Postzahlungsverkehr, der sich in einer von technischen Aen-
rer un projet d'automatisation des chèques postaux conser- derungen geprägten Umwelt und in einem zusehends härte-
vant dans toute la mesure possible le caractère décentralisé ren Wettbewerb zu behaupten hat. Die PTT sind sich seiner
des fonctions et des travaux qui devront continuer à l'avenir Bedeutung zur Finanzierung ihrer Investitionen, aber auch
d'être exécuté par des personnes. zur Erhaltung vor allem der kleinen Landpoststellen durch-
aus bewusst, stammt doch das Einkommen der Posthalter
Mitunterzeichner- Cosignataire: Keine - Aucun zu über 50 Prozent aus diesem Dienstzweig. Die PTT unter-
nehmen deshalb grosse Anstrengungen, um ihren Anteil am
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Zahlungsverkehrsmarkt halten zu können. Neben der
Die heutige Planung hätte bei den Postcheckämtern hohe entsprechenden Werbung gehören dazu aber vor allem
Verluste von Arbeitsplätzen und bei den Poststellen starke auch die mit dem Projekt APOCO angestrebten Rationalisie-
Verkehrseinbussen zur Folge. Dies liefe den Bestrebungen rungen zur Senkung der Kosten. Mit der Automation des
von Bund und Kantonen zur Förderung wirtschaftlich Dienstzweiges können gleichzeitig veränderte Kundenbe-
schwächerer Gebiete zuwider. Der Weiterbestand des weit- dürfnisse berücksichtigt und die Voraussetzungen für die
verzeigten Poststellennetzes liegt im Interesse aller Landes- Einführung neuer Dienstleistungen - insbesondere elektro-
teile. Die moderne Datenverarbeitungs- und Fernmeldetech- nische Zahlungsverfahren - geschaffen werden.
nik sollte eine Postcheckautomation ermöglichen, die den Aus den dargelegten Gründen sind die PTT-Betriebe insbe-
erwähnten Nachteilen Rechnung trägt. So wäre die heute sondere beim Postzahlungsverkehr gezwungen, in allen
zentralisierte Verarbeitung der Poststellenbelege auf die Bereichen nach kostengünstigeren Arbeitsverfahren zu
25 Postcheckämter zu dezentralisieren und die Datenerfas- suchen und die entsprechenden Dienstleistungen auf die
sung für Zahlungsaufträge den Poststellen zu übertragen. Bedürfnisse des Marktes auszurichten. Das grundsätzlich
Eine solche dezentrale Organisation würde Verbesserungen dezentral ausgelegte Automatisierungsprojekt APOCO
im Dienstleistungsangebot und eine kundennahe Dienstab- zeigt, dass sie sich dabei ihrer regionalpolitischen Verant-
wicklung und damit die Erhaltung des heutigen Poststellen- wortung bewusst sind. Auch ihre Anstrengungen zur Erhal-
netzes mit seinen vielfältigen Dienstleistungen ermöglichen. tung des Verkehrsanteils im Zahlungsverkehr, die in beson-
Eine wirtschaftliche und rationelle Betriebsorganisation derem Masse auf die Erhaltung eines dichten Poststellen-
wäre gleichwohl gewährleistet. netzes in unserem Land ausgelegt sind, weisen in diese
Richtung.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 26. August 1987 Le président: L'interpellateur est satisfait de la réponse du
Rapport écrit du Conseil fédéral du 26 août 1987 Conseil fédéral.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Ziegler Postcheckdienste. Dezentralisierte Automatisierung
Interpellation Ziegler Automatisation des services de chèques postaux. Frein à la
centralisation
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1987
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 14
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 87.465
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 09.10.1987 - 08:00
Date
Data
Seite 1496-1496
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Pagina
Ref. No 20 015 818
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