Federal Council Approves Double-Tracking of Mühlehorn-Murg and Bad Ragaz-Landquart Railway Lines
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Council is willing to proceed with the double-tracking of the Mühlehorn-Murg and Bad Ragaz-Landquart railway lines as part of the "Bahn 2000" project, with construction planned for the early 1990s, though the exact timeline depends on available personnel and the completion of preliminary project work. The delay in these projects is attributed to the limited capacity of railway infrastructure, particularly in Zurich, and the need to prioritize other urgent construction tasks.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 2 Absatz, Art. 33 LRV; Federal Council Approves Double-Tracking of Mühlehorn-Murg and Bad Ragaz-Landquart Railway Lines: The delay in these projects is attributed to the limited capacity of railway infrastructure, particularly in Zurich, and the need to prioritize other urgent construction tasks.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertApplied to require authorities to take measures to prevent excessive emissions when precautionary emission limits are insufficient.
Volltext
Interpellation Seiler 1500 N 9 octobre 1987
#ST# 87.453 Andererseits erträgt die Betriebsabwicklung auf den einzel-
nen Bahnlinien, insbesondere Zürich-Chur, neben den nor-
Interpellation Spoerry malen Unterhalts- und Erneuerungsarbeiten keine zu grosse
Massierung von Ausbaumassnahmen. Die Realisierung der
Doppelspurausbau Mühlehorn-Murg S-Bahn bedingt zudem zwischen Zürich und Ziegelbrücke
sowie Bad Ragaz-Landquart auf praktisch allen Bahnhöfen und Stationen kleinere oder
Mühlehorn-Murg et Bad Ragaz-Landquart. grössere bauliche Anpassungen, die den Betrieb beein-
Dédoublement de la voie flussen.
Selbst unter der Voraussetzung genügender finanzieller Mit-
tel und genehmigter Projekte ist der Bau der beiden Doppel-
spurabschnitte bis 1990 daher nicht mehr möglich.
2. Die beiden Doppelspurabschnitte, die aus finanziellen
Gründen seit Jahren hinter andere, dringende Bauobjekte
Wortlaut der Interpellation vom 15. Juni 1987 zurücktreten mussten, sollen im Rahmen der baulichen
Ist der Bundesrat bereit, den vorgesehenen Doppelspuraus- Massnahmen für die «Bahn 2000» realisiert werden. In die-
bau Mühlehorn-Murg sowie Bad Ragaz-Landquart der sem Sinne ist der Bau in den ersten neunziger Jahren
SBB-Linien Zürich-Chur und St. Gallen-Chur zeitlich so vorgesehen. Der zuständige Fachdienst ist beauftragt, der
voranzutreiben, dass die längst erwarteten Verbesserungen Generaldirektion SBB für den Abschnitt Bad Ragaz-Land-
im Fahrplanangebot nach/von Graubünden gleichzeitig mit quart noch in diesem Jahr das Vorprojekt in Varianten zur
der Inbetriebnahme der Zürcher S-Bahn oder nur wenig Prüfung und Genehmigung vorzulegen. Die Projektierungs-
später möglich werden? arbeiten für den baulich anspruchsvollen Abschnitt Tiefen-
winkel-Mühlehorn folgen anschliessend.
Texte de l'interpellation du 15 juin 1987 Diese Vorhaben zeigen die Bedeutung, die dem Konzept
Le Conseil fédéral est-il prêt à faire avancer les travaux «Bahn 2000» für die Realisierung von Angebotsverbesse-
prévus de dédoublement de la voie entre Mühlehorn et Murg rungen im Intercity- und Schnellzugsverkehr zukommt.
et entre Bad Ragaz et Landquart sur les lignes CFF Zurich-
-Coire et Saint-Gall-Coire, de telle sorte que les améliora- Le président: L'interpellatrice n'est que partiellement satis-
tions de l'horaire tant attendues dans les liaisons avec les faite de la réponse du Conseil fédéral.
Grisons puissent avoir lieu en même temps que l'entrée en
service du chemin de fer suburbain de Zurich, ou du moins
peu de temps après?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aliesch, Ammann-Bern, #ST# 87.435
Bühler-Tschappina, Cantieni, Eng, Giger, Kühne (7)
Interpellation Seiler
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Ausländische Atomkraftwerke.
Die in Aussicht gestellten Angebotsverbesserungen beruhen
Bedrohung für die Schweiz
auf der Einsicht, dass nicht mit ein- und demselben
Schnellzug Centrales nucléaires étrangères.
- einerseits der saisonal stark schwankende touristische Menace pour la Suisse
Fernverkehr (Schweiz-)Zürich-Bündnerland und
- andererseits der Verkehr mit gleichmässigen Frequenzen
zwischen Zürich und den Mittelzentren (und angeschlosse-
nem Einzugsgebiet) abgedeckt werden kann.
Die Angebotsverbesserungen im Schnellzugsverkehr Wortlaut der Interpellation vom 10. Juni 1987
(Basel-)Zürich-Chur wurden in den vergangenen Fahrplan- Im militärischen Bereich werden für die Schweiz verschie-
verfahren von den SBB abgelehnt, weil dene Bedrohungsszenarien ausgearbeitet. Teilt der Bundes-
a. die Gleisekapazität im Zürcher Hauptbahnhof keine rat die Ansicht, dass ein Unfall in einem grenznahen auslän-
zusätzlichen Züge erlaube und dischen Atomkraftwerk für die Schweiz katastrophale Fol-
b. die Kreuzungsverhältnisse auf dem Einspurabschnitt Bad gen hätte? Bestehen in dieser Richtung Szenarien, welche
Ragaz-Maienfeld-Landquart keine Verdichtung des Zugs- die Folgen für die Schweiz berücksichtigen? Gibt es schwei-
angebotes mehr zulasse. zerische Risikostudien dieser Atomkraftwerke? Ist der Bun-
Ab dem Fahrplanwechsel Sommer 1990 wird die Zürcher S- desrat bereit, allenfalls solche Studien und Szenarien ausar-
Bahn in Betrieb sein. Damit werden viele S-Bahnzüge im beiten zu lassen und diese zu veröffentlichen?
unterirdischen Bahnhof Museumsstrasse verkehren, und
der oberirdische Teil des Hauptbahnhofes wird entlastet. Texte de l'interpellation du 10 juin 1987
Der stündlichen Führung von zwei Fernschnellzügen Divers scénarios sont élaborés pour la Suisse dans le
(Basel-)Zürich-Chur, nämlich domaine militaire. Le Conseil fédéral est-il d'avis qu'un
-einem sehr raschen IC-Zug mit nur zwei oder drei Halten accident qui se produirait dans une centrale nucléaire étran-
und gère située près de notre pays aurait pour celui-ci des
-einem B-Schnellzug mit sieben bis acht Halten conséquences catastrophiques? Existe-t-il des scénarios à
sollten keine betrieblichen Probleme mehr entgegenstehen, cet égard? A-t-on procédé en Suisse à une analyse des
wenn die erwähnten Doppelspurausbauten zeitgerecht risques que constituent ces centrales? Le Conseil fédéral
erfolgen. Dies ist auch deshalb notwendig, weil die Einspur- est-il éventuellement prêt à ordonner des études et la mise
abschnitte sehr verspätungsanfällig sind und sich die Unre- au point de scénarios à ce sujet et à les faire publier?
gelmässigkeiten jeweils auf weite Teile des schweizerischen
Anschlusssystems übertragen. Mitunterzeichner- Cosignataires: Stamm Judith, Wick (2)
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Schriftliche Begründung - Développement par écrit
vom 9. September 1987 Seit «Tschernobyl» ist die Oeffentlichkeit auf Betriebsstö-
Rapport écrit du Conseil fédéral du 9 septembre 1987 rungen und kleinere Unfälle in Atomkraftwerken sensibili-
1. Der Ausbau der beiden einspurigen Streckenabschnitte siert worden. «Tschernobyl» hat auch gezeigt, wie gross der
auf Doppelspur hängt von verschiedenen Faktoren ab. gefährdete Raum im Katastrophenfall etwa sein könnte.
Einerseits sind die personellen Mittel der SBB-Kreisdirek- Da über die militärische Bedrohungslage dauernd Szena-
tion III (Zürich) für die Bauten der S-Bahn ausgeschöpft. rien erstellt werden, erscheint es dem Interpellanten ver-
9. Oktober 1987 N 1501 Interpellation Oester
nünftig, dass auch für die Bedrohungslage durch zivile #ST# 87.420
Katastrophen Szenarien erstellt werden und wie bei den
militärischen entsprechende Konsequenzen gezogen Interpellation Oester
werden.
Angst setzt sich zu einem gewissen Teil immer auch aus Nationalstrassenprojekte und
Unkenntnis über einen bestimmten Sachverhalt zusammen. Luftreinhalteverordnung
Eine veröffentlichte Risikoanalyse grenznaher ausländi- Projets de routes nationales
scher Atomkraftwerke gäbe aber Gelegenheit, die Bevölke-
et études d'impact
rung über die Sicherheitsstandards und Sicherheitsvorkeh-
ren in Anlagen zu orientieren, die nicht den schweizerischen
Vorschriften unterstehen.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 2. September 1987 Wortlaut der Interpellation vom 3. Juni 1987
Rapport écrit du Conseil fédéral du 2 septembre 1987 Ende April 1987 hat der Zürcher Regierungsrat ein generel-
Die folgenden ausländischen Kernkraftwerke befinden sich les Projekt N 20, Teilstück Westumfahrung Birmensdorf,
innerhalb eines Abstandes von etwa 100 km von der Schwei- zuhanden der Bundesbehörden verabschiedet. Der zum
zergrenze (Luftlinie): Projekt gehörende Bericht über die Umweltverträglichkeit
Frankreich: (UVB) zeigt, dass die Westumfahrung an allen oberirdischen
- KKW Fessenheim, 2 Druckwasserreaktoren: etwa 35 km; Teilen zu deutlichen Ueberschreitungen der Immissions-
- KKW Bugey, 1 gasgekühlter Reaktor, 4 Druckwasserreak- grenzwerte führt, welche in Anhang 7 der Luftreinhaltever-
toren: etwa 70 km; ordnung (LRV) für Stickoxyd festgelegt sind.
- Schneller Brutreaktor Superphénix in Creys-Malville: etwa I.Ist der Bundesrat der Auffassung, dass ein generelles
70 km. Nationalstrassenprojekt genehmigt werden darf, obwohl es
Italien: nachgewiesenermassen den Umweltschutzvorschriften, ins-
- KKW Trino Vercellese, 1 Druckwasserreaktor: etwa 85 km; besondere der Luftreinhalteverordnung, nicht genügt?
- KKW Caorso, 1 Siedewasserreaktor: etwa 110 km. 2. Teilt der Bundesrat die Auffassung, dass in einem Fall wie
Bei diesen Anlagen sind die Unfallrisiken grundsätzlich dem vorliegenden die Planungsbehörden so lange nach
nicht anders als bei schweizerischen Reaktoren. Dies gilt besseren Möglichkeiten zu suchen haben, bis ein den
auch für den Superphénix und den gasgekühlten Reaktor gesetzlichen Vorschriften vollumfänglich genügendes Pro-
Bugey l. Bei keinem Standort erstreckt sich das Gebiet, für jekt vorliegt?
welches der jeweilige Nachbarstaat besondere Notfall-
schutzmassnahmen vorgesehen hat, bis an das schweizeri- Texte de l'interpellation du 3 juin 1987
sche Territorium. Auch die in der Schweiz für Unfälle in A la fin avril 1987, le Conseil d'Etat du canton de Zurich a
schweizerischen KKW vorbereitete rasche Alarmierung adopté, à l'intention des autorités fédérales, un projet géné-
umfasst nur die Gebiete bis zu einer Distanz von 20 km vom ral concernant la N 20, tronçon de contournement de Bir-
Kernkraftwerk (Zone 2 des Raschen Alarmsystems). mensdorf par l'ouest. L'étude d'impact - qui fait partie du
Selbst bei den schwersten Unfällen in einem der genannten projet - montre que, partout où il n'est pas enterré, ce
KKW wäre nicht mit akuten Strahlenschäden in der Schweiz tronçon entraînera des dépassements très nets des valeurs
zu rechnen. Die Schweiz wäre bei entsprechender Wetter- limites d'immission qui sont fixées, pour ce qui est de
lage vor allem durch die Folgen der Ablagerung radioaktiver l'oxyde d'azote, dans l'annexe 7 de l'ordonnance sur la
Stoffe betroffen (eventuelles Sperren von Lebensmitteln). protection de l'air (OPair).
Die gestellten Fragen lassen sich somit wie folgt beant- 1. Le Conseil fédéral estime-t-il qu'un projet général de
worten: route nationale peut être approuvé, alors même qu'il est
1. Die Folgen eines schweren Unfalls in einem der betrach- établi qu'il ne répond pas aux exigences des prescriptions
teten ausländischen Reaktoren wären grundsätzlich nicht relatives à la protection de l'environnement, notamment à
anders als die Folgen eines entsprechenden Unfalls in celles de l'OPair?
einem schweizerischen Reaktor. Angesichts der grösseren 2. Est-il lui aussi de l'avis que, dans un tel cas, les autorités
Entfernung von der Schweiz müsste jedoch nicht mit Aus- responsables de la planification doivent rechercher d'autres
wirkungen gerechnet werden, wie sie in der näheren Umge- solutions, jusqu'à ce qu'elles en aient trouvé une meilleure,
bung der Anlagen möglich wären und auf welche die in der qui satisfasse entièrement aux dispositions légales?
Schweiz vorbereiteten Notfallschutzmassnahmen ausge-
richtet sind. Mitunterzeichner- Cosignataires: Bircher, Dünki, Grendel-
2. Bei einem Unfall in einem Kernkraftwerk im benachbarten meier, Humbel, Loretan, Maeder-Appenzell, Mauch, Nauer,
Ausland wären die durch unser Land zu ergreifenden Vor- Seiler, Weber Monika, Zwygart (11)
kehren grundsätzlich identisch mit jenen in der Zone 3 (d. h.
ausserhalb eines Radius 20 km um das betroffene KKW) bei Schriftliche Begründung - Développement par écrit
einem Reaktorunfall in der Schweiz. Wichtig bei einem 1. Den Entscheid über die generellen Projekte für National-
Unfall in einem ausländischen KKW ist die Benachrichti- strassen fällt der Bundesrat auf Antrag des Bundesamtes für
gung der Nationalen Alarmzentrale durch die zuständige Strassenbau und des betroffenen Kantons. Bei diesem
ausländische Stelle, was durch bilaterale Vereinbarungen Entscheid sind neuerdings auch die einschlägigen Bestim-
mit Frankreich und der Bundesrepublik Deutschland gere- mungen der Umweltschutzgesetzgebung, insbesondere der
gelt ist. Mit Italien ist eine solche Regelung in Diskussion. LRV, anzuwenden. Ein besonderes Problem stellt sich,
Ausserdem wird die frühzeitige Benachrichtigung durch ein wenn aufgrund des UVB anzunehmen ist, dass der Verkehr
multilaterales Uebereinkommen von 1986 geregelt. Die auf der projektierten Strasse zu übermässigen Immissionen
Schweiz hat dieses Uebereinkommen unterzeichnet im Sinne von Artikel 2 Absatz 5 LRV führen wird. In diesen
3. Es bestehen keine schweizerischen Risikostudien für aus- Fällen müsste die Verwirklichung des Bauvorhabens als
ländische Kernkraftwerke sie werden für die Notfallplanung widerrechtlich qualifiziert werden. Der Bundesrat dürfte es
in der Schweiz auch nicht benötigt. Es ist nicht Aufgabe der nicht genehmigen.
schweizerischen Sicherheitsbehörden, derartige aufwen- 2. Artikel 33 LRV schreibt immer dann, wenn die vorsorgli-
dige Untersuchungen über ausländische Kernanlagen chen Emissionsbegrenzungen bei Fahrzeugen und Ver-
durchzuführen. kehrsanlagen nicht ausreichen, um übermässige Immissio-
nen zu verhindern, den Behörden vor, «die erforderlichen
Le président: L'interpellateur n'est pas satisfait de la baulichen, betrieblichen, verkehrslenkenden oder
réponse du Conseil fédéral. -beschränkenden Massnahmen» zu treffen. Die Planungsbe-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Seiler Ausländische Atomkraftwerke. Bedrohung für die Schweiz
Interpellation Seiler Centrales nucléaires étrangères. Menace pour la Suisse
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1987
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 14
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 87.435
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 09.10.1987 - 08:00
Date
Data
Seite 1500-1501
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Ref. No 20 015 822
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