Swiss Air Pollution Control Ordinance Implementation
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis case concerns an interpellation regarding the implementation of the Swiss Air Pollution Control Ordinance. The Federal Council stated that while the ordinance, enacted in 1986, places the primary enforcement responsibility on the cantons, their capacity and resources for this complex task were varied and still developing. The Council highlighted that it was too early to assess the full impact of the implementation, as cantons were still building up their necessary expertise and infrastructure. It also noted that close cooperation and information exchange were occurring between the federal and cantonal levels, as well as with neighboring countries on environmental protection matters.
Legislator-Regeste
KI-generiertSwiss Air Pollution Control Ordinance Implementation: The Federal Council stated that while the ordinance, enacted in 1986, places the primary enforcement responsibility on the cantons, their capacity and resources for this complex task were varied and still developing. The Council highlighted that it was too early to assess the full impact of the implementation, as cantons were still building up their necessary expertise and infrastructure. It also noted that close cooperation and information exchange were occurring between the federal and cantonal levels, as well as with neighboring countries on environmental protection matters.
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KI-generiertVolltext
Q.Oktober 1987 N 1505 Interpellation Mühlemann
#ST# 87.418 breiten Erfahrungsaustausch und der Aufsicht über die
finanziellen Aufwendungen. Sie fördert auch die Verbesse-
Interpellation Mühlemann rung unzulänglicher Abläufe und hilft mit, den Massnah-
menkatalog einer stetigen Anpassung zu unterziehen. Es ist
Luftreinhalteverordnung. wichtig, dass die Umweltbedrohung nicht nur analysiert,
Vollzugsaufgaben sondern dass ein wirksamer Massnahmenkatalog auf Stufe
Ordonnance sur la protection Kanton und Gemeinde bald vollzogen wird.
de l'air. Application
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 21. September 1987
Rapport écrit du Conseil fédéral du 21 septembre 1987
1,2,3 und 6. Der Bundesrat hat die Luftreinhalteverordnung
Wortlaut der Interpellation vom 2. Juni 1987 (LRV) auf den 1. März 1986 in Kraft gesetzt. Die Verordnung
1. Wie beurteilt der Bundesrat den kantonalen und kommu- weist den Vollzug der Vorschriften weitestgehend den Kan-
nalen Vollzug nach Inkrafttreten der eidgenössischen Luft- tonen zu. Als detaillierte technische Verordnung im komple-
reinhalteverordnung vom I.März 1986 im Bereiche von xen Bereich der Luftreinhaltung stellt sie an den Vollzug
Planung, Organisation, technischen Anforderungen, Infor- hohe Ansprüche. Mit dem Informations- und Ausbildungs-
mation und Beratung? konzept des Eidgenössischen Departementes des Innern
2. Welche finanziellen Mittel müssen für die Vollzugsmass- werden die Kantone bei der Einführung der LRV und der
nahmen bei Kantonen und Gemeinden aufgewendet anderen Verordnungen zum Umweltschutzgesetz vom Bund
werden? unterstützt.
3. Wie bewährt sich der Einbezug von privaten Unterneh- Zum Zeitpunkt der Inkraftsetzung waren in den verschiede-
men für den Vollzug von Umweltschutzmassnahmen? nen Kantonen Infrastruktur und Personalbestände für die
4. Auf welche Weise findet der Erfahrungsaustausch zwi- Vollzugsaufgaben sehr unterschiedlich; teilweise waren sie
schen dem Bund, den Kantonen und den grossen Agglome- noch nicht vorhanden. Die Kantone konzentrierten sich des-
rationen statt? halb vorerst auf den Auf- oder Ausbau leistungsfähiger
5. Wie weit ist die Zusammenarbeit auf dem Umweltschutz- Fachstellen. Dies ist keine kurzfristige Aufgabe, müssen
gebiet mit den Nachbarstaaten gediehen? doch geeignete Fachleute gefunden und in ihre anspruchs-
6. Welche zusätzlichen Leistungen muss der Bund nach den volle Aufgabe eingeführt werden. Aus diesen Gründen ist es
Vollzugsarbeiten der Kantone noch aufbringen? im Augenblick noch zu früh, Aussagen über die Ergebnisse
7. Welche Möglichkeiten sieht der Bundesrat, um das Parla- der Vollzugstätigkeit zu machen.
ment regelmässig über die Vollzugstätigkeit von Kantonen Wie der Bundesrat in seinem Bericht Luftreinhalte-Konzept
und Gemeinden zu informieren? vom 10. September 1986 bereits dargelegt hat, missterdem
Vollzug der LRV durch Kantone und Gemeinden zum Errei-
Texte de l'interpellation du 2 juin 1987 chen der lufthygienischen Ziele eine grosse Bedeutung bei.
1. Quelle appréciation le Conseil fédéral porte-t-il sur l'exé- Umweltschutz ohne die tatkräftige Mithilfe der Kantone und
cution, par les cantons et les communes, de l'ordonnance Gemeinden ist nicht möglich. Die kantonal möglichen Mass-
fédérale sur la protection de l'air, entrée en vigueur le nahmen werden im Augenblick evaluiert und quantifiziert,
1er mars 1986, pour ce qui est de la planification, de l'orga- eine Aufgabe, die sehr komplex und aufwendig ist und
nisation, des exigences techniques et des services d'infor- deshalb im Rahmen eines externen Expertenauftrages bear-
mation et de consultation? beitet werden muss.
2. Quelles charges financières les cantons et les communes 4. Zwischen Bund und Kantonen herrscht schriftlich und
doivent-ils assumer pour les mesures d'exécution? mündlich ein intensiver Erfahrungsaustausch, namentlich
3. Le recours à des entreprises privées pour l'exécution de durch
mesures relevant de la protection de l'environnement -direkte Kontakte zwischen Mitarbeitern kantonaler und
donne-t-il de bons résultats? eidgenössischer Luftreinhaltefachstellen;
4. Comment s'effectue l'échange d'informations sur les - regelmässige Informationsveranstaltungen zu Fragen der
expériences faites entre la Confédération, les cantons et les Luftreinhaltung;
grandes agglomérations? -.Rundschreiben des Bundes an die Kantone zur Erläute-
5. Où en est la coopération avec les pays voisins en matière rung und Interpretation der LRV;
de protection de l'environnement? - gemeinsame Aktivitäten des Bundes und der Vereinigung
6. Quelles prestations la Confédération doit-elle encore schweizerischer Lufthygieniker (Cercl'Air);
fournir une fois les travaux d'exécution accomplis par les - Mitarbeit von Kantons- und Gemeindevertretern in der
cantons? Eidgenössischen Kommission für Lufthygiene.
7. Par quels moyens le Conseil fédéral prévoit-il d'informer à 5. Der Bundesrat beurteilt die Zusammenarbeit mit den
intervalles réguliers le Parlement sur l'exécution de la légis- Nachbarstaaten als positiv. In regelmässigen Treffen der
lation par les cantons et les communes? Umweltminister der Bundesrepublik Deutschland, Oester-
reichs und der Schweiz werden die aktuellen Umweltpro-
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aliesch, Blocher, bleme erörtert und Initiativen zu internationalen, harmoni-
Blunschy, Bremi, Camenzind, Cantieni, Eggly-Genf, Eppen- sierten Massnahmen ergriffen. Neben diesen Dreiertreffen
berger-Nesslau, Frey, Früh, Giudici, Grendelmeier, Hunzi- finden auch bilaterale Begegnungen mit dem Umweltmini-
ker, Jeanneret, Loretan, Müller-Meilen, Nebiker, Oehler, Ogi, ster Frankreichs statt. Die Kontakte mit Italien sind noch zu
Petitpierre, Pfund, Pidoux, Rutishauser, Rüttimann, Salvioni, verstärken.
Schmidhalter, Schule, Spoerry, Steinegger, Stucky, Uhl- Die von der Schweiz vorgebrachten Vorschläge werden von
mann, Villiger, Weber-Schwyz, Weber Monika, Wellauer, den Nachbarländern in der Regel aktiv unterstützt, so zum
Wick, Widmer, Wyss, Zbinden, Zwingli (40) Beispiel die Bestrebungen für ein Zusatzprotokoll im Rah-
men der Genfer Konvention über weiträumige grenzüber-
Schriftliche Begründung - Développement par écrit schreitende Luftverschmutzung, mit dem die Emissionen
Die Schweiz ist in der Umweltschutzgebung im Vergleich von Stickstoffoxiden eingeschränkt werden sollen. Ein
mit dem Ausland vorbildlich. Die grösste Schwierigkeit Zusatzprotokoll zur Reduzierung der Schwefelemissionen
besteht aber im raschen Vollzug der Gesetze und Verord- ist nach der Ratifizierung durch die nötigen 16 Vertragspart-
nungen auf Stufe Kanton und Gemeinde. Der Bundesrat ner im September 1987 in Kraft getreten.
wird durch diese Interpellation aufgefordert, die Kontrolle Mit den Nachbarstaaten wird schliesslich auch im Rahmen
über die Vollzugstätigkeit zu verstärken und das Parlament internationaler Organisationen aktiv zusammengearbeitet.
darüber zu informieren. Diese Berichterstattung dient dem Die Zusammenarbeit beschränkt sich selbstverständlich
Interpellation Ruf-Berne 1506 9 octobre 1987
nicht nur auf die Luftreinhaltung, sondern umfasst auch die On peut déduire de maintes informations diffusées par les
anderen Bereiche des Umweltschutzes. médias que c'est surtout le nombre des actes répréhensi-
7. Der Bundesrat wird über die Vollzugstätigkeit jeweils im bles commis par des demandeurs d'asile qui a fortement
Rahmen des Geschäftsberichts informieren. augmenté. On sait par exemple que les Tamouls du Sri
Lanka pratiquent sur une grande échelle le commerce de
Abstimmung - Vote drogues dures.
Je prie le Conseil fédéral de répondre aux questions sui-
Für den Antrag auf Diskussion offensichtliche Mehrheit vantes:
Dagegen Minderheit 1. Données statistiques:
a. Quel est le nombre annuel des crimes et des délits com-
mis en Suisse ces cinq dernières années par des deman-
#ST# 87.536 deurs d'asile (chiffres séparés)?
b. Combien de demandeurs d'asile de telle ou telle nationa-
Interpellation Ruf-Bern lité ont été frappés d'une peine durant la même période? (Je
Kriminalität von Asylbewerbern désire une liste complète indiquant les pays d'origine et le
nombre de demandeurs d'asile condamnés chaque année.)
Interpellation Ruf-Berne c. Quels sont les crimes et les délits les plus fréquemment
Criminalité chez les commis pendant ces cinq dernières années par des deman-
demandeurs d'asile deurs d'asile (pays d'origine)? (Je désire une statistique
détaillée renseignant sur le nombre des délits commis,
classés par catégories, et sur la nationalité des délinquants.)
2. Le Conseil fédéral ne pense-t-il pas que la criminalité
croissante des demandeurs d'asile est la conséquence
Wortlaut der Interpellation vom 19. Juni 1987 directe de la politique trop libérale adoptée en matière
Die seit längerer Zeit in der Schweiz gesamthaft feststellbare d'asile, qui attire des dizaines de milliers de réfugiés écono-
Zunahme der Kriminalität gibt verständlicherweise in der miques et les incite à violer le droit du pays d'accueil, et en
Bevölkerung zu berechtigter Beunruhigung Anlass, insbe- particulier du fait regrettable que la plupart des demandeurs
sondere wenn es sich um Gewaltverbrechen und um Dro- d'asile dont la requête a été rejetée ne sont pas expulsés?
gendelikte handelt. Zahlreichen Berichten in den Massen- 3. a. Quelles mesures le Conseil fédéral envisage-t-il pour
medien muss entnommen werden, dass vor allem die Zahl combattre efficacement la criminalité qui règne parmi les
der von Asylbewerbern begangenen Straftaten stark ange- demandeurs d'asile?
stiegen ist. Im Falle der Tamilen aus Sri Lanka ist z. B. eine b. Est-il prêt à considérer tous les demandeurs d'asile crimi-
umfangreiche Beteiligung im Handel von harten Drogen nels comme indignes d'être protégés et à les faire expulser?
bekannt. c. Que prévoit la pratique actuelle à ce sujet?
Der Bundesrat wird um die Beantwortung folgender Fragen d. Combien de demandeurs d'asile frappés d'une peine au
ersucht: cours des cinq dernières années au sens de la question 1
1. Statistische Angaben: (indications en chiffres absolus et en pourcent) ont dû
a. Wie hoch sind die jährlichen Gesamtzahlen der in der quitter notre pays? Combien n'ont pas été renvoyés et
Schweiz von Asylbewerbern während der letzten fünf Jahre pourquoi?
begangenen Verbrechen und Vergehen (getrennte Werte)?
b. Wieviele Asylbewerber jeder betroffenen Nationalität wur- Mitunterzeichner- Cosignataire: Steffen (1)
den im fraglichen Zeitraum jährlich straffällig? (Es wird eine
vollständige Liste mit Angabe der Herkunftsländer und der Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Anzahl straffälliger Asylanten pro Jahr gewünscht.) Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
c. Welche Verbrechen und Vergehen wurden von Asylbe- eine schriftliche Antwort.
werbern (aus welchen Herkunftsländern?) während der ver-
gangenen fünf Jahre am häufigsten begangen? (Es wird Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
eine detaillierte Statistik mit Angaben über Anzahl der vom 2. September 1987
Delikte und über die Nationalität der Täter pro Vergehens- Rapport écrit du Conseil fédéral du 2 septembre 1987
gruppe gewünscht.) 1. Die vom Interpellanten verlangten statistischen Angaben
2. Teilt der Bundesrat die Auffassung, die ansteigende Asyl- im Bereich der Ausländerkriminalität werden bereits in all-
anten kriminalität sei eine direkte Folge der allzu freizügigen gemeiner Form in den bestehenden Kriminalstatistiken der
Asylpolitik, die Zehntausende von Wirtschaftsasylanten Bundesanwaltschaft und des Bundesamtes für Statistik
geradezu anlockt und zu Missbräuchen des Gastrechtes erfasst und veröffentlicht.
einlädt, sowie insbesondere auch der bedenklichen Tatsa- Mit dem Vorstoss wird jedoch eine gezielte und durch krimi-
che, dass die Mehrheit der abgewiesenen Asylbewerber - nalpolitische Ueberlegungen nicht zu begründende Auf-
nach Ablehnung des Gesuches - nicht ausser Landes schlüsselung der Ausländerkriminalität verlangt. Dadurch
geschafft wird? würde diese Bevölkerungsgruppe ungerechtfertigt diskrimi-
3. a. Welche Massnahmen gedenkt der Bundesrat zu ergrei- niert, zumal aufgrund der bereits bekannten statistischen
fen, um die grassierende Asylantenkriminalität wirksam zu Daten feststeht, dass die Kriminalitätsrate der in der Schweiz
bekämpfen? wohnhaften Ausländer diejenige der Schweizer nicht
b. Ist er bereit, sämtliche kriminellen Asylbewerber als asyl- wesentlich übersteigt.
unwürdig zu betrachten und ausschaffen zu lassen? Im übrigen wäre es dem Bund auch aus praktischen
c. Wie sieht diesbezüglich die bisherige Praxis aus? Gründen nicht möglich, eine derart ins Detail gehende,
d. Wieviele der in den letzten fünf Jahren straffällig gewor- rückwirkende Statistik zu erstellen und zu führen, weil die
denen Asylanten gemäss Frage 1 (in absoluten und prozen- Kantone nicht in der Lage wären, ihm diese Daten zu liefern.
tualen Angaben) haben unser Land verlassen müssen? Wie- 2. Der Bundesrat hat in den vergangenen Jahren wiederholt
viele nicht und weshalb nicht? erklärt, dass zwischen der Ausgestaltung der schweizeri-
schen asylrechtlichen Bestimmungen und der in den ver-
Texte de l'interpellation du 19 juin 1987 gangenen Jahren festgestellten Zunahme der Zahl von Asyl-
L'accroissement de la criminalité en Suisse que l'on cons- bewerbern keinerlei Zusammenhang besteht. Das gleiche
tate partout depuis un certain temps fait naître parmi la gilt für die Beziehung zwischen der Ausgestaltung der Asyl-
population des craintes parfaitement justifiées, en particu- politik und der Zahl straffällig gewordener Asylbewerber.
lier lorsqu'il s'agit d'actes de violence criminels et de délits Die zur Fragestellung führende Betrachtungsweise vergisst
imputables à la drogue. die schlechte Menschenrechtssituation in den meisten Her-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Mühlemann Luftreinhalteverordnung. Vollzugsaufgaben
Interpellation Mühlemann Ordonnance sur la protection de l'air. Application
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1987
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 14
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 87.418
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 09.10.1987 - 08:00
Date
Data
Seite 1505-1506
Page
Pagina
Ref. No 20 015 826
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