Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 87-408 KI-generiert

Rail 2000: Dual-Gauge Feasibility Study

Geschäftsnummer VPB 87-408
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

This case concerns a proposal to facilitate direct, seamless train travel between standard gauge and narrow gauge railway lines as part of the "Rail 2000" project. The proponent argued that such connections, potentially achieved through dual-gauge tracks or adaptable rolling stock, would significantly enhance convenience, particularly for tourists, and align with the goals of "Rail 2000" by offering a competitive alternative to road travel and aiding environmental protection. The Federal Council, however, expressed reservations, primarily due to the substantial technical and financial challenges and the unproven nature of the required technologies, emphasizing that "Rail 2000" already faced significant implementation hurdles and should not be burdened with uncertain technological advancements. Ultimately, the proposal was modified to focus solely on exploring the technical feasibility of such connections, removing the mandate to implement them within the "Rail 2000" framework.

Legislator-Regeste

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Art. 56 des Eisenbahngesetzes; Rail 2000: Dual-Gauge Feasibility Study: The proponent argued that such connections, potentially achieved through dual-gauge tracks or adaptable rolling stock, would significantly enhance convenience, particularly for tourists, and align with the goals of "Rail 2000" by offering a competitive alternative to road travel and aiding environmental protection. The Federal Council, however, expressed reservations, primarily due to the substantial technical and financial challenges and the unproven nature of the required technologies, emphasizing that "Rail 2000" already faced significant implementation hurdles and should not be burdened with uncertain technological advancements. Ultimately, the proposal was modified to focus solely on exploring the technical feasibility of such connections, removing the mandate to implement them within the "Rail 2000" framework.

Schlagwörter

KI-generiert
Kombinierter Verkehr Eisenbahnverkehr Erschliessungsplan Grenzgänger umweltrechtliche Bedenken gemischte Verwendung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Art. 56 des Eisenbahngesetzes
Cited as a basis for federal funding of improvements to connections between railways for continuous traffic, supporting the postulate's goal of promoting easier connections.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 56 des Eisenbahngesetzes

Cited as a basis for federal funding of improvements to connections between railways for continuous traffic, supporting the postulate's goal of promoting easier connections.

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Volltext

Postulat Cavelty 260 9 juin 1987

#ST# 86.494 Prüfung vorzunehmen, wollen wir ihn in seinen Bemühun-

gen nicht hindern.

Motion des Nationalrates

(Schmidhalter) Ueberwiesen - Transmis

Oberaufsicht über die SBB An den Bundesrat - Au Conseil fédéral

Motion du Conseil national

(Schmidhalter)

Haute surveillance sur les CFF #ST# 87.408

Beschluss des Nationalrates vom 12. Juni 1986

Décision du Conseil national du 12 juin 1986 Postulat Cavelty

«Bahn 2000». Umsteigefreie

Verbindungen zwischen Normal- und

Schmalspurbahnen

Wortlaut der Motion RAIL 2000. Liaisons sans

Der Bundesrat wird eingeladen, dem Parlament eine Revi- transbordement entre réseaux à voie

sion des Bundesgesetzes über die Schweizerischen Bun- étroite et à voie normale

desbahnen vorzulegen. Die Ueberarbeitung hat unter ande-

rem folgende Punkte zu umfassen:

Die Rolle des Parlamentes bei der Oberaufsicht und der

Oberleitung ist in klarer Form im Gesetz zu verankern. Die

heutigen Positionen sind zu festigen und auszubauen. Wortlaut des Postulates vom 20. März 1987

Die Auftragserteilung ist zu präzisieren. Zu den wichtigsten Vorteilen des Konzeptes «Bahn 2000»

Die Arbeitsweise der Verkehrskommissionen, insbesondere gehören direkte, umsteigefreie Bahnverbindungen. Sollen

ihre Mitwirkung bei der politischen Planung, der Auftragser- diese Vorteile - nicht zuletzt im Interesse der Luftreinhal-

teilung und bei Infrastrukturanlagen von nationaler Bedeu- tung - auch den Schmalspurbahnen und den von diesen

tung ist eindeutig zu regeln. bedienten Regionen zugute kommen, so müssen seitens

Die entsprechenden Auswirkungen auf Stufe Bundesrat, des Bundes die technischen Voraussetzungen dafür

EVED und Verwaltungsrat SBB sowie die Auswirkungen auf geschaffen werden.

andere Bundesbetriebe sind zu überdenken und unter Nach heutigen Erkenntnissen bietet sich hierfür, neben dem

Umständen neu zuzuordnen. Bau von Dreischienengeleisen, vor allem der Einsatz von

Rollmaterial an, welches sowohl für Normalspur- als auch

Texte de la motion für Schmalspurgeleise geeignet ist.

Le Conseil fédéral est chargé de soumettre au Parlement un Der Bundesrat wird eingeladen, zusammen mit der Industrie

projet de révision de la loi sur les Chemins de fer fédéraux. die diesbezüglichen technischen Möglichkeiten abzuklären

Celui-ci devra porter notamment sur les points suivants: und im Rahmen des Konzeptes «Bahn 2000» die nötigen

- Le rôle du Parlement dans l'exercice de la haute surveil- Vorkehrungen zu treffen.

lance et sa fonction directrice doivent être clairement recon-

nus dans la loi. Sa position doit être renforcée et élargie. Texte du postulat du 20 mars 1987

- La répartition des mandats doit être précisée. Parmi les principaux avantages du projet RAIL 2000, il faut

- Le mode de travail des Commissions des transports et du citer les liaisons ferroviaires directes sans transbordement.

trafic, notamment leur participation aux travaux concernant Si les lignes de chemin de fer à voie étroite et les régions

la planification politique relative à la répartition des mandats desservies par elles doivent profiter de ces avantages - cela

et les équipements collectifs d'importance nationale, doit permet notamment de lutter contre la pollution de l'air - il

être réglé clairement. faut que la Confédération crée les conditions techniques

- Les conséquences que ces dispositions auront pour le nécessaires. Dans les circonstances actuelles, il est possible

Conseil fédéral, le Département fédéral des transports, des d'envisager, outre la construction de voies à trois files de

communications et de l'énergie, le conseil d'administration rails, l'utilisation de matériel roulant adaptée la fois à la voie

des Chemins de fer fédéraux et d'autres entreprises fédé- étroite et à l'écartement normal.

rales devront être examinées et, le cas échéant, une restruc- Le Conseil fédéral est invité à examiner, avec la collabora-

turation devra être entreprise. tion de l'industrie, les possibilités qui s'offrent sur le plan

technique et à prendre les mesures nécessaires dans le

Piller, Berichterstatter: Am 12. Juni 1986 reichte Nationalrat cadre du projet «Rail 2000».

Schmidhalter eine Motion betreffend Oberaufsicht über die

SBB ein. Damit wurde der Bundesrat eingeladen, dem Parla- Cavelty: «Bahn 2000» soll bekanntlich nicht nur den SBB,

. ment eine Revision des Bundesgesetzes über die Schweize- sondern dem gesamten öffentlichen Verkehr, ja dem ganzen

rischen Bundesbahnen vorzulegen. Die Ueberarbeitung soll Land zugute kommen. Mit besseren Verbindungen, mehr

dabei folgende Punkte umfassen: Die Rolle des Parlamentes Zugskomfort und der Verkürzung der Reisezeitsoll die Bahn

bei der Oberaufsicht sei in klarer Form im Gesetz zu veran- eine gültige, akzeptable Alternative zur Strasse bieten und

kern; die Mitwirkung der Verkehrskommissionen bei der so schliesslich dem Schutz der Umwelt dienen.

politischen Planung, insbesondere auch bei Infrastrukturan- Der Bundesrat umschreibt die Anliegen der «Bahn 2000»

lagen von nationaler Bedeutung sei eindeutig zu regeln; die auf Seite 12 seiner entsprechenden Botschaft wie folgt:

entsprechenden Auswirkungen auf Stufe Bundesrat, EVED «Der Reisende, der für die Bahn gewonnen werden soll, wird

und Verwaltungsrat SBB sowie anderer Bundesbetriebe sei immer Vergleiche mit dem individuellen Verkehrsmittel

zu überdenken und gegebenenfalls neu zu ordnen. anstellen. Die Stärken des Autos, zum Beispiel seine fast

Am 17. Dezember 1986 überwies der Nationalrat die Motion uneingeschränkte räumliche und zeitliche Verfügbarkeit,

ohne Diskussion und ohne Gegenstimme, nachdem sich der sowie die Tatsache, dass es kein Umsteigen gibt, gilt es zu

Bundesrat bereit erklärte, diese entgegenzunehmen. berücksichtigen, wenn man die Ziele der »Bahn 2000« fest-

Ihre Kommission empfiehlt Ihnen einstimmig, das gleiche zu setzt.»

tun. Wir haben bei Diskussionen um den Geschäftsbericht In der Tat gilt das Umsteigen - neben der Fahrt zum Bahn-

und in den verschiedenen Verkehrsvorlagen die Revision hof - als grossies Hindernis für die Bahn - so die SBB-

des Bundesgesetzes über die SBB als wünschenswert ein- Marktanalyse ASB 90, Delphi-Studie, Reisezug «Bahn

gestuft; wenn der Bundesrat schon bereit ist, eine vertiefte 2000», Zürich 1984.

9.Juni 1987 261 Postulat Cavelty

Vorliegendes Postulat verfolgt das Ziel, im zitierten Geiste nach Davos zu bringen. Man hat damals schon verschiedene

von «Bahn 2000» umsteigefreie Bahnverbindungen zu för- Lösungsmöglichkeiten geprüft.

dern, und zwar dort, wo bislang ein Umsteigen unvermeid- Es gibt viele Schwierigkeiten: ganz unterschiedliche Strom-

lich ist, nämlich beim Uebergang vom Normalspur- zum systeme, Betriebsspannungen, Brems- und Kupplungssy-

Schmalspurnetz und umgekehrt. Dies trifft beispielsweise steme, ganz abgesehen von den völlig anderen Triebfahr-

bei folgenden Verbindungen zu: Flughafen Genf-Stadt, zeugen. Damals untersuchte man den Transport von soge-

Flughafen Genf-Montreux, Bern-Grindelwald, Zürich-Flug- nannten Passagier-Containern, also verladbaren Einheiten,

hafen Kloten-Luzern-Engelberg, Zürich-Flughafen Kloten- Kabinen quasi, dann den Verlad von Schmalspurfahrzeugen

-Davos, Zürich-Flughafen Kloten-St. Moritz. Es werden hier auf Rollschemeln, die über die Normalspur weiterbefördert

mit Absicht grössere Fremdenverkehrsorte als Destination werden sollten, oder auch die Verwendung von Spurwech-

erwähnt, weil insbesondere der Fremdenverkehr an umstei- sel-Sätzen, also einem entsprechenden variablen Unterbau.

gefreien Bahnverbindungen, insbesondere mit den Flughä- Alle diese damals geprüften Systeme vermochten vor allem

fen und den grossen Zentren, stark interessiert ist; denn technisch nicht zu befriedigen. Aber auch der finanzielle

gerade das Umsteigen mit Gepäck und Sportausrüstung Aufwand wäre unverhältnismässig gewesen, gemessen am

bildet ein kaum überwindbares Hindernis, dies besonders erzielbaren Nutzen. Selbstverständlich sollen kurze Umstei-

im Winter. Die umsteigefreien Möglichkeiten liegen aber gezeiten - möglichst bequem auf dem gleichen Perron -

auch generell im Interesse der Bergregionen. Dies hat vor realisiert werden. Das ist ein Element des Konzeptes

wenigen Tagen Herr Dr. Winter von den SBB, Projektleiter «Bahn 2000». Aber die Möglichkeiten, das Umsteigen durch

von «Bahn 2000», in einem Vortrag bei der Gruppe für Verwendung entweder einer dritten Einbauschiene oder

Gebirgsbevölkerung ausdrücklich festgestellt. durch entsprechendes Rollmaterial zu vermeiden, scheinen

Umsteigefreie Bahnverbindungen sind denkbar und auch nicht realisierbar. Die Schienen auszubauen, ist zu auf-

möglich, und zwar durch den Einbau einer dritten Schiene, wendig.

wie es ein Postulat Lanz für die Strecke Luzern-Montreux Ständerat Cavelty, Sie haben einige Beispiele erwähnt.

verlangt. Das Postulat wurde in der letzten Session vom Wenn Sie ab Cointrin bis nach Gstaad die Verbindungen im

Nationalrat ohne Opposition angenommen. Eine andere Wallis oder die Strecke Zürich-Davos-Engadin. ausbauen

Möglichkeit besteht in der Entwicklung und im Einsatz von möchten, so könnte man das auch für das Gotthardgebiet,

Rollmaterial, welches sowohl für Normalspur- als auch für den Furka, für die Strecken Wallis-Graubünden und Uri-

Schmalspurgeleise geeignet ist, sogenannte Umspurfahr- -Tessin fordern. Das würde zu einer weitgehend erneuerten

zeuge. Ohne die Berechtigung der dritten Schiene bei Infrastruktur führen.

geeignetem Trassee zu bestreiten, sei hier ein Wort zugun- Auch die andere Möglichkeit, das polivalente Rollmaterial,

sten des Umspurfahrzeugs gesagt: Für die meisten Schmal- welches bei einem Spurwechsel angepasst wird, würde zu

spurbahnen käme aus baulichen Gründen vor allem ein einem sehr grossen Aufwand führen.

Umspurfahrzeug in Frage. Vom Prinzip her ist das Umspur- Was aber wesentlich ist: Man hat heute diese Technologien

fahrzeug weder neu noch unerprobt, denn die sowjetischen überhaupt noch nicht. Da müsste geforscht werden, und die

Bahnen fahren seit vielen Jahren mit diesen Einrichtungen Resultate sind noch nicht absehbar. Sie wissen, dassfürdie

über die verschieden dimensionierten Spuren, und sie Strecke Montreux-Spiez-Interlaken-Luzern gegenwärtig

haben diesbezüglich überhaupt keine Beschwerden. Zuzu- die Idee des Goldenpass in Prüfung ist. Auch hier gibt es

geben ist jedoch, dass die Spurweite-Unterschiede bei den verschiedene Möglichkeiten. Das könnte unter Umständen

sowjetischen Bahnen kleiner sind als jene zwischen Normal- ein Modellfall werden; ich stehe dieser Idee wohlwollend

spur und Schmalspur bei uns. Doch dies ist eine Frage des gegenüber. Es sind noch einige Fragen abzuklären. Zu

Masses, der Grössenordnung und nicht des Prinzips. gegebener Zeit werden Sie sich vermutlich damit zu befas-

Technisch machbar und möglich sind die Entwicklung und sen haben, weil das eine separate Vorlage geben könnte.

der Einbau von Umspurfahrzeugen auch bei uns. Dies Es bestehen also viele technische Probleme, die nicht gelöst

wurde bereits im Jahre 1971 in einer Studie der SIG in sind, und auch Vorbehalte grundsätzlicher Art in bezug auf

Zusammenarbeit mit Ingenieuren der Rhätischen Bahn die Nachfrage. Man könnte nicht alle Verbindungen mit

bestätigt. Anlass zur damaligen Studie - initiiert durch Bun- solchem Rollmaterial ausstatten, sondern nur diejenigen,

desrat Bonvin - war ein Vorstoss aus dem Fremdenkurort bei welchen das Rollmaterial tatsächlich auf weiten Strek-

Davos. Darin befasste man sich zu Recht mit einer ken verwendet würde. Würde man beispielsweise das varia-

Anschlusslinie an den Flughafen Kloten, die damals noch ble Rollmaterial wählen, ginge jeweils beim Spurwechsel

nicht bestand. Inzwischen ist dieser Flughafen für die Bahn auch Zeit verloren. Das lohnt sich nicht bei einer Strecke von

ausgebaut, und auch Genf-Cointrin ist in Betrieb. einer halben oder einer Stunde Fahrzeit. Das sind einige

Seither hat die Industrie noch weitere wesentliche Fort- Beispiele, die Ständerat Cavelty nannte.

schritte gemacht. Damit ein eindeutiger Durchbruch mög- Nun werden aber nach dem Postulat von Ständerat Cavelty

lich wird, müsste der Bund die entsprechenden Anstrengun- nicht nur der Bundesrat und die Industrie eingeladen, dies-

gen fördern. Ein klarer Entwicklungsauftrag ist notwendig, bezügliche technische Möglichkeiten abzuklären. Im glei-

in dessen Gefolge die Perfektionierung der Anlagen zu chen Satz wird weitergefahren, es seien im Rahmen des

geschehen hätte. Da die Schaffung von umsteigefreien Ver- Konzepts «Bahn 2000» die nötigen Vorkehrungen für diese

bindungen als Bestandteil von «Bahn 2000» ausdrücklich umsteigfreien Verbindungen zwischen Normal- und

anerkannt und bejaht ist, sind die Voraussetzungen für ein Schmalspurbahnen zu treffen. Wir können das Konzept

entsprechendes Vorgehen seitens des Bundes zweifellos «Bahn 2000» nicht mit derartigen Auflagen versehen, deren

gegeben. Realisierbarkeit während der nächsten vierzehn Jahre, in

Für die Finanzierung kann sich der Bund zusätzlich auf denen «Bahn 2000» verwirklicht werden soll, völlig in der

Artikel 56 des Eisenbahngesetzes beziehen, wo es heisst: Luft hängt. Vor einem halben Jahr haben wir hier bereits

«Der Bund kann namentlich fördern .... c) die Erstellung eine solche Uebung abgehalten, als man eine gewisse Tech-

oder Verbesserung von Anschlüssen unter Bahnen im Inter- nologie mit «Bahn 2000» verknüpfen wollte. Sie sind dann

esse des durchgehenden Verkehrs.» darauf zurückgekommen und haben das korrigiert; ich

Ich bitte Sie, dem Postulat zuzustimmen, um dem Projekt meine das Projekt «Swissmetro». Wir dürfen keine Verknüp-

«Bahn 2000» auch in den entlegenen Regionen und bei den fung mit dem Konzept «Bahn 2000» im Sinne eines Auftrags

Schmalspurbahnen zum Durchbruch zu verhelfen. an den Bundesrat vornehmen. Das könnte zu einem Pfla-

sterstein werden.

Der erste Teil von Absatz 3 (Abklärung der technischen

Bundesrat Schlumpf: Ständerat Cavelty hat es gesagt: Sein Möglichkeiten) wäre durchaus diskutabel, aber den zweiten

Anliegen ist nicht neu. Schon vor zwei Jahrzehnten wurde Teil dieses Auftrags könnte der Bundesrat nicht annehmen.

von Hoteliers in Davos das Anliegen verfolgt, vor allem Deshalb muss ich Sie bitten, das Postulat abzulehnen.

Fluggäste, die in Kloten landeten, möglichst umsteigefrei

Postulat Cavelty 262 9 juin 1987

Cavelty: Herr Bundesrat Schlumpt hat vorhin zu Herrn Hefti bei den Schmalspuranlagen zum vorneherein in Frage

gesagt, dass ein guter Anwalt seine Argumente bis zur gestellt. Alle zweispurigen Strecken müssten wegen der

Diskussion behalten solle. Ich hoffe, ich sei auch ein guter Abstände neu angelegt werden. Besonders aufwendig wäre

Anwalt und habe deshalb einige Argumente zurückbehalten. das bei Brücken, Verbauungen und Tunnels. Beim Ver-

Es wird geltend gemacht, für die Verwirklichung dieses einatunnel ist die Sache anders, da es sich um eine Neuan-

Postulats bedürfe es weiterer Abklärungen und einer lage handelt. Im Tunnel hat es einige Kreuzungsstellen, aber

Entwicklungsarbeit. Das ist genau das, was ich postuliere. im übrigen ist die Spur nicht doppelt. Es wäre durchaus

Ich gehe von den Ausführungen des Bundesrats und seiner möglich, dem noch Rechnung zu tragen. Aber bei allen

Mitarbeiter aus, die vor allem betonen, wie wichtig umstei- anderen Strecken geht es nicht.

gefreie Verbindungen im Geiste von «Bahn 2000» seien. Vor Das Postulat könnte modifiziert werden, damit es für den

mir habe ich das Referat von Herrn Dr. Winter, Gesamtpro- Bundesrat akzeptabel würde. Ich habe auch hier gesehen,

jektleiter SBB, vom 26. Mai 1987 bei der Gruppe Bergbevöl- dass Ständerat Cavelty - wir kennen uns schon lange! -

kerung. Da steht u. a., dass auch Rand- und Bergregionen wirklich ein guter Anwalt ist. «Im Rahmen des Konzeptes

abseits der Hauptachsen von einem attraktiveren Angebot 'Bahn 2000'» heisst bei mir «im Zuge von» oder «bei Ver-

profitieren werden («dichterer Fahrplan, mehr umsteigefreie wirklichung». Aber weil es Ständerat Cavelty «im Sinn und

Direktverbindungen im Regional-, Schnellzugs- und IC-Ver- Geist» von «Bahn 2000» meint, würde ich ihm vorschlagen,

kehr»). Auf jeder Seite dieses Referats habe ich ähnliche die nächsten drei Worte «die nötigen Vorkehrungen» noch

Aussagen unterstrichen, in denen im Geiste von zu streichen. Dann wären wir uns einig! Mir geht es darum,

«Bahn 2000» zu Recht die Bedeutung von Direktanschlüs- nicht den Eindruck entstehen zu lassen, dass wir als

sen ohne Umsteigen betont wird. Bestandteil der Verwirklichung von «Bahn 2000» auch die-

Ich bin auch der Meinung, dass dies den Bund etwas koste, ses Problem zu lösen hätten. Wir dürfen «Bahn 2000» nicht

aber «Bahn 2000» kostet eben etwas, und «Bahn 2000» soll mit solchen technologischen Neuerungen belasten, von

möglichst vielen Regionen zugute kommen. Im übrigen denen wir nicht wissen, ob sie überhaupt realisierbar sind.

bringt dieses Programm auch Einsparungen mit sich. Ständerat Cavelty glaubt mir sicher, dass ich eine grosse

Erlauben Sie mir ein Beispiel aus meiner Gegend: Mit dem Neigung gehabt hätte, das Postulat tale quale zur Annahme

Bau der Vereinabahn wird sich der ganze Verkehr ins Unter- zu empfehlen. Aber wir haben noch viele andere technologi-

engadin und ein grosser Teil des Verkehrs des Engadins schen Neuerungen, die jetzt ins Spiel gebracht werden

durch den Vereina abwickeln. Damit sind die Züge, die von (Talgo-Pendular usw.) und im Rahmen von «Bahn 2000»

Zürich nach Chur fahren, von Landquart weg zur Hälfte leer. verwirklicht werden sollten. Das dürfen wir uns selber nicht

Statt dass man nun diese leeren Wagen nach Chur fährt und auch noch aufladen, weil dadurch die Realisierung von

wieder von Chur nach Landquart und in Landquart mit «Bahn 2000» erschwert werden könnte.

anderen Zügen die Vereinalinie bedient, könnte man mit Ständerat Cavelty, wenn Sie sagen würden, «Der Bundesrat

Umspurwagen diese betreffenden Wagen in Landquart wird eingeladen, die diesbezüglichen technischen Möglich-

abkoppeln und damit direkt durch den Vereina fahren. keiten abzuklären», dann wäre der bündnerische Friede

Damit könnte auch Rollmaterial eingespart werden. wieder hergestellt.

Herr Bundesrat Schlumpf hat sich vor allem daran gestos-

sen, dass ich das Anliegen im Rahmen von «Bahn 2000» Cavelty: Ich danke Herrn Bundesrat Schlumpf für seine

verwirklicht sehen möchte. Wenn Sie das Wort «im Rah- verständnisvolle Haltung und bin mit der Streichung des

men» so verstehen, wie Herr Bundesrat Schlumpf es ver- Satzteils «im Rahmen des Konzeptes 'Bahn 2000' die nöti-

standen hat, dann verstehe ich die Bedenken. «Im Rahmen» gen Vorkehrungen zu treffen» einverstanden.

heisst für mich im Sinn und Geist von «Bahn 2000» und zur Noch ein Wort persönlicher Natur: So ein guter Anwalt, wie

Verwirklichung auch dieses Gedankens. Es soll eine Herr Bundesrat Schlumpf meint, bin ich dann doch nicht.

entsprechende Entwicklungsarbeit unternommen werden. Oder vielleicht ein noch besserer! Beurteilen Sie selbst! Ich

Die Bedeutung und die Machbarkeit werden nicht bestritten, bin nämlich effektiv nicht im Besitze der Antwort, wie da

und was die Kosten betrifft, werden wir sehen, wenn es angedeutet wurde. Aber ich habe bestimmte Leute in den

soweit ist. Glauben versetzt, ich sei im Besitze dieser Antwort. (Heiter-

Wenn Sie es lieber sehen, werde ich das Wort «im Rahmen» keit)

durch «im Geiste von 'Bahn 2000'» ersetzen, und möchte

Sie bitten, das Postulat in diesem Sinn zu überweisen. Präsident: Ich fasse zusammen: Herr Kollege Cavelty hält an

seinem Postulat mit einer Abänderung fest, auf der anderen

Bundesrat Schlumpf: Ich möchte Ständerat Cavelty attestie- Seite wäre der Bundesrat bereit, unter bestimmten Voraus-

ren, dass er wirklich ein guter Anwalt ist, und zwar nicht setzungen das Postulat entgegenzunehmen.

deswegen, weil er wichtige Argumente für die Diskussion Es sei jedoch dem Präsidenten dieses Rats gestattet, auch

aufgespart hat, sondern weil es ihm gelungen ist, die an sich einen sehr guten Anwalt an Artikel 29 unseres Reglements

nicht öffentliche Begründung des Bundesrats für die Ableh- zu erinnern, der besagt, dass eine Aenderung des Postulats

nung des Postulats vorzeitig erhältlich zu machen. Das ist nach dessen Einreichung nicht mehr möglich ist. Wir müs-

keine Kritik an Ständerat Cavelty, sondern eben die Bestäti- sen uns an den Text, den Herr Cavelty eingereicht hat,

gung dafür, dass er wirklich ein guter Anwalt ist. halten, und daran kann meines Erachtens auch nichts rüt-

Zu den Ausführungen von Herrn Dr. Winter und in der teln, dass der Bundesrat bereit wäre, unter bestimmten

Botschaft zu «Bahn 2000»: Voraussetzungen dieses Postulat entgegenzunehmen.

Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe; denn wir spre-

chen dort von Direktverbindungen auf der gleichen Spur. Es Abstimmung - Vote

war und ist das Anliegen, innerhalb des Netzes- bei Inter-

city-Zügen, Schnellzügen - das Umsteigen möglichst zu Für Ueberweisung des Postulats 12 Stimmen

verhindern, beispielsweise im Fall, den die Bündner gut Dagegen 12 Stimmen

kennen: Chur-Zürich-Bern, oder auch bei anderen Destina-

tionen, so auch Basel-Olten und von dort in die verschiede- Präsident: Ich gebe den Stichentscheid zugunsten der

nen Richtungen. Sie werden aber nirgends in einer Doku- Ueberweisung des Postulats.

mentation finden, dass dies auch für Spurwechsel gemeint

war. Ueberwiesen - Transmis

Beim Vereinatunnel könnte man Umspurmöglichkeiten ein-

planen, weil es sich um einen Neubau handelt. Aber Umspu-

ren von Wagen der SBB, beispielsweise auf das Netz der

RhB, wäre im Hinblick auf die bestehenden Profile der

unzähligen Altbauten, der Kreuzungen und Doppelspuren

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Postulat Cavelty "Bahn 2000". Umsteigefreie Verbindungen zwischen Normal- und

Schmalspurbahnen

Postulat Cavelty RAIL 2000. Liaisons sans transbordement entre réseaux à voie étroite et à

voie normale

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1987

Année

Anno

Band II

Volume

Volume

Session Sommersession

Session Session d'été

Sessione Sessione estiva

Rat Ständerat

Conseil Conseil des Etats

Consiglio Consiglio degli Stati

Sitzung 05

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 87.408

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 09.06.1987 - 17:00

Date

Data

Seite 260-262

Page

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Ref. No 20 015 630

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