Regulation of Consanguineous Marriages for Children of Assisted Reproduction
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe motion called for immediate legal measures to prevent consanguineous marriages for children conceived through heterologous insemination or in vitro fertilization, similar to existing regulations for adopted children. The Federal Council proposed converting the motion into a postulate, stating that the risk of consanguineous marriages in this context is vanishingly small, as calculated by researchers. While acknowledging the need to examine restrictions on sperm donors and control mechanisms within the broader regulation of artificial reproduction and donor anonymity, the Council concluded that a specific, urgent regulation for these children was not necessary.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 50 Absatz; Regulation of Consanguineous Marriages for Children of Assisted Reproduction: The Federal Council proposed converting the motion into a postulate, stating that the risk of consanguineous marriages in this context is vanishingly small, as calculated by researchers. While acknowledging the need to examine restrictions on sperm donors and control mechanisms within the broader regulation of artificial reproduction and donor anonymity, the Council concluded that a specific, urgent regulation for these children was not necessary.
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KI-generiertVolltext
18. Dezember 1987 N 1857 Motion (Weber Leo)-Hess Peter
29. September 1986 und Morf vom 1. Oktober 1986 hat der Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Bundesrat das Ergebnis der Volksabstimmung vom 28. Sep- Die gegenwärtige Regelung für Adoptivkinder sieht vor,
tember 1986 über Kulturinitiative und Gegenvorschlag nicht dass diese nach erfolgter Adoption mit ihrem alten und
als Nein zur Kulturförderung des Bundes gewertet und seine neuen Namen an das Eidgenössische Amt für Zivilstandswe-
Absicht bekräftigt, das bisherige kulturpolitische Engage- sen gemeldet werden. Vor jeder Eheschliessung werden die
ment weiterzuführen. In diesem Zusammenhang sprach er Namen der Partner dem genannten Amt gemeldet, um so
die Hoffnung aus, dass das Parlament diese Politik voll allfälligen Verwandtenehen vorzubeugen. Dies geschieht
mittragen werde. In seiner Botschaft vom 25. Februar 1987 aber bis heute nicht bei durch heterologe Insémination oder
über die Finanzhilfen an die Stiftung Pro Helvetia in den In-vitro-Fertilisation gezeugten Kindern. Da nun aber
Jahren 1988 bis 1991 hielt der Bundesrat jedoch fest, es bekannt ist, dass rund jedes hundertste Kind, das geboren
bleibe im Sinne einer klaren Kompetenzregelung und einer wird, aus einer heterologen Insémination stammt, ist ver-
Stärkung des Subsidiaritätsprinzips nach wie vor wün- mutlich die Gefahr einer Verwandtenehe grösser als bei
schenswert, längerfristig eine explizite verfassungsmässige Adoptivkindern.
Abstützung aller kulturpolitischen Aktivitäten des Bundes
anzustreben. Nach der guten Aufnahme dieser Vorlage in Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
den eidgenössischen Räten und der in den Debatten zum vom 30. November 1987
Ausdruck gekommenen grundsätzlich positiven Haltung in Rapport écrit du Conseil fédéral du 30 novembre 1987
der Frage einer aktiven Kulturförderung erachtet der Bun- Das Konsanguinitätsrisiko ist selbst im Falle der Zunahme
desrat die Wiederaufnahme der Bemühungen um einen heterologer Inseminationen oder In-vitro-Fertilisationen und
Kulturartikel als sinnvoll. Der Vorsteher des eidgenössi- selbst bezogen auf eine relativ beschränkte Bevölkerungs-
schen Departements des Innern hat deshalb im Nationalrat gruppe verschwindend klein. Berechnungsmethoden, die
am 28. September 1987 angekündigt, dass der Bundesrat in an der Universität Lausanne entwickelt wurden, zeigen, dass
der zweiten Hälfte der Legislaturperiode 1988-91 den Räten für die Bevölkerung der Romandie bei der derzeitigen prak-
einen eigenen Entwurf zu einem Kulturartikel vorlegen tischen Verbreitung der künstlichen Insémination mit
werde. Bei der Ausarbeitung des neuen Verfassungsartikels Samen eines Spenders (etwa 350 Kinder pro Jahr in der
sollen die Kommentare und Analysen der Abstimmung über ganzen Schweiz) die Wahrscheinlichkeit einer konsangui-
die Kulturinitiative und den Gegenvorschlag nochmals ein- nen Ehe in der nächsten Generation nur 1/400 000 beträgt,
gehend geprüft werden. Mit Blick auf dieses Vorgehen selbst wenn je 6 Kinder vom gleichen Spender abstammen.
erscheint dem Bundesrat eine Umwandlung der Motion in Eine besondere Regelung ist somit nicht dringlich. Im Rah-
ein Postulat als angebracht. men der Gesamtregelung der künstlichen Fortpflanzung
wird zu prüfen sein, ob eine Beschränkung der Anzahl
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Schwangerschaften mit den Samen desselben Spenders
Déclaration écrite du Conseil fédéral vorgesehen werden muss und welche Kontrollmechanismen
Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- nötig sind. Die Frage muss aber im Zusammenhang mit der
wandeln. Regelung der Fortpflanzungsmedizin im allgemeinen und
mit der Frage der Anonymität des Samenspenders im beson-
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat deren behandelt werden.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
Déclaration écrite du Conseil fédéral
Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu-
wandeln.
#ST# 87.387 Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
Motion Zwygart
Heterologe Kinder. #ST# 87.910
Verhinderung von Verwandtenehen
Motion (Weber Leo)-Hess Peter
Enfants hétérologues.
Interdiction des mariages consanguins Errichtung von Bistümern
Création de nouveaux évêchés
Wortlaut der Motion vom 20. März 1987
Der Bundesrat wird aufgefordert, die notwendigen gesetzli- Wortlaut der Motion vom 9. Oktober 1987
chen Regelungen zur Verhinderung von Verwandtenehen Der Bundesrat wird eingeladen, der Bundesversammlung
für die durch heterologe Insémination oder In-vitro-Fertilisa- spätestens mit der Totalrevisionsvorlage der Bundesverfas-
tion gezeugten Kinder, wie sie für Adoptivkinder Gültigkeit sung den Vorschlag zu unterbreiten, wonach den Kirchen
haben, unverzüglich in die Wege zu leiten, ohne dabei auf auf Bundesebene die volle Organisationsfreiheit eingeräumt
die Gesamtregelung der künstlichen Befruchtung zu und demzufolge Artikel 50 Absatz 4 der Bundesverfassung
warten. aufgehoben wird.
Texte de la motion du 20 mars 1987 Texte de la motion du 9 octobre 1987
Le Conseil fédéral est prié de prendre sans retard les Le Conseil fédéral est chargé de soumettre à l'Assemblée
mesures nécessaires du point de vue légal pour empêcher fédérale - au plus tard en même temps que le projet de
les mariages consanguins entre enfants conçus par insémi- révision totale de la constitution - la proposition d'abroger
nation hétérologueou par fécondation in vitro, comme c'est l'article 50, 4e alinéa, de ladite constitution, de manière à
le cas pour les enfants adoptifs, sans attendre que la législa- ménager aux Eglises, sur le plan fédéral, une liberté totale
tion concernant la fécondation artificielle entre en vigueur. de s'organiser.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Dünki, Fierz, Grendel- Mitunterzeichner-Cosignataires: Darbellay, Fehr, Fischer-
meier, Günter, Müller-Bachs, Müller-Wiliberg, Oester, Stef- Sursee, Hess, Mühlemann, Nebiker, Nussbaumer, Seiler,
fen, Wick, Zwingli (10) Weber-Schwyz, Widmer (10)
40-N
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Zwygart Heterologe Kinder. Verhinderung von Verwandtenehen
Motion Zwygart Enfants hétérologues. Interdiction des mariages consanguins
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1987
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Wintersession
Session Session d'hiver
Sessione Sessione invernale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 13
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 87.387
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 18.12.1987 - 08:00
Date
Data
Seite 1857-1857
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Ref. No 20 015 996
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