Rheinfelden Cross-Border Highway Dispute
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis case concerns a proposed highway connection between the German A 98 and the Swiss N 3 near Rheinfelden. The project, originating in the 1960s, has faced significant opposition from local residents and environmental groups who argue it would increase heavy truck traffic, negatively impact the environment and human well-being, and contradicts stated policies to shift heavy traffic from roads to rail. They also question why an environmental impact study was not conducted and why the project, arguably an extension of the N 3, was not submitted to parliament for approval as required by law. The government responded that the connection is justifiable for relieving traffic at the Basel/Weil border crossing, does not contradict efforts to shift heavy traffic to rail, and that necessary environmental investigations were performed prior to the project's public review, with further environmental considerations to be addressed. They also stated the project is not an extension of the national road network requiring parliamentary approval and that an alternative regional bridge would only have local significance and offer little traffic relief.
Legislator-Regeste
KI-generiertNationalstrassengesetz; Rheinfelden Cross-Border Highway Dispute: The project, originating in the 1960s, has faced significant opposition from local residents and environmental groups who argue it would increase heavy truck traffic, negatively impact the environment and human well-being, and contradicts stated policies to shift heavy traffic from roads to rail. They also question why an environmental impact study was not conducted and why the project, arguably an extension of the N 3, was not submitted to parliament for approval as required by law. The government responded that the connection is justifiable for relieving traffic at the Basel/Weil border crossing, does not contradict efforts to shift heavy traffic to rail, and that necessary environmental investigations were performed prior to the project's public review, with further environmental considerations to be addressed. They also stated the project is not an extension of the national road network requiring parliamentary approval and that an alternative regional bridge would only have local significance and offer little traffic relief.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited in relation to the requirement for parliamentary approval of the highway project.
Volltext
19.Juni1987 N 1031 Interpellation Bircher
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rheinfelden est actuellement mis à l'enquête publique. Or
vom 29. April 1987 cette liaison a le caractère, non pas d'un raccordement de
Rapport écrit du Conseil fédéral du 29 avril 1987 routes cantonales à la N 3, mais d'une nouvelle autoroute
Der Bundesrat hat das Eidgenössische Verkehrs- und internationale qui favoriserait en outre le trafic routier lourd.
Energiewirtschaftsdepartement beauftragt, in einem von D'où de nombreuses réactions de la population du Fricktal,
ihm festgelegten Rahmen einen Bericht zuhanden des Par- notamment des locataires touchés et des amis de la nature.
lamentes über die Frage der Freihaltung der Wasserstrassen Le conseil municipal (Stadtrat) de Rheinfelden rejette ce
vorzubereiten. projet mammouth remontant aux années soixante et portant
Der in der Zwischenzeit verabschiedete Bericht wurde aus- sur 67 millions de francs.
gearbeitet, um die eidgenössischen Räte darüber zu infor- A ce propos je pose au Conseil fédéral les questions sui-
mieren, was aufgrund verschiedener parlamentarischer Vor- vantes:
stösse geschehen ist, und die Absichten des Bundesrates 1. Juge-t-il encore soutenable de nos jours ce projet de
über das weitere Vorgehen darzustellen. tronçon autoroutier, compte tenu particulièrement des nom-
Nach einer historischen Einleitung werden in diesem breuses promesses de déplacer le trafic lourd de la route
Bericht die Ergebnisse des Vernehmlassungsverfahrens vers le rail?
sowie der verkehrspolitische Rahmen und die sich darauf 2. Pourquoi a-t-on renoncé à une étude d'impact sur l'envi-
stützenden Absichten des Bundesrates dargelegt. Er wird ronnement malgré les graves effets de cette construction
demnächst publiziert werden und dem Parlament abge- sur l'être humain et le cadre naturel dans la région de
geben. Rheinfelden?
3. Après avoir affirmé dans sa «Stratégie de lutte contre la
Le président: L'interpellateur n'est que partiellement satis- pollution de l'air» que le réseau autoroutier ne doit pas être
fait de la réponse du Conseil fédéral. étendu (voir le point A de la liste de mesures), compte tenu
de la nécessité de réduire les nuisances, comment se fait-il
que le Conseil fédéral n'ait pas soumis ce projet au Parle-
ment comme l'exige la loi sur les routes nationales, puisqu'il
#ST# 87.363 s'agit de toute évidence d'une extension de la N 3 avec tout
ce que cela représente?
Interpellation Bircher 4. Ne pense-t-il pas qu'il faut renoncer à cette liaison auto-
routière et lui préférer la «solution régionale» consistant à
Autobahnverbindung N 3/A 98 relier par un simple pont de délestage les routes principales
bei Rheinfelden sises sur les deux rives du Rhin?
Liaison autoroutière N 3/A 98
près de Rheinfelden Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-St. Gallen,
Bäumlin, Borei, Chopard, Deneys, Fankhauser, Friedli,
Grendelmeier, Hubacher, Lanz, Leuenberger-Solothurn,
Leuenberger Moritz, Morf, Pitteloud, Renschler, Ruffy,
Stamm Walter, Weder-Basel (18)
Wortlaut der Interpellation vom 19. März 1987
Gegenwärtig liegt das Projekt einer neuen Autobahnverbin- Schriftliche Begründung - Développement par écrit
dung von der deutschen Hochrheinautobahn A 98 zur N 3 Der Interpellant verzichtet auf eine Begründung und
zwischen Kaiseraugst und Rheinfelden öffentlich auf. Dabei wünscht eine schriftliche Antwort.
handelt es sich nicht um einen Zubringer kantonaler Stras-
sen zur N 3, sondern um eine neue internationale Autobahn, Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
die zudem den Transitschwerverkehr auf der Strasse begün- vom 27. Mai 1987
stigen wird. Zahlreich sind deshalb auch die entsprechen- Rapport écrit du Conseil fédéral du 27 mai 1987
den Reaktionen aus der Fricktaler Bevölkerung, von betrof- 1. Der auf Schweizergebiet liegende, knapp ein Kilometer
fenen Mietern und Naturschützern. Auch der Rheinfelder lange Autobahnzubringer soll die projektierte deutsche
Stadtrat lehnt dieses auf über 67 Millionen Franken veran- Autobahn A 98 mit der schweizerischen Nationalstrasse N 3
schlagte Grossprojekt aus den 60er Jahren ab. Ich frage in zwischen Kaiseraugst und Rheinfelden verbinden. Diese
diesem Zusammenhang den Bundesrat: Strassenverbindung wurde vor Jahren von der Besonderen
1. Hält er den Bau dieser Teilautobahn heute noch für ver- Gruppe Deutschland/Schweiz der Europäischen Verkehrs-
tretbar, insbesondere auch nach den vielen Beteuerungen, ministerkonferenz (CEMT) konzipiert. Sie entspricht über-
den internationalen Transitschwerverkehr von der Strasse dies einer Empfehlung der deutsch/schweizerischen Raum-
auf die Schiene zu bringen? ordnungs-/Raumplanungskommission im gemeinsamen
2. Warum wurde, trotz den gravierenden Auswirkungen die- Grenzraum. Durch die Strassenverbindung soll das Städt-
ses Baus auf Menschen und Umwelt in der Region Rheinfel- chen Rheinfelden vom störenden grossen Durchgangsver-
den, auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung verzichtet? kehr befreit werden.
3. Auch im neuen Luftreinhaltekonzept beteuert der Bun- An diesem Planungskonzept hat sich nichts geändert. Nach
desrat, dass das Autobahnnetz nicht mehr erweitert werden wie vor ist die geplante Autobahnverbindung vertretbar,
soll (vgl. Ziffer A des Massnahmenkatalogs), vor allem wird sie es doch gestatten, den wichtigen Autobahngrenz-
infolge der notwendigen Schadstoffreduktion. Nun aber übergang Basel/Weil in gewissem Umfang zu entlasten. Die
handelt es sich bei diesem Projekt zweifellos um eine Erwei- Bestrebungen, den internationalen Transitschwerverkehr
terung der N 3 mit entsprechenden Folgewirkungen. Warum von der Strasse auf die Schiene zu bringen, bleiben dadurch
wurde dieses Autobahnstück nie dem Parlament vorgelegt, unberührt.
obwohl dies gemäss Nationalstrassengesetz erforderlich 2. Vor der öffentlichen Auflage des Ausführungsprojektes
wäre? für den Autobahnzubringer sind, dem damaligen Stand des
4. Ein Verzicht auf den Bau der Autobahnspange wäre gebo- Institutes Umweltverträglichkeitsprüfung entsprechend, die
ten. Wie stellt sich der Bundesrat zur bereits vorliegenden erforderlichen Untersuchungen vorgenommen worden.
«regionalen Lösung», wonach eine kleinere Entlastungs- Gestützt darauf wurde das Projekt noch in mancher Hinsicht
brücke lediglich die beiden Hauptstrassen beidseits des verbessert. Im Projektbereinigungsverfahren, das an die
Rheins verbinden würde? Projektauflage anschliesst, wird die Umweltverträglichkeit
noch besonders zu prüfen sein.
Texte de l'interpellation du 19 mars 1987 3. Bei dem kurzen Autobahnzubringer Rheinfelden handelt
Le projet de liaison autoroutière entre l'A 98 allemande es sich nicht um eine Erweiterung des Nationalstrassennet-
(autoroute du Haut-Rhin) et la N 3 entre Kaiseraugst et zes im Sinne des Massnahmenkataloges zum Luftreinhalte-
Interpellation Aubry 1032 N 19 juin 1987
Konzept. Auch trifft es nicht zu, dass der Autobahnzubringer sionspraktiken der Kassen auf Bundesebene harmonisiert
vom Parlament hätte beschlossen werden müssen. Die am werden;
22. August 1984 erfolgte Genehmigung des entsprechenden 2.3. Delegation an die staatliche Kontrollbehörde zur Ueber-
generellen Projektes durch den Bundesrat stellt nach wachung insbesondere der Anwerbeprovisionen und der
Entscheiden des Bundesgerichtes in vergleichbaren Fällen allgemeinen Kosten.
eine dem Bundesrat zugewiesene Kompetenzausübung im 3. Zudem bitte ich den Bundesrat zu sagen, ob es möglich
Gesetzesvollzug nach Nationalstrassenrecht dar. ist, die Bundessubventionen an Krankenkassen, die prohibi-
4. Die Alternative einer «kleineren Entlastungsbrücke», die tive Provisionen zahlen oder übertriebene allgemeine
lediglich die beiden Hauptstrassen beidseits des Rheins Kosten aufweisen, zu sistieren.
miteinander verbinden würde, wäre von bloss lokaler oder
regionaler Bedeutung. Es handelte sich, abgesehen von den Texte de l'interpellation du 19 mars 1987
erforderlichen Zollanlagen, um ein kantonales Projekt. Ver- Depuis quelques années, il existe au sein des caisses-mala-
kehrsmässig wäre aber mit einer solchen Lösung wenig die reconnues par la Confédération certaines pratiques de
gewonnen. Kann der von Deutschland herführende Durch- recrutement qui mettent en péril le système de notre assu-
gangsverkehr nicht direkt auf die Nationalstrasse N 3 gelei- rance-maladie sociale. La Confédération verse annuelle-
tet werden, belastete er auf der alten Kantonsstrasse die ment près de 900 millions de francs de subventions aux
Ortsdurchfahrten von Kaiseraugst, Äugst und Rheinfelden; caisses-maladie reconnues. Cette somme est destinée, en
erst nach Durchfahren dieser Ortschaften könnte er über die partie, à compenser, les hypothèques sociales.
Anschlüsse Äugst und Rheinfelden auf die N 3 gelangen. Il paraîtrait que certaines caisses-maladie reconnues, ver-
sent lors d'acquisitions faites par des agents recruteurs, des
Le président: L'interpellateur n'est pas satisfait de la commissions importantes, on articule des chiffres dépas-
réponse du Conseil fédéral. sant 200 francs par acquisition et par assuré. Etant donné
qu'environ le 97 pour cent de la population est assurée
contre les risques de la maladie, les nouvelles acquisitions
ne peuvent s'effectuer qu'au détriment d'autres caisses-
maladie. De plus, les caisses qui paient de grandes commis-
#ST# 87.372 sions ne recrutent, bien évidemment, que des membres
jeunes et sélectionnés (bons risques), mettant ainsi en dan-
Interpellation Aubry ger tout le système de la mutualité. Par cette mécanique de
Praktiken gewisser Krankenkassen recrutement, certaines caisses-maladie perdent leurs jeunes
membres - ensuite l'âge moyen de la caisse augmente, les
Pratique de certaines caisses charges prennent alors une courbe ascendante - ce qui fait
d'assurance-maladie qu'au bout de quelques années les caisses en question
doivent se résoudre à fusionner. Sachant tous les problèmes
qui sont liés aux fusions, particulièrement pour les per-
sonnes âgées, il apparaît que nous devons prendre les
mesures qui s'imposent.
Wortlaut der Interpellation vom 19. März 1987 Je demande donc au Conseil fédéral de bien vouloir rensei-
Unter den vom Bund anerkannten Krankenkassen bestehen gner le Parlement sur le point suivant:
seit einigen Jahren Rekrutierungspraktiken, die das System 1. Est-il exact que la pratique développée dans mon inter-
unserer sozialen Krankenkassen gefährden. Der Bund vention est usuelle parmi certaines caisses-maladie recon-
bezahlt jährlich fast 900 Millionen Franken Subventionen an nues?
die anerkannten Krankenkassen. Diese Summe ist zum Teil 2. Si oui, je prie le Conseil fédéral d'effectuer une enquête et
dazu bestimmt, die sozialen Belastungen zu kompensieren. de présenter au Parlement les éléments suivants:
Es macht nun den Anschein, dass gewisse anerkannte Kran- 2.1 établir un tableau comparatif des diverses commissions
kenkassen hohe Provisionen an die anwerbenden Versiche- versées par les caisses aux agents recruteurs;
rungsagenten bezahlen, wenn diese ein Mitglied geworben 2.2. de donner les directives aux caisses afin d'éventuelle-
haben. Es werden Zahlen genannt, die 200 Franken je ange- ment harmoniser sur le plan fédéral la pratique du verse-
worbenen Versicherten übersteigen. ment des commissions;
Angesichts der Tatsache, dass ungefähr 97 Prozent der 2.3. de déléguer au pouvoir officiel de contrôle de surveiller
Bevölkerung gegen Krankheit versichert sind, können neue particulièrement le domaine des primes d'acquisitions et
Mitglieder nur auf Kosten der anderen Krankenkassen ange- des frais généraux.
worben werden. Darüberhinaus werben die Kassen, die 3. De prévoir éventuellement de bloquer le versement des
hohe Provisionen zahlen, natürlich nur junge und ausge- subsides fédéraux aux caisses-maladie qui pratiquent le
wählte Mitglieder an (geringe Risiken) und gefährden damit versement de commissions prohibitives ou qui ont des frais
das System der Gegenseitigkeit. Durch derartige Rekrutie- généraux disproportionnés.
rungsmethoden verlieren gewisse Krankenkassen ihre jun-
gen Mitglieder, worauf das Durchschnittsalter der Kasse Mitunterzeichner - Cosignataire: Keine - Aucun
steigt und damit auch die Lasten, so dass nach einigen
Jahren die betreffenden Krankenkassen gezwungen sind, zu Schriftliche Begründung - Développement par écrit
fusionieren. Bedenkt man all die Probleme, insbesondere L'auteur renonce à développer son intervention, mais
für ältere Menschen, die mit Fusionen verbunden sind, dann demande une réponse écrite.
wird deutlich, dass wir die erforderlichen Massnahmen tref-
fen müssen. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Deshalb bitte ich den Bundesrat um Antwort auf folgende vom 27. Mai 1987
Fragen: Rapport écrit du Conseil fédéral du 27 mai 1987
1. Stimmt es, dass die Praktiken, die ich in meiner Interven- D'après l'article premier, 2e alinéa, 2e phrase, de la LAMA,
tion dargestellt habe, bei bestimmten Krankenkassen üblich les caisses-maladie s'organisent, à leur gré, pour autant que
sind? la loi ne contienne pas de dispositions contraires. On ne
2. Wenn ja, frage ich den Bundesrat, ob er eine Untersu- peut dès lors s'opposer au principe du versement de com-
chung durchführen und dem Parlament folgendes vorlegen missions de recrutement - appelées aussi primes d'acquisi-
kann: tion - dans un système facultatif d'assurance-maladie
2.1. eine vergleichende Darstellung der Provisionen, welche sociale comme le nôtre qui, étant donné en particulier le
die Krankenkassen den Anwerbungsvertretern ausbezahlen; nombre illimité de caisses, ne peut pas fonctionner sans une
2.2. Weisungen an die Kassen, wonach allenfalls die Provi- certaine concurrence entre celles-ci. Le système actuel est
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Bircher Autobahnverbindung N 3/A 98 bei Rheinfelden
Interpellation Bircher Liaison autoroutière N 3/A 98 près de Rheinfelden
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1987
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 87.363
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 19.06.1987 - 08:00
Date
Data
Seite 1031-1032
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