Family Allowance Expansion for Farm Managers and Relatives
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe motion proposed expanding eligibility for family allowances in agriculture to include farm managers and their relatives, and increasing child allowances beyond general economic development to better support farm incomes. The government recommended transforming the motion into a postulate, acknowledging the need to improve farmers' incomes but expressing concerns about the financial implications and the principle of providing allowances to those not in need. The government also noted that extending household allowances to farm managers was not standard practice and that existing agricultural allowances were intended to align with cantonal levels, not exceed them, to avoid pressure on other sectors.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 31 Absatz, Art. 41 Absatz; Family Allowance Expansion for Farm Managers and Relatives: The government recommended transforming the motion into a postulate, acknowledging the need to improve farmers' incomes but expressing concerns about the financial implications and the principle of providing allowances to those not in need. The government also noted that extending household allowances to farm managers was not standard practice and that existing agricultural allowances were intended to align with cantonal levels, not exceed them, to avoid pressure on other sectors.
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KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
Motion Jung 976 N 19 juin 1987
attendere in modo autonomo alla propria persona. Sono Schriftliche Begründung - Développement par écrit
stati spesi a questo titolo 19 milioni di franchi nel 1986; Die Schweizer Bauern verdienen nach Berechnung des Bau-
-già oggigiurno si sopperisce integralmente alle spese di ernverbandes zur Zeit jährlich etwa 500 Millionen Franken
cure extraospedaliere per i grandi invalidi e gli invalidi che zuwenig. Im Leitbild der Agrarpolitik steht der bäuerliche
danno diritto a prestazioni complementari, sulla base degli Familienbetrieb mit 1 bis 3 vorwiegend familieneigenen
articoli 11 e 17cpv. 1 lettera b OMPC (ordinanza sulla dedu- Arbeitskräften im Vordergrund. Ein solcher Familienbetrieb
zione delle spese di malattia e delle spese dovute all'invali- ermöglicht die Zusammenarbeit zwischen den Generatio-
dità in materia di prestazioni complementari). La seconda nen. Er entspricht auch den Erfordernissen der beruflichen
revisione delle PC permette a ogni titolare di prestazioni Ausbildung. Durch die gegenwärtige Entwicklung sind diese
complementari di beneficiare di mezzi supplementari. Betriebe gefährdet.
Heute herrscht in beinahe allen Bereichen der schweizeri-
Schriftliche Erklärung des Bundesrates schen Landwirtschaft Ueberschussproduktion. Das Einkom-
Dichiarazione scritta del Consiglio federale mensdefizit der Bauern lässt sich nicht mehr mit produk-
Déclaration écrite du Conseil fédéral tionswirksamen Massnahmen verbessern. Neben ändern
II Consiglio federale propone di trasformare la mozione in Massnahmen bietet der Ausbau der Sozialleistungen die
postulato. Möglichkeit, das Einkommen der Bauern gezielt und nicht-
produktionswirksam zu verbessern. Diese Zahlungen sollen
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat der Landwirtschaft die Erfüllung ihrer Aufgaben ermögli-
chen helfen.
Mit der Auszahlung von Haushaltszulagen, wie sie in der
Motion vorgeschlagen werden, soll das Einkommen der
Familie des verheirateten, auf dem Hofe arbeitenden Sohnes
bzw. Schwiegersohnes verbessert werden. Die Haushaltszu-
#ST# 87.347 lagen bieten aber auch dem Betriebsleiter die Möglichkeit,
seinen Betrieb früher an den Sohn bzw. Schwiegersohn zu
Motion Jung übergeben.
Familienzulagen Die Erhöhung der Kinderzulagen zur Einkommensverbesse-
rung stützt die Erhaltung dieser Betriebe zusätzlich. Mit
in der Landwirtschaft
ihrer Hilfe ist es möglich, die Einkommen der Familienbe-
Allocations familiales triebe anzuheben. Die Kinderzulagen sollen bewusst zur
dans l'agriculture Erhöhung der Einkommen eingesetzt werden. Nur mit
einem genügend hohen Einkommen ist die Existenz der
Familienbetriebe zu sichern und eine Abwanderung zu ver-
hindern. Ihre Existenz sorgt für die Erhaltung einer dezen-
tralen Siedlungsstruktur, was regionalpolitisch von Bedeu-
Wortlaut der Motion vom 17. März 1987 tung ist. Nurfinanziell gesunde Familienbetriebe können zur
Der Bundesrat wird eingeladen, das Bundesgesetz über die Erreichung agrarpolitischer Ziele beitragen. Nur ihnen ist es
Familienzulagen in der Landwirtschaft vom 20. Juni 1952 im möglich, die Produktionsbereitschaft zu erhalten.
folgenden Sinne zu ändern:
1. Der Kreis der bezugsberechtigten Personen für die Fami- Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
lienzulagen soll ausgeweitet werden. Neu sollen auch der vom 27. Mai 1987
Betriebsleiter sowie seine Verwandten in auf- und abstei- Rapport écrit du Conseil fédéral du 27 mai 1987
gender Linie, die Schwiegersöhne des Betriebsleiters, die Die vorliegende Motion verlangt die Ausrichtung von Kinder-
voraussichtlich den Betrieb zur Selbstbewirtschaftung über- zulagen an alle Landwirte, mithin den Verzicht auf die bisher
nehmen werden, Anspruch auf Familienzulagen haben. geltende Einkommensgrenze; die Ansätze der Kinderzula-
2. Die Kinderzulagen sollen über die Entwicklung der Kin- gen schliesslich sollen in einem Ausmass erhöht werden,
derzulagen der übrigen Wirtschaft hinaus erhöht werden. das über die Entwicklung der Kinderzulagen in der übrigen
Sie sind allen haupt- und nebenberuflich in der Landwirt- Wirtschaft hinausgeht. Zudem wird eine Ausdehnung des
schaft tätigen Familien auszurichten. Sie sollen dazu die- bis dahin nur für landwirtschaftliche Arbeitnehmer beste-
nen, die dringend notwendigen Einkommen zu realisieren. henden Anspruchs auf Haushaltungszulagen auf sämtliche
Landwirte gefordert.
Texte de la motion du 17 mars 1987 Die Forderungen der Motion sind nicht neu, wurden sie
Le Conseil fédéral est prié de modifier la loi sur les alloca- doch in den vergangenen Jahren schon verschiedentlich
tions familiales dans l'agriculture du 20 juin 1952 comme il vorgebracht, sei dies ebenfalls in der Form eines parlamen-
suit: tarischen Vorstosses oder aber im Rahmen von Eingaben
1. Le cercle des personnes qui ont droit à des allocations oder von Vernehmlassungsverfahren. Die Realisierung der
familiales dans l'agriculture devrait être élargi à l'exploitant genannten Forderungen würde zu Mehrausgaben in der
lui-même de même qu'aux membres de sa famille en ligne Grössenordnung von 250 Millionen Franken führen.
directe, ascendante ou descendante, et aux gendres de Eine Aufhebung der Einkommensgrenze kann - wie der
l'exploitant qui, selon toute vraisemblance, reprendront l'en- Bundesrat immer wieder festgehalten hat - nicht in Frage
treprise pour l'exploiter personnellement. kommen; es wäre nicht angängig, aus allgemeinen Mitteln
2. Les allocations pour enfants dans l'agriculture devraient finanzierte Kinderzulagen an Personen auszurichten, die
être augmentées plus fortement que celles des autres sec- darauf in keiner Weise angewiesen sind. Insbesondere in
teurs économiques. Elles devraient être versées à toutes les der bäuerlichen Dorfgemeinschaft würde nicht verstanden,
familles qui exercent une activité agricole à titre principal ou dass Landwirte in sehr guten wirtschaftlichen Verhältnissen
accessoire afin que les allocataires disposent du revenu Zulagen beziehen könnten, währenddem Kleingewerbetrei-
indispensable. bende mit bescheidenem Einkommen leer ausgehen. Sie-
ben von den acht Kantonen, welche (unter Beitragspflicht)
Mitunterzeichner - Cosignataires: Baggi, Bühler-Tschap- auch Kinderzulagen an Selbständigerwerbende kennen,
pina, de Chastonay, Columberg, Dirren, Engler, Fischer- knüpfen diesen Anspruch an Einkommensgrenzen. Solche
Sursee, Geissbühler, Grassi, Mari, Hess, Hofmann, Hösli, werden somit in weitesten Kreisen als notwendig und
Humbel, Iten, Kühne, Landoli, Martignoni, Müller-Schar- gerechtfertigt angesehen.
nachtal, Nussbaumer, Ogi, Risi-Schwyz, Ruckstuhl, Rutis- Bezüglich der Ansätze der Zulagen ging der Gesetzgeber
hauser, Schiarii, Schmidhalter, Schnyder-Bern, Steinegger, ohne Zweifel immer wieder davon aus, dass die landwirt-
Tschuppert, Uhlmann, Villiger, Wanner, Zwingli (33) schaftlichen Zulagen in etwa denjenigen nach kantonalen
19.Juni1987 N 977 Motion Spoerry
Gesetzen entsprechen sollten; Art. 2 Abs. 4 und Art. 7 Abs. 2 #ST# 85.971
FLG lauten wie folgt: «Der Bundesrat passt die Ansätze der
Kinderzulagen periodisch der wirtschaftlichen Entwicklung Motion Spoerry
sowie der Entwicklung der Ansätze nach den kantonalen
Gesetzen über Familienzulagen an.» Sondermüllentsorgung.
Kinderzulagen an Kleinbauern werden allein durch die Bundeskompetenz
öffentliche Hand (2/3 Bund, 1/3 Kantone) finanziert. Insbe- Elimination des déchets spéciaux.
sondere bei nichtlandwirtschaftlichen Arbeitgebern, welche Compétence fédérale
die kantonalen Zulagen an Arbeitnehmer über Beiträge
finanzieren müssen, würde eine Anhebung der landwirt-
schaftlichen Zulagen über das in den Kantonen geltende
Niveau hinaus auf entschiedenen Widerstand stossen
(Anpassungsdruck); dies selbst in Anbetracht der besonde- Wortlaut der Motion vom 18. Dezember 1985
ren Situation und Bedeutung der Landwirtschaft für unser Seit der Schliessung der Sondermülldeponie Kölliken im
Land. Frühling dieses Jahres bestehen bei der Entsorgung des
Anspruch auf Haushaltungszulagen haben nach den gelten- anfallenden Sondermülls zum Teil schwere Probleme. Die
den Bestimmungen des FLG nur landwirtschaftliche Arbeit- bisherigen Bemühungen der Kantone zur Ausscheidung
nehmer, nicht jedoch Kleinbauern. Mit der Einführung die- eines neuen Sondermülldeponie-Standortes haben zu kei-
ser Zulage im Jahre 1944 wollte man ersteren die Gründung nem Ergebnis geführt. Da die gegenwärtige Situation
eines Haushaltes erleichtern und damit auch der Landflucht unhaltbar ist, wird der Bundesrat ersucht, seiner im Umwelt-
entgegenwirken. Verschiedentlich schon wurde die Forde- schutzgesetz Artikel 31 Absatz 5 und Artikel 41 Absatz 1
rung nach einer Ausdehnung des Zulagenanspruchs auf festgelegten Pflicht nachzukommen und - sofern die Kan-
Landwirte laut. In der Tat unterscheiden sich deren Lebens- tone nicht bis Mitte 1986 Standorte für öffentliche schweize-
verhältnisse recht stark von denen landwirtschaftlicher rische Sondermülldeponien bestimmt haben - entspre-
Arbeitnehmer: erstere verfügen im allgemeinen über eine chende Standorte auszuscheiden. Es ist dafür zu sorgen,
Wohnung in eigenen Haus und können zahlreiche Artikel dass innert spätestens 1 1/2 Jahren wiederum öffentliche
des täglichen Bedarfs aus dem eigenen Betrieb beziehen. Sondermülldeponien zur Verfügung stehen und Standorte
Im letzten Vernehmlassungsverfahren zur Revision des FLG für Sondermüllverbrennungsanlagen festgesetzt sind.
im Jahre 1983 war die Zielgerichtetheit der Haushaltungszu-
lage aus familienpolitischer Sicht von verschiedener Seite Texte de la motion du 18 décembre 1985
bestritten und deren Abschaffung zugunsten einer fort- Depuis le printemps de cette année, époque à laquelle la
schrittlicheren Kinderzulagenregelung angeregt worden. In décharge de Kölliken pour les déchets spéciaux n'est plus
diesem Zusammenhang mag auch von Interesse sein, dass en service, des problèmes souvent graves se présentent
das Institut der Haushaltungszulage in keiner kantonalen pour ce qui est de l'élimination de ces déchets accumulés.
Gesetzgebung über Familienzulagen bekannt ist. Jusqu'à présent, les tentatives faites par les cantons en vue
Demgegenüber ist davon auszugehen, dass vor allem kleine de trouver un nouvel emplacement pour y déposer les
und bergbäuerliche Betriebe aus den preispolitischen Mass- déchets spéciaux n'ont abouti à aucun résultat. Comme la
nahmen der Landwirtschaftspolitik nur in beschränktem situation actuelle est intenable, le Conseil fédéral est invité à
Umfange Nutzen zu ziehen vermögen; Direktzahlungen s'acquitter de l'obligation qui lui incombe en vertu de l'arti-
schaffen hier einen Ausgleich. Es ist nun unbestritten, dass cle 31, alinéas, et de l'article 41, alinéa premier, de la loi sur
den Familienzulagen - obschon zur Sozialpolitik gehörend la protection de l'environnement. Il est donc chargé- pour
- ebenfalls zumindest die Funktion einer Direktzahlung autant que d'ici le milieu de l'année 1986 les cantons ne
zukommt. Im Hinblick auf eine Verbesserung der bäuerli- seraient pas parvenus à choisir et réserver des emplace-
chen Einkommensverhältnisse sollte somit, zusammen mit ments destinés à servir de décharges officielles suisses pour
der Frage eines Ausbaus allgemeiner Direktzahlungen, auch déchets spéciaux - de fixer lui-même de tels emplacements.
der Bereich der Familienzulagen geprüft werden. Dies trifft On fera en sorte que des décharges publiques pour déchets
auch für die Forderung nach Haushaltunszulagen für Land- spéciaux soient de nouveau mises à disposition au plus tard
wirte zu, wobei sich die Prüfung im Lichte der eingangs d'ici un an et demi, et que soient réservés des emplacements
gemachten Ausführungen auf ein Modell mit Einkommens- pour y établir des installations d'incinération des déchets
grenze zu beschränken hätte und Abklärungen über eine spéciaux.
Beitragspflicht der Landwirte zur teilweisen Finanzierung
vorzunehmen wären. In diesem Sinne ist der Bundesrat
bereit, die Motion als Postulat entgegenzunehmen. Mitunterzeichner - Cosignataires: Aliesch, Allenspach,
Ammann-Bern, Aubry, Auer, Basler, Bonnard, Bürer-
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Walenstadt, Cincera, Coutau, Eppenberger-Nesslau, Etique,
Déclaration écrite du Conseil fédéral Fehr, Flubacher, Frei-Romanshorn, Früh, Geissbühler, Giu-
Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- dici, Graf, Hari, Hess, Hofmann, Houmard, Hunziker, Jung,
wandeln. Kohler Raoul, Koller Arnold, Künzi, Martignoni, Mühlemann,
Müller-Scharnachtal, Müller-Meilen, Müller-Wiliberg,
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat Neuenschwander, Ogi, Reich, Sager, Salvioni, Schärli,
Schnyder-Bern, Schwarz, Stucky, Thévoz, Wanner, Zwingli
(45)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Industrieunternehmen und Gewerbe kämpfen seit der
Schliessung der Sondermülldeponie Kölliken mit grossen
Problemen bei der Entsorgung des anfallenden Sonder-
mülls. Sie sind gezwungen, den Sondermüll in betriebseige-
nen Räumlichkeiten oder auf dem betriebseigenen Areal zu
lagern. Die Lagerkapazität ist jedoch beschränkt und zum
Teil bereits ausgeschöpft. Zudem ist diese provisorische
Lösung mit erheblichen Unsicherheiten und Gefahren ver-
bunden. Das gleiche gilt für die Sondermüll-Zwischenlager,
die beispielsweise auf dem Areal von Kehrichtverbrennungs-
anlagen behelfsweise eingerichtet werden. Der Abtransport
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Jung Familienzulagen in der Landwirtschaft
Motion Jung Allocations familiales dans l'agriculture
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1987
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 87.347
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 19.06.1987 - 08:00
Date
Data
Seite 976-977
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Ref. No 20 015 488
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