Nuclear Facility Permits and Facultative Referendum
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA motion proposed that the granting of general permits for nuclear facilities should be subject to a facultative referendum. The motion's rationale was that despite technological advancements and safety measures, a residual risk remains with nuclear power, and the public, particularly after events like Chernobyl, should have a say in such decisions. The commission argued that while parliament might seem more equipped to decide, public distrust in nuclear energy meant a parliamentary decision could be perceived as forceful, making direct public input via referendum more appropriate.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 82 al. 1 lit. b de la Constitution fédérale, Art. 21 al. 1 de la Constitution fédérale, Art. 90 al. 1 de la loi sur l'énergie nucléaire (LNE, Art. 100 al. 1 lit. a du Code de procédure civile fédérale, Art. 73 al. 2 de la loi sur l'énergie nucléaire (LNE; Nuclear Facility Permits and Facultative Referendum: The motion's rationale was that despite technological advancements and safety measures, a residual risk remains with nuclear power, and the public, particularly after events like Chernobyl, should have a say in such decisions. The commission argued that while parliament might seem more equipped to decide, public distrust in nuclear energy meant a parliamentary decision could be perceived as forceful, making direct public input via referendum more appropriate.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThe court cited this article as the basis for the federal government's authority to regulate nuclear energy, which is relevant to the case concerning nuclear power plant permits.
The court referenced this article concerning the freedom of economic activity, which is relevant to the economic implications of nuclear power plant construction and operation.
The court cited this article as the legal basis for granting permits for nuclear installations, which is central to the dispute.
The court used this article to specify the procedure for challenging administrative decisions, which is applicable to the appeal process.
The court referenced this article concerning the scope of judicial review for decisions related to nuclear installations, influencing the court's examination of the administrative decision.
Volltext
26. September 1988 N 1189 Energiepolitik. Persönliche Vorstösse
4. ATOMGESETZGEBUNG Der zweite Grund, der für eine Unterstellung der Rahmenbe-
LEGISLATION SUR L'ATOME willigung unter das Referendum spricht, ist die Frage der
staatspolitischen Zumutbarkeit. Kann oder soll das Parla-
ment einer Region den Bau und Betrieb einer Atomanlage
aufzwingen, wenn die betreffende Bevölkerung dagegen
#ST# 87.342 ist? Die Mehrheit der Kommission konnte diese Frage nicht
endgültig bejahen, sonst hätte auch die Rahmenbewilligung
Motion der Energiekommission für das Kernkraftwerk Kaiseraugst nachträglich dem Refe-
Kernanlagen. Rahmenbewilligungen rendum unterstellt werden müssen.
Motion de la commission de l'énergie Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Installations nucléaires. vom September 1988
Autorisations générales Rapport écrit du Conseil fédéral de septembre 1988
Wir verweisen auf Teil II, Ziffer 4.2.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
Déclaration écrite du Conseil fédéral
Wortlaut der Motion vom 9. Februar 1987 Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu-
Der Bundesrat wird ersucht, eine Bestimmung in den Bun- wandeln.
desbeschluss zum Atomgesetz aufzunehmen, wonach die
Erteilung von Rahmenbewilligungen für Kernanlagen dem
fakultativen Referendum unterstellt wird. '
Texte de la motion du 9 février 1987 #ST# 87.353
Le Conseil fédéral est chargé d'insérer une disposition dans
l'arrêté fédéral concernant la loi sur l'énergie atomique Motion (Villiger)-Steinegger
selon laquelle l'octroi d'autorisations générales pour la
construction d'installations nucléaires est sujette au référen- Atomgesetzgebung. Revision
dum facultatif. Centrales nucléaires.
Révision de la législation
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Heutige Lage
Die Rahmenbewilliguhg für Kernanlagen wird heute auf-
grund des Bundesbeschlusses vom 6. Oktober 1978 zum
Atomgesetz vom Parlament erteilt. Sie soll mit dem Entwurf Wortlaut des Postulates vom 18. März 1987
des Kernenergiegesetzes vom 1. Oktober 1985 neu geregelt Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament eine Vorlage
werden. Das Vernehmlassungsverfahren ist abgeschlossen. zur Revision des Bundesgesetzes über die friedliche Ver-
Das neue Kernenergiegesetz wird in nächster Zeit dem Par- wendung der Atomenergie und den Strahlenschutz und des
lament zur Beratung zugeleitet. Bundesbeschlusses zum Atomgesetz zu unterbreiten mit
Was will die Motion? dem Zweck,
Mit der vorliegenden Motion verlangt die Energiekommis- - unter Abkehr von der heutigen polizeilichen Regelung das
sion, die Rahmenbewilligung von Kernanlagen dem fakul- fakultative Referendum bei der Erstellung neuer Kernkraft-
tativen Referendum zu unterstellen. Auf diesem Weg soll es werke zu ermöglichen;
möglich sein, dass das Schweizervolk an der Urne entschei- - geplante Kern kraf tan lagen ohne nukleare Baubewilligung
det, ob ein Kernkraftwerk oder eine Kernanlage (z. B. Wie- in die Neuregelung einzubeziehen;
deraufbereitungsanlage, Atommüllager usw.) gebaut wird - die Entschädigungsfragefürgeplante Kernkraftanlagen zu
oder nicht. Voraussetzung ist immer, dass 50 000 Schweize- regeln, für die aufgrund rechtskräftiger Bewilligungen des
rinnen und Schweizer es verlangen. Bundes in guten Treuen Ausgaben getätigt worden sind und
Gründe für dieses Verfahren welche wegen späterer Entscheide aufgrund der revidierten
Es lässt sich nicht abstreiten, dass selbst beim Stand der Atomgesetzgebung nicht realisiert werden können.
heutigen Technik und unter Beachtung sämtlicher Sicher-
heitsvorkehren für den Betrieb von Atomkraftwerken ein Texte du postulat du 18 mars 1987
Restrisiko bleibt. Damit will nicht bestritten werden, dass die Le Conseil fédéral est chargé de soumettre à l'Assemblée un
Eintreffenswahrscheinlichkeit eines Kernkraftwerkunfalls in projet de révision de la loi sur l'utilisation pacifique de
unserem Land durch Ergreifung immer grösserer Sicher- l'énergie nucléaire et la radioprotection ainsi que de l'arrêté
heitsmassnahmen als äusserst gering einzustufen ist. Ganz afférent, tendant aux buts suivants:
wegzudenken ist sie aber nicht. Aus diesem Grunde soll die - instituer la possibilité du référendum facultatif lors de la
Verantwortung nicht ausschliesslich vom Parlament getra- construction de nouvelles centrales nucléaires,
gen werden. Dem Souverän muss die Möglichkeit gegeben - soumettre au référendum facultatif les centrales prévues
werden, hier mitzubestimmen. Diese Forderung ist um so mais pour lesquelles l'autorisation de construire n'a pas
eher angebracht, weil durch die Auswirkungen des Strah- encore été donnée,
lenabfalls von Tschernobyl weite Teile der Bevölkerung ver- - régler les modalités d'indemnisation lorsque des
unsichert wurden und den Ausstieg aus der Kernenergie dépenses ont été engagées de bonne foi, en vertu d'autori-
verlangen. sations de la Confédération, pour la construction de cen-
Wir wissen um den Einwand, der darlegt, das Parlament sei trales auxquelles il a fallu renoncer par suite de décisions
sicher eher in der Lage, über die Frage der Rahmenbewilli- ultérieures se fondant sur la nouvelle législation.
gung eines Atomkraftwerks zu beschliessen als das Volk.
Das mag auf den ersten Blick so scheinen, trifft aber kaum Mitunterzeichner-Cosignataires: Schmidhalter, Steinegger
zu, denn aus der Geschichte unserer Demokratie geht nicht (2)
hervor, dass der bisher geäusserte Volkswille mit grösseren
Fehlentscheidungen belastet werden könnte. Angesichts Schriftliche Begründung - Développement par écrit
des Misstrauens, das heute in Sachen Kernenergie unter der 1. In der Schweiz stehen gegenwärtig fünf Kernkraftwerke
Bevölkerung herrscht, sieht ein definitiver Parlamentsent- im Betrieb. Sie wurden aufgrund von Polizeibewilligungen
scheid eher wie ein Machtspruch, zum mindestens aber wie geschaffen, wie sie das geltende Recht vorsieht Der Bun-
eine Zwängerei aus. desgesetzgeber beschränkt sich auf eine polizeiliche Rege-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion der Energiekommission Kernanlagen. Rahmenbewilligungen
Motion de la commission de l'énergie Installations nucléaires. Autorisations générales
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1988
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 06
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 87.342
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 26.09.1988 - 14:30
Date
Data
Seite 1189-1189
Page
Pagina
Ref. No 20 016 673
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung.
Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.
Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.