Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 87-342 KI-generiert

Nuclear Facility Permits and Facultative Referendum

Geschäftsnummer VPB 87-342
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

A motion proposed that the granting of general permits for nuclear facilities should be subject to a facultative referendum. The motion's rationale was that despite technological advancements and safety measures, a residual risk remains with nuclear power, and the public, particularly after events like Chernobyl, should have a say in such decisions. The commission argued that while parliament might seem more equipped to decide, public distrust in nuclear energy meant a parliamentary decision could be perceived as forceful, making direct public input via referendum more appropriate.

Legislator-Regeste

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Art. 82 al. 1 lit. b de la Constitution fédérale, Art. 21 al. 1 de la Constitution fédérale, Art. 90 al. 1 de la loi sur l'énergie nucléaire (LNE, Art. 100 al. 1 lit. a du Code de procédure civile fédérale, Art. 73 al. 2 de la loi sur l'énergie nucléaire (LNE; Nuclear Facility Permits and Facultative Referendum: The motion's rationale was that despite technological advancements and safety measures, a residual risk remains with nuclear power, and the public, particularly after events like Chernobyl, should have a say in such decisions. The commission argued that while parliament might seem more equipped to decide, public distrust in nuclear energy meant a parliamentary decision could be perceived as forceful, making direct public input via referendum more appropriate.

Schlagwörter

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Wirtschaftsfreiheit Referendum Entscheidungsbefugnis Verfassung Kunstfreiheit Sicherheitsbedenken
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 82 al. 1 lit. b de la Constitution fédérale

The court cited this article as the basis for the federal government's authority to regulate nuclear energy, which is relevant to the case concerning nuclear power plant permits.

Art. 21 al. 1 de la Constitution fédérale

The court referenced this article concerning the freedom of economic activity, which is relevant to the economic implications of nuclear power plant construction and operation.

Art. 90 al. 1 de la loi sur l'énergie nucléaire (LNE)

The court cited this article as the legal basis for granting permits for nuclear installations, which is central to the dispute.

Art. 100 al. 1 lit. a du Code de procédure civile fédérale

The court used this article to specify the procedure for challenging administrative decisions, which is applicable to the appeal process.

Art. 73 al. 2 de la loi sur l'énergie nucléaire (LNE)

The court referenced this article concerning the scope of judicial review for decisions related to nuclear installations, influencing the court's examination of the administrative decision.

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Volltext

26. September 1988 N 1189 Energiepolitik. Persönliche Vorstösse

4. ATOMGESETZGEBUNG Der zweite Grund, der für eine Unterstellung der Rahmenbe-

LEGISLATION SUR L'ATOME willigung unter das Referendum spricht, ist die Frage der

staatspolitischen Zumutbarkeit. Kann oder soll das Parla-

ment einer Region den Bau und Betrieb einer Atomanlage

aufzwingen, wenn die betreffende Bevölkerung dagegen

#ST# 87.342 ist? Die Mehrheit der Kommission konnte diese Frage nicht

endgültig bejahen, sonst hätte auch die Rahmenbewilligung

Motion der Energiekommission für das Kernkraftwerk Kaiseraugst nachträglich dem Refe-

Kernanlagen. Rahmenbewilligungen rendum unterstellt werden müssen.

Motion de la commission de l'énergie Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

Installations nucléaires. vom September 1988

Autorisations générales Rapport écrit du Conseil fédéral de septembre 1988

Wir verweisen auf Teil II, Ziffer 4.2.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates

Déclaration écrite du Conseil fédéral

Wortlaut der Motion vom 9. Februar 1987 Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu-

Der Bundesrat wird ersucht, eine Bestimmung in den Bun- wandeln.

desbeschluss zum Atomgesetz aufzunehmen, wonach die

Erteilung von Rahmenbewilligungen für Kernanlagen dem

fakultativen Referendum unterstellt wird. '

Texte de la motion du 9 février 1987 #ST# 87.353

Le Conseil fédéral est chargé d'insérer une disposition dans

l'arrêté fédéral concernant la loi sur l'énergie atomique Motion (Villiger)-Steinegger

selon laquelle l'octroi d'autorisations générales pour la

construction d'installations nucléaires est sujette au référen- Atomgesetzgebung. Revision

dum facultatif. Centrales nucléaires.

Révision de la législation

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Heutige Lage

Die Rahmenbewilliguhg für Kernanlagen wird heute auf-

grund des Bundesbeschlusses vom 6. Oktober 1978 zum

Atomgesetz vom Parlament erteilt. Sie soll mit dem Entwurf Wortlaut des Postulates vom 18. März 1987

des Kernenergiegesetzes vom 1. Oktober 1985 neu geregelt Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament eine Vorlage

werden. Das Vernehmlassungsverfahren ist abgeschlossen. zur Revision des Bundesgesetzes über die friedliche Ver-

Das neue Kernenergiegesetz wird in nächster Zeit dem Par- wendung der Atomenergie und den Strahlenschutz und des

lament zur Beratung zugeleitet. Bundesbeschlusses zum Atomgesetz zu unterbreiten mit

Was will die Motion? dem Zweck,

Mit der vorliegenden Motion verlangt die Energiekommis- - unter Abkehr von der heutigen polizeilichen Regelung das

sion, die Rahmenbewilligung von Kernanlagen dem fakul- fakultative Referendum bei der Erstellung neuer Kernkraft-

tativen Referendum zu unterstellen. Auf diesem Weg soll es werke zu ermöglichen;

möglich sein, dass das Schweizervolk an der Urne entschei- - geplante Kern kraf tan lagen ohne nukleare Baubewilligung

det, ob ein Kernkraftwerk oder eine Kernanlage (z. B. Wie- in die Neuregelung einzubeziehen;

deraufbereitungsanlage, Atommüllager usw.) gebaut wird - die Entschädigungsfragefürgeplante Kernkraftanlagen zu

oder nicht. Voraussetzung ist immer, dass 50 000 Schweize- regeln, für die aufgrund rechtskräftiger Bewilligungen des

rinnen und Schweizer es verlangen. Bundes in guten Treuen Ausgaben getätigt worden sind und

Gründe für dieses Verfahren welche wegen späterer Entscheide aufgrund der revidierten

Es lässt sich nicht abstreiten, dass selbst beim Stand der Atomgesetzgebung nicht realisiert werden können.

heutigen Technik und unter Beachtung sämtlicher Sicher-

heitsvorkehren für den Betrieb von Atomkraftwerken ein Texte du postulat du 18 mars 1987

Restrisiko bleibt. Damit will nicht bestritten werden, dass die Le Conseil fédéral est chargé de soumettre à l'Assemblée un

Eintreffenswahrscheinlichkeit eines Kernkraftwerkunfalls in projet de révision de la loi sur l'utilisation pacifique de

unserem Land durch Ergreifung immer grösserer Sicher- l'énergie nucléaire et la radioprotection ainsi que de l'arrêté

heitsmassnahmen als äusserst gering einzustufen ist. Ganz afférent, tendant aux buts suivants:

wegzudenken ist sie aber nicht. Aus diesem Grunde soll die - instituer la possibilité du référendum facultatif lors de la

Verantwortung nicht ausschliesslich vom Parlament getra- construction de nouvelles centrales nucléaires,

gen werden. Dem Souverän muss die Möglichkeit gegeben - soumettre au référendum facultatif les centrales prévues

werden, hier mitzubestimmen. Diese Forderung ist um so mais pour lesquelles l'autorisation de construire n'a pas

eher angebracht, weil durch die Auswirkungen des Strah- encore été donnée,

lenabfalls von Tschernobyl weite Teile der Bevölkerung ver- - régler les modalités d'indemnisation lorsque des

unsichert wurden und den Ausstieg aus der Kernenergie dépenses ont été engagées de bonne foi, en vertu d'autori-

verlangen. sations de la Confédération, pour la construction de cen-

Wir wissen um den Einwand, der darlegt, das Parlament sei trales auxquelles il a fallu renoncer par suite de décisions

sicher eher in der Lage, über die Frage der Rahmenbewilli- ultérieures se fondant sur la nouvelle législation.

gung eines Atomkraftwerks zu beschliessen als das Volk.

Das mag auf den ersten Blick so scheinen, trifft aber kaum Mitunterzeichner-Cosignataires: Schmidhalter, Steinegger

zu, denn aus der Geschichte unserer Demokratie geht nicht (2)

hervor, dass der bisher geäusserte Volkswille mit grösseren

Fehlentscheidungen belastet werden könnte. Angesichts Schriftliche Begründung - Développement par écrit

des Misstrauens, das heute in Sachen Kernenergie unter der 1. In der Schweiz stehen gegenwärtig fünf Kernkraftwerke

Bevölkerung herrscht, sieht ein definitiver Parlamentsent- im Betrieb. Sie wurden aufgrund von Polizeibewilligungen

scheid eher wie ein Machtspruch, zum mindestens aber wie geschaffen, wie sie das geltende Recht vorsieht Der Bun-

eine Zwängerei aus. desgesetzgeber beschränkt sich auf eine polizeiliche Rege-

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion der Energiekommission Kernanlagen. Rahmenbewilligungen

Motion de la commission de l'énergie Installations nucléaires. Autorisations générales

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1988

Année

Anno

Band III

Volume

Volume

Session Herbstsession

Session Session d'automne

Sessione Sessione autunnale

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 06

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 87.342

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 26.09.1988 - 14:30

Date

Data

Seite 1189-1189

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Ref. No 20 016 673

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